DE29906074U1 - Staubsauger - Google Patents
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Description
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Rolf Kammerer, D-75196 Remchingen-Wilferdingen
Rolf Kammerer, D-75196 Remchingen-Wilferdingen
Die Erfindung geht von einem Staubsauger mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 aus.
Solche Staubsauger sind bekannt. Sie weisen eine Unterdruckkammer auf, die
mittels eines auch für konventionelle Trockenstaubsauger verwendeten Motors bepumpt wird. In eine Saugleitung, die an ihrem einen Ende mit einer Saugdüse
zum Einsaugen von Staub verbunden ist, wird ein feiner Wassernebel eingesprüht. Dieser bindet dann die feinen Staubpartikel und das schmutzige Wasser
sammelt sich am Boden der Unterdruckkammer. Der feine Wassernebel wird durch eine Düse erzeugt, die mit Wasser unter hohem Druck aus einer Membranpumpe
gespeist wird. Eine solche Pumpe arbeitet jedoch nur mit sauberem Wasser. Mit Staub verschmutztes Wasser würde sie binnen kurzer Zeit zerstören. Dadurch
gelangt während des Saugvorgangs ständig Wasser in die Unterdruckkammer, so daß der Pegel des sich darin ansammelnden Schmutzwassers stetig ansteigt.
Dies begrenzt die Saugdauer, je nach Größe der Unterdruckkammer, zum Teil beträchtlich, da bei einer gewissen Pegelhöhe die Unterdruckkammer
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-2-
entleert werden muß. Um die Membranpumpe ständig mit frischem sauberen
Wasser zu versorgen, ist ein zweiter Behälter für das Frischwasser nötig. Dies kompliziert den Aufbau eines solchen Staubsaugers erheblich.
Außerdem sind Staubsauger bekannt, die nach einem gänzlich unterschiedlichen
Prinzip arbeiten. Dabei wird die eingesaugte Luft durch ein Wasserbad geleitet,
wird dort mit dem Wasser vermischt und wird dann in Wassertropfen gebunden vom Saugluftstrom aus dem Wasserreservoir herausgerissen. Ein solcher Staubsauger
ist aus der EP 0 702 924 bekannt. In dem Wasserbad ist eine Filtertüte
angeordnet, durch die die eingesaugte Luft geleitet wird. Nachteilig daran ist, daß
beim Einsaugen von grobem Schmutz die Poren der Filtertüte verstopft werden können und dadurch keine Reinigung der eingesaugten Luft mehr möglich ist. Die
aus dem Wasserbad herausgerissenen, verschmutzten Tröpfchen werden durch ein Labyrinth geleitet, an dem der größte Teil des sich darin befindlichen Schmutzes
und die meiste Feuchtigkeit hängenbleibt. Es gelangt dann nur noch ein Luftstrom
mit feinen Wasserpartikeln in einen Filter, der, wenn er feucht gehalten wird, den Restschmutz aus dem Luftstrom herausfiltert und zurückhält. Ein solcher
Aufbau ist kompliziert und teuer herzustellen. Außerdem ist die Reinigung eines solchen Staubsaugers sehr aufwendig, da die sich mit Schmutz zusetzende
Filtertüte aus dem Flüssigkeitsbad entfernt werden muß und entweder entsorgt oder vom Schmutz befreit werden muß. Außerdem muß das Labyrinth, an dem
sich die verschmutzten Wassertröpfchen niederschlagen und an denen nach dem Abtropfen der Tröpfchen ein Großteil des Schmutzes haften bleibt, gesondert gereinigt
werden, was aufgrund der Labyrinthform schwierig ist.
Ziel der Erfindung ist es deshalb, einen Staubsauger vorzustellen, der einfacher
aufgebaut und damit preiswerter herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Staubsauger der Eingangs genannten Art mit
den zusätzlichen Merkmalen, daß die Filtereinheit ständig feucht ist und oberhalb
des Reservoirs angeordnet ist und daß ein Fördermittel vorgesehen ist, welches
das flüssige Medium von der Filtereinheit in das Reservoir fördert, gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Staubsaugern, die
ein flüssiges Medium so zerstäuben, daß die feinen Tropfen im Saugluftstrom den Staub binden, ist es bei einem erfindungsgemäßen Staubsauger nicht nötig,
eine solche Düse vorzusehen. Dadurch, daß die Filtereinheit ständig durch das flüssige Medium feucht gehalten ist, wird der Staub in dieser Filtereinheit von
dem flüssigen Medium gebunden. Durch das Fördermittel, welches das flüssige Medium von der Filtereinheit in das Reservoir fördert, ist zum einen gewährleistet,
daß sich die Filtereinheit nicht mit Staub und Schmutzpartikeln zusetzt, sondern
daß diese durch das flüssige Medium aus der Filtereinheit ausgewaschen werden und zum anderen ist es dadurch auch nicht nötig, ständig zusätzliches
flüssiges Medium, wie aus dem Stand der Technik bekannt, in die Unterdruckkammer
nachzuliefern. Dadurch steigt der Spiegel des flüssigen Mediums nicht ständig an und es sind längere Saugzeiten mit einem erfindungsgemäßen Staubsauger
möglich, da die Unterdruckkammer zwischenzeitlich nicht entleert werden muß. Ebenfalls entfällt ein zusätzlicher Tank für frisches, sauberes Medium, der
im Staubsauger Platz wegnehmen würde. Durch den Wegfall dieses zusätzlichen Tankes und der sensiblen Zerstäuberdüse erreicht man eine einfachere und
preisgünstigere Konstruktion des Staubsaugers als dies aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Filtereinheit in einer
Öffnung einer Trennwand, die die Unterdruckkammer in einen ersten Raum, der an die Einsaugöffnung anschließt, und einen zweiten Raum, der an die Austrittsöffnung
anschließt, unterteilt. Dadurch wird gewährleistet, daß der gesamte Saugluftstrom durch die Filtereinheit strömen muß, da die Öffnung den einzigen
Durchgang vom ersten Raum in den zweiten Raum bildet. Es tritt demnach eine noch bessere Reinigung des Saugluftstromes ein und die Abluft, die vom Saugmotor
aus dem Staubsauger herausgeblasen wird, ist dadurch sehr sauber.
-A-
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Filtereinheit
lösbar mit der Trennwand verbunden ist. Dadurch ist es möglich, daß die Filtereinheit,
beispielsweise zum Reinigen derselben, aus der Trennwand herausgenommen werden kann und die Reinigung somit erheblich erleichtert wird.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Filtereinheit
unter einem Winkel gegenüber der Horizontalen angeordnet ist. Dadurch fließt das flüssige Medium, welches die Filtereinheit feucht hält, an ihr herunter
und sammelt sich am unteren Ende der Filtereinheit oder wird noch weiter nach unten geleitet, möglicherweise bis in das Reservoir zurück. Dadurch, daß das
flüssige Medium ständig an der Filtereinheit herabläuft, wird ein Zusetzen der Filtereinheit
mit Staub und Schmutzpartikeln weitgehend verhindert.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Filtereinheit
einen Vorabscheider und ein Feinfilter aufweist. Durch den Vorabscheider werden gröbere Schmutzteilchen, wie beispielsweise zusammengeklumpte Erde
sowie andere massive Teile, beispielsweise ist hier an Heftklammern in einem Büro oder ähnliches gedacht, gesammelt, so daß sich der darauffolgende Feinfilter
nicht mit dem groben Schmutz zusetzen kann und damit seiner Aufgabe nicht mehr gerecht wird. Diese besteht darin, daß die Oberfläche des flüssigen Mediums
so weit heraufgesetzt wird, daß sich der feine Staub in ihm löst. Dadurch wird eine äußerst gute Reinigung des Saugluftstromes erreicht.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Feinfilter
ein Polyurethan-Schaum ist, in den Aktivkohle eingebracht ist. Dadurch lassen sich Staub und Schmutzpartikel aus dem Saugluftstrom herausfiltern, die mit normalen
Filtern nicht aus dem Saugluftstrom abgetrennt werden könnten. Beispielsweise ist es dadurch möglich, einen beträchtlichen Anteil von Tabakrauch aus
dem Saugluftstrom herauszufiltern.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Feinfilter
ein selbstreinigendes Keramikfilter ist. Unter einem selbstreinigenden Keramikfilter
wird hier ein Filter aus Keramikmaterial verstanden, welches eine äußerst
feingliedrige Korallenstruktur aufweist, die zu einer äußerst hohen Oberflächenvergrößerung
des das Keramikfilter durchströmenden flüssigen Mediums führt, das somit sehr gut auch feinsten Staub und kleinste Schmutzpartikel binden
kann. Ein solches selbstreinigendes Keramikfilter wird beispielsweise dadurch hergestellt, daß ein Polyurethan-Schaumgummi, welches eine große offene Zellstruktur
aufweist, mit Keramik beschichtet wird, wobei sich dabei die Poren des Polyurethan-Schaumgummis mit Keramik füllen. Nachdem dies geschehen ist,
wird das Polyurethan-Schaumgummi durch ein geeignetes Verfahren entfernt, beispielsweise wird es verbrannt, so daß nur noch das Keramikfilter mit seiner
korallenartigen Struktur übrig bleibt. Mit einem solchen Filter wird ein äußerst
großer Reinigungsgrad der durch den Staubsauger eingesaugten Luft erzielt.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Trennwand
im wesentlichen trichterförmig ausgebildet ist. Dadurch ist gewährleistet, daß das flüssige Medium, welches durch das Feinfilter hindurch gelangt und die
Filtereinheit feucht hält, zu dem durch die Trichterform gegebenen Sammelbereich
gelangt, von wo aus eine einfache Zurückführung in das Reservoir möglich
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß in der Umgebung
des tiefsten Punktes der Trennwand ein Ventil angeordnet ist, das flüssiges Medium nur vom zweiten Raum in den ersten Raum gelangen läßt. Dadurch ist
es möglich, daß das flüssige Medium, welches sich am tiefsten Punkt ansammelt, zwar vom zweiten Raum zurück in den ersten Raum, in dem sich das Reservoir
befindet, gelangen kann, jedoch kann kein flüssiges Medium vom ersten Raum in den zweiten Raum unter Umgehung der Filtereinheit gelangen. Bevorzugt handelt
es sich bei dem Ventil um ein Rückschlagventil, da ein solches zuverlässig arbeitet und preiswert ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Fördermittel
eine Pumpe ist. Dadurch ist ein besseres Zurückführen des flüssigen Mediums vom zweiten Raum in den ersten Raum gewährleistet, als wenn dies nur
durch die Ausnutzung der Schwerkraft der Fall wäre. Die Pumpe drückt dabei das flüssige Medium beispielsweise durch das Rückschlagventil. Der Druck, mit der
die Pumpe arbeiten muß, ist dabei äußerst gering, so daß eine preiswerte Pumpe benutzt werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Pumpe
vom Saugmotor antreibbar ist. Dadurch ist es nicht nötig, zu dem schon vorhandenen
Saugmotor einen weiteren Motor im Staubsauger vorzusehen, der die Pumpe antreibt. Dadurch erreicht man eine Platzersparnis, da es nicht nötig ist,
einen weiteren Motor im Staubsauger, insbesondere in der Unterdruckkammer, einzubauen. Durch die Platzersparnis wird der gesamte Staubsauger kleiner und
kompakter. Dies hat den Vorteil, daß er besser verstaut werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Pumpe in
der Umgebung des tiefsten Punktes der Trennwand angeordnet ist. Dadurch liegt die Pumpe direkt an dem Ventil, durch das es das flüssige Medium pumpt. Es
sind deswegen keine langen Schläuche nötig, durch die das flüssige Medium zur Pumpe und dann zum Ventil fließen müßte. Dadurch wird der Staubsauger kompakter
und außerdem weniger störungsanfällig, da Schläuche, wie jedes zusätzliche Teil, eine zusätzliche Quelle für einen Defekt darstellen.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß im Bereich
der Austrittsöffnung ein vom Saugluftstrom angetriebenes Lüfterrad angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, daß flüssiges Medium, welches sich eventuell zu einem
ganz geringen Teil noch in dem Saugluftstrom befinden kann, der durch die Filtereinheit hindurchgetreten ist, nicht zum Saugmotor gelangen kann. Eine Beschädigung
des Saugmotors durch Feuchtigkeit ist somit ausgeschlossen. Dieses
Lüfterrad kann so angeordnet sein, daß es allein durch den Saugluftstrom, welcher
durch die Austrittsöffnung hindurchtritt, angetrieben wird. Dazu ist es zweckmäßig,
wenn das Lüfterrad um eine vertikale Achse rotiert und die Flügel des Lüfterrades
jeweils schräg zur Horizontalen angeordnet sind.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das flüssige
Medium Wasser ist. Die dadurch erzielbaren Vorteile liegen klar auf der Hand. Zum einen ist Wasser sehr preiswert und in jedem Haushalt vorhanden und zum
anderen ist eine Entsorgung des verschmutzten Wassers sehr einfach dadurch möglich, daß es in den Ausguß gekippt wird. Wird dagegen ein Lösungsmittel
verwendet, so ist dies nicht möglich, da es sich hierbei um eine umweltbelastende
Substanz handelt, die fachgerecht entsorgt werden muß. Verglichen damit ist die Entsorgung von Wasser dagegen äußerst preiswert.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß an der Einsaugöffnung
ein in die Unterdruckkammer hineinragendes Saugrohr angeordnet ist. Dadurch wird ein definierter Saugkanal ausgebildet, der dazu führt, daß die
schmutzige eingesaugte Luft nach unten auf das Reservoir aus flüssigem Medium gesaugt wird. Dabei wirbelt es das flüssige Medium auf und der Schmutz im
Saugluftstrom vermischt sich schon dabei mit dem flüssigen Medium. Außerdem spritzt das flüssige Medium auch nach oben und benetzt dadurch die Filtereinheit,
so daß die Feuchthaltung der Filtereinheit dadurch verbessert wird. Bevorzugt wird, daß das Saugrohr an seinem nicht mit der Einsaugöffnung in Verbindung
stehenden Ende vertikal nach unten auf das Reservoir gerichtet ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Ende
des Saugrohrs unterhalb des Spiegels des flüssigen Mediums endet. Dadurch ist gewährleistet, daß der mit Staub und Schmutzpartikeln durchsetzte Saugluftstrom
durch das flüssige Medium hindurchtreten muß und dabei schon eine gute Vorreinigung
des Saugluftstroms stattfindet. Die Filtereinheit, durch die der vorgereinigte Saugluftstrom danach hindurchtritt, weist dann nicht mehr so viel
Verunreinigungen auf und die Filtereinheit wird auch nicht mehr so leicht zugesetzt.
Außerdem wird dadurch das Aufwirbeln des flüssigen Mediums noch erhöht, was dazu führt, daß viele Tropfen des flüssigen Mediums die Filtereinheit
treffen und diese gut feucht halten.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind Gegenstand des anhand
der Figur beschriebenen Ausführungsbeispiels.
Die Figur zeigt einen schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen
Staubsaugers.
Der Staubsauger 1 weist einen Saugmotor 2 auf, der in bekannter Art und Weise
einen Saugluftstrom C aus einer Unterdruckkammer 3 durch eine Austrittsöffnung 5 absaugt. Durch den so entstehenden Unterdruck wird durch eine Einsaugöffnung
4 an der Unterdruckkammer 3 ein Saugluftstrom A in die Unterdruckkammer 3 hineingesaugt. An die Einsaugöffnung 4 schließt sich außen an den Staubsauger
1 in bekannter Art und Weise ein hier nicht gezeigter Saugschlauch an.
Die Unterdruckkammer 3 wird durch eine trichterförmige Trennwand 11, die sich
nach unten hin verjüngt, in zwei Räume 3a, 3b aufgeteilt. In der Trennwand 11 ist
eine Öffnung 10 vorhanden, durch die der Saugluftstrom B vom ersten Raum 3a in den zweiten Raum 3b der Unterdruckkammer 3 gesaugt wird. Bis auf diese öffnung
10 ist die Trennwand 11 so ausgebildet, daß sie den ersten Raum 3a vom
zweiten Raum 3b luftdicht trennt. In der öffnung 10 ist eine Filtereinheit 6 angeordnet.
Dadurch durchsetzt der Saugluftstrom B zwangsläufig die Filtereinheit 6 auf seinem Weg vom ersten Raum 3a in den zweiten Raum 3b.
An die Einsaugöffnung 4 schließt sich im Inneren der Unterdruckkammer 3 ein
Saugrohr 14 an, welches eine L-Form aufweist und an seinem nicht mit der Ein-Säugöffnung
4 in Verbindung stehenden Ende 14' vertikal nach unten steht. Genau so gut ist es möglich, daß das Ende 14' des Saugrohrs 14 nicht vertikal
-9-
sondern diagonal nach unten steht. Das Ende 14' des Saugrohrs 14 ragt dabei in
ein Reservoir 7 mit flüssigem Medium 8, in Form von Wasser, hinein. Dadurch
wird der schmutzige Saugluftstrom A durch das Wasser 8 geleitet und die graben Schmutzpartikel werden aus dem Saugluftstrom A herausgefiltert. Durch das Auftreffen
des Saugluftstroms A auf das Wasser 8, spritzen von diesem Wassertropfen 15 hoch, von denen einige auch die Filtereinheit 6 treffen. Dadurch ist gewährleistet,
daß die Filtereinheit 6 ständig feucht gehalten ist.
Der durch die Filtereinheit 6 hindurchtretende Saugluftstrom B läßt Staub und
Schmutzpartikel in der Filtereinheit 6 zurück. Dadurch daß die Filtereinheit 6
ständig feucht gehalten wird, setzt sich diese nicht mit Staub und Schmutzpartikeln
zu, sondern das Wasser 8 spült die Filtereinheit 6 ständig frei. Das Wasser
8, welches durch die Filtereinheit 6 mit dem Saugluftstrom B hindurchgesaugt
wird, läuft an der Rückseite der Filtereinheit 6, d.h. innerhalb des zweiten Raumes
3b, an der schrägen Filterfläche herab und sammelt sich im Bereich des tiefsten Punktes 11' der Trennwand 11 an. In diesem Bereich ist ein Fördermittel 9,
in Form einer Pumpe 13 angeordnet, die das sich dort ansammelnde Wasser 8
über ein Ventil 12 vom zweiten Raum 3b zurück in den ersten Raum 3a der Unterdruckkammer
3 pumpt. Dort fällt es in das Reservoir 7 zu dem sich darin befindlichen Wasser 8 zurück.
Das Reservoir 7 hat dadurch einen Pegel an Wasser 8, der kaum variiert. Insbesondere
muß nicht neues Wasser 8 nachgefüllt werden, da es sich hierbei um einen geschlossenen Wasserkreislauf handelt. Es muß auch nicht, wie aus dem
Stand der Technik bekannt, frisches Wasser nachgefüllt werden, so daß der Pegel des Reservoirs 7 ansteigen würde, da zur Rückführung des Wassers 8 vom
zweiten Raum 3b in den ersten Raum 3a eine normale, unempfindliche Pumpe, die auch verschmutztes Wasser pumpen kann, ohne daß sie kaputt geht, verwendet
wird. Somit ist es auch möglich, lange Saugzeiten mit einer einzigen Füllung von Wasser 8 zu erreichen. Das Wasser 8 muß erst dann ausgewechselt
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werden, wenn es so stark verschmutzt ist, daß es keinen Staub und keine
Schmutzpartikel mehr binden kann.
Claims (18)
1. Staubsauger (1) mit einem einen Saugluftstrom (A, B, C) erzeugenden Saugmotor
(2),
mit einer Unterdruckkammer (3), die eine Einsaugöffnung (4) und eine mit
dem Saugmotor (2) in Verbindung stehende Austrittsöffnung (5) aufweist, mit einer Filtereinheit (6), die so angeordnet ist, daß der Saugluftstrom (B) sie
zwangsläufig durchsetzt,
und mit einem Reservoir (7) eines flüssigen Mediums (8), das sich in der Unterdruckkammer
(3) befindet und die Filtereinheit (6) ständig feucht hält, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtereinheit (6) oberhalb des Reservoirs (7) angeordnet ist,
und daß ein Fördermittel (9) vorgesehen ist, welches das flüssige Medium (8) von der Filtereinheit (6) in das Reservoir (7) fördert.
2. Staubsauger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die FiI-
tereinheit (6) in einer Öffnung (10) einer Trennwand (11), die die Unterdruckkammer
(3) in einen ersten Raum (3a), der an die Einsaugöffnung (4) anschließt, und einen zweiten Raum (3b), der an die Austrittsöffnung (5) anschließt,
unterteilt.
3. Staubsauger (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die FiI-tereinheit
(6) lösbar mit der Trennwand (11) verbunden ist.
4. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtereinheit (6) unter einem Winkel gegenüber der Horizontalen angeordnet ist.
-12-
5. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Filtereinheit (6) einen Vorabscheider und ein Feinfilter aufweist.
6. Staubsauger (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Feinfilter
ein Polyurethan-Schaum ist, in den Aktivkohle eingebracht ist.
7. Staubsauger (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Feinfilter
ein selbstreinigendes Keramikfilter ist.
8. Staubsauger (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennwand (11) im wesentlichen trichterförmig ausgebildet ist.
9. Staubsauger (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Umgebung des tiefsten Punktes (11') der Trennwand (11) ein
Ventil (12) angeordnet ist, das flüssiges Medium (8) nur vom zweiten Raum
(3b) in den ersten Raum (3a) gelangen läßt.
10. Staubsauger (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil
(12) ein Rückschlagventil ist.
11. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fördermittel (9) eine Pumpe (13) ist.
12. Staubsauger (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe
(13) vom Saugmotor (2) antreibbar ist.
13. Staubsauger (1) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe (13) in der Umgebung des tiefsten Punktes (11') der
Trennwand (11) angeordnet ist.
14. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Austrittsöffnung (5) ein vom Saugluftstrom (C) angetriebenes Lüfterrad angeordnet ist.
15. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das flüssige Medium (8) Wasser ist.
16. Staubsauger (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn-
zeichnet, daß an der Einsaugöffnung (4) ein in die Unterdruckkammer (3) hineinragendes Saugrohr (14) angeordnet ist.
17. Staubsauger (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
Saugrohr (14) an seinem nicht mit der Einsaugöffnung (4) in Verbindung stehenden
Ende (14') vertikal nach unten auf das Reservoir (7) gerichtet ist.
18. Staubsauger (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende
(14') des Saugrohres (14) unterhalb des Spiegels des flüssigen Mediums (8)
endet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29906074U DE29906074U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Staubsauger |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE29906074U DE29906074U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Staubsauger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29906074U1 true DE29906074U1 (de) | 1999-06-17 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29906074U Expired - Lifetime DE29906074U1 (de) | 1999-04-03 | 1999-04-03 | Staubsauger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29906074U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10237622B3 (de) * | 2002-08-16 | 2004-02-05 | Dominik Kammerer | Staubsauger |
| CN110743300A (zh) * | 2019-10-10 | 2020-02-04 | 龙礼杰 | 一种木材加工用粉尘处理装置 |
| DE102023108415A1 (de) | 2023-03-27 | 2024-10-02 | Kammerer Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Abluft mittels Wassertropfen |
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1999
- 1999-04-03 DE DE29906074U patent/DE29906074U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10237622B3 (de) * | 2002-08-16 | 2004-02-05 | Dominik Kammerer | Staubsauger |
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