DE29919914U1 - Strikturskalpell - Google Patents
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Description
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Anmelder: Richard Wolf GmbH
Pforzheimer Straße 32
75438 Knittlingen
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Strikturskalpell
Die Erfindung betrifft ein Strikturskalpell zur endoskopischen Verwendung, bestehend aus einer Klinge mit einer Schneide und mit einem Stiel, der in das distale Ende eines Schaftes gesteckt und dort mit diesem unlösbar verbunden ist.
Bei bekannten Skalpellen dieser Art besteht die Klinge und der relativ lange, durch einen Instrumentenkanal eines Endoskops zu führende Schaft aus Edelstahl, so dass das Skalpell biokompatibel und auch sterilisierbar ist. Es hat sich allerdings in der Praxis gezeigt, dass die Schneide meist schon nach ein bis zwei Operationen stumpf wird und nicht weiter verwendbar ist, um noch saubere glatte Schnitte z. B. durch Narben oder sonstiges relativ festes Gewebe führen zu können.
Insofern sind mit Keramik oder Hartchrom zumindest im Schneidenbereich beschichtete Klingen zwar geringfügig besser, sie haben aber den Nachteil, dass sich Partikel der Beschichtung von der Schneide lösen und im Körper des Patienten verbleiben könnten.
Es gibt auch Skalpelle (DE 196 52 097 Al), bei denen die Klinge und der Schaft einstückig hergestellt sind und insgesamt aus keramischem Werkstoff bestehen und bei denen der Schaft eine Handhabe zum Halten und Führen des Skalpells bildet. Solche Skalpelle sind wegen ihrer keramischen Schneide zwar zur Durchführung mehrfacher Operationen bei ausreichend scharf bleibender Schneide geeignet, sie sind aber nicht als Strikturskalpelle in Verbindung mit Endoskopen brauchbar, bei denen der relativ lange Skalpellschaft proximal mit einem Arbeitselement mecha-
nisch &zgr;. B. durch Formschluss zu verbinden ist und einen geringen Durchmesser haben muss, da der Durchmesser des auch noch eine Optik aufnehmenden Endoskopschafts aus bekannten Gründen so gering wie möglich gehalten werden muss. Dieses Erfordernis ergibt sich vor allem bei Endoskopen, die durch enge Körperkanäle hindurch mit ihrem distalen Ende an den Behandlungsort eingeführt werden müssen.
Mit einem keramischen Skalpellschaft bzw. einem insgesamt aus keramischem Werkstoff bestehenden Skalpell könnte man die Anforderung an einen im Durchmesser kleinen Endoskopschaft nicht erfüllen, da der lange dünne Skalpellschaft aufgrund seines spröden Materials den mechanischen Belastungen nicht standhalten würde und im Übrigen auch bei unsachgemäßer Handhabung bei der Sterilisation oder beim Einführen in das Endoskop leicht brechen könnte. Diese Gefahr besteht natürlich bei Skalpellschäften aus Edelstahl nicht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein zur Verwendung mit einem Endoskop dienendes Strikturskalpell zu schaffen, bei dem die günstigen Eigenschaften von keramischem Klingenmaterial genutzt sind, im Übrigen aber auch eine hohe mechanische Festigkeit des Skalpells bei geringem Durchmesser seines Schaftes gegeben ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht beim eingangs erwähnten Strikturskalpell der Schaft aus Edelstahl und die Klinge aus keramischem Werkstoff. Hierdurch ergibt sich ein Skalpell mit langer Standzeit der Klingenschneide und mit den positiven mechanischen Eigenschaften, wie sie auch insgesamt aus Stahl gefertigte Skalpelle haben.
Zweckmäßigerweise werden am Umfang des Klingenstiels sich gegenüberliegende Ausnehmungen vorgesehen, in die von außen plastisch verformte Bereiche des Skalpellschafts fassen.
Weiterhin ist die Klinge schwarz eingefarbt und reflexionsfrei, damit der Operateur beim Schneidvorgang nicht durch Lichtreflexe gestört wird, die vom beleuchteten Behandlungsort über die Endoskopoptik proximalwärts übertragen werden. Das Einfärben des Klingenwerkstoffs erfolgt durch sogenanntes Hippen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt:
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Strikturskalpells,
Fig. 2 den distalen Endbereich des Skalpells gemäß Fig. 1 in Aufsicht auf
die Schneide und
Fig. 3 den gleichen distalen Endbereich wie Fig. 2 in Seitenansicht der
Schneide.
Das dargestellte Skalpell hat eine keramische Klinge 1 mit einer Schneide 2 und einem Stiel 3. Dieser steckt unlösbar im distalen Ende eines z. B. aus einem Rohrabschnitt bestehenden Schafts 4 aus Edelstahl, der mit plastisch verformten Bereichen 5 formschlüssig in sich gegenüberliegende Ausnehmungen 6 am Stiel 3 greift.
Der Schaft 4 wird am proximalen Ende, also an dem nach Fig. 1 rechten Ende, in bekannter Weise lösbar mit einem Arbeitselement verbunden, das proximal an einem Endoskopschaft befestigt ist und mit einer Handhabe ausgestattet ist, bei deren Betätigung das Skalpell innerhalb des Endoskopschafts axial so verstellt werden kann, dass die Klingenschneide 2 distal aus dem Endoskopschaft ragt, dann zur Durchführung von Gewebeschnitten hin und her bewegt und schließlich insgesamt zurück in den Endoskopschaft bewegt werden kann.
Diese Verstellbewegungen des Skalpells erfolgen üblichweise relativ zu einer ortsfest im Endoskopschaft befindlichen Optik, über welche das Operationsgebiet beim Schneidvorgang betrachtet werden kann und an deren Optikrohr das Skalpell
axial geführt wird. Zu diesem Zweck sind am Skalpellschaft Hülsen 7 und 8 angebracht, die das Optikrohrumfassen, so dass das Skalpell bei Axialbewegungen mit den Hülsen gleitend am Optikrohr geführt wird.
• ·
Claims (3)
1. Strikturskalpell zur endoskopischen Verwendung, bestehend aus einer Klinge (1) mit einer Schneide (2) und mit einem Stiel (3), der in das distale Ende eines Schaftes (4) gesteckt und dort mit diesem unlösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (4) aus Edelstahl und die Klinge (1) aus keramischem Werkstoff besteht.
2. Strikturskalpell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Stielumfang sich gegenüberliegende Ausnehmungen (6) vorgesehen sind, in die plastisch verformte Schaftbereiche (5) fassen.
3. Strikturskalpell nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (1) durch Einfärben ihres Werkstoffes reflexionsfrei ist.
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