DE2835841C2 - Einstückiger Metallblechnagel - Google Patents
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen einstückigen Metallblechnagel gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 2. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung eines einstückigen Metallblechnagels nach Anspruch 1.
- Der gemäß der Erfindung vorgesehene Metallblechnagel wird insbesondere auch als Dachnagel verwendet. Bei der Herstellung von Dächern und dergleichen wird der erfindungsgemäße Metallblechnagel in aus Stahl oder einem anderen Material bestehendes Blech eingetrieben, um ein Polster oder eine Lage aus Isolier- oder ähnlichem Material daran zu befestigen.
- Metallblechnägel und auch Metallblechdachnägel sind bereits bekannt. Derartige Nägel sind im allgemeinen T- oder L-förmig und besitzen einen flachen Kopfteil mit einem sich senkrecht dazu erstreckenden Schaftteil. Üblicherweise hatte der Schaftteil eine im ganzen flache, V-förmige oder bogenförmige Querschnittsform und besitzt eine V-förmig oder in anderer Weise zugespitzte Vorderkante. Die Schaftteile sind im allgemeinen mit mindestens einem Verriegelungslappen versehen, um mit der Unterseite des Materials in Eingriff zu kommen, in welches der Nagel eingetrieben wird. Viele Nägel verwenden eine oder mehrere sich axial erstreckende Reihen von Lappen, wobei die Lappen mit unterschiedlichen Abständen gegenüber dem Kopfteil angeordnet sind, um unterschiedlich dickes Isolationsmaterial und/oder Dachbedeckungen festlegen zu können. Im einzelnen sei zum Stand der Technik auf die US-Patentschriften 24 04 245, 26 20 705 und 27 51 052 hingewiesen.
- Bei den bekannten Metallblechnägeln ist es nachteilig, daß die Kopfteile verhältnismäßig kompliziert und teuer in der Herstellung sind. Ferner wird nicht immer die gewünschte Festigkeit erzielt, und man erhält nicht die gewünschte Nageloberfläche, die das Hindurchtreiben des Nagels und das Haltern ermöglicht. Diese Nachteile sind dann besonders gravierend, wenn verhältnismäßig lange, hohen Belastungen ausgesetzte Nägel verwendet werden müssen, die zur Befestigung von relativ dicken Isolationsschichten oder ähnlichen Bedachungsmaterialien an einer Metallblechabdeckung oder dergl. verwendet werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einstückigen Metallblechnagel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2 derart auszubilden, daß der Kopfteil relativ leicht und billig herstellbar ist und verbesserte Festigkeitseigenschaften zeigt und eine relativ große Oberfläche aufweist.
- Diese Aufgabe wird durch den im Anspruch 1 oder Anspruch 2 gekennzeichneten Metallblechnagel erfindungsgemäß gelöst.
- Ferner sieht die Erfindung bei einem Verfahren zur Herstellung eines einstückigen Metallblechnagels nach Anspruch 1 die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 6 genannten Maßnahmen vor.
- Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Blechmetallnagels;
- Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Metallblechnagel;
- Fig. 3 eine Bodenansicht des erfindungsgemäßen Nagels;
- Fig. 4A bis 4C Vorderansichten des erfindungsgemäßen Nagels zur Veranschaulichung des Herstellungsverfahrens;
- Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Erfindung.
- Der erfindungsgemäße einstückige Metallblechnagel oder Dachnagel 10 ist in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigt. Der Nagel 10 weist einen sich im ganzen vertikal erstreckenden Schaftteil 12 und einen sich im ganzen horizontal erstreckenden Kopfteil 14 auf. Der Nagel 10 besteht aus Metallblech, wie beispielsweise Federstahl, kaltgewalztem Stahl, Aluminium od. dgl. und besitzt eine Größe entsprechend den Erfordernissen für den beabsichtigten Einbau. Die Ausdrücke "vertikal", "sich vertikal erstreckt", "horizontal" und "sich horizontal erstreckend" werden unter Bezug auf die Zeichnung verwendet.
- Der Schaftteil 12 besitzt eine im ganzen V-förmige Querschnittsform, bestehend aus Schenkeln 16 und 18, die dazwischen einen Winkel A von ungefähr 90° einschließen. Der Schaftteil 12 kann irgendeine gewünschte Länge besitzen. Der Schaftteil 12 besitzt ein freies oder vorderes Ende entgegengesetzt zum Kopfteil 14 und ist an seinem freien Ende mit einer im ganzen V-förmigen Kante 20 ausgestattet, um das Material, in welches der Nagel 10 hineingetrieben wird, zu durchbohren. Eine Vielzahl von Lappen oder Verriegelungsgliedern 22 ist am Schaftteil 12 mit unterschiedlichen Abständen gegenüber dem Kopfteil 14 vorgesehen. Die Lappen sind in zwei ausgerichteten Reihen angeordnet, und zwar eine Reihe auf jedem der Schenkel des Schaftteils 12 und im ganzen parallel zur Schaftachse verlaufend. Das Vorsehen der Lappen 22 mit den verschiedenen Axialabständen gegenüber dem Kopfteil 14 gestattet die Verwendung des Nagels 10 bei Isolationsmaterial und/oder Dachabdeckmaterial mit unterschiedlichen Dicken, wie dies im Stand der Technik bereits bekannt ist.
- Eine Öffnung 24 kann benachbart zur vorderen Kante 20 des Schaftteiles 12 vorgesehen sein, um zur Aufhängung von Drahtbündeln, Unterdecken u. dgl. zu dienen.
- Der Kopfteil 14 weist Verlängerungen 26 und 28 der Schenkel 16 bzw. 18 des im ganzen V-förmigen Schaftteils 12 auf. Die Verlängerungen 26 und 28 sind nach innen unter im wesentlichen rechten Winkeln bezüglich des Schenkels des V-förmigen Schaftteiles 12 , von dem aus sie sich erstrecken, umgefaltet. Es sei bemerkt, daß die umgefaltete Verlängerung 26 die umgelegte Verlängerung 28 überlappt. Beide umgefalteten Verlängerungen 26 und 28 besitzen eine Länge L, die vorzugsweise größer ist als die Breite W. Vorzugsweise ist die Länge L mindestens doppelt so lang wie die Breite W. Man erkennt, daß der verbesserte Kopfteil 14 eine große Schlagfläche für das Eintreiben des Nagels und eine große Oberfläche zur Halterung des Isoliermaterials od. dgl. an der Bedachung od. dgl. bildet.
- Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Metallblechnagels 10 ist in Fig. 4A bis 4C veranschaulicht. In Fig. 4A ist ein Rohling B mit einer im ganzen V-förmigen unteren Kante 40 vorgesehen, wobei ein Schlitz 42 sich axial zur V-förmigen Kante 40 hin erstreckt und mit dem Punkt 44 darauf ausgerichtet ist. Der Schlitz 42 erstreckt sich nur über einen Teil der Axiallänge des Rohlings B hinweg. In dieser Herstellungsstufe können die Lappen 22 im Werkstück ausgebildet werden.
- Fig. 4B zeigt das Umlegen der Verlängerungen 26 und 28 der Schenkel 16 bzw. 18, und zwar in einer Richtung unter im wesentlichen rechten Winkeln bezüglich der jeweiligen Schenkel, von denen aus die Verlängerungen sich erstrecken. Einer der Schenkel 18 bzw. seine Verlängerung 28 ist längs einer Linie L im allgemeinen senkrecht zum Schlitz 42 umgebogen, und zwar das geschlossene Ende 42 A schneidend. Der andere Schenkel 16 bzw. seine Verlängerung 26 ist längs einer Linie L-L im allgemeinen parallel zur Linie L umgebogen, aber axial versetzt gegenüber der Linie L zum offenen Ende 42 B des Schlitzes 42 hin, und zwar erfolgt die Axialversetzung im wesentlichen um die Dicke des Rohlings B.
- Gemäß Fig. 4C werden die Schenkel 16 und 18 längs einer Linie im ganzen koaxial mit dem Schlitz 42 umgebogen, um den im ganzen im Querschnitt V-förmigen Schaft 12 und den Kopf 14 des verbesserten Nagels 10 zu bilden.
- Ein alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 5 dargestellt. Fig. 5 zeigt einen einstückigen Metallblechnagel 50 mit einem im ganzen vertikalen Schaftteil 52 und einem im ganzen horizontalen Kopfteil 54. Der Schaftteil 52 ist im ganzen im Querschnitt bogenförmig ausgebildet und besitzt eine im ganzen V-förmige Vorderkante 56. Der Kopfteil 54 weist Verlängerungen 58 und 60 des Schaftteils 52 auf, die nach innen unter einem im wesentlichen rechten Winkel gegenüber dem Schaft umgefaltet sind.
Claims (6)
1. Einstückiger Metallblechnagel mit einem im Querschnitt im ganzen V-förmigen Schaftteil und einem sich senkrecht von einem Ende des Schaftteils aus erstreckenden Kopfteil, wobei der V-förmige Schaftteil einen ersten und zweiten Schenkel mit einem dazwischen eingeschlossenen Winkel und ein dem Kopfende gegenüberliegendes zugespitztes Eindringende mit einer im ganzen V-förmigen Vorderkante aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (14) aus zwei Verlängerungen (26, 28) der Schenkel (16, 18) des im ganzen V-förmigen Schaftteils (12) gebildet wird, die nach innen unter im wesentlichen rechten Winkel zum Schenkel, von dem aus sie sich erstrecken, umgebogen sind, wobei eine der Verlängerungen die andere überlappt.
2. Einstückiger Metallblechnagel mit einem im Querschnitt im ganzen bogenförmigen Schaftteil und einem sich im wesentlichen senkrecht von einem Ende des Schaftteils aus erstreckenden Kopfteil, wobei der Schaftteil ein dem Kopfende gegenüberliegendes zugespitztes Eindringende mit einer im ganzen V-förmigen Vorderkante aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (54) aus zwei Verlängerungen (58, 60) des im ganzen bogenförmigen Schaftteils (52) gebildet wird, die sich vom einen Ende des Schaftteils (52) an entgegengesetzten Enden des bogenförmigen Querschnitts aus erstrecken und nach innen unter im wesentlichen rechten Winkeln zum Schaftteil umgebogen sind, wobei eine Verlängerung die andere überlappt.
3. Nagel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftteile eine Vielzahl von sich nach außen erstreckenden Lappen (22) aufweisen.
4. Nagel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge jeder der Verlängerungen im umgebogenen Zustand größer als ihre Breite ist.
5. Nagel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Verlängerungen mindestens doppelt so groß ist wie die Breite.
6. Verfahren zur Herstellung eines einstückigen Metallblechnagels nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:
a) Herstellen eines einstückigen Rohlings mit zwei gleich langen, parallelen Seiten, dessen eines Ende V-förmig ist und eine Spitze (44) aufweist, und dessen anderes Ende einen Schlitz (42) aufweist, der sich parallel zu den parallelen Seiten erstreckt und mit der Spitze (44) des V-förmigen Endes ausgerichtet ist, so daß der Rohling durch eine sich von dem Schlitz (42) aus zur Spitze (44) des V-förmigen Endes erstreckenden Linie in zwei identische Hälften unterteilt ist,
b) Umbiegen jeder der Hälften in die gleiche Richtung um rechte Winkel, wobei eine der Hälften längs einer ersten Linie (L) senkrecht zu dem Schlitz und das geschlossene Ende (42 A) desselben schneidend umgebogen wird, während die andere Hälfte längs einer zweiten Linie (LL) umgebogen wird, die im ganzen parallel zur ersten Linie verläuft, aber um einen Abstand gleich der Dicke des Rohlings zum offenen Ende (42 B) des Schlitzes hin versetzt ist, und
c) Umbiegen des Rohlings um einen rechten Winkel längs einer Linie koaxial mit der Achse des Schlitzes.
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