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Lehn- oder Liegestuhl
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Beschreibung Die Erfindung betrifft einen Lehnstuhl oder Liegestuhl,
der sich relativ von einer Wand wegbewegen kann, wenn der Rahmen des Stuhles aus
einer aufrechten Position in eine Fernsehposition und aus dieser in eine voll zurückgeneigte
Position geschwenkt wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Liegestuhl dieser
Art konstruktiv einfach und betriebssicher zu gestalten.
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Der Rahmen soll dabei schwenkbar an den Seitenarmen des Stuhles montiert
werden können und die Seitenarme des Stuhles sollen schwenkbar an Grundplatten angelenkt
sein, die auf dem Boden aufliegen.
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Zweckmäßigerweise bewegen sich die Seitenarme des Stuhles vorwärts,
um über die vorderen Enden der Grundplatten vorzustehen, wenn der Rahmen oder das
Gestell aus der aufrechten in die Fernsehposition geschwenkt wird, wobei sie sich
weiter nach vorne bewegen und weiter über die vorderen Enden der Grundplatten vorstehen,
wenn der Rahmen oder das Gestell aus der Fernsehposition in die voll zurückgeneigte
Position geschwenkt wird.
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Vorzugsweise werden die Arme so über den Grundplatten montiert, daß,
wenn sie sich im wesentlichen horizontal aus ihrer hintersten Position nach vorn
in ihre vorderste Position bewegen, sie hängend an den Grundplatten abgestützt und
gegen eine seitliche Schwingung oder Schwenkung geführt sind.
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Wenn die Seitenarme vorwärts bewegt werden, hilft das Gewicht des
Benutzers, eine Abwärtsschwenkung des vorderen Endes der Seitenarme zu verhindern,
wenn sich das Gestell, das den Körper des Benutzers abstützt, aus der Fernsehposition
in die voll zurückgeneigte Position bewegt.
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Der Liegestuhl soll ferner stabil und dauerhaft sein, er soll billig
in der Herstellung und leicht zu handhaben sein, er soll bequem, praktisch und leistungsfähig
sein.
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Der erfindungsgemäße Stuhl umfaßt eine Basis mit Seitenarmen, auf
denen ein Gestell schwenkbar montiert ist. Der Stuhl kann sein Gestell auf der Basis
von einer aufrechten Position in eine Fernsehposition und in eine voll zurückgeneigte
Position schwenken, wobei das obere Ende der Rückenlehne des Gestelles seinen Abstand
relativ zu einer Wand des Raumes, in dem der Stuhl steht, beibehält, während die
Seitenarme sich vorwärts, weg von dieser Wand bewegen. Die Arme sind schwenkbar
an am Boden anliegenden Grundplatten montiert, so daß das Gestell aus der aufrechten
Position in die voll zurückgeneigte Position geschwenkt werden kann, während die
Seitenarme sich praktisch horizontal nach vorn bewegen und durch die Grundplatten
ohne Seitenbewegung geführt werden, zuerst aus einer rückwärtigen Position der Seitenarme
in eine vordere Position, in der sie von den Grundplatten aus nach vorne stehen,
wenn das Gestell aus der aufrechten Position in die Fernsehposition schwenkt und
dann weiter nach vorne, wobei sie weiter von den Grundplatten nach vorne stehen,
wenn das Gestell aus der Fernsehposition in die voll zurückgeneigte Position schwenkt.
Bei einer solchen Konstuktion ist ein ausrechendes Gewicht des Benutzers des Stuhles
weit genug hinten angeordnet, um ein Schwenken des vorderen Endes der Seitenarme
nach unten zu verhindern, um die Seitenarme im Gleichgewicht zu halten und um ein
Schwenken oder Kippen an seinem vorderen Ende nach unten zu vermeiden.
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Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnung erläutert, in der Fig. 1 eine Seitenansicht des Stuhles in
aufrechter Position darstellt, wobei einige Teile im Schnitt gezeigt sind.
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Fig. 2 zeigt eine Ansicht ähnlich derjenigen von Fig. 1, wobei der
Stuhl sich in Fernsehposition befindet.
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Fig. 3 zeigt eine Ansicht ähnlich derjenigen von Fig. 2, wobei der
Stuhl sich in voll zurückgeneigter Position befindet.
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Fig. 4 ist ein Schnitt längs der Linie 4-4 von Fig. 1.
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Fig. 5 ist ein Schnitt längs der Linie 5-5 von Fig. 1.
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Der erfindungsgemäße Stuhl 10 hat eine bewegliche Basis 11 mit Seitenarmen
12. Die Seitenarme 12 umfassen vertikale parallele Seitenwände 13, die durch eine
hintere untere Querstrebe 14 und eine weitere nicht gezeigte Querstrebe in bekannter
Weise verbunden sind. Die Seitenarme können in üblicher Weise aufgebaut sein und
sie können hintere Stützen 15, obere Armauflegeteile 16 und vordere Versteifungsteile
17 zur Abstützung der Auflagen 16 besitzen.
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Da beide Seiten gleich und symmetrisch aufgebaut sind, ist nur eine
Seitenansicht gezeigt und es wird auch nur eine Seite beschrieben.
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An der Innenfläche der Seitenwand 13 ist in geeigneter Weise ein Armhalteteil
20 angebracht. Das Teil 20 hat einen Rahmenhebel 21 und einen Gestellhebel 22, die
durch einen Stift 23 und einen Niet 24 verbunden sind. Der Hebel 21 ist etwa V-förmig
und hat einen nach vorn und oben geneigten Arm 21a, von
dessem
unteren hinteren Ende ein Arm 21b nach oben und hinten geneigt ist, wobei ein unterer
Scheitel 21c gebildet wird, der sich etwas unterhalb der Unterseite 25 der Basis
12 des Stuhles erstreckt. Der Gestellhebel 22 hat etwa die Form eines umgekehrten
V und umfaßt einen nach hinten und unten geneigten Arm 22a, der den Arm 21b des
Hebels 21 kreuzt. Die Arme 21b und 22a sind durch den Niet 24 an ihrer Kreuzungsstelle
verbunden. Der Arm 22a erstreckt sich über den Arm 21b hinaus, wie bei 22b gezeigt
ist, im wesentlichen auf die Höhe des Scheitels 21c des Hebels 21. Der Arm 21b erstreckt
sich über den Arm 22a hinaus, wie bei 21d gezeigt ist. Der Hebel 22 hat ferner einen
Arm 22c, der sich nach vorn vom vorderen oberen Ende des Armes 22a erstreckt und
einen Scheitel 22d bildet. Der Arm 22a ist durch den Stift 23 mit dem oberen Ende
des Armes 21a verbunden und erstreckt sich über den Stift 23, wie bei 22e gezeigt,
hinaus, wobei diese Verlängerung etwas nach oben und vorn geneigt ist. Vom unteren
hinteren Ende der Verlängerung 22b erstreckt sich nach hinten eine waagerechte hintere
Verlängerung 22f, die kurz vor dem hinteren Ende der Basis 12 endigt. Mit dem hinteren
Ende des Armes 22f ist ein hinterer Führungslenker 27 verbunden.
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Der Lenker 27 hat einen vertikalen Flansch 27a, der die Außenseite
des Armes 22f berührt und mit diesem durch einen Stift 28 verbunden ist. Vom Flansch
27a erstreckt sich nach innen ein Flansch 27b. An der Unterseite des Flansches 27b
ist durch Niete 29 eine hintere Führung befestigt, die aus Nylon bestehen kann.
Diese Führung 30 hat einen längsverlaufenden durchgehenden Schlitz 31, der sich
zum unteren Ende der Führung öffnet, wie noch beschrieben wird. Am Arm 21a des Hebels
21 ist etwas oberhalb des Scheitels 21c mit Hilfe von Nieten 33 ein vorderer Führungslenker
34 befestigt, der einen vertikalen Flansch 34a hat, der die Nieten 33 aufnimmt und
einen horizontalen Flansch 34b auf der horizontalen Höhe des Flansches 27b. An der
Unterseite des Flansches 34b ist durch Nieten 35
eine vordere Führung
36 angebracht, die aus Nylon bestehen kann. Die vordere Führung 36 ist ähnlich der
hinteren Führung 30 und sie hat einen nach unten sich öffnenden durchgehenden Schlitz
37. Die Schlitze 31 und 37 auf jeder Seite des Stuhles liegen in einer gemeinsamen
vertikalen Ebene. Die Innenflächen der Schlitze 31, 37 können konvex in Längsrichtung
gebogen sein, um die Reibung zu reduzieren, wie noch erläutert wird. Die vorderen
und hinteren Führungen sind in Längsrichtung auf denselben Höhen ausgerichtet.
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Es sind Mittel vorgesehen, um die Basis 11 horizontal nach vorn aus
der aufrechten Position des Gestelles 40, wie in Fig. 1 gezeigt, in die geneigte
Fernsehposition, wie in Fig. 2 gezeigt, und dann in die voll zurückgeneigte Position
zu bewegen, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Hierzu sind Führungsschienen vorgesehen,
die in den Schlitzen 31, 37 der Führungen 30, 36 an jeder Seite des Stuhles aufgenommen
sind. Die Führungsschienen umfassen ein Paar paralleler, gleicher, symmetrisch angeordneter
Grundplatten, von denen eine Grundplatte 41 gezeigt ist. Die Grundplatte 41 ist
horizontal und umfaßt einen nach außen vorstehenden horizontalen unteren Flansch
41a, der sich über die Länge der Grundplatte erstreckt. Vom Flansch 41a erstreckt
sich nach oben eine vertikale Wand 41b, die an ihrem oberen Ende mit einer nach
außen gerichteten Biegung 41c versehen ist, von der ein vertikaler Flansch 41d nach
oben vorsteht. Der Flansch 41d ragt in die Schlitze 31, 37 hinein, so daß, wenn
die Basis 11 bewegt wird, die Führungen 30, 36 Kontakt mit den gegenüberliegenden
Seiten des oberen vertikalen Flansches 41d bekommen können. Der Flansch 41d wird
durch die konvexen Inn enflächen der Schlitze 31, 37 erfaßt.
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Der obere Rand 41e des Flansches 41d berührt nicht die oberen Enden
der Schlitze 31, 37.
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Die beiden symmetrischen, sich gleich weit erstreckenden Grundplatten
41
auf gegenüberliegenden Seiten des s Stuhles sind durch Querstreben 42 an gegenüberliegenden
Enden verbunden. Diese Querstreben berühren die Enden der Flansche 41 und sie sind
dort durch Schrauben 43 befestigt. An den Unterseiten der Flansche 41a sind Puffer
44 mit Hilfe von Schrauben 45 angebracht, die in die Querstreben 42 eingeschraubt
sind. Di3e Puffer 44 können aus Gummi, einem gummiartigen oder einem Kunststoffmaterial
bestehen und sie berühren den Boden, der durch die Linie 46 angedeutet ist. Die
Grundplatten bewegen sich nicht auf dem Boden während der Bewegung des Gestelles
40 aus der aufrechten in die voll zurückgeneigte Position und aus der voll zurückgeneigten
Position zurück in die aufrechte Position, sie sind jedoch nicht am Boden befestigt.
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Das obere Ende des Rückenlehnenteiles 40a, das bei dem dargestellten
Stuhl am Sitzteil 40b befestigt ist, kann seinen Abstand von einer Wand des Raumes,
in welchem der Stuhl nahe dieser Wand steht, beibehalten, während das Gestell 40
aus der aufrechten Position in die voll zurückgeneigte Position gebracht wird, da
die Basis 11 sich nach vorn relativ zur Grundplatte 41 bewegt.
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Obwohl die Erfindung in Verbindung mit einem Stuhl beschrieben worden
ist, bei dem der Sitz 40b an der Rückenlehne 40a befestigt ist, kann sie auch bei
einem Stuhl verwendet werden, bei dem die Rückenlehne relativ zum Sitz beweglich
ist.
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Bei dem dargestellten Stuhl hat der Sitz einen Sitzrahmen 40c mit
einem hinteren Querstück 40d und einem Paar Seitenschienen 40e, die mit dem hinteren
Kreuzstück und ebenso mit einem vorderen Kreuz- oder Querstück 40f verbunden sind.
In der aufrechten Position des Gestelles 40 sind die Basisplatten im wesentlichen
bezüglich der Basis 11 zentriert, wobei die Basis sich gleichmäßig nach hinten und
nach vorn von den Basisplatten aus erstreckt, wie Fig. 1 zeigt.
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An der Innenfläche der parallelen Schienen 40e sind gleiche symmetrische
Sitzlenker 50 befestigt. Ein hinterer Schwenklenker 51 ist bei 52 schwenkbar mit
dem hinteren Ende des Sitzlenkers 50 verbunden und an seinem unteren Ende 53 mit
dem Ansatz 22b des Armes 22a des Hebels 22, unterhalb des Nietes 24. Mit dem Scheitel
22d des Hebels 22 ist bei 54 ein Hauptschwenkhebel 55 schwenkbar verbunden. Mit
dem Sitzlenker 50 ist bei 56 schwenkbar ein Folgelenker 57 verbunden, der einen
oberen Arm 57a hat, der nach oben und vorn in der aufrechten Position des Gestelles
40 geneigt ist, wie Fig. 1 zeigt. Vom Arm 57a erstreckt sich ein zweiter Arm 57b,
der nach unten und vorn in der in Fig. 1 gezeigten Position des Stuhles geneigt
ist. Der Arm 57a ist nahe seinem unteren Ende mit einem Längsschlitz 57c versehen.
Das vordere Ende des Hebels 55 ist bei 59 schwenkbar mit der Verbindungsstelle der
Arme 57 und 57b des Folgelenkers 57 verbunden.
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Mit dem Arm 21a des Hebels 21 ist nahe des Lenker 34 bei 60 ein Ende
eines kurzen Folgelenkers 61 schwenkbar verbunden. In der aufrechten Position des
Gestelles, wie in Fig. 1 gezeigt, ist der Lenker 61 etwas nach oben und vorn geneigt.
Mit dem vorderen Ende des Lenkers 61 ist bei 62 ein langer Folgelenker 63 schwenkbar
verbunden. Das obere Ende des Lenkers 63 ist bei 64 schwenkbar mit dem Sitzlenker
50 verbunden. In der Position nach Fig. 1 ist der Lenker 63 nach oben und hinten
geneigt. Der Drehpunkt oder Drehzapfen 64 liegt nahezu in der Mitte zwischen den
Drehzapfen 52 und 56.
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Der Hauptschwenkhebel 55 hat einen hinteren Ansatz 55a, der rückwärts
von dem Drehzapfen 54 angeordnet ist und einen Anschlagzapfen 65 am Arm 22a des
Hebels 22 in der voll zurückgeneigten Position des Gestelles berührt, wie Fig. 3
zeigt.
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Mit dem vorderen Ende des Ansatzes 22e ist bei 66 ein Ende eines Führungslenkers
67 schwenkbar verbunden. In der aufrechten
Position des Gestelles
40, wie Fig. 1 zeigt, stimmt der Führungslenker 67 mit dem Schenkel 57b des Folgelenkers
57 überein und die Drehzapfen 66 und 59 liegen in Flucht bzw.
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in Deckung. Am äußeren Ende des Führungslenkers 67 ist ein Stift 67a
vorgesehen, der im Schlitz 57c am unteren Ende des Schlitzes angeordnet ist. Der
Führungslenker 67 und der Arm 57b des Folgelenkers 57 bleiben in Flucht wenn das
Gestell sich aus der aufrechten Position (Fig. 1) in die Fernsehposition (Fig. 2)
bewegt. Während dieser Bewegung öffnet sich der Winkel zwischen den Lenkern 61 und
63 und die Lenker 57 und 67 schwenken zusammen in Uhrzeigerrichtung.
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Bei der Bewegung aus der Fernsehposition nach Fig. 2 in die voll zurückgeneigte
Position nach Fig. 3, gleitet der Zapfen 67a nach oben oder hinten im Schlitz 57c,
so daß sich der Zapfen 59 nach oben, weg vom Zapfen 66 bewegen kann. Der Mechanismus
muß sich daher durch die Fernsehposition hindurchbewegen, ehe er in die voll zurückgeneigte
Position geschwenkt werden kann. Der Mechanismus muß auch durch die Fernsehposition
bewegt werden, wenn er aus der voll zurückgeneigten Position in die aufrechte Position
gebracht wird.
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Der Kontakt des Ansatzes 55a mit dem Anschlagstift 65 verhindert,
daß drMechanismus über die voll zurückgeneigte Position hinausgeht.
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Der Stuhl hat ferner einen Mechanismus 70 um eine Fußauflage nach
vorne zu richten, wenn er aus der aufrechten in die Fernsehposition übergeht, um
die Fußauflage in nach vorn stehender Richtung zu halten,wenn er aus der Fernsehposition
in die voll zurückgeneigte Position übergeht und aus der voll zurückgeneigten Poition
zurück in die Fernsehposition, und um die Fußauflage zurückzuziehen, wenn er aus
der Fernsehposition in die aufrechte Position übergeht. Hierzu ist am vorderen Ende
des Sitzlenkers bei 71 das obere Ende eines Steuerlenkers 52 schwenkbar angelenkt.
Mit dem unteren Ende des Armes 57b des
Folgelenkers 57 ist bei
72a ein Ende eines Lenkers 73 schwenkbar verbunden. Die Lenker 72 und 73 kreuzen
einander und sie sind durch einen Zapfen 74 verbunden. Mit dem unteren Ende des
Lenkers 72 ist bei 75 ein Lenker 76 schwenkbar verbunden.
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Die Lenker 73 und 76 sind bei 77 und 78 entsprechend mit im Abstand
liegenden Punkten eines Winkelstückes 79 schwenkbar verbunden. Die Winkelstücke
79 auf beiden Seiten des Stuhles sind durch eine Fußauflage 80, die gsctert sein
kann, verbunden. In der voll zurückgezogenen Position des Fußauflagemechanismus
70 befindet sich die Fuß auflage 80 in vertikaler Position an der vorderen Seite
der Stuhlbasis, unmittelbar unterhalb dem vorderen Ende des Sitzes 40b, wie in Fig.
1 gezeigt ist.
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Es sind Mittel vorgesehen, um die Basis 11 an den Basisplatten 41
für eine vorwärtige und rückwärtige, im wesentlichen horizontale Bewegung zu befestigen,
wenn der Stuhl aus der aufrechten Position des Gestelles 40 in die Fernsehposition
geht, wobei die Basis weiter über die vorderen Enden der Basisplatten vorsteht und
die Basis im wesentlichen in einer horizontalen Position gehalten wird, während
sie in dieser Weise bewegt wird. Der Mechanismus hierfür ist so ausgebildet, daß
das Gleichgewicht der Basis stabil ist, wenn sie aus der aufrechten in die Fernsehposition
übergeht und das Gewicht des Benutzers beim Übergang aus der Fernsehposition in
die voll zurückgeneigte Position ist so verteilt auf dem Stuhl, daß das Gewicht
des vorderen Endes des Stuhles ausgeglichen wird, wobei das weiter hinten wirkende
Gewicht des Benutzers verhindert, daß der Stuhl am vorderen Ende nach vorn kippt,
wenn die Basis um einen beträchtlichen Abstand über die vorderen Enden der Basisplatten
übersteht.
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Hierzu ist am Arm 22a des Hebels 22 an der Verbindungsstelle des Ansatzes
22b und des Teiles 22f dieses Armes bei 85 das untere Ende eines Schwenklenkers
86 schwenkbar angelenkt.
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Dieser Schwenklenker 86 hat einen Arm 87, der nach oben und vorn in
der Position nach Fig. 1 geneigt ist, bis zu einem Punkt nahe beim Drehzapfen 52,
um eine Verbindung 88 zu bilden, von der ein Arm 89 nach vorn und unten geneigt
ist. Mit der Basisplatte ist bei 90 ein hinterer Hängelenker 91 schwenkbar verbunden,
dessen oberes Ende bei 92 schwenkbar mit der Verbindungsstelle 88 zwischen den Armen
87 und 89 des Schwenklenkers 86 verbunden ist.
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Mit dem vorderen Ende des Armes 89 des Schwenklenkers 86 ist bei 93
das obere Ende eines hinteren Schiebelenkers 94 schwenkbar verbunden. Das und Ende
des Schiebelenkers 94 ist bei 95 schwenkbar mit der Basisplatte 41 und zwar vor
dem Zapfen 90 verbunden.
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Mit der Verbindungsstelle 21c des Lenkers 21 ist bei 97 das untere
Ende eines Armes 98 eines zweiten Schwenklenkers 99 angelenkt. Der Arm 98 des Schwenklenkers
99 verläuft im wesentlichen parallel zum Arm 87 des Schwenklenkers 86.
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Vom oberen Ende des Armes 98 des Schwenklenkers 99 aus erstreckt sich
ein Arm 100 parallel zum Arm 89 des Schwenklenkers 86. In der Praxis sind die Schwenklenker
86 und 99 im wesentlichen identisch und parallel zueinander. Die Drehzapfen 85 und
97 liegen auf derselben Höhe.
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Mit der Grundplatte 41 ist bei 105 ein Ende eines vorderen Aufhängelenkers
106 schwenkbar verbunden. Das obere Ende des Lenkers 106 ist bei 107 schwenkbar
mit der Verbindungsstelle 108 der Arme 98 und 100 des Schwenklenkers 99 verbunden.
Die Drehpunkte bzw. Drehzapfen 105 und 95 liegen nahe beieinander.
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Mit der Grundplatte 41 ist bei 110 ein vorderer Schiebelenker 111
schwenkbar verbunden. Das obere Ende des Lenkers 111 ist
bei 112
schwenkbar mit dem vorderen Ende des Armes 100 des Schwenklenkers 99 verbunden.
Die Drehpunkte oder Drehzapfen 112 und 93 sind durch einen Stabilisierungslenker
115 verbunden. Der Zapfen 62 ist über einen Steuerlenker 106 mit einem Zapfen 117
verbunden, der im wesentlichen mittig zwischen den Drehpunkten 92 und 85angeordnet
ist.
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Mit dem Lenker 106 ist fest in dessen Längsrichtung ein Querschienen-Haltebügel
120 verbunden. Die Haltebügel auf beiden Seiten des Stuhles sind durch eine nicht
gezeigte Querstrebe verbunden.
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Der Abstand zwischen den Zapfen 110 und 112 ist derselbe wie der Abstand
zwischen den Zapfen 95 und 93. Der Abstand zwischen den Zapfen 105 und 107 ist derselbe
wie der Abstand zwischen den Zapfen 90 und 92. Die Zapfen 110, 105, 95 und 90 befinden
sich auf derselben Höhe. Der Abstand zwischen den Zapfen 97 und 107 ist derselbe
wie der Abstand zwischen den Zqfen 85 und 92. Die Zapfen 97 und 85 befinden sich
auf derselben Höhe. Die Glieder 96 und 99 sind gleich.
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Um den Stuhl aus der aufrechten in die zurückgeneigten Positionen
zu bewegen, hält der Benutzer die Arme 16 und drückt zurück gegen die Rückenlehne
40a. Um aus der zurückgeneigten Position in die aufrechte Position zu gehen, drückt
der Benutzer seine Füße nach unten auf die Faußauflage 80.
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Die Basis 11 ist über die Lenker 86 und 99 abgestützt, die schwenkbar
mit dem Arm-Halterahmen 20 bei 85 und 97 entsprechend verbunden sind, sowie durch
die Lenker 91 und 106, die schwenkbar mit der Grundplatte 41 bei 90 und 105 verbunden
sind.
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Der Benutzer des Stuhles, der auf dem Gestell 40 in der aufrechten
Position nach Fig. 1 sitzt, ergreift den Arm 16 und stößte zurück gegen die Rückenlehne
40a, wodurch die Basis 11 zuerst aus der aufrechten Position von Fig. 1 in die Fernsehposition
von Fig. 2 bewegt wird und dann aus der Fernsehposition von Fig. 2 in die voll zurückgeneigte
Position von Fig. 3. Die Basis 11 bewegt sich in einem leichten Bogen, nahezu horizontal.
Bei der Bewegung der Basis 11 von hinten nach vorne verläuft der Bogen nach unten,
dann nach oben, dann nach unten, dann nach oben, jedoch nur schwach und er liegt
nahe bei einer geraden horizontalen Linie. Die Basis des Stuhles berührt nie die
oberen Kanten der Basisplatten. Die Führungen halten die Basis nur gegen eine seitliche
Bewegung.
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Wenn das Gestell 40 zurückbewegt wird und sein vorderes Ende nach
oben schwenkt infolge der Anordnung des Gestänges, bewegt sich die Basis aus der
Position von Fig. 1 nach vorn in die Position nach Fig. 2 und dann aus der Position
von Fig. 2 in die Position von Fig. 3.
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Wenn das Gestell aus der aufrechten Sitzposition von Fig. 1 in die
Fernsehposition nach Fig. 2 zurückschwenkt, zieht der Steuerlenker 116 das untere
Ende des Schwenklenkers 86 nach vorn, um die Basis 11 von der Basisplatte 41 nach
Fig. 1 nach vorn zu ziehen in die Position von Fig. 2. Eine weitere Schwenkung des
Sitzlenkers aus der Position nach Fig. 2 in die voll zurückgeneigte Position nach
Fig. 3 veranlaßt das untere Ende des Sitzlenkers 86 weiter nach vorn zu schwenken,
um die Basis 11 in die Position nach Fig.
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3 zu bewegen.
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In der Fernsehposition und in der voll zurückgeneigten Position verhindert
das Gewicht des Benutzers auf dem Gestell
40, daß die Basis 11
sich relativ zur Basisplatte 41 nach rückwärts bewegt.
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