DE29813601U1 - Trekkingstock mit Stoßdämpfer - Google Patents
Trekkingstock mit StoßdämpferInfo
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Description
Anmelder:
Klaus Lenhart
Mittlerer Weg 23
73 2 75 Ohmden
Mittlerer Weg 23
73 2 75 Ohmden
2502 075 29.07.1998
fuh / jmr
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Stock, wie Trekking-, Ski-, Wanderstock, nach dem Oberbegriff des Anpruchs 1.
Bei einem derartigen bekannten Stock ist die Dämpferstange von einer Druckwendelfeder umgeben, deren einmal eingestellte Vorspannung und Charakteristik die Dämpfungseigenschaften des Stocks während der Benutzung bestimmt. Nachteilig hieran ist, dass diese Dämpfungseigenschaft nicht auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden kann.
Bekannt ist es außerdem, einen derartigen Stoßdämpfer zu blockieren, so dass der Stock die Dämpfungseigenschaft überhaupt nicht mehr aufweist. Dies bringt dieselben Nachteile mit sich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stock, wie Trekking-, Ski-, Wanderstock, der eingangs genannten Art zu schaffen, der einerseits die bisherigen Stoßdämpfereigenschaften nach wie vor beinhaltet, der jedoch zusätzlich dem Benutzer die Möglichkeit eröffnet, die Stoßdämpfereigenschaft, wie Härte des Stoßdämpfers, nach seinen Bedürfnissen und/oder nach aktuellen Erfordernissen des Geländes variabel einzustellen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Stock der genannten Art die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale vorgesehen.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es möglich, das Druckfederelement in unterschiedlichen Lagen vorzuspannen und damit die Stoßdämpfereigenschaften bzw. die Härte des Stoßdämpfers zu variieren. Dies führt zu einer individuellen Anpassung an bspw. die Kräfte des Benutzers und an die aktuellen Erfordernisse des Geländes, was insbesondere bei Trekkingstöcken von Vorteil ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Merkmale gemäß Anspruch 2 vorgesehen. Hierbei ergibt sich eine konstruktiv besonders einfache Lösung dann, wenn die Merkmale gemäß Anspruch 3 vorgesehen sind.
Eine robuste Ausführung ist durch die Merkmale gemäß Anspruch 4 gegeben.
Die axialen Führungsnuten können bspw. unmittelbar an der Stirn der Führungshülse beginnen, was jedoch voraussetzt, dass der Stift an der Dämpferstange festgehalten ist. Damit in einfacher Weise ein loses Einlegen eines Querstiftes in eine Querbohrung der Dämpferstange ausreicht und die Verstellung der Stoßdämpfercharakteristik in einfacher und schneller Weise erfolgen kann, sind die Merkmale gemäß Anspruch 5 vorgesehen. Bspw. kann die Umfangsausnehmung durch eine Ringnut gebildet sein. Eine Ausgestaltung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 6 bedingt jedoch eine einfachere Herstellung und größere Bewegungsfreiheit beim Verstellen. In beiden Fällen ist der Querstift unverlierbar gehalten.
Eine besonders praktische Ausgestaltung ergibt sich durch die Merkmale nach Anspruch 7.
Mit den Merkmalen gemäß Anspruch 7 ist zusammen mit der zylindrischen Ausbildung des Ansatzes ein ungewolltes Aufsetzen des Stiftes auf die Nutenzwischenwände und damit in einer Undefinierten Zwischenstellung vermieden und ein leichtes Einführen in die gewünschten Nuten bzw. Positionen erreicht.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäß den Merkmalen des Anspruchs 9 und ggf. 10 der Stoßdämpfer gleichzeitig das Spreizelement zur axialen und drehfesten Verbindung der beiden Rohrteile trägt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
Figur 1 in teilweise längsgeschnittener und
abgebrochener Darstellung den mit einem Stoßdämpfer versehenen Bereich eines Stockes gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Figur 2 in vergrößerter, teilweise aufgebrochener Darstellung die Führungshülse des
Stoßdämpfers nach Figur 1 mit einer ersten Stellung der Dämpferstange,
Stoßdämpfers nach Figur 1 mit einer ersten Stellung der Dämpferstange,
Figur 3 eine Stirnansicht gemäß Pfeil III der Figur
2,
Figuren 4A
und 4B eine gegenüber der Figur 2 weiter
abgebrochene Darstellung der Führungshülse des Stoßdämpfers in um + 60° verdrehten
Stellungen und
Stellungen und
Figur 5 ein schematisch.es Diagramm zur Darstellung der Einstellmöglichkeiten des Stoßdämpfers nach der Erfindung.
Der in der Zeichnung lediglich bereichsweise dargestellte Stock 10 in Form bspw. eines Trekkingstockes, eines
Skistockes, eines Wanderstockes o.dgl. ist mit einem
Stoßdämpfer 11 versehen, der einenends in einem ersten
Rohrteil 13 eines Stockrohres 12 und andernends in einem im ersten Rohrteil 13 axial verschiebbaren zweiten Rohrteil des Stockrohres 12 im Betrieb sowohl axial fest als auch
Skistockes, eines Wanderstockes o.dgl. ist mit einem
Stoßdämpfer 11 versehen, der einenends in einem ersten
Rohrteil 13 eines Stockrohres 12 und andernends in einem im ersten Rohrteil 13 axial verschiebbaren zweiten Rohrteil des Stockrohres 12 im Betrieb sowohl axial fest als auch
drehfest gehalten ist. Dabei ist das Stockrohr 12 einenends bzw. eines der Rohrteile 13, 14 mit einem nicht dargestellten Stockgriff und das Stockrohr 12 andernends bzw. das andere Rohrteil 14, 13 mit einer nicht dargestellten Stockspitze oder einem weiteren Teleskoprohrteil verbunden bzw. bestückt.
Der Stoßdämper 11 besitzt eine Führungshülse 16 aus Kunststoff, die an ihrem mit einer Sacklochbohrung 17 versehenen Ende 18 in dem anderen hier dünneren Rohrteil 14 axial und umfangsmäßig fixiert gehalten, bspw. formschlüssig gehalten, eingepresst und/oder eingeklebt ist. Das abgewandte Ende der Führungshülse 16 ist mit einem Bund 19 versehen, an dem die Ringstirn des zweiten Rohrteils 14 anliegt. Andernends steht vom Bund 19 ein durchmesserkleinerer Führungsansatz 21 einstückig vor.
Ausgehend vom Grund der Sacklochbohrung 17 sind in der Führungshülse 16 drei Paare von diagonal gegenüberliegenden Nuten 22, 22' bzw. 23, 23' und 24, 24' vorgesehen, die sich längs der Führungshülse 16 axial erstrecken und über den Innenumfang der Führungshülse 16 gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Bei diesem Ausführungsbeispxel, bei dem drei Nutenpaare vorgesehen sind, sind diese um jeweils 60° zueinander versetzt angeordnet. Die Paare von Nuten 22, 22' und 23, 23' und 24, 24' haben eine unterschiedliche axiale
Länge, wobei die Nuten jedes Paares gleich lang sind. Bspw. haben die Nuten 22 und 22' die größte Länge, während die um +60° versetzten Nuten 24 und 24' die kürzeste Länge aufweisen. Die zwischen dem längsten Nutenpaar 22, 22' und dem kürzesten Nutenpaar 24, 24' liegenden Nuten 23 und 23' besitzen eine Zwischenlänge von bspw. der halben Differenzlänge der beiden vorgenannten Nutenpaare (vgl. Figur 5). Es versteht sich, dass die Verteilung der Längen der Nuten auch nicht-linear sein kann.
Der Stoßdämpfer 11 besitzt ferner eine Dämpferstange 26, die im Querschnitt zylindrisch ist und die an ihrem einen Endbereich in der Führungshülse 16 axial verschiebbar geführt ist. Am anderen Endbereich ist die Dämpferstange 26 mit einem Anschlag 28 versehen, an eine Führungsmuffe 33 mit ihrem Bund 34 anliegt. Zwischen dem Bund 24 der Führungsmuffe 33 und dem Bund 19 der Führungshülse 16 ein Druckfederelement 2 9 angeordnet ist, das beim Ausführungsbeispiel eine Druckwendelfeder ist. Das der Führungshülse 16 abgewandte Ende der Dämpferstange 28 ist als Außengewindeansatz 31 ausgebildet, auf den der Anschlag 2 8 in Form einer Sechskantmutter bis zum Ende fet aufgeschraubt ist und auf den ein Spreizelement 32 aufschraubbar ist, mit dem der Stoßdämpfer 11 in dem durchmessergrößeren ersten Rohrteil 13 verdrehsicher und axial fest jedoch jeweils lösbar gehalten ist.
Die einstückige hier metallische Dämpferstange 26 ist auch in ihrem dem Außengewindeansatz 31 abgewandten Bereich vollzylindrisch ausgebildet. Das innerhalb der Führungshülse 16 liegende Ende 27 der Dämpferstange 26 ist mit einer Querbohrung 3 0 versehen, in der ein die Dämpferstange 2 6 quer durchdringender und beidseitig überragender Stift 35 lose gehalten ist. Dieser Querstift 35 ist in seinen Abmessungen (Länge und Durchmesser) derart, dass er während der Drehung in der Sacklochbohrung 17 gehalten und in den Paaren von Nuten 22, 22' bzw. 23, 23' bzw. 24, 24' geführt werden kann. Durch relatives axiales Bewegen der Dämpferstange 2 6 innerhalb der Führungshülse 16 gleiten die zylindrischen Enden des Querstiftes 35 in einem der Nutenpaare, wie dies in Figur an Hand des Paares der längsten Nuten 22, 22' dargestellt ist.
In der Darstellung der Figur 2 ist der Querstift 35 unter der Spannung der Druckfeder 2 9 gegen den Grund dieser Nuten 22, 22' gedrückt. In diesem Zustand ist die Druckfeder 29 nahe ihrem Entspannungszustand, d.h. sie besitzt eine kleine Ausgangsfederkraft, so dass zur Stoßdämpfung ein relativ großer Federweg möglich ist. Wird die Dämpferstange 2 6 durch eine axiale Relativbewegung der beiden Rohrteile 13, 14 in Richtung des Pfeiles A gegenüber der Führungshülse 16 bewegt, gelangt der Querstift 35 aus den
Nuten 22, 22' in die Sacklochbohrung 17, in welchem Zustand die Dämpferstange 26 durch relatives Verdrehen (Pfeil B) der beiden Rohrteile zueinander frei über 3 60° gedreht werden kann. Beim Ausführungsbeispiel erfolgt ein Verdrehen um ±60° in einen Bereich über dem Nutenpaar 23, 23' oder dem Nutenpaar 24, 24'. Entgegen dem Pfeil A gelangt beim Loslassen der beiden Rohrteile 13, 14 unter der Wirkung der Druckfeder 29 der Querstift 35 in eine dieser Nutenpaare bis zu deren Grund. Im Falle der Einführung des Querstiftes 35 in das kürzeste Nutenpaar 24, 24' ist die Druckfeder nahezu vollständig gespannt, d.h. sie besitzt eine große Ausgangsfederkraft, so dass der Stock 10 nur noch eine minimale Dämpfung besitzt. Im Falle des Einführens des Querstiftes 35 in die Nuten 23, 23' mittlerer Länge, ist eine gegenüber der Ausgangslage härtere Dämpfungscharakteristik des Stoßdämpfers 11 erreicht. Die in den einzelnen Nutenpaaren erreichten Wege ergeben sich schematisch aus Figur 5.
Aus den Figuren 2 und 3 ist ferner ersichtlich, dass die axialen Trennwände 3 6 der Führungshülse 16 zwischen den einzelnen Nutenpaaren sowohl axial als auch umfangsseitig mit jeweils einer Fase 37 bzw. 38 zur Erleichterung der Einführung des Querstiftes 35 in die jeweiligen Nuten versehen sind. Die Länge der Sacklochbohrung 17 ist zur einfachen Verdrehung und zum Erreichen eines möglichst
großen Verdrehbereichs relativ lang. Die lichte Weite der Enden des Querstiftes 35 ist etwas geringer als der Innendurchmesser der Sacklochbohrung 17. Entsprechendes gilt für den Außendurchmesser des Querstiftes 35 relativ zu den lichten Weiten der Nuten 22 bis 24 bzw. 22' bis 24'.
Beim in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem das zweite Rohrteil 14 mit dem Stoßdämpfer 11 voraus in das durchmessergrößere erste Rohrteil 13 des Stockrohres 12 eintaucht, ist eine Überwurfartige Abdeckung 39 vorgesehen, die am ersten Rohrteil 13 ortsfest gehalten ist und innerhalb der das zweite Rohrteil 14 axial beweglich und verdrehbar beweglich gehalten ist. Durch Verdrehen des zweiten Rohrteils 14 gegenüber dem ersten Rohrteil 13 dann, wenn die Enden des Querstiftes 35 innerhalb einer der Nuten 22 bis 24, 22' bis 24' liegen, kann das Spreizelement 32 gelockert werden, so dass eine Längenverstellung des Stocks 10 durch mehr oder weniger weites Ineinanderschieben der beiden Rohrteile 13 und 14 möglich ist.
Wenn auch beim dargestellten Ausführungsbeispiel drei über den Umfang der Führungshülse 16 gleichmäßig verteilt angeordnete Nutenpaare zur Dreifacheinstellung der Stoßdämpfercharakteristik vorgesehen sind, versteht es sich, . dass auch mehr als drei Nutenpaare und damit mehr als drei Verstellmöglichkeiten vorgesehen sein können. Bspw.
können für eine Einstelllage statt eines Nutenpaares auch lediglich eine einzige Nut und an der Dämpferstange nur ein einziges Auge bzw. Ansatz vorgesehen sein. Auf diese Weise kann beim dargestellten Ausführungsbeispiel eine doppelte Anzahl an Verstellmöglichkeiten gegeben sein.
Claims (10)
1. Stock (10), wie Trekking-, Ski-, Wanderstock, mit einem Stoßdämpfer (11) zwischen einem ersten und einem zweiten Rohrteil (13, 14) eines mit Handgriff und Stockspitze versehenen Stockrohres (12), wobei der Stoßdämpfer (11) eine in einem Rohrteil (13, 14) drehfest gehaltene Führungshülse (16), in der eine am anderen Rohrteil (14, 13) axial festgehaltene Dämpferstange (26) geführt ist, und ein Druckfederelement (29) zwischen Führungshülse (16) und Dämpferstange (26) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferstange (26) in und gegenüber der Führungshülse (16) in unterschiedlichen axialen Lagen festlegbar ist.
2. Stock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferstange (26) an ihrem in der Führungshülse (16) angeordneten Ende mit einem Rastelement (35) versehen ist, das durch relatives Verdrehen der Dämpferstange (26) gegenüber der Führungshülse (16) in der Führungshülse lösbar verrastbar ist.
3. Stock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement durch mindestens einen die Dämpferstange (26) radial überragenden Stift (35) gebildet ist und dass die Führungshülse (16) über den Innenumfang verteilt angeordnete, unterschiedlich lange, axiale Führungsnuten (22 bis 24) in denen der Stift (35) wahlweise aufnehmbar ist, aufweist.
4. Stock nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein beidendig diagonal vorragender Querstift (35) an der Dämpferstange (26) vorgesehen ist und dass jeweils diagonal gegenüberliegende Führungsnuten (22 bis 24) gleich lang sind.
5. Stock nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnuten (22 bis 24) vom inneren Ende einer gemeinsamen Innenumfangsausnehmung (17) in der Führungshülse (16) ausgehen und dass in der Innenumfangsausnehmung der bzw. die Stifte (35) der Dämpferstange (26) verdrehbar sind.
6. Stock nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenumfangsausnehmung durch eine Sacklochbohrung (17) gebildet ist.
7. Stock nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (36) zwischen den Führungsnuten (22 bis 24) mit axialen Einführschrägen (37) versehen sind.
8. Stock nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass über den Innenumfang der Führungshülse (16) drei unterschiedlich lange Führungsnutenpaare (22 bis 24) vorgesehen sind.
9. Stock nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßdämpfer (11) an seinem der Führungshülse (16) abgewandten Ende mit einem Spreizelement (32) versehen ist.
10. Stock nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizelement (32) auf das zugewandte Verlängerungsende (31) der Dämpferstange (26) schraubbar ist.
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