DE29519941U1 - Hydraulisches Pumpenaggregat - Google Patents
Hydraulisches PumpenaggregatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Pumpenaggregat mit einer von einem Elektromotor angetriebenen Pumpenanordnung
.
Hydraulische Pumpenaggregate werden verwendet, um hydraulisch angetriebene Werkzeuge, beispielsweise Kraftschrauber
oder Hydraulikzylinder von Spann- und Hebezeugen mit Hydraulikflüssigkeit zu versorgen. Ein hydraulisches
Pumpenaggregat weist dazu eine von einem Elektromotor angetriebene Pumpenanordnung auf, die aus
einem Flüssigkeitstank mit Hydraulikflüssigkeit versorgt wird. Die von der Pumpenanordnung gepumpte Hydraulikflüssigkeit
wird einer steuerbare Ventile aufweisenden Verteilereinheit zugeführt, die die Flüssigkeit
unter Druck bereitstellt.
Hydraulisch betriebene Werkzeuge werden in zunehmendem Maße im mobilen Einsatz zu Montagezwecken verwendet.
Auch bei Rettungsdiensten werden solche Werkzeuge ge-
Telefon: (02 21) 9165 20
Telefax: (02 21)134297 Telex: 888 23O 7 dopa d
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Postbank Köln (BLZ 37O1OO5O) Kto. Nr. 654-500
schätzt, da sie bei einer geringen Baugröße und geringem Gewicht eine hohe Leistungsfähigkeit aufweisen.
Im Gegensatz dazu weisen jedoch hydraulische Pumpenaggregate, die die Werkzeuge mit Hydraulikflüssigkeit
versorgen, ein großes Bauvolumen und ein hohes Gewicht auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisches Pumpenaggregat zur Verfügung zu stellen, das
einfach aufgebaut ist und ein geringes Bauvolumen sowie ein geringes Gewicht aufweist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit
den Merkmalen des Anspruchs 1.
Gemäß der Erfindung ist die Verteilereinheit in einem Block enthalten, der einen Teil der Wandung des Gehäuses
bildet und einen für den direkten Anschluß eines Verbrauchers geeigneten Druckauslaß aufweist. Durch die
Ausbildung der Verteilereinheit als Teil der Wandung des Gehäuses erhält das hydraulische Pumpenaggregat
eine kompakte Struktur durch die feste Hochdruckverrohrungen an dem hydraulischen Pumpenaggregat vermieden
werden. Leitungen zwischen Einlaß und Auslaß sowie den Ventilen der Ventilanordnung sind dabei als Kanäle und
insbesondere als Bohrungen in dem Block ausgebildet. Die mit Rohren und Verschraubungen verbundenen Gefahren
können so vermieden werden. Hydraulische Pumpenaggregate arbeiten mit Drücken bis zu etwa 800 bar. Wegen
der hohen Drücke müssen druckführende Leitungen von hydraulischen Pumpenaggregaten hochfest ausgeführt
sein. Durch die Ausbildung der Verteilereinheit in dem
Block ist das Pumpenaggregat verrohrungsfrei ausgebildet.
Durch den an dem Block vorgesehenen Druckauslaß ist es
möglich, einen Verbraucher mit seiner Verbraucherleitung direkt an dem kompakten hydraulischen Pumpenaggregat
anzuschließen, ohne daß zwischen das Pumpenaggregat und den Verbraucher noch irgendwelche Ventile
oder ähnliche Komponenten geschaltet werden müßten. Sämtliche Steuerteile sind in dem hochdruckfesten Block
untergebracht.
Aufgrund des die Druckseiten der Pumpenelemente verbindenden Sammelkanals bildet der Block eine Sammelplatte,
mit der die einzelnen Pumpenelemente im Innern des Pumpenaggregats verrohrungsfrei untereinander verbunden
sind. Dadurch wird die Gefahr von Leckagen und damit die Unfallgefahr erheblich reduziert.
Dadurch, daß die Verteilereinheit in einem Block enthalten ist, der einen Teil der Wandung des Gehäuses
bildet, läßt sich das hydraulische Pumpenaggregat aus einer geringen Teilezahl zusammensetzen, wodurch Gewicht
und Herstellungsaufwand reduziert werden.
Vorzugsweise sind die Pumpenelemente der Pumpenanordnung direkt an dem Block angeordnet, wobei die
Druckausgänge der Pumpenelemente in eine in dem Block ausgebildete gemeinsame Sammelleitung münden. Die Pumpenelemente
ihrerseits sind vorzugsweise in dem Flüssigkeitstank angeordnet, so daß das hydraulische Pumpenaggregat
nicht eine einzige fest verlegte Rohrleitung umfaßt. Sämtliche Leitungsverbindungen zwischen
Pumpenelementen, Ventilen und dem Druckauslaß sind im Innern des Blocks durch Kanäle hergestellt.
Vorzugsweise weist die Ventilanordnung des hydraulischen Pumpenaggregats in einem ersten Strömungsweg
ein steuerbares erstes Wegeventil und in einem zweiten Strömungsweg ein in Abhängigkeit von dem steuerbaren
ersten Wegeventil betätigtes zweites Wegeventil auf. Bei einer solchen Ausgestaltung kann das hydraulische
Pumpenaggregat im Rahmen eines Zweischlauchsystems verwendet werden, bei dem zu jedem Verbraucher eine Hin-
und eine Rückleitung verläuft. Wenn das zweite Wegeventil in Abhängigkeit vom ersten steuerbaren Wegeventil
hydraulisch betätigt wird, läßt sich eine Kopplung der Ventile durch einen zusätzlichen Kanal in dem Block und
die Ausgestaltung des zweiten Wegeventils erreichen, ohne daß für das zweite Wegeventil elektrische Betätigungsmittel
erforderlich wären.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der
Elektromotor in dem Flüssigkeitstank enthalten. Nischen und Freiräume, die an dem Elektromotor vorhanden sind,
können als Tankraum des Flüssigkeitstanks genutzt werden. Dadurch wird das Bauvolumen des hydraulischen
Pumpenaggregates weiter reduziert. Durch die Lagerung der Rotorwelle des Elektromotors an dem Flüssigkeitstank
wird außerdem der innere Aufbau des Pumpenaggregates vereinfacht. Ein stabiles Motorgehäuse mit Wellenlagern,
die die Rotorwelle tragen, ist nicht erforderlich, da die Rotorwelle an dem Flüssigkeitstank gelagert
ist. Der ohnehin vorhandene stabile Flüssigkeitstank übernimmt als Gehäuse also Lagerfunktionen,
so daß der Elektromotor selbst entweder gehäuselos aus-
gebildet oder mit einer leichtgewichtigen Kapsel umgeben sein kann. Dadurch, daß die Wandung des Flüssigkeitstanks
gleichzeitig das Gehäuse des Pumpenaggregats bildet, wird das Gewicht des Pumpenaggregats reduziert
und die Kühlung der Hydraulikflüssigkeit erleichtert.
Wenn der Elektromotor gehäuselos ausgebildet ist und Stator und Rotor in die Hydraulikflüssigkeit getaucht
sind, können auch im Innern des Elektromotors vorhandene Hohlräume als Tankraum genutzt werden. Darüberhinaus
wird bei einer solchen Ausgestaltung der Elektromotor durch die Hydraulikflüssigkeit geschmiert und
gekühlt.
Vorzugsweise ist die Pumpenanordnung eine an dem Block, angebrachte Hochdruckpumpe, insbesondere eine Radialkolbenpumpe
mit mehreren von einem gemeinsamen Antriebselement zyklisch betätigten Pumpenelementen. Das
Antriebselement ist vorzugsweise ein von der Rotorwelle gebildeter oder auf dieser ausgebildeter Exzenter. Mit
einer Radialkolbenpumpe sind hohe Drücke bei kleinem Bauvolumen der Pumpenanordnung erzielbar. Hohe Drücke
lassen sich auch mit einer Axialkolbenpumpe erzielen, die allerdings größer ist.
Vorteilhaft ist ferner die Anordnung des Antriebselements auf der Rotorwelle des Elektromotors und die
Lagerung der Rotorwelle an dem die Hochdruckpumpe tragenden Block. Durch die Anordnung des Antriebselements
direkt auf der Rotorwelle werden Kupplungselemente, Lager und Flansche zwischen Elektromotor und Pumpenanordnung
vermieden. Der elektromotorische Teil des Elektromotors kann dadurch sehr dicht an der Pumpenanord-
nung angeordnet sein. Durch die Lagerung der Rotorwelle
an dem Block können durch das Antriebselement verursachte Lager kräfte nahe am Ort ihrer Entstehung vom
Pumpenaggregat aufgenommen werden. Der Momentenarm zwischen den Pumpenelementen und dem Wellenlager ist
kurz. Der Block dient außerdem als Trägerkörper sowohl als Bezugskörper für die Rotorwelle, als auch als Bezugskörper
für die Pumpenanordnung. Dadurch wird die Montage des Pumpenaggregats und insbesondere die Ausrichtung
der Baugruppen des Pumpenaggregates erleichtert.
Eine an dem Block vorgesehene Durchgangsöffnung für die Rotorwelle des Elektromotors ermöglicht es, mit dem
Elektromotor eine an dem Block an dessen Außenseite angebrachte Niederdruckpumpe anzutreiben. Eine Niederdruckpumpe,
vorzugsweise eine Zahnradpumpe, mit der große Flüssigkeitsmengen bereitgestellt werden können,
kann auf diese Weise an dem hydraulischen Pumpenaggregat mit geringem Aufwand vorgesehen werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung im Zusammen mit den Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform des
hydraulischen Pumpenaggregats gezeigt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das hydraulische Pumpenaggregat ,
Fig. 2 einen Schnitt durch das hydraulische Pumpenaggregat gemäß der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht des hydraulischen Pumpenaggregat s gemäß dem Pfeil III in Fig. 1, und
Fig. 4 einen Funktionsschaltplan des hydraulischen Pumpenaggregats in den Fign. 1 bis 3.
Das in Fig. 1 gezeigte hydraulische Pumpenaggregat 10 ist als tragbares Pumpenaggregat ausgeführt und weist
einen im wesentlichen zylinderförmigen Flüssigkeitstank 12 auf, in dessen innenliegendem Tankraum 13 ein Elektromotor
14 angeordnet ist. Der Elektromotor 14 treibt eine Hochdruckpumpe 16 an. Die Hochdruckpumpe 16 ist
eine als Radialkolbenpumpe ausgebildete Pumpenanordnung mit mehreren Pumpenelementen 18, die ebenfalls im Innern
des Flüssigkeitstanks 12 angeordnet sind.
Der Flüssigkeitstank 12 ist gleichzeitig ein gemeinsames Gehäuse 19 für den Elektromotor 14 und die Hochdruckpumpe
16, wobei die Wandung des Flüssigkeitstanks aus einen zylinderförmigen Mantel 20 mit nach außen
abstehenden Kühlrippen 22, einem Gehäusedeckel 26 und einem eine Verteilereinheit enthaltenden Block 34 besteht.
Dabei ist der Flüssigkeitstank 12 an einer ersten Stirnseite 24 mit dem Gehäusedeckel 26 flüssigkeitsdicht
verschlossen. Der Deckel 26 dient als Montageplatte für ein außen an dem Gehäuse 19 an der
ersten Stirnseite 24 des Flüssigkeitstanks 12 angeordnetes Kühlgebläse 28. Das Kühlgebläse 28 ist in
einem Gebläsegehäuse 3 0 angeordnet und wird unabhängig vom Elektromotor 14 von einem schnell laufenden Elek-
tromotor angetrieben. Das Kühlgebläse saugt Kühlluft in seinem Mittenbereich zentral an und bläst diese durch
Gebläseöffnungen 32 entlang des gesamten Umfangs des Mantels 20 und insbesondere an dessen Kühlrippen 22
entlang.
Der im Tankraum 13 des Flüssigkeitstanks 12 angeordnete Elektromotor 14 weist einen Stator 36 auf, der über
Halterippen 38 mit dem Mantel 20 fest verbunden ist. Die Wicklungen 37 des Stators sind mit Isolierungen
versehen, die resistent gegen die Hydraulikflüssigkeit sind, welche aus nichtleitendem Öl besteht. Der im Innern
des Stators 36 rotierende Rotor 40 weist einen Rotorkörper 41 und eine Rotorwelle 42 auf. Die Rotorwelle
42 ist über ein erstes Wellenlager 44 an dem Deckel 26 und über ein zweites Wellenlager 46 an dem
Block 34 drehbar gelagert. Der Rotor 40. hat keinerlei mechanische Verbindung oder Lagerung in bezug auf den
Stator 36. Ein separates Motorgehäuse ist nicht vorgesehen.
Auf der Rotorwelle 42 sind mehrere Wellenabsätze ausgebildet. Um den Rotorkörper 41 aufzunehmen, schließt
sich an einen Zentralbereich 48 der Rotorwelle 42 ein verjüngter Rotorbereich 50 an, an den sich seinerseits
ein gegenüber dem Rotorbereich 50 verjüngter Lagerbereich 52 anschließt. An der dem Rotorbereich 50 bezüglich
des Zentralbereichs 48 gegenüberliegenden Seite weist die Rotorwelle 42 zunächst einen Exzenter 54 auf,
der einen bezüglich des Zentralbereichs 48 verringerten Durchmesser und eine gegenüber der Rotorachse um 2 mm
parallel versetzte Achslage aufweist. Der Exzenter 54
trägt ein Exzenterlager 56, das mittels eines Halterin-
ges 58 gehalten ist. An den Exzenter 54 schließt sich ein Zapfen 60 an, dessen Achslage mit der Achslage des
ersten Lagerbereichs 52 übereinstimmt und der das zweite Wellenlager 46 trägt. Die Wellenlager 44,46 und das
Exzenterlager 56 sind Kugellager, die von der Hydraulikflüssigkeit geschmiert werden.
Der Block 34, der den Flüssigkeitstank 12 an seiner zweiten Stirnseite 32 deckelartig abschließt, trägt
neben dem zweiten Wellenlager 46 die Hochdruckpumpe 16 und eine Niederdruckpumpe. Die Hochdruckpumpe 16, die
sechs Kolbenpumpenelemente 18 aufweist, ist an der dem Tankraum 13 zugewandten Stirnseite 64 des Blocks 34
angeordnet. Zur Aufnahme der Kolbenpumpenelemente 18
ist an dem Block 34 eine Montagefläche vorgesehen. Die
Pumpenelemente 18, die jeweils einen Druckzylinder und einen im Innern des jeweiligen Druckzylinders axial
geführten Kolben 70 aufweisen, sind jeweils mit einen gegenseitigen Winkelabstand von 60° auf dem Block 34
montiert und weisen gegenüber der Achse einer Durchgangsöffnung 62 für den Zapfen 60 den gleichen radialen
Abstand auf.
Die Kolben 70 der Purapenelemente 18 sind jeweils von
einer Feder 68 nach radial innen vorgespannt. Ein auf dem Exzenterlager 56 sitzender Exzenterring 72 drückt
bei Rotation der Rotorwelle 42 die Kolben 70 zyklisch nach radial außen. Die Pumpenelemente 18 werden aus dem
Tankraum 13, in den sie eingetaucht sind, mit Flüssigkeit versorgt {Pfeil A) und geben die gepumpte Flüssigkeit
mit hohem Druck an ein im Innern des Blocks 34 ausgebildetes Kanalsystem 66 ab. Dazu weisen die Pumpenelemente
18 in ihrem Innern Rückschlagventile auf,
so daß die gepumpte Hydraulikflüssigkeit in das Kanalsystem
66 gepumpt wird.
Um neben hohen Drücken auch eine hohe Flüssigkeitsmenge mit geringerem Druck bereitstellen zu können, ist als
Niederdruckpumpe eine Zahnradpumpe 78 vorgesehen, die an der außenliegenden Stirnseite 80 des Blocks 34 angeordnet
ist. Als Niederdruckpumpe kann auch eine Schraubenpumpe vorgesehen sein. Die Zahnradpumpe 78 wird über
einen Verbindungskanal 82, der sich vom Tankraum 13 aus durch den Block 34 erstreckt, mit Hydraulikflüssigkeit
versorgt. Die von der Zahnradpumpe 78 gepumpte Hydraulikflüssigkeit
wird über einen Anschlußkanal 84 in das Kanalsystem 66 eingespeist. Um zu verhindern, daß von
der Pumpenanordnung 16 Hydraulikflüssigkeit in die Zahnradpumpe 78 gepumpt wird, ist in dem Block 34 ein
Rückschlagventil 86 vorgesehen, das die Zahnradpumpe 78 bei hohem Druckniveau vom Kanalsystem 66 trennt.
Die Zahnradpumpe 78, die verrohrungsfrei auf dem Block
34 angeordnet ist, wird von derselben Rotorwelle 42 angetrieben, die auch die Pumpenanordnung 16 antreibt.
Hierzu weist der Block 34 in seinem Zentralbereich die Durchgangsöffnung 62 auf, in die der Zapfen 60 hineinragt.
An dem Zapfen 60 der Rotorwelle 42 ist ein Vierkant 88 vorgesehen, der mit einem Kupplungsstück 90
zusammengreift. Das Kupplungsstück 90 greift seinerseits
an einer Pumpenwelle 92 der Zahnradpumpe 78 an. Die Pumpenwelle 52 ist ebenfalls als Vierkant ausgebildet
und ragt von der äußeren Stirnseite 80 in den Block 34 hinein.
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Das Kanalsystem 66 ist Teil einer Verteilereinheit 100, deren Aufbau aus dem Funktionsschaltplan in Fig. 4 ersichtlich
ist. Die Verteilereinheit 100, die in dem Block 34 ausgebildet ist, weist für jedes der Pumpenelemente
18 der Hochdruckpumpe 16 einen Hochdruckeingang 102 auf, wobei die Hochdruckeingänge in eine gemeinsame
Sammelleitung 104 münden. Von der Zahnradpumpe 78 geförderte Hydraulikflüssigkeit wird über den in dem
Block ausgebildeten Anschlußkanal 84 der Verteilereinheit 100 zugeführt.
Die Sammelleitung 104 und der Anschlußkanal 84 münden in einen gemeinsamen Versorgungskanal 106, der sich in
einen ersten Strömungsweg 108 und in einen zweiten Strömungsweg 110 verzweigt. Der erste Strömungsweg 108
weist an seinem Ende ein erstes Wegeventil 112 auf, das ein Drei/Zwei-Wegeventil mit einseitiger elektromagnetischer
Verstellung und Federrückführung ist, mit dem der erste Strömungsweg 108 an einen ersten Ausgangskanal
114 anschließbar ist. Der erste Ausgangskanal 114 weist an seinem Ende einen Rücklaufanschluß 76 auf, an
den eine erste Verbraucherleitung 116 anschließbar ist.
Am Ende des zweiten Strömungsweges 110 ist ein zweites Wegeventil 118 angeordnet, das ein hydraulisch betätigtes
Komplement-Wegeventil ist. Das zweite Wegeventil
118 wird über eine hydraulische Steuerleitung 120 in Abhängigkeit von der Schaltstellung des ersten Wegeventils
112 geschaltet. Ein in dem Block 34 ausgebildeter zweiter Ausgangskanal 122, der an seinem Ende einen
Druckauslaß 74 aufweist, an dem eine zweite Verbraucherleitung 124 anschließbar ist, steht je nach
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Schaltstellung des zweiten Wegeventils 118 mit dem zweiten Strömungsweg 110 in Verbindung.
Wenn ein Werkzeug von dem hydraulischen Pumpenaggregat 10 versorgt werden soll, ist es erforderlich, Hydraulikflüssigkeit
über eine der beiden Verbraucherleitungen 116,124 zu dem Werkzeug zu transportieren und
gleichzeitig Hydraulikflüssigkeit über die andere der beiden Verbraucherleitungen 116,124 zurückzuführen. Um
die Rückführung der Hydraulikflüssigkeit in den Tankraum 13 zu ermöglichen, weist die Verteilereinheit 100
eine Tankleitung 126 auf, die in den Tankraum 13 mündet. Die Tankleitung ist über eine erste Rückführleitung
128 an das erste Wegeventil 112 angeschlossen und über eine zweite Rückführ leitung 130 an das zweite
Wegeventil 118.
Wenn das hydraulische Pumpenaggregat 10 in Betrieb genommen wird, wird zunächst der Elektromotor 14 eingeschaltet,
wodurch von der Zahnradpumpe 78 und der Pumpenanordnung 16 Hydraulikflüssigkeit gefördert wird.
Die Ventile befinden sich dann in der in Fig. 4 gezeigten Stellung, in der die an einen Rücklauf des Werkzeugs
angeschlossene erste Verbraucherleitung 116 über den ersten Ausgangskanal 114, das erste Wegeventil 112
und den ersten Strömungsweg 10 8 mit dem Versorgungskanal 106 in Verbindung steht. Aufgrund des in der
Steuerleitung 120, die von dem ersten Ausgangskanal 114 abzweigt, herrschenden Drucks ist das zweite Wegeventil
118 so geschaltet, daß der mit der zweiten Verbraucherleitung 124 verbundene zweite Ausgangskanal 122 über
die zweite Rückführleitung 130 und die Tankleitung 126 zu dem Tankraum 13 offen ist, so daß Hydraulikflüssig-
keit von dem Werkzeug auf diesem Weg zurückgefördert
werden kann.
Zur Durchführung eines Arbeitshubes betätigt ein Bediener einen Steuerschalter, so daß das erste Wegeventil
112 gegen eine an diesem angreifende Federkraft verstellt wird. Durch diese Verstellung wird der erste
Strömungsweg 108 von dem ersten Ausgangskanal 114 getrennt und der erste Ausgangskanal 114 flüssigkeit
sleitend mit der ersten Rückführleitung 128 verbunden. In dieser Schaltstellung des ersten Wegeventils
ist dann die erste Verbraucherleitung 116 zu dem Tankraum 13 hin offen. Durch den in dem Versorgungskanal
106 herrschenden Druck, der den Druck in der Steuerleitung 120 übersteigt, wird das zweite Wegeventil 118
betätigt, so daß die zweite Verbraucherleitung 124 über den zweiten Ausgangskanal 122, den das zweite Wegeventil
118 enthaltenden zweiten Strömungsweg 110 an den Versorgunskanal 106 angeschlossen wird. Hydraulikflüssigkeit
kann in dieser Schaltstellung des zweiten Wegeventils 118 zu dem Werkzeug transportiert werden und
einen Arbeitshub ausführen, wobei gleichzeitig über die erste Verbraucherleitung 116 Hydraulikflüssigkeit zu
dem Pumpenaggregat 10 zurückgeführt wird.
Da die Zahnradpumpe 78 im Verhältnis zur Pumpenanordnung 16 einen viel geringeren Druck liefert, ist
in dem Anschlußkanal 84 ein Rückschlagventil 86 vorgesehen, welches verhindert, daß von der Pumpenanordnung
16 gepumpte Hydraulikflüssigkeit in die Zahnradpumpe
78 gefördert wird. Um bei geschlossenem Rückschlagventil 86 die von der Zahnradpumpe 78 geförderte
Hydraulikflüssigkeit abzuleiten und damit ein Über-
hitzen der Zahnradpumpe 78 zu verhindern, ist eine Kurzschlußleitung 132 vorgesehen, in der ein von dem
Druck in dem Versorgungskanal 106 hydraulisch betätigtes Ablaßventil 134 vorgesehen ist. Das Ablaßventil 134
wird geöffnet, sobald in dem Versorgungskanal 106 das maximale Druckniveau der Zahnradpumpe 78 erreicht ist.
Um den dem Werkzeug zur Verfügung gestellten Druck einstellen zu können, ist in der Verteilereinheit 100 ein
einstellbares Druckbegrenzungsventil 136 vorgesehen, das über eine erste Überdruckleitung 13 8 mit der Tankleitung
126 in Verbindung steht. Wenn in dem zweiten Ausgangskanal 122 ein an dem einstellbaren Druckbegrenzungsventil
136 eingestelltes Druckniveau überschritten wird, öffnet das Druckbegrenzungsventil 136 und läßt
Hydraulikflüssigkeit über die erste Überdruckleitung 138 und die Tankleitung 126 in den Tankraum 13 ab. In
ähnlicher Weise arbeitet ein festes Druckbegrenzungsventil 140, mit dem verhindert wird, daß in der
ersten Verbraucherleitung 116 ein voreingestelltes Druckniveau überschritten wird. Bei Erreichen des voreingestellten
Druckniveaus in der ersten Verbraucherleitung 116 und in dem ersten Ausgangskanal 114 öffnet
das feste Druckbegrenzungsventil 140 und läßt Hydraulikflüssigkeit
aus dem ersten Ausgangskanal über eine zweite Überdruckleitung 142 und die Tankleitung 126 in
den Tankraum 13 ab.
Bei dem hydraulischen Pumpenaggregat 10 handelt es sich um ein tragbares Pumpenaggregat für Zweischlauchssysteme,
das etwa 14 kg wiegt. Das Pumpenaggregat kann aber auch für Einschlauchsysteme ausgelegt sein. Zur Betätigung
des ersten Wegeventils 112 ist eine elektrische
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Steuereinheit 94 vorgesehen, die außen am Mantel 20 des Flüssigkeitstanks 12 angeordnet ist. Der von dem hydraulischen
Pumpenaggregat 10 gelieferte Druck kann an einem Manometer 96 abgelesen werden, das an den Block
34 angeflanscht ist. An dem Block 34 ist außerdem eine (nicht gezeigte) Ölstandsanzeige für den Flüssigkeit
stank 12 vorgesehen. Der bei dem gezeigten hydraulischen Pumpenaggregat 10 verwendete Block 34 ist einstückig
aufgebaut, wobei sämtliche den Block 34 durchziehenden Kanäle und Durchgangsöffnungen abtragend eingebracht
sind. Es ist jedoch auch möglich, den Block 34 zweiteilig oder mehrteilig auszuführen, wobei z.B. das
zweite Wellenlager 46 oder die Sammelleitung 104 auf oder in einem separaten Flansch angeordnet sein können.
Der Block erleichtert, wie auch die außenliegende Niederdruckpumpe 78, Reparaturen, da ein Austausch leicht
möglich ist.
Claims (10)
1. Hydraulisches Pumpenaggregat mit einer von einem Elektromotor (14) angetriebenen Pumpenanordnung
(16), die mehrere Pumpenelemente (18) aufweist und in einem Gehäuse (19) angeordnet ist, mit einem
Tankraum (13) zur Versorgung der Pumpenanordnung (16) mit Hydraulikflüssigkeit und mit einer eine
steuerbare Ventilanordnung aufweisenden Verteilereinheit (100) , die von der Pumpenanordnung (16)
gespeist wird und Hydraulikflüssigkeit unter Druck bereitstellt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilereinheit (100) in einem Block (34) enthalten ist, der einen Teil der Wandung des Gehäuses
(19) bildet und einen für den direkten Anschluß eines Verbrauchers geeigneten Druckauslaß
(74) aufweist.
2. Hydraulisches Pumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenelemente (18)
von dem Block (34) getragen werden und die Druckausgänge der Pumpenelemente (18) in eine in dem
Block (34) ausgebildete gemeinsame Sammelleitung
(104) münden.
3. Hydraulisches Pumpenaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung
in einem ersten Strömungsweg (108) ein steuerbares erstes Wegeventil (112) und in einem zweiten Strömungsweg
(110) ein in Abhängigkeit von dem Steuer-
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baren ersten Wegeventil (112) betätigtes, insbesondere hydraulisch betätigtes zweites Wegeventil
(118) aufweist.
4. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche
1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (14) in dem Flüssigkeitstank (12) enthalten
ist, und daß die Rotorwelle (42) des Elektromotors (14) an dem Flüssigkeitstank (12) gelagert
ist.
5. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche
1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (14) gehäuselos ausgebildet ist, wobei
der Stator (36) und der Rotor (40) in die Hydraulikflüssigkeit
getaucht sind.
6. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil
der Wandung des Flüssigkeitstanks (12) von dem Block (34) gebildet wird.
7. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpenanordnung
(16) aus mehreren Kolbenpumpenelementen (18) besteht, deren Kolben (17) von einem Antriebselement
oszillierend angetrieben werden, das auf der Rotorwelle (42) des Elektromotors (14)
angeordnet ist, wobei die Rotorwelle (42) an dem Block (34) gelagert ist.
8. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche
1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pum-
- 18 -
penanordnung {16) eine Radialkolbenpumpe mit mehreren von einem gemeinsamen Antriebselement
zyklisch betätigten Pumpenelementen (18) ist.
9. Hydraulisches Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche
1-8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Block (34) eine Durchgangsöffnung (62) für die Rotorwelle
(42) des Elektromotors (14) vorgesehen ist, so daß mit dem Elektromotor (14) eine an dem
Block (34) angebrachte Niederdruckpumpe (78) antreibbar ist.
10. Hydraulisches Pumpenaggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederdruckpumpe
(78) verrohrungsfrei an dem Block (34) angeordnet
ist, wobei der Druckauslaß der Niederdruckpumpe
(78) einen in dem Block (34) ausgebildeten Anschlußkanal (84) mündet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE29519941U DE29519941U1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Hydraulisches Pumpenaggregat |
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|---|---|---|---|
| DE29519941U DE29519941U1 (de) | 1995-12-15 | 1995-12-15 | Hydraulisches Pumpenaggregat |
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ID=8016794
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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