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DE2809475C2 - Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden - Google Patents

Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden

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Publication number
DE2809475C2
DE2809475C2 DE19782809475 DE2809475A DE2809475C2 DE 2809475 C2 DE2809475 C2 DE 2809475C2 DE 19782809475 DE19782809475 DE 19782809475 DE 2809475 A DE2809475 A DE 2809475A DE 2809475 C2 DE2809475 C2 DE 2809475C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aldehydes
detection
mercapto
solution
hydrazino
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19782809475
Other languages
English (en)
Other versions
DE2809475A1 (de
Inventor
Wolfgang Dr. Fischer
Horst 6100 Darmstadt Langkau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck Patent GmbH
Original Assignee
Merck Patent GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck Patent GmbH filed Critical Merck Patent GmbH
Priority to DE19782809475 priority Critical patent/DE2809475C2/de
Publication of DE2809475A1 publication Critical patent/DE2809475A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2809475C2 publication Critical patent/DE2809475C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N31/00Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
    • G01N31/22Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Mittel zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung von Aldehyden mit Hilfe von 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l,2,4-triazol sowie ein Verfahren zur Herstellung dieses Mittels.
Es ist bekannt, daß 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-1,2,4-triazol ein sehr empfindliches und spezifisches Farbreagenz auf Aldehyde ist (Chem. Comm. 1970, 1719). Dabei entsteht das violettfarbene 6-Mercapto-3-substituierte-s-triazo!o [4,3-b]-s-tetrazin, wobei der Substituent in 3-Stellung aus dem Aldehyd stammt.
Dem Nachweis von Aldehyden kommt eine zunehmende Bedeutung zu, da Aldehyde in vielen Desinfektionsmitteln als wirksame Substanzen enthalten sind und in großer Verdünnung auch wieder nachgewiesen werden müssen. Auch die Identifizierung und Bestimmung von Verbindungen, die in einen Aldehyd überführt werden können, ist hier zu erwähnen, z. B. die Besiimmung von Sorbinsäure durch oxidative Spaltung und Nachweis des gebildeten Malondialdehyds.
Die bekannte Bestimmungsmethode hat jedoch den entscheidenden Nachteil, daß zu ihrer Durchführung ein gut ausgerüstetes Laboratorium mit Spektralphotometer und geschultes Personal notwendig sind.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zum Nachweis von Aldehyden zur Verfugung zu stellen, das unabhängig von einem Laboratorium von jedermann benutzt werden kann.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe durch einen saugfähigen, das Chromogen enthaltenden Träger, der zusätzlich mit Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert ist, gelöst.
Ferner umfaßt der Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieses Mittels, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein saugfähiger Träger mit 4- Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol, Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung dieses Mittels zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung von Aldehyden in Flüssigkeiten.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß erst in Gefat lieferte ungefärbte Nullwerte, selbst nach längerer Lagerzeit des Stäbchens. Es ist somit erstmals möglich geworden, ein Stäbchen zum Nachweis von Aldehyden bzw. von in Aldehyde überführbare Verbindungen zur Verfügung zu stellen, mit dem auch außerhalb eines Laboratoriums Aldehyde von jedermann nachgewiesen werden können. Das ist insbesondere im Umweltschutz wichtig, wo Analysen oftmals direkt am Ort durchgeführt werden müssen.
ίο Die Herstellung des erfindungsgemäßen Mittels erfolgt in der Weise, daß ein saugfähiger Träger nacheinander mit zwei verschiedenen Lösungen getränkt wird; dabei ist es selbstverständlich erforderlich, daß der saugfähige Träger zwischen den Imprägnierungen getrocknet wird.
Die Tränklösung I enthält etwa 0,1-2 Gew.-% 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l ,2,4-triazol und 0,1 — 10 Gew.-% Thioharnstoff in 10%igem wäßrigem Ammoniak. Die Tränklösung Il enthält etwa 0,05—5 Gew.-°/o eines Peroxidisulfats und 10 Gew.-% Dimethylsulfoxid in Wasser. Als Peroxidisulfate eignen sich vor allem Natrium-, Kalium- und Ammoniumperoxidisulfat, insbesondere Kaliumperoxidisulfat.
Als saugfähige Träger können alle verwendet werden, die üblicherweise für ähnliche Nachweisreaktionen im Gebrauch sind. Am weitesten verbreitet ist die Verwendung von Filterpapier, jedoch können auch andere saugfähige Cellulose- oder Kunststoffprodukte eingesetzt werden. Die saugfähigen Träger, vorzugsweise Filterpapier, werden in an sich bekannter Weise nacheinander mit Tränklösungen imprägniert. Die getränkten Papiere können entweder als solche in handliche Streifen geschnitten werden, oder sie können zu vorzugsweise quadratischen Zonen verarbeitet werden, die ihrerseits in bekannter Weise auf Kunststoffolien, Papier- oder Metallstreifen aufgeklebt bzw. auf- oder eingesiegelt werden können.
Da die Empfindlichkeit des erfindungsgemäßen Aldehydnachweises mit zunehmender Alkalikonzentration zunimmt, wird die zu prüfende Lösung vorzugsweise zunächst mit der gleichen Menge 10%iger Natronlauge versetzt. Zum Nachweis des Aldehyds werden dann diese Teststreifen so in die zu prüfende alkalisch eingestellte Lösung getaucht, daß die Testzone voll benetzt ist. Bei Gegenwart von Aldehyden färbt sich die Testzone violett. Diese Färbung wird nach etwa 30 Sekunden mit einer Farbskala verglichen und die Aldehydkonzentration der Lösung kann mit Leichtigkeit abgelesen werden. Bei diesem halbquantitativen Nachweis sind z. B. deutliche Abstufungen der Violettfärbung zwischen 10, 20, 30,50 und 100 mg/1 (oder ppm.) Formaldehyd wahrnehmbar.
Beispiel
Filterpapier (Nr. 2316 der Firma Schleicher & Schüll) wird mit Lösung I getränkt, getrocknet und anschließend mit Lösung II getränkt und wiederum getrocknet. Das so erhaltene imprägnierte Filterpapier wird in klei
ne Reaktionszone mit einem nicht gefärbten Nullwert zu erhalten ist. Vor allem nach längerer Lagerung zeigten Nachweisstäbchen, deren Reaktionszone nur mit 4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l, 2,4-triazol imprägniert war, eine deutlich positive Reaktion, auch wenn kein Aldehyd in der untersuchten Lösung vorhanden war. Erst der Zusatz von Thioharnstoff und Peroxidisuluuvj aui
itv- yuauiaic vxjii tiwa ~j λ *j hihi gc3\»iiiui Kunststoffstreifen von 6 χ 60 mm am unteren Ende aufgeklebt.
Tränklösung I enthält:
1 g4-Amino-3-hydrazino-5-mercapto-l,2,4-triazol 1 g Thioharnstoff
100 ml 10%iges Ammoniak
Tränklösung II enthält:
0,5 g Kaliumperoxidisulfat
10 ml Dimethylsulfoxid
90 ml Wasser
Das Teststabchen zeigt nach Eintauchen in eine Lösung, der das gleiche Volumen an 10%iger Natronlauge zugesetzt wurde, noch 0,0005 mg Formaldehyd/100 ml durch blau-violette Färbung an.
Mit dem gleichen Teststabchen lassen sich noch 0,005 mg Acetaldehyd/100 ml durch rot-violette Färbung bzw. 0,5 mg Benzaldehyd/100 ml durch braun-violette Färbung deutlich nachweisen.
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Claims (3)

Patentansprüche:
1. Mittel zum Nachweis von Aldehyden mit Hilfe von -i-Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol, gekennzeichnet durch einen saugfähigen, das Chromogen enthaltenden Träger, der zusätzlich mit Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert ist.
2. Verfahren zur Herstellung des Mittels nach Anspruch 1„ dadurch gekennzeichnet, daß ein saugfähiger Träger mit 't-Amino-S-hydrazino-S-mercapto-1,2,4-triazol, Thioharnstoff und Peroxidisulfat imprägniert wird.
3. Verwendung des Mittels nach Anspruch 1 zum Nachweis und zur halbquantitativen Bestimmung von Aldehyden in Flüssigkeiten.
DE19782809475 1978-03-04 1978-03-04 Mittel und Verfahren zum Nachweis von Aldehyden Expired DE2809475C2 (de)

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DE2809475A1 DE2809475A1 (de) 1979-09-06
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