DE2944180A1 - Verfahren zum herstellen einer einen halbleiterkoerper einseitig bedeckenden isolierschicht - Google Patents
Verfahren zum herstellen einer einen halbleiterkoerper einseitig bedeckenden isolierschichtInfo
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Description
Licentia Patent-Verwaltungs-G.κι.b.H.
Theodor-Stern-Kai 1, 6000 Frankfurt 70
Heilbronn, den 19.10.79 SE2-HN-Ma-pf - HN 79/50
Verfahren zum Herstellen einer einen Halbleiterkörper einseitig bedeckenden Isolierschicht
Bei der Herstellung von großflächigen pn-Ubergängen in
Halbleiterkörpern, wie sie für Gleichrichter und Solarzellen benötigt werden, strebt man eine weitgehend automatisierte
Fertigung mit möglichst wenigen Fertigungsschritten an. Zur Herstellung von Solarzellen ging man
bisher so vor, daß zunächst in eine Halbleiterscheibe allseitig unter Bildung eines nahe der Halbleiteroberfläche
liegenden pn-Uberganges Störstellen eindiffundiert wurden. Die meist hoch dotierte Diffusionsschicht
muß auf der Solarzellenrückseite durch Ätzen wieder entfernt werden. Hierzu muß die Vorderseite der Halbleiterscheibe
mit einer gegen die Ätzlösung beständigen Maske bedeckt werden. Nach der Abätzung d^r eindiffundierten
Zone auf der Rückseite des Halbleiterkörpers muß in einem weiteren aufwendigen Arbeitsschritt die Abdeckmaske
auf der Solarzellenvorderseite wieder entfernt
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werden. Erst danach kann die Solarzelle mit den erforderlichen Anschlußkontakten versehen werden.
Andererseits läßt sich eine Solarzelle auch mit Hilfe der bekannten Planartechnologie herstellen. Hierbei werden die
den pn-übergang erzeugenden Dotierungsstoffe nur von einer Oberflächenseite aus in den Halbleiterkörper eindiffundiert.
Dies bedeutet jedoch, daß die übrigen Teile des Halbleiterkörpers, insbesondere die Rückseite, mit einer
Diffusionsmaskierungsschicht bedeckt werden muß. Die Diffusionsmaskierungsschicht
besteht bei Siliziumhalbleiterscheiben aus einer thermisch erzeugten Siliziumdioxydschicht.
Zu ihrer Herstellung wird zunächst die Halbleiterscheibe allseitig mit dem thermisch erzeugten Oxyd bedeckt.
Danach muß diese Oxidschicht von der Vorderseite der Halbleiterscheibe wieder ent^rnt werden. Hierzu ist
notwendig, daß die nicht zu entfernenden Bereiche der Oxydschicht
mit einer Ätzmaske abgedeckt werden. Nach der Abätzung des Oxyds auf der Solarzellenvorderseite muß in
einem weiteren Arbeitsschritt die Ätzmaske, die in den übrigen Bereichen die Oxydschicht bedeckt, wieder entfernt
Die Zahl der Arbeitsschritte ist bei beiden geschilderten Verfahren gleich groß und nahezu auch gleich aufwendig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer Isolierschicht anzugeben, bei
dem Arbeitsgänge eingespart werden können und das eine Automatisierung der Fertigung zuläßt. Dieses Verfahren
soll insbesondere zur Herstellung einer Diffusionsmaskierungsschicht
oder zur Herstellung einer reflexionsmindernden Schicht für Solarzellen geeignet sein. Die gestellte
Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Isolierschicht aus einer undotierten Lösung auf den rotierenden
Halbleiterkörper aufgeschleudert wird.
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Die Lösung wird dabei vorzugsweise so gewählt, daß nach dem Schleudern und Tempern auf der Halbleiteroberfläche
reines, undotiertes Siliziumdioxyd zurückbleibt. Es soll
insbesondere darauf hingewiesen werden, daß die erfindungsgemäß hergestellte Isolierschicht nicht als Diffusionsquelle
dienen soll und daher undotiert sein muß.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin,
daß auf die Halbleiterscheibe einseitig eine Isolierschicht aufgebracht werden kann und diesem Arbeitsschritt
sofort die Eindiffusion des pn-Überganges folgen kann. Zwischengeschaltete Ätz- und Maskierungsschritte entfallen
damit.
Die Dicke der Oxydschicht wird durch die Zusammensetzung der Lösung und die Schleuderdrehzahl bestimmt. Der der
Schichtaufbringung nachfolgende Temperprozeß hat außerdem eine Verdichtung der Schicht und damit eine Abnahme
der Schichtdicke zur Folge. Bei Halbleiterscheiben mit einer relativ großen Oberflächenrauhigkeit empfiehlt es
sich, nacheinander zwei oder mehr Schichten auf die Halbleiterscheiben aufzuschleudern, wobei dann jeweils der
Herstellung einer Schicht ein Temperschritt folgt. Die Lösung, die zur Herstellung des sogenannten Silicafilms
verwendet wird,' besteht beispielsweise aus Tetraäthoxysilan,
Methanol und 0,1 molarer Salpetersäure. Eine andere Lösung setzt sich beispielsweise aus Orthoäthylkieselsaureester,
Methanol und 0,1 molarer Salpetersäure zusammen.
Die Erfindung und ihre weitere vorteilhafte Ausgestaltung soll noch anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
werden.
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In der Fig. 1 ist eine Halbleiterscheibe 1, wie sie als
Ausgangsmaterial für die Herstellung von Solarzellen benötigt wird, dargestellt. Diese zumeist rechteckige Halbleiterscheibe
besteht entweder aus einkristallinem SiIizium oder aber aus einem nicht einkristallinen Material,
beispielsweise aus dem im Handel erhältlichen sogenannten Silso-Material. Diese Halbleiterscheibe, deren Kantenlänge
beispielsweise 5 - 12 cm beträgt, wird auf dem Rotor einer Schleuder durch Ansaugen festgehalten. Auf
die rotierende Halbleiterscheibe wird dann eine kleine Menge der Lösung aufgebracht. Hierbei rotiert die Halbleiterscheibe
beispielsweise mit einer Drehzahl von ca. 5000 Umdr./min. Die Lösung setzt sich beispielsweise
aus 1. Vol.-Teil Tetraäthoxysilan, 1. Vol.-Teil Methanol und 0,44 Vol.-Teilen 0,1 molarer SaI]. tersäure zusammen.
Durch die Drehbewegung der Halbleiterscheibe wird die überschüssige Lösung abgeschleudert, und wenn nach
ca. 15 see. der Schleuderprozeß beendet wird, bleibt auf der Halbleiterscheibe gemäß der Fig. 2 eine dünne SiIiziumdioxydschicht
2 zurück, die durch die einwirkende Fliehkraft bereits verdichtet wurde. Wie man der Fig. 2
entnimmt, überlappt die Siliziumdioxydsr^icht die Oberfläche der Halbleiterscheibe an den Räni n, wodurch
sichergestellt ist, daß die einzudiffundierende Zone nicht bis zur Solarze-llenrückseite reicht.
Die aufgeschleuderte Siliziumdioxydschicht hat eine Dicke von ca. 0,2 - 0,3 um. Wenn Solarzellen aus gesägten Kalbleiterscheiben
hergestellt werden, ist die Oberflächenrauhigkeit jedoch relativ groß. Sie reicht bis zu 10 μΐη
Rauhtiefe. Bedingt durch diese sehr rauhe Oberfläche der gesägten Siliziumscheiben besteht die Gefahr, daß eine
einschichtig aufgebrachte Siliziumdioxdschicht lokal zu dünn ist und in Teilbereichen damit ihre Maskierungsfähigkeit
verliert. Aus diesem Grund kann es von Vorteil
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sein, zwei über,einanderliegende Siliziumdioxydschichten
durch Aufschleudern herzustellen. In diesem Fall wird nach dem Aufschleudern einer ersten Schicht getempert.
Die Temperatur liegt dabei bei ca. 600 - 700 0C und wirkt
auf die aufgeschleuderte Oxydschicht ca. 15 min. lang
ein. Auch nach der Herstellung der zweiten Oxydschicht ist eine Temperung von Vorteil. Wenn die Halbleiterscheibe
jedoch im Anschluß an die Herstellung der Oxydschicht einem Diffusionsprozeß ausgesetzt wird, ergibt sich der zweite
Temperprozeß durch die Diffusionstemperaturen von selbst. Bei der Herstellung mehrerer übereinanderliegender Oxyd-
: chichten ist es von Vorteil, wenn nach der Herstellung jeder Schicht die Drehrichtung des Rotors, auf dem die
Halbleiterscheibe befestigt ist, umgekehrt wird. In diesem Fall ergeben sich besonders gleichmäßige Schichten.
Entsprechend der Fig. 2 wird nunmehr in die Halbleiterscheibe 1 unter Verwendung der Oxydschicht 2 als Maskierungsschicht
eine dünne Oberflächenzone 4 eindiffundiert, die den zum Halbleitergrundkörper entgegengesetzten
Leitungstyp aufweist. Der somit entstandene pn-übergang trennt die beiden Zonen 4 und 5 voneinander. Die Eindiffusion
des pn-Uberganges erfolgt in der herkömmlichen Weise im offenen Rohrsystem, wobei in den p-dotierten
Grundkörper beispielsweise eine 0,5 μπι dicke n-dotierte
Schicht unter Verwendung von Phosphor-Störstellenatomen eindiffundiert wird. Danach wird die Diffusionsmaskierungsschicht
2 in einem geeigneten Lösungsmittel wieder entfernt.
Gemäß der Fig. 3 kann dann an der Solarzellenrückseite, die zuvor mit der Maskierungsschicht 2 bedeckt war,
der Rückseitenkontakt 6, beispielsweise aus Aluminium, angebracht werden. Auf der Solarzellenvorderseite wird
eine Kontakt-Kammstruktur angeordnet. Sie besteht aus
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parallel zueinander verlaufenden schmalen Stegen 7 b, die in einer senkrecht dazu verlaufenden Sammelschiene
7 a münden. Diese Sammelschiene 7 a ist beispielsweise in ihrem zentralen Bereich zu einer größerflächigen
Kontaktanschlußstelle 8 erweitert. Die gesamte Solarzellenvorderseite wird vorzugsweise noch mit einer
reflexionsmindernden Schicht bedeckt. Diese reflexionsmindernde
Schicht kann gleichfalls aus Siliziumdioxyd bestehen und durch Aufschleudern hergestellt werden.
Die Schichtdicke ist dabei so zu wählen, daß das Mini mum der Reflexion bei ca. 600 nm auftritt. Die reflexionsmindernde Schicht 9 ist daher beispielsweise nur
0,065 μΐη dick. Diese relativ geringe Schichtdicke erhält
man durch eine hohe Schleuderdrehzahl beim Aufbringen des Lösungsmittels.
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ORIGINAL INSPECTED
L e e r s e i t e
Claims (13)
- 29AA180Licentia Patent-Verwaltungs-G.m.b.H. Theodor-Stern-Kai 1, 6000 Frankfurt 70Heilbronn, den 19.10.79 SE2-HN-Ma-pf - HN 79/50PatentansprücheVerfahren zum Herstellen einer einen Halbleiterkörper einseitig bedeckenden Isolierschicht (2), dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierschicht aus einer undotierten Lösung auf den rotierenden Halbleiterkörper (1) aufgeschleudert wird.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung verwendet wird, bei der nach dem Schleudern und Tempern auf der Halbleiteroberfläche reine& undotiertes Siliziumdioxyd zurückbleibt.
- 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Öxydschicht durch.Zusammensetzung der Lösung und Wahl der Schleuderdrehzahl bestimmt wird.
- 4) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche eines HaIb-130019/OSUleiterkörpers aus einer Lösung nacheinander zwei oder mehr Schichten aufgeschleudert werden, wobei vor der Herstellung einer zweiten Schicht die erste Schicht durch Tempern verfestigt wird.
5 - 5) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperung bei ca. 600 - 7OO 0C während einer Dauer von ca. 15 min. durchgeführt wird.
- 6) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung aus Tetraäthoxysilan, Methanol und 0,1 molarer Salpetersäure besteht.
- 7) Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung aus 1 Vol.-Teil Tetraäthoxysilan1 Vol.-Teil Methanol ca. 0,4 Vol.-Teil, 0,1 molaren Salpetersäurebesteht. \ ■
- 8) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung bei ca. 5000 Umdr./ min. während einer Dauer von ca. 15 see. zuc uildung einer ca. 0,2 - 0,3 μπι dicken Siliziumdioxydschicht aufgeschleudert wird.
- 9) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufschleudern mehrerer übereinanderliegender Schichten von Schicht zu Schicht die Rotationsrichtung des Halbleiterkörpers geändert wird.
- 10) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch seine Verwendung zur Herstellung von Solarzellen.130019/05UORIGINAL INSPECTED— *3 _
- 11) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch seine Verwendung zur Herstellung von Solarzellen aus einkristallinem oder aus nicht
einkristallinem Silizium. - 12) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch seine Verwendung zur Herstellung einer Diffusionsmaske zur Eindiffusion des großflächigen pn-Ubergangs einer Solarzelle.
- 13) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch seine Verwendung zur Herstellung der reflexionsmindernden Schicht auf der für den Lichteinfall vorgesehenen Oberflächenseite von Solarzellen.130019/05U
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