DE2813270A1 - Lungenbeatmungsgeraet - Google Patents
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Description
- Lungenbeatmungsgerät
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Lungenbeatmungsgerät mit einem Beatmungssystem, das ein Einatmungsrohr, ein Ausatmungsrohr, eine Druckquelle für das Beatmungsgas und einen druckempfindlichen, auf den Druck im Beatmungssystem ansprechenden Umsetzer aufweist, bei dem zwischen der Druckquelle und dem Einatmungsrohr sowie im Ausatmungsrohr je ein vom Umsetzer über ein elektronisches System gesteuerter Durchflußmengenregler angeordnet ist.
- Ein Lungenbeatmungsgerät dieser Art ist durch die DE-AS 17 66 873 bekannt. Dieses Gerät eignet sich z.B. zur Beatmung eines Patienten während einer Narkose. Es besteht ärztlicherseits häufig der Wunsch, die Atemphasen z.B. in der Anfangsphase oder während der Narkose manuell festzulegen, statt diese vom Be- atmungsgerät steuern zu lassen. Dies kann erfolgen, indem die Verbindungsleitungen des Beatmungsgerätes von dem Patienten abgenommen werden und indem der Patient an eine Handpumpe, bestehend aus einer Gummiblase und einem Verbindungsschlauch, angeschlossen wird. Dem Patienten kann nun durch Betätigung der Blase Atemgas zugeführt werden. Bei der Beendigung der manuellen Zufuhr von Gas muß der Patient wieder an das Beatmungsgerät angeschlossen werden. Der Vorgang des Schlauchwechsels ist für die Ärzte sehr belästigend.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lungenbeatmungsgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Atemphasen des Patienten auf Wunsch des Arztes manuell festgelegt werden können, ohne daß der Patient von dem Beatmungsgerät getrennt werden muß.
- Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine handbetätigbare Pumpe vorhanden ist und der Umsetzer einen Anschluß für diese Pumpe aufweist und derart ausgebildet ist, daß er ein der Druckdifferenz zwischen dem Druck an diesem Anschluß und im Beatmungssystern entsprechendes Signal zur Steuerung des Durchflußmengenreglers im Einatmungsrohr erzeugt. Aufgrund der Tatsache, daß die Handpumpe direkt am Lungenbeatmungsgerät angeschlossen wird, kann der Patient auch bei der manuellen Steuerung der Gaszufuhr an dem Beatmungsgerät angeschlossen bleiben. Ein Schlauchwechsel ist für eine manuelle Steuerung der Beatmung daher nicht erforderlich.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Die Figur zeigt eine schematische, teilweise im Schnitt gezeigte Ansicht eines Lungenbeatmungsgerätes nach der Erfindung.
- In dieser Figur ist mit dem Bezugszeichen 1 eine unter Überdruck stehende Druckquelle bezeichnet, beispielsweise eine motorgetriebene Pumpe oder ein Vorratsbehälter für Beatmungsgas, das#dem Beatmungsgerät unter Druck zugeführt wird, der vorzugsweise dem Maximaldruck entspricht, der für die Atmungswege und die Lunge des Patienten verträglich ist. Die Quelle 1 ist durch ein flexibles Rohr 2 oder einen Schlauch zur Zuführung von Beatmungsgas mit dem Atmungssystem 3 des Patienten verbunden. In dem Rohr 2 liegt ein Durchflußmengenregler 4, der den Fluß des Beatmungsgases zum Atmungssystem 3 des Patienten regelt. Am Atmungssystem 3 des Patienten ist weiter ein biegsames Rohr 5 oder ein Schlauch angeschlossen. Ein Flußventil 6 öffnet das Rohr 5 während der Ausatmungsphase. Während der Einatmungsphase ist der Durchflußmengenregler 4 offen und das Flußventil 6 geschlossen, während die entgegengesetzten Bedingungen während der Ausatmungsphase herrschen. Eine Beatmungspause kann durch gleichzeitiges Schließen des Reglers 4 und des Ventils 6 erreicht werden.
- Der Durchflußmengenregler 4 und das Flußventil 6 werden von einem elektronischen, vorzugsweise transistorierten System 9 zur Erzielung des gewünschten Durchflusses gesteuert, wodurch die gewünschte Atmungsfre quenz und das gewünschte Verhältnis von Einatmungs- und Ausatmungsphasen eingehalten werden. Ebenso ist eine gewünschte Pause erzielbar, wenn eine solche Pause zwischen den Phasen vorhanden sein soll. Mit dem elektronischen System 9 ist ein Umsetzer 10 verbunden. Der Umsetzer 10 liefert über die Verbindung 20, 21 dem elektronischen System 9 ein elektrisches Differenzsignal für die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Beatmungssystem und dem Druck an dem ausgangsseitigen Ende 11 des Umsetzers 10.
- Die Erfindung nützt die Tatsache aus, daß das genannte Differenzdrucksignal der Steuerung des Durchflußmengenreglers 4 zugrundegelegt werden kann.
- Wenn man die Atemphasen manuell festlegen will, wird an einem am ausgangsseitigen Ende 11 des Umsetzers 10 angeordneten Anschluß 12, der üblicherweise in die Atmosphäre führt, eine handbetätigbare Pumpe 13 angeschlossen. Die Pumpe 13 weist eine Gummiblase 14 mit einem Ansaugventil 15 auf und ist über eine Leitung 16 mit dem Anschluß 12 des Umsetzers 10 verbunden. An der Leitung 16 ist ein Überdruckventil 17 zum Begrenzen des von der Gummiblase 14 erzeugten Druckes angeordnet. Ferner ist an der Leitung 16 eine Druckmeßvorrichtung 18 zum Messen des von der Gummiblase 14 erzeugten Druckes angeschlossen.
- Beim Betätigen der Gummiblase 14 schließt sich die Ventilöffnung 19 des Ansaugventils 15, so daß der von der Gummiblase 14 erzeugte Druck über die Leitung 16 das ausgangsseitige Ende 11 des Umsetzers 10 erreicht.
- Der Umsetzer 10, der ein Differentialdruckgeber ist, erzeugt nun ein der Druckdifferenz zwischen dem Druck im Beatmungssystem und dem Druck an dem Anschluß 12 entsprechendes Signal, das über die Verbindungen 20,21 dem elektronischen System 9 zugeführt wird. Das elektronische System 9 steuert entsprechend dem zugeführten Signal den Durchflußmengenregler 4 und das Flußventil 6, wobei der Durcflußmengenregler 4 in dem Einatmungsrohr 2 die Menge des Gasflusses in Abhängigkeit vom Druck in der Gummiblase 14 reguliert und das Flußventil 6 in dem Ausatmungsrohr 5 auf- oder zugemacht wird. Beim Loslassen der Gummiblase 14 öffnet sich die Ventilöffnung 19 wieder, so daß Luft zum Füllen der Gummiblase hineinströmen kann.
- Wenn versehentlich zu viel Druck von der Gummiblase erzeugt wird, strömt Luft über die Öffnung 23 des Überdruckventils 17 in die Atmosphäre hinaus.
- Die Gaszufuhr zum Patienten kann durch das beschriebene Gerät manuell gesteuert werden, obwohl der Patient an dem Beatmungsgerät angeschlossen ist.
Claims (4)
- Patentansprüche Qi Lungenbeatmungsgerät mit einem Beatmungssystem, das ein Einatmungsrohr, ein Ausatmungsrohr, eine Druckquelle für das Beatmungsgas und einen druckempfindlichen, auf den Druck im Beatmungssystem ansprechenden Umsetzer aufweist, bei dem zwischen der Druckquelle und dem Einatmungsrohr sowie im Ausatmungsrohr je ein vom Umsetzer über ein elektronisches System gesteuerter Durchflußmengenregler angeordnet ist, d a d u r ch g e k e n n z e i c h n e t , daß eine handbetätigbare Pumpe (13) vorhanden ist und der Umsetzer (10) einen Anschluß (12) für diese Pumpe (13) aufweist und derart ausgebildet ist, daß er ein der Druckdifferenz zwischen dem Druck an diesem Anschluß (12) und im Beatmungs-#system entsprechendes Signal zur Steuerung des Durchflußmengenreglers (4) im Einatmungsrohr (2) erzeugt.
- 2. Lungenbeatmungsgerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Pumpe (13) eine Gummiblase (14) ist, die über eine Leitung (16) mit dem Umsetzer (10) verbindbar ist.
- 3. Lungenbeatmungsgerät nach Anspruch 1 und 2, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß an der Leitung (16) ein Überdruckventil (17) zum Begrenzen des Druckes angeordnet ist.
- 4. Lungenbeatmungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i e h n e t , daß an der Leitung (16) eine Druckmeßvorriehtung (18) angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782813270 DE2813270A1 (de) | 1978-03-28 | 1978-03-28 | Lungenbeatmungsgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19782813270 DE2813270A1 (de) | 1978-03-28 | 1978-03-28 | Lungenbeatmungsgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2813270A1 true DE2813270A1 (de) | 1979-10-11 |
Family
ID=6035548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782813270 Withdrawn DE2813270A1 (de) | 1978-03-28 | 1978-03-28 | Lungenbeatmungsgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2813270A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0097060A3 (de) * | 1982-06-15 | 1984-08-15 | ELECTRONIC PNEUMATIC APPARATUS & CONTROLS LIMITED | Beatmungsgeräte |
| EP0557134A1 (de) * | 1992-02-21 | 1993-08-25 | Instrumentarium Corporation | Durchflussregelung eines unter Druck stehenden Gases |
| EP0621049A1 (de) * | 1993-02-05 | 1994-10-26 | Siemens-Elema AB | Verfahren und Geräte für Frischgasabgabe bei manueller Ventilation |
-
1978
- 1978-03-28 DE DE19782813270 patent/DE2813270A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0621049A1 (de) * | 1993-02-05 | 1994-10-26 | Siemens-Elema AB | Verfahren und Geräte für Frischgasabgabe bei manueller Ventilation |
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