DE29912194U1 - Lamellenfilter - Google Patents
LamellenfilterInfo
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Description
■; · ' ■ : - Leiblein S.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lamellenfilter für ■ Schrägkläranlagen mit einzelnen Lamellensegmenten, die zu Paketen zusammengefügt in einem Gehäuse unter einer Schrägen angeordnet sind, wobei das zu klärende Abwasser im unteren Bereich des Gehäuses zugeführt und über das Lamellenpaket nach oben geführt wird und auf diesem Wege die Schwebstoffe" auf die geneigten Lamellen absinken und dann in einen unten dem Gehäuse vorgesehenen Schlammbehälter abrutschen, derart daß im oberen Bereich des Gehäuses das gereinigte Wasser und aus dem .Schlammbehälter der Schlamm abgeführt werden können..
Durch steigende Kosten für Frisch- und Abwasser gewinnt das Problem der Wasseraufbereitung immer mehr an Bedeutung. So benötigt z.B. die Porzellan-, Keramik und Glasindustrie zur Reinigung von Waschwasser, Entfernung von Masseresten und Abscheidung von Feststoffen aus Kühl- und Schleifwasser erhebliche Wassermengen. Schrägkläranlagen ermöglichen eine Kreislaufführung oder Mehrfachnutzung des Wassers, so daß die Kosten erheblich reduziert werden können.
In Gieß- und Betonwerken können Schrägkläreranlagen z.B. zur Feinsandrückgewinnung, in der Obst- und Gemüseverarbeitung z.B. zum Entfernen von Schwebstoffen aus dem Abwasser oder auch zur Altlastensanierung z.B. zum. Reinigen kontaminierter Böden, zur Regeneration von umgekippten Gewässern und derartigem eingesetzt werden.
Die bisher verwendeten Schrägkläranlagen verwendeten Lamellenfilter, die durch Verkleben oder Zusammennieten von Trapezprofilplatten zu Paketen zu sogenannten Wabenblöcken hergestellt wurden. Dies war ein aufwendiges Herstellungsverfahren und ermöglichte keine Weiterverwendung eines derartigen Filterpaketes, z.B. in einer anderen Schrägkläranlage mit abweichenden Abmessungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, Lamellenfilter so auszugestalten, daß sie leicht herstellbar sind und auf einfache Weise zu beliebigen Paketen zusammengefügt werden können, ohne daß Abfall entsteht oder umweltschädigende Klebstoffe benötigt werden.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Lamellensegmente aus einzelnen Modulen bestehen, die Wabenröhren aufweisen und an ihren äußeren Längsbereichen Nutbzw. Federverbindungsleisten aufweisen, über die durch Ineinanderschieben der Module Lamellenpakete gebildet werden. Durch Ineinanderschieben dieser Module lassen sich Lamellenpakete in beliebigem Querschnitt herstellen, die in sich stabil sind und beliebige Längen aufweisen können.
Leiblein S.
Die so ausgebildeten Pakete können in beliebiger Schräglage in einem Gehäuse vorgesehen sein, so daß eine optimale Klärung des Abwasser erfolgt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die Wabenröhren einen sechseckigen Querschnitt auf, der eine stabile Verbindung der einzelnen Lamellensegmente und einen optimal genutzten Querschnitt der Pakete erlaubt.
Eine leichte Verbindungsmöglichkeit der Wabenröhren ist gemäß der Erfindung dadurch gegeben, daß diese auf der einen Seite Nuten und auf der gegenüberliegenden Seite Federn aufweisen. Ein weiterer Vorteil ist es, daß die Module mehrere, vorzugsweise drei Wabenröhren aufweisen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Module im Extruder-Verfahren endlos hergestellt werden und vorzugsweise aus talkumverstärktem Polypropylen oder Polyethylen bestehen. Die Herstellung der Module kann somit endlos erfolgen, so daß lediglich eine Ablängung derselben, ohne daß Abfall entsteht, erfolgt. Die verwendeten Materialien zeichnen sich durch eine weitgehende Chemikalienbeständigkeit aus und erlauben die Reinigung von Heißwasser bis ca. 800C. Bei Anlageerweiterungen, -änderungen oder -stilliegungen ist dank der leichten Zerlegbarkeit der Filterblöcke eine Rückgabe zur Weiterverwendung möglich. Eine spätere Entsorgung ist angesichts des relativ umweltfreundlichen Polypropylens, das frei von Klebstoffen und artfremden Werkstoffen ist, bei den Kunststoffrecyclern unproblematisch.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Es zeigt:
Figur 1 einen Teil-Längsschnitt durch eine Schrägkläranlage Figur 2 einen Querschnitt durch ein Lamellensegment Figur 3 zu einem Paket zusammengefügte Lamellensegmente
Die Schrägkläranlage (1) besitzt einen Zulauf (2) für das zu klärende Abwasser und einen Ablauf (3) für das gereinigte Wasser. Im unteren Bereich der Schrägkläranlage (1) ist ein Schlammbehälter (4) "vorgesehen, dem ebenfalls ein Ablauf (5) zum Ableiten des Schlamms zugeordnet ist.
Innerhalb der Schrägkläranlage (1) ist in einem Gehäuse (6) ein Paket Lamellensegmente (7) angeordnet, das sich auf einer Auflage (8) abstützt. Das zu klärende Abwasser steigt durch das Lamellenpaket (7) nach oben, wobei auf diesem Wege die Schwebstoffe auf die geneigten Lamellen absinken. Danach kann das gereinigte Wasser über den Abfluß (3) abfließen, und die Schwebstoffe rutschen in den Schlammbehälter (4) ab.
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Durch die schräge Anordnung der Lamellensegmente (7) - in einer Schräge von ca. 60° - wird das Abrutschen der Schwebstoffe begünstigt.
Figur 2 zeigt ein Modul (9) eines Lamellensegments (7), das im gezeigten Ausführungsbeispiel drei Wabenröhren (10) aufweist. An seinem äußerem Längsbereich weist jedes Modul (9) Nutverbindungen (11) bzw. Federverbindungsleisten (12) auf. Durch Ineinanderschieben durch nebeneinander angeordneten Modulen über die Nut- bzw. Federverbindungsleisten (11,12) läßt sich auf einfache Weise ein Lamellenpaket (13) von beliebiger Größe bilden (Figur 3).
Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 besteht das Lamellenpaket (13) aus insgesamt sechs Modulen, die durch Ineinanderschieben über die Nut- bzw. Federverbindungselemente (11,12) verbunden sind.
Claims (5)
1. Lamellenfilter für Schrägkläranlagen mit einzelnen Lamellensegmenten, die zu Paketen zusammengefügt in einem Gehäuse unter einer Schrägen angeordnet sind, wobei das zu klärende Abwasser im unteren Bereich des Gehäuses zugeführt und, über das Lamellenpaket nach oben geführt wird und auf diesem Wege die Schwebstoffe auf die geneigten Lamellen absinken und dann in einen unter dem Gehäuse vorgesehenen Schlammbehälter abrutschen, derart daß im oberen Bereich des Gehäuses das gereinigte Wasser und aus dem Schlammbehälter der Schlamm abgeführt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellensegmente (7) aus einzelnen Modulen (9) bestehen, die Wabenröhren (10) aufweisen und an ihren äußeren Längsbereichen Nut- bzw. Federverbindungsleisten (11, 12) aufweisen, über die durch Ineinanderschieben der Module (9) Lamellenpakete (13) gebildet werden.
2. Lamellenfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabenröhren (10) einen sechseckigen Querschnitt aufweisen.
3. Lamellenfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabenröhren (10) auf einer Seite Nuten und auf der gegenüberliegenden Seite Federn aufweisen.
4. Lamellenfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Module (9) mehrere vorzugsweise drei Wabenröhren (10) aufweisen.
5. Lamellenfilter nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Module (9) im Extruder-Verfahren endlos hergestellt werden und vorzugsweise aus talkumverstärktem Polypropylen oder Polyethylen bestehen.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2005099857A1 (en) * | 2004-04-16 | 2005-10-27 | Nijhuis Water Technology B.V. | Separator device |
| US7503955B2 (en) * | 2003-07-15 | 2009-03-17 | Saint-Gobain Centre De Recherches Et D'etudes European | Block for the filtration of particles contained in exhaust gases from an internal combustion engine |
| EP1889713A3 (de) * | 2006-08-18 | 2011-03-09 | Rohr, Inc. | Verfahren zur Verbindung wabenförmiger Plattenabschnitte und daraus resultierende zusammengesetzte Platten |
-
1999
- 1999-07-13 DE DE29912194U patent/DE29912194U1/de not_active Expired - Lifetime
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| US7485223B2 (en) | 2004-04-16 | 2009-02-03 | Nijhuis Water Technology B.V. | Separator device |
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
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