DE2853729A1 - Verfahren zum brennen von pellets auf einem wanderrost - Google Patents
Verfahren zum brennen von pellets auf einem wanderrostInfo
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Description
Verfahren zum Brennen von Pellets auf einem Wanderrost
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Brennen von Pellets auf einem Wanderrost, nach dem die
Pellets in einer Vor- und einer Haupttrocknungszone einer Trocknung, in einer Aufheizzone einem Aufheizen, in einer
Brenn- und einer Nachbrennzone einem Brennen sowie in einer ersten und einer zweiten Kühlzone einer Kühlung unterworfen
werden, wobei in beiden Kühlzonen durch die Beschickung Kühlluft gedrückt wird, Abluft aus der ersten Kühlzone der Aufheizzone,
der Brennzone und der Nachbrennzone zugeleitet wird sowie Abluft aus der zweiten Kühlzone der einen
Trocknungszone und Abgase aus der Brenn- und Nachbrennzone der anderen Trockungszone zugeführt werden.
Grünpellets aus Erzen und Zuschlagstoffen werden in einer Schicht bestimmter Dicke auf einen Wanderrost aufgetragen
und durch einen Ofen gefördert, wo sie in den vier Hauptstufen des Verfahrens getrocknet, aufgeheizt, gebrannt
und gekühlt werden. Um den Ablauf des Brennverfahrens wärmeökonomisch
möglichst günstig zu gestalten, ist es üblich, den Ofen in mehrere Zonen zu unterteilen, so daß die Prozeßgase
getrennt aus den einzelnen Zonen abgesaugt und in anderen weiter^verwendet werden können. So ist in der DE-PS 1 433
ein Verfahren beschrieben, nach dem die Pellets sieben Zonen, nämlich eine Vortrocknungszone, eine Haupttrocknungszone,
eine Aufheizzone, eine Brennzone, eine Nachbrennzone und eine erste und zweite Kühlzone durchwandern und Abluft aus
der ersten Kühlzone für die Aufheiz-, die Brenn- und die
Nachbrennzone bzw. Abluft aus der zweiten Kühlzone für die
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Haupttrocknungszone weiter^verwendet wird, wobei der
heißere Teil der Abgase aus der Brennzone und die heißen Abgase aus der Nachbrennzone direkt der Vortrocknungszone
zugeleitet werden. Da die Pellets nun langsam und bei nicht zu hoher Temperatur getrocknet werden sollen, muß dem Gaskreislauf
nicht vorgewärmte Frischluft beigemischt werden, was zur Abkühlung der Prozeßgase auf eine gewünschte
Temperatur auch an anderen Stellen der Gas- Luftführung notwendig ist. Diese Temperaturregelung durch Frischluftzufuhr
läßt die beim Brennverfahren umzuwälzende Abgasmenge stark ansteigen, wodurch die Gebläse entsprechend leistungsfähig
ausgelegt sein müssen und sich hohe Investitionsund Betriebskosten ergeben. Ein weiterer Nachteil des bekannten
Verfahrens liegt darin, daß ein Teil dieses mit Frischluft versetzten Prozeßgases mit relativ hoher Temperatur
ins Freie gelangt, ohne im Prozeß verwendet werden zu können, was einen entsprechenden Wärmeverlust für den Gesamtprozeß
bedeutet.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese
Mängel zu beseitigen und ein Verfahren der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, daß die einzuspeisende
Frischluftmenge reduziert werden kann und eine gesteigerte Auswertung des Wärmegehaltes der Prozeßgase möglich ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Abgase aus der Nachbrennzone in einem Abhitzekessel abgekühlt
und anschließend zusammen mit den Abgasen aus der Brennzone zu einer Trocknungszone weitergeleitet werden.
Der Abhitzekessel erlaubt eine Abkühlung der heißen Abgase aus der Nachbrennzone in einem solchen Aus!** t daß das Mischgas
aus dem den Abhitzekessel verlassenden ^bgas und dem Abgas
aus der Brennzone gerade die Temperatur besitzt, die für die Trocknung der Pellets erforderlich ist. Eine Temperaturregelung mit Hilfe von zusätzlicher Frischluft ist daher
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gar nicht oder nur in sehr geringem Umfange notwendig, wodurch die anfallende Gasmenge klein bleibt und die Gebläse
entsprechend schwächer ausgelegt werden können. Darüber hinaus ergibt der Abhitzekessel die Möglichkeit einer
verbesserten Ausnützung der Prozeßwärme, da der im Abhitzekessel erzeugte Dampf beispielsweise zur Schwerölvorwärmung
bzw. Ölzerstäubung für die Brenner, zur Stromgewinnung oder auch anderweitig verwendet werden kann.
Da nur die Verwertung von Abgasen hoher Temperatur im Abhitzekessel wirtschaftlich ist, werden meist nur die
Abgase aus der Nachbrennzone, die ja die heißesten sind, durch den Abhitzekessel geleitet, doch können erfindungsgemäß zusätzlich
zu den Abgasen aus der Nachbrennzone auch heiße Abgase aus der Brennzone durch den Abhitzekessel geführt
werden, wenn diese heiß genug sind.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Abluft aus der zweiten Kühlzone der Vortrocknungszone
und die nach dem Durchströmen des Abhitzekessels mit den Abgasen aus der Brennzone vereinigten
Abgase aus der Nachbrennzone der Haupttrocknungszone zugeführt. Der nur schwach erwärmte Luftteil aus der zweiten Kühlzone
ist direkt für die Verwendung in der Vortrocknungszone geeignet und wird über diese ins Freie geblasen. Der stärker
erwärmte Luftteil aus der zweiten Kühlzone wird in die Aufheizzone, die Brennzone und die Nachbrennzone geleitet, wobei
die die Nachbrennzone verlassenden heißen Abgase bzw. der heißeste Teil der aus der Brennzone kommenden Abgase
ihre Überschußwärme im Abhitzekessel abgeben, so daß das
Mischgas aus den nicht durch den Abhitzekessel geführten und den durch den Abhitzekessel geführten Abgasen die für die
Haupttrocknungszone erforderliche Temperatur besitzt. Die Zuleitung dieser Mischgase zur Haupttrocknungszone bzw. die
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Zuleitung der Abluft aus der zweiten Kühlzone in die Vortrocknungszone
erfordert die geringsten Temperaturkorrekturen dieser Prozeßgase, so daß ein wärmeökonomisch
optimaler Verfahrensablauf ermöglicht ist.
Übliche Vorrichtungen zum Brennen von Pellets auf einem Wanderrost weisen unterhalb des Wanderrostes mit Sammelleitungen
in Verbindung stehende Windkasten auf und nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
nehmen die der Brenn- bzw. Nachbrennzone zugeordneten Windkasten und Sammelleitungen die Heizflächen des Abhitzekessels
auf, wobei diese Heizflächen vorzugsweise innerhalb oder vor deren Auskleidung liegen. Damit kann der Abhitzekessel
nicht nur unmittelbar in den vorhandenen Ofen integriert werden, sondern es ergibt sich vor allem auch
ein zusätzlicher Schutz der Windkasten und Sammelleitungen vor frühzeitigem thermischem Verschleiß, da die Windkasten
und Sammelleitungen bzw. deren Auskleidung, Ausmauerung usw. durch die Heizflächen ja gekühlt und nicht mehr einer so
hohen thermischen Belastung wie bisher unterworfen werden.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens rein schematisch dargestellt,
und zwar zeigen
Fig. 1 den Grundaufbau eines Brennofens und Fig. 2 einen Querschnitt durch den Wanderrost in der Nachbrennzone
.
Ein Wanderrost 1 zur Aufnahme einer Schicht von Pellets führt durch die sieben Behandlungsζonen des Brennofens,
und zwar die Vortrocknungszone 2, die Haupttrocknungszone 3» die Aufheizzone 4, die Brennzone 5, die Nachbrennzone
6 sowie die erste Xühlzone 7 und die zweite Kühlzone Um diese Behandlungszonen ausbilden zu können, ist die über
dem Wanderrost 1 aufgebaute Ofenhaube 9 durch Trennwände
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entsprechend unterteilt und unterhalb des Rostes 1 sind vier Windkasten 11, 12, 13, 14 vorgesehen, von denen
der Windkasten 11 der Vortrocknungszone 2, der Windkasten 12 der Haupttrocknungs- und Aufheizzone 3,4, der Windkasten
13 der Brenn- und Nachbrennzone 5,6 und der Windkasten 14 der ersten und zweiten Kühlzone 7, 8 zugeordnet
sind. Ofenhaube 9 und Windkästen ; 11, 12, 13, 14 sind gegenüber
dem Wanderrost 1 abgedichtet, so daß sich über und unter dem.Wanderrost bzw. der aufgetragenen Pelletsschicht
definierte Drücke einstellen und damit die einzelnen Verfahrensschritte steuern lassen. Zur Ausnützung des Wärmegehaltes
der heißesten Abgase und gleichzeitig zu deren Temperaturregelung ist im Windkasten 13 im Bereich der Nachbrennzone
ein Abhitzekessel 15 angeordnet, dessen Heizflächen 16, wie in Fig. 2 angedeutet, entlang der Wände von
Windkasten 13 und mit diesem in Verbindung stehender Sammelleitung
17 liegen. Diese Heizflächen 16 können innerhalb oder außerhalb der Auskleidung bzw. Ausmauerung vorgesehen
werden, kühlen die thermisch am stärksten belasteten Teile und verhindern so einen frühen thermischen Verschleiß.
Beim Brennen der Pellets wird nun über das Kühlluftgebläse 18 Kühlluft 19 in beiden Kühlzonen 7, 8 von unten
nach oben durch den Wanderrost 1 und seine Beschickung gedrückt, wodurch sie sich selbst erwärmt und die Pellets auf
die gewünschte Temperatur von ca. 100 - 1200C abkühlt. Die
Abluft 20 aus der zweiten Kühlzone 8, die sich nur schwach erwärmt (250 - 3000C), gelangt über das Haubenrekuperationsgebläse
21 in die Vortrocknungszone 2, wo sie ebenfalls von unten nach oben die Pelletsschicht durchströmt, diese trocknet
und,auf etwa 50 - 60°C abgekühlt,vom Abluftgebläse 22 ins
Freie geblasen wird. Die sich auf ca. 800 - 9000C erwärmende
Abluft 23 aus der ersten Kühlzone 7 wird der Aufheizzone, der Brennzone und der Nachbrennzone zugeleitet, wobei sie
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in der Aufheiz- und Brennzone 4,5 zusammen mit den Verbrennungsgasen
aus den Brennern 24 und in der brennerlosen Nachbrennzone allein von oben nach unten durch den Wanderrost
und seine Beschickung strömt. Ein Gebläse 25 saugt nun die Abgase 26 aus der Brennzone direkt und die Abgase
27 aus der Nachbrennzone über den Abhitzekessel 15 aus dem Windkasten 13 ab und drückt sie in die Haupttrocknungszone
3. Da die Abgase 27 aus der Nachbrennzone und die aus dem Endbereich der Brennzone sehr heiß sind und eine Temperatur
von etwa 550 - 65O°C besitzen, ist ihre Verwertung im Abhitzekessel
vorgesehen, wo unter Rückgewinnung der überschüssigen Wärmeenergie die Temperatur dieser Abgase 27 so
gesenkt wird, daß das Mischgas aus diesen Abgasen und den nicht durch den Abhitzekessel geführten Abgasen 26 aus der
Brennzone, die eine Temperatur von etwa 350 - 55O0C aufweisen,
die zur Trocknung der Pellets erforderliche Mindesttemperatur von etwa 3200C erreicht. Die zur Haupttrocknungszone
3 geführten Mischgase 28 werden von oben nach unten durch die Beschickung des Wanderrostes in den Windkasten
12 gedrückt, von wo sie zusammen mit den Abgasen 29 aus der Aufheizzone, die nur eine Temperatur von 100 - 35O0C
besitzen, über das Gebläse 30Jn den Kamin 31 gefördert werden.
Auf Grund des Abhitzekessels 15 ist eine Temperaturregelung der heißen Abgase aus der Brennzone und der Nachbrennzone
für die Trocknung der Pellets durch ZumischenXron
Kaltluft überhaupt nicht mehr oder nur in ganz geringem Umfang notwendig, so daß der Aufwand für die Gebläse gering
gehalten werden kann. Zur eventuell erforderlichen zusätzlichen Druck- und Temperaturbeeinflussung der Prozeßgase
sind regelbare Einlaß- und Auslaß- t^w. Überströmorgane
32, 331 34 vorgesehen. Wie in Fig. 1 strichpunktiert
mit der Zweigleitung 35 und der Trennwand 36 angedeutet,
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könnte die Aufheizzone 4 statt mit Abluft 23 aus der ersten Kühlzone 7 auch mit Mischgas 23 aus der Brenn- und
Nachbrennzone beschickt werden.
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Le
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Claims (4)
1. Verfahren zum Brennen von Pellets auf einem Wanderrost,
nach dem die Pellets in einer Vor- und einer Haupttrocknungszone einer Trocknung, in einer Aufheizzone einem
Aufheizen, in einer Brenn- und einer Nachbrennzone einem Brennen sowie in einer ersten und einer zweiten Kühlzone
einer Kühlung unterworfen v/erden, wobei in beiden Kühlzonen durch die Beschickung Kühlluft gedrückt wird, Abluft aus
der ersten Kühlzone der Aufheizzone, der Brennzone und der Nachbrennzone zugeleitet wird sowie Abluft aus der zweiten
Kühlzone der einen Trocknungszone und Abgase aus der Brenn- und Nachbrennzone der anderen Trocknungszone zugeführt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase (27) aus der Nachbrennzone (6) in einem Abhitzekessel (15) abgekühlt und
anschließend zusammen mit den Abgasen (26) aus der Brennzone (5) zu einer Trocknungszone (3) weitergeleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich zu den Abgasen (27) aus der Nachbrennzone (6) auch heiße Abgase aus der Brennzone (5) durch den Abhitzekessel
(15) geführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluft (20) aus der zweiten Kühlzone (8)
der Vortrocknungszone (2) und die nach dem Durchströmen des Abhitzekessels (15) " mit den Abgasen (26) aus der
Brennzone (5) vereinigten Abgase (27) aus der Nachbrennzone (6) der Haupttrocknungszone (3) zugeführt werden.
4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der unterhalb des Wanderrostes
mit Sammelleitungen in Verbindung stehende Windkasten angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die der Brenn-
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bzw. Nachbrennzone (5f6) zugeordneten Windkasten (13)
und Sammelleitungen (17) die Heizflächen (16) des Abhitzekessels (15) aufnehmen, wobei diese Heizflächen vorzugsweise
innerhalb oder vor deren Auskleidung liegen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VOEST-ALPINE AG, 4010 LINZ, AT |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |