DE2813717A1 - Verfahren zum herstellen von metallgusstuecken - Google Patents
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270 Park Avenue, New York, N.Y. 10017, V.St.A.
Verfahren zum Herstellen von Metallgußstücken
Die Erfindung befaßt sich mit der Herstellung von Metallgußstücken;
sie betrifft insbesondere ein Verfahren zur Verbesserung der Güte von Gußstücken durch pneumatisches Raffinieren
der Schmelze vor dem Gießvorgang.
Metallische Gegenstände lassen sich in Abhängigkeit von ihrem Herstellungsverfahren in zwei Produktklassen unterteilen, und
zwar in geschmiedete oder auf andere Weise mechanisch verformte
Produkte und gegossene Produkte. Geschmiedete oder in anderer V/eise mechanisch verformte Teile werden gefertigt, indem
zunächst schmelzflüssiges Metall in eine Form gegossen und das
dabei erhaltene Zwischenprodukt dann durch Walzen, Ziehen, Extrudieren oder Schmieden mechanisch bearbeitet oder verformt
wird. Im Gegensatz dazu erfolgt die Herstellung von Gußteilen ohne die zweite Verfahrensstufe, d.h. ohne die mechanische Ver-
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formung des erstarrten Produkts. Während Gußteile im allgemeinen
wärmebehandelt werden und auch im Anschluß an den Gießvorgang mechanisch gereinigt, maschinell bearbeitet oder ausgebessert
werden können, erfahren sie keine plastische Verformung.
Dieser Unterschied zwischen einem mechanisch verformten und einem gegossenen Produkt, d.h. das Vorhandensein oder Fehlen
einer mechanischen Verformung, ist extrem wichtig, weil er dem Hersteller von mechanisch verformten Produkten Gelegenheit
gibt, verschiedene Fehler, die sich während der Erstarrung eingestellt haben können, zu korrigieren oder zu beseitigen.
Es ist beispielsweise bekannt, daß erstarrte Blöcke aus unberuhigtem Stahl zwar sehr gute Oberflächeneigenschaften haben,
jedoch unter der Oberfläche kleine Gasblasen aufweisen können. In ähnlicher Weise liegt bei den meisten stranggegossenen Stahlprofilen
ein Mittelbereich mit Schwindungsporosität vor. Dessen ungeachtet werden diese Blasen und Porositätsbereiche während
des anschließenden Walzens fast vollständig beseitigt; das mechanisch verformte Endprodukt ist praktisch frei von Anzeichen
auf die ursprüngliche Porosität.
In ähnlicher Weise stellen Oberflächenfehler in Blöcken, Brammen
und Knüppeln für den Hersteller von mechanisch verformten Produkten kein Problem dar, weil es sich dabei um Zwischenprodukte
handelt, die eine erhebliche mechanische Nachbearbeitung und
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plastische Deformation vor ihrem Versand erfahren. Wenn ferner
Oberflächenfehler auftreten, lassen sie sich durch Schleifen
oder Flämmen leicht beseitigen, bevor die weitere mechanische Verarbeitung erfolgt. Im Gegensatz dazu ist die Oberflächengüte
von Gußstücken sehr wichtig, weil Gußstücke ein Endprodukt darstellen
und jeder Fehler durch kostspieliges und zeitraubendes Handschleifen, Zurichten oder Abmeißeln beseitigt werden muß.
Der so verursachte Hohlraum muß dann durch Schweißen oder Auftragen
von Metall wieder ausgefüllt werden. Oberflächenausbesserungen können ferner die Dimensionsgenauigkeit und die mechanischen
Eigenschaften des Gußstückes beeinträchtigen.
Weil Blöcke, Brammen und Knüppel Zwischenprodukte darstellen, lassen sich daher gewisse Oberflächenfehler und interne Fehler
tolerieren, während dies für Gußstücke nicht der Fall ist, weil
Gußstücke unmittelbar in ihre endgültige Gestalt gegossen werden .
Die Metallgießereitechnik hatte daher lange Zeit unter einer Reihe von schwierigen Problemen zu leiden, die durch unbefriedigende
Gußstücke verursacht waren. Diese Probleme sind sowohl auf Oberflächenfehler als auch auf interne Fehler zurückzuführen.
Viele Oberflächenfehler können zwar mit Hilfe der vorstehend genannten kostspieligen Nachbearbeitungsverfahren ausgebessert
werden; Gußstücke mit internen Fehlern müssen dagegen häufig verschrottet, umgeschmolzen und umgegossen werden. Einige der
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häufig auftretenden Oberflächenfehler von Gußstücken sind
Warmrisse, Oberflächenrisse, rauhe Oberfläche und Gußblasen oder Lunker, deren Größe von Mikrolunkern bis Makrolunkern
reicht. Im allgemeinen liegt für die letztlichen Ursachen dieser Fehler keine ausreichende Erklärung vor. Infolgedessen erfordern
Schmelz- und Gießvorgänge eine umfangreiche Erfahrung und viele empirische Untersuchungen, wenn befriedigende Gußstücke
erhalten werden sollen. Interne Fehler sind in erster Linie auf Porosität und Einschlüsse zurückzuführen, die die
mechanischen Eigenschaften von Gußteilen nachteilig beeinflußen, d.h. insbesondere die Festigkeit, die Duktilität, die Zähigkeit
und die Schlagfestigkeit. Diese Fehler dürften, ebenso wie eine Reihe anderer Mangel, zu denen Versprödung, Alterungshärtung
und das Vorliegen von Fischaugen oder weißen Flecken gehören, mit dem Vorhandensein von unkontrollierten Mengen an
Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Phosphor und Schwefel in
der Schmelze zusammenhängen. Infolgedessen hat man in der
Gießereitechnik seit langem versucht, einwandfreie Gußstücke mit niedrigen oder vorbestimmten Gehalten an diesen fünf Elementen
zu erzeugen. Bei der Herstellung von Gußstücken aus rostfreiem Stahl, wo die Korrosionsbeständigkeit von hervorragender
Wichtigkeit ist, besteht außerdem häufig das Bestreben, fehlerfreie Gußteile mit niedrigen Kohlenstoffgehalten auszubilden.
Gußfehler werden herkömmlicherweise durch Nachbearbeitungsvorgänge
ausgebessert. Die meisten dieser Arbeiten sind in hohem
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Maße arbeitsintensiv und infolgedessen sehr kostspielig.
Außerdem besteht ein großer Teil der Nachbearbeitung aus Schleifvorgängen, die Staub erzeugen, der gesundheitsschädlich
sein kann. Ein Teil der Gußstücke läßt sich jedoch nicht ausbessern, weil die kritische Anwendung des betreffenden Teils
dies nicht gestattet. In solchen Fällen muß das fehlerbehaftete
Gußstück verschrottet werden. In der Gießereitechnik hat man daher seit langem nach einem Verfahren gesucht, das Gußstücke
sowohl hinsichtlich ihrer Oberflächengüte als auch ihrer physikalischen
Eigenschaften verbessert.
In der Gießereitechnik wurden verschiedene Techniken eingesetzt,
um Schmelzen vor dem Vergießen zu raffinieren und damit die Güte der erhaltenen Gußteile zu verbessern. Zu der Endstufe des
Schmelzvorganges gehört oft eine Reinigungs- oder Raffinierbehandlung,
deren Aufgabe es ist, das Mikrogefüge und die Reinheit des Gußstückes zu beeinflussen. Im Rahmen solcher Behandlungen
werden für gewöhnlich Gase eingeblasen oder dem Ofen
oder der Transportpfanne gewisse Reagenzien zugesetzt. Zu solchen
Behandlungen können Entkohlung, Entphosphorisierung, Desoxidation,
Entschwefelung und Entgasung gehören.
Bisher erfolgte die Entkohlung von schmelzflüssigem Stahl für
Gußteile in der Regel dadurch, daß Sauerstoff in die Schmelze durch eine sich verbrauchende Lanze hindurch eingeblasen wurde,
die durch eine Öffnung in den Ofen eingeführt wurde. Diese Art der Entkohlung ist jedoch vor allem für den Stahlwerker gefähr-
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lieh, weil er heißem Metall und Funken ausgesetzt wird und weil
er die Lanze normalerweise von Hand hält, was leicht zu Unfällen führen kann. Des weiteren ist diese Art der Entkohlung
häufig ungenau, weil der gesamte Sauerstoff nicht immer mit dem Bad reagiert. Daher ist es oftmals notwendig, den geschmolzenen
Stahl nachzublasen, weil anfänglich unzureichend Kohlenstoff beseitigt wurde. Schließlich neigen diese bekannten Entkohlungsverfahren
dazu, in großem Umfang Dämpfe und Rauch zu erzeugen, was gesundheitsgefährdend und umweltschädlich ist.
Weil bekanntlich das Vorhandensein von Sauerstoff für die Eigenschaften
von GuSteilen schädlich ist, wird in Gießereien das schmelzflüssige Metall vor dem Vergießen im allgemeinen desoxidiert.
Außerdem ist eine Desoxidation für gewöhnlich erforderlich, um die Bildung von Gußblasen während der Erstarrung zu
verhindern. Dies geschieht in der Regel durch die Zugabe von bekannten Desoxidationsmitteln, wie Silicium oder Aluminium,
und auch durch Einbringen von Spezialdesoxidationsmitteln wie "Calcibar" und "Hypercal" . Für die Herstellung von fehlerfreien·,
zähen Gußteilen ist es wichtig, vor dem Vergießen eine gut desoxidierte Schmelze auszubilden.
Die Entschwefelung von schmelzflüssigem Stahl für Gußteile geschah
bisher in der Regel dadurch, aaß im Ofen basische Schlacken
gebildet wurden, d.h. Schlacken, die ein hohes Verhältnis von Kalk zu Siliciumdioxid oder von Kalk zu Aluminiumoxid enthalten,
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und daß anschließend die Schlacken mit gut desoxidiertem Metall
gemischt wurden. Das Gleichgewicht zwischen der Schlacke und dem Metall bewirkt, daß der Schwefel von dem Metall in die
Schlacke übergeht. Dieser Prozess ist sehr langsam; er erfordert
oft mehrere Stunden, insbesondere wenn sehr niedrige Schwefelgehalte
(d.h. unter 0,005 %) erwünscht sind. Häufig ist es erforderlich, die Schlacke zu beseitigen und eine neue Schlacke
auszubilden. In einigen Fällen muß dies mehrmals wiederholt werden, um den gewünschten niedrigen Schwefelgehalt zu erzielen.
Dieses Vorgehen ist sehr arbeitsaufwendig und zeitraubend; der
Schmelzer wird geschmolzenem Metall und gesundheitsschädlichen Dämpfen in unnötig starkem Umfang ausgesetzt. Eine andere und
wesentlich kostspieligere Entschwefelungstechnik besteht darin, dem Ofen unmittelbar vor dem Abstechen oder der Transportpfanne
teure Schwefelausspülelemente, beispielsweise Calcium, Magnesium oder Seltenerden, zuzusetzen. Der Kostenaufwand dieses Vorgehens
und das Fehlen von reproduzierbaren Ergebnissen, sprechen gegen eine Anwendung in größerem Maßstab.
Zu bekannten Entgasungsbehandlungen gehören Vakuumschmelzen, Vakuumentgasen und Entgasen in der Weise, daß Spülgase, beispielsweise
Argon, durch die Schmelze hindurchgeblasen werden. Eine Argonentgasung in der Pfanne vor dem Vergießen kann zwar
die Qualität von Gußteilen verbessern, indem der Wasserstoff-
und der Sauerstoffgehalt der Schmelze gesenkt werden; es werden
jedoch nicht alle Verunreinigungen beseitigt; innerhalb der
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begrenzten verfügbaren Zeitdauer werden auch keine niedrigen Wasserstoffpegel erzielt. Weil die für das Entgasen verfügbare
Zeitspanne durch den Wärmeverlust des Entgasungsgefäßes genau
beschränkt ist, erwies es sich als unmöglich, den Gehalt an gelösten Gasen in einem für viele Anwendungsfälle ausreichenden
Maße zu senken. Die Entgasung als solche beseitigt keinen Schwefel; außerdem kann es erforderlich werden, die Schmelze
erneut zu erhitzen, um eine für das Vergießen ausreichende Fließfähigkeit zu erzielen.
Bisher wurden die oben erläuterten Maßnahmen in der Gießereitechnik
in dem Bemühen eingesetzt, fehlerfreie Gußteile herzustellen. Diese bekannten Verfahrensweisen sind jedoch kostspielig,
häufig ungenau oder nicht reproduzierbar, zeitraubend, im allgemeinen gesundheitsgefährdend und alles in allem ungeeignet,
um die Bedürfnisse der Praxis zu erfüllen. Infolgedessen sind für gewöhnlich noch immer extensive Ausbesserungsarbeiten an
Gußteilen nach dem Erstarren notwendig. Bei Gußteilen, die beispielsweise für Nuklearanwendungen bestimmt sind, überschreiten
die Kosten für Inspektion und Ausbesserung häufig den Materialwert der Gußteile selbst.
Während der vergangenen 25 Jahre wurden von den Herstellern von mechanisch verformten Stahlprodukten große Fortschritte hinsichtlich
einer Verbesserung der Verarbeitungsverfahren für schmelzflüssige Metalle erzielt, und zwar insbesondere durch Übernahme
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der jetzt geläufigen Raffinierverfahren wie das basische
Sauerstoff-Aufblaskonverterverfahren, das AOD-Verfahren,
das OBM- oder Q-BOB-Verfahren und das LWS-Verfahren. Diese
Verfahren sind beispielsweise in den US-PSen 2 8CXD 631 ,
3 252 790, 3 706 549, 3 930 843 bzw. 3 844 768 näher erläutert. Die Herstellung von mechanisch verformten Stählen mit
vorbestimmten Gehalten an Kohlenstoff, Phosphor, Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff ist jetzt auf wirtschaftliche
Weise möglich, indem eines oder in Kombination mehrere der oben genannten Verfahren sorgfältig ausgewählt
werden. In der Gießereitechnik wurden jedoch vergleichbare Fortschritte nicht erzielt. Es werden zwar Erzeugnisse mit
niedrigen oder vorbestimmten Gehalten an einem oder vielleicht
zwei der oben genannten sechs Elemente hergestellt; die Fertigung von Gußteilen mit niedrigen oder vorbestimmten Gehalten
an allen sechs Elementen war jedoch bis jetzt nicht möglich; infolgedessen waren auch der Wert oder die Vorteile, alle sechs
Elemente beherrschen zu können, bislang nicht bekannt.
Die pneumatische Behandlung von schmelzflüssigem rostfreiem
Stahl für die Herstellung von mechanisch verformtem Stahl durch gleichzeitiges Einblasen von Argon und Sauerstoff in die
Schmelze, ein Verfahren das allgemein als AOD-Verfahren bezeichnet wird, hat in rostfreie Stähle erzeugenden Stahlwerken
verbreitete kommerzielle Aufnahme für die Fertigung von mechanisch
verformten Produkten gefunden. Das grundlegende AOD-Raffinierverfahren
ist aus der US-PS 3 752 790 bekannt. Eine
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Verbesserung dieses Verfahrens bezüglich eines programmierten Blasens der Gase ist in der US-PS 3 O46 1O7 beschrieben. Die
Verwendung von Stickstoff in Kombination mit Argon und Sauerstoff zur Erzielung vorbestimmter Stickstoffgehalte ist aus
der US-PS 3 754 894 bekannt. Eine Abwandlung des AOD-Verfahrens
ist in der US-PS 3 867 135 erläutert; dabei werden Wasserdampf oder Ammoniak in Kombination mit Sauerstoff zum Raffinieren von
schmelzflüssigem Metall benutzt.
Es ist festzuhalten, daß bislang keines der oben erwähnten
pneumatischen Verfahren zum Raffinieren von Schmelzen in der Gießereitechnik für die Herstellung von Gußteilen eingesetzt
wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberflächengüte,
die interne Güte und die physikalischen Eigenschaften von Gußteilen
zu verbessern. Es soll ein Verfahren zur Herstellung von Gußteilen durch pneumatisches Raffinieren der Schmelze vor dem
Vergießen geschaffen werden. Die Ausbeute an brauchbaren Gußteilen soll gesteigert werden.
Es wurde gefunden, daß Gußteile von bisher nicht erreichter Qualität hergestellt werden können, indem die Schmelze in einem
gesonderten Gefäß vor dem Vergießen pneumatisch raffiniert wird. Derartige Gußteile haben eine unerwartet überlegene Oberflächengüte
und interne Güte.
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Ein Verfahren zum Herstellen von Fertigprodukte bildenden Metallgußstücken
(Formgußstücken) mit verbesserter Oberflächen- und Innengüte, bei dem (a) vorbestimmte Chargenstoffe in einem
Ofen geschmolzen werden, (b) die Schmelze raffiniert wird, (c) die Schmelze in eine Form gegossen wird, (d) die Schmelze in
der Form zum Erstarren gebracht wird und (e) das Gußstück aus
der Form entfernt wird, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß
(1) die Schmelze vom Schmelzofen in ein mit
mindestens einer eingetauchten Blasform versehenes Raffiniergefäß überführt wird und
(2) die Schmelze raffiniert- wird, indem (a)
in die Schmelze über die Blasform(en) ein sauerstoffhaltiges
Gasgemisch eingeblasen wird, das 10 % bis 90 % Verdünnungsgas enthält, und (b) danach über die Blasform(en) ein Durchblasgas
in die Schmelze eingeblasen wird.
Vorzugsweise wird der sauerstoffhaltige Gasstrom von einem ringförmigen
Strom aus einem Schutzfluid umgeben.
Der vorliegend benutzte Begriff "raffinieren" soll einen oder
mehrere der folgenden Effekte einschließen: Entkohlung, Entphosphorisierung,
Entschwefelung, Entgasung, Desoxidation, Gaslegieren, Verunreinigungsoxidation, Verdampfen von Verunreinigungen,
Schlackeverringerung sowie Flotation und Homogenisierung
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von nichtmetallischen Verunreinigungen. Das vorliegend beschriebene
Verfahren ist für das Raffinieren von beliebigen Eisen-, Kobalt- oder Nickelbasislegierungen geeignet; der
Begriff "Metall" wird vorliegend in diesem Sinne benutzt.
Unter dem Begriff "Verdünnungsgas" sollen vorliegend ein oder mehrere Gase verstanden werden, die dem Sauerstoffstrom zugesetzt
werden, um den Partialdruck des Kohlenmonoxids in den Gasblasen zu senken, die während der Entkohlung der Schmelze
gebildet werden und/oder um die Sauerstoffzufuhrmenge zu der
Schmelze zu ändern, ohne daß eine wesentliche Änderung der Gesamtdurchflußmenge der eingeblasenen Gase erfolgt. Zu geeigneten
Verdünnungsgasen gehören Argon, Helium, Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Wasserdampf und Kohlenwasserstof
f gase , beispielsweise Methan, Äthan, Propan und Erdgas. Argon stellt das bevorzugte Verdünnungsgas dar.
Der vorliegend verwendete Begriff "Schutzfluid" soll ein oder
mehrere Fluide umfassen, die das sauerstoffhaltige Gas umgeben und die Blasform sowie die umgebende feuerfeste Auskleidung
gegen übermäßigen Verschleiß schützen. Zu geeigneten Schutzfluiden gehören Argon, Helium, Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenmonoxid,
Kohlendioxid, Kohlenwasserstof ffiuide (Gas oder Flüssigkeit) und Wasserdampf. Methan, Äthan, Propan oder Erdgas sind
geeignete Kohlenwasserstoffgase. Dieselöl Nr. 2 stellt einen
zweckentsprechenden flüssigen Kohlenwasserstoff dar. Vorzugs-
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weise wird Argon als Schutzfluid benutzt.
Unter dem Begriff "Durchblasgas" sollen vorliegend ein oder
mehrere Gase verstanden werden, deren Funktion es ist, Verunreinigungen aus der Schmelze durch Verdampfung oder. Überführung
in die Schlacke durch Einschluß in der Schlacke oder Reaktion mit der Schlacke zu beseitigen. Zu zweckentsprechenden Durchblasgasen
gehören Argon, Helium, Stickstoff und Wasserdampf. Argon stellt das bevorzugte Durchblasgas dar.
Unter Gußstücken mit verbesserter oder überlegener Oberflächengüte
werden Formgußstücke oder Fertigprodukte bildende Gußstücke verstanden, die im Vergleich zu bekannten Gußteilen weniger
Reinigung, Schleifen, Abmeißeln, Schweißen oder andere Ausbesserung erfordern. Eine derartige verbesserte Oberflächengüte läßt
sich als vermindertes Auftreten von Fehlern nachweisen, beispielsweise durch Farbstoffeindringversuche oder magnetische Oberflächenprüfung
.
Unter Gußstücken mit verbesserter oder überlegener Innengüte werden Fertigprodukte bildende Gußstücke oder Formgußstücke verstanden,
die im Vergleich zu bekannten Gußteilen eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen: geringeres Maß an
Einschlüssen, kleinere Korngröße im frischvergossenen Zustand, verminderte Innenporosität, geringere Neigung zur Wasserstoffflockenbildung
während maschineller Bearbeitung, vermindertes
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Auftreten von Fehlern bei Inspektion durch Röntgenverfahren
oder bessere physikalische Eigenschaften, beispielsweise Zähigkeit.
Die Erfindung ist im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Die beiliegende Figur zeigt einen Querschnitt eines bevorzugten Raffiniergefäßes oder Konverters
zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens.
Es war zu erwarten, daß die Anwendung einer pneumatischen
Raffinierung für die Behandlung von Stahlschmelzen für Gußteile
zu den meisten der chemischen Vorzüge führt, die beim Raffinieren von schmelzflüssigem Stahl für die Herstellung von mechanisch
verformten Stahlprodukten erhalten werden. Insbesondere war zu erwarten, daß gewisse Verbesserungen der Innengüte zu erzielen
sind durch bessere Desoxidation der Schmelze, bessere Abtrennung der Desoxidationsprodukte und Erzielung niedrigerer Schwefel-
und Wasserstoffgehalte. Es wurde jedoch überraschenderweise
festgestellt, daß eine pneumatische Raffinierung der vorliegend
beschriebenen Art zu Verbesserungen der Oberflächengüte von Gußstücken
führt, die alle Erwartungen übertreffen, daß Gußteile mit wesentlich verbesserter Festigkeit, Duktilität und Zähigkeit
erhalten werden, und daß es möglich wird, Gußstücke aus niedrig legierten Stählen und Kohlenstoffstählen herzustellen, deren
Güte diejenige von bekannten Gußteilen weit übertrifft.
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Das vorliegend erläuterte Verfahren gestattet es Gießereien
befriedigende Gußstücke wesentlich verläßlicher herzustellen;
außerdem können Gußteile mit höherer Qualität gefertigt werden. Insbesondere zeichnet sich die Oberfläche der erhaltenen
Gußstücke durch weniger Risse und Warmrisse aus. Außerdem wurde gefunden, daß die Anwendung des vorliegenden Verfahrens zu
einer glatteren Gußstückoberfläche führt, was das Ergebnis einer verminderten Wechselwirkung zwischen der Sandform und
der Schmelze sein dürfte. Es zeigte sich ferner, daß die physikalischen Eigenschaften der Gußteile in unerwartetem Maße verbessert
sind. Die Verbesserungen dürften in Verbindung stehen mit dem geringeren Ausmaß an Einschlüssen, der verminderten
Wasserstoffflockenbildung und der kleineren Porosität, die bei
Gußstücken anzutreffen sind, die entsprechend dem vorliegenden
Verfahren hergestellt werden. Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelter schmelzflüssiger Stahl hat bei gleicher
Temperatur eine höhere Fließfähigkeit oder Fluidität als unbehandeltes
Metall, was zu besseren Gußstücken führt, weil das* Metall in kleinere und komplizierter gestaltete Hohlräume einströmen
kann als die nichtraffinierte Schmelze. Alternativ
läßt sich die gleiche Fließfähigkeit bei niedrigerer Gießtemperatur erzielen. Auch dies trägt zu verbesserter Oberflächengüte
der Gußteile bei.
Die vorliegend erläuterte pneumatische Raffinierbehandlung kann
mit Vorteil bei beliebigen Eisen- oder Stahlschmelzen verwendet
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werden; sie läßt sich auch bei Kobalt- und Nickellegierungen
benutzen, wie sie normalerweise für die Herstellung von Metallgußteilen
vorgesehen werden. Das erläuterte Verfahren erwies sich jedoch als besonders günstig für die Behandlung von
ferritischen und austenitischen rostfreien Stählen, niedriglegierten Stählen und Kohlenstoffstählen. Spezielle Vorteile
werden im Falle von Gußteilen erhalten, die aus Stählen wie WC6 und HY8O gefertigt werden, die gegenüber Wasserstoffflockenbildung
und Warmrissbildung empfindlich sind. Stähle hoher Festigkeit, wie beispielsweise HY13O, die normalerweise ein
umfangreiches Abmeißeln, Schleifen, Schweißen zur Ausbesserung
von Gußfehlern erfordern, werden durch das vorliegende Verfahren wesentlich verbessert, was beträchtliche Kosteneinsparungen
bei der Nachbearbeitung zur Folge hat. Austenitische rostfreie
Stähle wie CN7M, CH2O, CK2O, 31OL und 347L, die bisher ohne
Riß- oder Mikrorißbildung extrem schwierig zu vergießen waren,
können unter Anwendung des vorliegenden Verfahrens problemlos gegossen werden, ohne daß die Gefahr einer Rißbildung besteht.
Die Vorteile des vorliegenden Verfahrens, das für kleine, einfache
Gußteile ebenso anwendbar ist wie bei komplizierten oder großen Gußstücken, sind von besonderer Bedeutung, wenn Hochqualitätsgußteile
hergestellt werden, wie sie beispielsweise für Pumpen und Turbinen notwendig sind, die im Flugzeugbau,
Schiffsbau und für Nuklearkraftanlagen eingesetzt werden.
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Zu weiteren Vorteilen, die sich zusätzlich zu den vorstehend erläuterten, überraschenden Ergebnissen aus der Anwendung des
vorliegenden Verfahrens ergeben, gehören Einsparungen an Rohstoffen infolge von minimaler Oxidation an schmelztlüssigem
Metall und die Möglichkeit, Chargenstoffe von geringerer Qualität einzusetzen. Ein gesteigerter Ausstoß ist ferner auf die
größere Genauigkeit bei der Erzielung der angestrebten chemischen Zusammensetzung der Schmelze und auf weniger Ausschuß
infolge verbesserter Qualität der Gußteile zurückzuführen.
Bei der praktischen Durchführung des vorliegenden Verfahrens
kann das Schmelzen der Chargenstoffe in beliebiger bekannter
Weise erfolgen. Zu den am weitesten verbreiteten Gießereischmelzöfen gehören mit Brennstoff befeuerte Herd- oder Tiegelöfen
sowie Elektroöfen mit Widerstands-, Induktions- oder Lichtbogenbeheizung.
Die beiden letztgenannten Ofentypen werden bevorzugt benutzt. Im Anschluß an das Schmelzen der Chargenstoffe
wird die Schmelze mittels einer Pfanne überführt oder auf andere
Weise in den pneumatischen Konverter nach Fig. 1 gegossen.
Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt eines bevorzugten Raffiniergefäßes
1 zur Verwendung im Rahmen des vorliegenden Verfahrens. Das Gefäß 1 weist einen äußeren Stahlmantel 2 auf, der mit einem
Tragring 3 lösbar verbunden ist. Der Tragring und damit auch das Gefäß sind durch Verbindung mit einem (nicht gezeigten) Antrieb
kippbar, um das Auffüllen, die Probenentnahme, die Schlackebe-
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seitigung und das Abstechen zu erleichtern. Der Mantel 2 ist
mit einer basischen feuerfesten Ausmauerung 4 ausgekleidet. Vorzugsweise wird mit lösbar angebrachten Mänteln gearbeitet,
weil mehrere Mantel erforderlich sind, um einen ununterbrochenen Betrieb aufrechtzuerhalten. Während ein Mantel im Einsatz steht,
werden ein oder mehrere Ersatzmäntel neu ausgemauert. Eine waagrecht verlaufende, von konzentrischen Rohren ausgebildete
Blasform 5 sitzt in der Seitenwand des Gefäßes nahe dem Boden des Gefäßes, um die Fluide einzublasen. Falls erwünscht, können
Blasformen zusätzlich zu den oder an Stelle der Blasformen in
der Seitenwand auf dem Boden des Gefäßes angeordnet sein. Vorzugsweise
wird jedoch mit mindestens zwei Blasformen gearbeitet, die sich in der Seitenwand des Gefäßes nahe dem Boden befinden
und derart horizontal verlaufen, daß eine asymmetrische Anordnung erhalten wird. Das heißt zwei Blasformen sollten jeweils
nicht so angeordnet sein, daß ihre Achsen und damit auch die eingeblasenen Fluidströme einander diametral gegenüberstehen.
Durch eine asymmetrische Anordnung der Blasformen wird das Durchmischen der Schmelze mittels der eingeblasenen Gase verbessert.
Die Blasform 5 besteht aus einem Innenrohr 6 und einem konzentrischen Außenrohr 7. Sauerstoff wird allein oder im Gemisch mit
einem Verdünnungsgas durch das Innenrohr 6 eingeblasen, während das Schutzgas durch das Außenrohr 7 der Blasform hindurch eingebracht
wird. Das Schutzgas bildet einen schützenden, ringförmigen Mantel um den Sauerstoffstrom herum aus; dieser Mantel
schützt die feuerfeste Auskleidung gegen rasche Zerstörung.
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Der Druck der Fluide muß ausreichend groß sein, damit die
Fluide in die Schmelze eindringen können. Vorzugsweise sind die absoluten Drücke der Fluide an den Blasformeinlassen sowohl
des Mittelkanals als auch des Ringkanals mindestens doppelt so hoch wie die absoluten Drücke der Fluide an den Auslassen
.
Eine detaillierte Beschreibung eines Gefäßes sowie von Blasformen,
die sich zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens eignen, findet sich in der US-PS 3 7O3 279. Das Durchblasgas
kann in die Schmelze über die gleiche Blasform oder Blasformen
eingeblasen werden, die auch für den Sauerstoffstrom verwendet
werden, oder aber über gesonderte Blasformen; ersteres ist vorzuziehen.
Vorzugsweise wird, nachdem der Sauerstoffblasvorgang
abgeschlossen ist, das Durchblasgas über dem Mittelkanal der
Blasform und durch den Ringkanal hindurch eingeblasen, um zu verhindern, daß schmelzflüssiges Metall zurück in die Blasform
strömt, wo es erstarren würde.
Die Metallraffinierphase des vorliegenden Verfahrens wird durchgeführt,
indem Sauerstoff und ein Verdünnungsgas sowie ein Schutzfluid (wobei es sich bei beiden um Argon handeln kann)
in die Schmelze durch die eingetauchten Blasformen hindurch eingeblasen werden. Die Entkohlung, d.h. die Reaktion des eingeblasenen
Sauerstoffs mit Kohlenstoff in der Schmelze, führt zu einer gesteuerten Oxidation der Badkomponenten und erzeugt War-
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me, die die Badtemperatur aufrechterhält. Die Schmelze wird
anfänglich mit einem hohen Verhältnis von Sauerstoff zu Verdünnungs-
und Schutzgas geblasen. Je nach der Zusammensetzung des zu raffinierenden Stahls kann das Verhältnis von Sauerstoff
zu Verdünnungsgas und Schutzfluid abgesenkt werden, und zwar im allgemeinen in mehreren Stufen, um während des gesamten
Blasvorganges günstige thermodynamische Bedingungen bei sinkenden Sauerstoffgehalten aufrechtzuerhalten.
Weil der Sauerstoff und andere Gase unterhalb der Oberfläche der Schmelze und mit hoher Geschwindigkeit eingeleitet werden,
findet eine ausgezeichnete Durchmischung innerhalb der Schmelze statt; es kommt zu einem innigen Kontakt zwischen Gas und
Metall sowie zwischen Schlacke und Metall. Infolgedessen wird
die Reaktionskinetik aller chemischen Prozesse, die innerhalb des Gefäßes ablaufen, wesentlich verbessert. Dies gestattet
eine Entschwefelung auf sehr niedrige Werte (unter 0,005 %)
in der Regel innerhalb einer Blasdauer von weniger als zehn Minuten und ohne Zugabe von kostspieligen Entschwefelungsmitteln
wie Calcium, Magnesium oder Seltenerden. Die Entphosphorisierung von Legierungen, die weniger als ungefähr 1 % Chrom
enthalten, läßt sich leicht verwirklichen, indem das Bad auch unter O,1 % Kohlenstoff unter Verwendung eines Gasgemischs entkohlt
wird, das mindestens 75 % Sauerstoff enthält. Die so gebildete phosphorhaltige Schlacke muß dann abgezogen werden, bevor
mit einem Durchblasgas geblasen wird oder Reduzierungsmit-
809840/1047
tel, Desoxidationsmittel oder Entschwefelungsmittel zugesetzt
werden.
Weitere wesentliche Vorzüge des vorliegenden Verfahrens sind
eine sehr enge Beherrschung des Endkohlenstoffgehalts sowie
sehr niedrige Restwerte an Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff. Typische Restwerte dieser drei Elemente, wie sie bei der praktischen Durchführung des vorliegenden Verfahrens erhalten werden, sind in der Tabelle I zusammengestellt.
eine sehr enge Beherrschung des Endkohlenstoffgehalts sowie
sehr niedrige Restwerte an Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff. Typische Restwerte dieser drei Elemente, wie sie bei der praktischen Durchführung des vorliegenden Verfahrens erhalten werden, sind in der Tabelle I zusammengestellt.
rostfreier niedriglegierter Stahl Stahl
Sauerstoff 4O-7O ppm 20-50 ppm
Wasserstoff 2-4 ppm 1-3 ppm
Stickstoff 150-200ppm 20-50 ppm
Des weiteren werden in der Schmelze vorhandene Mengen an Blei
und Zink auf Werte abgesenkt, die metallurgisch harmlos sind.
Aufgrund der mittels des vorliegenden Verfahrens erhaltenen
synergistischen Ergebnisses, d.h. niedriger Gasgehalt (Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff) in Verbindung mit niedrigem Schwefelgehalt und erhöhter Fließfähigkeit der Schmelze, werden Gußstücke von bisher nie erreichter Oberflächengüte, innerer
synergistischen Ergebnisses, d.h. niedriger Gasgehalt (Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff) in Verbindung mit niedrigem Schwefelgehalt und erhöhter Fließfähigkeit der Schmelze, werden Gußstücke von bisher nie erreichter Oberflächengüte, innerer
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Reinheit und verbesserten mechanischen Eigenschaften erzielt.
In der untenstehenden Tabelle II sind die chemischen und physikalischen
Eigenschaften von zwei Gußstücken aus rostfreiem
Stahl CA6NM miteinander verglichen, wobei entsprechend der
ASTM-Spezifikation A296 das eine auf herkömmliche Weise und
das andere .mittels des vorliegenden Verfahrens hergestellt
wurde.
| TABELLE II | Chemische Zu | C | ASTM Spez. | bekannt | Erfindung |
| sammen se tzung | Mn | A296 | |||
| (30 | Si ■ | ||||
| Cr | O,O6 max. | O.O5 | Ο.Ο26 | ||
| Ni | 1,0O max. | O,6O | 0,47 | ||
| Mo - | 1,OO max. | O, 55 | 0,96 | ||
| S | 11,5 - 14,0 | 1 2, 7O | 12,81 | ||
| P | 3,5 - 4,5 | 3,80 | 4,00 | ||
| Mechanische Eigenschaften | 0,40- 1 ,OO | 0,50 | 0, 57 | ||
| Zugfestigkeit (N/mm ) | Ο,Ο3 max. | 0,025 | 0,022 | ||
| Streckgrenze (N/mm ) | O,Ο4 max. | O.O2O | 0.O25 | ||
| Dehnung {%) | |||||
| Einschnürung (%) | 758,4 min. | 792,9 | 846,7 | ||
| Kerbschlagzähigkeit | 551,6 min. | 689,5 | 746,7 | ||
| 15 min. | 20 | 21 | |||
| 35 min. | 60 | 67 | |||
| keine | 8,8 | 10,4-10,8 | |||
Charpy V bei Raumtemperatur (J)
Aus der Tabelle II ist zu erkennen, daß das entsprechend dem
vorliegenden Verfahren hergestellte Gußteil in jeder Hinsicht und insbesondere bezüglich der Kerbschlagzähigkeit, überlegen
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ist. Der Unterschied in der Zähigkeit ist noch stärker beeindruckend,
wenn man berücksichtigt, daß bei diesem speziellen Gußteil der Schwefelgehalt 0,022 % an Stelle des üblichen Wertes
von weniger als 0,01 % betrug, wie er sich mit dem pneumatischen
Raffinieren erzielen läßt. In diesem Falle war keine spezielle Entschwefelungsbehandlung vorgesehen.
Mit hochfesten Legierungen wie HY-13O wurde eine 85 %ige Ver
besserung der Kerbschlagzähigkeit für ein entsprechend dem
vorliegenden Verfahren hergestelltes Gußteil gegenüber einem Gußteil der gleichen Legierung erzielt, das aus vakuumentgastem
Metall gefertigt wurde. Eine derart hohe Kerbschlagzähigkeit übertrifft jede bisher erzielte Kerbschlagzähigkeit von
Gußxeilen aus dieser Legierung bei weitem.
Ein elektrischer Lichtbogenofen wurde mit 2853 kg ΗΥ-80-Schrott,
2662 kg Flußstahlschrott und 136 kg Kalk beschickt. An die
Elektroden wurde Spannung angelegt; die Charge wurde innerhalb ungefähr einer Stunde geschmolzen. Im Anschluß an das Niederschmelzen
wurde die Zusammensetzung in herkömmlicher Weise eingestellt, um die unten angegebene Zusammensetzung beim Abstechen
aus dem Ofen sowie eine Temperatur von ungefähr 1700 C zu erzielen
.
809840/1047
Die genannte Schmelze wurde aus dem Lichtbogenofen in eine
Transportpfanne abgestochen und dann in das Raffiniergefäß eingebracht.
227 kg Kalk, 45 kg MgO und 27 kg Aluminium wurden der Charge zugesetzt. Zu Anfang des pneumatischen Raffiniervorganges
lag die Temperatur der Schmelze bei 1593 C. Die Schmelze
wurde über zwei eingetauchte, waagrechte, aus konzentrischen Rohren aufgebaute Blasformen geblasen, die in der unteren Seitenwand
eines feuerfest ausgekleideten Raffiniergefäßes der in
der Fig. veranschaulichten Art asymmetrisch angeordnet waren.
Das Blasgas, das aus Sauerstoff verdünnt mit Argon bestand, wurde durch das Innenrohr der Blasformen hindurch eingeblasen. Argon
wurde als Schutzfluid benutzt und durch den Ringkanal der Blasformen hindurch eingeblasen. Das Verhältnis der Sauerstoffdurchflußmenge
zu derjenigen der kombinierten Argonströme betrug 3:1. Insgesamt wurden 60,9 m Sauerstoff eingeblasen. Die
kombinierte Gasdurchflußmenge der eingeblasenen Gase lag bei
ungefähr 170 Nm /h. Ungefähr 9 Minuten nach Beginn des Blasvorganges
wurden 5,O kg Chrom und 8,2 kg normalen Mangans der Schmelze zugesetzt. Am Ende des Blasvorgangs betrug die Temperatur
der Schmelze 1693° C; der Kohlenstoffgehalt lag bei 0,10 %.
Im Anschluß an die Zugabe von 50 % FeSi in einer Menge von 45,4 kg wurde die Schmelze durchgeblasen und umgerührt, indem
Argon in einer Menge von ungefähr 113 Nm /h 4 Minuten lang durch beide Kanäle beider Blasformen hindurch eingebracht wurde.
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Die Temperatur der Schmelze lag zu diesem Zeitpunkt bei
1361 C. Die Schmelze wurde dann in herkömmlicher Weise desoxidiert
und mit Argon 2 weitere Minuten lang durchgeblasen, bevor sie in eine Stopfenpfanne zum anschließenden Vergießen
in Formen abgestochen wurde. Die Zusammensetzung des Ofenabstichs und die Endzusammensetzung der raffinierten Schmelze
beim Abstechen sind nachfolgend zusammengestellt.
Analyse %C %Mn %5i %Cr %Ni %Mo %P %S
Ofenabstich 0,32 O,54 O,55 1,29 2,85 O.43 0,014 O.OO4
raffinierte
Schmelze O.1O 0,61 0,35 1,49 2,97 O,42 O.O17 0,001
Für Vergleichszwecke wurde eine konventionell verarbeitete
Charge aus HY-80 (einem niedriglegierten Stahl) wie folgt hergestellt.
Ein elektrischer Lichtbogenofen wurde mit 6804 kg HY-8O-Schrott, 24,9 kg Chrom, 6387 kg Flußstahlschrott und
272 kg Kalk beschickt. An die Elektroden wurde Spannung angelegt; die Charge wurde innerhalb von etwa 75 Minuten geschmolzen
und auf 1266 C erhitzt. Dann wurden in das Bad ungefähr 113 Nm /h Sauerstoff über eine von Hand gehaltene, abschmelzende
Lanze eingeblasen. Die dabei gebildete Schlacke wurde abgestrichen; es wurde eine Badtemperatur von 1293 C gemessen.
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Dann wurden der Schmelze zugesetzt:
90,7 kg Kohlenstoff, 226,8 kg 50%-FeSi, 226,8 kg Kalk, 99,8 kg
Chrom, 129,3 kg Ni und 29,9 kg MoO3.
Den Elektroden wurde erneut Strom zugeführt; innerhalb einer Zeitspanne von 45 Minuten wurde die Badtemperatur auf 1370 C
gesteigert. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine vorläufige Probe
entnommen, deren Zusammensetzung unten angegeben ist. Danach wurden 226,8 kg Kalk, 90,7 kg Chrom, 61,2 kg Ni und 12,7 kg
FeMo zugesetzt. Die Schmelze wurde weiter entkohlt, indem über eine von Hand gehaltene, abschmelzende Lanze 19O Nm Sauerstoff
eingeblasen wurden. Nach einer Blasdauer von ungefähr 20 Minuten wurde ein Kohlenstoffgehalt von O,O7 % gemessen. 124,7 kg
SiMn und 59,4 kg 75%-FeSi wurden zugesetzt; dieCharge wurde sofort
abgestochen; eine Probe wurde untersucht. Die Endzusammensetzung des Abstichs ist gleichfalls unten angegeben.
Analyse %C %Mn %Si %Cr %Hi %Mo %P %S
vorläufig 0,63 O,26 1,06 0,93 2,32 0,34 0,016 0,006
Abstich O.1O O,63 0,47 1,4O 2,79 O,40 0,015 0,007
In der untenstehenden Tabelle III sind die physikalischen Eigenschaften
der Gußstücke einander gegenübergestellt, die aus den
Schmelzen entsprechend den vorstehend angegebenen Beispielen 1 und 2 hergestellt wurden, wobei beide in herkömmlicner Weise
eine im wesentlichen gleiche Wärmebehandlung erfuhren.
8098 4 0/1047
TABELLE III (HY-80)
Zugfestigkeit (N/mm2) 708,4 705,5
Streckgrenze (N/mm ) 601,2 606,0
Dehnung (%) 22 21
Einschnürung {%) 55 53
Kerbschlagzahigkeit bei 7,9;13,6;14,6 6,O;6,1;5,O
38 C - Charpy V (J)
Aus der Tabelle III ist zu erkennen, daß sämtliche Eigenschaften
der Gußstücke im wesentlichen die gleichen sind, bis auf die wesentlich verbesserte Kerbschlagzähigkeit der Gußteile,
die entsprechend dem vorliegenden Verfahren hergestellt wurden. Man würde erwarten, daß ähnliche Eigenschaften erhalten werden,
weil sowohl die chemische Zusammensetzung als auch die Wärmebehandlung der Gußstücke im wesentlichen die gleichen waren.
Die erhöhte Kerbschlagzähigkeit dürfte die verbesserte interne Reinheit der Schmelze widerspiegeln, die mit dem vorliegenden
Verfahren erzielt wurde. Während dieser Anstieg der Zähigkeit als solcher eine betrachtliche Verbesserung der Güte des Gußstuckes
darstellt, wurde eine zusätzliche Verbesserung von großer Wichtigkeit beim Reinigen und Nachbearbeiten der Gußteile
beobachtet. Die aus der Schmelze des Beispiels 1 hergestellten Gußstücke erforderten erheblich weniger Reinigung,
Schleifen, Schweißen und andere Ausbesserungsarbeiten als die bekannten Gußteile aus der Schmelze des Beispiels 2. Diese Verbesserung
vjar unerwartet und aufgrund der bisherigen Erfahrun-
8 O 9 8 h O / I O h 7
gen nicht voraussehbar; sie ist für die Gießereitechnik von
großer Bedeutung, weil die damit verbundenen Arbeitseinsparungen einen wesentlichen Teil des Wertes des Gußstückes ausmachen
.
Zusätzlich zu den vorstehend erläuterten überraschenden Verbesserungen
wurden weitere Verbesserungen an HY-80-Gußteilen festgestellt, die entsprechend dem vorliegenden Verfahren hergestellt
wurden. Beispielsweise waren bei einem erfindungsgemäß gefertigten Experimentiergußstück nur 5 Reparaturschweißungen
verglichen mit 95 Reparaturschweißungen erforderlich, die bei dem gleichen Gußstück notwendig waren, das auf konventionelle
Weise gefertigt worden war. Des weiteren zeigten erfindungsgemäß
hergestellte Gußteile selbst bei Querschnittsabmessungen von 33 cm keine Wasserstoffflockenbildung.
Ein elektrischer Lichtbogenofen wurde mit 4058 kg Schrott aus
rostfreiem 18-8-Stahl, 18,1 kg Kohlenstoff und 226,8 kg Kalk
beschickt. Den Elektroden wurde Strom zugeführt; die Charge wurde geschmolzen. Im Anschluß an das Herunterschmelzen wurde
die Zusammenstellung in konventioneller Weise eingestellt, um eine Ofenabstichzusammensetzung der unten angegebenen Art und
eine Temperatur von ungefähr 1704 C zu erreichen.
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Die Schmelze wurde aus dem Lichtbogenofen in eine Transportpfanne
abgestochen und dann in das Raffiniergefäß eingebracht.
Der Charge wurden 226,8 kg Kalk zugesetzt. Zu Beginn der pneumatischen
Raffinierbehandlung betrug die Temperatur der Schmelze
1320 C. Die Schmelze wurde über zwei eingetauchte, waagrechte,
aus konzentrischen Rohren bestehende Blasformen geblasen, die in der unteren Seitenwand eines Raffiniergefäßes der
in der Fig. gezeigten Art asymmetrisch angeordnet waren. Das
Blasgas bestand aus mit Argon verdünntem Sauerstoff, der über
die mittleren Rohre eingeblasen wurde. Argon wurde als Schutzfluid
durch die Ringkanäle der Blasformen hindurch eingebracht. Das Verhaltnis von Sauerstoff zu den kombinierten Argondurchflußmengen
betrug 3:1 . Insgesamt wurden 51 m Sauerstoff eingebracht. Die kombinierte Durchflußmenge der eingeblasenen Gase
(d.h. Sauerstoff plus Argon) betrug ungefähr 198 Nm /h. Nach
einer Blasdauer von 21 Minuten bei dem 3:1-Verhältnis betrug
die Temperatur der Schmelze 1415 C, während der Kohlenstoffgehalt
bei 0,15 % lag. Das Verhältnis zwischen der Sauerstoffdurchflußmenge
zu der kombinierten Argondurchflußmenge wurde dann auf 1:1 geändert. Bei diesem Verhältnis wurde der Blasvorgang
für etwa 15 Minuten fortgesetzt; während dieser Zeitspanne wurden insgesamt 28 m Sauerstoff eingeblasen. Danach
wurde das Verhältnis zwischen dem Sauerstoff und den kombinierten Argonströmen erneut auf 1:3 geändert; innerhalb einer Zeitspanne
von 4 Minuten wurden 2,8 m Sauerstoff eingeblasen. Dann wurden 181,4 kg FeCrSi1 45,4 kg Kalk und 97,5 kg 5O%-FeSi zuge-
8098AO/1047
setzt. Die Schmelze wurde 17 Minuten lang nur mit Argon gerührt
und durchgeblasen, wobei Argon durch beide Kanäle beider Blasformen eingebracht wurde. Die Abstichtemperatur betrug
1324 C. Die Charge wurde dann in eine Stopfenpfanne für anschließendes
Vergießen in Formen abgestochen.
Analyse %C %Mn %Si %Cr %Ni %Cu %Mo" %P %S
Ofenabstich 0,35 O,75 0,34 19,29 8,95 O,34 0,65 O.O29 0,00
Raffinierte
Schmelze O,02 0,70 1,47 2O.O9 9,54 0,33 0,63 0,028 O,OO
Für Vergleichszwecke wurde eine konventionell verarbeitete
Charge aus rostfreiem 18-8-Stahl wie folgt hergestellt. Ein
elektrischer Lichtbogenofen wurde mit 8483 kg 18-8-Schrott,
169,6 kg FeNi, 68,0 kg Kohlenstoff und 1134 kg Kalk beschickt.
Den Elektroden wurde Strom zugeführt; die Charge wurde innerhalb von etwa 118 Minuten geschmolzen und auf 1293 C erhitzt.
Eine zu diesem Zeitpunkt entnommene vorläufige Probe hatte die unten angegebene .Zusammensetzung. Dann wurden über eine von Hand
gehaltene, abschmelzende Lanze ungefähr 340 Nm Sauerstoff in das Bad eingeblasen. Die dabei gebildete Schlacke wurde abgestrichen;
der Schmelze wurden zugesetzt: 10.33 kg FeCrSi, 136,1 kg FeCr mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, 363 kg Kalk,
36,3 kg Ni.
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An die Elektroden wurde erneut Spannung angelegt; die Charge wurde in eine Pfanne zum anschließenden Vergießen in Formen
abgestochen. Die Zusammensetzung der vorläufigen Probe und die Zusammensetzung des Endabstichss waren wie folgt.
Analyse %C %Mn %5i %Cr %Ni %Mo %P %5
vorläufig O,45 O,53 0,42 17,65 8,78 0,83 0,028 0,010
Abstich O,05 0,63 1,21 19,84 8,85 0,78 0,033 O.0O5
Die mechanischen Eigenschaften der Gußteile aus den Schmelzen
der Beispiele 3 und 4 waren im wesentlichen die gleichen. Die mittlere Zeitdauer, die, basierend auf 6 Gußteilen, für die
Reinigung und Ausbesserung von erfindungsgemäß hergestellten Gußteilen erforderlich war, lag jedoch näherungsweise 30 %
unter der mittleren Zeitdauer, die das Reinigen und Ausbessern von 7 gleichartigen Gußteilen erforderte, die auf bekannte Weise
hergestellt waren.
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Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen von Fertigprodukte bildenden
Metallgußstücken mit verbesserter Oberflächen- und Innengüte, bei dem (a) vorbestimmte Chargenstoffe in einem Ofen
geschmolzen werden, (b) die Schmelze raffiniert wird, (c) die Schmelze in eine Form gegossen wird, (d) die Schmelze
in der Form zum Erstarren gebracht wird und (e) das Gußstück
aus der Form entfernt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß
(1) die Schmelze vom Schmelzofen in ein mit mindestens einer eingetauchten Blasform versehenes Raffiniergefäß
überführt wird und
(2) die Schmelze raffiniert wird, indem (a)
in die Schmelze über die Blasform(en) ein sauerstoffhaltiges
Gasgemisch eingeblasen wird, das 10 % bis 90 % Verdünnungsgas enthält, und (b) danach über die Blasform(en) ein Durchblasgas
in die Schmelze eingeblasen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
sauerstoffhaltige Gasstrom von einem ringförmigen Strom aus
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FERNSPRECHER: 089/6012039 · KABEL: ELECTRICPATENT MÜNCHEN "»
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einem Schutzfluid umgeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verdünnungsgas Argon, Helium, Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Wasserdampf und/oder
ein Kohlenwasserstoffgas verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verdünnungsgas Argon verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daS als Durchblasgas Argon, Helium, Stickstoff
und/oder Wasserdampf verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß als Durchblasgas Argon verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schutzfluid Argon, Helium, Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Wasserdampf
und/oder ein Kohlenwasserstofffluid verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schutzfluid Argon verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
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gekennzeichnet, daß ein mit mindestens zwei eingetauchten Blasformen versehenes Raffiniergefäß verwendet wird.
1O. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Raffiniergefäß verwendet wird, bei dem die Blasformen in
der Seitenwand des Gefäßes nahe dem Boden waagrecht verlaufend derart angeordnet sind, daß die Blasformachsen
asymmetrisch liegen.
. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der absolute Druck der eingeblasenen
Fluide an den Blasformeinlässen mindestens doppelt so hoch
wie der absolute Druck der Fluide an den Blasformauslässen
gehalten wird.
«09840/1047
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