DE2946840A1 - Gipsschneidedraht, mit solchem draht versehener gipsverband und verfahren zur herstellung eines solchen gipsverbandes - Google Patents
Gipsschneidedraht, mit solchem draht versehener gipsverband und verfahren zur herstellung eines solchen gipsverbandesInfo
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Description
29468AO
1979-10-22
S 7736
2o. Nov. 1979 L/Kdg
Oipeschneidedraht, mit solchem Draht versehener Gipsverband und
Verfahren zur Herstellung eines solchen Gipsverbandes.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gipsverbände, besonders einen
mit einem solchen Draht versehenen Gipsverband, und ein Verfahren zur
Herstellung eines solchen Gipsverbandes.
Das Abnehmen von Gipsverbänden von Körperteilen wurde bisher gewöhnlich
mit Hilfe von Werkzeugen ausgefuehrt, wobei die Gipsverbände mit Hilfe einer besonderen Art Schere oder einer rotierenden Sägeklinge
aufgeschnitten wurden. Normalerweise wurden keine anderen Werkzeuge verwendet.
In beispielsweise den US Patentschriften 2 523 837, 2 3^2 695 und
2 746 152 wurde vorgeschlagen, Drähte oder Streifen In Gipsverbände
einzubauen, wobei diese Drähte oder Streifen bei der Abnahme des Verbandes mit der Hilfe von Ziehwerkzeugen durch den Gipsverband gezogen
wurden. Diese bekannten Vorrichtungen hatten Jedoch Unzuträglichkelten,
die einer Weiterentwicklung der Vorrichtungen vom Versuchsstadium bis zur allgemeinen Anwendung entgegenstanden.
Wenn ein Ziehdraht oder dergleichen zum Zwecke der späteren öffnung in
einen Gipsverband eingebaut wird, treten zwei Probleme auf. Das eine besteht darin, dass man einen Zlehdraht braucht, der die Im Hinblick auf
die auftretenden Beanspruchungen notwendige Widerstandskraft hat, und das andere Problem wird durch die Notwendigkeit bedingt, den Zlehdraht
fest zu verankern, damit er seine Schneidewirkung ausuoben kann, ohne
eich von dem Verband zu lösen. Es ist völlig normal, dass der Zlehdraht
Ziehspannungen unterworfen wird, die bis zu etwa 100 - 150 kp betragen,
so dass die Verankerung und Anbringungslage des Drahtes bedeutende Probleme erbietet.
Im Zusammenhang mit den gebräuchlichen Verfahren zum Abnehmen von
Gipsverbänden treten gewisse wohlbekannte Probleme auf. Das eine besteht
darin, dass die Werkzeugkosten hoch sind, und zwar sowohl in bezug auf die Anschaffung als auch den Unterhalt; ein zweiter Faktor liegt darin,
dass diese Werkzeuge Angstzustände, besondere bei Kindern und älteren
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Personen hervorrufen können; ein dritter Faktor liegt In der Gefahr der
Zertruemmerung des Gipses, wodurch Gipsstaub gebildet werden kann, der besondere fuer Personen, die berufsmässig mit dem Abnehmen von
Gipsverbänden beschäftigt sind, eine schwere Unzuträglichkeit darstellen kann.
In gewissen Fällen zeigt es sich, dass ein Gipsverhand zu frueh
abgenommen worden ist, so dass ein neuer Gipsverband mit allen dadurch
bedingten Material- und Zeitverlusten angebracht werden muss.
Die vorliegende Erfindung sucht die oben dargestellten
Unzuträglichkelten zu vermeiden. Dieser Zweck wird verwirklicht durch
die Vorrichtung und das Verfahren gemäss den Anspruechen, aus denen auch
die Kennzeichen der Erfindung hervorgehen.
Die Erfindung wird näher im Hinblick auf die belgefuegte Zeichnung
beschrieben.
Flg. 1 ist eine schaubildllche Darstellung eines erfindungsgemässen
Glpeschneldedrahtes mit Festsetzungsplatte;
PIg. 2 ist eine schaubildllche Darstellung des Gipsschneidedrahtes
gemäss Pig. 1 gegen die gegenueberllegende Seite der Defeetigungdplatte
gesehen;
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung, die zeigt, wie der
Gipsechneidedraht in einem gewissen Gipsverband angeordnet ist;
Pig. 4 zeigt schematisch, wie der Gipsschneidedraht zum Abnehmen des
Gipsverbandes angezogen wird; und
Pig. 5 ist ein schematlscher Teilschnitt eines Gipsverbandes und zeigt
die Verankerung des Schneidedrahtes und seiner Befestigungsplatte in dem
Gipsverband.
Wie einleitend hervorgehoben wurde, 1st die Verankerung des
Olpsschneidedrahtes ein äusserst bedeutungsvoller Faktor. Die in den
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Pig. 1 und 2 gezeigte Oipsschneidedrahtvorrlchtung 1 umfasst eine Patte
2 aua rostfreiem Werkstoff, an der der eigentliche Schneidedraht 3 befestigt 1st. Der Schneidedraht 3 streckt sich In der gezeigten
Au s fueh runge form durch zwei Löcher 4 In der Platte 2, die also einem
gewöhnlichen Knopf gleicht, wobei sich zur Befestlpjjng dos Drahtes eine
Klammer 5 um die beiden heraus ragenden Fhden des Schneidedrahtes 3 nahe
der Platte 2 erstreckt. Die beiden Teile des Schneidedrahtes 3 haben
zweckmfisslgerwelse die gleiche Lange, so dass sich also die Platte 2 Im
wesentlichen In der Mitte des Schneidedrahtes 2 befindet.
Die Platte 2 kann In verschiedener Welse ausgefuehrt sein. Zur
Vermeidung einer zeltraubenden Einfädelung des Schneidedrahtes 3 durch
Löcher In der Platte 2 kann die Platte mit zwei einander diametral
gegenueberllegenden Schlitzen versehen sein, deren Innere Enden auf
solchem Abstand liegen, dass ein Steg gebildet wird. Dieser Steg kann
eine Länge von etwa 10 mm haben, die ausreicht, ein Zerbrechen der
Platte unter Beanspruchung zu verhindern. Es 1st offenbar, dass die
Platte Jede Form, beispielsweise rund oder eckig, haben kann, ohne dass dies In Irgend einer Welse den Erflndungsgedanken verändert.
Der Schneidedraht 3 kann mit Kunststoff ueberzogen sein, um ihn gegen
Korrosion zu schuetzen und auch um den Gips daran zu hindern, sich an
dem Draht festzusetzen, wobei diese Gefahr besonders dann vorliegt, wenn der Schneidedraht eine Litze 1st.
Der Kunetetoffueberzug hat zusätzlich die guenstlge Wirkung, ein
Ausfransen der Drahtlitze zu verhindern, wenn die Litze In geeigneten
Langen zugeschnitten wird. Zweckmässlgerweise hat der Schneidedraht
urspruengllch solche Länge, dass er fuer Jede Anwendungsstelle hinreichend lang ist, und aus diesen Grund kann es manchmal notwendig
sein, die Länge zu vermindern, um alle Schwierigkelten mit dem Verwahren
der herausragenden Enden zu vermelden. Die Verwendung einer Drahtlitze
als Schneidedraht hat ihrerseits den Vorteil, dass der Draht ohne Schwierigkeit in Jeder erforderlichen Kruemmung ausgelegt werden kann.
Pig. 3 zeigt einen chirurgischen Gipsverband 6, der sich ueber das
Pussgelenk erstreckt. Da der Verband folglich abgewinkelt ist, 1st es
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notwendig, die Platte 2 genau genenuober dom Gelenk auf den Aussen- und
Innenselten des Deinen anzubringen, da sonst der schneidedraht 3 in das
Bein einsdweldcn könnte. Aus Pip;. ^ der US Patentschrift 2 3^2 695 geht
hervor, dass man sich frueher nicht dieses Probleme bewusst gcwenon ist,
da die Rezepten Drähte sich auf den vorderen und hinteren Seiten des
Beines erstrecken. Beim Anbringen einer Ziehkraft an dem unterhalb der
Ferse verlaufenden Draht wird dieser Draht in die Ferse einschneiden,
wöhrend der gegenueberllegende Draht beim Anziehen den Glpoverl>and
gegenueber dem Gelenk zerbrechen oder zertruemmern wird statt Ihn zu
durchschneiden. Diese Bedingungen zusammen mit den praktisch nicht
existierenden Defestlgungen bilden die Ursache dafuer, dass die bekannte Vorrichtung niemals praktisch angewandt wurde, da die wesentlichen
Probleme ungelöst waren.
In der US Patentschrift 2 523 837 wird anregeben, dass grosse Ztehkräfte
auftreten, und aus diesem Grund infasst die dort gezeigte Konstruktion
zwischen den Gipsschichten des Verbandes eingelegte Metallstreifen 10. Diese Konstruktion ist sowohl in der Herstellung als auch in der
Verwendung allzu teuer und kompliziert, als dass die Konstruktion praktisch anwendbar wäre.
Gemüse der vorliegenden Erfindung wurde das Befestlgungsproblem in
äusecrst einfacher V/eise gelöst. Keine vorbekannte Konstruktion hat Je
die Möglichkeit erwogen, die Befestigung in der Mitte des Schneidedrahtes statt an dessen Enden vorzunehmen. Durch die
erfindungsgemäss vorgeschlagene Ausgestaltung und Bemessung der
Befestigungsplatte wurden die frueher ungelösten Probleme völlig gelöst. Wie aus der nachstehenden Darstellung hervorgeht, ist die
Anbringungslage der Platte selbst gleichfalls ein wichtiger Faktor.
In Flg. 1I wird schematisch das öffnen eines Gipsverbandes gezeigt. Das
eine Ende des Schneidedrahtes 3 ist an einer zylindrischen Stange 7 befestigt, mit deren Hilfe der Draht 3 durch Drehen der Stange
aufgewickelt werden kann. Ein Handgriff 8 dreht beim Hin-und-herfuehren
die Stange 7 dadurch, dass die Stange in der einen Richtung der Bewegung
des Handgriffes folgt, während sie an der entgegengesetzten Dewegung nicht teilnimmt. Die Stange 7 Hegt die ganze Zelt auf der Aussenfläche
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des Gipsverbandes, der als Unterlage fuer den Ziehvorgang dient.
des Gipsverbandes, der als Unterlage fuer den Ziehvorgang dient.
Wenn In Normalfall ein Gipsverband wenlrstens zwei SchneldedrMhte
enthält, besteht der Gipsverband nach dem tfffnen aus zwei oder mehreren
Teilen. Wenn es sich bei einer Httntenuntersuchunr; zeicht, dass der
Verband zu frueh abgenommen wurte, ist es nur notwendig, die Teile des
Verbandes wieder um den Körperteil oder das Glied zu legen und eine neue
Gipsbandage herumzuwickeln. Natuerlich werden auch In diesem Fall
Gipsschneidedrähte in der rechten Lage eingelegt, so dass man einen Gipsverband erhält, der gleichwertig mit einem neuen Verband 1st, der
aber bedeutend weniger Material und Arbeitszeit als ein solcher erfordert.
Fig. 5 zeigt den Einbau der Platte 2 in einen Gipsverband. Hierbei
werden die Schneidedrähte mit Heftstrelfen an einem Strumpf 9 befestigt,
worauf Gipsbandagen um den zu verbindenden Körperteil gewickelt werden. In einer ersten Phase werden die Gipsbandagen unter die Platte 2
gewickelt, so dass diese bis zu der gezeigten Lage in den Verband hinein
verlegt wird, und erst anschliesscnd wird der Verband 2 auch ueber die
Platte 2 angebracht. Wenn eine Zugkraft zum Zwecke des öffnens des
Gipsverbandes 6 ausgeuebt wird, erbietet die Platte 2 einen stabilen
Widerstand infolge ihrer festen Einbettung in den Gipsverband. Trotz der
auftretenden groesen Kräfte kann weder die Platte 2 noch der
Schneidedraht dem Patienten Schaden zufuogen.
Während ebenso wie bei der vorliegenden Erfindung der nipsschneidedraht
gemäee der US Patentschrift 2 3^2 695 Innerhalb des Gipsverbandes
angebracht wird, um beim Abnehmen des Verbandes durch diesen hindurchgezogen zu werden, war diese vorbekannte Konstruktion nicht bis
zur praktischen Verwendbarkeit entwickelt, da es an Einsicht in die wirklichen Probleme fehlte. Vor allem verstand man nicht, wie ein
Schneidedraht der fraglichen Art angebracht werden muesse, um den im Verband eingeschlossenen Körperteil nicht zu beschädigen; ein weiterer
Fehler der vorbekannten Konstruktion lag In der unzureichenden Verankerung des Schneidedrahtes in dem Gipsverband. Beim Auftreten von
Zugkräften der Orüssenordnung 100 - 150 kp bedarf es nicht nur eines
kräftigen Schnelderahtes, sondern auch einer widerstandskräftigen
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Verankerung. Dank der vorliegenden, scheinbar einfachen, aber vlillip;
einzigartigen Erfindung 1st es Jetzt möglich, einfach und schnell olnen
Gipsverband zu öffnen, ohne dabei ein den Patienten erschreckendes
Werkzeug zu verwenden und ohne die Gefahr einer Verletzung des Patienten.
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-/ir-
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Claims (10)
- l.i Gipsschneidedraht zur Einverleibung In einen Gipsverhand,ladurch gekennzeichnet, dass ein kräftiger Schneidedraht (2) zwischen seinen Enden an einem Verankerungsteil in Form einer Platte (2) befestigt ist.
- 2. Gipsschneidedraht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Drahtes (3) zwischen Enden an der einen Seite der Platte (2) befestigt 1st.
- 3. Gipsschneidedraht nach Anspruch 2, dadurch nekennzelchnet, da3s der Draht (3) sich in Form einer Schlinge durch zwei Löcher oder gegenueberllegende Schlitze In der Platte (2) erstreckt.
- 4. Gipsschneidedraht nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtteile auf der der Schlinge gegenueberliegenden Seite der Platte durch eine Klammer (5) zusammengeklemmt sind.
- 5· Gipeschneidedraht nach einem der vorhergehenden Ansprucche,dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidedraht (3) kunststoffbelegt 1st.
- 6. Gipsverband mit einem darin einverleibten Gipsschneidedraht, dessen Enden aus dem Verband herausragen, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Draht zwischen dessen Enden verbundener Verankerungsteil In Form einer Platte (2) In den Gipsverbandwerkstoff eingebettet ist.
- 7. Gipsverband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbettungsebene der Platte (2) in dem Gipsverband verschieden ist von der Oberfläche, In der die Enden des Drahtes (3) sich von der Platte (2) entlang der inneren Oberfläche des Gipsverbandes erstrecken.
- 8. Gipsverband nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dans der Draht (3) sich entlang der inneren Oberfläche des Gipsverbandes erstreckt und dass die Platte (2) im Inneren des Gipsverbandes liegt und dass ihre Oberflächen sich Im wesentlichen parallel zu den Oberflächen des Gipsverbandes erstrecken.030024/0681ORIGINAL INSPECTED
- 9. Verfahren zur Herstellung eines Gipsverbandes gemüse Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidedraht (3) mit der Platte (2) nach aussen gewandt auf den zu verbindenden Körperteil gelegt wird, dass ein erster Teil des Gipsverbandes um den Körperteil und den Schneidedraht (3) angebracht wird, während die Platte (2) frei bleibt, und dass der Rest des Gipsvrbandee so angebracht wird, dass die Platte (2) völlig in dem Gipsverband eingebettet ist.
- 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) so in den Gipsverband eingebettet ist, dass die Oberflächen der Platte im wesentlichen parallel zu den Oberflächen des Gipsverbandes liegen.030024/0681
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |