DE2809475C2 - Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden - Google Patents
Mittel und Verfahren zum Nachweis von AldehydenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung von Aldehyden mit
Hilfe von 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l,2,4-triazol sowie ein Verfahren zur Herstellung dieses Mittels.
Es ist bekannt, daß 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-1,2,4-triazol
ein sehr empfindliches und spezifisches Farbreagenz auf Aldehyde ist (Chem. Comm. 1970,
1719). Dabei entsteht das violettfarbene 6-Mercapto-3-substituierte-s-triazo!o
[4,3-b]-s-tetrazin, wobei der Substituent in 3-Stellung aus dem Aldehyd stammt.
Dem Nachweis von Aldehyden kommt eine zunehmende Bedeutung zu, da Aldehyde in vielen Desinfektionsmitteln
als wirksame Substanzen enthalten sind und in großer Verdünnung auch wieder nachgewiesen
werden müssen. Auch die Identifizierung und Bestimmung von Verbindungen, die in einen Aldehyd überführt
werden können, ist hier zu erwähnen, z. B. die Besiimmung von Sorbinsäure durch oxidative Spaltung
und Nachweis des gebildeten Malondialdehyds.
Die bekannte Bestimmungsmethode hat jedoch den entscheidenden Nachteil, daß zu ihrer Durchführung ein
gut ausgerüstetes Laboratorium mit Spektralphotometer und geschultes Personal notwendig sind.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zum Nachweis von Aldehyden zur Verfugung zu
stellen, das unabhängig von einem Laboratorium von jedermann benutzt werden kann.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe durch einen saugfähigen, das Chromogen enthaltenden Träger, der
zusätzlich mit Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert ist, gelöst.
Ferner umfaßt der Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieses Mittels, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß ein saugfähiger Träger mit 4- Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol, Thioharnstoff
und Peroxidisulfat imprägniert wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung dieses Mittels zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung von Aldehyden in Flüssigkeiten.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß erst in Gefat lieferte ungefärbte Nullwerte, selbst nach längerer
Lagerzeit des Stäbchens. Es ist somit erstmals möglich geworden, ein Stäbchen zum Nachweis von Aldehyden
bzw. von in Aldehyde überführbare Verbindungen zur Verfügung zu stellen, mit dem auch außerhalb eines
Laboratoriums Aldehyde von jedermann nachgewiesen werden können. Das ist insbesondere im Umweltschutz
wichtig, wo Analysen oftmals direkt am Ort durchgeführt werden müssen.
ίο Die Herstellung des erfindungsgemäßen Mittels erfolgt
in der Weise, daß ein saugfähiger Träger nacheinander mit zwei verschiedenen Lösungen getränkt wird;
dabei ist es selbstverständlich erforderlich, daß der saugfähige Träger zwischen den Imprägnierungen getrocknet
wird.
Die Tränklösung I enthält etwa 0,1-2 Gew.-% 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l ,2,4-triazol und
0,1 — 10 Gew.-% Thioharnstoff in 10%igem wäßrigem Ammoniak. Die Tränklösung Il enthält etwa 0,05—5
Gew.-°/o eines Peroxidisulfats und 10 Gew.-% Dimethylsulfoxid in Wasser. Als Peroxidisulfate eignen sich
vor allem Natrium-, Kalium- und Ammoniumperoxidisulfat, insbesondere Kaliumperoxidisulfat.
Als saugfähige Träger können alle verwendet werden, die üblicherweise für ähnliche Nachweisreaktionen im
Gebrauch sind. Am weitesten verbreitet ist die Verwendung von Filterpapier, jedoch können auch andere saugfähige
Cellulose- oder Kunststoffprodukte eingesetzt werden. Die saugfähigen Träger, vorzugsweise Filterpapier,
werden in an sich bekannter Weise nacheinander mit Tränklösungen imprägniert. Die getränkten Papiere
können entweder als solche in handliche Streifen geschnitten werden, oder sie können zu vorzugsweise quadratischen
Zonen verarbeitet werden, die ihrerseits in bekannter Weise auf Kunststoffolien, Papier- oder Metallstreifen
aufgeklebt bzw. auf- oder eingesiegelt werden können.
Da die Empfindlichkeit des erfindungsgemäßen Aldehydnachweises mit zunehmender Alkalikonzentration
zunimmt, wird die zu prüfende Lösung vorzugsweise zunächst mit der gleichen Menge 10%iger Natronlauge
versetzt. Zum Nachweis des Aldehyds werden dann diese Teststreifen so in die zu prüfende alkalisch
eingestellte Lösung getaucht, daß die Testzone voll benetzt ist. Bei Gegenwart von Aldehyden färbt sich die
Testzone violett. Diese Färbung wird nach etwa 30 Sekunden mit einer Farbskala verglichen und die Aldehydkonzentration
der Lösung kann mit Leichtigkeit abgelesen werden. Bei diesem halbquantitativen Nachweis
sind z. B. deutliche Abstufungen der Violettfärbung zwischen 10, 20, 30,50 und 100 mg/1 (oder ppm.) Formaldehyd
wahrnehmbar.
Filterpapier (Nr. 2316 der Firma Schleicher & Schüll) wird mit Lösung I getränkt, getrocknet und anschließend
mit Lösung II getränkt und wiederum getrocknet. Das so erhaltene imprägnierte Filterpapier wird in klei
ne Reaktionszone mit einem nicht gefärbten Nullwert zu erhalten ist. Vor allem nach längerer Lagerung zeigten
Nachweisstäbchen, deren Reaktionszone nur mit 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l, 2,4-triazol imprägniert
war, eine deutlich positive Reaktion, auch wenn kein Aldehyd in der untersuchten Lösung vorhanden
war. Erst der Zusatz von Thioharnstoff und Peroxidisuluuvj aui
itv- yuauiaic vxjii tiwa ~j λ *j hihi gc3\»iiiui
Kunststoffstreifen von 6 χ 60 mm am unteren Ende aufgeklebt.
Tränklösung I enthält:
1 g4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l,2,4-triazol
1 g Thioharnstoff
100 ml 10%iges Ammoniak
Tränklösung II enthält:
0,5 g Kaliumperoxidisulfat
10 ml Dimethylsulfoxid
90 ml Wasser
Das Teststabchen zeigt nach Eintauchen in eine Lösung, der das gleiche Volumen an 10%iger Natronlauge
zugesetzt wurde, noch 0,0005 mg Formaldehyd/100 ml durch blau-violette Färbung an.
Mit dem gleichen Teststabchen lassen sich noch 0,005 mg Acetaldehyd/100 ml durch rot-violette Färbung
bzw. 0,5 mg Benzaldehyd/100 ml durch braun-violette Färbung deutlich nachweisen.
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Claims (3)
1. Mittel zum Nachweis von Aldehyden mit Hilfe von -i-Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol,
gekennzeichnet durch einen saugfähigen,
das Chromogen enthaltenden Träger, der zusätzlich mit Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert ist.
2. Verfahren zur Herstellung des Mittels nach Anspruch
1„ dadurch gekennzeichnet, daß ein saugfähiger Träger mit 't-Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol,
Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert wird.
3. Verwendung des Mittels nach Anspruch 1 zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung
von Aldehyden in Flüssigkeiten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782809475 DE2809475C2 (de) | 1978-03-04 | 1978-03-04 | Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782809475 DE2809475C2 (de) | 1978-03-04 | 1978-03-04 | Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2809475A1 DE2809475A1 (de) | 1979-09-06 |
| DE2809475C2 true DE2809475C2 (de) | 1986-10-16 |
Family
ID=6033623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782809475 Expired DE2809475C2 (de) | 1978-03-04 | 1978-03-04 | Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2809475C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5852561A (ja) * | 1981-09-24 | 1983-03-28 | Hokkaido Nogyo Shikenjo | メロン果実の品質簡易検査法 |
| US4471055A (en) * | 1982-03-26 | 1984-09-11 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Process and kit for determining concentrations of aldehydes |
| EP0899570A4 (de) * | 1997-01-07 | 2001-10-10 | Ohbayashi Corp | Verfahren zur feststellung des in luft anwesenden formaldehyds |
-
1978
- 1978-03-04 DE DE19782809475 patent/DE2809475C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2809475A1 (de) | 1979-09-06 |
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