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DE2921354A1 - Schutzhelm - Google Patents

Schutzhelm

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Publication number
DE2921354A1
DE2921354A1 DE19792921354 DE2921354A DE2921354A1 DE 2921354 A1 DE2921354 A1 DE 2921354A1 DE 19792921354 DE19792921354 DE 19792921354 DE 2921354 A DE2921354 A DE 2921354A DE 2921354 A1 DE2921354 A1 DE 2921354A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
helmet
protective helmet
helmet according
protective
shell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792921354
Other languages
English (en)
Inventor
Brian John Littler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19792921354 priority Critical patent/DE2921354A1/de
Publication of DE2921354A1 publication Critical patent/DE2921354A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42BHATS; HEAD COVERINGS
    • A42B3/00Helmets; Helmet covers ; Other protective head coverings
    • A42B3/04Parts, details or accessories of helmets
    • A42B3/28Ventilating arrangements
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42BHATS; HEAD COVERINGS
    • A42B3/00Helmets; Helmet covers ; Other protective head coverings
    • A42B3/04Parts, details or accessories of helmets
    • A42B3/06Impact-absorbing shells, e.g. of crash helmets
    • A42B3/062Impact-absorbing shells, e.g. of crash helmets with reinforcing means
    • A42B3/063Impact-absorbing shells, e.g. of crash helmets with reinforcing means using layered structures

Landscapes

  • Helmets And Other Head Coverings (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm mit einer mehrlagigen Helmschale und einem auspolsternden Innenhelm.
  • Es ist bekannt, Helmschalen von Schutzhelmen aus mehreren Lagen aufzubauen, beispielsweise aus mehrschichtigem, glasfaserverstärktem Polyester. Die Helmschale muß aus Sicherheitsgründen mannigfaltigen Anforderungen genügen. Zum einen muß sie eine ausreichende Formstabilität haben. Wenn sie andererseits aus einem zu starren Material besteht, werden auftretende Stöße mehr oder weniger ungedämpft übertragen, was zu schwerwiegenden Kopfverletzungen führen kann. Die Helmschale sollte möglichst bruchstabil sein und einen ausreichenden Widerstand gegenüber auftreffenden kleinen Gegenständen, wie runden oder insbesondere spitzen Teilen, aufweisen. Diese sowie weitere Anforderungen laufen zum Teil in entgegengesetzte Richtungen und werden von den zur Zeit erhältlichen Schutzhelmen überhaupt nicht oder nur unzureichend erfüllt. Im Hinblick auf die ständig steigenden Unfallzahlen sind jedoch an Schutzhelme zukünftig höhere Sicherheitsanforderungen zu stellen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schutzhelm der genannten Art unter Vermeidung der geschilderten Nachteile mit vertretbarem Aufwand so zu gestalten, daß er ein größtmögliches Maß an Sicherheit in Verbindung mit einem guten Tragekomfort, wie einem ausreichend geringen Gewicht, gewährleisbt.
  • Zur Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich ein Schutzhelm der im Oberbegriff genannten Art erfindungsgemäß dadurch aus, daß die Helmschale aus einer mit winzigen, gasgefüllten Glasbläschen gemischten Polyestermasse mit eingelagerten Zwischenschichten besteht. Ein solcher Mehrschichtenaufbau erhält durch die als Bindemittel arbeitende Polyestermasse aufgrund der eingelagerten gasgefüllten Glasbläschen einen ausgesprochen wirkungsvollen Stoßdämpfungseffekt in Verbindung mit einem Zeitverzögerungsvorgang. Bei der Stoßübertragung werden die vorzugsweise luftgefüllten Glasbläschen in der Polyestermasse zum Zerplatzen gebracht, und zwar unter Freigabe der in den Bläschen enthaltenen Luft. Es hat sich herausgestellt, daß bei einer derartigen Maßnahme wesentlich stärkere Stoßbeaufschlagungen zu verminderten Verletzungserscheinungen führen. Wichtig dürfte dabei sein, daß zerplatzende Bläschen und nicht solche benutzt werden, die lediglich einer stoßbedingten, luftkomprimierenden Verformung und anschließenden Rückstellung unerliegen Ferner hat sich gezeigt, daß die Glasbläschen in der Polyestermasse den sonst bei beispielsweise glasfaserverstärktem Polyester bei Stoßbeaufschlagung auftretenden Abblätterungseffekt drastisch reduzieren.
  • Bei einer praktischen Ausführungsform haben sich besonders günstige Verhältnisse dadurch ergeben, daß die Polyestermasse im kopfnahen Bereich der Helmschale etwa 20 Volumenprozent Glasbläschen enthält. Es hat sich gezeigt, daß hierbei besonders geringe Verletzungsneigungen dann bestehen, wenn der Volumenprozentanteil der Glasbläschen in der Polyestermasse vom kopfnahen zum kopffernen Bereich der Helmschale abnimmt, beispielsweise bis etwa 10 Volumenprozent. Im Falle eines derartigen progressiven Mehrschichtenaufbaues können für das Gehirn besonders günstige Stoßdämpfungseigenschaften erzielt werden.
  • Vorzugsweise beträgt der Durchmesser der Glasbläschen in der Polyestermasse etwa 40 bis 80 , vorzugsweise etwa 60 . Dabei sollte das Verhältnis zwischen den spezifischen Gewichten der gasgefüilten, vorzugsweise luftgefüllten, Glasbläschen und der Polyestermasse etwa 1:100 betragen. Es hat sich gezeigt, daß derart winzige und spezifisch vergleichsweise leichte Glasbläschen besonders wirksam sind, um Kopf- und Gehirnverletzungen zu vermeiden.
  • Umeine besonders formstabile und gegen Durchdringung von kleinen, insbesondere spitzen, Teilen widerstandsfähige Helmschale zu erhalten, ist es vorteilhaft, daß ein oder mehrere Zwischenschichten Matten oder Gewebe aus einem festen aromatischen Polyamid, nämlich Poly-p-Phenyl-Terephtalamid (Kevlar), aufweisen. Dieses Material ist steif, starr sowie formstabil und hat eine Festigkeit, die mit derjenigen von Stahl vergleichbar ist. Aus diesem Grunde wäre es an sich wünschenswert, alle Zwischenschichten der Helmschale aus diesem Material herzustellen, was zu einem ausgesprochen stabilen und dennoch leichten Schutzhelm führen würde. Andererseits ist dieses aromatische Polyamid relativ teuer, so daß aus diesem Grunde zur Kostenminderung nur ein oder mehrere Zwischenschichten entsprechend ausgebildet werden. Es ist somit aus kostenmäßigen GrUnden bevorzugt, daß ein oder mehrere Zwischenschichten Matten oder Gewebe aus Glasfaser aufweisen. Mit diesem Material kann in Verbindung mit der durch eingelagerte Glasbläschen modifizierten Polyestermasse eine ausreichende Wandungsstärke der Helmschale erzielt werden, die dann durch die genannten Zwischenschichten aus dem festen aromatischen Polyamid zusätzlich gegen Verformung und Durchdringung stabilisiert wird.
  • Vorzugsweise weist zumindest eine Zwischen schicht ein etwas elastisches Polyesterfasergewebe auf. Es hat sich gezeigt, daß durch eine derartige Zwischenschicht eine Art Störgebiet für die Stoß-bzw. Schockausbreitung mit dem Ergebnis gebildet wird, daß die Verletzungsgefahren des Gehirns weiter vermindert werden.
  • Eine praktische Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß sich vom kopf fernen bis zum kopfnahen Bereich in der Helmschale folgende durch die mit Luft gefüllten Glasbläschen versetzte Polyestermasse gebundene acht Zwischenschichten aneinanderreihen: Glasfaser, Glasfaser, aromatisches Polyamid (Kevlar), Glasfaser, Polyesterfasergewebe, aromatisches Polyamid (Kevlar), Glasfaser, Glasfaser. Dabei ist es bevorzugt, daß der Volumenprozentanteil an gasgefüllten Glasbläschen in der Polyestermasse von 20 g innen stufen- bzw. schichtenweise um jeweils 2 Lbis 10%außen abnimmt.
  • Mit einem derartigen Schutzhelm sind verschiedene Versuche durchgeführt worden, die zu hervorragenden Ergebnissen bezüglich der Formstabilität, Stoßminderung und Sicherheitserhöhung führten.
  • Zweckmäßigerweise wird im kopfnahen Bereich in die Helmschale eine Filzschicht aus aromatischem Polyamid, nämlich Poly-p-Phenyl-Terephtalamid (Kevlar), lose eingelegt, also nicht eingeklebt.
  • Diese Filzschicht aus Kevlar bietet einen erhöhten Schutz gegen das Eindringen von scharfen Spitzen, während eine Matte bzw. ein Gewebe aus Kevlar einen besseren Schutz gegen das Eindringen von Kugeln und dergleichen gewährleistet. Damit die Filzschicht nicht steif wird und ihren Durchdringungsschutz beibehält, wird sie nur lose eingelegt.
  • Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich auch durch einen äusseren Überzug der Helmschale aus Ensolite. Hierbei handelt es sich um einen geschlossenzelligen Schaumstoff auf Polyvinylchlorid-Basis, wobei die Einzelzellen außen und innen mit Nitril-Kautschuk überzogen sind. Ein Schaumstoff alleine, also ohne Nitril-Kautschuk, würde ein zu schnelles Zurückfedern aufweisen, und die Ummantelungen mit dem Nitril-Kautschuk führen zu einer erwünschten verzögerten Rückstellung. Ein solcher Überzug hat einen erhöhten akustischen Dämpfungseffekt und einen das Gehirn schützenden Einfluß.
  • Vorzugsweise besitzt der Innenhelm mehrere Schaumstoff lagen. Diese können zweckmäßigerweise aus Ensolite (siehe oben) bestehen. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Schaumstoff lagen des Innenhelms in ihrer Härte von innen nach außen zunehmen, um ein progressives Verhalten zu erzielen. Bei einer praktischen Ausführungsform haben sich günstige Verhältnisse dadurch ergeben, daß drei Schaumstoff lagen mit einem Dickenverhältnis von innen nach außen von 1 : 3 : 6 benutztwurden. Ein derartiger progressiver Innenhelm hat einen in besonderem Maße kopfschonenden Einfluß. Der geschlossenzellige Schaumstoff hat wegen der mit Nitril-Kautschuk ummantelten Zellen einen besonders guten Stoßdämpfungseffekt in-i)erbindung mit einem ausreichenden und genügenden Federungsweg sowie einem verzögerten Rückstelfvermögen.
  • Um den Tragekomfort zu erhöhen, ist es vorteilhaft, ein als innere Begrenzung des Innenhelms dienendes Futter aus Plüschstoff herzustellen.
  • Die Handhabung und der Tragekomfort des erfindungsgemäßen Schutzhelms werden ferner durch einen im Kinnbereich befindlichen Klettverschluß zwischen dem innenseitigen Rand eines aufklappbaren Visiers und dem außenseitigen Rand einer unterseitigen Gesichtsfeldbegrenzung begünstigt. Die sonst üblichen Druckverschlüsse zum Festlegen des Visiers im geschlossenen Zustand sind unbequem zu handhaben und können sich leicht unbeabsichtigt lösen. Demgegenüber bietet der Klettverschluß ein sicheres und äußerst leicht sowie schnell zu handhabendes Festlegungsmittel. Vorzugsweise sollte der Klettverschluß luftdurchlässig sein, damit ein Luftaustausch insbesondere von innen nach außen möglich ist. Ein weiterer Vorteil des vorderen, unteren Klettverschlusses gegenüber den seitlichen Druckknopfverschlüssen besteht darin, daß das zumeist aus transparentem Kunststoff bestehende Visier durch die Klettverschluß-Fixierung eine größere Stabilität beispielsweise gegen bei hoher Geschwindigkeit auftreffende Vögel und dergleichen erhält. Demnach wird die Sicherheit für den Schutzhelmträger durch den Klettverschluß weiter verbessert.
  • Um den Tragekomfort noch weiter zu verbessern, ist es vorteilhaft, im Stirnbereich des Schutzhelms die Helmschale und den Innenhelm durchsetzende Löcher vorzusehen, denen im kopfnahen Bereich eine Feuchtigkeitsspeicherungslage zugeordnet ist. Diese sollte aus einem geeigneten schaumstoffartigen Material bestehen, beispielsweise aus Capilaire. Dabei ist es zweckmäßig, daß das Futter im Bereich der Feuchtigkeitsspeicherungslage entfernt ist. Aufgrund des Feuchtigkeitsspeicherungseffekts genügt es, von Zeit zu Zeit, beispielsweise beim Betanken eines Motorrads, die stirnseitigen Löcher mit Wasser zu benetzen, um den Feuchtigkeitsspeicher weder aufzufüllen. Beim Tragen des Schutzhelms ergibt sich dann der wesentliche Vorteil, daß zumindest die Stirnbereiche durch den Verdunstungseffekt gekühlt werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an einem zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 - in einer schematischen Gesamtansich einen erfindungsgemäß ausgebildeten Schutzhelm, Figur 2 - in einer schematischen, erheblich vergrößerten und auseinandergezogenen Schnittansicht den Aufbau der Helmschale des Schutzhelms aus Figur 1 und Figur 3 - in einem schematischen Teilschnitt den stirnseitigen Bereich der Helmschale mit durchsetzenden Löchern und einer Feuchtigkeitsspeicherungslage.
  • Gemäß Figur 1 besitzt ein Schutzhelm 10, der im vorliegenden Fall als Integral-Schutzhelm mit Kinnschutz ausgebildet ist, ein aus transparentem Kunststoff bestehendes aufklappbares Visier 12, welchesimheruntergeklappten, geschlossenen Zustand eine Gesichtsfeldbegrenzung 14 in Form eines vorderseitigen Ausschnitts des Schutzhelms 10 abdeckt. Das Visier 12 ist mittels Befestigungsschrauben 16 am Schutzhelm 10 festgelegt und schwenkbar gelagert.
  • Beim Hochklappen des Visiers 12 bewegt sich eine nicht näher bezeichnete Schraube längs eines gebogenen Führungsschlitzes 18.
  • Im vorliegenden Fall ist der Schutzhelm 10 an seinem unteren, den Halsbereich umgebenden Begrenzungsrand mit einem ringförmigen Wulstkragen 20 versehen, der aus einem leicht elastischen Material ausreichender Festigkeit gebildet ist und für eine weitere Verbesserung der Schutzfunktion des Schutzhelms 10 sorgt.
  • Normalerweise ist das Visier 12 im geschlossenen Zustand durch beiderseitige, gestrichelt dargestellte Druckknöpfe 22 im Schließzustand fixiert. Das Handhaben solcher Druckknöpfe 22 ist umständlich, und überdies kann sich ein unbeabsichtigtes Lösen mit der Folge einer Gefahr für den Schutzhelmträger ergeben. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist eine derartige Druckknopfsicherung durch einen Klettverschluß 24 ersetzt, der im Bedarfsfall auch zusätzlich zu einem Druckknopfverschluß vorhanden sein kann. Der Klettverschluß 24 besteht in nicht dargestellter Weise aus zwei Klettverschluß-Einzelteilen, die einerseits am vorderen, unteren sowie inneren Rand des Visiers 13 und andererseits an;gegenüberliegenden Stellen der Gesichtsfeldbegrenzung 14 des Schutzhelms 10 angeordnet sind. Beim Schließen des Visiers 12 erfolgt mehr oder weniger automatisch durch Aufeinanderpressen der Klettverschluß-Einzelteile ein Fixieren des Visiers 12 in der rchließstellung, ohne daß die Gefahr eines unbeabsichtigten öffnens besteht.
  • Andererseits kann der öffnungsvorgang sehr leicht und schnell durch Hochklappen des Visiers 12 erfolgen. Die Klettverschluß-Einzelteile sind vorzugsweise gemäß der Darstellung streifenförmig ausgebildet, so daß das Visier 12 in einem größeren vorderseitigen Bereich fixiert ist. Dieses hat den zusätzlichen Vorteil, daß das Visier 12 eine größere Stabilität gegen Verformung erhält, was wichtig ist, wenn beispielsweise bei höherer Fahrt Vögel oder dergleichen auf das Visier 12 auftreffen. Der Klettverschluß 24 hat den weiteren Vorteil, daß er zwischen dem Visier 12 und der Oberfläche des Schutzhelms 10 ein Hindurchtreten von Luft, also einen Luftaustausch zwischen dem Inneren des Schutzhelms 10 und dem Außenraum ermöglicht. Dieses führt zu einer weiteren Verbesserung des Tragekomforts.
  • Es ist ferner aus Figur 1 ersichtlich, daß im vorderen Stirnbereich des Schutzhelms 10 oberhalb des Visiers 12 Löcher 26 ausgebildet sind, die gemäß Figur 3 den Helm durchsetzen und mit einer innenseitigen Feuchtigkeitsspeicherungslage 76 in Strömungsverbindung stehen. Die letztere ermöglicht eine Feuchtigkeitsspeicherung und ein durch Verdunsten erfolgendes Abkühlen insbesondere der Stirnbereiche des Schutzhelmträgers.
  • In Figur 1 ist in schematischer Weise in einem Abschnitt 28 gezeigt, daß der Schutzhelm 10 aus einer äußeren Helmschale 30 und einem auspolsternden Innenhelm 32 aufgebaut ist. Die Detailgestaltung dieser Aufbauteile ergibt sich klarer aus Figur 2.
  • Aus dem oberen Teil von Figur 2 ergibt sich der Aufbau der Helmschale 30, während daruntermit Abstand der Aufbau des Innenhelms 32 dargestellt ist. Im Prinzip besteht die Helmschale 30 aus der genannten Polyestermasse mit den eingelagerten winzigen luftgefüllten Glasbläschen und verschiedenen Zwischenschichten. Gemäß Figur 2 besitzt die Helmschale 30, wenn zunächst von einem äußeren Überzug 64 abgesehen wird, außen eine Zwischenschicht 34 mit einer Matte oder einem Gewebe aus Glasfaser. Auf die Innenseite der Zwischenschicht 34 ist eine Schicht 36 aufgespritzt, die aus der modifizierten Polyestermasse mit den eingelagerten luftgefUllten Glasbläschen besteht. An die Schicht 36 schließt sich eine Zwischenschicht 38 an, die ebenfalls eine Matte oder ein Gewebe aus Glasfaser enthält. Danach folgt wiederum eine aufgespritzte Schicht 40 aus der modifizierten Polyestermasse. Hieran schließt sich eine Zwischenschicht 42 aus einem Kevlar-Gewebe an. Hierbei handelt es sich um ein aromatisches Polyamid äußerst großer Formstabilität und Festigkeit, nämlich um Poly-p-Phenyl-Terephtalamid.
  • Diese Zwischenschicht erteilt der Helmschale 30 die notwendige Formstabilität sowie Festigkeit und eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen ein Eindringen insbesondere von runden Teilen.
  • Nach der Zwischenschicht 42 folgt wiederum eine aufgespritzte Schicht 44, die aus der modifizierten Polyestermasse besteht. An diese schließt sich erneut eine Zwischenschicht 46 mit einer Matte oder einem Gewebe aus Glasfaser an. Die dann folgende aufgespritzte Schicht 48 besteht wiederum aus der modifizierten Polyestermasse. Die nächste Zwischenschicht 50 besteht aus einem Polyestergewebe, das hinsichtlich der Schockausbreitung aufgrund der Elastizitätsverhältnisse eine Störstelle darstellt. Dieses erhöht die Schutzwirkung für den Kopf des Schutzhelmträgers. Nach einer weiteren aufgespritzten Schicht 52, die aus der modifizierten Polyestermasse besteht, folgt wiederum eine stabilisierende Zwischenschicht 54 aus einem Kevlar-Gewebe. Daran schließen sich eine aufgespritzte Schicht aus der modifizierten Polyestermasse, eine Zwischenschicht 58 mit einer Matte bzw. einem Gewebe aus Glasfaser, eine aufgespritzte Schicht 60 aus der modifizierten Polyestermasse und eine weitere Zwischenschicht 62 mit einer Matte bzw. einem Gewebe aus Glasfaser an. Demnach besteht die Helmschale 30im vorliegenden Fall aus acht Zwischenschichten, die jeweils durch aufgespritzte Schichten zusammengehalten werden, welche aus der modifizierten Polyestermasse mit den eingelagerten luftgefllten Glasbläschen bestehen.
  • Während die Helmschale 30 gemäß Figur 2 außenseitig vor einem Überzug 64 umgeben ist, der aus Ensolite besteht, ist an der Innenseite der Helmschale 30 eine Filzschicht 66 aus Kevlar lose eingelegt. Diese Filzschicht 66 sorgt insbesondere dafür, daß die Helmschale 30 gegen ein Eindringen von spitzen Teilen widerstandsfähig wird.
  • Gemäß Figur 2 besteht der Innenhelm 32 aus drei unterschiedlich dicken Schaumstofflagen 68, 70, 72, die sämtlich aus Ensolite hergestellt sind und in ihrer Härte von innennach außen zunehmen.
  • Demnach ist die Schaumstofflage 72 weicher als die Schaumstofflage 70, die ihrerseits weicher als die Schaumstofflage 68 ist. Überdies haben die Schaumstofflagen von innen nach außen beispielsweise ein Dickenverhältnis von 1 : 3 : 6. Ein derartiger Innenhelm 32 kann als ein aus drei Federn unterschiedlicher Steifigkeit bestehender Mechanismus angesehen werden, der infolge der Ausbildung aus Ensolite ein verzögertes Rückstellvermögen aufweist. Der Innenhelm 32 ermöglicht somit eine ausgesprochen wirkungsvolle Stoßdämpfung und einen sehr guten Kopfschutz. Der Tragekomfort wird dadurch verbessert, daß an der Innenseite des Innenhelms 32 ein Futter 74 aus Plüschstoff angeordnet ist.
  • Aus Figur 3 ist ersichtlich, daß die sich im Stirnbereich befindlichen Löcher 26 die Helmschale 30 und den Innenhelm 32 bis zu der Feuchtigkeitsspeicherungseinlage 76 durchsetzen. Dadurch kann diese beim Aufbringen von Wasser Feuchtigkeit speichern und für einen Verdunstungskühleffekt sorgen.
  • Die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen sind lediglich beispielhaft. Die Detailgestaltung des Schutzhelms kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung vielfältig abgewandelt werden, was insbesondere auch hinsichtlich der Anzahl und Verteilung der Zwischenschichten gilt. Wichtig ist in jedem Fall, daß die erwähnte modifizierte Polyestermasse mit den eingelagerten luftgefüllten Glasbläschen als Bausubstanz für die Helmschale benutzt und mit geeigneten Zwischenschichten versehen wird.

Claims (23)

  1. Schutzhelm Patentansprüche 1. Schutzhelm mit einer mehrlagigen Helmschale und einem auspolsternden Innenhelm, dadurch gekennzeichnet, daß die Helmschale (30) aus einer mit winzigen, gasgefüllten Glasbläschen gemischten Polyestermasse mit eingelagerten Zwischenschichten (34, 38, 42, 46, 50, 54, 58, 62) besteht.
  2. 2. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyestermasse im kopfnahen Bereich der Helmschale (30) etwa 20 Volumenprozent Glasbläschen enthält.
  3. 3. Schutzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumenprozentanteil der Glasbläschen in der Polyestermasse vom kopfnahen zum kopf fernen Bereich der Helmschale (30) abnimmt.
  4. 4. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumeprozentanteil der Glasbläschen in der Polyestermasse im kopf fernen Bereich der Helmschale (30) etwa 10 % beträgt.
  5. 5. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Glasbläschen in der Polyestermasse etwa 40 bis 80 , vorzugsweise etwa 60 , beträgt.
  6. 6. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen den spezifischen Gewichten der gasgefüllten, vorzugsweise luftgefüllten, Glasbläschen und der Polyestermasse etwa 1 : 100 beträgt.
  7. 7. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Zwischenschichten (42, 54) Matten oder Gewebe aus einem festen aromatischen Polyamid, nämlich Poly-p-Phenyl-Terephtalamid (Kevlar), aufweisen.
  8. 8. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Zwischenschichten (34, 38, 46, 58, 62) Matten oder Gewebe aus Glasfaser aufweisen.
  9. 9. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Zwischenschicht (50) ein etwas elastisches Polyesterfasergewebe aufweist.
  10. 10. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich vom kopffernen bis zum kopfnahen Bereich in der Helmschale (30) folgende durch die mit Luft gefüllten Glasbläschen versetzte Polyestermasse gebundene acht Zwischenschichten aneinanderreihen: Glasfaser, Glasfaser, aromatisches Polyamid (Kevlar), Glasfaser, Polyesterfasergewebe, aromatisches Polyamid (Kevlar), Glasfaser, Glasfaser.
  11. 11. Schutzhelm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumenprozentanteil an gasgefüllten Glasbläschen in der Polyestermasse von 20 % innen stufen- bzw.schichtenweise um jeweils 2 % bis 10 % außen abnimmt.
  12. 12. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, gekennzevchnet lurch eine im kopfnahen Bereich in die Helmschale (30) lose eingelegte Filzschicht (663 aus aromatischem Polyamid, nämlich Poly-p-Phenyl-Terephtalamid (Kevlar).
  13. 13. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch einen äußeren überzug (64) der Helmschale (30) aus Ensolite.
  14. 14. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen Innenhelm (32) mit mehreren Schaumstofflagen (68, 70, 72).
  15. 15. Schutzhelm nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstofflagen (68, 70, 72) des Innenhelms (32) aus Ensolite bestehen.
  16. 16. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumstofflagen (68, 70, 72) des Innenhelms (32) in ihrer Härte von innen nach außen zunehmen.
  17. 17 Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch drei Schaumstofflagen (68, 70, 72) des Innenhelms (32) mit einem Dickenverhältnis von innen nach außen von 1 : 3 : 6.
  18. 18. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch ein als innere Begrenzung des Innenhelms (32) dienendes Futter (74) aus Plüschstoff.
  19. 19. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch einen im Kinnbereich befindlichen Klettverschluß (24) zwischen dem innenseitigen Rand eines aufklappbaren Visiers (12i und dem außenseitigen Rand einer unteren Gesiçhtsfeldbegrenzung (t4),
  20. 20. Schutzhelm nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Klettverschluß (24) lufedurchlässig ist.
  21. 21. Schutzhelm nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, gekennzeichnet durch ein oder mehrere im Stirnbereich des Schutzhelms (10) die Helmschale (305 und den Innenhelm (32) durchsetzende Löcher, denen im kopfnahen Bereich eine Feuchtigkeitsspeicherungslage (76} zugeordnet ist
  22. 22. Schutzhelm nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuchtigkeitsspeicherungslage (76) aus einem schaumstoffartigen Material besteht.
  23. 23. Schutzhelm nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Futter (74) im Bereich der Feuchtigkeitsspeicherungslage (76) entfernt ist.
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