DE2856291C2 - Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn - Google Patents
Düsenvorrichtung zur Herstellung von SchlingenblasgarnInfo
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- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/16—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam
- D02G1/161—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam yarn crimping air jets
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Description
Die Erfindung betrifft eine Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn, bestehend aus
einem eine Blaskammer bildenden Düsenkörper mit einem Anschluß für ein Blasmedium, aus einem sich in
die Blaskammer erstreckenden, einen zu der Düsenachse koaxial verlaufenden Garneinführungskanal aufweisenden
Nadeleinsatz mit konisch gespitzter Düsennadel sowie aus einem sich von der Gegenseite her ebenfalls
in die Blaskammer erstreckenden Düseneinsatz mit einem Garnausführungskanal, der einlaßseitig eine
kegelförmige Verjüngung aufweist, an deren engstem Querschnitt sich ein Diffusor anschließt, wobei die
konisch gespitzte Düsennadel in die kegelförmige Verjüngung des Düseneinsatzes hineinragt.
Eine derartige Düsenvorrichtung ist beispielsweise aus der DE-OS 20 55 319 bekannt. Um eine Verbesserung
der Texturierwirkung der Düsenvorrichtung zu erreichen, wird dort zur Erhöhung der Asymmetrie der
Gasströmungsverhältnisse vorgeschlagen, entweder die konische Spitze der Düsennadel oder aber den
Garneinführungskanal exzentrisch zur Düsenachse anzuordnen, gegebenenfalls schließlich den Garnausführungskanal
exzentrisch anzuordnen, vgl. dort Fig. 2.
Es hat sich gezeigt, daß Düsenvorrichtungen dieser Art einen verhältnismäßig hohen Luftverbrauch erfordern.
Außerdem gestatten sie nur eine relativ niedrige Überlieferungsrate, so daß der Schlingenbildungseffekt
begrenzt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Düsenvorrichtung zur Verfugung zu stellen, welche bei niedrigem
Luftverbrauch eine hohe Fadenüberlieferung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Düsenvorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß kurz hinter dem Einlaßquerschnitt des Diffusors eine endseitig verschlossene Staukammer
mündet
Ό »Endseitig verschlossen« bedeutet, daß diese Staukammer
(die auch als Resonanzkammer bezeichnet werden kann) nur zum Diffusor hin offen ist.
Der Winkel α, unter dem die Staukammerachse zur Düsenachse steht, kann in weiten Grenzen schwanken
'5 und ist letztlich nur durch die Geometrie des
Garnausführungskanals, insbesondere durch die Größe des Diffusorwinkels und durch die Größe des Kegelwinkels
der kegelförmigen Verjüngung begrenzt. Er liegt in der Regel zwischen 30° und 120°.
Besonders gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn der Winkel <x kleiner als 90° ist. In dem bevorzugten
Bereich von 40° bis 90° lassen sich innerhalb des Bereiches von 60° bis 70° die besten Ergebnisse
erziele.i.
Der Garnausführungskanal kann zwischen der einlaufseitig befindlichen kegelförmigen Verjüngung
und dem Diffusor einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt aufweisen. Vorzugsweise aber schließt sich
der Diffusor unmittelbar an die kegelförmige Verjün-
•io gungan.
Wenn erfindungsgemäß »kurz hinter dem Einlaßquerschnitt des Diffusors« eine endseitig verschlossene
Kammer münden soll, dann bedeutet dies, daß — je nach Größe des Winkels α — der Schnittpunkt der
Staukammerachse mit der Düsenachse nicht mehr als etwa 20 mm von dem Einlaßquerschnitt des Diffusors
entfernt liegen soll. Vorzugsweise soll dieser Abstand nicht mehr als etwa 10 mm betragen, wobei man den
Mündungsquerschnitt der Staukammer möglichst nahe
"to an den Einlaßquerschnitt des Diffusors verlegt (Werkstoff-
und Werkzeugfrage).
Durch die erfindungsgemäß im Diffusor vorgesehene Staukammer wird eine starke Erhöhung der Exzentrizität
der Strömungsverhältnisse bewirkt, die sich in einer deutlichen Verbesserung des Wirkungsgrades niederschlägt.
Dadurch lassen sich höhere Überlieferungsraten, also stärkere Schlingenbildung, boi abgesenktem
Luftverbrauch erzielen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert.
Die erfindungsgemäße Düsenvorrichtung besteht in an sich bekannter Weise aus einem Düsenkörper 1 mit
Blaskammer 2 und Öffnung 3 für das aus Richtung des Pfeiles G zuströmende Blasmedium, z. B. Druckluft, aus
einem einlaßseitig in den Düsenkörper 1 eingeschobenen Nadeleinsatz 4 mit konisch gespitzter Düsennadel 6
und Garneinführungskanal 5 für das aus Richtung des Pfeiles F kommende Filamentgarn, sowie aus dem von
der Gegenseite her in den Düsenkörper 1 eingeschobenen Düseneinsatz 7 mit einem Garnausführungskanal,
der einlaßseitig eine kegelförmige Verjüngung 8 und — vorzugsweise unmittelbar — daran anschließend einen
Diffusor 9 aufweist. Erfindungsgemäß mündet kurz hinter dem Einlaßquerschnitt 13 des Diffusors 9 eine
Staukammer 12, die durch seitliches Aufbohren des
μ Düseneinsatzes 7 und endseitige Anordnung eines
Verschlusses 14 endseitig verschlossen ist. Der Durchmesser der Staukammer 12 beträgt in der Regel weniger
als 2 mm für übliche Garnausführungskanal-Abmessun-
gen. Der Winkel α zwischen der Staukammerachse 11
und der Düsenachse 10 liegt vorzugsweise zwischen 45° und 90°, so daß die Staukammer 12 gegen das
ausströmende Blasmedium gerichtet ist.
Mit einer Düsenvorrichtung, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist (α = 65°, Staukarrimerdurchmesser
0,9 mm) läßt sich ein Polyäthylenterephlhalat-Fadenbündel
340dtexf72 bei Texturiergeschwindigkeiten
von 120 bis 180 m/min und einem Luftdruck von IG bar
bei einem Luftverbrauch von 8,4 Nm3/h mit einer
Oberlieferung von 30% zu einem ausgezeichneten Schlingenblasgarn verarbeiten. Die maximal mögliche
Überlieferung beträgt z.B. bei 8 bar und 150NmVh
70%, der Luftverbrauch beträgt hierbei 6,6 NmVh.
Verwendet man hingegen eine Düsenvorrichtung gemäß Figur 1 der DE-OS 20 55 319, so läßt sich bei
8 bar mit einem Luftverbrauch von 7,6 NmVh eine maximal mögliche Oberlieferung von 67% erzielen.
Verwendet man eine Düsenvorrichtung gemäß Figur 2 der DE-OS 20 55 319 (mit angeschliffener
Nadel) so steigt der Luftverbrauch auf 13,3 NmVh, und es läßt sich eine maximal mögliche Oberlieferung von
81% erzielen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn,
bestehend aus einem eine Blaskammer bildenden Düsenkörper mit einem Anschluß für ein
Blasmedium, aus einem sich in die Blaskammer erstreckenden, einen zu der Düsenachse koaxial
verlaufenden Garneinführungskanal aufweisenden Nadeleinsatz mit konisch gespitzter Düsenachse
sowie aus einem sich von der Gegenseite her ebenfalls in die Blaskammer erstreckenden Düseneinsatz
mit einem Garnausführungskanal, der einlaßseitig eine kegelförmige Verjüngung aufweist,
an deren engstem Querschnitt sich ein Diffusor anschließt, wobei die konisch gespitzte Düsennadel
in die kegelförmige Verjüngung des Düseneinsatzes hineinragt, dadurch gekes. nzeichnet, daß
kurz hinter dem Einlaßquerschnitt (13) des Diffusors (9) eine endseitig verschlossene Staukammer (12)
mündet.
2. Düsenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Staukammerachse (11) mit
der Düsenachse (10) einen Winkel (α) zwischen 30° und 120° bildet.
3. Düsenvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (λ) zwischen 45°
und 90°, vorzugsweise zwischen 60° und 70° liegt.
4. Düsenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Diffusor (9)
sich unmittelbar an die kegelförmige Verjüngung (8) des Garnausführungskanals anschließt.
5. Düsenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnittpunkt
der Staukammerachse (11) mit der Düsenachse (10) nicht mehr als etwa 10 mm von dem Einlaßquerschnitt
(13) des Diffusors (9) entfernt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2856291A DE2856291C2 (de) | 1978-12-27 | 1978-12-27 | Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn |
| US06/310,188 US4521945A (en) | 1978-12-27 | 1981-10-09 | Yarn bulking jet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2856291A DE2856291C2 (de) | 1978-12-27 | 1978-12-27 | Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2856291B1 DE2856291B1 (de) | 1980-03-13 |
| DE2856291C2 true DE2856291C2 (de) | 1980-11-06 |
Family
ID=6058473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2856291A Expired DE2856291C2 (de) | 1978-12-27 | 1978-12-27 | Düsenvorrichtung zur Herstellung von Schlingenblasgarn |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4521945A (de) |
| DE (1) | DE2856291C2 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| CH687086A5 (de) * | 1993-05-11 | 1996-09-13 | Heberlein & Co Ag | Vorrichtung zum Behandeln wenigstens eines laufenden Multifilamentgarns. |
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Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3638291A (en) * | 1970-10-01 | 1972-02-01 | Du Pont | Yarn-treating jet |
| US3852857A (en) * | 1972-05-04 | 1974-12-10 | Fiber Industries Inc | Textile fluid crimping apparatus |
| GB1487180A (en) * | 1973-12-07 | 1977-09-28 | Ici Ltd | Yarn crimping process and apparatus |
-
1978
- 1978-12-27 DE DE2856291A patent/DE2856291C2/de not_active Expired
-
1981
- 1981-10-09 US US06/310,188 patent/US4521945A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4521945A (en) | 1985-06-11 |
| DE2856291B1 (de) | 1980-03-13 |
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Legal Events
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