DE2819006C2 - Warneinrichtung für richtungsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des Einfahrens in Gegenrichtung - Google Patents
Warneinrichtung für richtungsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des Einfahrens in GegenrichtungInfo
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- E01F13/10—Vehicle barriers specially adapted for allowing passage in one direction only
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- E01F9/00—Arrangement of road signs or traffic signals; Arrangements for enforcing caution
- E01F9/50—Road surface markings; Kerbs or road edgings, specially adapted for alerting road users
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Description
Die Erfindung betrifft eine Warneinrichtung für richtiingsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des
Einfahrens in Gegenrichtung zum fließenden Verkehr mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 aufgeführten
Merkmalen.
Obwohl in Einfahrten von Fahrstraßen insbesondere in Autobahneinfahrten und Zubringern, die richtungsweisenden
Verkehrsschilder nach der StVO sichtbar aufgestellt sind, mehren sich in letzter Zeit die Fälle, in
denen Fahrzeuge auf Autobahnen oder ähnlichen Straßen entgegen der zulässigen Fahrtrichtung fahren.
Dieses falsche Fahren kann zu schweren Unfällen mit allen Weiterungen, zu Verkehrsstaus u. ä. führen.
Als Ursachen für dieses falsche Verhalten im Straßenverkehr wird in erster Linie der Alkoholeinfluß
auf den Fahrer bezeichnet. Daneben sind insbesondere ältere Menschen gefährdet, bei denen die Aufnahmekapazität
für die schnell wechselnden Verhältnisse des fließenden Verkehrs nachgelassen hat. Es können aber
auch als Ursache für das falsche Einfahren in Autostraßen mehrere ungünstige Umstände zusammenführen,
z. B. Dunkelheit, schlechte Sicht durch Regen, Schnee oder Nebel, sowie psychische Belastung des
Fahrers.
Es ist bereits bekannt, eine Warneinrichtung für richtungcgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des
Einfahrens in Gegenrichtung zum fließenden Verkehr, insbesondere für Einbahnstraßen, zu verwenden, welche
im Abstand voneinander auf der Oberfläche der Fahrbahn angeordnet ist und aus richtungsweisenden
Reilektorleisten besteht, welche das Fahrbahnniveau überragen.
Diese Reflektorieisten haben die Form eines langgestreckten Trapezes, wobei die Höhe des Firstes über der
Bodenfläche in Richtung von der breiteren Basisseite zur schmaleren Basisseite des Trapezes abnimmt. Diese
Warneinrichtungen liegen also in der Form eines über das Fahrbahnniveau herausragenden Pfeiles auf der
Fahrbahnoberfläche, wobei die schmalere Basisseite des ■- Trapezes in zulässiger Fahrtrichtung und die breitere
Seite des Trapezes in verbotener Fahrtrichtung weist Ferner ist eine Reflektorleiste bekannt, weiche einseitig
angeordnete Reflektoren aufweist Mit diesen aus metallischen Rahmen und Reflektoren bestehenden
■ · Markierungszeichen werden bekannterweise Gefahrenstellen
im Straßenverlauf gekennzeichnet
Die hier in Betracht kommenden Fälle und ihre Auswirkungen einschließlich der Vorschläge aus dem
bekannten Stand der Technik zeigen, daß einheitliche • Gestaltung, Markierung und Beschilderung der Ein- und
Ausfahrten an richtungsgebundenen Fahrbahnen nicht ausreichen, um Fehl verhalten von Autofahrern zu
verhindern.
Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe M gestellt hat, eine Warneinrichtung anzugeben, die
sowohl mit optischen als auch mit akustischen Mitteln dem Falschfahrer vor dem Einfahren auf die Gegenfahrbahn
zeigen soll, daß er die falsche Richtung eingeschlagen hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten
Merkmale gelöst.
Die Anordnung der Warneinrichtung, deren Länge größer ist als deren Breite, kann bei Autobahnein- oder
:; -ausfahrten oder bei Einbahnstraßen erfolgen. Die entgegen der Fahrtrichtung angeordneten Reflektoren
warnen den in falscher Fahrtrichtung befindlichen Fahrzeuglenker optisch, z. B. bei Nebel, Nacht, Schnee,
Regen usw.
Durch die das Fahrbahnniveau überragenden Teilbereiche der Reflektorleisten wird ein solcher Fahrer
zusäztlich akustisch durch Poltern beim Überfahren der Reflektorleisten gewarnt. Die optischen und akustischen
Warneffekte bewirken kombiniert das Erkennen "' durch den Fahrzeuglenker, daß er sich in falsche
Fahrtrichtung bzw. auf die falsche Fahrspur zu bewegt. Bei richtiger Anordnung der Reflektorleisten erfolgt
diese Warnung, bevor sich der Fahrzeuglenker auf der falschen Fahrspur mit Gegenverkehr befindet.
Zusätzlich zu dem geschilderten Warneffekt für Fahrzeuglenker, die im Begriff stehen, auf der falschen
Fahrspur einer richtungsgebundenen Autostraße einzufahren, werden Fahrzeuglenker, welche sich auf der
richtigen Fahrspur befinden, akustisch durch das Überfahren der Reflektorleisten darauf aufmerksam
gemacht, daß sie die Autostraße verlassen. Durch das polternde Geräusch, welches beim Überfahren der
Reflektorleisten entsteht, wird bewirkt, daß der Fahrzeuglenker seine Geschwindigkeit herabsetzt und
■ somit die Autostraße mit zunehmend langsamer Geschwindigkeit verläßt.
Dieses polternde Geräusch wirkt insofern erzieherisch, als es beim Überfahren der Reflektorenleisten mit
hoher Fahrtgeschwindigkeit sehr stark hörbar ist, ·■ während es bei niederen Fahrtgeschwindigkeiten in der
Geräuschintensität nachläßt. Insofern kann ein Herabsetzen der Ausfahrgeschwindigkeit in dem Straßenbereich,
in dem die Reflektorleisten angeordnet sind, ohne weiteres erfolgen.
Die Reflektorleisten gemäß der Erfindung sind auf der Fahrbahnoberfläche entweder durch Kleben oder
durch mechanische Verbindungsmittel oder durch Kombination dieser beiden Verbindungsmethoden
festgelegt Diese Festlegungen können erfolgen, wenn die Reflektorenleisten nachträglich auf bereits fertige
Fahrbahnen aufgebracht werden solL Werden die Reflektorleisten bei Neubaumaßnahmen eingebracht,
können diese in die Fahrbahndecke mit eingegossen werden. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die
Reflektorleisten mit bestimmten Haketeilen auszustatten, welche von der Fahrbahndecke übergriffen werden
und somit die Reflektorleiste auch gegen die Saugkräfte der überfahrenden Fahrzeuge fest in der Fahrbahnoberfläche
halten. Auch in diesem Fall kann aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Festlegung durch mechanische
Verbindungsmittel eroigen.
Die Reflektorleiste kann im Querschnitt die Form
eines Kreissegmentes, eines Dreiecks oder eine ähnliche Form aufweisen. Die Reflektoren sind zweckmäßigerweise
in Vertiefungen der Reflektorleisten angeordnet so daß sie vor dem überrollenden Verkehr besonders
geschützt sind. Die Reflektorleisten können in zusäztlicher Warnfunktion in Signalfarben eingefärbt sein und
auf ihrer in der Regel waagerechten Unterseite in Längs- und/oder Querrichtung verlaufende Vertiefungen
in Form von Dreiecken, Riefen usw. aufweisen. Diese Vertiefungen dienen zum verkrallenden Festlegen
der Reflektorleiste auf der Fahrbahnoberfläche und können die Vergrößerung der Klebefläche bewirken.
Die nach oben zeigende Kontur der Reflektorleiste kann glatt oder ebenfalls in Längs- und/oder Querrichtung
mit Riefen bzw. Vertiefungen versehen sein.
Zur Aufnahme der Reflektoren, die z. B. aus eingefärbten Glaslinsen, Kugeln od. dgl. bestehen
können, sind einseitig in der Reflektorleiste Aussparungen bzw. längs verlaufende Vertiefungen vorgesehen.
Die Reflektoren selbst können je nach Herstellverfahren direkt in die Reflektorleiste eingegossen bzw.
nachträglich angeklebt oder mechanisch mit der Reflektorleiste verbunden sein. Die Reflektorleiste kann
verteilt auf ihrer Länge Bohrungen aufweisen, die zur zusätzlichen Pefestigung auf der Fahrbahnoberfläche
durch mechanische Befestigungsmittel wie Schrauben u. dgl. dienen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Warneinrichtung schematisch dargestellt; es zeigt
F i g. 1 — die Reflektorleiste in Draufsicht,
F i g. 2 — die Reflektorleiste im Querschnitt, angeordnet auf der Fahrbahnoberfläche, und
Fig.3 — die Draufsicht auf eine Autobahnausfahrt
mit der Warneinrichtung gemäß der Erfindung.
F i g. 1 zeigt die Reflektorleiste 1 mit den längs verlaufenden Vertiefungen 2, an deren Rückwänden 21
die Reflektoren 3 angeordnet sind. Mittig sind in der Reflektorleiste I durchgehende Ausnehmungen 4
angeordnet welche in der gezeigten Darstellung als Senklöcher zur Aufnahme der Schraubenköpfe von
Verbindungsschrauben ausgebildet sind.
F i g. 2 zeigt die Reflektorleiste 1 in ihrer Anordnung auf der Fahrbahnoberfläche 5. Aus der Schnittdarstellung
ist deutlich zu ersehen, daß die Vertiefungen 2 von der Vorderkante 22 zur Hinterwand 2 zunehmend tiefer
werden. Im Bereich der Hinterwand 21 der Vertiefungen 2 ist der Reflektor 3 in die Reflektorleiste derart
eingelassen, daß die Reflexion nur in einer Richtung erfolgen kann. In die Ausnehmung 4 ist eine Schraube 41
eingelassen, welche über einen Dübel 42 die Refiektorleiste 1 mechanisch fest mit der Fahrbahnoberfläche 5
verbindet In die Fahrbahnoberfläche 5 ist in der gezeigten Darstellung eine nutenförmige Vertiefung 51
eingebracht innerhalb derer die Reflektorleiste 2 in der gezeigten Darstellung festgelegt ist Die Reflektorleiste
2 hat auf ihrer Rückseite in Längsrichtung verlaufende Vertiefungen, welche die Form von Dreiecken aufweisen.
Die auf diese Weise zwischen der Fahrbahnoberfläche 5 und der Reflektorleiste gebildeten dreieckförmigen
und längsverlaufenden Hohlräume sind in der gezeigten Darstellung zusätzlich mit Klebstoff 52
ausgefüllt, so daß hier eine zusätzliche Festlegung erfolgt ist.
In F i g. 3 ist die Fahrbahn 5 einer Autostraße mit der
Ausfahrt 51 und einer Einfahrt gezeigt In der Ausfahrt sind — im Bereich des Hinweisschildes 6 für die
Ausfahrt beginnend — in definiertem Abstand voneinander die erfindungsgemäßen Reflektorleisten 1 gemäß
der Erfindung nacheinander angeordnet Die Zeichnung verdeutlicht, daß die Reflektorleisten 1 derart auf der
Fahrbahnoberfläche angeordnet sind, daß die Reflektoren 3 lediglich in Richtung entgegen der Ausfahrtrichtung
strahlen. Die Reflektorleisten 1 sind erheblich vor den Einfahrtverbotszeichen 7 beginnend auf der
Oberfläche der Ausfahrt angeordnet Auf diese Weise wird bewirkt, daß der in falsche Richtung fahrende
Fahrzeuglenker rechtzeitig auf sein Fehlverhalten, und zwar in der Regel noch vor Erreichen der Einfahrtsverbotszeichen
7, aufmerksam gemacht wird.
Die Reflektorleisten nach der Erfindung können aus verschleißarmem Kunststoffmaterial hergestellt werden.
Die Herstellung kann sowohl im Extrusionsverfahren als auch im Spritzgußverfahren erfolgen. Bei durch
Extrusion hergestellten Reflektorleisten müssen die Reflektoren nachträglich in die Vertiefungen eingebracht
werden. Bei im Spritzgußverfahren hergestellten Reflektorleisten können die Reflektoren durch geeignete
Maßnahmen direkt bei der Herstellung in den Vertiefungen angeordnet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Warneinrichtung für richtungsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des Einfahrens in Gegenrichtung
zum fließenden Verkehr, insbesondere für die Ausfahrten von Autobahnen oder für Einbahnstraßen,
bestehend aus im Abstand voneinander auf der Oberfläche der Fahrbahnen angeordneten, das
Fahrbahnniveau überragenden, richtungsweisenden Reflektorleisten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflektorleisten (1) im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung über die gesamte Fahrbahnbreite
angeordnet sind und in einem erheblichen Abstand vor dem Einfahr-Verbotzeichen (7) beginnen und
daß die Reflektoren (3) ausschließlich in Gegenrichttung zur Fahrtrichtung weisen.
2. Warneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Festlegen der Reflektorleisten
(1) auf der Fahrbahnoberfläche (5) durch Kleben und/oder mechanische Verbindungsmittel
erfolgt.
3. Warneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektorleisten (1)
im Querschnitt die Form eines Kreissegments, eines Dreiecks od. dgl. aufweisen.
4. Warneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflektoren (3) in Vertiefungen
der Reflektorleisten (1) geschützt angeordnet sind.
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|---|---|---|---|
| DE2819006A DE2819006C2 (de) | 1978-04-29 | 1978-04-29 | Warneinrichtung für richtungsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des Einfahrens in Gegenrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2819006A DE2819006C2 (de) | 1978-04-29 | 1978-04-29 | Warneinrichtung für richtungsgebundene Fahrbahnen zur Verhinderung des Einfahrens in Gegenrichtung |
Publications (2)
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| DE2819006C2 true DE2819006C2 (de) | 1980-03-20 |
Family
ID=6038375
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (6)
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1978
- 1978-04-29 DE DE2819006A patent/DE2819006C2/de not_active Expired
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