DE2906003A1 - Siebdruckvorrichtung - Google Patents
SiebdruckvorrichtungInfo
- Publication number
- DE2906003A1 DE2906003A1 DE19792906003 DE2906003A DE2906003A1 DE 2906003 A1 DE2906003 A1 DE 2906003A1 DE 19792906003 DE19792906003 DE 19792906003 DE 2906003 A DE2906003 A DE 2906003A DE 2906003 A1 DE2906003 A1 DE 2906003A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- screen printing
- printing
- fabric
- support body
- printed
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000007650 screen-printing Methods 0.000 title claims description 88
- 238000007639 printing Methods 0.000 claims description 92
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 50
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 44
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 9
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 4
- 230000003993 interaction Effects 0.000 claims 1
- 230000001737 promoting effect Effects 0.000 claims 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 5
- 230000007480 spreading Effects 0.000 description 5
- 238000003892 spreading Methods 0.000 description 5
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 description 3
- 230000008859 change Effects 0.000 description 3
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 3
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 229910000760 Hardened steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 238000009428 plumbing Methods 0.000 description 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 description 1
- 230000007115 recruitment Effects 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 1
- 238000010408 sweeping Methods 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F15/00—Screen printers
- B41F15/08—Machines
- B41F15/0831—Machines for printing webs
- B41F15/0845—Machines for printing webs with flat screens
- B41F15/0854—Machines for printing webs with flat screens with a stationary squeegee and a moving screen
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Screen Printers (AREA)
- Collation Of Sheets And Webs (AREA)
Description
_ 5 - 16. Fei), 1979
L 973/79
Die Erfindung betrifft eine Siebdruckvorrichtung.
Siebdruckvorrichtungen sind seit einer Reihe von
Jahren bekannt und in jüngerer Zeit sind mannigfaltige Siebdruckvorrichtungen
und Siebdruckapparate entwickelt worden, um die Produktionsrate beim Drucken im Vergleich zu handbetriebenen
Ausführungsformen derartiger Druckvorrichtungen zu steigern und die Notwendigkeit zur Heranziehung von Fachpersonal
für die Durchführung des Drückens zu vermeiden. Es sind zwei hauptsächliche Ausführungsformen derartiger Vorrichtungen
entwickelt worden, nämlich Vorrichtungen, bei denen das Sieb während des Druckvorgangs in unveränderter
Lage gehalten wird, und Vorrichtungen, bei denen das Sieb an einem feststehenden Quetscher oder Rakel vorbeibewegt
wird.
Beide vorgenannten Ausführungsarten sind für etliche Anwendungen des Siebdrucks brauchbar, z»B. für die Herstellung
von Plakaten oder Postern, bei denen eine hohe Druckfeinheit und -schärfe nicht von ausschlaggebender Bedeutung
ist. In jüngerer Zeit hat der Siebdruck jedoch bei der Herstellung von trocken arbeitenden Schriftzeichenübertragungsblättern
für die Anwendung auf dem graphischen Sektor, zur Herstellung von Schildern und Beschriftungen und
auf anderen Gebieten verbreiteten Eingang gefunden und bei dieser Anwendung des Siebdrucks ist es von maßgeblicher Bedeutung,
daß jedes Schriftzeichen auf jedem Blatt des Trockenübertragungs-Beschriftungsmaterials
genau mit hoher Randschärfe und ohne Verzerrung gedruckt ist. Bisher haben Siebdruckmaschinen,
die zum Drucken derartiger Trockenübertragungs-Beschriftungsblätter
ausgebildet oder angepaßt wurden,
90983A/0794
diese Forderungen nur in begrenztem Maße erfüllt.
Die Erfindung schafft nunmehr eine Siebdruckvorrichtung, mit der viele der Nachteile und Mängel, die Maschinen
herkömmlicher Ausführungsformen zu eigen waren oder damit beobachtet wurden, ausgeräumt oder jedenfalls auf ein
Geringstmaß zurückgedrängt werden, wobei die Siebdruckvorrichtung der Erfindung gleichzeitig zur automatischen und
vergleichsweise raschen Erzeugung einer großen Anzahl von Drucken hoher Qualität auf einer Bahn aus dem zu bedruckenden
Material in der Lage ist.
Die Siebdruckvorriehtung gemäß der Erfindung umfaßt
eine Druckstation, Mittel zur Förderung einer Bahn aus dem
zu bedruckenden Material zu der Druckstation und weg von der Druckstation, einen bei der Druckstation montierten Quetscher
oder Rakel zur Einwirkung auf und Zusammenarbeit mit einem Siebdruckgewebe oder -maschengeflecht, eine Einrichtung zur
Führung und Anordnung des auf einen Rahmen gespannten Siebdruckgewebes derart, daß sich ein Teil des Siebdruckgewebes
bei der Druckstation befindet, Mittel zum Hin- und Herbewegen des Siebdruckgewebes in dem Rahmen durch die Druckstation,
eine Einrichtung zur Zuführung von Druckfarbe zu der einen Seite des Quetschers, einen profilierten Auflagekörper an der
Druckstation zum Abstützen des zu bedruckenden Materials, und Mittel zum Voranbewegen des in dem Rahmen angebrachten Siebdruckgewebes
und des zu bedruckenden Materials mit der gleichen Geschwindigkeit vorbei an der Druckstation und zum
gleichzeitigen Hindrücken des Siebdruckgewebes mittels des Quetschers zu dem Auflagekörper.
Vorzugsweise sind die Mittel zum Hin- und Herbewegen des Siebdruckgewebes und des Rahmens so ausgebildet, daß sie
das Siebdruckgewebe und den Rahmen während eines Drucktaktes
90983A/0794
29Q6003
oder -hubes mit einer geringeren Geschwindigkeit voranbewegen, als das Siebdruckgewebe und der Rahmen während des Rücklauftaktes
oder -hubes zurückgeführt werden. Für jede besondere Siebdruckanwendung gibt es im Einzelfall eine begrenzende
Maximalgeschwindigkeit für den Siebdruckvorgang, die neben anderen Veränderlichen durch den noch zu duldenden Verlust
an Schärfe, den Quetscherdruck, die Viskosität der Druckfarbe und die Maschengröße des Siebgewebes bestimmt ist. Demgemäß
besteht für jeden Einzelfall bzw. die besonderen Gegebenheiten eine Grenze für die Maximalzahl an Drucken, die je Stunde
mit der Vorrichtung erzeugt werden können. Durch die Maßnahme, den Rücklauftakt schneller zu machen, d.h. daß er nur eine kürzere
Zeitspanne als der Drucktakt erfordert, kann die theoretisch mögliche Maximalzahl an Drucken je Stunde enger angenähert
werden.
Eine Hin- und Herbewegunq dieser Art kann dem Siebgewebe und dem Rahmen in eleganter Weise erteilt werden, indem
man den Rahmen mit dem Siebgewebe mittels eines Betätigungshebels hin- und herbewegt, der um einen festen Punkt
hin- und herschwingt und an dessen freies Ende der Rahmen angebracht ist. Durch Hin- und Herschwingen des Betätigungshebels
z.B. mittels eines Nockens und eines mit dem Betätigungshebel zusammenwirkenden Nockenstössels ist es möglich,
eine hin- und hergehende Bewegung dieser Art herbeizuführen, während der Antrieb bei einer konstanten Drehgeschwindigkeit
erfolgt. Dies wird nachstehend noch näher erläutert.
Der zur Druckstation gehörende Auflagekörper für das zu bedruckende Material kann in seiner Gestalt mannigfaltig
geändert werden; die Gestalt kann einfach dadurch geändert werden, daß man den einen Auflagekörper herausnimmt und
dafür einen anderen Auflagekörper einsetzt, wenn von einem Druckgang zu einem anderen übergegangen wird. Der Auflagekör-
90983A/0794
per kann in sich starr sein, wobei die Bahn aus dem zu bedruckenden
Material während des Drückens darüber hinweg gleitet, oder er kann aus einem festen Teil mit einer darin
angebrachten frei drehbaren Walze bestehen, wobei die Walze denjenigen Teil des Auflagekörpers bildet, der sich während
des Drückens unmittelbar unter dem Quetscher befindet. Die Querschnittsform des Auflagekörpers unterhalb des Quetschers
kann eben oder konvex sein. In beiden Fällen kann der Auflagekörper gewünschtenfalls während des Drucktaktes geschwenkt
werden, um den Austritts- oder Abgangswinkel (snap off angle), d.h. den Winkel zwischen der Oberfläche des Auflagekörpers
und der auf der Oberfläche des Auflagekörpers liegenden Bahn des zu bedruckenden Materials einerseits und dem Siebdruckgewebe
andererseits, während des gesamten Drucktaktes konstant zu halten. Normalerweise ist, bei einem festliegenden
Auflagekörper, z.B. einem flachen ebenen Bett, der Abgangs- oder Austrittswinkel zu Beginn des Drucktaktes viel
größer als am Ende des Drucktaktes. Dies kann zu Beeinträchtigungen der Qualität des Druckbildes gegen Ende des Drucktaktes
führen, insbesondere im Falle von großflächigen Siebdruckrahmen und entsprechend kleinen Abgangswinkeln. Analoge
Gesichtspunkte gelten für den Eingangs- oder Eintrittswinkel (angle of incidence) zwischen dem Siebdruckgewebe und dem
zu bedruckenden Material stromaufwärts von dem Quetscher. Ein besonders eleganter Weg zur Herbeiführung konstanter Eingangsund
Abgangswinkel während des gesamten Siebdrucktaktes besteht darin, den Auflagekörper drehbar um eine Achse anzubringen,
die bei oder in Nähe der Berührungslinie zwischen dem Quetscher und dem Siebdruckgewebe verläuft, und an einem
Rahmen oder Wagen für die Aufnahme des Siebdruckrahmens mit dem darüber gespannten Siebdruckgewebe eine Steuerstange vorzusehen,
auf der während des Drucktaktes ein an dem Auflagekörper angebrachter Stössel gleitet. Durch entsprechende Formgebung
der Steuerstange kann der Abgangswinkel während des gesamten Drucktaktes konstant gehalten werden.
909834/0794
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform
werden zwei exzentrisch angebrachte Stäbe vorgesehen, einer stromaufwärts und einer stromabwärts von der Druckstation,
wobei der stromaufwärts angebrachte Stab zur Veränderung des Winkels, mit dem das zu bedruckende Material der Druckstation
zugeführt wird, einstellbar ist und der stromabwärts befindliche Stab zur Änderung des Winkels, mit dem das bedruckte
Material die Druckstation verläßt, einstellbar ist. Im Betrieb gleitet die Bahn aus dem zu bedruckenden Material über
die exzentrisch angebrachten Stäbe auf den beiden Seiten des Auflagekörpers, wobei letzterer vorzugsweise von einer frei
drehbaren Waise gebildet wird. Durch Drehen der Stäbe um ihre exzentrischen Anbringungen wird die Bahn aus dem zu bedruckenden
Material bei ihrem Lauf über die Stäbe angehoben oder abgesenkt und hierdurch werden die Winkel verändert, mit denen
die Bahn die Druckstation betritt oder verläßt. Diese Winkel können demgemäß auf den Optimalwert zur Gewährleistung der
besten Druckqualität eingestellt werden.
Zur weiteren Steigerung der Anpassungsfähigkeit der
Vorrichtung und Gewährleistung weiter verbesserter Druckqualität wird es besonders bevorzugt, den Auflagekörper und
die exzentrisch angebrachten Stäbe in einem Bauteil anzubringen, der schwenkbar um eine Achse, die an oder in Nähe der Berührungslinie
zwischen dem Quetscher und dem Siebdruckgewebe verläuftr angeordnet ist, und an der Einrichtung zur Halterung
und Führung des Siebdruckgewebes eine Steuerstange vorzusehen» an der sich während des Drucktaktes ein an dem Bauteil
angebrachter Stössel entlang bewegt. In dieser Weise kann sichergestellt werden, daß die durch Drehen der Stäbe herbeigeführten
bevorzugten Winkel während des gesamten Drucktaktes aufrechterhalten werden.
Wie bereits angedeutet, müssen Mittel vorgesehen
909834/0794
23Q6003
werden, um die Bahn des zu bedruckenden Materials und den
Siebdruckrahmen genau synchron anzutreiben. Dies wird am leichtesten erreicht durch eine direkte Verbindung zwischen
den Mitteln zur Bewegung der Bahn aus dem zu bedruckenden Material
und der Antriebseinrichtung für den hin- und hergehenden Wagen. Geeignete Ausführungsformen für eine zwangsläufige
Verbindung sind ein Getriebe mit direkt ineinander greifenden Stirnrädern oder ein Zahnstangen-Zahnrad-Getriebe oder eine
Ketten-Kettenrad-Verbindung.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausfuhrungsform
umfassen die Mittel zum Voranbewegen der zu bedruckenden Bahn durch die Druckstation vorzugsweise ein Einspannstangenpaar,
wobei die Einspannstangen oder Greifer so angeordnet sind, daß sie beide längs eines langgestreckten Weges mit einem
Vorwärtstakt, bei dem die Einspannstangen zueinander gedrückt sind, und einem Rücklauftakt, bei dem die Einspannstangen
durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind, hin- und hergleiten. Die Bahn aus dem zu bedruckenden Material befindet
sich zu allen Zeiten zwischen den beiden Einspannstangen und die Einspannstangen können synchron mit dem Arbeitszyklus
der Vorrichtung so bewegt werden, daß sie die Bahn des bedruckten
Materials stromabwärts von der Druckstation in den Zwischenräumen zwischen aufeinanderfolgenden bedruckten Flächen
ergreifen.
Bei dem Quetscher der Vorrichtung der Erfindung kann es sich um irgendeine zweckdienliche Ausführungsform
handeln und er kann in einer geeigneten Halterung befestigt sein. Vorzugsweise ist die Halterung so ausgebildet, daß sie
eine Veränderung des Winkels des Quetschers in Bezug auf die Ebene der in der Druckstation gerade zur Bedruckung kommenden
Materialbahn gestattet, und dies wird vorzugsweise da-
90983A/0794
29Ö6003
durch erreicht, daß man den Quetscher schwenkbar um eine
Achse anbringt, die durch die Berührungslinie zwischen dem
Quetscher und dem Siebdruckgewebe, wenn sich die Vorrichtung in Betrieb befindet, definiert ist.
Zur Zuführung der erforderlichen Menge an Siebdruckfarbe oder -paste zu der in Bezug auf die Druckstation
stromaufwärts gelegenen Seite des Quetschermessers kann irgendeine zweckdienliche Einrichtung verwendet werden. Es wird
jedoch besonders bevorzugt, angrenzend an die stromaufwärts gelegene Oberfläche des Quetschers einen Zuführungstank oder
rinnenartigen Behälter vorzusehen, in den Druckfarbmasse oder -paste eingefüllt werden kann und von dessen Boden Druckfarbe
etwas oberhalb der untersten Kante des Quetschermessers austritt. Diese Art der Druckfarbenzuführung ist sehr vorteilhaft,
da sie zu einer wesentlichen Verringerung der Menge der Siebdruckfarbe, die der Atmosphäre ausgesetzt ist, führt und
demgemäß Probleme infolge einer Verdampfung von Lösungsmittel aus der Siebdruckfarbe oder -paste, die zu einer unannehmbaren
Steigerung der Viskosität der Druckfarbe und hieraus resultierender Verstopfung des Siebdruckgewebes führen könnte,
ausräumt oder jedenfalls auf ein Geringstmaß zurückdrängt. Alternativ kann ein Verteiler für eine zweckdienliche Druckfarbenzuführung
durch Zutröpfeln zwischen dem Quetschermesser und einem Flutungs- und Verstreichbügel zur Verteilung der
Druckfarbe über die Gewebeoberfläche während des Rücklauftaktes angeordnet werden.
Gewünschtenfalls kann die Oberfläche des Auflagekörpers perforiert sein und der Auflagekörper einen hohlen
Innenraum aufweisen, der an eine Unterdrückquelle angeschlossen ist. Ein Anlegen von Unterdruck an den Innenraum während
des Betriebs der Vorrichtung bewirkt, daß die Bahn des zu bedruckenden Materials fest auf der Oberfläche des Auflage-
909834/0794
23G6ÖQ3
körpers gehalten wird, und ergibt somit eine Reibungsbremse
gegen eine Bewegung der Materialbahn unter dem Einfluß der Fördereinrichtungen, die die Bahn durch die Druckstation ziehen.
Ein derartiges System zur Bewegung der Bahn mit Zug bei gleichzeitiger Bremsung ergibt einen sehr gut gesteuerten und
zuverlässigen Bahntransport und demgemäß eine ausgezeichnete Druckschärfe»
Die Merkmale und weitere bevorzugte Maßnahmen der Erfindung werden nachstehend in Verbindung mit den anliegenden
Zeichnungen anhand einer als Beispiel zu wertenden bevorzugten Ausführungsform der Siebdruckvorrichtung weiter veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer nach den Vorschriften der Erfindung ausgebildeten Siebdruckvorrichtung.
Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht,
teilweise im Schnitt, einer abgewandelten Ausführungsform der Druckstation, aus der weitere bevorzugte Merkmale
ersichtlich sind.
Fig. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer weiteren Ausführungsform
der Druckstation.
Gemäß Fig. 1 weist die Vorrichtung ein Gestell 1 auf, an dem die verschiedenen Teile der Siebdruckvorrichtung
angebracht sind. Am einen Ende der Vorrichtung befindet sich eine Rolle 2 des zu bedruckenden Materials, am anderen Ende
der Vorrichtung ist eine Aufnahmewalze 3 zum Aufwickeln der bedruckten Materialbahn vorgesehen. Von der Rolle 2 läuft
die Bahn des zu bedruckenden Materials über eine Führungs-
909834/0794
2SD6ÖQ3
walze 4, um eine in senkrechter Richtung frei bewegliche
Spannwalze 5, über eine weitere Führungswalze 6, durch die zusammenfassend mit 7 bezeichnete Druckstation, abwärts längs
eines durch mehrere Führungswalzen begrenzten geradlinigen Weges 8 und dann in eine Trocknungskammer 9 bekannter Art,
durch die die Materialbahn mittels einer Mehrzahl von Walzen geführt wird und aus der sie zu der Aufnahmewalze 3 austritt.
Die Aufnahmewalze 3 wird über eine Reibungskupplung angetrieben, so daß die Materialbahn unter leichtem Zug gehalten
wird. Der von der Aufnahmewalze 3 ausgeübte Zug ist jedoch unzureichend, um die Bahn durch die Vorrichtung von
der Rolle 2 abzuziehen. Vielmehr wird der Abzug von der Rolle 2 und die Förderung durch die Vorrichtung durch ein Greiferpaar
10 bewerkstelligt, dessen Greifer aufeinander zu bewegt werden können, um die Materialbahn zwischen sich festzuklammern,
bzw. voneinander weg bewegt werden können, um die Mater ialbahn freizugeben, wobei die Greifer ferner längs des
Weges 8 hin- und herbewegt werden können. Die Bewegung der Greifer 10 wird nachstehend noch näher erläutert.
Längs der oberen Seite der Vorrichtung erstreckt sich eine Führungsbahn 11, die von einem Schienenpaar gebildet
wird, auf dem ein Wagen 12 läuft. Der Wagen 12 ist zur Aufnahme eines Siebdruckrahmens 13 mit einem über den
Rahmen 13 gespannten Siebdruckgewebe oder -maschengeflecht
14 ausgebildet. Der Wagen 12 ist über ein Verbindungsstück
15, jeweils ein Verbindungsstück auf jeder Seite des Wagens 12, mit Betätigungsarmen 16 verbunden, die bei 17 an das
Gestell 1 angelenkt sind.
In den zueinander gekehrten Oberflächen der beiden Betätigungsarme 16 befindet sich jeweils eine längs verlau-
909 8 34/079
2806003
fende Nut 18, in der ein Stift 19 gleitet. Der Stift 19 befindet sich an dem einen Ende eines Kurbelarms 20, der an
einer Antriebswelle 21 angebracht ist. Beim Betrieb der Vorrichtung
wird die Antriebswelle 21 mit konstanter Geschwindigkeit gedreht. Wenn sich der Kurbelarm 20 dreht, führt er
somit ein Hin-und Herschwingen des Betätigungsarms 16 herbei, wobei die hierdurch dem Wagen 12 erteilte Bewegung langsamer
ist, wenn sich der Wagen 12, gesehen in Fig. 1, nach rechts bewegt, als die Geschwindigkeit des Wagens 12, wenn er
sich bei der Darstellung in Fig. 1 nach links bewegt. Die Antriebswelle 21 wird, gesehen in Fig. 1, im Uhrzeigersinne
gedreht. Die Bewegung des Wagens 12 nach rechts, gesehen in
Fig. 1, entspricht einem Drucktakt der Vorrichtung, während die Bewegung des Wagens 12 nach links einem Rücklauftakt
entspricht. Es ist ersichtlich, daß der Antriebsmechanismus nicht nur zu einem vergleichsweise langsamen und mit im wesentlichen
konstanter Geschwindigkeit erfolgenden Drucktakt und einem schnellen Rückführtakt führt, sondern daß auch an
jedem Ende des Drucktaktes ein kurzer Abschnitt des Kreisprozesses gegeben ist, während dem der Wagen im wesentlichen
ruht. Diese Zeitspanne gestattet eine Vermeidung von Vibrationen und Rüttelerscheinungen (judder) zu Beginn und am Ende
eines jeden Drucktaktes, was die erzielbare Druckqualität weiter verbessert. Dies wird erreicht durch Schaffung eines
etwas verbreiterten Abschnitts 42 der Nut 18 an einer solchen Stelle, daß der Stift 19 am Ende des Kurbelarms 20 beim Ende
der Vorlauf- und Rücklauftakte des Wagens 12 nicht fest umgriffen ist. Dies gewährleistet ein kurzes Verweilen an den
Enden des Vorwärtstaktes und des Rückwärtstaktes des Wagens,
was weiter zur Herbeiführung eines insgesamt weichen und glatten Laufes der Vorrichtung beiträgt.
Um die Bewegung des. Wagens 12 weiter zu glätten,
sind hydraulische Stoßdämpfer 43 an jedem Ende der Führungs-
909834/0794
2306ÖÖ3
bahn 11 in einer solchen Lage vorgesehen, daß der Wagen 12
am Ende des jeweiligen Taktes durch die Stoßdämpfer weich
zur Ruhe gebracht wird. Die Stoßdämpfer sind vorzugsweise verstellbar ausgebildet, damit sie entsprechend angepaßt
werden können, um in optimaler Weise unterschiedliche Gewichte des Wagens 12 zu kompensieren; das Gewicht des Wagens
12 kann sich ändern, z.Br wenn sich das Gewicht des eingesetzten Rahmens 13 ändert.
Auf den Antriebswellen 21 ist weiterhin ein Paar
Hauptnockenscheiben 22 angebracht, die jeweils eine Laufrille 23 aufweisen, in die ein Nockenstössel 24 eingreift.
Wie aus einer Betrachtung der Gestalt der Laufrille 23 ersichtlich
ist, wird der Stössel 24, der gemäß Fig» 1 nur in vertikaler Richtung bewegbar ist, aufwärts und abwärts geschoben,
wobei die Abwärtsstellung des Stössels dem Drucktakt
der Vorrichtung und die Aufwärtsstellung des Stössels dem Rücklauftakt entspricht. Der Stössel 24 ist mit einer
Schubstange 25 verbunden, die an ihrem oberen Ende an einen Quetscherhaiterungsbügel 26 angelenkt ist. Der Quetscherhalterungsbügel
26 ist wiederum bei 27 an das Gestell 1 der Vorrichtung drehbar angelenkt.
Der Quetscherhalterungsbügel 26 weist ein Paar Tragplatten 28 auf, die beide mit einem bogenförmigen Schlitz
29 versehen sind. Der Mittelpunkt der bogenförmigen Krümmung des Schlitzes 29 entspricht dem Rand eines Quetschermessers
30, der mit dem Siebdruckgewebe 14 in Berührung kömmt, wenn
das Quetschermesser ordnungsgemäß eingebaut ist. Das Quetschermesser 30 ist mittels Stiftschrauben, die durch die
bogenförmigen Schlitze 29 reichen, und Sicherungsmuttern, die an den Außenflächen der Tragplatten 28 anliegen, befestigt.
Es ist ersichtlich, daß durch-eine Veränderung der Lage der
909834/0794
Stiftschrauben und Muttern in dem Schlitz 29 das Quetschermesser 30 um seinen Berührungspunkt mit dem Siebdruckgewebe
14 geschwenkt wird.
Die in der Darstellung der Fig. 1 linke Seite des Quetschermessers 30 trägt ein Druckfarbenvorratsgefäß 31 in
Form eines Behälters, der sich über die Breite des Quetschermessers erstreckt und einen unteren Boden 32 (Fig. 2)
aufweist, der dicht in Nähe eines Gummieinsatzes 33 endet aber den Gummieinsatz nicht berührt; der Gummieinsatz stellt
den arbeitenden Teil des Quetschermessers 30 dar. Druckfarbe kann somit durch den Schlitz zwischen dem Boden 32 und dem
Gummieinsatz 33 austreten und bildet einen Wulst aus Druckfarbmasse hinter dem Quetschermesser, wenn das Siebdruckgewebe
14 während eines Drucktaktes' nach rechts, gesehen in Fig. 1, bewegt wird.
Ein bevorzugtes Merkmal der Siebdruckvorrichtung gemäß der Erfindung ist die Anordnung eines ortsfest angebrachten
Flutungs- und Verstreichbügels 50 links von dem Quetschermesser 30, gesehen in Fig. 1* Während eines Drucktaktes
drückt das Quetschermesser 30 das Siebdruckgewebe 14
abwärts, in Berührung mit der zu bedruckenden Materialbahn und heraus aus der Berührung mit dem Flutungs- und Verstreichbügel
50. Wenn das Quetschermesser 30 am Ende des Drucktaktes durch die Schubstange 25 nach oben geführt wird, springt das
Siebdruckgewebe 14 zurück und kommt in sanfte Berührung mit dem unteren Rand des Flutungs- und Verstreichbügels 50. Während
des Rücklauftaktes, wenn sich das Siebdruckgewebe 14 nach links bewegt, gesehen in Fig. 1, wird der Wulst aus
Druckfarbmasse hinter dem Quetschermesser 30, der beim Hochgehen des Quetschermessers 30 auf dem Siebdruckgewebe 14 zurückgeblieben
ist, durch den Flutungs- und Verstreichbügel 50 gleichmäßig über die Gewebeoberfläche ausgebreitet und
909834/0794
29ÜBÜ03
ist dann fertig für den nächsten Drucktakt* Die Anordnung
ainos ortsfesten Plutungs- und Verstreichbügels beseitigt
praktisch die Schwierigkeiten der Einstellung und zeitlichen Abstimmung des Flutungsbügels, wie sie bei bekannten
Typen von Siebdruckmaschinen auftreten, bei denen ein beweglicher
Flutungsbügel und Einrichtungen zur Bewegung des Flutungsbügels in Berührung mit und heraus aus der Berührung
mit dem Siebdruckgewebe in zeitlicher Abstimmung auf die Drucktakte vorgesehen sind.
Die Voranbewegung der Bahn aus dem zu bedruckenden Material durch die Druckstation wird mittels der Greifer
10 herbeigeführt. Der obere Greifer ist gleitbar auf Pfosten 51 montiert, die an dem unteren Greifer angebracht
sind. Der untere Greifer gleitet auf einer Gleitschiene 60, die von einem Paar gehärteter Stahlwellen gebildet wird.
Der obere Greifer gleitet in einem Laufrillenpaar 34, die
sich in einem Führungsstangenpaar 52 befinden, eine Stange auf jeder Seite der Vorrichtung. Die Führungsstangen 52 können
auf Pfosten 55 hin zu und weg von der Gleitschiene 60 verschoben werden, und diese Bewegung wird durch Drehung von
zwei Kurbelarmen 53 herbeigeführt^ die drehbar an dem Maschinengestell
angebracht sind. An jedem Kurbelarm 53 ist ein Kettenzahnrad 54 befestigt. Ein weiterer Kurbelarm 56
ist drehbar an dem Maschinengestell angebracht und sein Ende ist durch eine zur Vereinfachung und Verbesserung der
Übersichtlichkeit nicht dargestellte Anlenkverbindung an die Schubstange 25 angeschlossen. An dem Kurbelarm 56 ist
ein Kettenzahnrad 57 angebracht. An dem Kettenzahnrad 57 ist bei 58 eine Kette 59 befestigt, die mit den Kettenzahnrädern
54 in Eingriff steht und deren Ende über eine Zugfeder 61 bei 62 am Vorrichtungsgestell gehalten wird.
Während eines Drucktaktes ist die Schubstange
909834/0 794
in ihrer unteren Stellung, die Kurbelarme 53 und 56 sind gemäß der Darstellung in Fig. 1 im Gegenuhrzeigersinne in
ihre Endstellungen gedreht und demgemäß befinden sich die Laufrillen 34 in ihrer näheren Lage zu der Gleitschiene 60,
so daß die Greifer 10 zusammengeführt sind und die Materialbahn einklammern. Während des Rücklauftaktes ist die Schubstange
25 in ihrer oberen Stellung, die Kurbelarme 53 und 56 befinden sich in ihrer Endstellung im Uhrzeigersinne, die
Laufrillen 34 sind weiter von der Gleitschiene 60 entfernt und die Greifer 10 befinden sich nicht in Berührung mit der
und ergreifen somit nicht die bedruckte Materialbahn.
Außer der in dieser Weise herbeigeführten Bewegung in Bezug aufeinander werden die Greifer 10 als eine Einheit
in zeitlicher Abstimmung mit der Bewegung des Wagens 12 auf- und abwärts bewegt. Dies wird einfach durch eine Kettenverbindung
36 herbeigeführt. Die Kette läuft von dem einen Ende des unteren Greifers 10 um ein leerlaufendes Kettenzahnrad
70, ein angetriebenes Kettenzahnrad 71 und ein leerlaufendes Kettenzahnrad 72 zu dem anderen Ende des unteren Greifers 10.
Das Kettenzahnrad 71 wird zwangsläufig angetrieben durch ein auf der gleichen Welle befestigtes Antriebszahnrad, das mit
einer Zahnstange auf der Unterseite des Wagens 12 in Eingriff steht. Es sind zwei derartige Verbindungsanordnungen vorgesehen,
eine auf jeder Seite der Vorrichtung.
Die Greifer 10 werden natürlich auf der Gleitschiene 60 und in den Laufrillen 34 in einer solchen Stellung angeordnet,
daß sie die Bahn des bedruckten Materials in den unbedruckten Bereichen jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
bedruckten Bereichen ergreifen.
Direkt unterhalb des Quetschermessers 30 befindet sich ein Auflagekörper 37. Dieser Auflagekörper ist in dem
909834/0794
Gestell 1 in lösbarer Weise angebracht, um den Einbau von Auflagekörpern 37 anderer Gestalt zu ermöglichen, wenn das
für die im Einzelfall vorgesehene Druckarbeit erwünscht ist. Zwei verschiedene Gestaltungen sind in den Figuren 1 und 2
gezeigt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der
Druckstation ist in der Fig. 2 im Schnitt dargestellt. Bei dieser Ausfuhrungsform ist der Auflagekörper 37 so angebracht,
daß er um den Punkt 38 geschwenkt werden kann; hierzu dienen Anlenkzapfen, die von einer am Gestell 1 der Siebdruckvorrichtung
befestigten Anlenkstütze 80 getragen werden. Eine Zugfeder 39 erteilt dem Auflagekörper 37 eine Vorspannung zur
Drehung im Uhrzeigersinne, d.h. das linke Ende des Auflagekörpers 37, gesehen in Fig. 2, sucht aufwärts zu gehen. Diese
Aufwärtsbewegung wird durch eine Stösselrolle 40 verhindert, die an einer an der Seite des Wagens 12 befestigten Stange
anliegt. Die nach unten gerichtete Oberfläche der Stange 41 befindet sich am linken Ende des Wagens 12 näher zu der Oberfläche
des Siebdruckgewebes 14, als am rechten Ende des Wagens.
Wenn der Wagen 12 während des Drucktaktes nach rechts geschoben wird, geht somit die Stösselrolle 40 nach oben und
demgemäß dreht sich der gesamte Auflagekörper 37 im Uhrzeigersinne etwas um den Punkt 38. Hierdurch wird der Abgangswinkel zwischen dem Siebdruckgewebe 14 rechts von dem Quetschermesser
30 und dem Material, auf dem gerade die Bedruckung stattfindet, während des gesamten Laufes des Wagens 12 im wesentlichen
konstant gehalten, anstelle einer Verminderung beim Lauf zum Ende des Drucktaktes. Gleichfalls bleibt der
Winkel, mit dem das Siebdruckgewebe und das zu bedruckende Material zueinander kommen, konstant.
Es muß natürlich sichergestellt sein, daß der Zug in der Bahn des zu bedruckenden Materials auf der linken
909834/0794
29ÖS003
Seite des Auflagekörpers 37 nicht so groß istt daß er ein
Wegbewegen der Stösselrolle 40 von der nach unten gerichteten
Oberfläche der Stange 41 verursacht. Es hat sich gezeigt,
daß die in der Fig. 2 dargestellte Ausbildung, bei der sich der Auflagekörper bei der Durchführung des Drucktaktes etwas
neigt, zu einer wesentlichen Verbesserung der Druckschärfe gegen Ende des Drucktaktes führt.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Druckstation
ist in der Fig. 3 im Schnitt dargestellt. Bei dieser Ausführungsform wird die Auflage für die zu bedruckende Bahn
in der Druckstation von einer frei drehbaren Drucks-tützwalze 81 gebildet; diese kann perforiert und an eine Unterdruckquelle
angeschlossen sein oder sie kann ohne eine Unterdruckquelle betrieben werden. Stromaufwärts von der Walze 81 befindet
sich ein exzentrisch montierter Stab 82 und stromabwärts von der Walze 81 ist ein zweiter exzentrisch angebrachter
Stab 83 vorgesehen. Die Bahn des zu bedruckenden Materials gleitet über den exzentrisch angebrachten Stab 82, bevor sie
in die Druckstation eintritt, und dann nach Verlassen der Druckstation über den Stab 83. Durch Änderung der Drehstellung
der Stäbe 82 und 83 kann die Bahn angehoben oder abgesenkt werden, wenn sie über den entsprechenden Stab läuft.
Hierdurch kann der Winkel, mit dem die Bahn und das Siebdruckgewebe an der Druckstation zueinander gelangen, sowie der
Winkel, mit dem sich die Bahn und das Siebdruckgewebe an der Druckstation voneinander trennen, auf das Optimum zur Erzielung
der besten Druckqualität eingestellt werden.
Die Walze 81 und die Stäbe 82 und 83 sind zwischen Seitenplatten angebracht und können während des Drucktaktes
als eine Einheit etwas gekippt werden, um die Optimalwinkel aufrechtzuerhalten, in gleicher oder ähnlicher Weise, wie das
in Verbindung mit dem Auflagekörper der Ausführungsform gemäß
909834/0794
Fig. 2 beschrieben worden ist. So ist die Baueinheit zur
Drehung um den Punkt 85 angebracht, wobei die Abstützung durch eine am Gestell 1 der Siebdruckvorrichtung befestigte
Anlenkstütze 86 erfolgt. Eine Zugfeder 87 erteilt der Baueinheit eine Vorspannung, die eine Drehung im Uhrzeigersinne,
gesehen in Fig. 3, herbeizuführen sucht. Das dafür erforderliche linksseitige Hochgehen wird durch eine StÖsselrolle
88 verhindert, die an einer auf der Seite des Wagens 12 befestigten
Stange 89 anliegt. Die nach unten gekehrte Oberfläche der Stange 89 befindet sich am linken Ende des Wagens
12 dichter zu der Oberfläche des Siebdruckgewebes 14, als am rechten Ende des Wagens. Wenn der Wagen 12 während des
Drucktaktes nach rechts voranbewegt wird, geht somit die StÖsselrolle 88 etwas nach oben und die Baueinheit schwenkt
im Uhrzeigersinne etwas um den Punkt 85.
909834/0794
Claims (10)
1.JSiebdruckvorrichtung, gekennzeichnet durch
eine Druckktation (7), Mittel (2, 10, 3) zur Förderung einer
Bahn aus dem zu bedruckenden Material zu der und weg von der Druckstation (7), einen an der Druckstation montierten Quetscher
(30) zum Zusammenwirken mit einem Siebdruckgewebe (14), eine Einrichtung (12) zur Führung und Anordnung des auf einen
Rahmen (13) gespannten Siebdruckgewebes (14) derart, daß sich ein Teil des Siebdruckgewebes (14) in der Druckstation (7)
befindet. Mittel (15 - 21) zum Hin- und Herbewegen des Siebdruckgewebes
(14) in dem Rahmen (13) durch die Druckstation (7), eine Einrichtung (31, 32) zur Zuführung von Druckfarbe zu der
einen Seite des Quetschers (30), einen profilierten Auflagekörper (37) an der Druckstation (7) zum Abstützen des zu bedruckenden
Materials, und Mittel (15 ff., 10 ff.) zum Voranbewegen des in dem Rahmen (13) angebrachten Siebdruckgewebes (14)
909834/0794
und des zu bedruckenden Materials mit der gleichen Geschwindigkeit
durch die Druckstation (7) und zum gleichzeitigen Hindrücken des Siebdruckgewebes (14) mittels des Quetschers
(30) zu dem Auflagekörper (37).
2. Siebdruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel (15 - 21) zum Hin- und Herbewegen des Siebdruckgewebes (14) in dem Rahmen (13) so ausgebildet
sind, daß sie das Siebdruckgewebe (14) und den Rahmen (13) während eines Drucktaktes mit einer geringeren Geschwindigkeit
voranbewegen, als sie das Siebdruckgewebe (14) in dem Rahmen (13) während eines Rücklauftaktes zurückführen.
3. Siebdruckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Hin- und Herbewegen des
Siebdruckgewebes (14) in dem Rahmen (13) einen Betätigungshebel
(16) umfassen, der um einen festen Punkt (17) hin-
und herschwingt und dessen freies Ende mit dem Rahmen (13) verbunden ist, wobei der Betätigungshebel (16) mittels eines
Nockens (Kurbelarm 20) und eines an dem Betätigungshebel (16) angreifenden Nockenstössels (Stift 19) angetrieben
wird.
4. Siebdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagekörper (37)
so angebracht ist, daß er sich während des Drucktaktes derart bewegen kann, daß ein im wesentlichen konstanter Winkel
zwischen der Oberfläche des Auflagekörpers(37) und der auf
der Oberfläche des Auflagekörpers liegenden Bahn aus dem zu bedruckenden Material einerseits und dem Siebdruckgewebe
(14) andererseits während des Drucktaktes aufrechterhalten
wird.
909834/0794
5. Siebdruckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagekörper (37) drehbar um eine
Achse (38; 85), die an oder in Nähe der Berührungslinie zwischen dem Quetscher (30) und dem Siebdruckgewebe (14) verläuft,
angebracht ist und an der Einrichtung (12) zur Führung und Anordnung des Siebdruckgewebes (14) ein Nocken (Stange 41;
89) vorgesehen ist, an dem während des Drucktaktes ein an dem Auflagekörper (37) angebrachter Nockenstössel (40; 88)
angreift.
6. Siebdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Druckstation (7)
zwei exzentrisch angebrachte Stäbe (82, 83) vorgesehen sind, ein Stab (82) stromaufwärts und ein Stab (83) stromabwärts
von der Druckstation (7), wobei der stromaufwärts befindliche Stab (82) zur Veränderung des Winkels, mit dem das zu
bedruckende Material der Druckstation (7) zugeführt wird, und der stromabwärts befindliche Stab (83) zur Veränderung
des Winkels, mit dem das bedruckte Material die Druckstation (7) verläßt, angeordnet sind.
7. Siebdruckvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagekörper (37; 81) und die exzentrisch
montierten Stäbe (82, 83) an einem Bauteil angebracht sind, das drehbar um eine Achse (85), die an oder in Nähe der
Berührungslinie zwischen dem Quetscher (30) und dem Siebdruckgewebe (14) verläuft, angeordnet ist, und an der Einrichtung
(12) zur Führung und Anordnung des Siebdruckgewebes (14) ein Nocken (Stange 89) befestigt ist, an dem während des
Drucktaktes ein an dem Bauteil befestigter Nockenstössel (88) anliegt.
909834/0794
-A-
23Q6003
8. Siebdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (10 ff.) zum Voranbewegen der Bahn des zu bedruckenden Materials durch die
Druckstation (7) ein Einspanngreiferpaar (10) umfassen, wobei
die Einspanngreifer (10) so angeordnet sind, daß sie beide längs eines langgestreckten Weges (8) mit einem Vorwärt
stakt, bei dem die Einspanngreifer (10) zueinander gedruckt sind, und einem Rücklauftakt, bei dem die Einspanngreifer
(10) durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind, hin- und hergehen.
9. Siebdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Quetscher (30) schwenkbar
um eine Achse, die durch die beim Betrieb der Vorrichtung
vorliegende Berührungslinie zwischen dem Quetscher (30) und dem Siebdruckgewebe (14) definiert ist, angebracht ist.
10. Siebdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der stromaufwärts gelegenen
Seite des Quetschers (30) ein Zuführungstank oder rinnenartiger Behälter (31) angebracht ist, in den Druckfarbmasse
oder -paste eingefüllt werden kann und von dessen Boden (32) die Druckfarbe oder -paste etwas oberhalb der untersten*
mit dem Siebdruckgewebe (14) in Berührung tretenden Kante des Quetschermessers (30, 33) austritt.
&09834/0794
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB666878 | 1978-02-20 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2906003A1 true DE2906003A1 (de) | 1979-08-23 |
| DE2906003C2 DE2906003C2 (de) | 1985-02-28 |
Family
ID=9818638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2906003A Expired DE2906003C2 (de) | 1978-02-20 | 1979-02-16 | Siebdruckvorrichtung |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS54154615A (de) |
| AT (1) | AT376174B (de) |
| DE (1) | DE2906003C2 (de) |
| DK (1) | DK148821C (de) |
| GB (1) | GB2014904B (de) |
| IT (1) | IT1118953B (de) |
| NL (1) | NL7901209A (de) |
| SE (1) | SE7901503L (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4143154A1 (de) * | 1991-12-28 | 1993-07-01 | Klemm Gerhard Maschfab | Siebdruckmaschine |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS57129748A (en) * | 1981-01-07 | 1982-08-11 | Kuremu Geruharuto | Device for printing to flat blank by at least one screen printing station |
| CN115723412B (zh) * | 2021-08-31 | 2025-08-19 | 江苏硕贝德微电子科技有限公司 | 用于电子产品的丝网印刷装置 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2743234A1 (de) * | 1976-09-28 | 1978-03-30 | Svecia Silkscreen Maskiner Ab | Siebdruckmaschine |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3973493A (en) * | 1974-11-01 | 1976-08-10 | James A. Black | Web stencilling and drying apparatus |
| DE2633971A1 (de) * | 1976-05-21 | 1977-12-08 | Black James | Schablonen(sieb)druckvorrichtung |
-
1979
- 1979-02-15 NL NL7901209A patent/NL7901209A/xx not_active Application Discontinuation
- 1979-02-16 DE DE2906003A patent/DE2906003C2/de not_active Expired
- 1979-02-19 DK DK71679A patent/DK148821C/da not_active IP Right Cessation
- 1979-02-19 IT IT67360/79A patent/IT1118953B/it active
- 1979-02-20 SE SE7901503A patent/SE7901503L/xx unknown
- 1979-02-20 JP JP1898879A patent/JPS54154615A/ja active Pending
- 1979-02-20 AT AT0129279A patent/AT376174B/de active
- 1979-02-20 GB GB7905909A patent/GB2014904B/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2743234A1 (de) * | 1976-09-28 | 1978-03-30 | Svecia Silkscreen Maskiner Ab | Siebdruckmaschine |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4143154A1 (de) * | 1991-12-28 | 1993-07-01 | Klemm Gerhard Maschfab | Siebdruckmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT7967360A0 (it) | 1979-02-19 |
| GB2014904A (en) | 1979-09-05 |
| AT376174B (de) | 1984-10-25 |
| SE7901503L (sv) | 1979-08-21 |
| ATA129279A (de) | 1984-03-15 |
| GB2014904B (en) | 1982-06-03 |
| DK148821B (da) | 1985-10-14 |
| DE2906003C2 (de) | 1985-02-28 |
| NL7901209A (nl) | 1979-08-22 |
| IT1118953B (it) | 1986-03-03 |
| JPS54154615A (en) | 1979-12-05 |
| DK148821C (da) | 1986-04-14 |
| DK71679A (da) | 1979-08-21 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0349883B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen von Medien | |
| DE2503836A1 (de) | Verfahren und druckapparat zum bedrucken fortlaufender bahnen | |
| CH646641A5 (de) | Vorrichtung zum bedrucken von flaechiger ware mit mindestens einer siebdruckstation. | |
| EP0003983B1 (de) | Siebdruckverfahren und Vorrichtung zu dessen Durchführung | |
| EP0135618B1 (de) | Siebdruckmaschine | |
| DE178561C (de) | ||
| DE2906003A1 (de) | Siebdruckvorrichtung | |
| DE2220567A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum buchbinden | |
| DE241212C (de) | ||
| DE258430C (de) | ||
| DE1586384B2 (de) | Taktweise arbeitende Etikettiermaschine | |
| DE59928C (de) | Neuerungen an Rotationsdruckmaschinen | |
| DE25610C (de) | Buchdruckpresse für endloses Papier | |
| DE58642C (de) | Rotationsdruckpresse zum Bedrucken von Bogen verschiedener Gröfse | |
| DE19350C (de) | Maschine zum zweiseitigen Bedrucken, Bronziren, Einbringen einer Metallöse und Schneiden von Billets, Etiqueits etc | |
| DE50542C (de) | Neuerungen an Buchdruckpressen | |
| DE171165C (de) | ||
| DE255542C (de) | ||
| AT110148B (de) | Druckpresse zum mustergemäßen Bedrucken von Geweben mit Wachs, Wachsersatzmitteln, Paraffin oder einem ähnlichen Reservierungsmittel. | |
| DE615036C (de) | Zeilensetz- und Druckmaschine | |
| DE46810C (de) | Maschine zum Drucken von Fufsbodendecken, Geweben und sonstigen Stoffen | |
| DE52157C (de) | Vielfarben-Plattendruckmaschine für Wachstuch, Gewebe und dergl | |
| DE86383C (de) | ||
| DE89625C (de) | ||
| DE4676C (de) | Druckerpresse mit Vorrichtungen zum Abschneiden des Papiers und Einbringen einer Metallöse in dasselbe |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: LETRASET LTD., LONDON, GB |
|
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B41F 15/16 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |