DE29510084U1 - Unterdachbahn - Google Patents
UnterdachbahnInfo
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Classifications
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-
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Description
A 52 751 u Paul Bauder GmbH & Co.
u - 223 Korntaler Landstraße
9. Juni 1995 70499 Stuttgart
UNTERDACHBAHN
Die Erfindung betrifft eine Unterdachbahn mit einem flächigen Träger und einer zweiseitigen Bitumenbeschichtung.
Üblicherweise werden Unterdächer aus zwei Lagen Bitumen-Dachbahnen
oder einer Lage Bitumen-Schweißbahn oder einer Lage hochpolymerer Dachbahn auf einer Schalung hergestellt.
Bei Verwendung von zwei Lagen Bitumen-Dachbahnen wird auf nagelbarer Unterlage die erste Lage genagelt und die zweite
Lage vollflächig, zum Beispiel mit Heißbitumen, aufgeklebt. Bei einlagiger Deckung ist auf nagelbarer Unterlage
zuerst eine Trennlage aufzubringen. Anschließend wird die Bitumen-Schweißbahn verdeckt genagelt. Nähte und Stöße
sind dicht zu schließen.
Die bekannten Methoden zur Herstellung von Unterdächern sind arbeitsintensiv und materialaufwendig.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Unterdachbahn anzugeben, mit der Unterdächer in einfacherer Weise zu verlegen
sind.
Paul Bauder GmbH & Co. A 52751 u
9. Juni 1995 u-223
Diese Aufgabe wird bei einer Unterdachbahn der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in
einem Randbereich längs der Kante der Unterdachbahn ein zusätzlicher Verstärkungsstreifen aus einem Kunststoffvlies,
einem Kunststoffgelege oder einem Glasgelege in die Bitumenbeschichtung eingelegt ist und daß der Randbereich
an der Oberseite der Unterdachbahn längs der Kante einen nichtselbstklebenden Randstreifen und daneben im Abstand
von der Kante einen selbstklebenden Streifen aufweist.
Der nichtselbstklebende Randstreifen bildet dabei einen Nagelstreifen, der selbstklebende Streifen daneben dient
der innigen Verbindung mit einer benachbarten Unterdachbahn.
Es ist dabei günstig, wenn der selbstklebende Streifen von einer Abziehfolie bedeckt ist, die vor der Verbindung mit
der benachbarten Unterdachbahn abgezogen wird.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Bitumenbeschichtung zumindest im Bereich des nichtselbstklebenden
Randstreifens und im Bereich des selbstklebenden Streifens selbstklebend ausgebildet ist und daß
die Oberseite der Bitumenbeschichtung in dem nichtselbstklebenden Randstreifen durch eine Abstreuung nichtselbstklebend
ausgestaltet ist, beispielsweise eine Abstreuung aus Sand oder Talkum.
Die Rutschfestigkeit der Unterdachbahn wird erhöht, wenn sie neben dem selbstklebemden Randstreifen auf der der
Kante abgewandten Seite mit einem dünnen Kunststoffvlies belegt ist.
Paul Bauder GmbH & Co. ** *# *" *** A 52751 u
9. Juni 1995 u-223
Um eine Verklebung mit der Schalung zu vermeiden, kann vorgesehen sein, daß die Unterseite der Unterdachbahn von
einer Folie abgedeckt ist.
Vorzugsweise ist der flächige Träger ein Glasvlies, das
ein F kann.
2 2
ein Flächengewicht zwischen 40 g/m und 100 g/m aufweisen
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die Bitumenbeschichtung insgesamt selbstklebend ist. Durch die Abstreuung im Bereich des nichtselbstklebenden Randstreifens,
durch die Auflage eines dünnen Kunststoffvlieses auf den größten Teil der Oberseite und durch das
Vorsehen einer Folie an der Unterseite der Unterdachbahn bleibt nur der Bereich des selbstklebenden Streifens frei
zugänglich und selbstklebend, der vor der Verlegung von einer Abziehfolie bedeckt ist, die dann nach der mechanischen
Fixierung durch Nacjelung abgezogen werden kann.
Es kann vorgesehen sein, daß der Verstärkungsstreifen aus einem Kunststoffvlies aus Polyethylen, Polypropylen oder
Polyester besteht.
Das Flächengewicht des Verstärkungsstreifens liegt vor-
2 2
zugsweise zwischen 50 g/m und 150 g/m .
Der nichtselbstklebende Randstreifen längs der Kante der Unterdachbahn kann beispielsweise eine Breite zwischen
2 cm und 5 cm haben, der selbstklebende Streifen eine Breite von 5 cm bis 10 cm.
Paul Bauder GmbH & Co. * A 52751 u
9. Juni 1995 u-223
Der Verstärkungsstreifen kann eine Breite zwischen 5 cm
und 15 cm haben, er kann also entweder nur in dem nichtselbstklebenden
Randstreifen verlegt sein oder sich teilweise oder ganz bis in den selbstklebenden Streifen erstrecken.
Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit der
Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Figur 1: eine Querschnittsansicht einer Unterdachbahn
und
Figur 2: eine Schalung beim Verlegung von Unterdachbahnen
gemäß Figur 1.
Die in der Zeichnung darcjestellte Unterdachbahn 1 umfaßt
einen flächigen Träger 2, der beispielsweise durch ein Glasvlies mit einem Flächengewicht zwischen 40 g/m und
100 g/m gebildet sein kann.
Dieser Träger 2 ist beidseitig mit Bitumen 3 beschichtet. Dabei kann es sich um herkömmliches Oxidationsbitumen oder
herkömmliches SBS- oder APP-modifiziertes Bitumen mit oder ohne Füllstoffe handeln. Vorzugsweise ist das Bitumen
kaltselbstklebend ausgerüstet, d. h. das Bitumen ist durch Zusatzstoffe so modifiziert, daß bei üblichen Umgebungstemperaturen
ohne zusätzliche Erwärmung eine Verklebung mit anderen Unterdachbahnen erreicht werden kann.
Auf der Unterseite ist die Unterdachbahn 1 mit einer Folie 4 vollflächig abgedeckt, die ein Verkleben der Unterdachbahn
1 mit einer Schalung verhindert, auf die die Unterdachbahn 1 aufgelegt wird.
Paul Bauder GmbH & Co. '* *** A 52751 u
9. Juni 1995 u-223
Parallel zu einer der beiden Kanten 5 ist in das Bitumen ein Verstärkungsstreifen 6 eingelegt, der beispielsweise
aus einem Kunststoffvlies aus Polyethylen, Polypropylen oder Polyester, einem Kunststoffgelege oder einem Glasge-
2 lege besteht und ein Flächengewicht zwischen 50 g/m und
150 g/m aufweist. Dieser Verstärkungsstreifen 6 ist vorzugsweise unmittelbar auf den Träger 2 aufgelegt, diese
Struktur wird anschließend mit dem Bitumen 3 beschichtet, so daß der Verstärkungsstreifen 6 in das Bitumen 3 eingebettet
wird.
Auf der Oberseite der Unterdachbahn ist das Bitumen 3 in einem unmittelbar an die Kante 5 angrenzenden Randstreifen
7 mit Sand oder Talkum abgestreut. Unmittelbar neben diesem Randstreifen 7 ist ein selbstklebender Streifen 8 vorgesehen,
der durch das freiliegende Bitumen 3 gebildet wird und der von einer Abziehfolie 9 abgedeckt ist, beispielsweise
aus einem silikongetränkten Papier.
Auf die übrige Oberseite der Unterdachbahn 1 ist ein dünnes Kunststoffvlies 10 flächig aufgelegt, welches die
selbstklebende Bitumenbeschichtung abdeckt und die Begehbarkeit in diesem Bereich gewährleistet.
Bei einer Gesamtbreite der Unterdachbahn von beispielsweise 100 cm kann die Breite des abgestreuten Randstreifens 7
bei 2 cm bis 5 cm liegen, die Breite des selbstklebenden Streifens 8 bei 5 cm bis 10 cm und die Breite des Verstärkungsstreifens
6 bei 5 cm bis 15 cm. Die Dicke der Unterdachbahn 1 kann beispielsweise zwischen 1 mm und 3 mm liegen.
Paul Bauder GmbH & Co. 9. Juni 1995
A 52751 u
u-223
Die in dieser Weise hergestellte Unterdachbahn wird zum Verlegen auf eine Schalung 11 aufgelegt, die beispielsweise
aus Holzbrettern besteht und somit einen nagelbaren Untergrund bildet· Der Randstreifen 7 bildet einen Nagelrand,
in diesem Bereich können Nägel durch die Unterdachbahn 1 in die Schalung 11 eingeschlagen werden, so daß die
Unterdachbahn 1 auf der Schalung sicher fixiert wird.
Nach dieser Festlegung der Unterdachbahn 1 durch Nagelung wird die Abziehfolie 9 von dem selbstklebenden Streifen
abgezogen, und dann kann eine benachbarte Unterdachbahn so auf die vorher verlegte Unterdachbahn aufgelegt werden,
daß deren dem Randstreifen 7 und dem selbstklebenden Streifen 8 abgewandte Kante die bereits verlegte Unterdachbahn
1 im Bereich von deren Randstreifen 7 und von deren selbstklebendem Streifen 8 überdeckt. Durch Andrücken
erfolgt eine Verklebung der beiden Unterdachbahnen 1 im Bereich des selbstklebenden Streifens 8 der zuerst verlegten
Unterdachbahn.
Es ist sehr wesentlich, daß in einem Bereich der Unterdachbahn 1 genagelt werden kann, in dem keine Abziehfolie
9 vorhanden ist, da durch die Nagelung das Abziehen dieser Abziehfolie 9 verhindert würde. Man müßte daher die Abziehfolie
vorher abziehen, dabei besteht aber die Gefahr, daß die Klebeeigenschaften des selbstklebenden Streifens
durch Verschmutzung und dergleichen herabgesetzt werden. Es ist vorteilhaft, daß bei der beschriebenen Ausgestaltung
der Unterdachbahn 1 eine Vernagelung im Bereich des nichtselbstklebend ausgerüsteten Randstreifens 7 erfolgen
kann und daß erst nach dieser Vernagelung der selbstklebende Streifen 8 durch Abziehen der Abziehfolie 9 freige-
ft ·
Paul Bauder GmbH & Co. '··*
· A 52751 u
9. Juni 1995 u-223
legt werden muß. Damit kann diese Freilegung des selbstklebenden Streifens 8 unmittelbar vor der Verlegung der
benachbarten Unterdachbahn 1 erfolgen, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Selbstklebeeigenschaften des selbstklebenden
Streifens 8 noch verschlechtert werden könnten.
Durch die Einlegung des Verstärkungsstreifens 6 ergibt sich im Nagelbereich eine mechanische Verstärkung und Verfestigung,
so daß in diesem Festlegungs- und Verbindungsbereich besonders hohe Festigkeitseigenschaften anzutreffen
sind.
Gegenüber herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von Unterdächern
ergeben sich bei Verwendung der beschriebenen Unterdachbahn nicht nur Arbeitseinsparungen, sondern auch
ein geringerer Materialaufwand.
Claims (1)
- A 52 751 u Paul Bauder GmbH & Co.u - 223 Korntaler Landstraße9. Juni 1995 70499 StuttgartSCHUTZANSPRÜCHEUnterdachbahn mit einem flächigen Träger und einer zweiseitigen Bitumenbeschichtung, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Randbereich längs der Kante (5) der Unterdachbahn (1) ein zusätzlicher Verstärkungsstreifen (6) aus einem Kunststoffvlies, einem Kunststoffgelege oder einem Glasgelege in die Bitumenbeschichtung (3) eingelegt ist und daß der Randbereich an der Oberseite der Unterdachbahn (1) längs der Kante (5) einen nichtselbstklebenden Randstreifen (7) und daneben im Abstand von der Kante (5) einen selbstklebenden Streifen (8) aufweist.2. Unterdachbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der selbstklebende Streifen (8) von einer Abziehfolie (9) bedeckt ist.3. Unterdachbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bitumenbeschichtung (3) zumindest im Bereich des nichtselbstklebenden Randstreifens (7) und des selbstklebenden Streifens (8)Paul Bauder GmbH & Co. 9. Juni 1995A 52751 u u-223- 9selbstklebend ausgebildet ist und daß die Oberseite der Bitumenbeschichtung (3) in dem nichtselbstklebenden Randstreifen (7) durch eine Abstreuung nichtselbstklebend ausgestaltet ist.4. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben dem selbstklebenden Randstreifen (7) auf der der Kante (5) abgewandten Seite mit einem dünnen Kunststoffvlies (10) belegt ist.5. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite der Unterdachbahn (1) von einer Folie (4) abgedeckt ist.6. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der flächige Träger (2) ein Glasvlies ist.7. Unterdachbahn nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengewicht des Glasvlieses zwischen 40 g/m2 und 100 g/m2 liegt.8. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bitumenbeschichtung (3) insgesamt selbstklebend ist.Paul Bauder GmbH & Co. ·!··«·· *..*·..' .»**..* a 52751 u 9. Juni 1995 u-223- 10 -9. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsstreifen (6) aus einem Kunststoffvlies aus Polyethylen, Polypropylen oder Polyester besteht.10. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengewicht des Verstärkungsstreifens (6) zwischen 50 g/m und 150 g/m2 liegt.11. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtselbstklebende Randstreifen (7) längs der Kante (5) der Unterdachbahn (1) eine Breite zwischen 2 cm und 5 cm hat.12. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der selbstklebende Streifen (8) eine Breite von 5 cm bis 10 cm hat.13. Unterdachbahn nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsstreifen (6) eine Breite von 5 cm bis 15 cm hat.• ·• *• ·
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ID=8009574
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| DE29510084U Expired - Lifetime DE29510084U1 (de) | 1995-06-22 | 1995-06-22 | Unterdachbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29510084U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1063083A3 (de) * | 1999-06-25 | 2001-10-31 | ICOPAL GmbH | Bituminöse Dachabdichtungsbahn |
| EP0905303A3 (de) * | 1997-09-30 | 2001-10-31 | ICOPAL GmbH | Bituminöse Dachbahn |
| WO2012150191A3 (de) * | 2011-05-03 | 2012-12-27 | W. Quandt Gmbh & Co. Kg Dachbahnen- Und Dachstoff-Fabrik | Recyclingfähiges bituminöses dachbedeckungsmaterial |
| NL1039164C2 (nl) * | 2011-11-14 | 2013-05-16 | Daniel Appels | Recyclebaar bitumineus dakbedekkingsmateriaal. |
-
1995
- 1995-06-22 DE DE29510084U patent/DE29510084U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0905303A3 (de) * | 1997-09-30 | 2001-10-31 | ICOPAL GmbH | Bituminöse Dachbahn |
| EP1063083A3 (de) * | 1999-06-25 | 2001-10-31 | ICOPAL GmbH | Bituminöse Dachabdichtungsbahn |
| WO2012150191A3 (de) * | 2011-05-03 | 2012-12-27 | W. Quandt Gmbh & Co. Kg Dachbahnen- Und Dachstoff-Fabrik | Recyclingfähiges bituminöses dachbedeckungsmaterial |
| NL1039164C2 (nl) * | 2011-11-14 | 2013-05-16 | Daniel Appels | Recyclebaar bitumineus dakbedekkingsmateriaal. |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19951012 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19981104 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20011018 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20031231 |