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DE2944814A1 - Elektrode fuer elektrochemische prozesse - Google Patents

Elektrode fuer elektrochemische prozesse

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Publication number
DE2944814A1
DE2944814A1 DE19792944814 DE2944814A DE2944814A1 DE 2944814 A1 DE2944814 A1 DE 2944814A1 DE 19792944814 DE19792944814 DE 19792944814 DE 2944814 A DE2944814 A DE 2944814A DE 2944814 A1 DE2944814 A1 DE 2944814A1
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DE
Germany
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electrode
active material
mass
metal
oxides
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19792944814
Other languages
English (en)
Inventor
Vladimir Borisovič Busse-Mačukas
Ernest Avgustinovič Drušinin
Leonid Ivanovič Moskva Jurkov
Evgenij Lazarevič Krongauz
Vladimir Leonidovič Kubasov
Florentij Iserovič Lvovič
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DRUSININ ERNEST A
Original Assignee
DRUSININ ERNEST A
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Filing date
Publication date
Application filed by DRUSININ ERNEST A filed Critical DRUSININ ERNEST A
Priority to DE19792944814 priority Critical patent/DE2944814A1/de
Publication of DE2944814A1 publication Critical patent/DE2944814A1/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B11/00Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • C25B11/04Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by the material
    • C25B11/051Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier
    • C25B11/073Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material
    • C25B11/091Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material consisting of at least one catalytic element and at least one catalytic compound; consisting of two or more catalytic elements or catalytic compounds
    • C25B11/093Electrodes formed of electrocatalysts on a substrate or carrier characterised by the electrocatalyst material consisting of at least one catalytic element and at least one catalytic compound; consisting of two or more catalytic elements or catalytic compounds at least one noble metal or noble metal oxide and at least one non-noble metal oxide

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrodes For Compound Or Non-Metal Manufacture (AREA)
  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Elektroden, die bei der Durchfäärung von elektrochemischen Prozessen verwendet werden und einen stromführenden Träger mit einer auf diesen aufgetragenen Aktivmaese aus Metall- und Siliziumoxyden umfassen.
  • Die Elektrode ist bestimmt zur Anwendung als Anode bei der Durchführung der Elektrolyse von BIsungen der Alkalimetallchloride unter Herstellung von Chlor und Ätznatron in Elektrolisierzellen mit Quecksilberkathode und in Elektrolysierzellen mit einem Filtrierdiaphragma sowie auch bei der Durchführung der elektrolytischen Prozesse zur Herstellung von Chloruten, Hypochlorit, bei der Durchführung der Prozesse der eiektroorganischen Synthese, der elektrochemlschen Reinigung der Abwässer und der Regenerätion der chlorhaltigen Ätzlösungen.
  • Bis zur jüngsten Zeit fanden eine breite Anwendung Graphit anoden, die in verschiedenen elektrochemischen Prozessen verwendet werden. Die Graphitanoden haben eine Reihe von Vorteilen, und zwar, es wird zu deren Herstellung ein Elektrodenmaterial verwendet, das keine Man3elware darstellt; außerdem sind die Anoden gegen Kurzschlüsse nicht empfindlich. Gleichzeitig aber besitzen die Graphitanoden ein höheres Potential der Chlorabscheidung und als Folge eine höhere Spannung an der Elektrolysierzelle, einen höheren Anodenmaterialverschleiß, was einen häufigen Abbau der Elektrolisierzellen zur Auswechselung der Anodensätze notwendig macht. Die Graphitanoden weisen bedeutende Abmessungen und Gewicht auf, was zu einer unberechtigten Vergrößerung der Abmessungen der Elektrolysierzellen und der Betriebsflächen der Elektrolysierabteilungen führt.
  • Zur Zeit finden eine breite Anwendung Elektroden mit einem stromfuhrenden Träger und einer auf diesen aufgetragenen Aktivmasse. Der stromführende Träger ist aus einem Metall hergestellt, das bei der Anodenpolarisation passiviert wird; zu solchen Metallen gehören z.B. Titan, Tantal, Zirkonium, Niobium, Begierungen dieser Metalle. Der stromführende Träger kann beliebige Ausführungstormen aufweisen, z.B. in Form einer flachen Platte mit Lochung oder ohne Lochung, in Form eines Stabes, eines Netzes, eines Gitters oder eines metallkeramischen Körpers ausgebildet werden.
  • Die Aktivmasse enthält Oxyde oder Mischungen von Metalloxyden der PlatirEruppe z.B. Oxyde von Ruthenium oder Iridium, Oxyde der passivierenden Metalle, wie Titan oder Zirkonium. Die Aktivmasse wird in Form einer dünnen Schioht mit einer Stärke von 3-IO pun aufgetragen. Die Metalloxydanoden weisen im Vergleich zu den Graphitanoden verbesserte elektrochemische Kenndaten, ein niedrigeres Potential der Chiorabsoheidung, unveränderliche Abmessungen und Gewicht während des Dauerbetriebs, eine hohe Beständigkeit der Aktivmasse und eine längere, mehrere Jahre zählende Lebendauer zwischen zwei Anodensätzewecheeln auf.
  • Eine breite industriemaßige Anwendung haben Metalloxydanoden gefunden, deren Aktivmasse 46 Gew.% XuO2 und 54 Gew.% TiO2 enthält. (S. SU-PS 369 923). Der Verbrauch an Aktivmasse beträgt und den Bedingungen einer Chlorelektrolyse in stationären Betriebsverhältnissen bei einer Stromdichte von 0,2 - 0,4 A/cm2 2,6.I0 8 g/cm2, std., was nach einem radiochemischen Verfahren ermittelt wurde. Das Wesen der Methodik des radiochemisohen Verfahrens zur Durchführung der Analyse besteht darin, daß ein Probestück mit Aktivmasse einer Bestrahlung mit einem Neutronenstrom (1,2+ 3.1013 Neutronen/cm2 innerhalb 200-400 Stunden ausgesetzt wird, wonach das radioaktive kutheniumisotop in der Lösung, im Schlamm und in der Gasphase bei der Elektrolyse mengenmaßig bestimmt wird.
  • Zur Bestimmung der Beständigkeit der Aktivmasse wurde diesseits die Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation benutzt, die als Schnellmethode zur Einschätzung der OMalität des aktiven Überzuges, und zwar der Bestandigkeit gegen die Amalgamation, der Festigkeit des Haftens an dem stromführenden Träger, der Beständigkeit gegen die Kathodenpolarisation und Rurzschlüsse eine breite Anwendung fand.
  • Das Wesen der Methode der veranderlichen Polarität und der Amalgamation besteht in folgendem. Das Probestück wird bei einer Stromdichte von I A/ cm2, einer Temperatur von 60°C, in einer Lösung mit einem Natriumchloridgehalt von 300 g/l einer Anoden- und Katnodenpolarität innerhalb 40 idinuten (2 Minuten Anodenpolarisation, 2 Minuten Kathodenpolarisation)abwechselnd ausgesetzt. Das bedeutet also, daß ein Prüfungszyklus 40 Minuten dauert. Dann wird die Anode für 30 sekunden in ha-triummalgam mit einer Natriumkonzentration von 0,2 Massenprozent eingetaucht. Nach diesen Priifungen wird die Anode im destillierten Wasser gespült, getrocknet, und es wird der Gewichtsverlust bestimmt.
  • Die Meßergebnisse fur den Verbrauch an der Aktivmasse der genannten Anode, die mittels der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation bestimmt wurden, sind in der Tabelle I angeführt.
  • Tabelle 1 Anzahl der Prüfungszyklen I-3 4-6 7-9 10-12 I3-I5 16-I8 Verbrauch an der Aktiv- 0,595 0,6I0 O,I40 0,I80 0,I90 O,I7O masse in je drei darauffolgenden Prüfungszyklen mg/cm2 Die Ergebnisse der radiochemischen Prüfungen und die in der Tabelle I angeführten Ergebnisse der Prüfungen zeigen, daI die Anoden, welche in der 'Seltpraxis der Durchführung der Elektrolyse eine breite Anwendung finden und eine nicht ausausreichende Beständigkeit der Aktivmasse, eine nicht ausreichende Beständigkeit gegen die Amalgation unter Verhältnissen der Quecksilberelektrolyse aufweisen; auch ist relativ hoch der Edelmetallverbrauch für die Herstellung eines Anodenüberzuges. Bei der Durchführung der Chlorelektrolyse mit einer Quecksilberkathode beträgt die Lebensdauer der Anoden nicht mehr als I-2 Jahre, während unter den Bedingungen der Diaphragmaelektrolyse die Lebensdauer der Anoden 4 bis 5 Jahre ausmacht.
  • Es ist eine Elektrode bekannt, bei der auf den stromführenden Titanträger zur Erhöhung der Bestandigkeit der lektrode ein Metalloxyd der Platingruppe sowie bedeutende Mengen von Siliziumdioxyd aufgetragen werden. Die Aktivmasse enthält z.B. 42m Massenprozent HuO2 und 58 Massenprozent SiO2. Der Verbrauch an der Aktivmasse der genannten Anode, der nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation bestimmt wurde, beträgt innerhalb 3 Prüfungszyklen 0,99-I,20 mg/cm2 (s. FR-PS 2 040 116 oder US-PS 3 846 273).
  • Es sind Elektroden bekannt, in deren Aktivmasse ;:iiliziumdioxyd zusammen mit litåndi.oxyd oder mit Dioxyd eines anderen passivierenden Metalls eingerührt sind und die Aktivmasse mehr als 50 Massenprozent der Metalloxyde der PlatinLrruppe enthält. (S. .GB-PS 1 168 558). Der Verbrauch an der Aktivmasse der Anode, die 53t5 assenprozent Ru O2 und 37,5 Massenprozent SiO2, 9,2 lliassenprozent SPiO2 enthält, wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und Amalgamation bestimmt und beträgt im Verlauf von 3 Priifungszyklen 0,75 mg/ cm2. Einen wesentlichen Nachteil aller genannten Elektroden bildet der bedeutende Verbrauch an Edelmetall.
  • Die Einführung von sogar bedeutenden Mengen an Siliziwioxyd in Verbindung mit einem Metalldioxyd der Platingruppe in die Aktivmasse gewährleistet keine Erhöhung der Beständ i;ke it der Akt ivmasse.
  • Es ist auch eine Elektrode bekannt, in der auf den aus passivierenden Metallen hergestellten Träger eine Aktivmasse aurgetragen ist, die über 50 Massenprozent Oxyde der passivierenden Metalle sowie auch Oxyde der Metalle der Platingruppe tmd einen Siliziumdioxydzusatz enthält (s. GB-PS 1 463 553). Eine solche Elektrode, deren Aktivmasse 34,8 Massenprozent RuO2, 61,6 Massenprozent TiO2 und 3,6 Massenprozent SiO2 enthält, hat einen Verbrauch an der Aktivmasse, welcher nach der Methode der veränerlichen Polarität und der Amalgamation gemessen wurde, im Verlauf von 3 Prüfungszyklen von 0,7 mg/cm2. Das bedeutet, daß eine solche Elektrode nach der Beständigkeit der Aktivmasse praktisch der bekannten vorher erwähnten Elektrode nahe kommt; sie hat aedoch den Vorteil, der in einem niedrigeren Verbrauch an Edelmetall für die Herstellung der Elektrode besteht.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung bestand in der Verminderen des Metallverbrauches der Platingruppe für die Herstellung der Elektrode ohne Verschlechterung der elektrochemischen Kenndaten der Elektrode und Verkürzung ihrer Lebensaauer.
  • Die Aufgabe der vorliegenden erfindung bestand auch in der Entwicklung einer eolchen Zusauimensetzung der Aktivmasse für die Elektrode, die eine Verminderung des Verbrauches am Metall der Platingruppe ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird eine Elektrode fUr die DurchfUhrung der elektrochemischen Prozesse vorgeschlagen, die einen stromführenden Träger aus einem passivierenden Metall mit einer auf diesen Träger aufgetragenen Aktivmasse aus Sillaiumdioxyd, Uxyden vnn passivierenden Metallen und Oxyden der Metalle der Platingruppe bei rolgendem Verhältnis zwischen den In-redienzlen (Massenprozent) enthält: Siliziumaioxyd IO-90 Oxyde der Metalle aer Flatingruppe 5-45 Oxyde der passivierenden Metalle 5-45 uer empfohlene mengenmäßige Gehalt an Metalloxyoen der Platingruppe gewährleistet eine nohe elektrochemische Aktive tät der Elektrode, die bei der Steigerung des Gehaltes an der Mangelkomponente bia zu 50 Massenprozent und höher weseitlich nicht zunimmt, jedoch zu einer VergröBerung der Verluste an der Aktivmasse bei der Durchführung der Elektrolyse, d.h. zu einer Senkung der Beständigkeit der Elektrode führt.
  • Die Einführung der Oxyde der passivierenden Metalle, z.B.
  • die Einführung von TiO2 übt einen positiven Einfluß auf die Beständigkeit der Elektrode im Vergleich zu der Elektrode mit einer Aktivmasse, die nur aus Metalloxyden der Platingruppe und Siliziumdioxyd besteht, aus.
  • Es wurde gefunden, daß eine Steigerung der Bestindigkeit der Aktivmasse der Elektrode bei einem Siliziumdioxydgehalt iii einer höhe von über 10 Massenprozent sowie auch bei einem Gehalt am Oxyd des passivierenden Metalls, z.B TiO2, von unter 50 Massenprozent und bei einem Gehalt am Oxyd des Metalls der Platingruppe, z.B. RuO2,von unter 50 Massenprozent stattfindet. Eine VergröBerung des Siliziumd ioxydgehaltes in einer Höhe von über 90 Massenprozent führt zu einer starken Verminderung der elektrochemischen Aktivität der Elektrode.
  • Ein Ausführunsbeispiel der Erfindung bilden Elektroden, in denen die Aktivmasse Ingredienzien in folgendem Verhältnie (Massenprozent) enthalten kann: Siiiziumd ioxyd IO + 5 Oxyde der Metalle der Platingruppe 20 + 45 Oxyde der passivierenden Metalle 5 + 45 oder Siliziumdioxyd I0 -30 Oxyde der Metalle der Platingruppe 35-45 Oxyde Qr passivierenden Metalle 35-45 Die erfindungsgemäße Elektrode gestattet es, den Verbrauch an der Aktivmasse, die ein Metalloxyd der Platingruppe enthält, etwa um 20-25 % zu eenken.Nach ihren elektrokatalytischen Eigenschaften sind die erfindungsgemäßen Elektroden den bekannten ähnlich. Die Einschätzung der elektrokatalytischen Aktivität wurde diesseits nach der Höhe des Anodenpotentials im Vergleich zu der normalen Wasserstoffvergleichselektrode unter Bedingungen einer Chlorelektrolyse durchgeführt. Die erfindungsgemäßen Elektroden weisen bei einer Stromdichte von 0,2 A/cm2, einer Temperatur von 9000 in einer Lösung, die 300 g/l NaCl enthält, bei der Anodenpolarisation das Potential in einer Hohe von 1,32-1,35 mm V im Vergleich zu der normalen Wasserstofrvergleichselektrode auf.
  • Zu einer besseren Erläuterung der vorliegenden Erfindung werden folgende Beispiele angeführt.
  • Beispiel 1.
  • Es wird eine Elektrode hergestellt, die einen stromfiihrenden Träger aus einer Titanplatte mit Abmessungen von 20x30x2 mit einer auf diesen Träger aufgetragenen Aktivmasse umfaßt, die enthält (Massenprozent): SiO2 -IO, Ru02 - 45,TiO2-45.
  • Die Elektrode wird wie folgt hergestellt. Die Titanpiatte wird in einer 5%-igen NaOH-Lösung bei einer Temperatur von 60°C innerhalb IO Minuten entfettet und innerhalb IO Minuten in einer HCl-Lösung (20 Massenprozent) bei einer Temperatur von I00 °C geätzt.
  • Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die I03 cm³ n-Propylalkohol, 1,84 cm³ TiCl4, 0,55 cm3 SiCl4 und 3,2 ml einer Lösung von Rutheniumohlorid mit einer Rutheniumkonzentration von 19,2 Massenprozent enthielt. Die Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen, und es wurde eine Wärmebehandlung bei Temperaturen zwischen 370 und 470 °C durchgeführt. Der Arbeitsgang wird mehrmals wiederholt. Der Gesamtgehalt an Ruthenium beträgt 3,5 g pro I m2 Elektrodenoberfläche.
  • Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt.
  • Die Ergebnisse der änderungen des Verbrauches an der Aictivmasse nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamat ion sind in der Tabelle 2 angeführt.
  • Tabelle 2 Anzanl der Prüfungszyklen I-3 4-6 7-9 I0-I2 Verbrauch an der Aktivmasse O,4d 0,22 0,05 0,06 im Verlauf von je drei Prüfungszyklen, mg/cm2 Diese Elektrode wurde auch als Anode unter Bedingungen einer Chlorelektrolyse in einer Lösung, die 300 g/l NaCl entnielt, bei einer Temperatur von 90°C und einer Anodenstromdich-.
  • te von 0,2 A/cm² erprobt.Vas Anodenpotential betrug 1,32 V im Vergleich zu einer normalen Wasserstoffelektrode (nWE ).
  • Die bekannte Elektrode, deren Aktivmasse enttiielt (Mssenprozent): RuO2-46, TiO2-54, wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt.
  • Die MeXergebnisse sind in der Tabelle I S. oben) angeführt.
  • Wie es bereits erwäbnt wurde, beträgt für die bekannte Elektrode der Verbrauch an der Aktivmasse, der nach der radiochemischen Methode unter Verhältnissen einer Chlorelektrolyse in stationären Betriebbedingungen bei einer Stromdichte von 0,2--O,4A/cm2 gemessen wurde, 2,6. io-8 g/cm2. Stunde.
  • Beispiel 2 Es wird eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt; dabei enthält die Aktivmasse (Massenprozent): SiO2-30, Ru02-35, l'iu2-35.
  • Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: 6Icm³ n - Propylalkohol, 1,44 cm3 -TiCl4, 1,72 cm²-SiCl4 und 2,52 cm³-Rutheniumchloridlösung.
  • Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt.
  • Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Die Meßergebnisse für den Verbrauch an der Aktivmasse nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation sind in der Tabelle 3 angeführt.
  • Tabelle 3 Anzahl der I-3 4-6 7-9 IO-I2 13-15 16-18 I9-21 22-24 Prüfungszyklen 0,098 Verbrauch an 0,47 0,27 I,I55 0,086 0,098 ,0,I00 0,073 0,086 der Aktivmasse im Verlauf von je drei Prüftngszyklen, mg/cm2 Diese Elektrode wurde auch unter Verhältnissen einer Chlorelektrolyse erprobt, die im beispiel I angeführt sind, um den Verbrauch an Ruthenium aus der Aktivmasse mittels der radiochemischen Methode bei einer Anodenstromdichte von 0,2--G,4 A/cm2 zu bestimmen. Der Rutheniumverbrauch betrug 2,2.I0-8 g/cm2. Stunde. Das Potential betrug 1,33 V (nitE) Beispiel 3 Es wird eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt; dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent): SiO2 - 35, RuO2 - 20; TiO2 -45. Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: n- Propylalkohol--65,5 cm3, 'l'iC14 - I,28 cm3, SiC14 - 1,39 cm3 und I cm3 Rathrniumchloridlösung. Die Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach der methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Die Gewichtsabnahme der Aktivmasse im Verlauf von drei. Prüfungszyklen beträgt 0,50 mg/cm2. Das Potential betrug unter den im Beispiel I angeführten Bedingungen einer Chlorelektrolyse I,33V.
  • (nWE).
  • Beispiel 4 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt; dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent):SiO2-- 75, RuO2 - 20, TiO2-5 Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung autbereitet, die enthielt: n- Propylalkohol - 49,5 cm3, TiC14-O,I cm3, SiCl4 - 2,08 cm³ und 0,7 cm3 Rutheniumchloridlösung.
  • Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach der Methode der veranderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmaese betrug im Verlauf von drei Prüfungszyklen 0,4I mg/cm2. Das Potential betrug unter den im beispiel I angeführten Bedingungen der Chlorelektrolyse I,35 (nWE).
  • Beispiel 5 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt. Die Aktivmasse enthielt (Massenprozent): SiO2-50, Ru02- 45, TiO2-5.
  • Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: n- Propylalkohol -54,0 cm3, TiC14-0,1cm3 Si C14 - I,38 cm3 und I,56 cm3 Rutheniumchloridlösung.
  • Die Lösung wird auf eine vorbereitete Titanoberflache aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmasse betrug im Verlauf von drei Prüfungzyklen 0,33 mg/cm2. Das Potential betrug unter den Bedingungen der Chlorelektrolyse, die im Beispiel I beschrieben sind, 1,33 V (nWE).
  • Beispiel 6 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel I hergestellt. Dabei enthielt die Aktivmasse: (Massenprozent): SiO2-- 45,b, RuO2 - 33,8,TiO2 - 20,4.
  • Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: n - Propylalkohol - 34 cm3, SiCl4 -1,08 cm3, TiC14 - 0,345 cm3 und 1 cm3 Rutheniumchloridlösung.
  • Die Lösung wird auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel I aus£esetzt.
  • Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Die Meßergebnisse für den Verbrauch an der Aktivmasse nach der Metnode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation sind in der Tabelle 4 angeführt.
  • Tabelle 4 Anzahl der Prüfungszyklen 1-3 4-6 7-9 Verbrauch an der Aktivmasse im 0,46 0,28 0,07 Verlauf von je drei nachrolgenden Prüfungszyklen mg/cm² Das Potential betrug unter den im Beispiel I angeführten Bedingungen der Chlorelektrolyse 1,33 VnNE).
  • Beispiel 7 Es wird eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt, dabei enthält die Aktivmasse (Massenprozent): SiO2-- I9,0, R002 - 42,2 ZrO2 - 38,8 Zur Auftragung der Aktivmasse wurde eine Lösung aufbereitet, die enthielt: n - Propylalkohol - 40 cm3, ZrC14-0,83Og, SiCl4 - 0,42 cm3 und 1,05 cm³ Rutheniumchloridlösung. Die Lösung wurde auf die vorbereitete Titanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt. Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmasse im Verlauf der drei Prüfungszyklen betrug 0,40 mg/cm2. Das Potential betrug unter den im Beispiel 1 angegebenen Bedingungen der Chlorelektrolyse I,32 V (nWE).
  • Be isPiel 8 Es wurde eine Elektrode ähnlich wie im Beispiel 1 hergestellt; dabei enthielt die Aktivmasse (Massenprozent): Si02-IO, 1r02-45, TiO2-45. Zum Auftragen der Aktivmasse wurde eine Lö-Lösung aufbereitet, die enthielt: n-Propylalkohol - 40 cm3, SiO2-0,42 cm3, I,05 cm3 Iridiumchloridlösung, TiCl4-0,4 cm³.
  • Die Lösung wird auf die vorbereitete riiftanoberfläche aufgetragen und einer Wärmebehandlung wie im Beispiel 1 ausgesetzt.
  • Die Elektrode wurde nach der Methode der veränderlichen Polarität und der Amalgamation erprobt. Der Verlust an der Aktivmasse betrug im Verlauf von drei Prüfungszyklen 0,5 mg/cm2.
  • Das Potential betrug unter den im Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen der Chlorelektrolyse 1,34 V (nWE).
  • Wie es aus den Ausführungsbeispielen zu sehen ist, weisen die erfindungsgemäßen Elektroden einen etwa um 20-25 % niedrigeren Verbrauch an der Aktivmasse und dem mangelhaften Edelmetal im Vergleich zu den weitgenend in der Weltpraxis der Durchführung der Chlorelektrolyse anzuwendenden Anoden mit einer Aktivmasse, die aus Ru02 und TiO2 besteht, auf.

Claims (3)

  1. ELEKTRODE FÜR ELEKTROCHEMISCHE PROZESSE Patentansprüche 1. Elektrode fUr elektrochemische Prozesse, die einen stromfUhrenden Träger aus einem passivierenden Metall mit einer auf diesen Träger aufgetragenen Aktivmasse, bestehend aus Siliziumdioxid, Oxiden von passivierenden Metallen und Oxiden der Metalle der Platingruppe enthält, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Aktivmasse folgende Zusammensetzung (Massenprozent) aufweist: SiliZiumdioxid 10 bis 90 Metalloxide der Platingruppe 5 bis 45 Oxide der passivierenden Metalle 5 bis 45.
  2. 2. Elektrode nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die auf die Elektrode aufgetragene Aktivmasse folgende Zusammensetzung (Massenprozent) aufweist: Siliziumdioxid 10 bis 75 Metalloxide der Platingruppe 20 bis 45 Oxide der passivierenden Metalle 5 bis 45.
  3. 3. Elektrode nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die auf die Elektrode aufgetragene Aktivmasse folgende Zusammensetzung (Massenprozent) aufweist: Siliziumdioxid 10 bis 30 Metalloxide der Platingruppe 35 bis 45 Oxide der passivierenden Metalle 35 bis 45.
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