DE29681047U1 - Schneidwerkzeug für ein Gipsbord - Google Patents
Schneidwerkzeug für ein GipsbordInfo
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Description
• · · I
2/1 PATENTANWÄLTE
DR. O. LOESENBECK (1931-1980)
DIPL-ING. A. STRACKE
DIPL-ING. K.-O. LOESENBECK
DIPL.-PHYS. SPECHT
DIPL-ING. A. STRACKE
DIPL-ING. K.-O. LOESENBECK
DIPL.-PHYS. SPECHT
Nieminen, Raine Vertreter beim Europäischen Patentamt
Jöllenbecker Straße 164
D-33613 Bielefeld
D-33613 Bielefeld
Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruches.
Die bisher bekannten Verfahren und Schneidwerkzeuge haben Nachteile bezüglich rr\
der Genauigkeit, und das Durchführen der Bearbeitung erfordert einen großen ·,
Zeitaufwand.
Das Schneiden eines Gipsbordes wird normalerweise in einer horizontalen Ebene auf
einer für diesen Zweck vorgesehenen Bank ausgeführt. Zunächst werden Messungen an beiden Enden des Bordes an Punkten der gewünschten Weite
markiert, wonach ein Richtlineal, d. h. ein maximal gerades Brett oder ein Metallineal
von einer Markierung zur anderen angeordnet wird. Die Gipsbordeinlage wird entlang
der Seite der scharfen Kante unter Verwendung eines Handwerksmessers angeschnitten und der Gips wird stoßgebrochen, wobei das Bord derart gefaltet wird,
daß es auf der anderen Seite der Einlage aufliegt, und an der Faltkante wird ein
Schnitt ausgeführt. Ein auf diese Weise durchgeführter Schnitt kann eine sehr schräge Trennung bewirken und die Nachbearbeitung wird relativ viel Zeit
beanspruchen. Im Falle von langen Schnitten ist es sehr schwierig, das Richtlineal
richtig auszurichten, genauso wie beim Durchschneiden eines Bordes in Hälften, da
ein Gipsbord normalerweise 1200 mm breit ist. Das Halbieren eines solchen Bordes
LOESENBECK & STRACKE - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD 25. Mai 1998
*··· Beschreibung Blatt 2
ist sehr schwierig, da die menschliche Reichweite hier Begrenzungen setzt. Es gibt
auch sogenannte Scheibenschneider, bei denen Scheiben auf beiden Seiten des Bordes rotieren. Wenn die Scheiben stumpf werden und wenn die Breite des
Schnittes groß ist, arbeitet ein derartiger Schneider nicht mehr, da die Scheiben die
Einlage nicht durchdringen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und die
Bearbeitungsgeschwindigkeit heraufzusetzen und wesentlich genauer zu machen.
Diese Aufgabe löst die Erfindung, da bei dem vorliegenden Schneider das Messen,
Schneiden und Führen in ein und derselben Vorrichtung durchgeführt werden.
Präziser ausgedrückt wird ein Schneider der Erfindung durch das Kennzeichen des
Anspruches beschrieben.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung detaillierter
beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf das Schneidwerkzeug,
Figur 1 eine Draufsicht auf das Schneidwerkzeug,
und
Figur 2 eine Ansicht des Schneidwerkzeuges in der Schneidrichtung.
Figur 2 eine Ansicht des Schneidwerkzeuges in der Schneidrichtung.
Der Rahmen des Schneiders besteht aus einem Stahlrohr 1, im Ausführungsbeispiel
betragen die inneren Abmessungen des Stahlrohres 18 &khgr; 22 mm. Die Wanddicke beträgt ungefähr 1,5-2 mm und die Länge ungefähr 170 mm. Die Wandung dient
gleichzeitig als Griff. Unter einem Winkel von 90° zum Rahmenrohr ist ein U-Profil 2
mittels Schweißen angeordnet, welches eine innere Abmessung von 15-20 mm hat und dessen Wandstärke ungefähr 2 mm entspricht. Die Länge des Profiles beträgt
200 - 250 mm und es dient als Führungsteil im Schneider.
Ein Gleitteil 3, welches sich durch das Rahmenrohr erstreckt und mit einer Meßskala
von 0 - 600 mm und einer anderen Meßskala von 1200-600 mm ausgestattet ist,
hat, angebracht durch Schweißen oder Schrauben, an seinem 9x21 mm Stahlstab
einen Schneidenhalter 4.
Der Schneidenhalter 4 ist ein 20 - 25 mm breites und 80 - 90 mm langes U-Profil, an
so dessen einem Ende die Schneide mit einer Flügelschraube 8 gesichert ist. An dem
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anderen Ende des Schneidenhalters ist ein Plastikgriff 7 angebracht, der von unten
mittels einer Schraube 9 befestigt ist und mit dem die Schneide leicht gehandhabt
werden kann.
Das Gleitteil kann bis zu 1200 - 1250 mm lang sein, aber die effektivste und
genaueste Arbeitsdurchführung wird erreicht, wenn es ungefähr 750 - 800 mm lang ist, da in diesem Fall der Schneider schon dazu genutzt werden kann, ein normales
1200 mm Gipsbord zu halbieren. Aus diesem Grunde beträgt die maximal nötige
Schneidbreite des Schneiders 600 mm. An einem Ende des Gleitteiles ist mittels einer 10M 5x20 Schraube und einer Nuß ein ungefähr 5 mm dickes und
20 &khgr; 20 mm breites Gummistück 11 gesichert. Dieses dient als Stopper, welches das
Gleitteil daran hindert, vom Rahmenrohr abgelöst zu werden. Falls notwendig, kann
der Stopper abgebaut werden und das Gleitteil von dem Rahmenrohr abgenommen werden, um Verunreinigungen und Gipsstaub aus der Innenseite des Rahmenrohres
z. B. durch Verwendung von Druckluft zu entfernen.
Die Schneidbreite der Vorrichtung kann direkt von der Skala des Gleitteiles gesehen
werden, wobei das vordere Ende 12 des Rahmenrohres als Skalenablesepunkt dient.
Die Schnittbreite wird mittels eines Blockiergriffes 5 blockiert, der an dem anderen
Ende des Rahmenrohres mittels einer 12 M 8 &khgr; 35 Schraube und einer Nuß befestigt
ist, wobei der Griff das Gleitteil gegen die Schraube preßt. Der Hebelarm des Blockiergriffes wird relativ lang sein, womit ein sehr sicheres Sichern mit einer eher
kleinen Druckkraft erreicht wird. Durch Verwendung dieses Schneiders kann das Schneiden in einer horizontalen Ebene auf einer Bank durchgeführt werden, wie mit
bisher bekannten Vorrichtungen. Es ist auch möglich, daß ein Stapel der Bords oder
Bretter gegen beispielsweise eine Wand lehnt, was eine eher übliche Methode bei schmaleren Konstruktionsprojekten und Renovierungsprojekten darstellt. Es gibt
auch Situationen, wie beispielsweise bei engen Korridoren, in welche eine Bank einfach nicht paßt, so daß in diesem Fall die Borde geschnitten werden, während sie
gegen eine Wand lehnen. In einem derartigen Fall ist es nahezu unmöglich, daß eine
Person ein 3000 mm langes Gipsbord bzw. Brett mit der bisher bekannten
Richtlinealmethode schneidet. Durch Verwendung des erfindungsgemäßen Schneiders wird das Schneiden sehr einfach.
Das vorstehend erwähnte schräge Brechen des Gipses kann mit dem vorliegenden
Schneider vermieden werden, da die Einlagen auf beiden Seiten des Bordes geschnitten werden, wodurch die Schneidkante in einer horizontalen Ebene liegt und
die Endbearbeitung mittels einer für diesen Zweck geeigneten Ebene sehr schnell und einfach wird. Wenn Teilwände mit Borden verkleidet werden, kann eine
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'IEeSchreibung Blatt
Türöffnung in einem Teil eines Bordes liegen, so daß ein Teil des Bordes die volle
Breite aufweist und ein anderes Teil schmaler sein muß. Auch in diesem Fall kann
das Schneiden erfolgreich ohne andere Werkzeuge durchgeführt werden, da ein Schneiden auf beiden Seiten der Einlage möglich ist.
In bisher bekannten Verfahren wurden transversale Schnitte zum angerissenen
Schnitt mittels Verwendung einer Säge oder dergleichen ausgeführt.
Der effizienteste Betriebsbereich des Schneiders beträgt ungefähr zwischen 20 600
mm, aber er kann schrittlos bis zu 1200 mm eingestellt werden. Dies benötigt
jedoch das Auswechseln des Gleitteiles gegen ein längeres, wobei Gleitteile als Wechselteile herstellbar sind. Der Schneider ist sehr leicht zu handhaben und leicht
zu verwenden. Die Schnittgenauigkeit ist groß und die Richtstabilität des Schneiders
ist sehr gut, da das U-Profil stets gegen die Kante des Bordes liegt.
Das Wechseln der Schneidschneide bzw. -klinge ist leicht und erfolgt schnell, da es
das Lösen und Befestigen lediglich einer Schraube erfordert. Es ist möglich, im is Schneider sogenannte Industrieschneiden einzusetzen, die zweiseitige Schneiden
haben, so daß vier verschiedene Schneidkanten durch Drehen der Schneider
ausführbar sind.
Innerhalb des Bereiches der Erfindung sind abweichende Optionen denkbar. So kann
der Befestigungsgriff auch am anderen Ende vorgesehen sein, wobei in diesem Fall
das BLockieren des Gleitteiles von oben aus durchgeführt wird. Es ist auch möglich,
den gesamten Schneidenhalter und sogar das Gleitteil aus Piastil oder Nylon herzustellen. Das Stahlteil kann auch aus Aluminium hergestellt sein. Ferner kann
der Schneider auch in Spiegelausführung für Linkshänder ausgeführt werden.
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Claims (1)
- Nieminen, RainePATENTANWÄLTE DR. O. LOESENBECK (1931-1980) DIPL-ING. A. STRACKE DIPL-ING. K.-O. LOESENBECK DIPL-PHYS. SPECHT Vertreter beim Europäischen PatentamtJöllenbecker Straße 164 D-33613 BielefeldSchutzanspruchSchneidwerkzeug für ein Gipsbord, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Rahmenrohr (1) aufweist, an welchem ein Führungsteil (2) angebracht ist, wobei durch das Rahmenrohr ein Gleitteil (3) verläuft, welches mit einer Meßskala von O - 600 mm (15) und einer Meßskala von 1200 - 600 mm (16) versehen ist, daß das Rahmenrohr (1) einen Blockiergriff (5) zum Blockieren des Gleitteiles auf dem Rahmenrohr aufweist, und daß das andere Ende des Gleitteiles ein Schneidenhalter (4) ist, der mit einer Schneide (6) versehen ist.LOESENBECK & STRACKE - PATENTANWÄLTE - BIELEFELD25. Mai 1998
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