DE2815466C2 - Vorrichtung zum Beschneiden von Reben o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Beschneiden von Reben o.dgl.Info
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
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- A01G3/04—Apparatus for trimming hedges, e.g. hedge shears
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschneiden von Reben od. dgl. innerhalb einer Rebenreihe
od. dgl., welche Vorrichtung an einem Nutzfahrzeug anbringbar ist und rotierende oder schwenkbare,
übereinander angeordnete Messer aufweist, wobei die Messeranordnung insgesamt seitlich zur Fahrtrichtung
Verstellbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 62 151 bereits bekannt. Dabei sind um horizontale so
Achsen drehbare rotierende Messer vorgesehen, die in erster Linie das Laub von Laubwänden und Rebstöcken
abschneiden sollen.
Auch aus der DE-OS 20 37 293 ist eine Vorrichtung zum Beschneiden von Weinstöcken mit übereinander
angeordneten rotierenden Messern bekannt, die um horizontale Achsen drehbar sind und dadurch nur die
seitlich und oberhalb von Weinstöcken überstehenden Ranken im Vorbeifahren abschneiden können.
Aus der DE-OS 25 41 199 ist ein Anbaugerät zum Laub- oder Rebenschneiden bekannt, bei dem hin- und
hergehende Messerbalken wiederum zum Beschneiden von Laubwänden dienen. Etwas ähnliches gilt für das
Gerät gemäß dem DE-GM 72 19 735.
Die FR-PS 21 03 046 zeigt eine Vorrichtung, mit der das Laub aus Weinstöcken entfernt werden soll.
Das Auslesen der Jahrestriebe der Reben wird bisher in mühseliger Handarbeit durchgeführt. Dabei werden
diejenigen Rebtriebe, die weiterwachsen sollen, hochgebunden, während die übrigen Triebe abgeschnitten
werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgace zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, mit der nach dem Hochbinden der am Weinstock verbleibenden Jahrestriebe die übrigen
Triebe maschinell abgeschnitten und gleichzeitig in kurze, zur Verrottung geeignete Stücke zerschnitten
werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die gattungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Messer
an einer etwa vertikalen Achse angeordnet sind. Wird diese Vorrichtung entlang einer Rebzeile geführt und im
Bereich des eigentlichen Rebstockes mit den hochgebundenen, an ihm verbleibenden Trieben jeweils von
der Zeile weggeführt und zwischen den einzelnen Rebstöcken in deren Zwischenraum gebracht, können
die übrigen, von den Rebstöcken abstehenden Triebe von den Messern erfaßt und abgeschnitten und dabei
auch gleichzeitig in Stücke zerschnitten werden, deren Länge etwa dem Abstand der Messer entspricht
Zwischen einzelnen Messern können Horizontalführungen für den oder die Spanndrähte der Rebzeilen
vorgesehen sein. Dadurch werden die Spanndrähte während der Bearbeitung beruhigt und von den
Messern weggehalten und die daran befestigten Rebstöcke werden von unerwünschten Schwingungen
od. dgl. Bewegungen freigehalten. Als Horizontalführungen können dabei sich konisch erweiternde Gabeln
an den entsprechenden Haltestäben vorgesehen sein, die mit der Halterung des Messerträgers od. dgl.
verbunden sind.
Eine ganz besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß
am oberen Ende der Halterung des Messerträgers ein über die zu bearbeitende Rebenreihe hinausragender,
vorzugsweise verstellbarer Querträger zum Anordnen eines die dem Fahrzeug abgewandte Seite der Rebzeile
übergreifenden Schutzschirmes od. dgl. vorgesehen ist. Dadurch kann verhindert werden, daß beim Losschneiden
oder Losschlagen der einzelnen Rebentriebe durch die rotierenden Messer in der nächsten Rebzeile eine
eventuell dort arbeitende Person verletzt wird. Dort kann nämlich beispielsweise bereits das Hochbinden der
verbleibenden Jahrestriebe und das Vorrichten der abzuschneidenden Triebe erfolgen. Dartiber hinaus hat
der Schutzschirm den Vorteil, diß er wenigstens bereichsweise und insbesondere zwischen den einzelnen
Messern mit Hilfe einer Andrückvorrichtung zum Zuführen der Rebentriebe in den Messerbereich
versehen sein kann. Dadurch wird durch den Schutzschirm indirekt ein Erfassen auch nach der vom
Fahrzeug abgewandten Seite ragender Triebe möglich. Eine Anpassung an verschiedene Rebstöcke kann
dadurch erzielt werden, daß die einzelnen Messer relativ zu ihrer Welle in der Höhe verstellbar und festlegbar
sein können.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung eines Ausführungsbeispieles noch näher beschrieben. Es
zeigt in schematischer Darstellung
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, die an der Vorderseite eines Traktors oder dergleichen angeordnet
ist und entlang einer Rebzeile geführt wird,
Fig.2 eine Stirnansicht des Traktors mit der Vorrichtung gemäß F i g. 1,
Fig.3 eine Draufsicht der Vorrichtung mit zwei unterschiedlichen Positionen der Messer und
Fig.4 eine der Fig.3 entsprechende Darstellung,
wobei die Verstellvorrichtung für die Messer etwas abgewandelt ist.
Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Schneiden vcn Rebholztrieben 2 innerhalb einer
Rebzeile 3. Man erkennt in Fig. 1 schematisch diese Rebzeile 3 und dort mit Abstand angeordnete
Rebstöcke 4. Zwischen diesen Rebsiocken 4 sind in
bekannter Weise Spanndrähte 5 angeordnet, an denen sich die Reben hochranken können.
Die Vorrichtung weist mehrere übereinander angeordnete Messer 6 auf, die mittels ihrer noch zu
beschreibenden Tragvorrichtung verstellbar sind. Dadurch ist es gemäß Fig.3 möglich, aus dem Bereich
eines Rebstockes heraus und wieder in den Bereich der Rebzeile hineinzufahren und diejenigen Rebholztriebe 2
abzuschneiden, die nicht mehr benötigt werden. Die vorher am Rebstock 4 hochgebundenen Rebholztriebe
2.-» bleiben auf diese Weise erhalten, während die übrigen Rebholztriebe 2 durch die Verstellmöglichkeit
jeweils abgeschnitten werden können. In vorteilhafter Weise entfällt also das mühselige Abschneiden dieser
Triebe von Hand.
Die Messeranordnung ist dabei zweckmäßigerweise etwa parallel zu einer vertikalen oder nahezu vertikalen
Linie verstellbar. Dadurch kann der etwa senkrechte Wuchs der Rebstöcke 4 am besten berücksichtigt
werden.
Man erkennt in den Zeichnungen, daß die Vorrichtung 1 an einem Traktor oder dergleichen landwirtschaftlichem
Fahrzeug 7 vorne oder hinten anschließbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist sie vorne angeschlossen.
Dabei ist als Tragvorrichtung ein etwa vertikal angeordneter Mast 8 oder dergleichen Stützträger
vorgesehen, der insbesondere stufenlos, vorzugsweise hydraulisch in seiner Höhe verstellbar ist. Dies erlaubt
Anpassungen an unterschiedliche Rebstockhöhen und an unterschiedliche Geländeformen. Vor allem in F i g. 2
kann man die zweiteilige Ausbildung des Masten 8 deutlich erkennen, wobei der innere Teil 8a gegenüber
dem äußeren und unteren Teil 86 nach oben oder unten verstellt werden kann.
Vor allem in den F i g. 1 und 2 erkennt man auch einen etwa vertikalen Messerträger 9, der etwa parallel zu
dem Mast 8 vorgesehen ist und in seinem Abstand zu dem Mast durch Verschwenken oder seitliches Verstellen
veränderbar ist. Dabei erkennt man in den F i g. 3 und 4 zwei verschiedene Möglichkeiten, den Messerträger
9 gegenüber dem Mast zu fixieren und zu verstellen, wobei jedoch jeweils ein noch zu beschreibender
Rahmen zum Halten des Messerträgers 9 vorgesehen ist, der mit Hilfe eines Hydraulikzylinders 10 um eine
entsprechende Achse 11 etwa quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs 7 verschwenkt werden kann.
Gemäß den F i g. 1 und 3 sind zwischen einzelnen Messern 6, im Ausführungsbeispiel jeweils nach zwei
derartigen Messern 6, Horizontalführungen 12 für die Spanndrähte 5 der Rebzeilen vorgesehen. Als Horizontalführungen
12 dienen dabei sich konisch erweiternde Gabeln 12a, die an entsprechenden Haltestäben Hb
befertigt sind, die ihrerseits mit der Halterung des Messerträgers 9 verbunden sind. Vor allem in F i g. 1
erkennt man, daß die Horizontalführungen 12 in Fahrtrichtung gesehen schräg nach hinten gegen die
Rebzeile gerichtet sind, so daß eine gute Führung entlang der Spanndrähte 5 möglich ist, wodurch diese
von den Messern 6 abgehalten und gleichzeitig ruhig gehalten werden, was wiederum Schwingungen und
dergleichen an den Rebstöcken 4 vermeidet
Im Ausführungsbeispiel sind die Messer 6 als rotierende Messer ausgebildet. Es besteht jedoch auch
die Möglichkeit, als Messer parallele Messerbalken untereinander anzuordnen, die dann um den vertikalen
Messerträger 9 schwenkbar sein können.
Vor allem in F i g. 2 erkennt man noch, daß am oberen Ende der Halterung des Messerträgers 9 ein über die zu
bearbeitende Rebzeile 3 hinausragender, vorzugsweise verstellbarer Querträger 13 zum Anordnen eines die
dem Fahrzeug 7 abgewandte Seite der Rebzeile übergreifenden Schutzschirmes 14 vorgesehen ist. Der
Schutzschirm 14 hat im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 zumhdest bereichsweise zwischen den einzelnen
Messern 6 Andrückvorrichtungen 15 zum Zuführen der Rebentriebe auch von der dem Fahrzeug 7 abgewandten
Seite der Rebei.zeile in den Messerbereich.
Insbesondere anhand der F i g. 2 läßt sich erkennen, daß an dem Mast 8 ein gabelförmiger Rahmen 16 oder
dergleichen Tragvorrichtung für den eigentlichen Messerträger 9 vorgesehen ist, wobei die Achse 11 für
den eigentlichen Messerträger 9 einen Abschluß dieses Rahmens 16 bildet. Es sind jedoch auch andere Trag-und
Lagerkonstruktionen für die auf einer vertikalen Achse angeordneten und insgesamt mit ihrer vertikalen Achse
quer zur Fahrtrichtung bewegbaren Messer denkbar.
Die rotierenden Messer 6 können einen gegebenenfalls eigenen Antrieb, vorzugsweise einen Ölmotor
aufweisen. Vor allem bei einer Anordnung am hinteren Ende des Fahrzeugs 7 ist jedoch auch ein Antrieb von
diesem her möglich.
Zweckmäßigerweise sind die rotierenden Messer 6 auf einer gemeinsamen Welle 17 angeordnet, die den
Messerträger bildet oder gegebenenfalls als Hohlwelle den eigentlichen Messerträger umfaßt.
Auf ihrer Welle können die einzelnen Messer gegebenenfalls noch in der Höhe verstellbar und
festklemmbar sein, um z. B. unterschiedliche Spanndrahtabstände oder dergleichen von vorneherein zu
berücksichtigen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Beschneiden von Reben od. dgl. innerhalb einer Rebenreihe od. dgl, welche
Vorrichtung an einem Nutzfahrzeug anbringbar ist und rotierende oder schwenkbare, übereinander
angeordnete Messer aufweist, wobei die Messeran Ordnung insgesamt seitlich zur Fahrtrichtung verstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer (6) an einer etwa vertikalen Achse
(Messerträger (9)) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einzelnen Messern (6)
Horizontalführungen (12) für den oder die Spanndrähte (5) der Rebzeilen (3) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Horizontalführungen (12)
sich konisch erweiternde Gabeln (i2a) an den entsprechenden Haltestäben (i2b) vorgesehen sind,
die mit der Halterung des Messerträgers (9) od. dgl. verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Horizontalführungen
(12) in Fahrtrichtung gesehen schräg nach hinten gegen die Rebzeile (3) gerichtet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der
Halterung des Messerträgers (9) ein über die zu bearbeitende Rebenreihe hinausragender, vorzugsweise
verstellbarer Querträger (13) zum Anordnen eines die dem Fahrzeug (7) abgewandte Seite der
Rebzeile (3) übergreifenden Schutzschirmes (14) od. dgl. vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Messer
(6) relativ zu ihrer Welle in der Höhe verstellbar und festlegbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782815466 DE2815466C2 (de) | 1978-04-10 | 1978-04-10 | Vorrichtung zum Beschneiden von Reben o.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782815466 DE2815466C2 (de) | 1978-04-10 | 1978-04-10 | Vorrichtung zum Beschneiden von Reben o.dgl. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2815466A1 DE2815466A1 (de) | 1979-10-18 |
| DE2815466C2 true DE2815466C2 (de) | 1982-12-09 |
Family
ID=6036615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782815466 Expired DE2815466C2 (de) | 1978-04-10 | 1978-04-10 | Vorrichtung zum Beschneiden von Reben o.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1978-04-10 DE DE19782815466 patent/DE2815466C2/de not_active Expired
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| DE2815466A1 (de) | 1979-10-18 |
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