DE2857235A1 - An apparatus for defibrating and,at the same time,conditioning cellulosic material - Google Patents
An apparatus for defibrating and,at the same time,conditioning cellulosic materialInfo
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Description
Beschreibung;
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Defibrieren und
gleichzeitigem Konditionieren von zellulosehaltigem Material in welcher zellulosehaltige Materialien von solcher Konzentration,
daß sie nicht fließen, einer Bearbeitung durch Walzen, Kneten, Kompression und Mischen unterworfen werden.
Zu den Teilen einer bekannten Vorrichtung dieser Art gehört ein mit Einlaß und Auslaß versehenes Gehäuse, in welchem
wenigstens zwei Schrauben oder Schnecken angeordnet sind, die zu gemeinsamer Drehung gekoppelt sind und deren Wendeln
bzw. Gewinde zur Bearbeitung des dazwischen befindlichen zellulosehaltige Materials in Eingriff stehen. Jede der
Schnecken weist einen ersten axialen Abschnitt auf, dessen Steigung in Richtung vom Einlaßende des Gehäuses aus abnimmt.
Dieser erste Abschnitt der Schnecke geht in einen zweiten axialen Abschnitt von konstanter Steigung über, dessen
Steigung kleiner ist als die kleinste Steigung des ersten axialen Abschnitts. Das Gewinde jeder Schnecke ist mit ein
oder mehr Aussparungen am Umfang an ein oder mehr Gewindegängen im Bereich des Auslasses derart versehen, daß Nocken,
Zähne oder bogenförmige Aussparungen gebildet werden, in
welchen einzelne Teile des behandelten Materials einer örtlichen, radialen Kompression gegen eine gegenüberliegende
Kante bzw. einen Nutgrund unterworfen werden. Eine Anordnung der vorgeschriebenen Art ist bekannt beispielsweise aus der
schwedischen Patentschrift 333 095.
In der bekannten Vorrichtung wird zellulosisches Material
einer Bearbeitung durch Rollen, Kneten und Mischen zwischen den seitlichen Oberflächen der Wendeln bzw. Gewinde unterworfen,
wobei das Material in einzelne Fasern zerteilt wird, um Fasern einer gewünschten Länge im Hinblick auf die gewünschten
Eigenschaften des fertigen Erzeugnisses zu ergeben. Die Aussparungen an den Schnecken ergeben auch den Vorteil,
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daß das Material rascher zwischen den beiden Schnecken hindurchgezogen wird, wo es einer örtlichen, radial gerichteten
Kompression in demjenigen Raum unterworfen wird, der durch die seitlichen Oberflächen der Vorsprünge der
einen Schnecke und die Nutböden oder Kanten der anderen Schnecke bestimmt ist. Als Ergebnis hiervon wird das
Material nicht nur weiter deflbriert sondern auch einem Konditionierungsprozeß unterworfen. Unter Konditionieren
ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, daß die betreffenden bzw. freigelegten Fasern eine permanente Krümmung oder
Kräuselung erhalten,, die einen Filz willkürlieh orientierter
Fasern ergibt. Dies wiederum bedeutet, daß die Fasermasse ein höheres spezifisches Volumen erhält. Solch eine Masse
kann für viele Zwecke verwendet werden, wie etwa zum Herstellen von Flaum als Absorptionsmaterial für Babywindeln
oder Einlagen und insbesondere zum Herstellen von luftdurchlässigen
Platten zum Herstellen von beispielsweise mehrschichtigen Säcken oder Beuteln. In letzterem Fall ergibt
die permanente Kräuselung der Fasern auch den Vorteil, daß das endgültige Papiererzeugnis gesteigerte Streckbarkeit und
einen vergrößerten Reißfaktor von 20 - 40 % bzw. bis 25 % erhält. Beim Herstellen von beispielsweise mehrschichtigen
Säcken oder Beuteln ist die Fähigkeit der inneren Papierschichten, sich zu dehnen ohne zu reißen, wünschenswert, so
daß die äußeren Schichten des Sackes in der Lage sind, den Belastungen zu widerstehen, denen der Sack oder Beutel
während des Gebrauchs ausgesetzt ist.
Obgleich die bekannte Vorrichtung wie oben dargelegt bedeutende Vorteile ergibt, haben während der Entwicklung
dieser Vorrichtung durchgeführte Versuche gezeigt, daß die
radiale Kompression, der das zellulosische Material als Ergebnis der Aussparungen an den Schnecken unterworfen wird,
oft nicht ausreichend ist, um ein Enderzeugnis der gewünschten Qualität zu erhalten. Dies ist insbesondere dann der Fall,
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wenn es zum Vergrößern der Kapazität der Vorrichtung erforderlich ist, den Bereich der Aussparungen zu vermindern.
Die Bedingungen unter denen eine befriedigende radiale Kompression des zellulosischen Materials erreichbar ist,
d.h. die Anwendung von Aussparungen gegebener Größe, stehen daher in Widerspruch zu den Bedingungen unter denen die
Kapazität der Vorrichtung vergrößert werden kann. Ein Ziel der Erfindung ist es daher, das Problem zu lösen, das sich
aus diesen einander widersprechenden Bedingungen ergibt, was in folgender Weise erklärt werden kann.
Je größer die Aussparungen in den Gewinden der Schnecken sind, um so weniger sind diese in der Lage, das Material zu fördernu.
um so weniger wird das Material im Bereich des Auslasses der Vorrichtung axial zusammengedrückt. Wenn beispielsweise der f
auf das Material ausgeübte Druck zu gering ist, d.h. die j Aussparungen zu grpß sind, vermindert sich die Kapazität
der Vorrichtung beträchtlich. Um die Förderkapazität der j
.zu, ° . ' ι
Schnecken\steigern und damit die Produktionskapazität der i
Vorrichtung, ist es erforderlich die Größe der Aussparungen j
zu veringern. Das Ergebnis hiervon ist jedoch, daß die ge- .j wünschte radiale Kompression des Materials vermindert wird.
Praktisch bestand die Lösung in Gestalt eines Kompromisses, bei dem weder die Kapazität der Vorrichtung, noch die radiale
Kompression des Materilas so groß waren, wie es wünschens- :
wert wäre.
Die vorstehenden Probleme, durch welche der Nutzwert der Vorrichtung in der allgemeinen Praxis vermindert wurde,
werden durch die vorliegende Erfindung gelöst. Im Rahmen der Erfindung kann das Problem dadurch gelöst werden, daß die
Nutböden bzw. Innenbereiche der Schnecken mit Stegen bzw. Längselementen versehen werden, die bei Drehung der Schnecke
in die Aussparungen einer entsprechenden Wendel bzw. eines Gewindes an einer gegenüberstehenden Schnecke eintreten.
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Diese Längselemente vermindern die Materialmenge, welche die Tendenz hat, bei übermäßig langsamem Materialtransport in
Förderrichtung, von der Drehbewegung der Schnecken mitgenommen zu werden. Auf diesem Wege wird der Druck in axialer
Richtung vergrößert, also die Förderwirkung der Schnecken gesteigert, während die Größe der Aussparungen an den Gewinden
beibehalten wird. Tatsächlich ermöglicht es die Erfindung, die Aussparungen an den Gewinden größer zu machen
als es bisher der Fall war ohne die Kapazität der Vorrichtung
j zu beeinträchtigen.
Ein weiterer durch die Längselemente erzielter Vorteil ist, daß festgestellt werden konnte, daß sie das zellulosische
Material radial in einer Weise zusammendrücken, die bisher nicht bekannt war, wobei diese radiale Kompression zwischen
den Stegen bzw. Längselementen und den seitlichen Oberflächen
der Aussparungen in einem gegenüberliegenden Gewindegang der Schnecke auftritt. Diese zusätzliche Kompression
des Materials ergibt einen zusätzlichen Konditionierungseffekt und damit eine gesteigerte Kapazität der Vorrichtung.
Demnach betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Defibrieren und Konditionieren von zellulosischem Material
von derartiger Konzentration, daß das Material nicht fließt, wobei die Vorrichtung mindestens zwei Schnecken aufweist,
die parallel zueinander in einem mit Einlaß und Auslaß versehenen Gehäuse angeordnet sind und miteinander in Eingriff
stehen um das Material zu bearbeiten, und wobei die Gewinde der Schnecken Aussparungen am Umfang von wenigstens einem
oder zwei Gewindegängen aufweisen, die Zähne bzw. Vorsprünge
zwischen den Aussparungen bilden, gekennzeichnet durch Längselemente,
die sich parallel zur Schheckenachse erstrecken und an jeder Schnecke zwischen den Gängen desjenigen Teils
des betreffenden Gewindes angeordnet sind, der mit den Aussparungen versehen ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung und Aufzeigen weiterer
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Vorteile derselben sind nachstehend anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele beschrieben, und zwar zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Defibrieitm
und Konditionieren von Zellulosepulpe mit zwei gegenseitig in Eingriff stehenden Schnecken, welche Längselemente gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung aufweisen;
Figur 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Figur 1;
Figur 3 einen Querschnitt durch eine Defibrier- und Konditioniervorrichtung
der in Rede stehenden Art, bei der die Längselemente der Gewinde gemäß einem weiteren
Auführungsbeispiel der Erfindung ausgeführt sind;
Figur 4 perspektivisch einen Abschnitt eines Schneckengewindes einer Defibrier- und Konditioniervorrichtung gemäß
der Erfindung, welche Längselemente gemäß einem dritten AusfUhrungsbeispiel der Erfindung zeigt.
In Figur 1 und 2 sind zwei Wellen 1 und 2 gezeigt, die für Drehung parallel zueinander in einem Gehäuse 3 angeordnet
sind. Die Wellen 1 und 2 sind für gemeinsame Drehung in entgegengesetzten
Richtungen, beispielsweise durch ein hier nicht gezeigtes Getriebe, verbunden. Jede der Wellen 1 und 2 trägt
ein Gewinde 4 bzw. 5, das sich über den Hauptteil der Wellenlänge innerhalb des Gehäuses 3 erstreckt. Die Gewinde 4 und 5
können lösbar an den Wellen auf eine Weise befestigt sein,
die hier nicht im einzelnen gezeigt ist. Die Querschnittsform des Gehäuses 3 ist den miteinander in Eingriff stehenden
Schnecken 4 und 5 derart angepaßt, daß die innere Oberfläche des Gehäuses im wesentlichen der imaginären Oberfläche entspricht,
welche die Schnecken bei ihrer Drehung beschreiben. Das Gehäuse ist an einem Ende mit einer Einlaßöffnung 6 für
das zu behandelnde zellulosische Material versehen und an seinem anderen Ende mit einer ringförmigen Auslaßöffnung 7
bzw. 8, welche die beiden Wellen 1 und 2 umgibt. Diesbezüglich
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ist die Stirnwand 9 des Gehäuses 3 auf die Auslaßöffnung hin nach innen eingezogen, um eine gewisse Dämmwirkung auf das
zellulosische Material beim Verlassen des Gehäuses auszuüben. Die Auslaßöffnungen 7, 8 haben einen regelbaren Durchflußbereich,
z.B. dadurch, daß die Stirnwand 9 in axialer Richtung des Gehäuses einstellbar ist. Eine solche Konstruktion ist
Gegenstand der schwedischen Patentschrift 314 288 „ Im Raun?
der einwärts gezogenen Stirnwand 9 tragen die Wellen 1 und 2 gesonderte Gewinde 10 bzw. 11, die miteinander zur Abgabe des
Materials durch die Auslaßöffnungen 7 und 8 in Eingriff stehen.
Jedes Gewinde 4 und 5 weist einen vorderen Abschnitt 4a bzw, 5a und einen hinteren Abschnitt 4b bzw. 5b auf. Die hinteren
Abschnitte 4b, 5b der Schnecken 4, 5 erstrecken sich vom Einlaßende
des Gehäuses bis zu einem Bereich, der etwa in der Mitte des Gehäuses liegt, wo dann die hinteren Abschnitte 4b„
5b in die vorderen Abschnitte 4a, 5a übergehen und kontinuierliche Schneckengewinde auf den Wellen 1, 2 formen. Die
Steigung der Gewindeabschnitte 4b, 5b vermindert sich kontinuierlich
vom Einlaßende aus, während die Steigung der Gewindeabschnitte 4a, 5a konstant aber kleiner als die kleinste
Steigung der Abschnitte 4b, 5b ist, d.h. kleiner als die Steigung zwischen den beiden letzten Gewindegängen der
hinteren Abschnitte 4b, 5b. Die Einlaßöffnung 6 des Gehäuses 3 befindet sich somit oberhalb der Schnecken an einer Stelle
an der die Steigung der Gewinde am größten ist.
Die beiden vorderen Gewindeabschnitte 4a, 5a sind mit Aussparungen
13, 14 versehen, die gleichförmig über die gesamten
vorderen Abschnitte verteilt sind und Zähne oder Vorsprünge 15, 16 daran formen. Beim gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
haben diese Aussparungen die Gestalt von im wesentlichen dreieckigen Kerben, deren Tiefe einen Teil der radialen Erstreckung
des betreffenden Gewindes einnimmt.
Die Gewinde 4, 5 haben eine Querschnittsform entsprechend
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etwa einem nach außen abnehmenden, im wesentlichen parallelen Trapez. Der Winkel unter dem die Seitenflächen der Gewinde
zur radialen Ebene geneigt sind, kann 5 - 15°, vorzugsweise 10° betragen. Die Beziehung zwischen der Steigung der betreffenden hinteren Gewindeabschnitte 4b, 5b und den Querschnittsdimensionen ist so gewählt, daß keine wesentliche
Kompression des zellulosischen Materials zwischen den korrespondierenden Oberflächen der miteinander in Eingriff stehenden
Sewindeabschnitte auftritt. Andererseits sind Steigung und
Querschnittsdimensionen der vorderen Gewindeabschnitte 4a, 5a sorgfältig aufeinander abgestimmt, um eine Kompression dey
Materials zwischen einander gegenüberliegenden Seitenflächen miteinander in Eingriff stehender Gewindeabschnitte und
zwischen den Zähnen (15 oder 16) von dem einen Gewindeabschnitt (4a oder 5a) und dem Nutboden oder Gegenflächenbereich
des anderen Gewindeabschnittes zu bewirken. Die Abstände insgesamt sind so gewählt, daß die Gefahr einer Verkürzung
der Fasern infolge Zerschneidens vermieden wird. Die Abstände zwischen einander gegenüberstehenden Oberflächen betragen
vorzugsweise mehr als 2 mm.
Die Umfangsoberflache von den Scheiteln der Gewindegänge von
den vorderen Gewindeabschnitten 4a, 5a hat eine Breite von nur einem Bruchteil der Steigung der Gewinde. Dies ist von
großer Bedeutung bezüglich der Art in welcher die Scheitel der Gewindegänge in den Raum zwischen benachbarten Gewindegängen der gegenüberliegenden Schnecke eintreten, der mit
zellulosischem Material gefüllt ist. Das Verhältnis zwischen
der Tiefe des Gewindes und seiner Steigung ist für die vorderen Gewindeabschnitte 4a, 5a auch von Bedeutung be- · j
■■ ' ' ■..■·■ ■ . ■ ■ ■ I
züglich des Anhaftens des Materials an der Schnecke. Im Aus- f führungsbeispiel ist dieses Verhältnis annähernd 2:1. Vor- I;
■ I zugsweise ist dieses Verhältnis nicht kleiner 3ϊ2. f
Gegenüber jeder der Aussparungen 13 bzw. 14 in dem einen
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Gewindeabschnitt der vorderen Gewindeabschnitte 4a bzw. 5a
ist ein Längselement 17 bzw. 18 in Form eines Steges an der
betreffenden Welle 1 bzw. 2 angeordnet. Jedes der Längselemente erstreckt sich parallel zur Welle, von Gewindegang zu
Gewindegang, längs des gesamten betreffenden vorderen Gewindeabschnitts,
radial benachbart zum Grund der entsprechenden Aussparung. Die Höhe und Breite der Stege oder Längselemente
17, 18 können zwischen 2/3 bis 1/3 bzw. 1/4 bis 1/2 der Gewindetiefe liegen, und im Ausführungsbeispiel sind es 1/3
bzw. 1/4 dieser Tiefe.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende. Nach dem Starten der Schnecken wird zellulosisches Material in das
Gehäuse 3 über die Einlaßöffnung 6 eingefüllt. Zum Zeitpunkt der Beschickung der Vorrichtung hat das Material eine Konzentration
bzw. Konsistenz von mehr als annähernd 12,5 % fester Substanz, vorzugsweise etwa 25 %. Im Bereich der
hinteren Gewindeabschnitte 4b, 5b wird das Material befördert und in einer Weise verdichtet, daß es die Gegenflächenbereiche
der vorderen Gewindeabschnitte 4a, 5a ausfüllt (mit Gegenflächenbereich soll die Nut zwischen aufeinanderfolgenden
Gewindegängen bezeichnet sein). Als Folge der Kohäslon an
betreffenden Gewinden und weil das Material infolge seiner Konsistenz zu einer kohärenten Masse gepackt ist, rotiert das
in den Gegenflächenbereichen eingeschlossene Material konstant zusammen mit den vorderen Gewindeabschnitten. Solchermaßen
wird das zellulosische Material gezwungen wiederholt durch die Räume zwischen einander gegenüberstehenden ßeitenwänden
der Gewinde hindurchzutreten. Die Geschwindigkeit mit der das Material durch die Arbeitszonen geht, wird bestimmt durch
a) die Beschickungsgeschwindigkeit, b) die Austraggeschwindigkeit, die ihrerseits von dem Druchlaßbereich der Auslaßöffnungen
bestimmt ist, c) die Drehzahl der Schnecken, und die Eigenschaften des behandelten zellulosischen Materials. Je
Langer das Material in der Vorrichtung verbleibt, um so größer
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ist der Bearbeitungseffekt. Es ist daher wichtig, daß der
Durchflußbereich der Auslaßöffnungen gesteuert wird, damit ein bestimmtes zellulosisches Material optimale Eigenschaften
bei seiner Behandlung in der Vorrichtung erhält.
Weil die Umfangsgeschwindigkeit am Gewindeumfang wesentlich größer ist als am Boden der Gegenflächenbereiche oder Nuten
zwischen benachbarten Gewindegängen, wird das innerhalb des Bereichs jeder Aussparung 13, 14 in den vorderen Gewindeabschnitten
4a, 5a befindliche Material;·,zusammenbacken und in radialer Richtung auf die gegenüberliegenden Nutböden hingepreßt und dabei einer Wälz- und Scherbehandlung
unterworfen werden. Die radial gerichtete Kompression und Bearbeitung des Materials in der Nachbarschaft der Aussparungen
13, 14 bewirkt, daß das Material nicht nur defibriert wird, sondern daß die freigelegten Fasern auch eine
permanente Kräuselung erhalten und damit in ungeordneter Weise verfilzt werden. Dies bedeutet, daß die behandelte
Pulpe ein höheres spezifisches Volumen erhält, das sie für eine Vielzahl'von Anwendungsgebieten besonders geeignet macht,
beispielsweise als Absorptionsmaterial für Babywindeln und dergleichen.
Einen Jachst spezifischen Bearbeitungseffekt ergeben die
Längse$.emente 17, 18, die an den Wellen 1, 2 vorgesehen sind.
Während-der Drehung der Schnecken gelangen diese Längselemente
in die/Aussparungen an dem Gewindeäbschnitt der gegenüberliegende^' Schnecke. Auf diese Weise wird die Menge des
zellulosischen Materials vermindert, welches die Tendenz hat,
die Schneckendrehung bei besonders langsamer Bewegung in ] Förderi'ichtung mitzumachen. Daraus folgt ein Anstieg der
axial gerichteten Kraft, d.h. eine Vergrößerung der Förderwirkung
der Schnecken. Die Anordnung der Längselemente 17, bedeutet daher, daß die in Rede stehende Vorrichtung mit
wesentlich größeren Aussparungen versehen werden kann als es
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andernfalls möglich wäre ohne die Förderleistung der Schnecken erheblich zu beeinträchtigen. Das Ergebnis hiervon ist eine
gesteigerte radiale Kompression des zellulosischen Materials, während ein starker Materialfluß durch die Vorrichtung beibehalten
wird, wodurch eine gut defirierte und konditionierte Pulpe mit stark vermindertem Faserknotengehalt erzeugt wird
unter Beibehaltung großer Kapazität.
Die nachstehenden Beispielen mit Tabellen gestatten einen Vergleich zwischen der Verminderung des Faserknotengehalts
einer SuIfat-Knotenpulpe in praktischen Versuchen mit zwei
Vorrichtungen mit ,je zwei in Eingriff miteinander stehenden Schnecken, von denen die eine Vorrichtung mit Längselementen
gemäß der Erfindung versehen war, während bei der anderen solche Längselemente fehlten. Im übrigen waren beide Vorrichtungen
vollkommen übereinstimmend. Der Faserknotengehalt ist in den Tabellen in Gewichtsprozent angegeben.
Eine Sulfat-Knotenpulpe mit 4,8 Gew.-?6 Faserknoten und einem
Trockengehalt von ungefähr 30 % wurde in zwei gleiche Teile
geteilt. Einer dieser Teile wurde der Vorrichtung mit Längselementen zugeführt, während der andere Teil der Pulpe in
die Vorrichtung ohne solche Längselemente eingefüllt wurde. Die Menge der Beschickung der Vorrichtungen mit Pulpe je
Zeiteinheit, Drehzahlen und der Bereich der Auslaßöffnungen der Vorrichtungen sowie andere Bedingungen waren für beide
Vorrichtungen die gleichen.
Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten.
■ ■ ■■-■■■ ■ ■■ ■ ■■ -
' - 030603/0028
Faserknotenge- Faserknotenge- Verminderung Energieverbrauch halt der unbe- halt der be- des Faser- je Tonne von
handelten Pulpe handelten Pulpe knotengehalts Pulpe
4,8 96 1,8 % 62,5 % 236 kWh
Faserknotenge- Faserknotenge- Verminderung Energieverbrauch halt der unbe- halt der be- des Faser- je Tonne von
handelten Pulpe handelten Pulpe knotengehalts Pulpe
4,8 % 0,98 % 79,5 % 323 kWh
Die Vorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann in vieler Hinsicht innherhalb des Erfindungsrahmens
abgewandelt werden. Wenn z.B. die Längselemente an den Schneckenwellen angeordnet sind, wie im vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel,
können sie zugleich an der Schneckenwelle
und den Gewinden gelagert sein oder aber nur an der Welle oder nur an den Gewinden.
Auch ist es möglich, die Längselemente an den Schraubenwellen mit unterschiedlichen radialen Ausdehnungen oder mit Abstand
von den Schneckenwellen vorzusehen. Figur 3 zeigt ein solches Ausführungsbeispiel, bei dem die Längselemente 19, 20 im
Abstand von den Schneckenwellen 1,2 derart angeordnet sind, daß sie leicht in die Aussparungen 13, 14 der Schneckenabschnitte
4a, 5a hineinragen.
Es ist weiter möglich, die Längselemente in einem der vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiele so anzuordnen, daß sie seitlich versetzt sind und damit sich zwischen den Aussparungen
statt diesen gegenüber befinden. Figur 4 zeigt Längselemente 21 in einer solchen Ausführungsform^ wobei der zugehörige
030603/002«
Gewindeabschnitt 4a demontiert und von der Schneckenwelle
getrennt ist. Es sei bemerkt, daß die Längselemente in allen
beschriebenen Ausführungsbeispielen zweckmäßig mit gleichen gegenseitigem Abstand um die Schneckenwelle herum angeordnet
sein können, wie die Aussparungen an dem betreffenden Gewinde.
Wenn die Längselemente sich längs der Schneckenwelle über den vollen Abstand zwischen einander benachbarten Gewindegängen
erstrecken, wie dies auch beim ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist, können die axial aufeinanderfolgenden Längselemente
zweckmäßig als zusammenhängende, stangenartige Einheiten geformt sein (vgl. Figur 4), und die Gewinde werden zweckmäßig
mit durchgehenden öffnungen versehenf in welche die Stangen
eingesetzt und in ihrer Lage fixiert werden können. Eine solche Ausführungsform gestattet es, die Längseleraente bzw.
Stangen nach Bedarf ohne weiteres auszutauschen. Andererseits brauchen die Stangen oder Längselemente sich auch nur über
einen Teil des Abstandes zwischen einander benachbarten Gewindegängen zu erstrecken.
Gemäß einer weiteren Ausführungsmöglichkeit der Längselemente können diese Längselemente bzw. Stangen auch in Bezug aufeinander
größer oder aber kleiner in Richtung auf den Auslaß der Vorrichtung zu gemacht werden und/oder mit geriffelten
Oberflächen versehen werden, um die Reibung gegenüber dem zellulosischen Material zu vergrößern. Zum gleichen Zweck
können auch die Kantenoberflächen der durch die Aussparungen an den betreffenden Gewinden gebildeten Zähne mit einer
Riffelung oder dergleichen versehen werden. Derartige geriffelte Oberflächen können zweckmäßig an Bauteilen vorgesehen
werden, die lösbar auf den Oberflächen der Längselemente oder der Zähne montiert sind, wobei diese Bauteile
eines Längselements oder Zahns an die Bauteile eines gegenüberliegenden
Längselements oder Zahns angrenzen. Ein hierdurch bewirkter Vorteil besteht darin, daß die geriffelten
Oberflächen leicht auswechselbar sind durch geriffelte Oberflächen
von unterschiedlicher Art oder Größe und auch bei Verschleiß leicht ersetzt werden können. Zu dem gleichen
Zweck können die Längselemente oder Stangen auch lösbar an den Schneckenwellen und/oder den betreffenden Gewinden
montiert sein.
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Claims (14)
1. Vorrichtung zum Defibrieren und Konditionieren von
cellulosehaltigem Material einer nicht fließenden Konzentration mit mindestens zwei innerhalb eines Einlaß
und Auslaß aufweisenden Gehäuses parallel zueinander angeordneten Schnecken, die zur Bearbeitung des Materials
miteinander in Eingriff stehen und deren Gewinde am Umfang wenigstens einiger Gewindegänge Aussparungen
aufweisen, die Zähne zwischen den Aussparungen bilden, wobei zwischen den Gewindegangen der Aussparungen (13, 1'0
aufweisenden Teile der betreffenden Gewinde (4, 5) und in axialer Richtung der Schnecken Längselemente (17, 18;
19, 20; 21) fest angeordnet und geeignet sind in die Aussparungen (13, 14) der zusammenwirkenden Schnecken
bei deren Drehung einzugreifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente an den Schneckenwellen (1, 2) angeordnet
und fest an diesen und/oder den betreffenden Gewinden (4, 5) angebracht sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Längselemente (19, 20; 21) in radialem Abstand von der Schneckenwelle angeordnet und fest an einem zugehörigen
Gewinde angebracht sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Längselemente sich längs der Schneckenwelle über den vollen Abstand zwischen einander
benachbarten Gewindegängen erstrecken.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3,dadurch gekennzeichnet,
daß die Längselemente sich längs der Schneckenwelle über einen Teil des Abstandes zwischen
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einander benachbarten Gewindegängen erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente (21) sich längs der
Schneckenwelle durch öffnungen in einem zugehörigen
Gewinde hindurch erstrecken.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente sich längs
der Schneckenwelle über die gesamte axiale Länge des mit Aussparungen versehenen Teils (4a, 5a) des Gewindes
erstrecken.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längselemente sich längs der Schneckenwelle über einen Teil der axialen Erstreckung
des mit Aussparungen versehenen Teils (4a, 5a) eines zugehörigen Gewindes erstrecken.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente in Richtung
auf den Auslaß (7, 8) größer oder kleiner werden.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente mit gleicher Teilung wie die Aussparungen in dem Gewinde um die
Schneckenwelle herum angeordnet sind, wobei jedes Längselement sich mit radialem Abstand von der Welle durch
eine der Aussparungen hindurch erstreckt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9> dadurch gekennzeichnet,
daß die Längselemente (21) mit der gleichen Teilung wie die Aussparungen in dem Gewinde um die
Schneckenwelle herum angeordnet sind, wobei jedes Längselement sich mit radialem Abstand zur Welle zwischen
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benachbarten Aussparungen erstreckt.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente und/oder
die Kanten der die Aussparungen des zugehörigen Gewindes bildenden Vorsprünge (15, 16) geriffelte Oberflächen
oder dergleichen aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die geriffelten Oberflächen
auf Bauteilen angebracht sind, die lösbar an den Längselementen
und/oder den Oberflächen der Kanten aneinandergrenzender Vorsprünge montiert sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längselemente lösbar an der Schneckenwelle und/oder an einem zugehörigen Gewinde
montiert sind.
Patentanwalt
S. Schubert
030603/0028
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE7713845A SE408920B (sv) | 1977-12-06 | 1977-12-06 | Anordning for att defibrera och konditionera cellulosamaterial |
| PCT/SE1978/000077 WO1979000345A1 (en) | 1977-12-06 | 1978-11-14 | An apparatus for defibrating and,at the same time,conditioning cellulosic material |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2857235A1 true DE2857235A1 (de) | 1980-12-11 |
Family
ID=26656925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782857235 Withdrawn DE2857235A1 (de) | 1977-12-06 | 1978-11-14 | An apparatus for defibrating and,at the same time,conditioning cellulosic material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2857235A1 (de) |
-
1978
- 1978-11-14 DE DE19782857235 patent/DE2857235A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |