DE29916953U1 - Hybrid-Zahnbürste mit einem Borstenfeld aus Borstenbüscheln und in Kunststoff-Spritzgußtechnik gespritzten Borsten - Google Patents
Hybrid-Zahnbürste mit einem Borstenfeld aus Borstenbüscheln und in Kunststoff-Spritzgußtechnik gespritzten BorstenInfo
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Description
2. Beschreibung:
Hybridzahnbürste mit einem Borstenfeld aus Borstenbüscheln und in Kunststoff-Spritzgußtechnik hergestellten Borsten
Die heute gebräuchlichen Zahnbürsten werden üblicherweise durch unterschiedliche Anordnung von Borstenbüscheln, die sich in Länge, Oberflächenprofil und Neigung unterscheiden, hergestellt.
Durch die Verwendung von Kunststoff - Fäden von 0,1 - 0,3 mm Durchmesser in Büscheln erreicht man zwar sehr gut den Zahnzwischenraum, ist aber an eine bestimmte Mindestlänge der Borsten gebunden, da die Borstenbüschel immer härter werden, je kürzer sie sind. Bis zu einer Länge von ca. 10 mm kann man die Zunahme der Härte des Büschels durch dünnere Borsten ausgleichen. Reduziert man die Länge der Borsten weiter, stiege die Gefahr der Verletzung des Zahnfleisches und der Abrasion der Zahnhartgewebe auf ein unzulässiges Maß.
Der Nachteil dünnerer und längerer Borsten ist der schlechtere Reinigungseffekt, besonders der eigentlich gut zugänglichen Innen - und Außenflächen sowie der Kauflächen. Dünne, relativ lange Borsten verhindern das Erreichen von schmalen, anatomisch eingeengten Bereichen im Unterkiefer zwischen Zunge und Zähnen sowie im äußeren Bereich der Weisheitszähne. Durch längere Borsten verkürzt man auch den effektiven Reinigungsweg der Bürste, da längere Borsten beim Vorwärtsschieben der Bürste einen längeren Weg zurücklegen müssen, bevor die Borstenenden über die Zähne wischen und somit einen Reinigungseffekt erzielen, als kürzere Borsten.
Dünne Borsten müssen durch ihre Weichheit öfter über den klebrigen Zahnbelag streichen, um eine Reinigungswirkung zu erzielen, als dickere Borsten.
Diesen Nachteil der herkömmlichen Bürstentechnik kann eine Zahnbürste, die in Kunststoff-Spritzgußtechnik hergestellt wurde, ausschließen. Die Borstenlänge ist variabel wählbar, dadurch erreicht man eine schnellere und gründlichere Reinigung der zugänglichen Zahnflächen. Einzigster Nachteil dieses neuen, wenig bekannten Verfahrens ist, daß der Borstenquerschnitt nicht beliebig reduzierbar ist. Am Borstenende sind die Borsten bis maximal ca. 0,3 mm zu reduzieren, bei einer Borstenlänge von ca. 7 -8 mm. Dadurch entsteht
zwar ein besserer Reinigungseffekt der leicht zugänglichen Seitenflächen und Kauflächen der Zähne, man erreicht auch besser die Außenflächen der Weisheitszähne, muß allerdings ein Defizit bei der Erreichbarkeit der Zahnzwischenräume in Kauf nehmen, denn je dicker die Borsten, um so weniger tief dringen sie beim Putzen in den Interdentalspalt ein. Ziel der Erfindung ist es, die positiven Merkmale beider Herstellungsverfahren zu kombinieren,um eine Zahnbürste zu schaffen, die ohne die produktionsbedingten Nachteile des jeweils anderen Borstenfeldes auskommt.
Bei der Anordnung sind viele Varianten denkbar. Zwei Beispiele werden in Fig. 1 - Fig. 5 dargestellt. Wichtig ist, daß die Borstenbüschel die Spritzgußborsten überragen, da sie so besser in die Zwischenräume gelangen können. Die, für die Seiten - und Kauflächen vorgesehenen Spritzguß - Borsten können kürzer sein, da sie so trotzdem die entsprechenden Flächen erreichen und gleichzeitig ihr Druck durch die längeren und weicheren Borstenbüschel auf das Zahnfleisch gedämpft wird.
Das erste Beispiel zeigt die Anordnung der Borstenbüschel (A) in Fig. 1 in der Draufsicht, in Fig. 2 in der Seitenansicht und in Fig. 3 von der Stirnseite. Die Anzahl der Spritzgußborsten (B) in Fig. 2 und Fig. 3 ist ebenso variabel, wie deren Durchmesser und Länge. Ein besonderer Vorteil der Spritzgußborsten besteht in der unmittelbaren wandständigen Anordnung, wobei der zur Verfugung stehende Platz auf dem Borstenfeld effektiv genutzt wird. Im Mund erreicht man dadurch besser die schwer zugänglichen Nischen der Zahnbögen. Das Beispiel in Fig. 4 und Fig. 5 zeigt eine andere mögliche Ausgestaltung der Erfindung, wobei die Borstenbüschel (A) mit einem kegelig zulaufenden Ende gestaltet sind, es sind jedoch ebenso Schrägen, pyramidenförmige , ebene oder beliebig anders gestaltete Büschelenden möglich. Die verbleibenden Freiräume auf dem Bürstenkopfrücken (C) können mit Spritzgußborsten aufgefüllt werden.
Es ist sowohl möglich, die Borstenbüschel zuerst auf einem Kunststoffskelett anzubringen, um danach die Kunststoffborsten mit einer verbindenden Basis zu spritzen, als auch einen Bürstenrücken mit Spritzgußborsten zuerst zu erstellen, um danach die Borstenbüschel anzubringen. Als Ergebnis erhält man eine Zahnbürste mit gründlicherer und schnellerer Reinigungswirkung.
Claims (1)
- Hybridzahnbürste, bestehend aus einem Borstenfeld mit Borsten verschiedener Herstellungstechnik, dadurch gekennzeichnet, daß Borstenbüschel, bestehend aus zugeschnittenen Kunststoff Fäden zusammen mit Borsten, die im Spritzgußverfahren hergestellt wurden, kombiniert verwendet werden.
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