DE29906077U1 - Laborgerät zum Zerkleinern von organischen Proben in Standardkolbenplatten - Google Patents
Laborgerät zum Zerkleinern von organischen Proben in StandardkolbenplattenInfo
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- G01N1/28—Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
- G01N1/286—Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q involving mechanical work, e.g. chopping, disintegrating, compacting, homogenising
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Description
Saaten-Union Resistenzlabor GmbH
Für viele Untersuchungen von organischen Proben im Labor ist eine Zerkleinerung der
zu untersuchenden Gewebeteile (tierisch, pflanzlich) erforderlich. Dies erfolgte bisher,
z.B. bei der Untersuchung von Blattmaterial, durch das Zerstoßen von Gewebeabschnitten
nach Zugabe von Pufferlösung in einzelnen Gefäßen von Hand. Auch wurden bereits Proben, welche sich zweckmäßiger Weise in zusammen-hängenden
Laborgefäßen befanden, mit Kämmen bearbeitet, deren Stößel in die zusammenhängenden
Prüfgefäße gestoßen wurden. Der Übertrag von Proben-flüssigkeit in benachbarte Gefäße konnte hierbei nicht ausgeschlossen werden.
Es gibt eine Reihe von Mörser- oder Labormühlen, welche die Wirkfläche eines Pistills
und eines Mörsers gegeneinander maschinell bewegen, wie etwa DE-AS 1 162 171.
Um eine Vielzahl von Proben zu gleicher Zeit zu behandeln, ist diese Vorrichtung
nicht geeignet.
Es bestand die Aufgabe, die Zerkleinerung in handelsüblichen verbundenen
Laborgefäßen, z.B. etwa Deep-Well-Platten mit 96 verbundenenLaborgefäßen, in
wesentlich kürzerer Zeit, unter Vermeidung von Handarbeit und unter Ausschluß der
Übertragung einer Probenflüssigkeit in ein benachbartes Gefäß zu bewerkstelligen.
Dies wird durch die hier vorgeschlagene Vorrichtung gelöst.
Figur 1 zeigt einen Querschnitt der Vorrichtung unter Verwendung einer Deep-Well-Platte.
Im folgenden wird das Prinzip der Erfindung erläutert.
Die Deep-Well-Platte 1 mit den Proben wird in den Probenträger 2 geschoben und der
Plattenhalter 3 mit den Stößeln 4 in die Kolben der Deep-Well-Platte gesenkt.
Unter dem Probenträger 2 befindet sich ein Gleichstrommotor 5 mit einem Getriebe 6,
etwa ein Schubhebel- oder Exzentergetriebe, über das der Probenträger 2 periodisch
vertikal bewegt wird. Die Stößel 4 stoßen auf die unteren Wandungen 7 der Kolben
und bewirken die Zerkleinerung der Proben. Dies ermöglicht einen für alle Proben
gleichmäßigen und reproduzierbaren, von der Bearbeitungzeit abhängigen Zerkleinerungsgrad.
Um eine Kontamination zwischen den verschiedenen z.B. 96 Proben zu verhindern,
wird ein Filterpapier 9 mit an den Stößeln anliegenden Öffnungen 10 während des Zerkleinerungvorgangs an die obere Fläche 11 der Deep-Well-Platte 1 angedrückt.
-2-
Der Aufbau des Laborgerätes wird am Beispiel der Figur 1 erläutert:
In einer Grundplatte 12 sind vier Führungssäulen 13 verankert, auf der drei Platten
verschieblich gelagert sind.Dies sind von unten nach oben
- der Plattenhalter 2 mit eingeschobener Probenplatte, etwa eine Deep-Well-Platte 1,
- eine Halteplatte 14 für ein Filterpapier 9, welches für jeden Stößel eine Lochung
aufweist, und
- der Stößelträger 3 mit eingeschobener Stößelplatte 4.
Unter dem Plattenhalter befindet sich der Antrieb 6 für den Plattenhalter 2, bestehend
aus Motor 5 und einem exzentrischen Mitnehmerzapfen 15, der in eine Führungsnut
16 der Antriebsplatte 17 eingreift, welche fest mit dem Plattenhalter 2 verbunden ist.
Oben befindet sich der Stößelträger 3 in oberer Haltestellung 18 gezeigt, in den die
Stößelplatte 19 eingeschoben ist. Die Stößel 4 sind in senkrechte Bohrungen 20 der
Stößelplatte 19 eingeschoben, in vertikaler Richtung beweglich und einzeln federnd
(21) aufgehängt.
Wird der Stößelträger 3 in die untere Betriebsstellung 22 gebracht, befinden sich die
Stößel 4 mit ihrer unteren Fläche 23 unmittelbar über dem Boden der Kolben 8 in der
Probenplatte 1. Beim Absenken des Stößelträgers 3 wird die Halteplatte 14 mit dem
Filterpapier 9 federnd so gegen die Kolbenplatte 1 gedrückt, daß das Filterpapier 9
dort anliegt und die Kolben 8 abschließt.
Beim Einschalten des Antriebs 6 stoßen mit einer Schlagfolge entsprechend der
Drehfrequenz des Motors 5 die unteren Stößelkanten 24 auf die untere Kolbenwandung 7.
Der 24Volt-Antrieb erlaubt den Einsatz des Gerätes im EX-bereich, also auch direkt
an jeder Stelle des Labors.
Die Stößelplatte ist entnehmbar wodurch sich in Kombination mit den glatten
Oberflächen der Stößel eine einfache Reinigung der mit den Proben in Berührung kommenden Geräteteile ergibt. Das Gerät ist wartungsarm, und die Verschleißteile
sind leicht auszutauschen.
Claims (9)
1. Laborgerät bestehend aus einer Stößelplatte und einem Probenträger, welche relativ
zueinander periodisch bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Standardkolbenplatte mit 96 Reaktionsgefäßen in einen periodisch bewegbaren
Probenträger eingeschoben und positioniert wird.
2. Laborgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stößelplatte in einen
Stößelträger eingebracht wird und herausnehmbar ist.
3. Laborgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößelträger in
Richtung Probenträger zustellbar ist und in der Rüststellung und der Arbeitsstellung
jeweils fixiert wird.
4. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößelträger in
ihren Aufnahmen einzeln gefederte und zum Austausch nach oben herausnehmbare Stößel enthält, welche in einer Matrix angeordnet sind.
5. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrischen
Stößel einfache, gut zu reinigende Flächen aufweisen.
6. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Stößelträger eine
gefederte Platte angebracht ist, welche in Funktionsstellung des Gerätes eine gelochte
Gewebebahn fest an die Standardkolbenplatte andrückt.
7. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Stößelträger und Standardkolbenplatte eine gefederte Platte auf der gemeinsamen Führung gleitet, welche in Funktionsstellung des Gerätes eine gelochte Gewebebahn
fest an die Standardkolbenplatte andrückt.
8. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenträger
über eine Excenterscheibe von einem Gleichstrommotor angetrieben wird.
9. Laborgerät nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenträger und
der Stößelträger durch vier parallele Rundsäulen gefuhrt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906077U DE29906077U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Laborgerät zum Zerkleinern von organischen Proben in Standardkolbenplatten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906077U DE29906077U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Laborgerät zum Zerkleinern von organischen Proben in Standardkolbenplatten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29906077U1 true DE29906077U1 (de) | 1999-08-12 |
Family
ID=8071802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29906077U Expired - Lifetime DE29906077U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Laborgerät zum Zerkleinern von organischen Proben in Standardkolbenplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29906077U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001094911A3 (en) * | 2000-06-09 | 2003-02-13 | Syngenta Participations Ag | System and method for high throughput tissue disruption |
| CN108014889A (zh) * | 2017-11-13 | 2018-05-11 | 徐浩 | 一种医疗器械捣药装置 |
-
1999
- 1999-04-03 DE DE29906077U patent/DE29906077U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001094911A3 (en) * | 2000-06-09 | 2003-02-13 | Syngenta Participations Ag | System and method for high throughput tissue disruption |
| CN108014889A (zh) * | 2017-11-13 | 2018-05-11 | 徐浩 | 一种医疗器械捣药装置 |
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