PALGEN, SCHUMACHER & KLUIN
DÜSSELDORF ESSEN PATENTANWÄLTE
UNSERZEiCHEN: 97 778 K/at Düsseldorf.den 9. September 1997
AKTEN-NR. 22
ELEK GMBH
Am Alten Bach 18
D - 41470 Neuss
Anschlußexnrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschlußexnrichtung der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden Art und
umfaßt auch einen mit dieser Anschlußexnrichtung ausgerüsteten Schaltschrank.
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Elektrische Schaltschränke dienen bei Schaltanlagen dazu, Schaltgeräte und Schaltelemente, wie beispielsweise Schütze,
Sicherungselemente oder dergleichen oder auch Anzeigeinstrumente, die beispielsweise den Betriebszustand nachgeschalteter
Verbraucher charakterisieren, aufzunehmen und übersichtlich und gut zugänglich anzuordnen.
Derartige Schaltschränke, die meist auf der Seite, von der die Schaltgeräte zugänglich sind, mit Hilfe eines oder
mehrerer Türflügel verschließbar sind, weisen in der Regel zumindest die folgenden Funktionsräume auf:
D-40239 DÜSSELDORF MULVANYSTRASSE 2 TELEFON 49 / 211 / 96 145 - 0 TELEFAX 49 / 211 / 96 145 - 20
D-45133 ESSEN FRÜHLINGSTRASSE 43 A !TELEFON 49 / 201 / 84 230 - 0 TELEFAX 49 /201/84 230 - 20
einen ersten, der sich an die Türöffnung anschließt und Mittel - meist diesen Funktionsraum umgebende Rahmenprofile
- umfaßt, die der Festlegung der Schaltgeräte dienen;
einen zweiten, sich zur Rückseite des Schaltschranks hin anschließenden, welcher stromführende Bauteile, meist
Stromzufuhr- und mit diesen kontaktierte Stromverteilschienen aufnimmt, mit welchen die Schaltgeräte kontaktiert
werden müssen.
Die Kontaktierung der Schaltgeräte mit den zugeordneten Stromverteilschienen erfolgt auf unterschiedliche Weisen.
Bei einer Reihe von Schaltgeräten sind an deren Rückseite Klemmkontakte vorgesehen, deren Position und Abstände
zueinander ein direktes Aufschieben des jeweiligen Schaltgeräts unter gleichzeitiger Kontaktierung der Klemmanschlüsse
mit den Stromverteilschienen erlaubt.
Häufig stimmt jedoch die Position der Klemmkontakte und/- oder der Abstand derselben zueinander mit dem Phasenabstand
genannten Abstand zweier benachbarter Stromverteilschienen zueinander nicht überein oder die Abmessungen des
Schaltgeräts und/oder schlichtweg die Art der Anschlüsse läßt eine direkte Kontaktierung mit den Stromverteilschienen
nicht zu. In diesen Fällen wird die Kontaktierung über separate Anschlußstücke bewerkstelligt.
Von der Firma ICORE International GmbH, Bad Homburg, ist
ein Steckverbindersystem "sotax" bekannt, welches ein Isoliergehäuse
umfaßt, welches einerseits vier hinsichtlich ihrer Anordnung an einen Standardphasenabstand angepaßte
Klemmkontakte umfaßt, die elektrisch mit andererseits aus dem Isoliergehäuse herausführenden Anschlußkabeln verbunden
sind. Die Anschlußkabel dienen der Herstellung der elektrischen Verbindung mit dem der jeweiligen Stromverteilschiene
zugeordneten Anschluß des Schaltgeräts.
Zwar sind die freien Enden der Anschlußkabel an die individuelle Ausgestaltung der Anschlüsse des jeweiligen
Schaltgeräts anpaßbar und Anpassungsschwierigkeiten an unterschiedliche Anschlußabstände und Positionen bestehen
in der Regel nicht, nachteilig ist jedoch der relativ hohe Aufwand, der benötigt wird, um die elektrischen Verbindungen
herzustellen. Weiterhin kann es durch den erheblichen Platzbedarf der Anschlußkabel zu Einbauschwierigkeiten
kommen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anschlußeinrichtung
zu schaffen, bei welcher diese Nachteile verbessert sind.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst.
Die erfindungsgemäße Anschlußeinrichtung umfaßt einen
Trägerbauteil aus elektrisch isolierendem Material, weleher
wahlweise mit einem oder mehreren Kontaktmitteln zur elektrischen Kontaktierung der gewünschten Stromschienen
an den hierzu erforderlichen Stellen ausgestattet werden kann. Hierdurch ist es einerseits möglich, die Anschlußeinrichtung
bei Stromschienenanordnungen verschiedenen Phasenabstands einzusetzen, andererseits ist es im Bedarf
sf alle auch möglich, das Trägerbauteil nur mit einzelnen Kontaktmitteln zu versehen, um so nur einzelne Stromschienen
zu kontaktieren. Ferner sind wahlweise ein oder mehrere Anschlußmittel zur elektrischen Kontaktierung
elektrischer Anschlüsse des Schaltgeräts an dem Trägerbauteil entweder an durch die Kontaktmittel vorbestimmten
Positionen oder seitlich versetzt zu diesen anbringbar. Hierdurch können die Anschlußmittel optimal den durch das
jeweilige Schaltgerät vorgegebenen Erfordernissen angepaßt werden. Ferner ist das Trägerbauteil mit elektrischen
Verbindungsmitteln ausrüstbar, mit denen die Kontaktmittel
mit den Anschlußmitteln zur Kontaktierung der zugeordneten elektrischen Anschlüsse des Schaltgeräts elektrisch verbindbar
sind. Durch die Verwendung unterschiedlicher Verbindungsmittel kann die Zuordnung von Kontakt- und An-Schlußmitteln
variiert werden. Sind die Positionen der Anschlußraittel auf die Positionen der wiederum an die Lage
und den Phasenabstand der Stromschienen angepaßten Kontaktmittel abgestimmt, so ist die Anschlußeinrichtung
insbesondere zum Anschluß von Schaltgeräten geeignet, deren Anschlüsse in einer sich quer zur Längserstreckung
der Stromverteilschienen verlaufenden Reihe angeordnet sind. Solche Schaltgeräte werden häufig mit vertikal einbaubaren
oder kurz "vertikalen" Schaltgeräten bezeichnet. Dadurch, daß es erfindungsgemäß ebenfalls möglich ist, die
Anschlußmittel seitlich versetzt zu den Kontaktmitteln anzubringen, ist es ebenfalls möglich, die Anschlußeinrichtung
an Schaltgeräte anzupassen, bei denen die Anschlüsse in einer in Längsrichtung der Stromschienen parallelen,
aber seitlich versetzten Reihe angeordnet sind, mit anderen Worten bei solchen Schaltgeräten, die gegenüber
den erstgenannten um 90° verschwenkt eingebaut werden. Diese Schaltgeräte werden dementsprechend auch horizontal
einbaubare oder kurz "horizontale" Schaltgeräte genannt.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der Anschlußeinrichtung
gemäß Anspruch 2, bei der das Trägerbauteil sich über sämtliche Stromschienen der jeweiligen
Stromschienenanordnung erstreckt. Durch diese Ausgestaltung weist die Anschlußeinrichtung eine maximale Variabilität
auf, da durch entsprechende Anordnung von Kontakt- und Anschlußmitteln sowie Auswahl der benötigten elektrischen
Verbindungsmittel jede gewünschte Zuordnung vom Anschluß des Schaltgerätes zur Stromschiene der Strom-Schienenanordnung
herstellbar ist.
Besonders vorteilhaft ist es, das Trägerbauteil im wesentlichen wannenförmig, d.h im Querschnitt U-förmig mit Bodenteil
und Seitenteilen und mit geschlossenen, stirnseitigen Enden auszubilden. Die mit den Stromschienen elektrisch
zu verbindenden Kontaktmittel sind dann vorzugsweise auf der offenen Seite des Trägerbauteils angeordnet,
die zu den Anschlüssen des Schaltgeräts führenden Anschlußmittel auf der geschlossenen Seite und die AnschlußmJLttel
zur Kontaktierung sind dann vorzugsweise in der "Warme" untergebracht. Bei einem derart ausgestalteten
Anschlußstück sind - mit Ausnahme der zum Schaltgerät führenden Anschlußmittel - die stromführenden Teile zum
der Aufnahme des Schaltgeräts dienenden Funktionsraum des Schaltschranks elektrisch isoliert, was die Gefahr des
zufälligen Berührens durch Bedienpersonal und das Auftreten von anderen, beispielsweise durch ungewollte Berührung
durch andere, elektrisch nicht isolierte Bauteile hervorgerufene Störungen erheblich reduziert.
Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Anschlußstück
für horizontale, eine Mehrzahl von Anschlüssen aufweisende Schaltgeräte dann, wenn es gemäß Anspruch 4 eine der Anzahl
der zu der jeweiligen Stromschienenanordnung gehörenden Stromschienen entspricht. Dieses Anschlußstück ist im
eingebauten Zustand pro "Wanne" mit einem Kontaktmittel an einer durch die Lage der jeweils zu kontaktierenden Stromschiene
bestimmten Position bestückt und mit einem hinsichtlich seiner Länge an die Position des Kontaktmittels
angepaßten Verbindungsmittel mit dem jeweiligen der in einer seitlich zur Stromschienenanordnung versetzten Reihe
von Anschlußmitteln verbunden.
Ohne großen Aufwand an die verschiedenen gewünschten Kontaktmittelpositionen
anpaßbar ist das Trägerbauteil dann, wenn es gemäß Anspruch 5 in seinem Bodenbereich Durchbrüche
aufweist, deren Abstände zueinander den Phasenabstän-
den der Stromschienen entsprechen. Im Falle der Kontaktierung eines "vertikalen" Schaltgeräts kann dann die Verbindung
zwischen den Kontakt- und den Anschlußmitteln über einfache Brücken, die beispielsweise durch gleichzeitig
der Befestigung der Kontakt- und Anschlußmittel dienenden elektrischleitenden Schrauben gebildet werden, erfolgen.
Dementsprechend ist es im Hinblick auf ein "horizontales" Schaltgerät von Vorteil, im Bodenteil des Trägerbauteils
in dem seitlich überragenden Bereich einen weiteren Durchbruch vorzusehen, durch den dann die Kontaktierung und/-
oder Befestigung des Anschlußmittels mit dem in der "Wanne" befindlichen Verbindungsmittel erfolgen kann.
Ein vollständiger Schutz gegen ungewollte Berührungen der spannungsführenden Teile der Anschlußeinrichtung durch
Bedienpersonal oder andere Bauteile ist trotz der Durchbrüche gewährleistet, wenn diese mit dünnwandigen, ausbrechbaren
Wandungen verschlossen sind. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen werden dann bei der Montage der
Anschlußeinrichtung nur diejenigen Wandungen durchbrochen, durch die elektrische Verbindungsmittel geführt werden
müssen.
Die elektrischen Verbindungsmittel weisen vorzugsweise die Merkmale der Ansprüche 8 und 9 auf. Ein elektrisches Verbindungsmittel
umfaßt demnach eine einen Durchbruch durchsetzende und eine in das Innere der "Wanne" des Trägerbauteils
eingelegte elektrische Brücke, wobei letztgenannte nicht erforderlich ist, wenn Kontakt- und Anschlußmittel
einander direkt gegenüberliegend anzuordnen sind.
Vorzugsweise sind die Kontaktmittel gemäß Anspruch 10 als Klemmkontakte ausgebildet, da durch diese Ausgestaltung
die Anschlußeinrichtung - ähnlich zu den eingangs genann-
ten direkt kontaktierbaren Schaltgeräte - auf die Stromschienenanordnung
aufschiebbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Rahmengestells eines Schaltschranks mit einer
—· drei Stromschienen umfassenden Stromschie-
~~ nenanordnung - teilweise umgeben von Berührungsschutzprofilen
- mit einer erfindungsgemäßen Anschlußeinrichtung;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer An-Schlußeinrichtung
in einer Ansicht gemäß
Fig. 1 von hinten;
Fig. 3 a bis c verschiedene Ansichten des Trägerbauteils,
Fig. 3 b einen Schnitt durch die Mittellängsachse
des Trägerbauteils;
Fig. 4 eine auseinandergezogene Darstellung sämtlicher Bauteile eines für ein "horizontales"
Schaltgerät vorgesehenes Segment einer
Anschlußeinrichtung inklusive Montageplatte;
Fig. 5 a und b verschiedene Ansichten eines für die Montage eines "vertikalen" Schaltgeräts vorgese
henen Segments einer Anschlußeinrichtung inklusive Montageplatte;
Fig. 6 ein aus einem einzelnen Segment bestehendes Anschlußstück mit montiertem, "vertikalem"
Schaltgerät sowie
Fig. 7 ein aus drei Segmenten bestehendes Anschlußstück mit montiertem, "horizontalen"
Schaltgerät.
Wenn im folgenden von "vorn", "horizontal" oder "vertikal" die Rede ist, so beziehen sich diese Angaben auf einen vor
einem in Betriebsstellung befindlichen Schaltschrank stehenden Betrachter.
Das in Fig. 1 mit 100 bezeichnete Rahmengestell eines Schaltschranks umfaßt eine Mehrzahl von an vertikalen
Rahmenprofilen 1 des Rahmengestells 100 angeordneten Tragblöcken 2 aus Kunststoff, an denen Paare von zueinander
beabstandeten, jeweils eine Phase führenden horizontalen Stromzuführschienen 3 befestigt sind. An den Stromzuführschienen
3 sind mit Hilfe von hier nicht näher zu erläuternden Befestigungselementen 5 vertikal verlaufende
Stromverteilschienen 6 angebracht, die mit jeweils einer Phase der Stromzuführschienen 3 elektrisch kontaktiert
sind. Die Stromverteilschienen 6 sind mit Ausnahme des Bereichs, in dem die Befestigung der Stromverteilschienen
6 an den Stromzuführschienen 3 erfolgt, jeweils von einem kanalartigen Berührungsschutzprofil 7 umgeben, welches an
seiner Frontseite eine Folge von Öffnungen 8 aufweist, die zwar den Durchgriff eines üblicherweise als die Stromverteilschiene
6 spangenartig umgebender Klemmkontakt ausgebildetes Kontaktmittel erlauben, ein zufälliges Berühren
der Stromverteilschiene mit einem Finger jedoch verhindern. Der obere, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nicht von den Berührungsschutzprofilen 7 umgebene Bereich der Stromverteilschienen 6 ist im montierten Zustand des
Schaltschranks vollständig abgedeckt. Bei einer anderen, in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform des
Schaltschranks erstrecken sich die Berührungsschutzprofile 7 über die geamte Länge der Stromverteilschiene 6.
Das Rahmengestell 100 des Schaltschranks ist durch bezüglich der durch die Seitenflächen des Schaltschranks definierten
Ebenen vertieft angeordnete vertikale Streben 9 und horizontale Unterteilungsprofile 10 in einen vorderen
und einen hinteren Funktionsraum 11,12 unterteilt. In dem
hinteren Funktionsraum 12 sind üblicherweise sämtliche stromführenden Teile, im vorderen Funktionsraum 11 in der
Zeichnung nicht dargestellte Schaltgeräte, die entweder an ihxer Rückseite Klemmkontakte aufweisen, welche von vorn
auf—die Stromverteilschienen aufschiebbar sind, oder mit
Hilfe von separaten Anschlußeinrichtungen 20 mit den Stromverteilschienen 6 kontaktiert werden.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anschlußeinrichtung 20 im einzelnen dargestellt. Diese umfaßt bei der dargestellten Ausführungsform vier
Segmente 21',21'',21''',21'''', welche im wesentlichen
gleich aufgebaut sind. Je nach Anzahl der zu kontaktierenden Stromverteilschienen 6 und/oder der Anschlüsse des zu
kontaktierenden Schaltgeräts kann das Anschlußstück auch eine von vier verschiedene Anzahl von Segmenten umfassen.
Jedes Segment 21' bis 21'''' umfaßt einen aus einem elektrisch isolierenden Material hergestellten Trägerbauteil
22, welcher im einzelnen in verschiedenen Ansichten in Fig. 3 dargestellt ist. Er ist im wesentlichen wannenförmig,
d.h. im Querschnitt U-förmig und mit geschlossenen, stirnseitigen Enden ausgebildet. In den von den Seitenteilen
2 3 und dem Bodenteil 24 begrenzten Innenraum 25 sind elektrische Verbindungsmittel 26 einsetzbar, welche
sich bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel über die gesamte Länge des Innenraumes 2 5 erstrecken. Je
nach durch die zu kontaktierenden Schaltgeräte und/oder Stromverteilschienen im Einzelfall vorgegebenen Verhältnisse
können jedoch auch kürzere elektrische Verbindungsmittel Verwendung finden.
Die elektrischen Verbindungsmittel 26 tragen auf ihrer der offenen Seite des Trägerbauteils 20 zugewandten Seite 27
Kontaktmittel 28, die in dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel als Klemmkontakte ausgebildet sind, welehe
sich von einer Schmalseite her auf eine Stromverteilschiene 6 aufschieben lassen und im aufgeschobenen Zustand
diese spangenartig umgreifen. In dem in Fig. 2 unten dargestellten Endbereich trägt das elektrische Verbindungmittel
26 einen Stiftkontakt 29, welcher den Trägerbauteil 20 auf der dem Kontaktmittel 28 gegenüberliegenden, im
wesentlichen geschlossenen Seite in einem Fortsatz 30 durchstößt und ein Anschlußmittel 31 zur Kontaktierung mit
einem Anschluß eines Schaltgerätes bildet.
Die an den einzelnen Segmenten 21' bis 21'''' vorgesehenen Kontaktmittel 2 8 sind um den Phasenabstand der Stromverteilschienen
6 versetzt angeordnet, so daß im aufgeschobenen Zustand der Anschlußeinrichtung 20 jedes Kontaktmittel
28 und somit jedes Anschlußmittel 31 mit einer anderen Stromverteilschiene 6 kontaktiert ist.
Wie insbesondere aus den Fig. 3a bis c ersichtlich ist, umfaßt das Trägerbauteil 22 neben der in dem Fortsatz 30
vorgesehenen Öffnung 33 eine Reihe von weiteren Durchbrüchen 34, welche einen dem Phasenabstand der Stromverteilschienen
6 entsprechenden Mittenabstand M zueinander aufweisen. Die Öffnung 33 und die Durchbrüche 34 sind vor dem
Einsatz des Trägerbauteils 22 dünnwandig verschlossen, so daß stets nur diejenigen Öffnungen 33 und/oder Durchbrüche
34 der Anschlußeinrichtung durch Ausbrechen der dünnen Wandung 2 gegeben werden, die entsprechend dem jeweiligen
Einsatzzweck zur Durchführung von Bauteilen durch das Bodenteil 24 erforderlich sind.
Der Anbringung der Anschlußeinrichtung 20 in dem Schaltschrank dient eine in den Fign. 4 bis 7 dargestellte Mon-
tageplatte 32. Diese weist - wie in Fig. 4 dargestellt eine Reihe von Längsschlitzen 35 auf, deren Anzahl derjenigen
der maximal zu montierenden Segmente 21 der Anschlußeinrichtung 20 entspricht und die - bezogen auf den
montierten Zustand der Montageplatte 32 - parallel zu den Stromverteilschienen 6 ausgerichtet sind. Die Längsschlitze
35 dienen dem Durchgriff eines am gemäß Fig. 2 oberen stirnseitigen Ende der Anschlußeinrichtung 20 dargestellten·
abgewinkelten Fortsatzes 36, der derart ausgestaltet und dimensioniert ist, daß er in einen Längsschlitz 35
einschiebbar ist, wenn sich die Anschlußeinrichtung 20 etwa im rechten Winkel zu der Montageplatte 32 befindet,
eine von dem Fortsatz 36 gebildete Anlagefläche 37 jedoch die der Anschlußeinrichtung abgewandte Seite der Montageplatte
32 hintergreift, wenn die Anschlußeinrichtung 20 parallel zur Montageplatte 32 ausgerichtet ist.
Weiterhin umfaßt die Montageplatte 32_eine langlochförmige
Öffnung 38, welche dem Durchtritt der Fortsätze 30 der Trägerbauteile 22 dienen. Die Arretierung der Anschlußeinrichtung
20 in ihrem angeklappten Zustand an der Montageplatte 32 dient eine durch eine entsprechende Lochung 39
in der Anschlußplatte 32 greifende Schraube 40, welche von der der Anschlußeinrichtung 20 abgewandten Seite der Montageplatte
in eine Bohrung 41 in den Trägerbauteil 22 einschraubbar ist. Hierzu kann die Bohrung 41 entweder mit
einem Gewinde versehen sein, oder es findet eine selbstschneidende Schraube Verwendung. Zur Festlegung des Kontaktmittels
28 und des Stiftkontakts 29 umfaßt das elektrische Verbindungsmittel 26 eine Reihe von Bohrungen 42.
Die Befestigung des elektrischen Verbindungsmittels 26 in dem Trägerbauteil 22 erfolgt mittels Schrauben 43, welche
in entsprechende, im Bodenteil 24 vorgesehene Bohrungen (s. Fig. 3) eindrehbar sind. Wiederum können die Bohrungen
mit einem Gewinde versehen oder aber die Schrauben selbstschneidend ausgebildet sein.
In einer Bestückung, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, dient die Anschlußeinrichtung 2 0 der elektrischen Kontaktierung
eines sogenannten horizontalen Schaltgeräts 45 wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Bei einem horizontalen
Schaltgerät sind die Anschlüsse 46 in einer parallel zu den Stromschienen 6 verlaufenden Reihe angeordnet. Die
Kontaktierung der einzelnen Anschlüsse 46 erfolgt über die Stiftkontakte 29, welche - wie bereits von Fig. 2 erläutert
- durch die unterschiedlichen Anordnungen der Kontaktmittel 28 über die elektrischen Verbindungsmittel 26
mit der jeweils zugeordneten Stromverteilschiene 6 verbunden sind. Bei der in Fig. 7 dargestellten Anordnung
sind die Anschlußeinrichtung 20, die Montageplatte 32 und das Schaltgerät 45 zu einem Einschub zusammengefaßt, weleher
seitlich mit zwei Handhaben 47 ausgerüstet ist.
Bei einer in den Fign. 5a und b in einer Ansicht von schräg vorne bzw. von schräg hinten dargestellten Bestükkung
der erfindungsgemäßen Anschlußeinrichtung 20 ist diese zur elektrischen Verbindung eines sogenannten vertikalen
Schaltgeräts, dessen Anschlüsse in einer quer zu den Stromverteilschienen verlaufenden Reihe angeordnet
sind, konzipiert. Ein derartiges Schaltgerät ist in Fig. 6 dargestellt. Bei dieser Bestückung ist in dem Innenraum
2 7 kein sich über die gesamte Länge erstreckendes elektrisches Verbindungsmittel vorgesehen. Vielmehr umfaßt der
Innenraum eine der Anzahl der Schaltgerätanschlüsse entsprechende Anzahl von Kontaktmitteln 28, welche in einem
an den Phasenabstand der Stromverteilschienen angepaßten Abstand angeordnet sind. Die selbstverständlich voneinander
isolierten Kontaktmittel 28 sind durch die Durchbrüche 34 in dem Trägerbauteil 22 und entsprechend angeordnete
Bohrungen 48 in der Montageplatte 32 nach außen geführt. Um zu vermeiden, daß die Montageplatte mit einem
oder mehreren der hindurchragenden Stiftkontakte 49 in
Berührung kommt, sind diese im Bereich des Durchtritts von einem isolierenden Mantel 50 umgeben.
Die elektrische Verbindung eines in Fig. 6 mit 51 bezeichneten vertikalen Schaltgeräts erfolgt dadurch, daß die
einzelnen Stiftkontakte über elektrische Brücken 52 mit dem jeweiligen Anschluß des Schaltgeräts 51 verbunden
werden. Wie den Fign. 5 und 6 entnehmbar ist, wird im Faile der Kontaktierung eines vertikalen Schaltgeräts die
Anschlußexnrichtung 20 lediglich ein Segment 21 umfassen.