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DE2812689A1 - Piezoelektrischer druck- bzw. beschleunigungsaufnehmer - Google Patents

Piezoelektrischer druck- bzw. beschleunigungsaufnehmer

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Publication number
DE2812689A1
DE2812689A1 DE19782812689 DE2812689A DE2812689A1 DE 2812689 A1 DE2812689 A1 DE 2812689A1 DE 19782812689 DE19782812689 DE 19782812689 DE 2812689 A DE2812689 A DE 2812689A DE 2812689 A1 DE2812689 A1 DE 2812689A1
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DE
Germany
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hemisphere
housing
piezo body
hammer
piezo
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DE19782812689
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DE2812689C2 (de
Inventor
Walther Dipl Phys Dr Rer Koch
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KOCH, WALTHER, DR. RER.NAT., RANKWEIL, AT
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L1/00Measuring force or stress, in general
    • G01L1/16Measuring force or stress, in general using properties of piezoelectric devices

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Piezoelektrischer Druck- bzw. Beschleunigungsaufnehmer
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen piezoelektrischen Druck-bzw. Beschleunigungsaufnehmer mit einem Gehäuse, in dem ein als Plättchen ausgebildeter Körper aus piezoelektrischem Material, ein auf diesen Piezokörper wirkender und ihn unter einer bestimmten Vorspannung haltender Druckübertrager sowie zu beiden Seiten des Piezokörpers zur Abnahme einer dem an den Piezokörper angelegten Druck bzw. der Beschleunigung entsprechenden elektrischen Ausgangssignals vorgesehen sind.
  • Die piezoelektrische Meßtechnik hat sich zu einer der präzisesten und universellsten Methoden zur Analyse von dynamischen Kraft- und Druckverläufen, Beschleunigungen und Vibrationen entwickelt.
  • Piezoelektrische Aufnehmer, die eine mechanische Größe in ein elektrisches Ausgangssignal umwandeln, zeichnen sich gegenüber anderen Systemen insbesondere durch sehr hohe Eigenfrequenz, extreme Starrheit und kleine Abmessungen aus.
  • So ist aus der Zeitschrift Meßtechnik 1/70, Seite 5, Punkt 3, ein Aufnehmer mit einer Quarzsäule als Piezokörper bekannt, bei dem der transversale Piezoeffekt ausgenutzt wird. Zum Ausgleich von thermischen Spannungen, die durch verschiedene Ausdehnungskoeffizienten des Piezokörpers und des Gehäuses bedingt sind, d.h. zur Kompensation der Pseudopyroelektrizität, ist ein Temperaturkompensationskörper in Form einer Scheibe aus nicht piezoelektrischem Material vorgesehen.
  • Als Druckübertrager wird eine Membran in Verbindung mit einer Wärmedämmplatte aus Asbest verwendet. Bei derartigen Aufnehmern ist man bestrebt, die zu messende mechanische Größe lediglich in Empfindlichkeitsrichtung des Piezokörpers in diesen einzuleiten. Bei dem bekannten Aufnehmer können jedoch etwa durch Verformung der Membran Scherkräfte auf den Piezokörper übertragen werden, die das gewollte Meßergebnis verfälschen.
  • Derartige piezoelektrische AuSnehmer werden unter anderem auch für sogenannte passive Sicherheitseinrichtungen in Fahrzeugen, vorzugsweise Automobilen, verwendet; derartige passive Sicherheitseinrichtungen sind z.B. aufblasbare Luftkissen, spannbare Fangnetze oder Sicherheitsgurte, die die Insassen des Fahrzeuges bei einem Aufprall auf ein Hindernis gefahrlos auffangen sollen. Die Hauptkomponente der Aufprallkraft liegt je nach der Unfallart in einem gewissen Winkelbereich zu beiden Seiten der Fahrtrichtung. Um die Hauptkomponente jeweils zur Auslösung der Sicherheitseinrichtung zu verwenden, ist es bekannt, einen piezoelektrischen Aufnehmer zu verwenden, bei dem der Piezokörper als Kugelsegmentschale ausgebildet ist, der um eine als Druckübertrager dienende federbelastete Vollkugel gelegt ist; vgl. DT-AS 24 16 130.
  • Abgesehen davon, daß die Herstellung eines Piezokörpers in Kugelschalenform nicht unproblematisch ist, können sich in dem Piezokörper wegen dessen zur Vollkugel unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten längs des Kreisumfanges gerichtete Spannungen ausbilden, die sich ungünstig auf die Berührungsfläche zwischen Piezokörper und Vollkugel auswirken und dadurch auch das Meßergebnis verfälschen0 Für exakte Meßergebnisse wäre es wünschenswert, die zu messende mechanische Größe lediglich in Richtung der Empfindlichkeitsachse des Piezokörpers in diesen einzuleiten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen piezoelektrischen Aufnehmer der eingangs genannten Art konstruktionsmäßig so zu verbessern, daß die Berührungsfläche zwischen dem Piezokörper und dem Druckübertrager durch Temperaturschwankungen nicht beeinflußt und zudem die zu messende mechanische Größe lediglich in einer Richtung, und zwar längs der Empfindlichkeitsachse des Piezokörpers in diesen eingeleitet wird.
  • Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Piezokörper ein kreisförmiges Plättchen ist, daß dessen eine ebene Oberfläche von der flachen Seite einer Halbkugel als Teil des Druckübertragers abgedeckt ist, und daß als weiterer Teil des Druckübertragers ein auf der Halbkugel aufsitzender, diese Jedoch nicht in ihrem zentralen Bereich der Mittelachse von Piezokörper und Halbkugel beaufschlagender Hammer vorgesehen ists der in dem Gehäuse in Empfindlichkeitsrichtung des Piezokörpers gefUhrt ist.
  • Durch die angegebene Konstruktion ist die Berührungsfläche zwischen Druckübertrager und Piezokörper eben, so daß durch entsprechende Behandlung dieser Flächen die Halbkugel immer vollständig auf dem kreisförmigen Piezoplättchen aufliegt. Da der auf die Halbkugel wirkende Hammer in Richtung der Mittelachse von Piezoplättchen und Halbkugel in dem Gehäuse geführt ist, wird lediglich die in dieser Richtung wirkende Komponente der Meßgröße auf den Piezokörper übertragen. Der Hammer ist hierbei so ausgebildet, daß er die Halbkugel nur teilweise umfaßt, insbesondere nicht in einem Bereich um die Mittelachse auf die Halbkugel wirkt.Dadurch werden zuverlässig Spannungen in Umfangsrichtung der Halbkugel, sei es an dieser selbst oder an dem Hammer die zu einer Verfälschung des Meßergebnisses führen könnten, vermieden.
  • Durch die spielfreie Führung des Hammers in dem Gehäuse werden Querbeschleunigungskräfte vom Hammer direkt auf die Gehäusewand übertragen und bewirken daher kein nennenswertes elektrisches- Ausgangssignal am Piezokörper. Ebenso können durch Festlegung des Hammers rotatorische Beschleunigungskräfte, die eine Rotation des Hammers bewirken könnten, unwirksam gemacht werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Hammer eine die Halbkugel zumindest in einer vorzugsweise zur Oberfläche des Piezokörpers parallelen Linie berührende Haube, die im Gehäuse in radialer Richtung spielfrei gelagert und durch ein in Richtung der Mittelachse des Piezokörpers wirkendes Spannelement auf die Halbkugel gedrückt ist.
  • Die Einleitung der mechanischen Größe in den Piezokörper wird auf diese Weise mit einfach und präzis zu konstruierenden Teilen erreicht. Die gesamte Konstruktion ist dabei sehr robust, so daß der piezoelektrische Aufnehmer gemäß der Erfindung mechanisch hoch belastbar ist.
  • Um die Temperaturabhängigkeit des piezoelektrischen Aufnehmers zu reduzieren und dadurch die Veränderung der Vorspannung des Piezokörpers durch den Druckübertrager in engen Grenzen zu halten, ist das Gehäuse und der Hammer aus einem Material mit sehr geringem thermischen Ausdehnungskoeffizient und zumindest die das Piezoplättchen beaufschlagende Halbkugel aus einem Material mit gegenüber dem Piezoplättchen wesentlich höheren thermischen Ausdehnungskoeffizient gefertigt.
  • Bei einer solchen Materialauswahl ergibt sich eine über einen großen Temperaturbereich erstreckende Tempera turunempfindlichkeit für den piezoelektrischen Aufnehmer.
  • Die Erfindung ist in drei Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert, wobei in den drei Figuren jeweils ein piezoelektrischer Aufnehmer gemäß der Erfindung im Querschnitt dargestellt ist.
  • Ein piezoelektrischer Aufnehmer 1 besteht aus einem kreisförmigen Gehäuse 2, dessen Mittelachse mit 3 bezeichnet ist. Das Gehäuse weist eine napfförmige Ausnehmung 4 auf, auf deren Boden eine Isolationsschicht 5, z.B. eine Vergußmasse aus Glas, aufgebracht ist. Auf der Isolationsschicht ist eine Kontaktfläche 6 angeordnet, die mittels einer Kontaktzunge 7 mit einem durch die Isolationsschicht 5 aus dem Gehäuse 1 geführten Stecker 8 verbunden ist. Hierdurch ist die Isolationsschicht 6 und der Stecker 8 elektrisch von dem Gehäuse 1 isoliert.
  • Auf die Kontaktfläche 6 ist ein kreisrundes Plättchen 9 aus piezoelektrischem Material gelegt; der Piezokörper besteht z.B.
  • aus einkristallinem LiNbO3 oder anderen piezoelektrischen Materialien. Auf der oberen, der Kontaktschicht 6 gegenüberliegenden ebenen Fläche des Piezokörpers 9 ist eine Halbkugel lo mit ihrer flachen Seite 11 gelegt, wobei der Durchmesser des Piezokörpers 9 und derjenige der Halbkugel lo identisch sind.
  • Die geschilderte Anordnung aus Kontaktfläche 6, Piezokörper 9 und Halbkugel lo kann an den jeweiligen Berührungsflächen sus sätzlich mit einem elektrisch leitenden Kleber verklebt sohn; dies ist allerdings nicht notwendig. Die Oberseite der Kugel wird von einer Schale 12 umfaßt, die jedoch um einen durch einen Zentrumswinkel von etwa 300 um die Mittelachse bestimmten Bereich durch eine Ausnehmung 13 offen ist, der angegebene Winkel kann auch andere Werte annehmen. In ihrem unteren Bereich weist die Schale 12 einen Uberwurf 14 auf, der am seitlichen Umfang des Piezokörpers 9 anliegt und diesen gegen seitliches Verschieben sichert.
  • Die Schale 12 geht oberhalb des Überwurfes 14 in einen sich radial erstreckenden Rand 15 über, der oberhalb eines Absatzes 16 der Ausnehmung 4 in dem Gehäuse sich spielfrei bis an den Rand der Innenwand des Gehäuses erstreckt. In den Rand 15 der Schale 16 sind um den Umfang verteilt eine oder mehrere Ausnehmungen 17 angeordnet, in die von dem Boden des Gehäuses in Bohrungen 18 eingeführte Bolzen 19 eingreifen, um ein Verdrehen der Schale 12 um die Mittelachse 3 zu verhindern.
  • Oberhalb des Absatzes 16 der Ausnehmung 4 im Gehäuse ist die Innenwand des Gehäuses 2 mit einem Gewinde 20 versehen, in die ein Deckel 21 eingeschraubt ist. Der Deckel berührt den Rand 15 der Kugelschale lediglich im äußeren Bereich, wobei die hier mit 22 bezeichnete Berührungsflächen des Randes 15 und des Deckels 21 konisch abgeschrägt sind, wodurch ein zentrischer Sitz der Schale 12 erreicht wird. Der Deckel 21 wird in das Gewinde 20 so eingeschraubt, daß der Piezokörper 9 eine gewisse Vorspannung erhält, um Drücke bzw. Beschleunigungen auf den Piezokörper 9 in beiden Richtungen längs der Mittelachse 3 messen zu können. In der Endstellung des Deckels 21 wird dieser durch einen geeigneten Kleber im Gewinde 20 oder durch Körnung gegen Verdrehen gesichert. Das Gehäuse 2, der Deckel 21, die Schale 12 und die Halbkugel lo sind aus elektrisch leitendem Material, wobei der thermische Ausdehnungskoeffizient des Materials für das Gehäuse 2 und den Deckel 21 sehr klein gewählt ist; diese Teile bestehen z0B. aus InvarstahlO Der thermische Ausdehnungskoeffizient der Schale 12 und der Halbkugel lo sind dagegen höher als derjenige des Piezokörpers 9 gewählt, um so den Temperatureinfluß des Piezomaterials bei Messungen zu komsensieren.
  • An der in der Figur rechten Seite des Gehäuses 2 über dem Stekker 8 ist eine Ausnehmung 23 vorgesehen, in die ein hier lediglich als Block gezeichneter Schaltkasten 24 eingesetzt ist, der einen elektrischen Impedanzwandler und anschließend einen Verstärker zur Anpassung der Ausgangssignale des Piezokörpers 9 enthält. Dieser Schaltkasten ist nicht unbedingt notwendig; in diesem Falle wird das Ausgangssignal des Piezokörpers 9 am Stekker 8 und an einem weiteren Anschluß am Gehäuse 2 abgenommen.
  • Bei Verwendung des Schaltkastens 24 wird ein Eingang durch eine Verbindung 25 mit dem Stecker 8 verbunden, während ein anderer Eingang durch eine weitere Verbindung 26 mit dem Gehäuse 2 elektrisch verbunden wird. Der Schaltkasten weist drei Ausgänge 27, 28 und 29 auf, an denen das Ausgangssignal (bei 27), ein der Vorspannung des Piezokörpers entsprechendes Signal (bei 28) und das Nullpotential (bei 29) abgenommen wird.
  • Die Isolationsschicht 5 aus Glas wird vorzugsweise in das Gehäuse über einen hier nicht gezeigten, gegenüber dem Bolzen 19 um 900 versetzten Verschlußstopfen eingegossen, wodurch sich eine besonders glatte Anlagefläche an der Kontaktfläche 6 und an dem Boden der Ausnehmung 4 ergibt.
  • Der beschriebene Aufnehmer ist sehr klein; sein Durchmesser beträgt hier ca 13 Millimeter, wobei die Abmessungen je nach Einsatzbedingungen und der geforderten Empfindlichkeit verkleinert oder vergrößert werden können. Gleichzeitig wird durch die absolut zentrische Führung der Halbkugel 10 und der Schale 12 gewährleistet, daß die zu messende mechanische Größe lediglich in Richtung der Mittelachse 3 in das Piezoplättchen 9 eingeleitet wird. Querkräfte werden durch das Gehäuse aufgefangen und nicht an den Piezokörper weitergeleitet. Durch die Ausnehmung 13 im Zentrumsbereich der Schale 12 können sich Spannungen in Umfangsrichtung in der Schale und in der Halbkugel lo nicht aufbauen, die das Meßergebnis durch inhomogene Beaufschlagung des Piezokörpers 9 beeinflussen könnten.
  • Der in Fig. 2 im Querschnitt dargestellte piezoelektrische Aufnehmer 31 besteht aus einem zylinderförmigen Gehäuse 32 aus Metall mit einer Mittelachse 33. Das Gehäuse 32 weist eine obere und eine untere Gewindebohrung 34 bzw. 35 auf. In die untere Bohrung 35 ist eine Grundschraube 36 eingeschraubt und gegen Verdrehen gesichert. Die in das Gehäuse ragende ebene Begrenzungsfläche 37 der Grundschraube 36 ist mit einer elektrischen Kontaktschicht 38 versehen, die z.B. mit einem Kontaktkleber auf der Fläche 37 befestigt ist. Auf die Kontaktschicht 38 ist ein kreisscheibenförmiges Piezoplättchen 39 symmetrisch um die rt telachse 33 des Gehäuses gelegt. Die obere ebene Fläche des Piezokörpers 39 ist mit einer Kontaktfläche 40 aus elektrisch leitfähigem Material, z.B. Gold, Platin oder Silber, belegt.
  • Diese Kontaktfläche ist entweder aufgeklebt oder auf den Piezokörper aufgedampft. Auf der Kontaktfläche 40 liegt eine Halbkugel 41 auf, deren Durchmesser größer als derjenige des Piezokörpers 39 ist. Die untere ebene Fläche der Halbkugel 41 weist eine Ausnehmung 42 auf, die direkt auf der Kontaktfläche 40 aufliegt. Der diese Ausnehmung umgebende Ringsteg 43 der Halbkugel umfaßt die Kontaktschicht 40 und den Piezokörper 39 an deren seitlichem Umfang und schützt diese gegen seitliches Verschieben.
  • Auf die Halbkugel 41 ist eine als Hammer ausgebildete Haube 44 gesetzt, deren Innenquerschnitt trapezförmig ist. Diese Haube 44 liegt auf der Halbkugel 41 längs eines gestrichelt dargestellten Kreises 45 parallel zur ebenen Fläche des Piezokörpers 39 auf. Die Haube 44 weist einen sich radial erstreckenden Kreisrand 46 auf, auf dem ein im Querschnitt L-förmiger Abstandsring 47 gelegt ist, dessen einer, sich nach unten erstreckende Schenkel 47t zwischen der Innenwand des Gehäuses und dem Außenrand des Kreisrandes 46 angeordnet ist und die Haube 44 in dem Gehäuse spielfrei hält. Der Abstandsring 47 ist an seinen Anlageflächen am Gehäuse und am Kreis rad verklebt.
  • In die obere Gewindebohrung 34 des Gehäuses ist eine Druckschraube 48 eingeschraubt, die einen kreisringförmigen Stempel 48' aufweist, der auf der oberen Kreisringfläche des Abstandsringes 47 aufliegt. Auch diese Berührungsfläche wird verklebt.
  • Die Druckschraube 48 wird soweit in die Gewindebohrung 34 des Gehäuses eingeschraubt, bis der Piezokörper mit der gewUnschten Vorspannung versehen ist.
  • Auf der in der Figur rechten Seite des Gehäuses ist der Abstandsring 47 aus Isoliermaterial durchbrochen; durch diese Öffnung ragt eine Kontaktschraube 49, die in einer elektrisch isolierenden und mit dem Gehäuse verklebten Hülle 50 nach außen geführt ist. Die Kontaktschraube 49 ist elektrisch mit der Haube 44 verbunden.
  • Bei dieser Konstruktion ist der eine elektrische Kontakt das Gehäuse 32 selbst, während der andere Kontakt durch die Kontaktschraube 49 gebildet wird. Die mit der Kontaktschraube 49 verbundenen elektrisch leitenden Teile, das ist die Haube 44 die Halbkugel 41 und die Kontaktschicht 40 sind gegen das Gehäuse 32 durch den Abstandsring 47 aus Isolieraatortal elektrisch isoliert.
  • Auch bei diesem Aufnehmer ist eine Einleitung der mechanischen Größe in den Piezokörper 39 lediglich in Richtung der Mittelachse 33 möglich; eine Ausbildung von Spannungen am Umfang der Halbkugel 41 wird durch die linienförmige Berührung zwischen Haube 44 und Halbkugel 41 längs des Kreises 45 vermieden. Eine Einleitung von in Rotationsrichtung wirkenden Größen auf den Piezokörper ist durch die Verklebung des Abstandsringes 47 mit dem Gehäuse und des Abstandsringes mit der Haube 44 vermieden; die Druckschraube 48 wird entweder durch Klebung oder durch eine Arretierschraube 51 in der Endstellung arretiert Bei den zwei beschriebenen piezoelektrischen Aufnehmern waren die den Piezokörper beaufschlagenden Teile im Gehäuse jeweils fixiert, so daß mit dem Piezokörper jeweils die Beschleunigung bzw. Verzögerung des gesamten Gehäuses gemessen wird. Bei dem in Fig. 3 dargestellten piezoelektrischen Aufnehmer wird eine andere Art zur Erzielung der Vkeßwerte gewählt- Der Aufnehmer 61 weist hierbei ein topfförmiges Gehäuse 62 aus Metall mit einer Mittelachse 63 auf0 Auf der Bodenfläche 64 des Gehäuses ist symmetrisch um die Mittelachse 63 wiederum das kreisförmige Piezoplättchen 65 angeordnet, so daß der Boden des Gehäuses als elektrischer Kontakt für den Piezokörper dient. Der Piezokörper 65 ist durch eine mit dem Boden 64 des Gehäuses 62 verklebte Lochscheibe 66 aus Isoliermaterial gegen seitliches Verschieben gesichert. Auf die obere ebene Fläche des Piezokörpers 65 ist eine Halbkugel 67 aus elektrisch leitendem Material gelegt, auf die ein Hammer 68 ebenfalls aus elektrisch leitfähigem Material drückt. Hierzu weist der Hammer an seiner Unterseite eine trapezförmige Ausnehmung 69 auf 1 die die Halbkugel 67 längs eines gestrichelt dargestellten Kreises 70 berührt. Der Hammer 68 besteht aus einem Zylinderblock, der in dem Gehäuse 62 ohne radiales Spiel längsverschieblich ist. Auf den Zylinderblock des Hammers 68 ist zinke Hülse 71 aus elektrisch isolierendem Material geschoben, die gleichzeitig die Führung des Hammers 68 in Richtung der Hittelachse 63 übernimmt. Das Material für die Hülse 71 soll demnach entsprechende Gleiteigenschaften aufweisen; als Material wird etwa Teflon gewählt.
  • Auf die Oberseite des Hammers 68 ist eine Lochscheibe 72 ebenfalls aus Isoliermaterial gelegt. In dem Bereich oberhalb dieser Lochscheibe 72 weist das Gehäuse 62 eine Gewindebohrung 73 auf, in die ein Deckel 74 eingeschraubt und gegen Verdrehen gesichert ist. Der Deckel 74 weist an seiner dem Hammer 68 zugewandten Seite einen kreisförmigen Vorsprung 75 auf, der in entsprechende zentrische Ausnehmungen eines Tellerfederpaketes 76 eingreift, das sich zwischen dem Deckel 74 und der Lochscheibe be 72 abstützt. Die Tellerfedern 76 und die Lochscheibe 72 sind durch einen gemeinsamen1 in das Gehäuse 62 hereinragenden und arretierten Bolzen 77 gegen Verdrehen gesichert.
  • Der Deckel 74 wird so weit in die Gewindebohrung 73 des Gehäuses 62 eingeschraubt, bis die über die Tellerfedern 76, den Hammer 68 sowie die Halbkugel 67 auf den Piezokörper 65 ausgeübte Vorspannung den gewünschten Wert einnimmt.
  • In die obere Seite des Hammers 68 ist ein Kontaktstift 78 eingeschraubt, der durch eine zentrische Bohrung 79 im Deckel 74 aus dem Gehäuse 62 geführt ist. Die Bohrung 79 geht in eine zentrische Ausnehmung 80 im Deckel 74 mit zwei Absätzen 80' und 802 über. Auf dem ersten, unteren Absatz 801 der zentrischen Ausnehmung 80 ist ein 0-Ring 81 eingelegt- der den Kontaktstift 78 umgibt und an der Innenwand der Ausnehmung 80 anliegt. In die Ausnehmung 80 ist eine pilzförmige Führungshülse 82 aus Isoliermaterial eingesetzt, die sich auf dem oberen Absatz 809 der Ausnehmung 80 abstützt und den Kontaktstift 78 umgibt, so daß dieser längs der Mittelachse 63 geführt ist.
  • Das Ausgangssignal des Piezokörpers 65 wird daher einmal am Gehäuse 62 und zum anderen am Kontaktstift 78 abgenommen.
  • Bei diesem piezoelektrischen Aufnehmer kann entsprechend einer positiven oder negativen Beschleunigung der Hammer 68 sich längs der Mittelachse 63 verschiebens wodurch der Druck auf den Piezokörper 65 entsprechend geändert wirdO Diese Ausführungs form ist besonders einfach konstruiert und günstig für Sicherheitseinrichtungen in Automobilen verwendbar.
  • Wie bereits zur ersten Ausführungsform eines piesoelektriSchen Aufnehmers beschrieben, sind bei den zuletzt beschriebenen Auf nehmern ebenfalls die Materialien des Gehäuses, des Hammers und der Halbkugel so ausgewählt1 daß die thermische ausdehnung des Piezokörpers kompensiert wird. Die Auswahl der Materialien geschieht wie oben beschrieben.

Claims (7)

  1. Piezoelektrischer Druck- bzw. Beschleunigungsaufnehmer Patentansprüche 9 Piezoelektrischer Druck- bzw. Beschleunigungsaufnehmer mit einem Gehäuse, in dem ein als Plättchen ausgebildeter Körper aus piezoelektrischem Material, ein auf diesen Piezokörper wirkender und ihn unter einer bestimmten Vorspannung haltender Druckübertrager sowie zu beiden Seiten des Piezokörpers zur Abnahme eines dem an dem Piezokörper angelegten Druck bzw. der Beschleunigung entsprechenden elektrischen Ausgangssignales vorgesehen sind, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Piezokörper (9,39,65) ein kreisförmiges Plättchen ist, daß dessen eine ebene Oberfläche von der flachen Seite einer Halbkugel (wo,41,67) als Teil des Druckübertragers abgedeckt ist, und daß als weiterer Teil des Druckübertragers ein auf der Halbkugel autsitzender, diese jedoch nicht in ihrem zentralen Bereich um die Mittelachse von Piezokörper und Halbkugel beaufschlagender Hammer (12,44,68) vorgesehen ist, der in dem Gehäuse (2,32,62) in t;mpfindlichkeitsrichtung des Piezokörpers längs der Mittelachse (3,33,63) geführt ist.
  2. 2. Aufnehmer nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der Hammer (12,44,68) eine die Halbkugel (1o, 41,67) zumindest in einer vorzugsweise zur Oberfläche des Piezokörpers (9,39,65) parallelen Linie (45,70) berührende Haube (12,44;68,69) ist, die im Gehäuse (2,32,62) in radialer Richtung spielfrei gelagert und durch ein in Richtung der Mittelachse (3,33,63) des Piezokörpers (9,39,65) wirkendes Spannelement (21,48; 74,76) auf die Halbkugel gedrückt ist.
  3. 3. Aufnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Hammer (12) eine offene, die Halbkugel (10) bis auf den zentralen Bereich umfassende Schale (12) ist, die einen zur flachen Oberfläche der Halbkugel (10) parallelen Rand (15) aufweist, der in radialer Richtung spielfrei in dem Gehäuse (2) gelagert und durch das Spannelement (21) auf die Halbkugel gedrückt ist.
  4. 4. Aufnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der aus Halbkugel (10,41) und Hammer (12,44) gebildete Druckübertrager einen Überwurf (14,43) aufweist, der den Piezokörper (9,39) an seinem seitlichen Umfang umfaßt.
  5. 5. Aufnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Halbkugel (10,41,67), der Hammer (12,44,68) und/oder das Spannelement (21,48,74, 76) durch konische Führungsflächen (22,bei 45,69) symmetrisch zur Mittelachse (3,33,63) des Gehäuses (2,32,62) des Aufnehmers zentriert sind.
  6. 6. Aufnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Hammer (68) für den Piezokörper (65) in dem Gehäuse (62) axial gleitend geführt ist und durch ein federndes Spannelement (74,76) auf die Halbkugel (67) gedrückt ist.
  7. 7. Aufnehmer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Gehäuse (2,32,62) und der Hammer (12,44,68) aus einem Material mit geringem thermischen Ausdehnungskoeffizienten, und daß die Halbkugel (10,41,67) aus einem Material mit einem gegenüber dem Piezokörper wesentlich höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten gefertigt sind.
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