DE29919238U1 - Sitz- und/oder Liegemöbel - Google Patents
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Anmelder: 29.10.1999
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Dipl.-Designer PW/mö
Matthias Fischer
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60325 Frankfurt
Die Erfindung betrifft ein Sitz- und/oder Liegemöbel mit einem Grundgestell, das wenigstens ein Sitz- und/oder Liegeteil sowie wenigstens ein Lehnteil trägt, wobei das Lehnteil zwischen einer aufrechten Lehnposition und einer liegenden Ruheposition beweglich gelagert ist.
Ein solches Sitz- und/oder Liegemöbel ist aus der DE 78 36 605 Ul bekannt. Ein Sofa weist zwei seitliche Armlehnen auf, die zwischen einer aufrechten Lehnposition und einer die Sitzfläche zu einer Liegefläche vergrößernden Ruheposition verlagerbar gehalten sind. Um eine Verlagerung der Armlehnen zu ermöglichen, ist jeweils ein Beschlag vorgesehen, der zwei zueinander beabstandete Lenkerhebel aufweist, die das Armlehnteil in die Ruheposition oder die Lehnposition überführen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sitz- und/oder Liegemöbel der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine vereinfachte Verlagerung des wenigstens einen Lehnteiles zwischen den Endpositionen oder eine äußerst stabile Positionierung in der Ruheposition gewährleistet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß am Grundgestell eine stationäre Auflagefläche für eine korrespondierende Stützfläche des Lehnteiles in seiner liegenden Ruheposition vorgesehen ist, und daß eine einzelne Hebelanordnung vorgesehen ist, die in der Ruheposition des Lehnteiles derart mit dem Grundgestell einerseits und dem Lehnteil andererseits gekoppelt ist, daß die Hebelanordnung - auf Zug belastet - das Lehnteil gemeinsam mit der Auflagefläche in seiner Ruheposition sichert. Durch die erfindungsgemäße Lösung ist mit äußerst einfachen Mitteln zum einen eine Verlagerung des Lehnteiles in seine Ruheposition, zum anderen eine äußerst stabile Stützung in diesere Ruheposition möglich. Durch die grundgestellfeste Auflagefläche wird eine äußerst stabile Abstützung des Lehnteiles erzielt, die auch hohe Belastungen, insbesondere durch eine auf dem Lehnteil in seiner Ruheposition sitzende Person, problemlos trägt. Durch den Einsatz lediglich einer einzelnen Hebelanordnung wird der Aufbau des Sitz- und/oder Liegemöbels erheblich vereinfacht. Vorzugsweise ist die einzelne Hebelanordnung über den gesamten Bewegungsbereich des Lehnteiles mit dem Lehnteil und dem Grundgestell verbunden. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, die Hebelanordnung wenigstens zeitweise während der Überführung aus der Lehnposition in die Ruheposition von dem Grundgestell oder dem Lehnteil abzukoppeln. In der Ruheposition wird dann eine erneute Ankopplung vorgenommen, um den sicheren Rückhalt in Verbindung mit der Stützung durch die Auflagefläche zu erzielen. Die einzelne Hebelanordnung kann durch einen einzigen Hebelarm oder auch durch mehrere, starr miteinander verbundene Hebelarme gebildet sein. Diese sind dann parallel zueinander ausgerichtet. Besonders vorteilhaft ist es, wenn wenigstens ein Lehnteil als Armlehnteil ausgebildet ist. In gleicher Weise kann das Lehnteil jedoch auch als Brücken- oder Seitenteil eines entsprechenden Sitz- und/oder Liegemöbels gestaltet sein.
In Ausgestaltung der Erfindung weist das Lehnteil eine Stützfläche für die aufrechte Lehnposition auf, die gemeinsam mit
der stationären Auflagefläche des Grundgestells und der Hebelanordnung eine statisch bestimmte Lagerung des Lehnteiles in seiner aufrechten Lehnposition bildet. Es wird in der aufrechten Lehnposition ein sicherer Halt für das Lehnteil gewährleistet .
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Hebelanordnung derart relativ zur Auflagefläche ausgerichtet, daß die Verbindungslinie zwischen den beiden Anlenkpunkten der Hebelanordnung mit der Auflagefläche in beiden Endpositionen jeweils einen Winkelbetrag zwischen 0° und 90° einschließt, wobei der Winkelbetrag für die Ruheposition größer ist als der Winkelbetrag für die Lehnposition. Dadurch wird das Lehnteil bei der Überführung aus der Lehnposition in die Ruheposition zusätzlich zur Abkippbewegung an das Sitzteil herangezogen, so daß das Entstehen eines Spaltes zwischen dem Sitzteil und dem Lehnteil vermieden wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung erstreckt die Hebelanordnung sich derart zwischen dem Grundgestell und dem Lehnteil, das sie - auf die aufrechte Lehnposition bezogen - aus seiner Unterseite des Lehnteiles heraustritt. Dadurch müssen lediglich in der Unterseite des Lehnteiles Aussparungen vorgesehen sein. An allen übrigen Seiten kann das Lehnteil geschlossen und mit einem geeigneten Bezug versehen sein. Das Lehnteil ist somit in jeder Position ästhetisch ansprechend gestaltet und die Hebelanordnung entsprechend in jeder Position unsichtbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Hebelanordnung wenigstens im Bereich ihres lehnteilseitigen Anlenkpunktes abgewinkelt. Falls die Hebelanordnung durch einfache Flachteile gebildet ist, wird die Abwinklung vorzugsweise durch Abkröpfungen erzielt. Dadurch wird die platzsparende und nicht sichtbare Positionierung der Hebelanordnung weiter verbessert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Hebelanordnung im Bereich beider Anlenkpunkte gleich gerichtet abgewinkelt, und die Hebelanordnung ist in der aufrechten Lehnposition wenigstens teilweise in Aussparungen des Grundgestells und/oder der Auflagefläche versenkt positioniert. Dadurch ist es möglich, die Bauhöhe der funktionalen Bauteile für die entsprechende Verlagerungsbewegung des Lehnteiles zu reduzieren, wodurch der Einfluß der Funktionalität des Sitz- und/oder Liegemöbels auf das Design reduziert ist. Ein entsprechendes Lehnteil ist daher ästhetisch ansprechender zu gestalten, als dies aufgrund der relativ großvolumigen Beschläge aus dem Stand der Technik bislang möglich war.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist für die aufrechte Lehnposition des Lehnteiles eine manuell lösbare Arretierung vorgesehen. Dadurch wird eine verbesserte Sicherung des Lehnteiles in seiner Lehnposition erzielt. Nach dem Lösen der Arretierung kann das Lehnteil in einfacher Weise abgeklappt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Arretierung wenigstens ein Rastelement auf, das federbelastet in seiner Sperrposition gehalten ist und in seiner Sperrposition formschlüssig mit einer grundgestellfesten Raststelle zusammenwirkt. Dafür wird ein besonders sicherer Rückhalt des Lehnteiles in seiner Lehnposition erzielt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Lehnteil eine formstabile Rahmenkonstruktion auf, die mit zwei Seitenwangen versehen ist, an denen zwei Hebelelemente der Hebelanordnung angelenkt sind. Dadurch wird eine verwindungssteife, besonders stabile Anlenkung des Lehnteiles erzielt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastelement durch einen mittig zwischen den beiden Hebelelementen angeordneten, aus einer Unterseite des Lehnteiles heraustretenden Sperrbolzen gebildet, der mit einer in die Auflagefläche ein-
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gelassenen Rastkante zusammenwirkt. Dadurch wird die Arretierung unsichtbar im Bereich der Unterseite des Lehnteiles vorgesehen. Das Vorsehen eines einzelnen, mittig angeordneten Sperrbolzens ist eine besonders einfache und dennoch robuste Ausgestaltung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Sperrbolzen justierbar in dem Auslöseprofil gehalten. Dadurch ist es möglich, die Arretierung in der Lehnposition des Lehnteiles spielfrei einzustellen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Hebelelemente und die Arretierung zu einer vormontierten Beschlageinheit mit der Rahmenkonstruktion verbunden. Dadurch wird eine besonders einfache Herstellbarkeit eines entsprechenden Sitz- und/oder Liegemöbels erzielt, da die Beschlageinheit vorgefertigt und bei unterschiedlichen Sitz- und/oder Liegemöbel eingesetzt werden kann.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung, das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt in einer Frontansicht eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sitz- und/oder Liegemöbels, wobei die als Seitenteile dienenden Lehnteile in ihrer aufrechten Lehnposition dargestellt sind,
Fig. 2 das Sitz- und/oder Liegemöbel nach Fig. 1, wobei die Lehnteile in ihre Ruheposition abgeklappt sind,
Fig. 3 in vergrößerter Schnittdarstellung das in Fig. 1 rechte Lehnteil in seiner aufrechten Lehnposition,
Fig. 4 in vergrößerter Schnittdarstellung das Lehnteil nach Fig. 3 in seiner liegenden und abgeklappten Ruheposition,
Fig. 5 in perspektivischer Darstellung die Beschlageinheit für das Lehnteil nach den Fig. 3 und 4 in der aufrechten Lehnposition,
Fig. 6 in perspektivischer Darstellung metallische Funktionsteile der Beschlageinheit nach Fig. 5 in der aufrechten Lehnposition und
Fig. 7 die Beschlageinheit nach Fig. 5 in der liegenden Ruheposition.
Ein als Sitz- und/oder Liegemöbel dienendes Sofa 1 gemäß den Fig. 1 und 2 weist ein Grundgestell auf, das mit einer bodenseitigen Grundplatte 5 versehen ist, die von mehreren Füßen getragen ist. Auf der Bodenplatte 5 liegen zwei als Sitzteile dienende Sitzpolster 2 auf. Nach hinten schließen sich an die Sitzpolster 2 zwei Rückenlehnteile 3 an. Auf den gegenüberliegenden Seiten sind die beiden Sitzteile 2 durch zwei Seitenlehnteile 4 begrenzt, wobei das in der Fig. 1 linke Seitenlehnteil 4 höher gestaltet ist als das in Fig. 1 rechte, als Armlehnteil dienende Seitenlehnteil. Im übrigen sind jedoch die beiden Seitenlehnteile 4 von Funktion und Aufbau her identisch gestaltet. Beide Seitenlehnteile 4 sind zwischen der in Fig. 1 dargestellten aufrechten Lehnposition und der in Fig. 2 dargestellten, liegenden Ruheposition beweglich gelagert. Hierzu ist in beiden Seitenlehnteilen 4 jeweils eine Rahmenkonstruktion 6 (Fig. 3 bis 7) integriert, die in grundsätzlich bekannter Weise von einer Polsterung sowie einem entsprechenden Bezug überdeckt ist, um die in den Fig. 1 und 2 wie auch in den Fig. 3 und 4 dargestellte Außenkontur zu erhalten.
Das Seitenlehnteil 4 und damit auch die Rahmenkonstruktion 6 sind mittels einer einzelnen Hebelanordnung 9 bis 11, 16 an der Grundplatte 5 des Grundgestells zwischen der Lehnposition und der Ruheposition kippbeweglich gelagert. Das Seitenlehnteil 4 und die Rahmenkonstruktion 6 werden sowohl in der Lehnposition (Fig. 3) als auch in der Ruheposition (Fig. 4) durch eine Auflagefläche 5a des Grundgestells gestützt, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als einstückiger, horizontal nach außen gezogener Fortsatz der Grundplatte 5 gestaltet ist.
Eine Gegenstützfläche des Seitenlehnteiles und der Rahmenkonstruktion 6 wird durch eine Unterseite 8 des Seitenlehnteiles 4 gebildet, die in der aufrechten Lehnposition auf der Auflagefläche 5a aufliegt.
Die Rahmenkonstruktion 6 wird, wie anhand der Fig. 5 und 7 erkennbar ist, durch zwei stabile Seitenwangen gebildet, die durch Querträger miteinander verbunden sind. Die gesamte Rahmenkonstruktion 6 ist vorzugsweise aus Holz hergestellt. Die Seitenwangen der-Rahmenkonstruktion 6 weisen eine größere Höhe als Breite auf, wobei die Breite derart bemessen ist, daß die Seitenwangen mit der Außenkante der Aufnahmefläche 5a und damit der Grundplatte 5 in der aufrechten Lehnposition fluchtend abschließen. In der liegenden Ruheposition hingegen ragen die Seitenwangen horizontal über die äußere Stirnseite der Grundplatte 5 hinaus.
In der liegenden Ruheposition bilden die Außenkanten der Rahmenkonstruktion 6 und insbesondere ihrer Seitenwangen die Stützfläche für die Auflage auf der Auflagefläche 5a der Grundplatte 5 und definieren momentan die Unterseite des Seitenlehnteiles 4. Diese Unterseite, die in der aufrechten Lehnposition die Außenseite 7 bildet, ist durch einen Bezug vollständig geschlossen.
Die Hebelanordnung 9 bis 11, 16 wird durch zwei als metallische Flachteile gestaltete Hebelelemente 9 gebildet, die im Bereich der Anlenkpunkte 11 in schlitz- oder taschenartig gestalteten Ausnehmungen 17 der beiden Wangen der Rahmenkonstruktion 6 lehnteilseitig schwenkbeweglich gelagert sind. Die taschen- oder schlitzartige Ausnehmung 17 an jeder Seitenwange wird durch eine metallische Außenplatte 24 begrenzt, die fest mit der jeweiligen Seitenwange verbunden ist. An ihrem grundplattenseitigen Anlenkpunkt sind die Hebelelemente 9 über eine sich parallel zur Rahmenkonstruktion 6 über die Tiefe des Sofas erstreckende Torsionswelle 16 starr miteinander verbunden, die in einer auf der Grundplatte 5 festgelegten Lagerplatte 15 drehbeweglich gelagert ist.
Die beiden Hebelelemente 9 sind derart gleichgerichtet abgekröpft, daß sie eine bananenartige Form aufweisen. Dadurch können die Hebelelemente 9 in entsprechenden Aussparungen 14 in der Grundplatte 5 gemäß der Darstellung nach Fig. 3 und 5 versenkt angeordnet sein. Somit ist eine äußerst platzsparende Unterbringung der Hebelelemente 9 gewährleistet. Die grundgestellseitigen und lehnteilseitigen Anlenkpunkte 10, 11 sind derart zueinander ausgerichtet, daß in der aufrechten Lehnposition beide Anlenkpunkte 10, 11 sich auf gleicher Höhe relativ zur Grundplatte 5 befinden. Die Abkröpfungen der Hebelelemente 9 sind derart auf die Lage dieser Anlenkpunkte 10, 11 abgestimmt, daß jedes Hebelelement 9 in dieser aufrechten Lehnposition bis auf die abgekröpften Endbereiche vollständig in der jeweiligen Aussparung 14 in der Grundplatte 5 versenkt ist.
Um das Seitenlehnteil 4 in seiner aufrechten Lehnposition gemäß Fig. 3 zu sichern, ist eine lösbare Arretierung 12, 18, 13a, 13b, 21 vorgesehen. Die Arretierung weist einen Sperrbolzen 13a, 13b auf, der in der aufrechten Lehnposition vertikal ausgerichtet ist und mit einem Sperrkegel 13a über die Unterseite 8 des Seitenlehnteiles 4 hinausragt. Der Sperrkegel 13a weist an seiner Oberseite eine ringförmig umlaufende
Anlageschulter auf, die in der Sperrposition eine Rastkante einer in die Grundplatte 5 eingelassenen Rastplatte 21 hintergreift. Die ringförmige Anlageschulter ist leicht ballig gestaltet, um den formschlüssigen Sitz im Bereich der Rastkante der Rastplatte 21 zu verbessern. Zur Festlegung der Rastplatte 21 ist in der Oberseite der Grundplatte 5 eine flächige Ausnehmung 23 vorgesehen, deren Tiefe etwa der Höhe der Rastplatte 21 entspricht, so daß die Rastplatte 21 in diese Ausnehmung 23 eingebettet ist. Auf Höhe des Sperrbolzens 13a, 13b ist in der Grundplatte 5 zudem eine langlochförmige Aussparung 22 vorgesehen, die sich bis zur Rastplatte 21 hin erstreckt, um das Hintergreifen des Sperrkegels 13a unter der Rastplatte 21 in der gesicherten Sperrposition zu ermöglichen. Durch das Einlassen der Rastplatte 21 in die Grundplatte 5 ist es möglich, diesen Bereich bis auf die Aussparung 22 flächig mit einem entsprechenden Bezug zu überziehen.
Der Sperrkegel 13a ist in ein bolzenartiges Aufnahmeteil 13b des Sperrbolzens justierbar eingeschraubt, wodurch eine spielfreie Einstellung des Sperrkegels 13a relativ zur Rastplatte 21 erzielbar ist. Das Aufnahmeteil 13b ist auf einer Auslösestange 18 festgelegt, die sich parallel zu der Torsionswelle 16 knapp oberhalb der Anlenkpunkte 11 zwischen den beiden Seitenwangen der Rahmenkonstruktion 6 erstreckt. Die Auslösestange 18 ist zudem in den Außenplatten 24 gelagert. Die Auslösestange 18 ist in Richtung des Doppelpfeiles gemäß Fig. 5 verschiebbar. An einer vorderen Stirnseite ist die Auslösestange 18 mit einem Bedienknopf 12 versehen, der von der Außenkontur des Seitenlehnteiles 4 aus betätigbar ist. Die Auslösestange 18 ist durch eine Schraubendruckfeder 19 in Sperrichtung des Sperrbolzens 13a, 13b federbelastet, die sich zwischen der vorderen Außenplatte 24 und dem Betätigungsknopf 12 abstützt.
Durch ein einfaches Drücken des Betätigungsknopfes 12 wird die Auslösestange 18 somit nach hinten geschoben, wodurch der
Sperrbolzen mit seinem Sperrkegel 13a außer Eingriff zu der Rastkante der Rastplatte 21 gerät. Um eine Verschiebung des Aufnahmeteiles 13b einschließlich des Sperrkegels 13a relativ zur Rahmenkonstruktion 6 zu ermöglichen, ist in einer entspechenden Querplatte der Rahmenkonstruktion 6 ein zu der grundplattenseitigen Aussparung 22 korrespondierendes Langloch 20 vorgesehen. Nach dem Lösen der Arretierung kann das Seitenlehnteil 4 in einfacher Weise zur Seite geklappt werden, wodurch aufgrund der stationären Auflagefläche 5a die Rahmenkonstruktion 6 mit ihrer unteren, außenseitigen Längskante im Eckbereich zwischen der Unterseite 8 und der Außenseite 7 auf der Auflagefläche 5a nach innen gleitet. Da gleichzeitig zwangsläufig die Hebelanordnung 9 bis 11 um den stationären Drehpunkt, d.h. den Anlenkungpunkt 10, nach oben geschwenkt wird, wird das Seitenlehnteil 4 mit seiner Unterseite 8 an die Seitenfläche des Sitzteiles herangezogen. In der liegenden Ruheposition liegt die Unterseite 8 des Seitenlehnteiles 4 im wesentlichen flächig an der Seitenkante des Sitzteiles 2 an. In dieser Ruheposition ist die Hebelanordnung 9 bis 11 schräg nach oben und seitlich nach außen ausgerichtet, wobei die Verbindungslinie zwischen dem oberen Anlenkpunkt 11 und der seitlichen Außenkante der Auflagefläche 5a etwa rechtwinklig zur Verbindungslinie zwischen den beiden Anlenkpunkten 10 und 11 ausgerichtet ist. Die Außenkanten der Auflagefläche 5a bilden die Kippkante, falls außerhalb der Auflagefläche 5a auf das Seitenlehnteil 4 von oben her Belastungen, beispielsweise durch eine auf dem Seitenlehnteil 4 sitzende Person, ausgeübt werden. Die Hebelanordnung 9 wird hierdurch - abgesehen von der abgekröpften Gestaltung - ausschließlich auf Zug belastet und kann die auftretenden Kippkräfte problemlos ausgleichen.
Um das Seitenlehnteil 4 aus seiner Ruheposition erneut in die Lehnposition gemäß Fig. 3 und 5 zu überführen, wird das Seitenlehnteil 4 in einfacher Weise hochgeklappt, wodurch automatisch die Arretierung wieder in ihre Sperrposition gelangt, da durch das Eigengewicht der Rahmenkonstruktion 6 der Sperr-
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kegel 13a mit seiner kegelförmigen Anlagefläche von oben her gegen die Rastkante der Rastplatte 21 gedrückt wird. Dadurch wird die Rückstellkraft der Schraubendruckfeder 19 überdrückt, so daß der Sperrkegel 13a unter der Rastplatte einrasten kann.
Claims (19)
1. Sitz- und/oder Liegemöbel mit einem Grundgestell, das wenigstens ein Sitz- und/oder Liegeteil sowie wenigstens ein Lehnteil trägt, wobei das Lehnteil zwischen einer aufrechten Lehnposition und einer liegenden Ruheposition beweglich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Grundgestell (5) eine stationäre Auflagefläche (5a) für eine korrespondierende Stützfläche (7, 8) des Lehnteiles (4) in seiner liegenden Ruheposition vorgesehen ist, und daß eine einzelne Hebelanordnung (9 bis 11, 16) vorgesehen ist, die in der Ruheposition des Lehnteiles (4) mit dem Grundgestell (5) einerseits und dem Lehnteil (4) andererseits derart gekoppelt ist, daß die Hebelanordnung - auf Zug belastet - das Lehnteil (4) gemeinsam mit der Auflagefläche (5a) in seiner Ruheposition sichert.
2. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) derart schwenkbeweglich zwischen einem stationären Anlenkpunkt (10) am Grundgestell (5) einerseits und dem Lehnteil (4) andererseits gelagert ist, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) eine Führung des Lehnteiles (4, 6) über die gesamte Verlagerungsbewegung des Lehnteiles (4, 6) zwischen der Lehnposition und der Ruheposition übernimmt.
3. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lehnteil (4, 6) eine Stützfläche (8) für die aufrechte Lehnposition aufweist, die gemeinsam mit der stationären Auflagefläche (5a) des Grundgestells (5) und der Hebelanordnung (9 bis 11, 16) eine statisch bestimmte Lagerung des Lehnteiles (4, 6) in seiner aufrechten Lehnposition bildet.
4. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) derart relativ zur Auflagefläche (5a) ausgerichtet ist, daß die Verbindungslinie zwischen den beiden Anlenkpunkten (10, 11) der Hebelanordnung (9 bis 11, 16) mit der Auflagefläche (5a) in beiden Endpositionen jeweils einen Winkelbetrag zwischen 0° und 90° einschließt, wobei der Winkelbetrag für die Ruheposition größer ist als der Winkelbetrag für die Lehnposition.
5. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) sich derart zwischen dem Grundgestell (5) und dem Lehnteil (4, 6) erstreckt, daß sie - auf die aufrechte Lehnposition bezogen - aus einer Unterseite des Lehnteiles (4) heraustritt.
6. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11) wenigstens im Bereich ihres lehnteilseitigen Anlenkpunktes (11) abgewinkelt ist.
7. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) im Bereich beider Anlenkpunkte (10, 11) gleichgerichtet abgewinkelt ist, und daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) in der aufrechten Lehnposition wenigstens teilweise in Aussparungen (14) des Grundgestells (5) und/oder der Auflagefläche (5a) versenkt positioniert ist.
8. Sitz- und/oder Liegemöbel nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 oder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die aufrechte Lehnposition des Lehnteiles (4, 6) eine manuell lösbare Arretierung (12, 13a, 13b, 18, 21) vorgesehen ist.
9. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung wenigstens ein Rastelement (13a, 13b) aufweist, das federbelastet in seiner Sperrposition formschlüssig mit einer grundgestellfesten Raststelle (21) zusammenwirkt.
10. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lehnteil (4) eine formstabile Rahmenkonstruktion (6) aufweist, die mit zwei Seitenwangen versehen ist, an denen zwei Hebelelemente (9) der Hebelanordnung (9 bis 11, 16) angelenkt sind.
11. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebelelemente (9) längs der durch die grundgestellseitigen Anlenkpunkte (10) definierten Drehachse starr miteinander verbunden sind.
12. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seitenwangen taschen- oder schlitzartige Ausnehmungen (17) gebildet sind, in die die Hebelelemente (9) eintauchen.
13. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelelemente (9) als Flachteile gestaltet sind, die hochkant schwenkbeweglich positioniert sind.
14. Sitz- und/oder Liegemöbel nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement durch einen zwischen den beiden Hebelelementen (9) angeordneten, aus einer Unterseite des Lehnteiles (4) heraustretenden Sperrbolzen (13a, 13b) gebildet ist, der mit einer in die Auflagefläche eingelassenen Rastkante (21) zusammenwirkt.
15. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrbolzen (13a, 13b) auf einem in Entriegelungsrichtung linear beweglichen Auslöseprofil (81) des Lehnteiles (4, 6) festgelegt ist, wobei das Auslöseprofil (18) in entgegengesetzter Sperrichtung federbelastet ist.
16. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslöseprofil (18) ein außen am Lehnteil (4, 6) betätigbares Bedienelement (12) aufweist.
17. Sitz- und/oder Liegemöbel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrbolzen (13a) justierbar an dem Auslöseprofil (18) gehalten ist.
18. Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelanordnung (9 bis 11, 16) und die Arretierung (12, 13a, 13b, 18) zu einer vormontierten Beschlageinheit mit der Rahmenkonstruktion (6) verbunden sind.
19. Beschlageinheit für ein Sitz- und/oder Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rahmenkonstruktion (6), eine Arretierung (12, 13, 18) und eine Hebelanordnung (9 bis 11, 16) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen sind.
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1999
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