DE2947210C2 - Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von Betonbauwerken u.dgl. - Google Patents
Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von Betonbauwerken u.dgl.Info
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- E04G11/06—Forms, shutterings, or falsework for making walls, floors, ceilings, or roofs for walls, e.g. curved end panels for wall shutterings; filler elements for wall shutterings; shutterings for vertical ducts
- E04G11/20—Movable forms; Movable forms for moulding cylindrical, conical or hyperbolical structures; Templates serving as forms for positioning blocks or the like
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Description
ben, daß diese zum Durchführen der Kletterstange zweiteilig ausgeführt ist, wobei die Länge der Strebe
mittels einer Gewindemuffe verstellt werden kann. Durch Hochklappen einer Arretierung wird ein Langloch
freigegeben, so daß die Diagonalstrebe in gewissen Grenzen längsverschieblich wird. Das Aufteilen der
Diagonalstrebe in zwei Teile hat bei der bekannten Gleitschalungsvorrichtung den Zweck, es baulich zu ermöglichen,
daß die Kletterstange hindurchgeführt werden kann. Bei beiden Ausführungsbeispielen befindet
sich die Diagonalstrebe zwischen den Jochstielen. Dadurch ist nur eine beschränkte Verstellmöglichkeit gegeben.
Bei dem Gleitschaltungssystem nach der DD-PS
42 340 können Wandstärkenveränderungen nur im ge- is ringen Umfang und nur durch Einzelverstellung der
Spindeln von Hand erreicht werden. Bei größeren Veränderungen wird der Abstand von dem Stiel zur Schalung
so groß, daß die gesamte Last der Schalhaut und die Betonreibung auf den Spindeln liegt Dies führt dazu,
daß die Spindeln der Gefahr ausgesetzt sind sich zu verformen. Hierdurch wird eine Verstellung r.icht mehr
möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Gerät der vorstehend beschriebenen Art ein Rahmensystem in
Verbindung mit einer Steuervorrichtung zu schaffen, das selbst bei größtem Durchmesser des Bauwerks und
starker Neigung der Wand ein einwandfreies Gleiten bei leichter Konstruktion des Rahmens, des Traggerüstes
und des Jochgerüstes gewährleistet. Die Erfindung zeichnet sich hierzu dadurch aus, daß die längenverstellbare
Strebe außerhalb des äußeren Jochstiels von der oberen Traverse zu dem äußeren Jochstiel unter gelenkiger
Verbindung verläuft und daß der innere Jochstiel längs der beiden Traversen mittels der Spindelantriebe
verstellbar ist
Eine solche Anordnung hat wesentliche verfahrenstechnische Vorteile zur Folge. Die Verlegung der längenverstellbaren
Strebe nach außen macht es möglich, daß währeno des Gleitens automatisch zum Verstellen
des inneren Jochstiels Wandstärkenveränderungen vorgenommen werden können. Weiterhin bietet sich dabei
die Möglichkeit an, daß die gesamte Wandstärkenveränderung automatisch über Getriebe durchgeführt werden
kann.
Nach der Erfindung sind ferner die Traversen außerhalb des inneren Jochstiels durch eine Verbindungsstrebe
als Teleskopstrebe über Kardangelenke verbunden. Dadurch wird das System des aus den Traversen und
den Streben bestehenden Gelenkviereckes gerade in bezug auf die Verstellmöglichkeit stabil gehalten. Jede
Traverse isi zweckmäßig mit einer Gewindespindel versehen, die über ein Umlenkgetriebe mit der Teleskopstrebe
kardanisch in Verbindung steht.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung werden für die Spindelantriebe für die Radialverschiebung
des Jochgerüstes, für die Verstellung des inneren Jochsticls und für die Abstandsverstellung der /ochgerüste in
Umfangsrichtung zueinander Zahnstangengetriebe verwendet,
bei denen eine Zahnstange mit einem mit der Gewindespindel fest verbundenen Zahnrad zusammengreift.
Die Zahnstange zu dem Zahnstangengehäuse ist mittels einer hydraulisch betriebenen Kolben-Zylinder-Einheit
längenverstellbar, wobei mit dem Zahnrad über ein Getriebe ein Klinkengesperre in Verbindung steht.
Zur gemeinsamen Steuerung stehen hierbei die Hydraulikzylinder für die genannten Spindelantriebe und der
Hydraulikzylinder des Hebers in hydraulischer Verbindung, wobei diese Hydraulikzylinder über Steuer- und
Wechselventile zusammen oder unabhängig voneinander betätigt werden können. Dadurch ist es ermöglicht,
daS die gesamte hydraulische Schaltung programmgesteuert durchgeführt werden kann.
Mit Hilfe der Parallelogrammführung des jochgerüstes und in Verbindung mit einer automatischen Steuervorrichtung
für die Spindelantriebe ist es ermöglicht, daß alle oder mehrerer erforderlichen Bewegungsvorgänge
für das Gleiten gleichzeitig ausgeführt werden können. Dies gilt für das Heben der Schalung durch
Hydraulikheber, die Verschiebung der Jochgeruste insgesamt die Verschiebung des inneren Jochstiels und die
Veränderung des inneren und äußeren Riegelwerks. Es läßt sich dadurch eine einwandfreie Zwangsführung für
die verschiebbaren Teile des Rahmensystems vornehmen, wodurch eine absolute Genauigkeit und homogene
Betonausführung erreicht wird.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert
F i g. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Rahmensystems für das Jochgerüst gemäß der Erfindung in Verbindung
mit den Jochstielen und einem Sternbalken sowie der Schalungshaut und den Arbeitsbühnen in Parallelogrammführung,
in Ansicht und im Schema.
F i g. 2 und 3 stellen Draufsichten auf das Rahmensystem mit den Jochgerüsten sowie das Sternbalkensystem
und Riegelwerksystem schematisch dar, wobei F i g. 2 die Anordnung des Rahmensystems und der Teile
bei Beginn des Bauwerkes und F i g. 3 die Stellung des Rahmensystems u. dgl. bei Beendigung desselben in der
Höhe veranschaulicht, wobei der nicht mehr benötigte Teil der Sternbaiken abgenommen ist,
F i g. 4 zeigt die Auflagerung der Sternbaiken auf der oberen Traverse des Jochgerüstes im größterem Maßstab
und im Ausschnitt, schematisch.
Fig.5 und 6 sind Querschnitte nach den Linien V-V
und VI-VI der Fig.4.
Fig. 7 stellt eine Ansicht der Führung und Verstellvorrichtung
der oberen Traverse des Jochgerüstes an dem Sternbalken im größeren Maßstab schematisch
dar.
Fig.8 zeigt eine Ausführungsform eines Zahnstangengetriebes
gemäß der Erfindung zur Verstellung der Parallelogrammführung des Jochgerüstes und auch an
den Sternbalken in Ansicht und im Schema.
F i g. 9 zeigt eine Ansicht der Verstellvorrichtung für den inneren Jochstiel sowie die Lagerung dieses Jochstiels
an der oberen und unteren Traverse des Jochgerüstes ir g?ößeren Maßstab, schematisch.
F i g. 10 und 11 zeigen die Lagerung des inneren Jochstiels
an den Travc.-jen des Jochgerüstes im größeren
Maßstab in Ansicht und in Seitenansicht, schematisch.
F i g. 12 veranschaulicht den unteren Teil des Jochgerüstes
in Verbindung mit der Gleitschalung sowie die Anordnung der Aroeitsbühnen und des Hängegerüstes
an den Jochstielen in Ansicht und im Schema.
Fig. 13 veranschaulicht die Schalungsanordnung im Grundriß mit Führung und Verstellung der Zwischentafeln
schematisch.
Fig. 14 stellt ein Ausführungsbeispiel der unterteilten
Sternbalken mit voneinander lösbaren Sternbalkenieilen
im Schema dar.
F i g. 15 zeigt einen Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14.
Die Gltitschalungskonstruktion 1 bedient sich in bekannter Weise Heber 2, die mittels hydraulischer Zylinder
3 über Exzenterklemmvorrichtungen u. dgl. mit Kletterstangen 4 zusammenwirken, wobei die gesamte
Gleitschalungskonstruktion mitteis der Heber 2 getragen wird. Die Kletterstangen 4 sind in der zu errichtenden
Betonwand angeordnet.
Mit dem Heber 2 ist ein Jochgeriist 6 verbunden, das innere Jochstiele 7 und äußere Jochstiele 8 aufweist,
deren untere Enden innenliegende Gleitschalungen 9 und außenliegende Gleitschalungen 10 aufweisen. Mit
dem Heber 2 ist eine untere Traverse mittels eines Bokkes 12 und einer Stellschraube 13 verbunden. Oberhalb
des Hebers 2 ist eine Traverse 14 angeordnet. An den Traversen 11 und 14 ist der äußere Jochstiel 8 mittels
der Bolzen 15 und der innere Jochstiel 7 mittels Führungen gelenkig gelagert. Die Traversen 11 und 14 sind
einerseits durch den inneren Jochstiel 7 und andererseits auf t\f*r S*1'"1 Hf*c änßArAn lrw*hcMAlc Ä düfCh £!Γί£ !.""Cnverstellbare
Strebe 18 gelenkig miteinander verbunden, wobei die verstellbare Strebe 18 vorzugsweise als
Spannschloßstrebe mit einem drehbaren Mittelteil 19 und den an den Tiaversen angelenkten Gewindebolzen
20 ausgebildet ist. Die Spannschloßstrebe 18 ist mit dem unteren Ende bei 21 mit dem äußeren Jochstiel 8 gelenkig
verbunden. Auf diese Weise ist eine Schrägstellung des Jochgerüstes in einfacher Weise durchführbar, wobei
die Jochstiele 7 und 8 und die Traversen 11 und 14 ein verstellbares Parallelogramm bilden. Dadurch können
die Jochstiele der Neigung der Kletterstange 4 leicht angepaßt und das Jochgerüst in der Parallelogrammstellung
arretiert werden. Die Führung des inneren Jochstiels 7 an den Traversen 11 und 14 erfolgt
zweckmäßig durch an den Enden halbkreisförmig abgeflachte Bolzen 22 und 23. wobei die Bolzen 23 mit Stützteilen
24 zusammengreifen können.
Das Jochgerüst 7,8 mit dem Parallelogrammgestänge 11,14,7,8 ist an einem Sternbalken 27 verstellbar längsgeführt
wobei der Sternbalken 27 vorzugsweise aus zwei gegeneinander gesteiiten ü-Profilen 28 bestehen
kann, die durch Abstandsstücke 29 in einem bestimmten Abstand zueinander gehalten werden. Auf der oberen
Traverse 14 sind Führungsböcke 30 befestigt, die den Sternbalken 27 tragen, wobei die Führungsböcke 30 die
unteren Flansche der U-Profile 28 in der Weise umgreifen, daß eine Verschiebung des Jochgerüstes zu dem
Sternbalken 27 in dessen Längsrichtung vorgenommen werden kann. Mit dem unteren Teil des Führungsbockes
30 ist ein Vierkantrohrstück 31 fest verbunden, an dem die aus den U-Eisen 32 bestehende Traverse 14 mittels
der Winkel 33 befestigt ist. Zwischen den beiden Führungsböcken 30 ist ein Rollbock 34 angeordnet, der mittels
der Schrauben 35 an der Traverse 14 festgeklemmt ist Der Bock 34 ist mit Kranzrollen 36 versehen, die
innen an den U-Eisen 28 anliegen. Mit 37 ist eine Abstandsbuchse bezeichnet Auf diese Weise stützt die
Traverse 14 den Sternbalken 27 tragend ab und kann längs des Sternbalkens 27 leicht verschoben werden.
Das Verschieben der Traverse 14 mit dem zugehörigen Jochgerüst zu dem Sternbalken 27 erfolgt vorteilhaft
durch einen Spindelantrieb 39. An der Traverse 14 ist ein Bock 40 befestigt und der Spindelantrieb 39 weist
eine Gewindespindel 41 auf, die durch eine Gewindemutter 42 geführt ist welche in einem Bock 43 gelagert
ist der an dem Sternbalken 27 mittels der Schrauben 44 befestigt ist Der Spindelantrieb 39 ist vorteilhaft als
Zahnstangengetriebe 45 ausgebildet In einer Hülse 46 (F i g. 8) ist eine Zahnstange 47 längsverschiebbar gelagert.
Das aus der Hülse 46 herausragende Teil der Zahnstange 47 weist einen Bock 48 auf, während die Hülse 46
mit einem Bock 49 fest verbunden ist. Zwischen diesen Böcken 48 und 49 ist eine Kolben-Zylinder-Einheit 50
gelagert, die mit den Anschlüssen 51 und 52 für das hydraulische Steuermedium versehen ist. Mit der Zahnung
47a der Zahnstange 47 greift ein Zahnrad 53 zusammen. Mit dem Zahnrad 54 kann noch ein weiteres
Zahnrad 55 zusammengreifen, auf dessen Achse ein Klinkengesperre 56 angeordnet sein kann. Mit der Achse
54 des Zahnrades 53 ist die Gewindespindel 41 fest verbunden. Mittels der Kolben-Zylinder-Einheit 50
kann die Zahnstange 47 in dem Gehäuse 46 längsbewegt werden. Dadurch wird das Zahnrad 53 und mit diesem
die Gewindespindel 41 gedreht. Mittels einer an der Hülse 46 ortsfest gelagerten und in die Zahnstange 47
hineinragenden Stellschraube 57 und eines Gegenanschlages 58 kann der Verschiebeweg der Zahnstange
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f öticiuncr /Hac 7ahnctanopn.
getriebes 45 wird die Traverse 14 zusammen mit dem Jochgerüst längs der Gewindespindel 41 verschoben.
Das Klinkwerk 56 weist zwei Klinken auf, die wahlweise in Tätigkeit sein können und die Drehung in der einen
oder anderen Richtung sperren.
Zur Veränderung der Wandstärke der Betonwand kann der innere Jochstiel 7 in seiner Stellung zu dem
äußeren Jochstiel 8 entsprechend der geforderten Wandn·'igung eingestellt werden. Mit den Traversen 11
und 14 sind Umlenkgetriebe 59 und 60 verbunden, die Gewindespindeln 61 und 62 aufweisen, die mit in den
Traversen 11 bzw. 14 gelagerter» Gewindemuttern 63
und 64 zusammengreifen. Das Umlenkgetriebe 60 ist mit einem hydraulisch antreibbaren Spindelgetriebc 66
versehen, dessen Aufbau dem hydraulischen Zahnstangengriebe 45 (F i g. 8) mit Klinkenwerk entspricht. Zwischen
einer Verbindungs-Strebe 17 und den anschließenden Getrieben befinden sich kardanische Verbindungselemente
64 und 65. Mittels des Spindelantriebs 66 kann die Stärke der Wand des Bauwerkes entsprechend
der Wandneigung beim Hochziehen der Wand in vorgegebener Weise verändert werden.
Die Schalungen 9 und 10 sind an den Jochstielen 7 und 8 bei 67 und 68 schwenkbar gelagert und können mit
ihren unteren Enden mittels der Einstellvorrichtungen 69 und 70 in ihrer Neigung einjustiert werden. Die Justierung
wird vorteilhaft von Hand vorgenommen. Die Schalungen können mit Versteifungen 71 und 72 ausgerüstet
sein.
Die Schalhaut selbst besteht aus Haupttafeln 73, Schiebetafeln 74 und Zusatztafel 75. Für die Formgebung
der Haupttafeln 73 dient eine aus Winkeln /6, 77 bestehende Verstellkonstruktion 78. Die Winkel 76 und
77 sind durch Diagonalstreben 78 versteift. Zur Verstellung der Winkel ist eine Spindel 80 vorgesehen, die in
einem mit dem Jochstiel 7 oder 8 verbundenen Bock 81 gelagert ist und mittels der Mutter 82 betätigt werden
kann. Die Zwischentafeln 74 und 75 sind mittels der Halterungen 83 an Aussteifungsrohren 84 geführt und
können mittels der Spindeln 85 der gewünschten Kreisform angepaßt werden. Die Zwischentafeln 74 und die
Zusatztafeln 75 sind in einer Flucht angeordnet und können je nach Bedarf ergänzt oder herausgenommen
werden.
Die Arbeitsbühne 87 an dem äußeren Jochstiel 8 ist mittels der Stange oder dem Rohr 88 an der mitlaufenden
Traverse 14 gelenkig aufgehängt, während die Arbeitsbühne am inneren Jochstiel 7 mittels der Stange 90
an einem Schlitten 91 gelenkig aufgehängt ist der am
Sternbalken 27 gleitend angehängt ist und mittels eines Distanzrohres 92 mit dem oberen Ende des inneren
Jochstiels 7 bei 93 in Verbindung steht. Die unteren Arbeitsbühnen S4 und 95 als Hängegerüst weisen Haltestangen
bzw. Rohre 96 und 97 auf. Die Haltcstangcn 97 können gelenkig mit den Arbeitsbühnen 87 und 89 verbunden
sein, während die Haltestangen % in die Jochstie!';
7 und 8 eingesteckt werden können. Bei der Montage der Gleitschalungskonstruktion sind die Halterohre
96 bereits in den Jochstielen 7 bzw. 8 eingeschoben, während die Haltestangen 97 zunächst horizontal umgelegt
sind. Beim weiteren Heben der Gleitschalungskonstruktion ziehen sich die in die Hochstiele eingesteckten
Halterohre 96 bis in die Endstellung heraus, wobei die waagerecht gelegte Haltestange 97 in die
vorgesehenen Halterungen 98 eingehängt bzw. mit diesen gelenkig verbunden werden. Dadurch sind auch die
unteren Arbeitsbühnen 94 und 95 mit waagerechten Plattformen hinsichtlich des Hän^rnechsnismus 'ewcils
IO
der Schrägstellung der Jochstiele angepaßt.
Die Sternbalken 27, die von den Hebern 2 über die Traversen 11 und 14 und die Jochstiele 7 und 8 getragen
werden, werden zu beiden Seiten der Betonwand durch Spindelantriebe 100 zueinander in dem vorbestimmten
Abstand gehalten. Die Spindelantriebe 100 sind vorteilhaft in der gleichen Weise wie die anderen Spindelantriebe
ausgebildet, d. h. als Zahnstangengetriebe 45 mit angebautem Klinkengesperre 56. Die inneren Enden der
Sternbalken 27 sind an einem inneren Ring 101 als Riegelwerk angebracht. Die Veränderung des Umfanges
des ^ahmensystems erfolgt auch in diesem Fall durch die hydraulisch gesteuerten Zahnstangengetriebe mit
der Verstellung einer Spindel mittels der verschiebbaren Zahnstange.
Die Hydraulikzylinder der Spindelantriebe 39 für die Längsverschiebung des Jochgerüstes an dem Sternbalken
27, 66 für die parallele Verschiebung des inneren Jochstieles zur Wandverjüngung, 110 für die Abstandsverstellung
der Jochgerüste zueinander bei der Veränderung des Umfanges des Bauwerkes und die Kolben-Zylinder-Einheiten
3 des Hebers 2 können durch hydraulische Leitungen 103,104,105 und 106 über Steuer-
und Wechselventile 107 mit einer zentralen Schaltvorrichtung 108 verbunden sein, wobei die Schalteinrichtung
108 arbeitet. Dadurch ergibt sich eine Steuervorrichtung, bei der das Heben der Gleitschalungskonstruktion
die Veränderung des Baukörperdurchmessers durch Veränderung der Wandneigungen mittels der
Schrägspindel 18 und die Veränderung der Wandstärke vollautomatisch in einem Arbeitsgang erfolgen kann,
und zwar in Verbindung mit jedem Hubvorgang. Durch die Zahnstangenverstellung des Zahnstangengetnebes
in Verbindung mit dem Klinkengesperre lassen sich die Soll-Maße für alle diese Veränderungen zuverlässig einstellen.
Die vorprogrammierten Werte können mit der Schaltvorrichtung genau in die Praxis übertragen werden,
so daß das Hochführen des Bauwerkes schnell, zuverlässig und sicher durchgeführt werden kann. Durch
die Parallelogrammausbildung des Jochgerüstes in Verbindung mit den beiden Traversen kann die Neigung
der hochzuziehenden Wand einwandfrei eingestellt werden.
Die Sternbalken 27 sind vorteilhaft in der Länge unterteilt Sie können beispielsweise aus den Teilstücken
27a, 270 und 27c zusammengesetzt sein. Zur Verbindung der Teilstücke können vorteilhaft Laschenkörper
111 verwendet werden, die auf die Obergurte der U-Profile
28 aufgesetzt werden. Ein solcher Laschenkörper 111 kann aus einem Kernstück 112 und seitlich davon
angeordneten Winkeleisen 113 zusammengesetzt sein, wobei die Teile 112 und 113 fest miteinander verbunden,
z. B. verschweißt sind. Das Kernstück 112 greift zum Teil in den Zwischenraum zwischen den beiden
U-Profilen 28 ein. Es ist in Form eines Gehäuses ausgebildet und kann innen durch einen Doppel-T-Träger
verstärkt sein. Die Verbindung des Laschenkörpers 111 mit den U-Profilen 28 erfolgt durch die Schrauben 114
an den Winkeleisen 113 und durch die durch den Laschenkörper hindurchgeführten Schraubbolzen 115. An
der Unterseite der U-Profile 28 kann die Verbindung zu dem nächstfolgenden Teilstück des Sternbalkens mittels
Laschen 116 und Schraubbolzen 122 vorgenommen werden.
Im Abstand von dem oberen Ring 101 als Riegelwerk kann ein unterer Ring 117 vorgesehen sein, wobei die
Ringe 101 und 117 durch Stiele 118 zueinander im Abstand
gehalten werden. Die frei auskragenden Sternba!- ken 27 können durch an diese angreifende Seile 119,
120, 121 unter Spannung gehalten werden. Soweit der Druchmesser des Bauwerkes sich so weit vermindert
hat, daß ein Sternbalkenstück entbehrlich wird, weil dieses durch das Jochgerüst nicht mehr abgestützt wird,
wird das jeweils äußere Sternbalkenstück abgenommen, damit das zu tragende Gewicht verringert wird. Das
Abnehmen des betreffenden Teilstückes 27c bzw. 276 an der Stoßstelle erfolgt durch Herausnehmen der mit
dem abzunehmenden Teilstück verbundenen Schrauben 114, 115 und 122, wobei die U-Profile 28 nacheinander
abgenommen werden können. Hierbei kann auch der Laschenkörper 111 von der Stoßstelle vollständig entfernt
werden.
Bei weiterem Verringern des Durchmessers des Bauwerkes wird auch das mittlere Sternbalkenstück 276 frei
und kann an der Stoßstelle zu dem Teilstüek 27a entsprechend abgenommen werden. Dies hat den Vorteil,
daß die Sternbalken mit verringertem Durchmesser nicht unzulässig überhängen.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von Betonbauwerken
u. dgl mit veränderlichem Querschnitt von geraden oder gekrümmten Wänden nach dem Gleitschalungssystem,
insbesondere Rahmensystem und Steuervorrichtung zum Einrichten und Führen von Gleitschalungen
für die Herstellung der Betonwände, bei dem mechanisch oder hydraulisch arbeitende Heber
zum Hochziehen eines Traggerüstes, ein Sternbalkensystem zur radialen Bewegung von Gleitschalungen
tragenden Jochgerüsten, ein Riegelwerksystem als Kreisringkonstruktion in tangentialer Anordnung
am Umfang des Bauwerkes und mit dem Traggerüst verbundene Arbeitsbühnen vorgesehen sind,
wobei das Jochgerüst eine unterhalb des Hebers und an diesem befestigte Traverse und eine oberhalb des
Hebers verlaufende Traverse aufweist und der innere JochstieJ rind der äußere Jochstiel mit den Traversen
gelenkig verbunden sind, und eine längenverstellbare Strebe zwischen den Traversen angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Strebe (18) außerhalb des äußeren Jochstiels (8) von der
oberen Traverse (14) zu dem äußeren Jochstiel unter gelenkiger Verbindung verläuft und daß der innere
Jochstiel (7) längs der beiden Traversen (11,14) mittels
der Spindelantriebe (61 —66) verstellbar ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (11,14) außerhalb des inneren
Jochstiels (7) durch eine Verbindungsstrebe als TeIeskopstrebe|17)
über Kardangelenke (64,65) verbunden sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 ode 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Traverse (14,11) mit einer Gewindespindel (62,61) versehen ist, die über ein Umienkgetriebe
(59, 60) mit der Teleskopstrebe (17) kardanisch in Verbindung steht, und daß dieses Spindelsystem
durch ein hydraulisches Zahnstangengetriebe (66) mit Klinkengesperre antreibbar ist.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die obere und untere
Traverse (14,11) an dem inneren Jochstiel (7) mittels
an den Enden halbkreisförmig abgeflachter Bolzen (22,23) geführt sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der äußeren
Jochstiele (8) und der inneren Jochstiele (7) je in Umfangsrichtung zueinander mittels Spindelantriebe
(100) ein- und verstellbar ist, und daß die Verstelleinrichtungen (103) in der Höhe der Gleitschalungen
(9,10) an den Jochstielen (7,8) angebracht sind.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelantriebe (39,
66,100) für die Radialverschiebung des Jochgerüstes (6), für die Verstellung des inneren Jochstiels (7) und
für die Abstandsverstellung der Jochgerüste (6) in Umfangsrichtung zueinander durch Zahnstangengetriebe
(45) erfolgt, bei denen eine Zahnstange (47) mit einem mit der Gewindespindel fest verbundenen
Zahnrad (53) zusammengreift, und daß die Zahnstange (47) zu dem Zahnstangengehäuse (46) mittels einer
hydraulisch betriebenen Kolben-Zylinder-Einheit (50) längenverstellbar ist, wobei mit dem Zahnrad
(53) über ein Getriebe (55) ein Klinkengesperre (56) in Verbindung steht.
7. Gerät nach einem der Ansprüche I bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinder (50) für die Spindelantriebe (39, 63, 100) und die
Hydraulikzylinder (3) des Hebers (2) mittels Steuerleitungen (103—106) in hydraulischer Verbindung
stehen, und daß die Hydraulikzylinder (50) über Steuer- und/oder Wechselventile (107) zusammen
oder unabhängig voneinander betätigbar sind, wobei ein Schaltorgan (108) ausgebildet ist
8. Gerät nach eirjem der Ansprüche 1 L;s 7, bei
dem die obere Arbeitsbühne an den Jochstielen und an der Seite des äußeren Jochstiels an der oberen
Traverse angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsbühne (89) an der Seite des inneren Jochstiels
(7) mittels einer Strebe (90) an dem Sternbalken (27) angelenkt ist.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalhaut (9,10) der
Gleitschalung an den Jochstielen (7, 8) beweglich aufgehängt ist, und daß im unteren Bereich der Schalung
(9,10) °ine radial wirkende Einstellvorrichtung (69,70) an den Jochstellen angebracht ist
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem die Schalhaut der Gleitschalung aus Haupttafeln,
Schiebetafeln und Zusatztafeln besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Formgebung der
Haupttafel (73) durch eine aus Winkeln (76, 77) zusammengesetzte Spannkonstruktion mit Spindelverstellung
(80,81,82) erfolgt, und daß die Zwischentafel (74, 75) mittels Aussteifungsstangen (84) geführt
sind, an denen radial gerichtete Verstellspindeln (85) angeordnet sind.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die unteren Arbeitsbühnen (94, 95) Haltestangen (96) aufweisen, die in die
Jochstiele (7, 8) e..ischiebbar sind, und daß die jeweils außen befindlichen Haltestangen (97) an den
Arbeitsbühnen (87,89) angelenkt und anfangs in eine waagerechte Lage umlegbar sind.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Heben gleitender Formen an Stahlstangen zur Herstellung von
Betonbauwerken u. dgl. mit veränderlichem Querschnitt von geraden oder gekrümmten Wänden nach dem
Gleitschalungssystem, insbesondere auf ein Rahmensystem und eine Steuervorrichtung zum Einrichten und
Führen von Gleitschalungen für die Herstellung der Besttonwände, bei dem mechanisch oder hydraulisch arbeitende
Heber zum Hochziehen eines Traggerüstes, ein Sternbalkensystem zur radialen Bewegung von Gleitschalungen
tragenden Jochgerüsten, ein Riegelwerksystem als Kreisringkonstruktion in tangentialer Anordnung
am Umfang des Bauwerkes und mit dem Traggerüst verbundene Arbeitsbühnen vorgesehen sind.
Aus der DD-PS 42 340 ist eine Gleitschalung zum Herstellen von Bauwerken mit beliebigem Grundriß der
vorstehend genannten Art bekannt, bei der das Jochgerüst eine unterhalb des Hebers und an diesem befestigte
Traverse und eine oberhalb des Hebers verlaufende Traverse aufweist, wobei der innere Jochstiel und der
äußere Jochstiel mit den Traversen gelenkig verbunden sind. Ferner ist eine längenverstellbare Strebe zwischen
den Traversen angerodnet. Bei Bedarf kann die Neigung der Stieie mit Hilfe der verstellbaren Diagonalstrebe
festgelegt werden. Ferner ist eine Möglichkeit der Ausbildung der Diagonalstrebe in der Weise gege-
Priority Applications (13)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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