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DE2953581T1 - Verfahren zur Aufbereitung eines pvrithaltigen Polymetallrohstoffes - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung eines pvrithaltigen Polymetallrohstoffes

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Publication number
DE2953581T1
DE2953581T1 DE19792953581 DE2953581T DE2953581T1 DE 2953581 T1 DE2953581 T1 DE 2953581T1 DE 19792953581 DE19792953581 DE 19792953581 DE 2953581 T DE2953581 T DE 2953581T DE 2953581 T1 DE2953581 T1 DE 2953581T1
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DE19792953581
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DE2953581C2 (de
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Dschantore Nurlanovitsch; Buketov Evnej Arstanovitsch; Baltynova Nazymkul; Bauer Ivan Christjanovitsch; Karaganda; Buketov Eslambek Arstanovitsch Karagändinskaja obl. pos. Karagajly; Kobschasov Abubakir Kobschasovitsch; Kusainov Temirchan Ajdarbekovitsch; Malyschev Vitalij Pavlovits Abischev
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes

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Description

.DEA-PCT-21367
VERFAHREN ZUR AUFBEREITUNG EINES PiRITHALTIGEN
P0LB4ETALLR0HST0FFES Gebiet der Technik
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Hüttenwesen, insbesondere auf Verfahren zur Aufbereitung eines pyrithaltigen Polymetallrohstoffee mit dem Zweck, den Element ar sohwef el und ein Pyrrhotinkonzentrat daraus zu gewinnen, wobei das letztere einer Weiterverarbeitung unterworfen wird,tun seinen Eisengehalt zu erhöhen und aus ihm IjQ den Schwefel zu entfernen, der in die Schwefelsäureprodukt ion geht.
Besonders vorteilhaft erweist sich die vorliegende Erfindung bei der Aufbereitung eines pyrithaltigen Polymetallrohstoffes, der Bunt-, Selten- und Edelmetalle enthält. 15
Stand der Technik
Allgemein bekannt ist ein Verfahren zur Aufbereitung einee Pyritkonzentrates, das ein Erwärmen bzw. Rösten in einer Inertgasatmosphäre ohne Luftzutritt und anschließend ein Schmelzen des Konzentrates in Schwebezustand bei 1800° bis 200O0C umfaßt. Dabei erfährt das 46,0 Gew.% Eisen und 52,8 Gew.% Sohwefel enthaltende Pyritkonzentrat eine thermische Dissoziation, wodurch sich ein Stein bildet und elementarer Schwefel sich ausscheidet. Anschließend wird der Stein granuliert und in einem Ofen in einer Wirbelschicht geröstet, wobei sich schwefelhaltige Gase entwickeln, welche bei der Schwefelsäureproduktion verwendet werden. Das auf so einem Wege gewonnene Eisenkonzentrat kann bis zu 67 Gew.% Eisen enthalten. Dieses Verfahren sieht jedoch keine Gewinnung von Bunt-, Selten- und Edelmetallen vor. Das Verfahren eignet sich für die Aufbereitung einea sohwefelrelohen Pyritkonzentrates.
Für die Aufbereitung schwefel- und eisenärmerer Pyritkonzentrate, die beispielsweise 38,5 Gew.% Eisen, 39,1 Gew«$3ohwefel und 20 Gew.% Gestein enthalten, ist ein Verfahren bekannt, das ein oxydierendes Rösten des Konzentrates in einem Ofen in einer Wirbelschicht bei 9650C vorsieht.
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Der βion beim Oxydierenden Höeten ergebende Abbrand wird einem magnetlsierenden Reduktionsrösten bei 550 bis 65O0C und anschließend einer Magnetscheidung unterworfen. Dabei vollzieht sich die Magnetscheidung des oxydierten Produkt tes bei einer #eldetärke von 100 bis 600 Oe .Das so magnetisch ausgeschiedene Magnetprodukt wird pelletiert und geglüht, worauf dieses Produkt mit bis 66 Gew.JSlgem Eisengehalt für eine Hochofenschmelze benutzt «erden kann.
Dooh sieht auch dieses Verfahren keine Gewinnung von Bunt-, Selten- und Edelmetallen vor.
Zur Gewinnung von Bunt- und Edelmetallen bei der Aufbereitung von Pyrit konzentrat en wendet man ein oxydierendes Hosten des Ausgangsrohstoffes in Ofen in einer Wirbelschicht bei 90O0C an. Die beim Rösten frei werdenden Gase werden I^ zur Sohwefelsäureherstellung verwertet, während der Abbrand mit einer 40 Jtigen KaJLziumchlorid-Lösung granuliert und einem wiederholten Höeten bei 12500C in Drehrohröfen unterworfen wird. Das eisenhaltige Granulat wird in Hochöfen eingesetzt. Die beim wiederholten Hosten frei werdenden Gase enthalten Bunt- und Edelmetallohlorlde.
Sin Nachteil des in Hede stehenden Verfahrens ist darin zu sehen, daß das Verfahren ein zweistufiges Rösten angereicherter Pyritkonzentrate bei hohen Temperaturen einschließt und infolgedessen mit erhöhten Betriebskosten verbunden ist.
Es ist ein Verfahren zur Gewinnung von Bunt- und Edelmetallen aus einem pyrithalt igen Polymet-allrohstoff bekannt, bei dem man das oxydierende Hosten des genannten Rohstoffes in Ofen in einer Wirbelschicht bei 704 bis 816° C bis zum Erhalt von Pjsrrhotin durchführt. Der Pyrrhotin wird anschließend in einem mit Sauerstoff beaufschlagten Druckbehälter ausgewaschen. Dabei gehen die Buntmetallen in die Lösung und werden aus dieser im nachfolgenden mittels Schwefelwasserstoff gefällt. Durch Verbindung des Röstens mit einer Druokbehäl-
terwäsche und einer nachfolgenden Gewinnung von
Buntmetallen auf hydrometallurgischem Wege wird das Verfahren weitgehend erschwert und umständlich gemacht.
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Beim modernen Stand der Verfahrenstechnik zur Aufbereitung schwer aufbereitbarer Polymetallerze läßt die Belieferung der Buntmetallurgie mit hochwertigen selektiven Konzentraten trotz zahlreicher Vervollkommnungen viel zu wünschen übrig. Dies führt dazu, daß pyrithaltige PoIymetallkonzentrate, Zwischenprodukte und verarmte Aufbereitungsprodukte (Abgänge) immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deswegen bleibt die Entwicklung von wirkungsvollen Verfahren zur Komplexaufbereitung eines pyrithaltigen Polymetallrohstoffea unter Ausbringen an wertvollen Produkten wie Elementarschwefel, Eisenerzpellets und Buntmet allkonzentrate eines der aktuellsten Probleme der Buntmetallurgie.
Darlegung; der Brflndtmg
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der erwähnten Schwierigkelten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Aufbereitung eines pyrithalt Igen Polymetallrohstoffes mit derartigen Arbeitsgängen zu dessen -Durchführung anzugeben, die es ermöglichen könnten, die Wirksamkeit bei der Gewinnung von Nutzbestandteilen, darunter von Bunt-, Selten- und Edelmetallen zu erhöhen, den Aufbereitungsablauf zu vereinfachen und die Betriebskosten zu senken.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die Entwicklung eines Verfahrens zur Aufbereitung eines pyrithaltigen Polymetallrohstoffes gelöst, das ein Erwärmen des erwähnten Rohstoffes ohne Luftzutritt und ein nachfolgendes Trennen des Rohstoffes in Produkte mittels Magnetscheidung vorsieht, bei dem erfindungsgemäß das Erwärmen vor der Magnetscheidung bei 700 bis 80O0C innerhalb von eins bis zwei Stunden durchgeführt wird.
Beim Erwärmen des Ausgangsrohstoffes auf eine Temperatur von ca. 700 bis 80O0C innerhalb von ein bis zwei Stunden erleiden die in dem in die Aufbereitung kommenden Rohstoff enthaltenen Bunt- und Seltenmetallmineralien und Gestein keine chemieohen Umwandlungen, während der Pyrit gemäß der Reaktion dissoziiert zu:
-* FenSn+1 ♦ S0 ,
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wo "η" eine Zahl von 5 bis IO bedeutet. Dadurch, kann man aus dem in die Aufbereitung kommenden Rohstoff ungefähr 43 bis 45 Gew.JS Pyritschwefel in elementarer Form erhalten und den dlamagnetiachenPyrit in den ferromagnetischen hexagonalen Pyrrhotin überführen. Die Wärmebehandlung (das Rösten) des Rohstoffes wird noch von dem Sulfidieren oxydierter Buntmetallmineralien, von einer Oekrepitatlon (der Zerstörung) von Mineralienverwaohsungen und der allgemeinen öelbstzerkleinerung des Rohstoffes begleitet, was dazu beiträgt, daß wertvolle Metalle in höherem Maße in selektive Konzentrate ausgebracht werden können, die Verhältnisse für die Magnetscheidung von Mineralien verbessert werden und der Energieverbrauch in den nachfolgenden ?#kt !garbe itsgängen gesenkt wird.
Seim Erwärmen dee Ausgangsrohstoffes auf eine Temperatur von unter 70O0C findet eine unvollständige Überführung von Pyrit in den ferromagnetischen Pyrrhotin statt, während bei Temperaturen von über 00O0C und einer Erwärmungsdauer von über zwei Stunden der ferromagnetische Pyrrhotin in den unmagnetischen Pyrrhotin mit einem geringeren Schwefelgehalt bis zu Trollit übergeht. Dabei kommt es zu einer starken lenkung des Wirkungsgrades beim Ausbringen des Eisens in das magnetische Pyrrhotinkonzentrat. Ss ist vorteilhaft, das Erwärmen des Rohstoffes bei der Temperatur der diesen Rohstoff umgebenden Wände vorzunehmen, die um 100 bis 2000C höher als die Siedetemperatur der flüchtigen Rohstoffbestandteile liegt.
Wenn diese Bedingung eingehalten wird, entsteht zwischen den Wenden und dem "beschickten Rohstoff ein Zwischenraum, der mit den sich während des Röstens bildenden gas- - und dampfförmigen Produkten gefüllt wird. Diese gas- und dampfförmigen Produkte sorgen dafür, daß der Rohstoff bei seiner Abwärtsbewegung gleitet und nicht an den Ofenwänden anhaftet sowie weniger abschmilzt, so daß nach diesem Verfahren der Rohstoff praktisch einer beliebigen Feuchtigkeit und eines beliebigen Zerteilungsgrades aufbearbeitet werden kann.
Wenn die Erwärmung des beschickten Rohstoffes bei einer Temperatur der ihn, umgebenden Ofenwände erfolgt, die
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weniger als um 10O0C die Siedetemperatur der flüchtigen Rohstoffbeatandtelie übersteigt, wird das erwünschte Ergebnis nicht erzielt, während eine Steigerung der Temperatur der Ofenwände um mehr als um 2000C aus dem wirfcschaftliohen Grunde ungünstig ist·
Bs ist erwünscht, den kupferhalt igen Rohstoff nach dem Erwärmen mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 4 Grad je Minute abzukülen, und die Magnetscheidung in zwei Stufen durchzuführen, wobei zuerst Eisensulfide bei einer ·...
magnetischen feldstärke von 1000 bis 2000 Oe und danach Kupfereulfide bei einer magnetischen Feldstärke von 4500 bis 6000 Oe abgetrennt werden müssen.
Das Abkühlen des gerösteten Materials mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 4 ^rad je Minute begünstigt den Übergang von im Ausgangsrohstoff enthaltenen Kupfermineralien, beispielsweise des kubischen diamagnetischen Chalkopyrits, in eine tetragonale Modifikation mit einem gewissen Schwefelunterschuß, die magnetische Eigenschaften aufweist. Sas Abkühlen des gerösteten Materials mit einer
2Q Geschwindigkeit von unter 2 Grad je Minute verlängert und verteuert den Aufbereitungsνorgang für den pyrIthaltigen Rohstoff , beim Anwachsen der Geschwindigkeit auf höhere als 4 Grad je Minute Werte vermindert sich das Ausbringen des Kupfers in das Kupferkonzentrat· Mit dem Duronführen der Magnetscheidung in den erwähnten Bereichen der magnetischen feldstärke und in zwei Stufen kann man das Aufbereitungsschema für einen pyrithalt igen Polymetallrohstoff vereinfachen und den Verfahren gegenüber, die auf einem mehrfachen Rösten oder ^o einer Behandlung des Rohstoffes in Druckbehältern beruhen, die Betriebskosten senken..Wenn die magnetische Feldstärke den erfindungßgemäß empfohlenen Wert von 1000 Oe in der ersten Stufe und 450002 in der zweiten Stufe unterschreitet, sinkt das Ausbringen des iyrrhotin- bzw. Kupferkonzea- tratee. Wenn die magnetische Feldstärke den Wert von 2000O in der ersten Stufe und den Wert von 6000 Oe in der zweiten Stufe überschreitet, verschlechtert sich die Qualität des Pyrrhotin- und Kupferkonzentratee.
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Beete Ausftihrungsvariante der Erfindung
Pas erfindungegemäße Verfahren zur Aufbereitung eines pyrithaltIgen Polymetallrohstoffea wird an Hand der nachstehend angeführten Beispiele veranschaulicht·
Beispiel I
Aufbereitungsnaohläufe (Abgänge) mit einem niedrigen Pyritgehalt, enthaltend (alle Werte in GewichtaProzentsätzen) : Bisen - 28,0, Schwefel -33,5* Blei - 0,85t - 0,94, Kupfer - 0,26, Quarz - 30,0, wurden bei 75O0C eine Stunde lang ohne Luftzutritt erwärmt. Das Ausbringen an. flüchtigen Stoffen beim Erwärmen des Rohstoffes lag bei 15,6 Gew.%. Der aufbereitete Rohstoff wurde mit einer Geschwindigkeit von 2 Grad Je Minute abgekühlt und der Magnetscheidung in einem wäßrigen Medium mit einem Magnetic analysator bei einer magnetischen Feldstärke von 1000 Oe unterworfen. Dabei wurde die erste magnetische Fraktion, d.h. das Eyrrhotlnkonzentrat, dessen Ausbringen 43,04% betrug, erhalten. Das Fyrrnot inkonzentrat enthielt in Gew.%: Eisen - 59»42, Kupfer - 0,09, Blei-0,17, Zink -~ 0,08 und Quarz - 5,0. Aus dem Rohstoff ist in diese Fraktion Eisen zu 92,34%, Kupfer zu 14, 90%, Blei zu 8,61%, Zink zu 3»66% und Quarz zu 7,17% übergegangen. Die unmagnetische Fraktion wurde einer wiederholten Magnetscheidung in einem wäßerigen Medium bei einer magnetischen Feldstärke von 4500 Oe unterworfen. Das Ausbringen an der zweiten magnetischen Fraktion, d.h. des Kupferkonzentrates, betrug 2,25%» bezogen auf den Ausgangsrohstoff. Das Kupferkonzentrat enthielt in Gew.% : Kupfer - 8,96, Blei - 0,79, Zink - 0,61, Eisen 13,2 und Quarz - 12,12. Aus dem Ausgangsrohstoff ist in diese Fraktion Kupfer zu 77,58 %,
Blei zu 2,09%, Zink 1,46%, Eisen zu 1,26 % und Quarz 1,02% übergegangen. Die unmagnetische Endfraktion enthielt in Gew.%« Quarz-70,43, Eisen 5,3%, Kupfer - 0,05, Blei-1,94, Zink-2,28. Aus dem Ausgangsrohstoff ist in die unmagnetische Fraktion 91,80% Quarz, 7,40% Eisen, 7,52% Kupfer, 89,24% Blei und 94,84% Zink übergegangen. Beispiel 2 Ein !Pyritkonzentrat, das 38,0Gew.% Eisen, 43,5 Gew.%
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Schwefel, 0,06 Gew.% Blei, 0,32 Gew.% Zink und I2,0Gew.% Quarz enthielt, wurde bei 8000C ohne Luftzutritt eine Stunde lang erwärmt. Das Ausbringen an flüchtigen Bestandteilen lag bei 18,76 Gew.%. Danach wurde der Rohstoff nach dem Erwärmen abgekühlt und in einem wäßrigen Medium bei einer magnetischen Feldstärke von 1500 Oe magnetisch getrennt. Das Ausbringen an der magnetischen Fraktion be- . trug 80 Gew.%. Die magnetische Fraktion enthielt 57,5 Gew.% Eisen, 37,0 Gew.% Schwefel, 0,04 Gew.% Blei, 0,18 Gew.% Zink und 1,65 Gew.%. Aus dem Ausgangsrohstoff ist in die Fraktion 98,34% Eisen, 55,17% Schwefel, 16,80% Blei, 37,12% Zink, 8,91% Quarz übergegangen. Die unmagnetische Fraktion enthielt in Gew.%: Eisen-7,0, Schwefel -5,0, Blei -2,0, Zink - 1,25 und Quarz - 66,80. Das Ausbringen an je-dem dieser Elemente aus dem Rohstoff betrug für Eisen 1,97%, Blei 53,30%, Zink 63,43%, Schwefel 1,86, Quarz 89,16%. Beispiel 3
Ein molybdenhaltiges Industrieprodukt, das folgende chemische Zusammensetzung (alle Werte in Gew.%): Molybdän 1J3»5O» Eisen 34,26, Schwefel 44,80, Quarz 5,65 hat, wurde in einem kontinuierlichen Schachtofen ohne Luftzutritt erwärmt. Dabei bewegte sich das Material von oben nach unten unter Schwerkraftwirkung. Die Temperatur der Ofenwände wurde um 1500C höher als die Temperatur der thermisehen Dissoziation von Pyrit aufrechterhalten, dessen Gehalt im molybdenhaltigen Industrieprodukt 65 Gew.% betrug. Die Temperatur der Ofenwände kann dabei je nach dem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen im Rohstoff auf 1000C herabgesetzt oder auf 2000C heraufgesetzt werden. Der Abtrei- bungsgrad des Pyritschwefels betrug 42,72 Gew«%. Die nachfolgende Magnetscheidung bei einer magnetischen Feldstärke von 2000 06 lieferte eine magnetische Fraktion, die 58,92 Gew.% Eisen, 36,75 Gew.% Schwefel, 1,91 Gew.% Molybden und 0,73 Gew.% Quarz enthielt. Dabei ist das Eisen in die magnetische Fraktion aus dem Rohstoff zu 94,35% übergegangen. In der uzunagnetischen Fraktion war 45,34 Gew.% Molybden und 18,45 Gew.% Quarz enthalten, wobei das Ausbringen aus dem Rohstoff betrug für Molybden und Quarz 95,68
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bzw. 94,70%. Die nachfolgende Schwimmaufbereitung der unmagnetischen Fraktion (ohne Nachreinigen) lieferte ein hochwertiges Molybdenkonzentrat mit einem Molybden-Gehalt von 54,14 Gew.% und einem Quarz-Gehalt von 5,12 Gew.%.
Beispiel 4
Bin Brz, enthaltend in Gew,%: Eisen - 26,6, Kupfer -- 5,64, Blei -0,35 Zink - 3,51. Sohwefel - 45,4 sowie in Gramm je Tonne Gold -2 und Silber 100, wurde bei 7000C ohne Luftzutritt zwei Stunden lang erwärmt und anschließend mit einer Geschwindigkeit v\.·: von 4 Grad je Minute ab gekühlt. Im Ausgangeerz war das Kupfer in Form eines diamagne tischen tetragonal an Chalkopyrits anwesend. Das Erwärmungsprodukt wurde nach Entfernen von Eisensulfiden durch eine Magnetscheidung bei einer magnetischen FeId-
X5 stärke von I500 Oe erneut bei einer magnetisohen Feldstärke von 6000 Oe magnetisch getrennt. Das Ausbringen an Kupfer in die zweite magnetische Fraktion (das Kupferkonzentrat ) betrug 87,0%. Im unmagnetischen Produkt sammelten eich Blei, Edelmetalle und Zink an.
Das erfindungegemäße Verfahren läßt sich alao zur
Aufbereitung verschiedenartiger pyrithaltiger Polymetallrohstoffe verwenden und aus ihnen eine Reihe wertvoller Produkte gewinnen wie Siementarschwefel, ein Pyrrhotinkonzentrat, welohes ein wertvoller Rohstoff zur Herstellung von Bisenerzpellete und der Schwefelsäure ist, ein selektives Kopferkonzentrat und ein mit Bunt-, Selten- und Edelmetallen angereichertes Produkt, das sich nach der üblichen Technologie in selektive Konditionskonzentrate trennen läßt. Das Verfahren gewährleistet eine weitgehend komplexe Aufbereitung der pyrithaltigen Polymetallrohstoffe und kann als Grundlage zur Schaffung eines abfallfreien Betriebes in Frage kommen.
Gewerbliche Verwertbarkeit
Labor Untersuchungen und die Erprobung auf einer halbtechnischen Versuchsanlage, die mit einem pyrithaltigen Industrieprodukt auf ifiolyfcdenbasie folgender chemischer Zusammensetzung (in Gew.%): Molybdän - 31,99, Eisen - 18,18, Schwefel - 42,25t Quarz 4,42, und einem PoIy-
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metallkieserz folgender gewichteprozentualer Zusammensetzung: Bisen - 40,0, Schwefel - 46,71 Zink - 0,22, Kupfer - 0,92 und Quarz - 4,03 durchgeführt worden sind, haben die von dem erfindungsgemäßen Aufbereitungsverfahren erwarteten -Ke suit ate bestätigt.
Bas Ausbringen aus dem Ausgangsrohstoff in die unmagnetische Fraktion betrug im ersten Fall für Molybden 98% und für Quarz 96% und im zweiten .Fall für Zink 80%, für Blei 85% und für Quarz 90%. In das Kupferkonzentrat ging 88% des im Ausgangsetz enthaltenen Kupfers über. Der Schwefel wurde zu 45% in elementarer Porm ausgebracht. Das Ausbringen an Eisen in das magnetische Produkt betrug 90 bis 98%. Aus dem magnetischen Produkt wurde nach oxydierendem Rösten ein Eisenkonzentrat mit 62 bis 67 %igem Eisengehalt und 0,5 %igem ^chwefelaehalt gewonnen.
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Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Aufbereitung einea pyrithaltigen Polymetallrohstoffes, das ein Erwärmen des erwähnten Rohstoffes ohne Luftzutritt und ein nachfolgendes Trennen dieses Rohstoffes in Produkte mittels Magnetscheidung vor» sieht, dadurch gekennzeichnet, daß das Erwärmen vor der Magnetscheidung bei 700 bis 8000C innerhalb von ein bis zwei Stunden durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Erwärmen des Rohstoffes bei der Temperatur der diesen, Rohstoff umgebenden Wände erfolgt, die um XOO bis 2000C die Siedetemperatur der flüchtigen Rohstoffbestandteile übersteigt*
3* Verfahren nach Ansprüchen I oder 2, d ad urch ge kenn ze ichnet, daß man nach dem Erwärmen den kupferhalt igen Rohstoff mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 4 Grad je Minute abkühlt und die Magnetscheidung in zwei Stufen durchführt, und zwar zuerst bei einer magnetischen feldstärke von 1000 bis 2000Oe Eisensulfide und danach bei einer magnetischen Feldstärke von 4500 bis 6000 Oe Kupfersulfide absondert.
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DE19792953581 1979-07-31 1979-07-31 Verfahren zur Aufbereitung eines pyrithaltigen Polymetallrohstoffes Expired DE2953581C2 (de)

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