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Beschreibung
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Die vorliegende Erfindung betrifft Elektroden, die bei der Durchfäärung
von elektrochemischen Prozessen verwendet werden und einen stromführenden Träger
mit einer auf diesen aufgetragenen Aktivmaese aus Metall- und Siliziumoxyden umfassen.
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Die Elektrode ist bestimmt zur Anwendung als Anode bei der Durchführung
der Elektrolyse von BIsungen der Alkalimetallchloride unter Herstellung von Chlor
und Ätznatron in Elektrolisierzellen mit Quecksilberkathode und in Elektrolysierzellen
mit einem Filtrierdiaphragma sowie auch bei der Durchführung der elektrolytischen
Prozesse zur Herstellung von Chloruten, Hypochlorit, bei der Durchführung der Prozesse
der
eiektroorganischen Synthese, der elektrochemlschen Reinigung
der Abwässer und der Regenerätion der chlorhaltigen Ätzlösungen.
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Bis zur jüngsten Zeit fanden eine breite Anwendung Graphit anoden,
die in verschiedenen elektrochemischen Prozessen verwendet werden. Die Graphitanoden
haben eine Reihe von Vorteilen, und zwar, es wird zu deren Herstellung ein Elektrodenmaterial
verwendet, das keine Man3elware darstellt; außerdem sind die Anoden gegen Kurzschlüsse
nicht empfindlich. Gleichzeitig aber besitzen die Graphitanoden ein höheres Potential
der Chlorabscheidung und als Folge eine höhere Spannung an der Elektrolysierzelle,
einen höheren Anodenmaterialverschleiß, was einen häufigen Abbau der Elektrolisierzellen
zur Auswechselung der Anodensätze notwendig macht. Die Graphitanoden weisen bedeutende
Abmessungen und Gewicht auf, was zu einer unberechtigten Vergrößerung der Abmessungen
der Elektrolysierzellen und der Betriebsflächen der Elektrolysierabteilungen führt.
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Zur Zeit finden eine breite Anwendung Elektroden mit einem stromfuhrenden
Träger und einer auf diesen aufgetragenen Aktivmasse. Der stromführende Träger ist
aus einem Metall hergestellt, das bei der Anodenpolarisation passiviert wird; zu
solchen Metallen gehören z.B. Titan, Tantal, Zirkonium, Niobium, Begierungen dieser
Metalle. Der stromführende Träger kann beliebige Ausführungstormen aufweisen, z.B.
in Form einer flachen Platte mit Lochung oder ohne Lochung, in Form eines Stabes,
eines Netzes, eines Gitters oder eines metallkeramischen Körpers ausgebildet werden.
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Die Aktivmasse enthält Oxyde oder Mischungen von Metalloxyden
der
PlatirEruppe z.B. Oxyde von Ruthenium oder Iridium, Oxyde der passivierenden Metalle,
wie Titan oder Zirkonium. Die Aktivmasse wird in Form einer dünnen Schioht mit einer
Stärke von 3-IO pun aufgetragen. Die Metalloxydanoden weisen im Vergleich zu den
Graphitanoden verbesserte elektrochemische Kenndaten, ein niedrigeres Potential
der Chiorabsoheidung, unveränderliche Abmessungen und Gewicht während des Dauerbetriebs,
eine hohe Beständigkeit der Aktivmasse und eine längere, mehrere Jahre zählende
Lebendauer zwischen zwei Anodensätzewecheeln auf.
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Eine breite industriemaßige Anwendung haben Metalloxydanoden gefunden,
deren Aktivmasse 46 Gew.% XuO2 und 54 Gew.% TiO2 enthält. (S. SU-PS 369 923). Der
Verbrauch an Aktivmasse beträgt und den Bedingungen einer Chlorelektrolyse in stationären
Betriebsverhältnissen bei einer Stromdichte von 0,2 - 0,4 A/cm2 2,6.I0 8 g/cm2,
std., was nach einem radiochemischen Verfahren ermittelt wurde. Das Wesen der Methodik
des radiochemisohen Verfahrens zur Durchführung der Analyse besteht darin, daß ein
Probestück mit Aktivmasse einer Bestrahlung mit einem Neutronenstrom (1,2+ 3.1013
Neutronen/cm2 innerhalb 200-400 Stunden ausgesetzt wird, wonach das radioaktive
kutheniumisotop in der Lösung, im Schlamm und in der Gasphase bei der Elektrolyse
mengenmaßig bestimmt wird.
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Zur Bestimmung der Beständigkeit der Aktivmasse wurde diesseits die
Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation benutzt, die als Schnellmethode
zur Einschätzung der OMalität des aktiven Überzuges, und zwar der Bestandigkeit
gegen die Amalgamation, der Festigkeit des Haftens an dem
stromführenden
Träger, der Beständigkeit gegen die Kathodenpolarisation und Rurzschlüsse eine breite
Anwendung fand.
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Das Wesen der Methode der veranderlichen Polarität und der Amalgamation
besteht in folgendem. Das Probestück wird bei einer Stromdichte von I A/ cm2, einer
Temperatur von 60°C, in einer Lösung mit einem Natriumchloridgehalt von 300 g/l
einer Anoden- und Katnodenpolarität innerhalb 40 idinuten (2 Minuten Anodenpolarisation,
2 Minuten Kathodenpolarisation)abwechselnd ausgesetzt. Das bedeutet also, daß ein
Prüfungszyklus 40 Minuten dauert. Dann wird die Anode für 30 sekunden in ha-triummalgam
mit einer Natriumkonzentration von 0,2 Massenprozent eingetaucht. Nach diesen Priifungen
wird die Anode im destillierten Wasser gespült, getrocknet, und es wird der Gewichtsverlust
bestimmt.
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Die Meßergebnisse fur den Verbrauch an der Aktivmasse der genannten
Anode, die mittels der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation
bestimmt wurden, sind in der Tabelle I angeführt.
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Tabelle 1 Anzahl der Prüfungszyklen I-3 4-6 7-9 10-12 I3-I5 16-I8
Verbrauch an der Aktiv- 0,595 0,6I0 O,I40 0,I80 0,I90 O,I7O masse in je drei darauffolgenden
Prüfungszyklen mg/cm2
Die Ergebnisse der radiochemischen Prüfungen
und die in der Tabelle I angeführten Ergebnisse der Prüfungen zeigen, daI die Anoden,
welche in der 'Seltpraxis der Durchführung der Elektrolyse eine breite Anwendung
finden und eine nicht ausausreichende Beständigkeit der Aktivmasse, eine nicht ausreichende
Beständigkeit gegen die Amalgation unter Verhältnissen der Quecksilberelektrolyse
aufweisen; auch ist relativ hoch der Edelmetallverbrauch für die Herstellung eines
Anodenüberzuges. Bei der Durchführung der Chlorelektrolyse mit einer Quecksilberkathode
beträgt die Lebensdauer der Anoden nicht mehr als I-2 Jahre, während unter den Bedingungen
der Diaphragmaelektrolyse die Lebensdauer der Anoden 4 bis 5 Jahre ausmacht.
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Es ist eine Elektrode bekannt, bei der auf den stromführenden Titanträger
zur Erhöhung der Bestandigkeit der lektrode ein Metalloxyd der Platingruppe sowie
bedeutende Mengen von Siliziumdioxyd aufgetragen werden. Die Aktivmasse enthält
z.B. 42m Massenprozent HuO2 und 58 Massenprozent SiO2. Der Verbrauch an der Aktivmasse
der genannten Anode, der nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation
bestimmt wurde, beträgt innerhalb 3 Prüfungszyklen 0,99-I,20 mg/cm2 (s. FR-PS 2
040 116 oder US-PS 3 846 273).
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Es sind Elektroden bekannt, in deren Aktivmasse ;:iiliziumdioxyd
zusammen mit litåndi.oxyd oder mit Dioxyd eines anderen passivierenden Metalls eingerührt
sind und die Aktivmasse mehr als 50 Massenprozent der Metalloxyde der PlatinLrruppe
enthält. (S. .GB-PS 1 168 558). Der Verbrauch an der Aktivmasse der Anode, die 53t5
assenprozent
Ru O2 und 37,5 Massenprozent SiO2, 9,2 lliassenprozent
SPiO2 enthält, wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und Amalgamation
bestimmt und beträgt im Verlauf von 3 Priifungszyklen 0,75 mg/ cm2. Einen wesentlichen
Nachteil aller genannten Elektroden bildet der bedeutende Verbrauch an Edelmetall.
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Die Einführung von sogar bedeutenden Mengen an Siliziwioxyd in Verbindung
mit einem Metalldioxyd der Platingruppe in die Aktivmasse gewährleistet keine Erhöhung
der Beständ i;ke it der Akt ivmasse.
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Es ist auch eine Elektrode bekannt, in der auf den aus passivierenden
Metallen hergestellten Träger eine Aktivmasse aurgetragen ist, die über 50 Massenprozent
Oxyde der passivierenden Metalle sowie auch Oxyde der Metalle der Platingruppe tmd
einen Siliziumdioxydzusatz enthält (s. GB-PS 1 463 553). Eine solche Elektrode,
deren Aktivmasse 34,8 Massenprozent RuO2, 61,6 Massenprozent TiO2 und 3,6 Massenprozent
SiO2 enthält, hat einen Verbrauch an der Aktivmasse, welcher nach der Methode der
veränerlichen Polarität und der Amalgamation gemessen wurde, im Verlauf von 3 Prüfungszyklen
von 0,7 mg/cm2. Das bedeutet, daß eine solche Elektrode nach der Beständigkeit der
Aktivmasse praktisch der bekannten vorher erwähnten Elektrode nahe kommt; sie hat
aedoch den Vorteil, der in einem niedrigeren Verbrauch an Edelmetall für die Herstellung
der Elektrode besteht.
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Zweck der vorliegenden Erfindung bestand in der Verminderen des Metallverbrauches
der Platingruppe für die Herstellung der Elektrode ohne Verschlechterung der elektrochemischen
Kenndaten
der Elektrode und Verkürzung ihrer Lebensaauer.
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Die Aufgabe der vorliegenden erfindung bestand auch in der Entwicklung
einer eolchen Zusauimensetzung der Aktivmasse für die Elektrode, die eine Verminderung
des Verbrauches am Metall der Platingruppe ermöglicht.
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Erfindungsgemäß wird eine Elektrode fUr die DurchfUhrung der elektrochemischen
Prozesse vorgeschlagen, die einen stromführenden Träger aus einem passivierenden
Metall mit einer auf diesen Träger aufgetragenen Aktivmasse aus Sillaiumdioxyd,
Uxyden vnn passivierenden Metallen und Oxyden der Metalle der Platingruppe bei rolgendem
Verhältnis zwischen den In-redienzlen (Massenprozent) enthält: Siliziumaioxyd IO-90
Oxyde der Metalle aer Flatingruppe 5-45 Oxyde der passivierenden Metalle 5-45 uer
empfohlene mengenmäßige Gehalt an Metalloxyoen der Platingruppe gewährleistet eine
nohe elektrochemische Aktive tät der Elektrode, die bei der Steigerung des Gehaltes
an der Mangelkomponente bia zu 50 Massenprozent und höher weseitlich nicht zunimmt,
jedoch zu einer VergröBerung der Verluste an der Aktivmasse bei der Durchführung
der Elektrolyse, d.h. zu einer Senkung der Beständigkeit der Elektrode führt.
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Die Einführung der Oxyde der passivierenden Metalle, z.B.
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die Einführung von TiO2 übt einen positiven Einfluß auf die Beständigkeit
der Elektrode im Vergleich zu der Elektrode mit einer Aktivmasse, die nur aus Metalloxyden
der Platingruppe und Siliziumdioxyd besteht, aus.
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Es wurde gefunden, daß eine Steigerung der Bestindigkeit der Aktivmasse
der Elektrode bei einem Siliziumdioxydgehalt
iii einer höhe von
über 10 Massenprozent sowie auch bei einem Gehalt am Oxyd des passivierenden Metalls,
z.B TiO2, von unter 50 Massenprozent und bei einem Gehalt am Oxyd des Metalls der
Platingruppe, z.B. RuO2,von unter 50 Massenprozent stattfindet. Eine VergröBerung
des Siliziumd ioxydgehaltes in einer Höhe von über 90 Massenprozent führt zu einer
starken Verminderung der elektrochemischen Aktivität der Elektrode.
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Ein Ausführunsbeispiel der Erfindung bilden Elektroden, in denen
die Aktivmasse Ingredienzien in folgendem Verhältnie (Massenprozent) enthalten kann:
Siiiziumd ioxyd IO + 5 Oxyde der Metalle der Platingruppe 20 + 45 Oxyde der passivierenden
Metalle 5 + 45 oder Siliziumdioxyd I0 -30 Oxyde der Metalle der Platingruppe 35-45
Oxyde Qr passivierenden Metalle 35-45 Die erfindungsgemäße Elektrode gestattet es,
den Verbrauch an der Aktivmasse, die ein Metalloxyd der Platingruppe enthält, etwa
um 20-25 % zu eenken.Nach ihren elektrokatalytischen Eigenschaften sind die erfindungsgemäßen
Elektroden den bekannten ähnlich. Die Einschätzung der elektrokatalytischen Aktivität
wurde diesseits nach der Höhe des Anodenpotentials im Vergleich zu der normalen
Wasserstoffvergleichselektrode unter Bedingungen einer Chlorelektrolyse durchgeführt.
Die erfindungsgemäßen Elektroden weisen bei einer Stromdichte von 0,2 A/cm2, einer
Temperatur von 9000 in einer Lösung, die 300 g/l NaCl enthält,
bei
der Anodenpolarisation das Potential in einer Hohe von 1,32-1,35 mm V im Vergleich
zu der normalen Wasserstofrvergleichselektrode auf.
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Zu einer besseren Erläuterung der vorliegenden Erfindung werden folgende
Beispiele angeführt.
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Beispiel 1.
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Es wird eine Elektrode hergestellt, die einen stromfiihrenden Träger
aus einer Titanplatte mit Abmessungen von 20x30x2 mit einer auf diesen Träger aufgetragenen
Aktivmasse umfaßt, die enthält (Massenprozent): SiO2 -IO, Ru02 - 45,TiO2-45.
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Die Elektrode wird wie folgt hergestellt. Die Titanpiatte wird in
einer 5%-igen NaOH-Lösung bei einer Temperatur von 60°C innerhalb IO Minuten entfettet
und innerhalb IO Minuten in einer HCl-Lösung (20 Massenprozent) bei einer Temperatur
von I00 °C geätzt.
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Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die I03
cm³ n-Propylalkohol, 1,84 cm³ TiCl4, 0,55 cm3 SiCl4 und 3,2 ml einer Lösung von
Rutheniumohlorid mit einer Rutheniumkonzentration von 19,2 Massenprozent enthielt.
Die Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen, und es wurde
eine Wärmebehandlung bei Temperaturen zwischen 370 und 470 °C durchgeführt. Der
Arbeitsgang wird mehrmals wiederholt. Der Gesamtgehalt an Ruthenium beträgt 3,5
g pro I m2 Elektrodenoberfläche.
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Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität
und der Amalgamation erprobt.
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Die Ergebnisse der änderungen des Verbrauches an der Aictivmasse
nach der Methode der veränderlichen Polarität und
der Amalgamat
ion sind in der Tabelle 2 angeführt.
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Tabelle 2 Anzanl der Prüfungszyklen I-3 4-6 7-9 I0-I2 Verbrauch an
der Aktivmasse O,4d 0,22 0,05 0,06 im Verlauf von je drei Prüfungszyklen, mg/cm2
Diese Elektrode wurde auch als Anode unter Bedingungen einer Chlorelektrolyse in
einer Lösung, die 300 g/l NaCl entnielt, bei einer Temperatur von 90°C und einer
Anodenstromdich-.
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te von 0,2 A/cm² erprobt.Vas Anodenpotential betrug 1,32 V im Vergleich
zu einer normalen Wasserstoffelektrode (nWE ).
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Die bekannte Elektrode, deren Aktivmasse enttiielt (Mssenprozent):
RuO2-46, TiO2-54, wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation
erprobt.
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Die MeXergebnisse sind in der Tabelle I S. oben) angeführt.
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Wie es bereits erwäbnt wurde, beträgt für die bekannte Elektrode der
Verbrauch an der Aktivmasse, der nach der radiochemischen Methode unter Verhältnissen
einer Chlorelektrolyse in stationären Betriebbedingungen bei einer Stromdichte von
0,2--O,4A/cm2 gemessen wurde, 2,6. io-8 g/cm2. Stunde.
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Beispiel 2 Es wird eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt;
dabei enthält die Aktivmasse (Massenprozent): SiO2-30, Ru02-35, l'iu2-35.
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Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt:
6Icm³ n - Propylalkohol, 1,44 cm3 -TiCl4,
1,72 cm²-SiCl4 und 2,52
cm³-Rutheniumchloridlösung.
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Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen
und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt.
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Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität
und der Amalgamation erprobt. Die Meßergebnisse für den Verbrauch an der Aktivmasse
nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation sind in der Tabelle
3 angeführt.
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Tabelle 3 Anzahl der I-3 4-6 7-9 IO-I2 13-15 16-18 I9-21 22-24 Prüfungszyklen
0,098 Verbrauch an 0,47 0,27 I,I55 0,086 0,098 ,0,I00 0,073 0,086 der Aktivmasse
im Verlauf von je drei Prüftngszyklen, mg/cm2 Diese Elektrode wurde auch unter Verhältnissen
einer Chlorelektrolyse erprobt, die im beispiel I angeführt sind, um den Verbrauch
an Ruthenium aus der Aktivmasse mittels der radiochemischen Methode bei einer Anodenstromdichte
von 0,2--G,4 A/cm2 zu bestimmen. Der Rutheniumverbrauch betrug 2,2.I0-8 g/cm2. Stunde.
Das Potential betrug 1,33 V (nitE) Beispiel 3 Es wird eine Elektrode ähnlich wie
im Beispiel I hergestellt;
dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent):
SiO2 - 35, RuO2 - 20; TiO2 -45. Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet,
die enthielt: n- Propylalkohol--65,5 cm3, 'l'iC14 - I,28 cm3, SiC14 - 1,39 cm3 und
I cm3 Rathrniumchloridlösung. Die Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche
aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt. Die Elektrode
wurde nach der methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt.
Die Gewichtsabnahme der Aktivmasse im Verlauf von drei. Prüfungszyklen beträgt 0,50
mg/cm2. Das Potential betrug unter den im Beispiel I angeführten Bedingungen einer
Chlorelektrolyse I,33V.
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(nWE).
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Beispiel 4 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt;
dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent):SiO2-- 75, RuO2 - 20, TiO2-5 Zum Auftragen
der Aktivmasse wurde eine Lösung autbereitet, die enthielt: n- Propylalkohol - 49,5
cm3, TiC14-O,I cm3, SiCl4 - 2,08 cm³ und 0,7 cm3 Rutheniumchloridlösung.
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Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen
und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach
der Methode der veranderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust
an der Aktivmaese betrug im Verlauf von drei Prüfungszyklen 0,4I mg/cm2. Das Potential
betrug unter den im beispiel I angeführten Bedingungen der Chlorelektrolyse I,35
(nWE).
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Beispiel 5 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt.
Die
Aktivmasse enthielt (Massenprozent): SiO2-50, Ru02- 45, TiO2-5.
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Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt:
n- Propylalkohol -54,0 cm3, TiC14-0,1cm3 Si C14 - I,38 cm3 und I,56 cm3 Rutheniumchloridlösung.
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Die Lösung wird auf eine vorbereitete Titanoberflache aufgetragen
und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach
der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust
an der Aktivmasse betrug im Verlauf von drei Prüfungzyklen 0,33 mg/cm2. Das Potential
betrug unter den Bedingungen der Chlorelektrolyse, die im Beispiel I beschrieben
sind, 1,33 V (nWE).
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Beispiel 6 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt.
Dabei enthielt die Aktivmasse: (Massenprozent): SiO2-- 45,b, RuO2 - 33,8,TiO2 -
20,4.
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Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt:
n - Propylalkohol - 34 cm3, SiCl4 -1,08 cm3, TiC14 - 0,345 cm3 und 1 cm3 Rutheniumchloridlösung.
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Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen
und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I aus£esetzt.
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Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität
und der Amalgamation erprobt. Die Meßergebnisse für den Verbrauch an der Aktivmasse
nach der Metnode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation sind in der Tabelle
4 angeführt.
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Tabelle 4 Anzahl der Prüfungszyklen 1-3 4-6 7-9 Verbrauch an der Aktivmasse
im 0,46 0,28 0,07 Verlauf von je drei nachrolgenden Prüfungszyklen mg/cm² Das Potential
betrug unter den im Beispiel I angeführten Bedingungen der Chlorelektrolyse 1,33
VnNE).
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Beispiel 7 Es wird eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt,
dabei enthält die Aktivmasse (Massenprozent): SiO2-- I9,0, R002 - 42,2 ZrO2 - 38,8
Zur Auftragung der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: n - Propylalkohol
- 40 cm3, ZrC14-0,83Og, SiCl4 - 0,42 cm3 und 1,05 cm³ Rutheniumchloridlösung. Die
Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung
wie im Beispiel 1 ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen
Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmasse im Verlauf
der drei Prüfungszyklen betrug 0,40 mg/cm2. Das Potential betrug unter den im Beispiel
1 angegebenen Bedingungen der Chlorelektrolyse I,32 V (nWE).
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Be isPiel 8 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt;
dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent): Si02-IO, 1r02-45, TiO2-45. Zum Auftragen
der Aktivmasse wurde eine Lö-Lösung aufbereitet, die enthielt: n-Propylalkohol -
40 cm3,
SiO2-0,42 cm3, I,05 cm3 Iridiumchloridlösung, TiCl4-0,4
cm³.
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Die Lösung wird auf die vorbereitete riiftanoberfläche aufgetragen
und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt.
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Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität
und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmasse betrug im Verlauf von
drei Prüfungszyklen 0,5 mg/cm2.
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Das Potential betrug unter den im Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen
der Chlorelektrolyse 1,34 V (nWE).
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Wie es aus den Ausführungsbeispielen zu sehen ist, weisen die erfindungsgemäßen
Elektroden einen etwa um 20-25 % niedrigeren Verbrauch an der Aktivmasse und dem
mangelhaften Edelmetal im Vergleich zu den weitgenend in der Weltpraxis der Durchführung
der Chlorelektrolyse anzuwendenden Anoden mit einer Aktivmasse, die aus Ru02 und
TiO2 besteht, auf.