DE29917194U1 - Glasmosaiktechnik - Google Patents
GlasmosaiktechnikInfo
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Classifications
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Landscapes
- Sealing Material Composition (AREA)
Description
Doris Kißkalt 1 Glasmosaiktechnik
Doris Kißkalt
Carlo-Schmid-Straße 4 b
90765 Fürth
90765 Fürth
Glasmosaiktechnik
Bisherige Glasmosaiktechniken wurden in erster Linie mit Bruchstücken von mundgeblasenem oder normalem Flachglas, welche von Hand oder Maschine in Form gebracht wurden, verklebt.
Die Neuerung betrifft eine Glasmosaiktechnik, die gebildet ist aus den Scherben einer zerbrochenen Einscheiben-Sicherheits-Glasscheibe (ESG), welche beim Zerspringen (wie bei Autoglas bekannt) in viele fast gleich große, unregelmäßige Stücke zerspringt.
Aufgabe der Neuerung ist es, ein Mosaik herzustellen, bei dem möglichst gleichmäßige Scherben nicht einzeln, sondern in großer Menge mit einem Stoß gegen die Kante einer ESG-Platte entstehen. Außerdem kann die Farbgebung des Mosaiks vom entsprechenden, farbigem Untergrund leben und muß nicht wie bei herkömmlichem Mosaik aus verschieden farbigem Glas, einzeln ausgesucht werden. Dies bewirkt eine zeitsparende, schnelle Verarbeitung der Scherben, die auch maschinell umsetzbar ist.
Die Scherben der ESG-Platte werden auf einen beliebigen Untergrund aufgeklebt und die Zwischenräume durch eine beliebige Fugenmasse ausgefüllt. Beim Verkleben dieser Scherben auf ebenen Untergrund, bildet sich, nicht wie bei mundgeblasenem Glas eine unebene Fläche, sondern durch die gleiche Höhe der Scherben und die besonders kleinen Bruchstücke, eine weitgehend ebene Oberfläche, welche auch bei ungleichmäßig geformten Untergründen, in Wölbungen und um Rundungen eine gute Form behält, ohne eckig zu erscheinen. Anzuwenden z.B. im Möbelbereich bei Tischen als Zieroberfläche.
Doris Kißkalt 2 Glasmosaiktechnik
Beim Kleben der Scherben einer ESG-Scheibe mit einer beliebigen Klebmasse, z.B. mit farblosem, elastischen Kleb- oder Dichtstoff auf den Untergrund, kann dieser durchscheinen und das Material, bzw. die Farbgebung des Trägers durch das Mosaik hindurch wirken (z.B. Edelstahl oder Stein).
Bei durchscheinendem Untergrund (z.B. Träger aus mattiertem oder farblosem Glas oder Acrylglas), kann die Verlegetechnik hinterleuchtet werden, was sich für Lampen, Trennwände, Türen oder durchscheinende Böden im Innenarchitektur - Bereich usw.anbietet.
Die Scherben der ESG-Platte können auch mit einem Trägermaterial - z.B. selbstklebender Folie oder Übertragungspapier, welches bei Mosaikveriegung verwendet wird - auf den Untergrund seitenverkehrt aufgebracht werden.
Bei größeren, ebenen Flächen ist es von Vorteil eine ESG-Glasscheibe im Ganzen auf noch feuchte Klebmasse aufzulegen, mit anschließendem Zerschlagen der Scheibe und verrücken der Scherben im Klebebett, um wieder die Fugen für die Füllmasse zu erzielen.
Die bei dem verklebtem ESG-Glasbruch entstehenden Fugen können mit verschiedensten Füllmassen, (wie z.B. Fugenmassen die im sanitären Bereich verwendet werden), auch elastischen (wodurch eine hohe Reißfestigkeit der Fugen entsteht), sowie wasserabweisenden (im Naßbereich und bei Möbeln), als auch mit Kunstharz gefüllt werden.
Mit Kunstharz oder jedem anderen flüssigem Füllstoff könnte die Mosaiklage auch Übergossen werden, um eine glatte Oberfläche zu erzielen (evtl. notwendig wo Verletzungsgefahr bei Kindern besteht). Diese Methode bewirkt aber eine einheitliche Oberfläche und der eigentliche Glitzereffekt der einzelnen Scherben geht dadurch verloren.
Mit Kunstharz oder jedem anderen flüssigem Füllstoff könnte die Mosaiklage auch Übergossen werden, um eine glatte Oberfläche zu erzielen (evtl. notwendig wo Verletzungsgefahr bei Kindern besteht). Diese Methode bewirkt aber eine einheitliche Oberfläche und der eigentliche Glitzereffekt der einzelnen Scherben geht dadurch verloren.
Zur Herstellung von z.B. Fliesenplatten mit beschriebener Glasverlegetechnik, kann ein beliebiger fester z.B. keramischer Untergrund als Trägermaterial dienen, worauf die Scherben der ESG-Platte fest aufgebracht und mit dem Trägermaterial in einer Form verfugt werden, damit am Rand keine scharfen Kanten entstehen, oder das Trägermaterial kann bereits versehen mit einem Rand, der die Höhe der aufgebrachten Scherben abgleicht, eine Form bilden.
Als Trägermaterial kann auch ein weiches Mörtelbett dienen, in das die Scherben gedrückt werden.
Doris Kißkalt 3 Glasmosaiktechnik
Möglich ist auch, die Scherben nur zu fixieren auf einen Untergrund und anschließend die Fugen zu füllen. Bei entsprechenden Fugen-Füllmasse kann die darunterliegende Form nach Aushärtung des Mosaiks entfernt werden.
Eine weitere Möglichkeit der neuen Glasmosaiktechnik ist das Aufbringen der ESG-Scherbejn auf eine beliebig geformten Untergrund (Träger). Nach anschließendem Verfugen der Zwischenräume mit entsprechender Fugen-Füllmasse kann die darunterliegende Form entfernt werden. Um eine größere Stabilität des nun entstandenen Tiffany-Effekts zu erzielen, kann von unten ein härtender Überzug aufgebracht werden.
Die Neuerung wird im folgenden anhand der Figuren erläutert.
Fig. 1 -einen Schnitt durch das Mosaik auf einem beliebigen, festen Träger
Fig. 2 -einen Schnitt durch einen durchscheinenden Träger mit Mosaik von einem Winkel umrahmt und einer Lichtquelle beleuchtet.
Fig. 3 - einen Schnitt durch einen beliebigen Träger mit Mosaik überzogen mit einer klaren Schicht einer flüssigen Gießmasse.
Fig. 4 -einer Draufsicht der fertigen Glasmosaik-Fläche
Fig. 5 - einen Schnitt durch einen unregelmäßig geformten Träger mit Glasmosaik.
Fig. 6 -einen Schnitt durch eine Form mit Glasmosaik.
Fig. 7 -einen Scfhnitt durch eine Form mit Glasmosaik gefüllt und überzogen mit klarer Gießmasse.
Doris Kißkalt 4 Glasmosaiktechnik
Bezugszahlenliste:
1 beliebiges Trägermaterial
1 &agr; Trägermaterial durchscheinend
1 b Trägermaterial als Form, auch abnehmbar
2 beliebiger Klebstoff
2a farbloser Kleb- oder farbloser,elastischer Dichtstoff
3 beliebiges Fugen-Füllmittel 3a klares Gießmaterial
4 ESG-Einscheibensicherheitsglas-Bruch 4a ESG-Einscheibensicherheitsglas
5 Umrandung
6 Lichtquelle
7 stabilisierender, festigender Überzug
Claims (10)
1. Glasmosaiktechnik aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) mit einem Träger (1) aus beliebigem Material auf welches ein beliebiger Kleber (2) aufgebracht wird. Bei farblosem Kleber kann der Untergrund (1) durchscheinen. Auf das Klebebett wird ESG-Glasbruch (4) aufgebracht. Das Füllmaterial der Fugen kann aus beliebigem Fugen-Füllmittel (3) erfolgen. Die Scherben (4) können um Rundungen und in Wölbungen geklebt sein.
2. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß z. B. bei größeren ebenen Flächen das ESG als Ganzes (4a), evtl. maschinell, auf das Trägermaterial (1) in das Klebebett (2) aufgebracht und vor dem Trocknen des Klebers gebrochen und durch Verschieben mit Zwischenräumen versehen wird.
3. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial auch durchscheinend (1a) sein kann, wobei der Klebstoff dann ein farbloser Kleb- oder Dichtstoff (2a) sein sollte um Lichtdurchgängigkeit für natürliche oder künstliche Lichtquellen (6) zu schaffen.
4. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aufgebrachte ESG-Glasbruch (2, 2a, 4, 4a) mit einer Fugenfüllung (3, 3a) und einem Überzug aus dem selben Material erfolgt.
5. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasmosaik (2, 2a, 3, 3a, 4, 4a) von einer beliebigen Rahmung oder Umrandung (5) eingefaßt sein kann.
6. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial (1b) nur als abnehmbare Form genutzt wird, wobei die darin liegenden Bruchstücke (4, 4a) verfugt/verklebt werden. Nach dem Aushärten wird das ESG-Mosaik (4, 4a, 3, 3a) von der Form getrennt.
7. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen und aufgebrachten ESG-Bruchstücke (4, 4a) mit Gießmaterial überzogen werden, um eine ebene Oberfläche zu erhalten.
8. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ESG- Bruchstücke (4, 4a) in ein weiches Mörtelbett gedrückt werden, welches gleichzeitig als Fugenfüllung dient.
9. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gehärtete ESG-Mosaik (3, 4) von der Form getrennt und anschließend Ober- oder Unterseite mit einer stabilisierenden Schicht (3a, 7) überzogen wird.
10. Glasmosaiktechnik nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das fertige, verfugte ESG-Mosaik mit einem wasserabweisenden Schutzüberzug versehen wird, um auch für die Fugenoberfläche eine hygienische, schmutzabweisende Oberfläche zu erhalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29917194U DE29917194U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Glasmosaiktechnik |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29917194U DE29917194U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Glasmosaiktechnik |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE29917194U Expired - Lifetime DE29917194U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Glasmosaiktechnik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29917194U1 (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2805213A1 (fr) * | 2000-02-21 | 2001-08-24 | Dicrescenzo Pascale | Procede de fabrication de mosaique realisee par des elements colores rigides pre-fabriques puis lies entre eux par une matiere souple et faiblement compressive |
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| CN111993561A (zh) * | 2020-07-19 | 2020-11-27 | 科达制造股份有限公司 | 一种马赛克全自动生产系统及全自动生产方法 |
-
1999
- 1999-09-30 DE DE29917194U patent/DE29917194U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20000210 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20021204 |
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Effective date: 20060401 |