DE29617234U1 - Dübel aus Vollmaterial - Google Patents
Dübel aus VollmaterialInfo
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Description
Patentanwälte : :: , ·· · · * * *
Dipi.-Ing. Volker Specht, Berlin: Dipt.Mng*Siegfried Schirmer, Bielefeld
European Patent Attorneys
01.10.1996 MAS/A-290
Anmelder: Michael Maskolus
Warthestraße 63
12051 Berlin
Dübel aus Vollmaterial
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Die Erfindung betrifft einen Dübel aus Vollmaterial zur Verankerung von Befestigungsmitteln, wie beispielsweise
Schrauben oder Nägel, in Wänden, Decken und dgl.
Zur festen Verankerung von Schrauben, Nägeln und anderen Befestigungsmitteln in Wänden, Decken oder Böden werden
üblicherweise Preßdübel aus elastischem Kunststoff, Stopfdübel aus Faserstoff, Spreizdübel mit Metallhülse und
Faserstoffüllung und schließlich solche Dübel verwendet, die durch Eindrehen der Schraube gespreizt und gegen die
Wandung des Bohrloches, in das der Dübel zuvor eingebracht wurde, gepreßt werden. Bei dieser Art von Hohldübeln ist in
Abhängigkeit von der Art des Befestigungsmittels und dessen Durchmesser im Verhältnis zum Dübelhohlraum nicht in jedem
Fall eine innige Verbindung sowie eine feste Verankerung des Befestigungsmittels in einer Wand oder Decke gewährleistet.
Zudem werden für in Form und Größe unterschiedliche Befestigungsmittel auch entsprechende Dübel benötigt.
Es sind des weiteren Verankerungen für Schrauben, Nägel, Haken und dergleichen mehr bekannt, bei denen ein
Holzpflock in ein Loch in der Wand einzementiert oder eingegipst wird und anschließend das Befestigungsmittel in
das Holz eingetrieben wird. Derartige Verbindungen können sich jedoch im Laufe der Zeit lockern, so daß eine dauerhafte,
feste Verankerung nicht gewährleistet ist. Außerdem ist ihre Herstellung aufwendig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Dübel aus Vollmaterial so auszubilden, daß bei geringem Herstellu
lungsaufwand eine extrem feste und dauerhafte Verankerung von Schrauben, Nägeln und ähnlichen Befestigungsmittel
erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in der Weise gelöst, daß der Dübel aus Vollmaterial aus einem bei Raumtemperatur
festen und unter Wärmeeinwirkung schmelzenden sowie beim Wiedererhärten nach dem Erkalten eine adhäsive Wirkung
entwickelnden Kleber besteht.
Als Werkstoff mit den vorbeschriebenen Eigenschaften wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ein Schmelzkleber
eingesetzt.
Beim Eintreiben eines Befestigungsmittels in den zuvor in ein Bohrloch eingeführten Dübel schmilzt oder erweicht der
den Dübel bildende Werkstoff aufgrund der entstehenden Reibungswärme, und es erfolgt durch das innige, allseitige
Umschließen des Befestigungsmittel sowie die adhäsive Wirkung des Dübelwerkstoffs nach dem Erkalten eine überaus
feste Verbindung zwischen dem Befestigungsmittel und dem Vollmaterialdübel. Da das Dübelmaterial durch die
Werkstoffverdrängung außerdem an die Bohrlochwandung gepreßt wird, ist eine überaus stabile Verankerung des
Befestigungsmittels in der Wand oder Decke gewährleistet. 35
Schließlich kann durch Erwärmung der Außenflächen des Vollmaterialdübels auch eine adhäsive Wirkung an der
Bohrlochwandung bewirkt werden. Durch Erwärmen des Befestigungsmittels vor dem Eintreiben in den Vollmaterialdübel
kann die Haftwirkung weiter erhöht und zudem der Eintreibvorgang erleichtert werden.
Der erfindungsgemäß aus einem Schmelzkleber bestehende Vollmaterialdübel zeichnet sich zudem durch seine vielseitige
Anwendbarkeit aus, da ein- und derselbe Dübel unabhängig von seinen Abmessungen für in Art und Größe unterschiedliche
Befestigungsmittel angewendet werden kann.
Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in dem nachfolgend wiedergegebenen
Ausführungsbeispiel sowie in den Unteransprüchen aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Dübels aus Vollmaterial zur
Verankerung von Schrauben und Nägeln; und 25
Fig. 2 eine Ansicht einer Wand oder Decke mit einer Bohrung zur Aufnahme des Dübels.
Der Dübel 1 besteht aus einem Schmelzkleber in Form eines Kreiszylinders, dessen Länge geringfügig kleiner oder
gleich der Tiefe des Bohrloches 2 in einer Wand 3 ist. Die Querschnittsfläche der Bohrung 2 entspricht im wesentlichen
der des Dübels 1. Der Durchmesser des Dübels ist etwa gleich dem der Bohrung.
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Zur festen Verankerung einer Schraube oder eines Nagels in der Wand 3 wird in das zuvor in diese eingebrachte Bohrloch
2 ein Dübel 1 aus Schmelzkleber eingesteckt. Bereits beim Einstecken des Dübels 1 in das Bohrloch 2 kann bei ausreichender
Reibung und der dadurch entstehenden Wärme die Außenfläche des Dübels geringfügig aufgeschmolzen werden
und beim Erkalten eine feste Verbindung zwischen Dübel und Bohrlochwandung bewirken. Außerdem ist der Schmelzkleber
leicht plastisch und schmiegt sich gut an die Bohrlochwandung an. Anschließend wird eine Schraube oder ein
ähnliches Befestigungselement {nicht dargestellt) in den Dübel 1 eingedreht oder eingeschlagen. Aufgrund der dabei
entstehenden Reibungswärme schmilzt der Kleber im Bereich der in diesen eingeführten Schraube kurzzeitig auf, so daß
diese leicht eingeführt werden kann und eng von dem Schmelzkleber umschlossen wird. Außerdem wird der verdrängte,
leicht plastische Werkstoff an die Wände des Bohrlochs 2 gepreßt. Bei dem anschließenden Erkalten und Erstarren
des Schmelzklebers wird eine dauerhafte Adhäsions- und Preßverbindung zwischen dem Dübel und der Schraube bzw.
zwischen dem Dübel 1 und der Wandung des Bohrlochs 2 erzeugt.
Die Dübel 1 werden in verschiedenen Längen und Durchmessern zur Verfügung gestellt. Es können jedoch Dübel mit dem
gleichen Durchmesser für verschiedene Schraubenformate eingesetzt werden. Die Dübel können auch in Form langer
Stangen eingesetzt werden, wobei sie vor dem Einschieben in das Bohrloch auf das erforderlich Maß geschnitten werden
oder nach dem Einstecken des vorderen Endes der Stange in das Bohrloch 2 der überstehende Teil bündig an der Wandfläche
abgetrennt wird. Die Dübel sind somit leicht zu handhaben. Der Lagerhaltungsaufwand ist gering.
Eine besonders innige Verbindung zwischen Dübel und Schraube wird erreicht, wenn die Schraube vor dem
Eindringen in den Dübel 1 erwärmt wird. Gleichzeitig wird dadurch der für das Eintreiben erforderliche Kraftaufwand
weiter verringert. Außerdem kann beim vorherigen Erwärmen des Dübels eine Klebeverbindung mit der Bohrlochwand
erzielt werden und Dübel mit größerem Durchmesser als der der Bohrung können dennoch in diese eingeschoben werden.
Claims (6)
1. Dübel aus Vollmaterial zur Verankerung von Befestigungselementen,
wie beispielsweise Schrauben oder Nägel, in Wänden, Decken und dgl., mit einem an der Befestigungsstelle
vorbereiteten Bohrloch zur Aufnahme des Dübels, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem bei
Raumtemperatur festen und unter Wärmeeinwirkung schmelzenden sowie beim Wiedererhärten nach dem
Erkalten eine adhäsive Wirkung entwickelnden Kleber besteht.
2. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er eine glatte Oberfläche aufweist.
3. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er eine aufgerauhte oder profilierte Oberfläche aufweist.
4. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß dessen Abmessungen im wesentlichen denen des an der Verankerungsstelle für das Befestigungsmittel
vorgesehenen Bohrloches entsprechen.
5. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß er von einer Stange abtrennbar ist, wobei das Abtrennen vor dem Einbringen in das Bohrloch
oder bei in das Bohrloch eingesteckter Dübelstange bündig an der Bohrlochöffnung erfolgt.
6. Dübel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel und/oder das
Dübelmaterial vor der Verankerung im Bohrloch erwärmbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29617234U DE29617234U1 (de) | 1996-10-04 | 1996-10-04 | Dübel aus Vollmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29617234U DE29617234U1 (de) | 1996-10-04 | 1996-10-04 | Dübel aus Vollmaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29617234U1 true DE29617234U1 (de) | 1996-11-14 |
Family
ID=8030107
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29617234U Expired - Lifetime DE29617234U1 (de) | 1996-10-04 | 1996-10-04 | Dübel aus Vollmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29617234U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008014966A1 (de) | 2006-08-04 | 2008-02-07 | Fischerwerke Artur Fischer Gmbh & Co. Kg | Verwendung von kunstharzen beim befestigen von schrauben und ähnlichen verankerungsmitteln, entsprechende verfahren und kunstharze |
| DE102008018861A1 (de) | 2008-04-15 | 2009-12-17 | Fischerwerke Gmbh & Co. Kg | Verwendung definierter Kunstharze beim Befestigen von Schrauben und ähnlichen Verankerungsmitteln, entsprechende Verfahren und Kunstharze |
-
1996
- 1996-10-04 DE DE29617234U patent/DE29617234U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008014966A1 (de) | 2006-08-04 | 2008-02-07 | Fischerwerke Artur Fischer Gmbh & Co. Kg | Verwendung von kunstharzen beim befestigen von schrauben und ähnlichen verankerungsmitteln, entsprechende verfahren und kunstharze |
| DE202007019130U1 (de) | 2006-08-04 | 2010-09-30 | Fischerwerke Gmbh & Co. Kg | Kunstharze zum Befestigen von Schrauben und ähnlichen Verankerungsmitteln |
| DE102008018861A1 (de) | 2008-04-15 | 2009-12-17 | Fischerwerke Gmbh & Co. Kg | Verwendung definierter Kunstharze beim Befestigen von Schrauben und ähnlichen Verankerungsmitteln, entsprechende Verfahren und Kunstharze |
| DE202009018127U1 (de) | 2008-04-15 | 2011-01-27 | Fischerwerke Gmbh & Co. Kg | Definierte Kunstharze zum Befestigen von Schrauben und ähnlichen Verankerungsmitteln |
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