DE29906081U1 - Linearantrieb - Google Patents
LinearantriebInfo
- Publication number
- DE29906081U1 DE29906081U1 DE29906081U DE29906081U DE29906081U1 DE 29906081 U1 DE29906081 U1 DE 29906081U1 DE 29906081 U DE29906081 U DE 29906081U DE 29906081 U DE29906081 U DE 29906081U DE 29906081 U1 DE29906081 U1 DE 29906081U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- worm
- brake
- drive
- driver
- braking
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 8
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 3
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 3
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N Fe2+ Chemical compound [Fe+2] CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 102000004315 Forkhead Transcription Factors Human genes 0.000 description 1
- 108090000852 Forkhead Transcription Factors Proteins 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K7/00—Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
- H02K7/10—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters
- H02K7/116—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters with gears
- H02K7/1163—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters with gears where at least two gears have non-parallel axes without having orbital motion
- H02K7/1166—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters with gears where at least two gears have non-parallel axes without having orbital motion comprising worm and worm-wheel
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K7/00—Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
- H02K7/10—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters
- H02K7/108—Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters with friction clutches
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Valve Device For Special Equipments (AREA)
- Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Linearantrieb, insbesondere einen elektromotorischen
Möbelantrieb, mit einem nicht selbsthemmenden Antriebszug, der im wesentlichen aus einem Antriebsmotor, einem Untersetzungsgetriebe, einer rotierend antreibbaren
Spindel und einer darauf aufgesetzten, gegen Drehung gesicherten Spindelmutter besteht und dem eine Rücklaufsperre zum Halten der Last bei abgeschaltetem
Motor zugeordnet ist.
Der in Frage kommende Linearantrieb wird zur Höhenverstellung oder zum Verschwenken
der verschiedensten Bauteile verwendet. Die Spindelmutter bildet das Abtriebsglied des Linearantriebes und je nach Verwendung wird die Spindelmutter
mittels geeigneter Koppelelemente mit dem zu verstellenden Bauteil verbunden. Solche Koppelelemente können beispielsweise bei der Verwendung als Möbelantrieb
ein Flanschrohr sein, welches an seinem freien Ende einen Gabelkopf oder dergleichen trägt. Das Untersetzungsgetriebe ist bei einer Verwendung als Möbelantrieb
üblicherweise ein Schneckentrieb, dessen Schnecke von dem Motor angetrieben wird. Der Motor ist üblicherweise ein Gleichstrommotor. Die Verstellge-
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 2
schwindigkeit der Spindelmutter ist, bedingt durch das Drehzahlverhältnis des Untersetzungsgetriebes
und der Steigung der Spindel, relativ gering.
Bei den in Frage kommenden Linearantrieben erfolgt das Hochfahren des angeschlossenen
Bauteiles und das Absenken im Normalbetrieb bei eingeschaltetem Motor, wodurch auch die Absenkgeschwindigkeit nicht wesentlich größer ist als die
Geschwindigkeit beim Hochfahren, obwohl die von dem Bauteil ausgehende Last die Absenkbewegung unterstützt. Bei den in Frage kommenden Linearantrieben
muß jedoch sichergestellt sein, daß das angeschlossene Bauteil in jeder zwischen
den beiden Endstellungen liegenden Zwischenstellung in dieser Stellung verbleibt.
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Spindel oder das Untersetzungsgetriebe
selbsthemmend sind. Der Wirkungsgrad eines solchen Getriebezuges ist jedoch sehr
gering.
Es wird nun angestrebt, den Wirkungsgrad zu verbessern und die Verstellgeschwindigkeit
zu erhöhen. Es werden deshalb bereits nicht selbsthemmende Getriebezüge verwendet, beispielsweise Präzisionsspindeln mit einer gegenüber den selbsthemmenden
Spindeln größerer Steigung oder auch mehrgängige Spindeln. Es muß dann jedoch die Bedingung erfüllt sein, daß das angeschlossene Bauteil in jeder Zwischenstellung
bei abgeschaltetem Antriebsmotor stehenbleibt. Es ist deshalb bereits bekannt, den Antrieb mit einer Schraubenfeder auszurüsten, die mit einem Ende in
dem Gehäuse des Antriebes befestigt ist und bei der eine bestimmte Anzahl von Windungen um ein Ende der Spindel oder um ein zylindrisches Element einer der
Spindel zugeordneten Kupplung angeordnet sind.
Die Windungen sind so gelegt, daß sie während der Aufwärtsbewegung des angeschlossenen
Bauteiles eine freie Drehung der Spindel zulassen, aber bei der Absenkbewegung auf die Spindel eine Bremskraft ausüben, wodurch der Spindeltrieb
stehenbleibt.
I ·
• · I
Dr. LOESENBECK (1980) · DIPL.-ING.
STRAKE
·
DlPf-ING*
LOESENBECK - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 3
Nachteilig ist, daß bei dieser vorbekannten Ausführung die an sich instabile
Schraubenfeder das die Bremskraft oder die Haltekraft aufbringende Element ist. Da insbesondere bei Möbelantrieben die angeschlossenen Bauteile bei Benutzung
des Möbels in die Zwischenstellungen gefahren werden, wird die Druckfeder dann ständig belastet. Da sie sich nicht drehen kann, tritt bei der Aufwärts- und Abwärtsverstellung
eines angeschlossenen Bauteiles eine relativ große Reibkraft auf. Eine Schraubenfeder als Rücklaufsperre zum Halten der Last bei abgeschaltetem
Antrieb ist deshalb eine nicht zufriedenstellende Lösung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen nicht selbsthemmenden Linearantrieb
der eingangs näher beschriebenen Art in einfachster Weise so zu gestalten, daß zwar das angeschlossene Bauteil bei abgeschaltetem Antriebsmotor in der jeweiligen
Zwischenstellung verbleibt, daß jedoch die auftretenden Kräfte auf hoch belastbare,
nicht nachgebende Bauteile übertragen werden.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem die Rücklaufsperre aus einem derart gestalteten
Bremselement besteht, welches in einer Drehrichtung der Spindel stillsteht und in der entgegengesetzten Drehrichtung bei eingeschaltetem Antriebsmotor mittels
eines Mitnehmers in Drehung versetzbar ist, jedoch bei abgeschaltetem Antriebsmotor
den Antriebszug blockiert.
Der Mitnehmer ist sinngemäß wie ein Freilauf anzusehen, der in einer Drehrichtung
der Spindel funktionslos ist und auch somit keine nennenswerten Reibungskräfte erzeugt. Im Normalfall ist er funktionslos, wenn ein an den Linearantrieb angeschlossenes
Bauteil nach oben bewegt wird. In der anderen Drehrichtung nimmt er bei eingeschaltetem Antriebsmotor das Bremselement mit, d. h. dieses wird in Drehung
versetzt.
Es ist in dieser Funktion auch als Dämpfungselement anzusehen. Sobald der Antriebsmotor
abgeschaltet wird, verhindert das Bremselement, daß das angeschlossene Bauteil weiter abgesenkt wird. Wenn der Linearantrieb zum Antrieb eines Mö-
Dr. LOESENBECK (1980) · DIPL-ING. §TRA£fcE · DIPL-ING* LOESENBECK - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 4
belbauteiles verwendet wird, kann es bei bestimmten Anwendungsfällen erforderlich
werden, daß das Absenken des angeschlossenen Möbelbauteiles mit einer Geschwindigkeit
durchgeführt wird, die wesentlich größer ist, als wenn das Absenken bei eingeschaltetem Antriebsmotor erfolgt. Dies ist möglich, wenn der Antriebszug
an einer bestimmten Stelle entkoppelt bzw. ausgerückt wird. In diesem Falle verhindert
das Bremselement, daß das Möbelbauteil schlagartig abgesenkt wird, da es dämpfend wirkt.
Das Bremselement kann verschiedenartig gestaltet sein. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Bremselement ein Bremsschneckentrieb ist, der vorzugsweise selbsthemmend ist. Bei einer Drehrichtung, beispielsweise um
ein angeschlossenes Bauteil aufwärts zu bewegen, ist der Bremsschneckentrieb wirkungslos,
da er durch den Mitnehmer nicht angetrieben wird. Demzufolge wird der Wirkungsgrad des Antriebszuges nicht beeinflußt.
15
15
In der anderen Drehrichtung wirkt bei eingeschaltetem Antriebsmotor nicht nur dessen
Drehmoment auf den gesamten Antriebszug, sondern auch die Last. Dadurch ist es ohne weiteres möglich, den Schneckentrieb anzutreiben. Sobald der Antriebsmotor
abgeschaltet wird, verhindert der Bremsschneckentrieb ein weiteres Absenken des angeschlossenen Bauteils.
Sofern der Linearantrieb ein Schubantrieb ist, steht das Bremselement beim Ausfahren
der Spindelmutter still und bei Einfahren der Spindelmutter wird es mittels des Mitnehmers in Drehung versetzt. Bei einem Zugantrieb ist die Funktion umgekehrt,
d. h. beim Einfahren der Spindelmutter steht das Bremselement still und beim Ausfahren
der Spindelmutter wird es durch den Mitnehmer in Drehung versetzt.
Bei einem Linearantrieb, bei dem das Untersetzungsgetriebe ein Schneckentrieb ist,
dessen Schnecke vom Antriebsmotor antreibbar ist, ist vorgesehen, daß der Mitnehmer
in eine Bohrung des Schneckenrades des Bremsschneckentriebes eingesetzt sowie auf einen der Spindelmutter abgewandten oder zugewandten Ansatz des
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 5
Schneckenrades des Untersetzungsgetriebes aufgesetzt ist, und daß die Schnecke
des Bremsschneckentriebes gegenüber der vom Antriebsmotor antreibbaren Schnecke vorzugsweise um einen Winkel von 180° versetzt ist, obwohl grundsätzlich
jeder Winkel möglich ist. Die beiden Schneckenräder liegen bei dieser Anordnung nebeneinander, so daß eine kompakte Bauweise erreicht wird. Durch den
Versatz der beiden Schnecken um einen Winkel von 180° wird eine symmetrische Anordnung geschaffen, die günstig für die Ableitung der Kräfte ist.
Das Schneckenrad des Untersetzungsgetriebes und das Schneckenrad des Brems-Schneckentriebes
können auch aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt werden. Der Mitnehmer ist jedoch vorzugsweise aus Metall, beispielsweise Stahl, hergestellt.
Damit der Ansatz des Schneckenrades des Bremsschneckentriebes nicht beschädigt
wird, ist vorgesehen, daß der Mitnehmer auf einer auf dem Ansatz drehfest aufgesetzten
Buchse gelagert ist. Diese Buchse könnte beispielsweise aus einem verschleißfesten
Material wie z. B. einem Buntmetall gefertigt sein. Anstelle des Bremsschneckentriebes kann das Bremselement auch aus einer Bremsscheibe und
einer federbelasteten Bremsbacke oder einem federbelasteten Bremsschuh bestehen.
Dabei wird die Bremskraft so eingestellt, daß bei eingeschaltetem Antriebsmotor die Abwärtsbewegung des angeschlossenen Bauteils möglich ist, während wiederum
nach dem Abschalten des Antriebsmotors das Bauteil in der jeweiligen Stellung verbleibt.
Die Einstellung der Bremskraft kann beispielsweise durch eine Veränderung der
Vorspannung der Feder erfolgen. Der Mitnehmer ist dann in gleicher Weise in eine
Bohrung der Bremsscheibe eingesetzt. In einfachster Weise besteht der Mitnehmer aus mehreren Federwindungen, welche in eine Bohrung des Schneckenrades des
Bremsschneckentriebes eingesetzt sind, wobei ein Ende einer äußeren Windung fest
mit dem Schneckenrad des Bremsschneckentriebes oder der Bremsscheibe verbunden ist. Die Verwendung eines Schneckentriebes als Bremselement hat außerdem
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 6
den Vorteil, daß durch den Wirkungsgrad das Bremsdrehmoment beeinflußt werden
kann.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Bremselement in einem separaten
Zusatzgehäuse angeordnet ist, welches innen oder außenseitig an das den Antriebszug
aufnehmendem Gehäuse angeflanscht ist. Dadurch wird eine montagefreundliche und somit auch konstengünstige Modulbauweise geschaffen. Das Zusatzgehäuse
kann an geeigneter Stelle an das Gehäuse angeschlossen werden. Um die Bremskraft
des Bremsschneckentriebes noch zusätzlich zu erhöhen, ist vorgesehen, daß diesem eine Bremseinrichtung mir einer vorzugsweise einstellbaren Bremskraft zugeordnet
ist. Die Bremseinrichtung kann sowohl auf das Bremsschneckenrad als auch auf die Bremsschnecke wirken. Sofern die Bremskraft einstellbar ist, ergibt
sich der Vorteil, daß die gesamte Bremskraft verändert und an die jeweiligen Verhältnsisse
angepaßt werden kann. Eine konstruktiv einfache Ausführung ergibt sich, wenn die Bremseinrichtung der Bremsschnecke des Bremsschneckentriebes zugeordnet
ist und aus wenigstens einem Bremsglied, vorzugsweise einer Schraube, besteht.
Dies ergibt nicht nur eine konstruktiv einfache Ausführung, sondern durch die Verwendung
einer Schraube läßt sich in äußerst einfacher Weise die ausgelöste Bremskraft feinfühlig einstellen. Es können jedoch auch anders gestaltete Bremsglieder
eingesetzt werden. Bei dieser Ausführung ist außerdem noch vorgesehen, daß auf die Bremsschnecke des Bremsschneckentriebes eine Schlingfeder derart aufgesetzt
ist, daß deren einen Schaft umhüllende Windungen in einer Richtung eine Bremskraft
ausüben. Unabhängig von der Art der Bremseinrichtung ist jedoch vorgesehen, daß bei einer Ausführung, bei der in eine Bohrung des Bremsschneckenrades des
Bremsschneckentriebes der aus mehreren Federwindungen bestehende Mitnehmer entweder mit seiner äußeren oder inneren Windung im Bremsschneckenrad festgelegt
ist. Ob es sich dabei um die äußere oder innere Windung handelt, richtet sich nach der Bewegungsrichtung, bei der das Bremselement wirksam werden soll.
t ! i
Dr. LOESENBECK (1980)· DIPL.-ING. STRAKE
·
&Rgr;&Igr;&Rgr;&Idigr;..-&Igr;&Ngr;& LOESENBECK - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 7
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigen:
Es zeigen:
Figur 1 den erfindungsgemäßen Linearantrieb in Schnittdarstellung, jedoch nur
teilweise dargestellt,
Figur 2 das Bremselement in Form eines Bremsschneckentriebes mit einer zusätzlichen
Bremseinrichtung.
Aus Gründen der vereinfachten Darstellung ist der in Figur 1 dargestellte Linearantrieb
nur zum Teil dargestellt. Der Linearantrieb ist besonders als Möbelantrieb geeignet.
In einem nicht dargestellten Gehäuse ist ein ebenfalls nicht dargestellter Antriebsmotor angeordnet, der ein Untersetzungsgetriebe antreibt, welches im dargestellten
Ausführungsbeispiel aus einer vom Antriebsmotor angetriebenen Schnecke 10 und einem damit in Eingriff stehenden Schneckenrad 11 besteht. In eine
Bohrung des Schneckenrades 11 greift eine Spindel 12 ein, die drehfest mit dem
Schneckenrad 11 verbunden ist. An das nicht dargestellte Gehäuse ist ein Flanschrohr 13 angesetzt. Auf die Spindel 12 ist eine gegen Drehung gesicherte
Spindelmutter 14 aufgesetzt, die an der dem Schneckenrad 11 abgewandten Seite
ein Hubrohr 15 trägt, welches direkt oder indirekt in nicht näher dargestellter Weise
mit einem zu verstellenden Bauteil gekoppelt ist. Die Endstellungen der Spindelmutter
14 werden durch zwei im Flanschrohr 13 angeordnete Endschalter bestimmt,
wobei in der Figur 1 nur der die eingefahrene Stellung der Spindelmutter 14 bestimmende
Endschalter dargestellt ist.
Das Schneckenrad 11 des Untersetzungsgetriebes ist an der der Spindelmutter 14
abgewandten Seite mit einem Ansatz 11a versehen, auf den eine Buchse 17 drehfest
aufgesetzt ist. Dem aus der Schnecke 10 und dem Schneckenrad 11 gebildeten Untersetzungsgetriebe
ist ein Bremselement zugeordnet, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Bremsschneckentrieb besteht, welcher wiederum aus
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 8
einer Schnecke 18 und einem Schneckenrad 19 besteht, die miteinander in Eingriff
stehen. Das Schneckenrad 19 liegt direkt neben dem Schneckenrad 11. In die Bohrung
des Schneckenrades 19 ist ein als Freilauf wirkender Mitnehmer 20 eingesetzt, welcher auf der Buchse 17 gelagert ist. Der Mitnehmer 20 ist mit dem Schneckenrad
19 des Bremsschneckentriebes in noch näher erläuterter Weise verbunden. Das Schneckenrad 11 ist an beiden Stirnenden mittels Wälzlager 21 und 22 gelagert.
Beim Hochfahren des nicht dargestellten Bauteils wird der Motor eingeschaltet.
Über die Schnecke 10 und das Schneckenrad 11 wird dann die Spindel 12 gedreht,
so daß die Spindelmutter 14 in Richtung zum freien Ende der Spindel verfährt. Im
Normalfall erfolgt die entgegengesetzte Bewegung der Spindelmutter 14 auch bei eingeschaltetem Motor. Dadurch wird die Geschwindigkeit bestimmt.
Der Mitnehmer 20 ist so ausgelegt, daß er jetzt beim Einfahren der Spindelmutter
14 das Schneckenrad 19 des Bremsschneckentriebes in Drehung versetzt. Dadurch wird auch die Schnecke 18 angetrieben. Der Bremsschneckentrieb wird demzufolge
sinngemäß rückwärts angetrieben, da das Schneckenrad 19 die Schnecke 18 antreibt.
Die Schnecke 18 und das Schneckenrad 19 des Bremsschneckentriebes sind so ausgelegt, daß der aus der Schnecke 10, dem Schneckenrad 11, der Spindel 12
und der Spindelmutter 14 gebildete Antriebszug blockiert wird, wenn der Antriebsmotor
ausgeschaltet wird. Die Bremskraft läßt sich durch den Wirkungsgrad des Bremsschneckentriebes bestimmen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der Mitnehmer 20 ein Federelement, dessen Windungen in dem Ringspalt zwischen der Innenfläche der Bohrung des Schneckenrades 19 und der Buchse 17 liegen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist außerdem die äußere, dem Schneckenrad
11 ab gewandte Windung abgewinkelt und in eine Bohrung des Schneckenrades 19
eingesteckt, wobei auch eine anderweitige Festlegung möglich ist. Demzufolge wirkt der Mitnehmer 20 wie eine allgemein bekannte Schlingfederkupplung.
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 9
In der Figur 2 ist der auf der Bremsschnecke 18 und dem Bremsschneckenrad 19
gebildete Bremsschneckentrieb noch mit einer zusätzlichen Bremseinrichtung ausgestattet.
Diese besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem einstellbaren Bremsglied in Form einer Bremsschraube 23, die in eine Gewindebohrung eines
festen Gehäuseteiles 24 eingedreht ist. Diese Bremsschraube 23 wirkt direkt auf eine
Stirnfläche der Bremsschnecke 18 oder auf einen daran angeformten Zapfen.
Durch die entstehende Reibung wird die Bremskraft des Bremsschneckentriebes noch zusätzlich erhöht.
Ferner kann die Bremseinrichtung alternativ noch eine Schlingfeder 25 beinhalten,
deren Windungen einen Schaft der Bremsschnecke 18 umgreifen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die dem Bremsschneckenrad 19 abgewandte Windung abgewinkelt
und an einem ortsfesten Gehäuseteil 26 festgelegt. Es könnte jedoch auch die dem Bremsschneckenrad 19 zugewandte Windung an einem ortsfesten Gehäuseteil
festgelegt sein. Dies richtet sich nach der Drehrichtung der Bremsschnecke 18, in der sie wirksam werden soll.
Im Gegensatz zu der dargestellten Ausführung könnte die Bremseinrichtung auch
anders gestaltet sein und beispielsweise auch auf das Bremsschneckenrad 19 wirken.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wesentlich
ist, daß beim Ein- oder Ausfahren der Spindelmutter 14 bei eingeschaltetem
Antriebsmotor über den Mitnehmer 20 das Bremselement mitgenommen wird und welches so ausgelegt ist, daß ein angeschlossenes Bauteil in der Stellung gehalten
wird. Beim Ausfahren der Spindelmutter 14 ist dagegen der Mitnehmer 20 wirkungslos.
Als Bremselement kommen auch andere geeignete Bauteile in Frage, beispielsweise Bremsscheiben, die mit federbelasteten Bremsbacken oder Bremsschuhen
zusammenwirken.
Claims (13)
1. Linearantrieb, insbesondere elektromotorischer Möbelantrieb mit einem nicht
selbsthemmenden Antriebszug, der im wesentlichen aus einem Antriebsmotor, einem Untersetzungsgetriebe, einer rotierend antreibbaren Spindel und einer
darauf aufgesetzten, gegen Drehung gesicherten Spindelmutter besteht und dem eine Rücklaufsperre zum Halten der Last bei abgeschaltetem Motor zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufsperre aus einem derart gestalteten
Bremselement besteht, welches in einer Drehrichtung der Spindel (12) stillsteht und in der entgegengesetzten Drehrichtung bei eingeschaltetem Antriebsmotor
mittels eines Mitnehmers (20) in Drehung versetzbar ist, die jedoch bei abgeschaltetem Antriebsmotor den Antriebszug blockiert.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement
beim Ausfahren der Spindelmutter (14) stillsteht und beim Einfahren der Spindelmutter mittels des Mitnehmers (20) in Drehung versetzbar ist.
3. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement
beim Einfahren der Spindelmutter (14) stillsteht und beim Ausfahren der Spindelmutter (14) mittels des Mitnehmers (20) in Drehung versetzbar ist.
4. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement
aus einem vorzugsweise selbsthemmenden Bremsschneckentrieb gebildet ist, der ein Schneckenrad (19) und eine damit in Eingriff stehende Schnecke
(18) aufweist.
5. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (20) in eine Bohrung des Schneckenrades (19) des Bremsschneckentriebes eingesetzt sowie auf einen der
Spindelmutter abgewandten oder zugewandten Ansatz (Ha) des Schneckenrades
(11) des Untersetzungsgetriebes aufgesetzt ist, und daß die Schnecke (18)
Dr. LOESENBECK (1980) · DIPL.-ING.^RAtjKE ·
Pfl^L.-IN^.
LOEs'eNBECK - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 11
des Bremsschneckentriebes gegenüber der vom Antriebsmotor antreibbaren
Schnecke (11) vorzugsweise um einen Winkel von 180° versetzt ist.
6. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (20) auf einer auf den Ansatz (Ha) des Schneckenrades (11) drehfest aufgesetzten Buchse angeordnet ist.
7. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement
aus einer Bremsscheibe und einer federbelasteten Bremsbacke oder einem federbelasteten Bremsschuh besteht, und daß der Mitnehmer (20) in eine Bohrung
der Bremsscheibe eingesetzt ist.
8. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer aus mehreren Federwindungen besteht, welcher in eine Bohrung des Schneckenrades (19) des Bremsschnekkentriebes
oder in die Bremsscheibe eingesetzt und mit einem Ende damit fest verbunden ist und daß die Windungen den Ansatz (Ha) des Schneckenrades
(11) des Untersetzungsgetriebes umschlingen.
9. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bremskraft des Bremsschneckentriebes durch seinen Wirkungsgrad bestimmt ist.
10. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement in einem separaten Zusatzgehäuse
angeordnet ist, welches innen- oder außenseitig an das den Antriebszug (12, 14) aufnehmende Gehäuse angeflanscht ist.
11. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Bremsschneckentrieb (18, 19) eine Bremseinrichtung
mit einer vorzugsweise einstellbaren Bremskraft zugeordnet ist.
Dr. LOESENBECK (1980)
·
DIPL.-ING.*gTRkdKE · d'p'l.-ING. LOESENBECK - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD
Anmeldetext vom 01.04.99 Seite 12
12. Linearantrieb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung
der Bremsschnecke (18) des Bremsschneckentriebes zugeordnet ist und im wesentlichen aus einem Bremsglied, vorzugsweise in Form einer
Bremsschraube (23) und/oder einer den Schaß der Bremsschnecke (18) umschlingenden
Schlingfeder (25) gebildet ist.
13. Linearantrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet, daß die äußere oder die innere Windung des in die
Bohrung des Bremsschneckenrades (19) eingesetzten Mitnehmers (20) daran festgelegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906081U DE29906081U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Linearantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906081U DE29906081U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Linearantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29906081U1 true DE29906081U1 (de) | 1999-07-01 |
Family
ID=8071806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29906081U Expired - Lifetime DE29906081U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Linearantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29906081U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002012755A1 (de) * | 2000-08-09 | 2002-02-14 | Dewert Antriebs- Und Systemtechnik Gmbh & Co. Kg | Möbelantrieb |
| DE202005011632U1 (de) * | 2005-07-20 | 2006-11-30 | Dewert Antriebs- Und Systemtechnik Gmbh & Co. Kg | Getriebemotor |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1803584U (de) | 1959-11-03 | 1960-01-07 | Wolfgang Gruner | Drehrichtungsanordnung fuer beidseitig anlaufende synchronmotoren. |
| GB2134328A (en) | 1983-01-27 | 1984-08-08 | Philips Nv | Return stop for a self-starting synchronous motor |
| DE3609793A1 (de) | 1986-03-22 | 1987-09-24 | Bosch Gmbh Robert | Schaltungsanordnung zum drehsinnrichtigen anlauf eines einphasenmotors |
| DE19729282A1 (de) | 1996-07-18 | 1998-01-22 | Dewert Antriebs Systemtech | Elektromotorischer Möbelantrieb |
-
1999
- 1999-04-03 DE DE29906081U patent/DE29906081U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1803584U (de) | 1959-11-03 | 1960-01-07 | Wolfgang Gruner | Drehrichtungsanordnung fuer beidseitig anlaufende synchronmotoren. |
| GB2134328A (en) | 1983-01-27 | 1984-08-08 | Philips Nv | Return stop for a self-starting synchronous motor |
| DE3609793A1 (de) | 1986-03-22 | 1987-09-24 | Bosch Gmbh Robert | Schaltungsanordnung zum drehsinnrichtigen anlauf eines einphasenmotors |
| DE19729282A1 (de) | 1996-07-18 | 1998-01-22 | Dewert Antriebs Systemtech | Elektromotorischer Möbelantrieb |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002012755A1 (de) * | 2000-08-09 | 2002-02-14 | Dewert Antriebs- Und Systemtechnik Gmbh & Co. Kg | Möbelantrieb |
| DE202005011632U1 (de) * | 2005-07-20 | 2006-11-30 | Dewert Antriebs- Und Systemtechnik Gmbh & Co. Kg | Getriebemotor |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69502203T2 (de) | Linearer Antrieb | |
| DE29919877U1 (de) | Elektromotorische Verstelleinrichtung | |
| DE8910604U1 (de) | Spindelmutteranordnung | |
| DE9413740U1 (de) | Zweistufiger Spindeltrieb zur Umsetzung einer Drehbewegung in eine Linearbewegung | |
| EP1848900A2 (de) | Elektromotorischer linearantrieb | |
| WO2012163825A1 (de) | Welle mit einem lager | |
| DE102008024314A1 (de) | Förderband | |
| DE69307228T2 (de) | Linearantrieb | |
| DE1974442U (de) | Stuetzbein fuer transporteinrichtungen. | |
| AT410778B (de) | Verstelleinrichtung für eine lenkwelle | |
| DE2913641C2 (de) | Zahnstangenlenkung für Kraftfahrzeuge | |
| DE19527374C2 (de) | Taumelbeschlag für Fahrzeugsitze, insbesondere Kraftfahrzeugsitze | |
| DE102004042574A1 (de) | Scheibenbremse, insbesondere für Nutzfahrzeuge | |
| DE102024105666B3 (de) | Stützvorrichtung für eine Fahrzeugklappe und Verfahren zur Montage der Stützvorrichtung | |
| EP1898122A2 (de) | Stellvorrichtung zur linearen Verstellung eines Stellgliedes | |
| WO2006128431A1 (de) | Handverstellung für eine lordosenstütze eines fahrzeugsitzes | |
| DE29906081U1 (de) | Linearantrieb | |
| DE29807967U1 (de) | Vorrichtung zum Verbinden von Bauteilen | |
| DE202004009839U1 (de) | Verstellantrieb | |
| DE19714262C2 (de) | Bremse | |
| DE102014103558B3 (de) | Selbstschließendes Rollentürband | |
| DE3543593A1 (de) | Verzugsgetriebe und verfahren zur stossdaempfung | |
| DE3039968A1 (de) | Schaltwerk | |
| DE2636047C2 (de) | Nachstellvorrichtung für die Anschläge einer Vollscheibenbremse | |
| DE20007393U1 (de) | Elektromotorischer Antrieb |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990812 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19991206 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20020911 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20050503 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20070705 |
|
| R071 | Expiry of right |