DE29900850U1 - Fluidbetätigter Linearantrieb - Google Patents
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Description
G 18556-1 es
05.01.1999
FESTO AG & Co, 73734 Esslingen Fluidbetätigter Linearantrieb
Die Erfindung betrifft einen f1uidbetätigten Linearantrieb,
mit einem Gehäuse, das einen Rohrkörper mit stirnseitig angeordneten Deckeln enthält, mit einem im
Innern des Gehäuses unter Abteilung zweier Arbeitsräume
verschiebbar angeordneten Kolben und mit zwei zu den
Arbeitsräumen führenden und in der Wandung des Gehäuses verlaufenden Fluidkanälen, wobei in wenigstens einen
dieser Fluidkanäle ein entsperrbares Rückschlagventil eingeschaltet
ist, dessen fluidisches Entsperrsignal über
einen mit dem jeweils anderen Fluidkanal kommunizierenden
Entsperrkanal zugeführt wird.
Ein Linearantrieb dieser Art in einer Ausgestaltung als
pneumatisch betätigter Arbeitszylinder geht aus der DE
19716469 Al.hervor. Das Gehäuse besteht dort aus einem
Rohrkörper mit stirnseitig unmittelbar angesetzten
Deckeln, in denen jeweils ein zum benachbarten Arbeitsraum
führender Fluidkanal verläuft. In einen der Fluidkanäle ist ein entsperrbares Rückschlagventil eingeschaltet, das
in den zugeordneten Deckel integriert ist und das eine
Fluidzufuhr in den zugeordneten Arbeitsraum zuläßt,
während es eine Strömung in Gegenrichtung verhindert.
Allerdings kann das Rückschlagventil durch ein fluidisches
Entsperrsignal zwangsweise entsperrt werden, das von dem
mit dem anderen Arbeitsraum kommunizierenden Fluidkanal
abgezweigt und über einen in einem separaten Rohr verlaufenden Entsperrkanal zugeführt wird. Durch das Rückschlagventil
kann gewährleistet werden, daß der Kolben
auch noch nach längerer Zeit in einer bestimmten Stellung
verharrt, ohne in der Stellkraft nachzulassen.
Zwar ist der bekannte Linearantrieb sehr funktionssicher,
er verfügt jedoch über einen relativ komplizierten Aufbau,
so daß bei der Herstellung in nur geringem Maße auf bei konventionellen Linearantrieben eingesetzte Serienbauteile
zurückgegriffen werden kann. Daraus resultiert eine entsprechend
kostenaufwendige Herstellung.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Linearantrieb der eingangs genannten Art zu schaffen, der
über einen einfacheren und kostengünstigeren Aufbau verfügt und die Verwendung einer größeren Anzahl von
Standardbauteilen gestattet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das entsperrbare Rückschlagventil in einer Zwischenplatte vorgesehen ist,
die axial zwischen den Rohrkörper und den der entsprechenden Stirnseite zugeordneten Deckel eingefügt ist.
Somit ist das entsperrbare Rückschlagventil nicht mehr
Bestandteil eines Gehäusedeckels, sondern sitzt in einer
eigenen, insbesondere scheibenartig dünn ausgeführten
Zwischenplatte, die axial zwischen den Rohrkörper und
einen der Deckel zwischengefügt ist. Somit kann bei Bedarf
auf konventionelle Deckelbauformen zurückgegriffen werden,
wie sie auch bei Standard-Linearantrieben zum Einsatz gelangen,
wobei lediglich von Fall zu Fall eine Zwischenplatte eingefügt wird, wenn der betreffende Linearantrieb
mit einer entsperrbaren Rückschlagfunktion ausgestattet
werden soll. Die Integration in eine Zwischenplatte vereinfacht
überdies die Beibehaltung kompakter Querabmessungen,
wobei sich die Zwischenplatte außen derart konturieren
läßt, daß ein sauberer Übergang zwischen dem sie einerseits flankierenden Rohrkörper und andererseits
flankierenden Deckel vorgesehen werden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchenhervor.
Es ist besonders zweckmäßig, den Entsperrkanal im Innern der Wandung des Rohrkörpers vorzusehen, wobei er zum entgegengesetzten
Endbereich des Gehäuses geführt ist, um
dort mit dem für die Speisung des anderen Arbeitsraumes
verantwortlichen zweiten Fluidkanal zu kommunizieren. Dadurch
erübrigen sich umfangreiche Verschlauchungen oder
Verrohrungen im radialen Umfangsbereich des Gehäuses, und
es lassen sich äußerst kompakte Querabmessungen realisieren. Handelt es sich bei dem Rohrkörper um ein stranggepreßtes
Bauteil, kann der mindestens eine Entsperrkanal unmittelbar bei der Extrusionsherstel1ung eingeformt
werden, so daß eine nachträgliche spanende Bearbeitung
entfal 1 en kann.
Wird nur ein entsperrbares Rückschlagventil benötigt, kann
die betreffende Zwischenplatte nach Kundenwunsch wahlweise
an einer der beiden Stirnseiten installiert werden. Soll
beiden Fluidkanälen ein entsperrbares Rückschlagventil zugeordnet
werden, greift man auf zwei entsprechend ausgestattete
Zwischenplatten zurück, die axial beiderseits des Rohrkörpers zwischen diesem und den benachbarten Deckel
eingefügt werden können. Hier besteht dann auch die Möglichkeit, bei de erforderlichen Entsperrkanale parallel
nebeneinanderliegend über wenigstens einen Teil ihrer
Länge in der Wandung des Rohrkörpers auszuführen.
Die Zufuhr und Abfuhr des für den Betrieb des Linearantriebes benötigten Druckmediums erfolgt zweckmäßigerweise
über an der Außenfläche des Gehäuses vorgesehene
Anschlußöffnungen, die mit jeweils einem der beiden Fluidkanäle
kommunizieren, wobei nach Wahl jeder der beiden Deckel mit einer Anschlußöffnung ausgestattet ist oder ein
einziger Deckel über beide Anschlußöffnungen verfügt. Im
letzteren Fall können nicht nur die Entsperrkanäle, sondern auch wenigstens einer der Fluidkanäle längs des
Gehäuse-Innenraumes in der Wandung des Rohrkörpers ver-1 aufen.
Die Befestigung einer jeweiligen Zwischenplatte erfolgt
zweckmäßigerweise in einem Arbeitsgang beim Anbringen des
benachbarten Deckels, wobei die Zwischenplatte axial
zwischen dem Rohrkörper und dem Deckel fest eingespannt wird. Ist ein Deckel entfernt, läßt sich dann auch ohne
weiteres die Zwischenplatte mit integriertem entsperrbarem
Rückschlagventil abnehmen.
Bevorzugt sind die Fluidkanäle so ausgeführt, daß sie über in den Deckeln verlaufende erste Längenabschnitte verfügen,
die bei Vorhandensein einer benachbarten Zwischenplatte
mit in diesen verlaufenden zweiten Längenabschnitten kommunizieren,
in die die Rückschlagventile eingeschaltet
sind. In diesem Zusammenhang sieht man zweckmäßigerweise
vor, daß die ersten Längenabschnitte bei nicht vorhandener
Zwischenplatte unmittelbar in den angrenzenden Arbeitsraum
ausmünden. Auf diese Weise ist eine besonders einfache
Möglichkeit gegeben, einen Linearantrieb herzustellen, der
wahlweise mit oder ohne Rückschiagventi1-Zwischenplatte
ausgeführt ist, wobei in beiden Fällen auf den gleichen Rohrkörper und die gleichen Deckel zurückgegriffen werden
kann. Die gegebenenfalls im Rohrkörper verlaufenden Entsperrkanäle
sind bei entfernten Zwischenplatten funktionslos, was jedoch unproblematisch ist, da sie den Aufbau des
Linearantriebes nicht beeinträchtigen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 in schematisierter Längsschnittdarstellung eine
erste Bauform des erfindungsgemäßen Linearantriebes
und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Linearantrieb aus
Fig. 1 gemäß Schnittlinie II-II im Bereich eines zum Gehäuse gehörenden Rohrkörpers.
Bei dem in der Zeichnung abgebildeten Linearantrieb handelt
es sich um einen durch Fluidkraft betriebenen Arbeitszylinder,
insbesondere einen Pneumatikzylinder. Er verfügt über ein allgemein mit Bezugsziffer 1 bezeichnetes
längliches Gehäuse, das einen in Fig. 2 in einem beispielhaften
Querschnitt gezeigten Rohrkörper 2 enthält, der
stirnseitig durch Gehäuseköpfe 3, 4 verschlossen ist.
Der Rohrkörper 2 definiert mit den beiden Gehäuseköpfen 3,
4 einen länglichen und beispielsweise kreiszylindrisch
gestalteten Innenraum 5, in dem ein Kolben 6 axial verschiebbar angeordnet ist. Letzterer arbeitet über nicht
näher dargestellte Dichtmittel mit der Innenfläche des Rohrkörpers 2 zusammen, so daß der Innenraum 5 axial in
zwei voneinander abgedichtete Arbeitsräume 7, 8 unterteilt wird.
Jeder Gehäusekopf 3, 4 ist von einem Fluidkanal durchsetzt, wobei nachstehend zur besseren Unterscheidbarkeit
von einem in dem ersten Gehäusekopf 3 verlaufenden ersten Fluidkanal 11 und einem in dem zweite Gehäusekopf 4 verlaufenden
zweiten Fluidkanal 12 die Rede sein soll. Jeder dieser Fluidkanäle 11, 12 mündet mit seinem inneren Ende
13 in den jeweils angrenzenden ersten bzw. zweiten Arbeitsraum 7, 8, wobei sich die Mündung zweckmäßigerweise
an der den betreffenden Arbeitsraum begrenzenden und axial orientierten Innenfläche 14 des betreffenden Gehäusekopfes
3, 4 befindet.
Das jeweils entgegengesetzte äußere Ende der beiden Fluidkanäle 11, 12 ist von einer in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten
Anschlußöffnung 15, 16 gebildet, die im
lit !·'· &idigr; · · ·
Bereich der Außenfläche des Gehäuses 1 liegt, wobei die
dem ersten Fluidkanal 11 zugeordnete erste Anschlußöffnung
15 am ersten Gehäusekopf 3 und die dem zweiten Fluidkanal 12 zugeordnete zweite Anschlußöffnung 16 am zweiten
Gehäusekopf 4 vorgesehen ist.
Die Anschlußöffnungen 15, 16 ermöglichen das Anschließen
weiterführender externer Fluidl eitungen 17, 18, die zu
Steuerventilen 22, 23 führen, die die jeweilige Fluidleitung
je nach Schaltstellung mit einer Druckquelle P oder einer Drucksenke R, beispielsweise die Atmosphäre,
verbinden können. Beim Ausführungsbeispiel ist jeder
Fluidleitung 17, 18 ein eigenes Steuerventil zugeordnet,
das als 3/2-Wegeventil ausgeführt ist.
Die beiden Gehäuseköpfe 3, 4 sind mehrteilig ausgeführt und setzen sich aus einer unmittelbar an die zugewandte Rohrkörperstirnfläche
24 angesetzten, beispielsweise scheibenartigen
Zwischenplatte 25, 25' sowie einem an die dem Rohrkörper
axial entgegengesetzte Plattenfläche der jeweiligen
Zwischenplatte 25, 25' angesetzten Deckel 26, 26'
zusammen. Die Deckel 26, 26' können ebenfalls plattenartige Flachgestalt haben.
Die Anschlußöffnungen 15, 16 sind beim Ausführungsbeispiel
an den beiden Deckeln 26, 26' vorgesehen. Die ersten und
zweiten Fluidkanäle 11, 12 verlaufen mit einem zur jeweiligen
Anschlußöffnung 15, 16 führenden ersten Längenabschnitt
2 7 im zugeordneten Deckel 26, 26' und mit einem sich daran anschließenden, zum inneren Ende 13 führenden
zweiten Längenabschnitt 28 in der jeweils zugeordneten
Zwischenplatte 25, 25'. Der in der FUgeebene zwischen
einem jeweiligen Deckel 26, 26' und der benachbarten Zwischenplatte 25, 25' liegende Übergangsbereich 32
zwischen den beiden Längenabschnitten 27, 28 liegt, in
Axialrichtung betrachtet, radial innerhalb der Querschnittskontur
33 des Innenraumes 5 und ist in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet.
In jede Zwischenplatte 25, 25' ist ein in Fig. 1 nur schematisch
angedeutetes entsperrbares Rückschlagventil 34,
34' eingeschaltet. Dabei ist die Rückschlagfunktion so
orientiert, daß ein Zuströmen von Druckmedium in die Arbeitsräume 7, 8 möglich ist, eine entgegengesetzt gerichtete
Fluidströmung jedoch normalerweise verhindert wird
Das in die Zwischenplatte 25 des ersten Gehäusekopfes 3
integrierte erste Rückschlagventil 34 kommuniziert über
einen in Fig. 1 nur strichpunktiert angedeuteten ersten
Entsperrkanal 35 mit dem im anderen Kopfbereich verlaufenden zweiten Fluidkanal 12, und zwar vorzugsweise im Innern
der dortigen Zwischenplatte 25' und mit demjenigen Kanal-
abschnitt des zweiten Fluidkanals 12, der zwischen der
zweiten Anschlußöffnung 16 und dem zweiten Rückschlagventil
34' verläuft. In entsprechender Weise kommuniziert das zweite Rückschlagventil 34' über einen zweiten Entsperrkanal
36 mit dem ersten Fluidkanal 11 des ersten Gehäusekopfes 3. Dabei ist von Vorteil, daß die beiden
Entsperrkanäle 35, 36 mit ihrem sich radial neben dem Innenraum 5 erstreckenden Längenabschnitt im Innern der
Wandung des Rohrkörpers 2 verlaufen, so daß auf externe Verschlauchungen oder Verrohrungen verzichtet werden kann.
Die Entsperrkanäle 35, 36 sind derart mit den Rückschlagventilen
34, 34' verbunden, daß der in ihnen anstehende
Druck in Öffnungsrichtung auf das Ventilglied des jeweilien
Rückschlagventils 34, 34' einwirkt, das in der Regel
durch eine Federanordnung oder eine sonstige Beaufschlagungseinrichtung
in eine den Durchgang durch den betreffenden Fluidkanal 11, 12 unterbindende Schließstellung
vorgespannt ist. Ist der in einem Entsperrkanal 35, 36 anstehende Druck ausreichend hoch, bildet er ein Entsperrsignal,
das das Ventilglied des zugeordneten Rückschlagventils 34, 34' in die Offenstellung verlagert, so daß der
entsperrte Zustand des Rückschlagventils vorliegt.
Die Fig. 1 zeigt einen Ausgangszustand der Gesamtanordnung,
bei dem die beiden Fluidl eitungen 17, 18 durch
a a a · a # &bgr; « · a
entsprechende Schaltstellung der Steuerventile 22, 23 entlüftet
sind. Auf diese Weise liegen die Entsperrsignale auf
Atmosphärendruck, und die Rückschlagventile 34, 34'
bleiben in der Schließstellung, so daß das sich in den
beiden Arbeitsräumen 7, 8 befindende Fluid eingeschlossen
ist und der Kolben axial unbeweglich zwischen zwei Fluidpolstern
eingespannt ist.
Wird nun beispielsweise das erste Steuerventil 22 umgeschaltet,
steht in der zugeordneten ersten Fluidleitung unter einem Betätigungsdruck stehendes Fluid an, das von
der Druckquelle P stammt. Dieser Betätigungsdruck ist in
der Lage, das in den ersten Fluidkanal 11 eingeschaltete
erste Rückschlagventil 34 selbsttätig in die Offenstellung
zu verbringen. Damit jedoch das Fluid in den ersten Arbeitsraum
7 einströmen und den Kolben 6 verlagern kann, muß dem im zweiten Arbeitsraum 8 eingeschlossenen Fluid
die Möglichkeit zum Ausströmen durch den zweiten Fluidkanal 12 gegeben werden. Dies geschieht durch das im
ersten Fluidkanal 11 anstehende Fluid, welches über den zweiten Entsperrkanal 36 mit seinem Betätigungsdruck auf
das zweite Rückschlagventil 34' einwirkt, wobei der Betätigungsdruck
das Entsperrsignal bildet, das in der Lage ist, das zweite Rückschlagventil 34' zu entsperren, das
heißt ebenfalls in die Offenstellung zu verbringen. Auf
diese Weise ist der Durchgang durch den zweiten Fluidkanal
12 zwangsweise freigegeben, so daß das Fluid aus dem angrenzenden zweiten Arbeitsraum 8 ausströmen kann und eine
Verlagerung des Kolbens 6 durch das in den ersten Arbeitsraum 7 einströmende Fluid hervorgerufen wird.
In entsprechender Weise läßt sich eine Bewegung des Kolbens 6 in entgegengesetzte Axialrichtung hervorrufen,
wenn die Steuerventile 22, 23 ihre jeweils andere Schaltstellung einnehmen.
Die Bewegung des Kolbens 6 läßt sich außerhalb des Gehäuses 1 an einem mit dem Kolben 6 in Wirkverbindung
stehenden Abtriebsteil 37 abgreifen, das beim Ausführungsbeispiel
von einer den ersten Gehäusekopf 3 unter Abdichtung durchsetzenden und fest mit dem Kolben 6 verbundenen
Kolbenstange gebildet ist. Es versteht sich jedoch, daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch bei einem kolbenstangenlosen
Linearantrieb verwirklicht werden kann.
Dadurch, daß die entsperrbaren Rückschlagventile 34, 34'
jeweils in einer Zwischenplatte 25, 25' vorgesehen sind,
die axial zwischen den Rohrkörper 2 und den der entsprechenden
Stirnseite zugeordneten Deckel 26, 26' eingefügt
ist, ergibt sich ein sehr einfacher Aufbau mit kompakten
Abmessungen und mit der Möglichkeit, weitestgehend auf
standardisierte Bauteile zurückgreifen zu können. Bei der
Herstellung des Linearantriebes kann nach Kundenwunsch
eine Ausstattung mit oder ohne entsperrbare Rückschlagventile
bereitgestellt werden, indem wahlweise eine oder beide Zwischenplatten eingesetzt oder weggelassen werden.
Wird ein Rückschlagventil 34, 34' nicht benötigt und entfällt
demzufolge die betreffende Zwischenplatte 25, 25',
läßt sich der Deckel 26, 26' ohne weiteres in konventioneller
Weise unmittelbar an der Stirnfläche 24 des Rohrkörpers
2 montieren, wobei nun das Zu- und Abströmen von Fluid allein durch den ersten Längenabschnitt 27 der
Fluidkanäle 11, 12 hindurch erfolgt, der im Hinblick auf
die oben erläuterte Position des Übergangsbereiches 32 mit
freiliegender Mündung zum zugeordneten Arbeitsraum 7, 8
ausmündet. Die stirnseitigen Öffnungen der nicht benötigten
Entsperrkanäle 35, 36 werden dabei von den Deckeln 26,
26' überdeckt und sind von außen nicht zu erkennen. Es kann somit auf Grundlage eines mit Entsperrkanälen 35, 36
versehenen Rohrkörpers 2 und zweier Deckel 26, 26' wahlweise ein mit Zwischenplatten und Rückschlagventilen ausgestatteter
Sonderzylinder oder ein über keine Rückschlagventile
verfügender Standardzylinder hergestellt werden, was einen Rückgriff auf eine große Anzahl von Gleichteilen
ermöglicht und eine kostengünstige Fertigung gestattet.
Bevorzugt sind die Gehäuseköpfe 3, 4 durch Schraubverbindungen
am Rohrkörper 2 festgelegt, wobei entsprechende
Befestigungsschrauben 38 strichpunktiert angedeutet sind.
Letztere sind dabei zweckmäßigerweise lediglich am Rohrkörper
2 und am Deckel 26, 26' verankert, wobei sie die dazwischengefügte Zwischenplatte 25, 25' ohne Schraubeingriff
durchsetzen, so daß letztere axial zwischen dem Rohrkörper 2 und dem jeweiligen Deckel 26, 26' fest eingespannt
ist. Bei nicht vorhandener Zwischenplatte kann
der betreffende Deckel 26, 26' unmittelbar mit dem Rohrkörper 2 verschraubt werden.
Claims (9)
1. Fluidbetatigter Linearantrieb, mit einem Gehäuse
(1), das einen Rohrkörper (2) mit stirnseitig angeordneten Deckeln (26, 26') enthält, mit einem im Innern des
Gehäuses (1) unter Abteilung zweier Arbeitsräume (7, 8)
verschiebbar angeordneten Kolben (6) und mit zwei zu den Arbeitsräumen (7, 8) führenden und in der Wandung des
Gehäuses (1) verlaufenden Fluidkanälen (11, 12), wobei in wenigstens einen dieser Fluidkanäle (11, 12) ein entsperrbares
Rückschlagventil (34, 34') eingeschaltet ist, dessen
fluidisches Entsperrsignal über einen mit dem jeweils
anderen Fluidkanai kommunizierenden Entsperrkanal (35, 36)
zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das entsperrbare Rückschlagventil (34, 34') in einer Zwischenplatte (25,
25') vorgesehen ist, die axial zwischen den Rohrkörper (2)
und den der entsprechenden Stirnseite zugeordneten Deckel
(26, 26') eingefügt ist.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Entsperrkanal (35, 36) im Innern der Wandung des Rohrkörpers (2) verläuft und im Bereich der der Zwischenplatte
(25, 25') entgegengesetzten Stirnseite des Gehäuses (1) mit einem Fluidkanal (11, 12) verbunden ist.
3. Linearantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeden der beiden Fluidkanäle (11, 12)
ein entsperrbares Rückschlagventil (34, 34') eingeschaltet
ist, wobei die beiden Rückschlagventile (34, 34') in zwei
Zwischenplatten (25, 25') vorgesehen sind, die im Bereich
der beiden einander entgegengesetzten Stirnseiten des
Gehäuses (1) zwischen den Rohrkörper (2) und den zugeordneten Deckel (26, 26') zwischengefügt sind.
4. . Linearantrieb nach Anspruch 3 in Verbindung mit
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Entsperrkanäle
(35, 36) in der Wandung des Rohrkörpers (2) verlaufen
5. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Fluidkanal (11, 12) eine
an der Außenfläche des Gehäuses (1) vorgesehene Anschlußöffnung (15, 16) für den Anschluß einer weiterführenden
Fluidleitung zugeordnet ist, wobei sich die Anschluftöffnungen
(15, 16) an den beiden Deckeln (26, 26') befinden.
6. Linearantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Deckeln (26, 26') verlaufende erste Längenabschnitte (27) der Fluidkanäle (11, 12) so angeordnet
sind, daß sie bei Vorhandensein einer benachbarten Zwischenplatte (25, 25') mit in dieser verlaufenden und zu
einem entsperrbaren Rückschlagventil (34, 34') führenden
zweiten Längenabschnitten (28) der Fluidkanäle (11, 12)
kommunizieren und bei NichtVorhandensein einer benachbarten
Zwischenplatte (25, 25') unmittelbar in den angrenzenden
Arbeitsraum (7, 8) ausmünden.
7. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Arbeitszylinder
mit einem am Kolben (6) angreifenden stangenförmigen
Abtriebsteil, das wenigstens einen der Deckel (26) durchsetzt.
8. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der einer Zwischenplatte (25,
25') zugeordnete Deckel (26, 26') mit dem Rohrkörper (2) verschraubt ist, wobei die zugeordnete Zwischenplatte (25,
25') axial zwischen dem Deckel (26, 26') und der Stirnfläche
des Rohrkörpers (2) eingespannt ist.
9. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß an jeden Fluidkanal (11, 12) ein eigenes 3/2-Wegeventi1 als Steuerventil (23) angeschlossen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29900850U DE29900850U1 (de) | 1999-01-20 | 1999-01-20 | Fluidbetätigter Linearantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE29900850U DE29900850U1 (de) | 1999-01-20 | 1999-01-20 | Fluidbetätigter Linearantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29900850U1 true DE29900850U1 (de) | 1999-04-29 |
Family
ID=8068188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29900850U Expired - Lifetime DE29900850U1 (de) | 1999-01-20 | 1999-01-20 | Fluidbetätigter Linearantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29900850U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001098671A1 (de) * | 2000-06-21 | 2001-12-27 | Klaus Brugger | Hubvorrichtung |
| FR2853023A1 (fr) * | 2003-03-29 | 2004-10-01 | Zf Lenksysteme Gmbh | Servo-verin |
| EP2520811A1 (de) * | 2009-10-29 | 2012-11-07 | Norgren GmbH | Flüssigkeitsbetriebener Aktuator |
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1999
- 1999-01-20 DE DE29900850U patent/DE29900850U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990610 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20020426 |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20050802 |