DE2939421B1 - Vorrichtung zum Heben und Senken der Kettfaeden einer Webmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum Heben und Senken der Kettfaeden einer WebmaschineInfo
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Description
- Zur Verbesserung des Platzbedarfs und zur einfachen Verbindung der Zylinder zu einem Block erweist es sich als vorteilhaft, daß der außerhalb des Außenrohres und des Innenrohres befindliche Teil des Kopfteiles als Mehrkant ausgebildet ist, dessen Mantelflächen die Verbindungsflächen abgeben. Vorzugsweise ist der Mehrkant als Vierkant mit quadratischem Grundriß ausgebildet, wobei seine Seitenlänge etwa dem Außendurchmesser des Außenrohres entspricht. Damit lassen sich in engstmöglicher Anordnung in Längs- und Querrichtung beliebig viele Reihen von Zylindern zu einem kompakten Block zusammenfügen, wobei zweckmäßigerweise auch die Führungsteile eine entsprechende Ausbildung aufweisen. Kopfteil und Führungsteil besitzen Anschlußflächen für das Außenrohr und das Innenrohr, die an ihren Enden mit diesen Teilen dicht verbunden sind. Der Anschluß besteht jeweils aus einer Längsbohrung, die über eine Querbohrung, einen Querschlitz oder dgl. mit dem Zwischenraum zwischen den beiden Rohren in Verbindung steht und im Bereich des Mehrkants des Kopfteiles in eine Anschlußbohrung größeren Durchmessers für einen Anschlußnippel oder dgL übergeht.
- Der Zylinder kann einfachwirkend oder doppeltwirkend ausgebildet sein. Im ersten Fall wird der Kolben zum Kopfteil durch das Druckmedium hingedrückt, während die Rückbewegung durch den auf die Kolbenstange ausgeübten Zug der an den Kettfadenlitzen angreifenden Federn bewirkt wird. Bei der doppelt wirkenden Bauweise hat man auf der Stirnseite des Kopfteils zwei Anschlüsse, also auch entsprechend zwei parallel zueinander liegende Längsbohrungen und zwei Anschlußbohrungen für den Nippel. Aus Platzgründen können die Achsen der Anschlußbohrungen gegenüber den Achsen der Längsbohrungen nach außen versetzt sein, wobei die Anschlußbohrungen auf einer Diagonalen der Kopfteilstirnfläche liegen.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, die eine beispielsweise und schematische Ausführungsform darstellt Es zeigt Fig.1 eine Vorderansicht einer Webmaschine mit den erfindungsgemäßen pneumatischen Mitteln zur Führung der Kettfäden, F i g. 2 eine Seitenansicht dieser Webmaschine, Fig. 3 ein Zylinderelement gemäß der Erfindung und F i g. 4 einen Block von 20 zusammengefaßten Zylindern.
- Die Webmaschine nach F i g. I und 2 besteht aus dem Grundgestell 1 mit Hauptantrieb 2, Gewebeabzugvorrichtung 3 und fertigem Gewebe 4. Aus den vom Kettbaum 5 kommenden Kettfadenschaaren 6 und 7 wird das Webfach 8 gebildet und in dieses bei 9 der Schußfaden eingetragen. Das fertige Gewebe 4 wird über Walzen 10 und 11 abgezogen und bei 12 aufgewickelt.
- Anstelle der bisherigen Jacquardgerüstes mit Jacquardmaschine und Harnisch oberhalb der Webmaschine befindet sich über den Kettfadenschaaren 6 und 7 ein geschlossener Block 13 aus einzelnen pneumatischen Zylinder 14, an deren Kolbenstangen 15 die Litzen 16 angelenkt sind. Am Grundgestell 1 oder am Boden ortsfest angeordnete Federn 17 sind mit ihrem oberen Ende mit den Litzen 16 verbunden und erzeugen die Rückstellkräfte für die Litzen 16 und Kolbenstangen 15.
- Wird der Kolben 18 eines Zylinders 14 über Druckluftleitungen und Ventile mit Druckluft beaufschlagt, veranlaßt durch eine, dem gewünschten Wehmuster entsprechend gelochte Karte oder einen anderen Informationsträger, dann wird er von seiner unteren Stellung nach oben gedrückt und verbringt über die Kolbenstange 15 und die Litze 16 den Kettfaden 7 in die obere Stellung. Da diese Stellung so lange bestehen bleibt, wie die Information erhalten bleibt, also der Kolben 18 mit Druckluft beaufschlagt wird, kann man auf das Webfach bezogen won i einer Offenfach-Arbeitsweise sprechen.
- Die Steuerung der Zylinder über Ventile kann in bekannter Weise erfolgen beispielsweise mittels aus der erwähnten Steuerkante abgeleiteten elektrischen Signalen, wie dies bereits tür die Betätigung von Steuermagneten zur Einlesung von Platinen bekannt ist. Wird durch eine Gegeninformation der Druck aus dem Zylinder 14 genommen - beispielsweise bei einfach wirkenden Zylinderbetrieb durch Verbindung der beiden Kolbenseiten mit der Atmosphäre -, dann gehen die Kolben 18, Kolbenstange 15, Litze 16 und Kettfaden 7 unter der Wirkung der rückstellenden Kraft der Feder 17 in die Tiefstellung und verbleiben auch dort, bis durch eine entsprechende information der Kolben, wie geschildert, wieder mit Druck beaufschlagt wird Die Ausbildung und die Anordnung der einzelnen Zylinder 14 zu einem über den Kettfäden in der Webmaschine gelagerten Zylinderblock 13 zeigen Fig. 3 und 4. Aus der einen, hier der unteren Seite des Zylinderblocks 13, der aus den einzelnen, fest miteinander verbundenen Zylindern 14 zusammengesetzt ist, ragen die Kolbenstangen 15, aus der gegenüberliegenden Seite des Blocks die Anschlüsse 19 und 20 hervor.
- Der Aufbau des einzelnen Zylinders 14 ergibt sich insbesondere aus Fig.3. Der Zylinder 14 weist ein Außenrohr 21 und ein im Außenrohr 21 aufgenommenes Innenrohr 22 auf. Beide Rohre 21, 22 haben einen Kreisringquerschnitt und sind konzentrisch unter Freilassung eines Zwischenraumes 23 angeordnet. Am einen Ende der Rohre 21, 22 befindet sich ein Kopfteil 24, am anderen Ende ein Führungsteil 25. Zwischen dem Kopfteil 24 und dem Führungsteil 25 befindet sich im Innenrohr 22 geführt der Kolben 18, der zwischen den Teilen 24 und 25 hin- und herbewegbar ist.
- Der Kopfteil 24 hat in Achsrichtung hintereinanderliegende und den Innendurchmessern der Rohre 21, 22 angepaßte Anschlußflächen 27, 28, an denen diese Rohre mit ihren Enden satt anliegen und befestigt sind, so daß eine dichte Verbindung entsteht. Der außerhalb des Außenrohres 21 liegende Teil 29 des Kopfteils 24 ist als Mehrkant 30, insbesondere als Vierkant 30a mit quadratischem Grundriß ausgebildet, wobei die Seitenlänge des Vierkants etwa dem Außendurchmesser des Außenrohres entspricht. Die Mantelflächen des Teils 29 dienen als Verbindungsflächen 31. Im Kopfteil 24 sind zwei Längsbohrungen 32, 33 vorgesehen, die in größere Anschlußbohrungen 34, 35 übergehen. In die Anschluß bohrungen 34,35 sind zur Bildung der Anschlüsse 19,20 Anschlußnippel 36 bzw. 37 eingesetzt und luftdicht angeschlossen. Die Anschlußbohrungen 34, 35 münden auf der Stirnseite 38 des Teils 29 des Kopfteils 24. Sie liegen auf einer Diagonalen des Verkants 30a Die Achsen der Anschlußbohrungen 34, 35 sind gegenüber den Achsen der Längsbohrungen 32, 33 nach außen versetzt Die Längsbohrung 32 steht über einen Querschlitz 40 in Verbindung mit dem Zwischenraum 23 zwischen dem Außenrohr 21 und dem Innenrohr 22.
- Der Führungsteil 25 ist ähnlich ausgeb-lidet wie der Kopfteil 24. Er ist ebenfalls mit Ansch;,lßflächen 41, 42 versehen, auf die die Enden des Außenrohres 2t und sles Innenrohres 22 aufgeschoben und mit ihnen dicht verbunden sind. Auch der aus dem Außenrohr 21 herausrageiide Teil 43 des Führungsteils 25 ist wieder als Mehrkant bzw. Vierkant mit quadratischem Querschnitt ausgebildet. In F i g. 4 fluchten die Mantelflächen 44 des Führungsteils 25 mit den Mantelflächen 31 des Kopfteils 24, so daß eine möglichst dichte Anordnung der Zylinder im Zylinderblock 13 erreicht wird. Die Seitenlänge des Führungsteils 25 entspricht also der Seitenlänge des Kopfteils 24. In F i g. 3 ist der Kopfteil 24 etwas breiter als der Führungsteil 25 gezeichnet Durch eine Führungsbohrung 47 im Führungsteil 25 tritt die Kolbenstange 15 aus dem Zylinder nach außen.
- Diese Führungsbohrung 47 geht nach innen zum Kolben 18 hin in eine Bohrung 48 mit größerem Durchmesser über, die über einen Querschlitz 49 mit dem Zwischenraum 23 zwischen den Rohren 21, 22 verbunden ist, so daß der Zylinderraum 50 zwischen dem Führungsteil 25 und dem Kolben 18 in Verbindung steht mit dem Anschluß 19, während der Zylinderraum 51 zwischen dem Kopfteil 24 und dem Kolben 18 mit der Anschlußbohrung 35 in Verbindung steht.
- Die Kolbenstange 15 ist durch eine Haltebohrung 52 im Kolben 18 geführt, die in eine Verfüllbohrung 53 größeren Durchmessers in Richtung zum Kopfteil 24 hin übergeht. In dieser Verfüllbohrung 53 ist die Kolbenstange 15, die dort an ihrem Ende eine Verdickung 54 aufweist, mit einem sich nach dem Eingießen erhärtenden Füllmittel 55 umgossen und so im Kolben 18 befestigt Bei Betrieb als einfach wirkender Zylinder wird das Energiemedium, insbesondere Druckluft, über den Anschlußnippel 36 zugeführt. Der Nippel 37 kann entfallen, der Zylinderraum 51 über dem Kolben IS steht hierbei standig mit der Außenatmosphäre in Verbindung. Bei doppelt wirkender Zylinderausbildung, wie sie in der Zeichnung gemäß F i g. 3 vorgesehen ist, ist der Anschlußnippel 37 in die Anschlußbohrung 35 eingesetzt, so daß beide Seiten des Kolbens 18 mit Druck beaufschlagt werden können.
- Zwei einander gegenüberliegende Mantelflächen 44 des Führungsteils 25 weisen durchgehende Nuten 45, 46 auf. Bei der Anordnung als Zylinderblock in der Webmaschine fluchten die Nuten 45, 46 einander benachbarter Zylinder 14, so daß in den außenliegenden, durchgehenden Nuten der ganze Zylinderblock 13 in einer Halterung in der Webmaschine gelagert werden kann.
Claims (9)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Heben und Senken der Kettfäden einer Webmaschine, bei welcher die Kettfäden mit auf- und abgehenden Kolbenstangen einer Anzahl pneumatischer Zylinder verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (19, 20) für das Energiemedium auf der Stirnseite (38) eines am einen Ende eines jeden Zylinders (14) befindlichen Kopfteiles (24) angeordnet ist, daß der Zylinder (14) aus einem Außenrohr (21) und einem Innenrohr (22) besteht, in welch letzterem ein Kolben (18) zwischen dem Kopfteil (24) und einem am anderen Zylinderende befindlichen Führungsteil (25) bewegbar ist, wobei seine Kolbenstange (15) durch den Führungsteil (25) nach außen dringt, daß der Anschluß (19) durch den Zwischenraum (23) zwischen dem Außenrohr (21) und dem Innenrohr (22) und einer Öffnung (49) ins Innenrohr (22) mit der dem Kopfteil (24) abgewandten Seite des im Innenrohr (22) geführten Kolbens (18) verbunden ist, und daß der Kopfteil (24) und/oder der Führungsteil (25) Verbindungsflächen (31) aufweisen, über die die Zylinder (14) zu einem Block (13) verbindbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der außerhalb des Außenrohres (21) und des Innexlohres (22) befindliche Teil (29) des Kopfteils (24) als Mehrkant (30) ausgebildet ist, dessen Mantelflächen die Verbindungsflächen (31) abgeben.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrkant (30) als Vierkant (30a) mit quadratischem Grundriß ausgebildet ist, und seine Seitenlänge etwa dem Außendurchmesser des Außenrohres (21) entspricht.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (19) aus einer senkrecht zur Stirnseite (38) des Kopfteils (24) geführten Längsbohrung (32) besteht, die über eine Querbohrung, einen Querschlitz (40) oder dgl. mit dem Zwischenraum (23) zwischen den beiden Rohren (21, 22) in Verbindung steht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbohrung (32) im Bereich des Mehrkants (30) des Kopfteils (24) in eine Anschlußbohrung (34) größeren Durchmessers für einen Anschlußnippel (36) oder dgl. übergeht.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Anschluß (20) vorgesehen ist in Form einer zweiten, zur ersten Längsbohrung (32) etwa parallelen Längsbohrung (33) und eine zweite Anschlußbohrung (35).
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußbohrungen (34,35) auf einer Diagonalen des Vierkants (36a) liegen.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der außerhalb des Außenrohres (21) und des Innenrohres (22) befindliche Teil (43) des Führungsteils (25) ais Mehrkant, insbesondere als Vierkant (30a) mit quadratischem Grundriß ausgebildet ist, dessen Mantelflächen (44) mindestens teilweise Verbindungsflächen abgeben und dessen Seitenlänge etwa dem Außendurchmesser des Außenrohrs (21) entspricht.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einander gegenüberliegende Mantelflächen (44) durchgehende Nuten (45, 46) aufweisen.Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben und Senken der Kettfäden einer Webmaschine, bei welcher die Kettfäden mit auf- und abgehenden Kolbenstangen einer Anzahl pneumatischer Zylinder verbunden sind. Durch die auf- und abgehenden Kolbenstangen werden die Kettfäden nach einer vorgegebenen Auswahlvorschrift von einer in eine andere Stellung und wieder zurück verbracht.Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-OS 2248656) sind die Zylinder an einer Druckkammer oberhalb der Webmaschine im Abstand voneinander angeordnet, wobei die Fadenführungsmittel an ihren Kolbenstangen angelenkt sind. Die Endstellung der mit Druckluft beaufschlagten Zylinderkolben entsprechen jeweils den beiden Endstellungen, in die die Kettfäden zu verbringen sind.Nachteilig bei dieser vorbekannten Vorrichtung ist jedoch ihr sehr großer Raumbedarf, der ihre Verwendung nur in den Ausnahmefällen möglich macht, in denen relativ wenige Fäden pro cm zu führen sind.Bei einer weiteren Vorrichtung gemäß der DE-OS 28 32 515 sind zwei Gruppen von Zylindern übereinander und auf Lücke versetzt angeordnet. Hier können zwar mehr Fäden angehoben werden, doch entsteht hierbei auch ein entsprechend großer zusätzlicher, in die Höhe verlegter Raumbedarf.Aufgabe der Erfindung ist es daher, den hohen Raumbedarf für eine solche pneumatische Hubmechanik einer Webmaschine zu vermindern bzw. erheblich mehr Fäden bei gleichem oder gar geringerem Raumbedarf für die Hubmechanik anzuheben.Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß bei der von ihr verwendeten Zylinderanordnung der Anschluß für das Energiemedium auf der Stirnseite eines am einen Ende eines jeden Zylinders befindlichen Kopfteiles angeordnet ist, daß der Zylinder aus einem Außenrohr und einem Innenrohr besteht, in welch letzterem ein Kolben zwischen dem Kopfteil und einem am anderen Zylinderende befindlichen Führungsteil bewegbar ist, wobei seine Kolbenstange durch den Führungsteil nach außen dringt, daß der Anschluß durch den Zwischenraum zwischen dem Außenrohr und dem Innenrohr und einer Öffnung ins Innenrohr mit der dem Kopfteil abgewandten Seite des im Innenrohr geführten Kolbens verbunden ist, und daß der Kopfteil und/oder der Führungsteil Verbindungsflächen aufweisen, über die die Zylinder zu einem Block verbindbar sind.Durch eine derartige Ausbildung der Zylinder der Hubmechanik der Webmaschine wird es möglich, eine weit größere Anzahl von Zylindern als bisher auf engstem Raum in paralleler Lage nebeneinander anzuordnen und damit durch die zueinander parallelen Kolbenstangen mehr Fäden pro cm anzuheben.
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