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Transportbehälter für Schnittblumen oder Topfpflanzen
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l)ie Erfindung betrifft einen Transportbehälter der im Oberbegriff
des Ansp rticbes 1 beschriebenen Art.
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Ein solcher Transpertbehälter ist aus der DE:-OS 26 07 908 bekannt.
I)iesc bekannte Konstruktion ist vor allem füir den Endverbraucher bestimmt, der
die im Blumengeschäft erworbenen Blumen in diesem Behälter bequem tragen, überall
absetzen und dekorativ verpackt verschenken kann. Bei der bekannten Konstruktion
ist allerdings aus Gründen der Stapelbarkeit eine dreiseitige Prismagrundform vorgesehen.
Ferner weist dieser Behälter einen geschlossenen Deckel auf. Daraus ergibt sich
zunächst
der Nachteil, daß der Traggriff außermittel angeordnet werden muß, woraus sich durch
die Abweichung aus der Schwerpunktlotrechten verschlechterte Trageigenschaften ergeben.
er geschlossen L)cckel zwingt ferner zu einer Verwendung @uchtdurchlässigen Materiales,
was dennoch zum raschen Entfernen der Blumen aus dem Behälter zwingt. Der über die
Höhenerstreckung des Behälters gleichmäßige Querschnitt hat ferner den nachteil,
daß sich ungünstige Ventilationsverhältnisse ergeben und insbesondere die in der
Wasserspeicherein richtung bevorratete Flüssigkei t in dem großvolumigen Bodenbereich
schnell verdunstet.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Behälter
der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch verbesserte Trageigenschaften
und bessere Ventilationsverhältnisse auszeichnet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst. die dachkantartig schräg nach oben aufgestellten Tragdcckel
liefern an ihrer Verb in dungsstelle den idcalen Anordnungsort für einen Traggriff,
der dort über dem Schwerpunkt liegt. Zwischen den nach oben aufgestellten Tragdeckel
kann ferner Frischluft in den Behälter
eindringen, so daß die im
oberen lchältertcil angeordneten @flanzenblätter besser atmen können. Die sich nach
unten konisch vcrcngcntlc Grundform des Behälters liefert im oberen Bereich ausreichend
Platz für das Blatt- und Blütenwerk der zu transportierenden Pflanzen und schafft
im unteren Behälterteil ein verkleinertes Volumen @as stärkerer Wasserverdungstung
entgegenwirkt. Der Behälter eignet sich somit in idealer Weise ztir längeren Aufbewahrung
von Pflanzen z. B. iiber 24 Stunden, ohne daß ein Verwelken aufgrund von Wassermangel
oder Mangel an Luftaustausch zu 1c fürchten ist.
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Weiter@rin vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Behälter durch die
Alerkmale des Anspruches 2 gekennzeichnet. Die kürzeren Blenddeckel ragen von ihren
Randkanten aus nach innen und ergeben somit eine aussteifende Profilwirkung für
den oberen Behälterrand. Sic können nicht vollständig nach oben in die Ebene der
Seitenwand aufklappen, da sie zuvor in Anlage gegen die schräg nach innen verlaufenden
Tragdeckel kommen. Die Blenddeckel crgchcn zusätzlich@e cinc den Gasaustausch mit
den Pflanzen nicht wesentlich beeinträchtigende Abblendung der oberen Luftöffnungen
an beiden Seiten der Tragdeckel, wodurch Wind- und Regeneinfluß auch hei seitlichem
Einfall von den empfindlichen Pflanzen ferngehalten wird.
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Weiterhin vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Behälter durch die
Merkmale des Anspruches 3 gekennzeichnet. Aiif diese Weise dienen die Grifflöcher
gleichzeitig als Verbindungselemente, wobei die aus dem einen Griffloch ausgestanzte
Ausschnittlasche in einfacher Weise durch das anderc Griffloch gesteckt wird, um
die Verbindung herzustellen.
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Weiterhin vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Behälter durch die
Merkmale des Anspruches 4 gekennzeichiiet. Gegenüber der Ausbildung z. B. als Kunststofftiefzichteil
zeichnet sich diese vorteilhafte Ausbildung durch geringe Kosten aus.
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Weiterhin vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Behälter durch die
Merkmale des Anspruches 5 gekennzeichnet. Ein solches Sichtfenster ist von Vorteil,
da die Blumen von dem Käufcr bewundert werden können, ohne daß er sie aus dem Behälter
herausnehmen muß.
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Weiterhin vorteilhaft ist der crfindungsgemäßc Behälter durch die
Merkmale des Anspruches 6 gekennzeichnet. Ein solcher Halterungsstreifen läßt sich
bei der llerstcllung z. B. als Kartonzuschnitt ohne Nehrkosten anbringen und ergibt
eine wertvolle Ergänzung des im Regelfalle ohnehin zum Verschenken bestimmten Behälters.
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Weiterhin vorteilhaft ist der erfindungsgemäße Behölter durch die
Merkmale des Anspruches 7 gekennzeichnet. Auf diese Weise kann der Behölter aus
preisgünstigem aber @@@erempfindlichem Karton ausgebildet sein der durch den wasserfesten
Bechereinsatz vor Durchfeuchtung geschüt: ist.
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Weiterhin vorteilhaft ist der erfindungsgemäß Behälter durch die Merkmale
des Anspruches Sc gekennzeichnet. Atif diesc Weise wird der Becher mit t Seinem
Flanschrand in dem sich nach unten könisch verjüngenden Behälter derart gehalten,
daß er al@@@itig ohne Kontakt zur Behälterwand hängt. Die sich zwangsläufig an dem
mit kaltem Wasser gefüllten Becher bildenden Kondensationstropfen können auf diese
Weise den Bendlter nicht durchfeuchten.
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Schlleßlich ist der erfindungsgemäß Behälter vorteilhaft durch die
Merkmale des Anspruches 9 gekennzeichnet. Dieser elastische Innenring des Becherrandes
umschließt die eingesteckten Blumenstengel bzw. den cingesteckten Blumentopf und
verhindert ein Auslaufen bzw. Ausspritzen des in den Becher eingefüllten Wassers
bei Transporthewegungen bzw. beim Umkippen.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise und schematisch
dargestellt. Es zeigen:
Fig.1 eine Ansicht eines Blumentopfbehälters
mit strichpunktierter Darstellung des Blumentopfes und des hinsatzbechers, Fig.2
eine Seitenansicht zu Fig.1, Fig.3 eine An@icht des Bodenteiles entsprechend Fig.1,
jedoch mit einem Einsatzbecher für Schnittblumen und Fig.4 den Kartonstanzzuschnitt
des Behälters.
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Der dargestellte Behälter ist vom quadratischem Querschnitt.
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Seine Seitenflächen 1 sind trapezförmig ausgebildet, so daß sich der
Behälterquerschnitt von unten nach oben erweitert.
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In den Fig.1 und 2 ist im inneren des Behälters eine in einem Topf
2 wachsende Pflanze 3 dargestellt, an der ersichtlich ist, daß die sich nach oben
erweiternde grundform des Behälters den Raumanforderungen einer Pflanze schr gut
entgegenkommt.
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Der Boden 4 des Behälters ist waagerecht und eben ausgebildet und
eignet sich somit zur stabilen Aufstellung des Behälters.
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Am oberen Rand des Behälters sind an gegenüberliegenden Randteilen
5 Tragdeckel 6 angelenkt. die Tragdeckel sind länger als der halbe Abstand der beiden
Wandteile 5 und sind, wie Fig. 1 zeigt, in geschlossenem Zustand an ihren Innenrändern
miteinander verbunden. Dazu ist in jrdem der Tragdeckel ein Griffloch 7 ausgestanzt.
Eines der Grifflöcher ist dabei vollständig ausgestanzt, während der Ausschnitt
des anderen Griffloches an einem @ @nd nicht gestanzt ist und somit eine Durchstecklasche
8 bildet, die durch das gegenüberliegende Griffloch 7 gefaltet wird und zur Verbindung
der Tragdeckel 6 dient. Der derart ausgebildete Griff liegt, wie die Figuren zeigen,
genau über dem Scherpunkt und gibt dem Behälter gute Trageeigenschaften.
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Die beiden anderen Randteile 9 des oberen Behälterrandes tragen Blenddecke
1(), die kürzer sin(l als die Tragdeckel 6 und die bei der Herstellung an den Rindern
9 nach innen gcfaltet werden. Am Wiederaufsprigen in gestreckte Stellung werden
sie durch Anlage gegen die Tragdeckel 6 gehindert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Seitenränder der Blenddeckel 10 abgeschrägt, damit dicse Deckel in einem
stumpfen Winkel nach oben ragend gegen die Tragdeckel 6 zur Anlage kommen. Wie aus
den Figuren ersichtlich, ist bei dieser
Konstruktion der gesamte
obere Behälterrand durch nach innen abgewinkelte Deckel versteift.
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Seitliche Dreiecksflächen 11 zwischen den Tragdcckeln 6 und den Bl-enddeckcln
10 (siehe Fig. 1) bleiben offen, so daß hier über einen größeren Querschnitt Luftzutritt
zum Behälterinneren ermöglich wird. Die Blenddeckel 10 geben dabei Schutz gegen
seitlich einfallenden Regen bzw. gegen Winstäße, die den empfindlichen Blüten schaden
könnten.
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In einer Seitenfläche 1 des Bechälters ist ein SichtÜenster 12 vorgesehen.
Der Fensterausschnitt ist nicht über den gesamten Rand atlsgestanzt, sondern mit
Lücken 13, die das Wan@@@aterial in Fensterausschnitt belassen, bis es durch einfache
handhabung herausgedrückt wird. Iier Behälter kann somit geschlossen transportiert
und sidann nach öffnen des Fensters zum Betrachten der Blumen verwendet werden.
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Auf einem der Tragdeckel 6 ist mit zwei parallelen Schnitten 14 ein
Halterungsstreifen 15 geschaffen, der zur Aufnahme einer Grußkarte 16 vorgesehen
ist, die in einfacher Weise zwischen den Streifen 15 und den Deckel 6 eingeschoben
wird.
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ber Behälter kann aus Kunststoff z.B. im Tiefzichverfahren gefertigt
sein. Von Verteil ist dabei Wasserunempfindliehkeit des Kunststoffes. Der Behälter
kann vorteilhaft aus Kunststoff oder Karton als Faltkarton gestanzt sein.
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lig. 4 zeigt den Zuschnitt für einen solchen Behälter.
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Bei diesem Zuschnitt dient eine Randlasche 1-7 zur maschinellen Fertigstellung
des Kartons, der sodann gefaltet verschickt werden kann. An ort und Stelle, z.B.
im Blumengeschäft, wird dci- Steckhoden 4 nach Umlegen der Seitenlaschen 18 durch
Einstecken einer Stecklasche 19 geschlossen.
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Sodann werden die Blenddcckel 10 nach innen gefaltet. Der Behälter
ist nun zur Aufnahme der Blumen bereit. Nach deren Einsetzen werden die Tragdeckel
in die Stellung gemäß Fig. 1 gebracht und in der bereits geschilderten Weise durch
Durchstecken der Stecklasche t3 in das Griffloch 7 unter Ausbildung eines Griffes
verrunden. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Enden der Tragdeckel 6 so ausgeführt,
daß die Griffstücke durch Umfalten verdoppelt werden. Dadurch wird die Reißfestigkit
des Griffes erhöht.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist am Boden des Behälters ein Bechereinsatz 20
vorgesehen. Dieser ist aus wasserfestem Material,
z.B. Kunststoff,
gefertigt und weist an seinem oberen Rand einen Außenflansch 21 auf, mit dem er
in der dargestellten Weise in den sich nach unten konisch verjüngenden Seitenwänden
1 des Behälters hängt. Der Bechereinsatz 20 hängt allseitig frei und ohne Berührung
zu den Behälterwänden 1.
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Diese können somit aus feuchtigkeitsempfindlicher Pappe hergestellt
werden, da sic mit dein Kondenswasser auf der Außenfläche des Bechereinsatzes 20
nicht in Berührung kommen.
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Der @n den Fig.1 und 2 dargestellte Bechereinsatz 20 ist zur Aufnahme
von Blumentröpfen vorgeschen. Der Blumentopf 2 paßt daher genau hinein. Am oberen
Rand des @@chereinsatzes 20 ist dieser atif seiner Innenseite mit einem inneren
Ring 22 ausgerüstet, der z. B. aus elastischem Gummi oder Schaumstoff @osteht und
den Bechereinsatz gegen den Blumentopf 2 abdichtet.
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In einer Bodcnvcrtiefung 23 des linsatzes 20 eingefülltes Wasser Wird
somit am Auslaufen auch bei Schräglage des Behälters gehindert.
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Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung eines Bechcreinsatzes 20', der
zur Aufnahme von Schnittblumen 24 vorgesehen ist. Der Einsatz 20' ist schmaler und
höher und kann somit den Blumenstielen einen besseren seitlichen halt geben. Der
elastische Innenring 22' ist wesentlich breiter und besteht im dargestellten
Falle
aus einem die Blumensticle gut umschließendne Schaustoff. Durch die breitere Ausbildung
des Ringes 22' und seine hohe Blastizität wird auch bei dieser Ausbildung ein Wasseraustauf
bei Schräglape verhindert.
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Am Boden der Bechereinsätze 20 bzw. 20' können Schaumstoffkissen zur
Wisserspeicherung vorgeschen sein. Eine ordnungsgemäße Funktion ist jedoch auch
ohne solche Kissen gesichert, da insbesondere das Auslaufen bei Schräglage durch
die Ringe 22 bzw. 22' verhindert wird.
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In einem Blumengeschäft werden vorteilhafterweise mehrere Behältergrößen
für unterschiedliche Blumengrößen vorrätig gehalten. Es genügen dabei allerdings
eine oder zwei Größen, um den gesamten zu erwartenden Größenbereich abzudecken.
Um eine gute Paßform der Bechereinsätze zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn auch
diese in mehreren Größen vorrätig gehalten werden.
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L e e r s e i t e