DE2851773A1 - Hydraulische lenkeinrichtung mit rueckwirkung auf die betaetigungseinrichtung - Google Patents
Hydraulische lenkeinrichtung mit rueckwirkung auf die betaetigungseinrichtungInfo
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Description
- 7 - 71-37 ·
Anwendungsgebiet, Stand der Technik
Die Erfindung ist auf Kraftfahrzeuge, insbesondere
Personenkraftfahrzeuge, mit einer hydraulischen Lenkeinrichtung anwendbar, bei denen eine Rückwirkung
auf die Betätigungseinrichtung (insbesondere das Lenkhandrad) vorgesehen ist.
Zum erfolgreichen Lenken muß der Fahrer bei allen sich bietenden Fahrsituationen Bescheid wissen über
die Kraftschlußgrenze zwischen Reifen und Straße. Nur dann kann er richtig mit Lenkhandrad, Gaspedal und
Bremse reagieren. Dies geschieht dadurch, daß der Fahrer die ihm zugeführten Reize, nämlich
- Fahrgeschwindigkeit,
- Quer- und Längsbeschleunigungen des Fahrzeugs,
- die Kraft am Lenkhandrad und
- ihre Änderungsgeschwindigkeit
mit Werten für die Griffigkeit der Straße vergleicht, die er in der Erinnerung gespeichert hat. Mehr oder
weniger verzögert bedient er dann Lenkhandrad, Bremse oder Gaspedal. Diese Verzögerung wirkt sich in doppelter
Weise aus, zunächst reagiert das Fahrzeug später als erwünscht, nach der Einleitung eines Bedienungsvorganges
durch- den Fahrer reagiert das Fahrzeug länger als erwünscht, nämlich auch dann noch, wenn zum Beispiel das
Lenkhandrad seine Neutralstellung wieder erreicht hat.
Es wurde bereits versucht, diese Verzögerung durch sogenannte
Vorhaltlenkungen unschädlich, zu machen. Bei
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einer bekannten Vorhaltlenkung von Hirao et al
(Fundstelle: Transactions of the Society of Automotive Engineers of Japan, Inc. Nr. 51 Juni 1973)
ist in die mechanische Verbindung vom Lenkgetriebe zu den gelenkten Fahrzeugteilen ein Arbeitszylinder eingeschaltet,
dessen Kolben durch Druckfedern in einer Mittelstellung gehalten wird und von dem zum Beispiel
der Zylinder mit dem Lenkgetriebe, der Kolben mit den gelenkten Fahrzeugteilen verbunden ist. Durch ein besonderes
Steuerventil kann Druckflüssigkeit dem einen oder anderen Arbeitsraum des Arbeitszylinders zugeführt
werden. Dies geschieht in Abhängigkeit von Drehungen der Lenkspindel. An dieser ist als Meßfühler eine Pumpe
angeordnet, die, je nach Drehrichtung, das Steuerventil so betätigt, daß es immer demjenigen Arbeitsraum des
Arbeitszylinders Druckflüssigkeit zuführt, der einen Lenkeinschlag
in der gewünschten Richtung unterstützt. Auf diese Weise wird die Verzögerung im Ansprechen der gelenkten Fahrzeugteile
zumindest zum Teil aufgehoben.
Die Beseitigung der unerwünschten Verzögerung im Ansprechen wird hier mit dem Nachteil erkauftr daß die mechanische
Verbindung vom Lenkhandrad zu den gelenkten Fahrzeugteilen unterbrochen ist, so daß das Fahrzeug bei einem Ausfall
der Hydraulik unter Umständen nicht mehr lenkbar ist.
Aufgabe, Lösung
Durch die vorliegende Erfindung soll die aktive Sicherheit bei Lenkvorgängen erhöht werden, und dem Fahrer
soll ein schnelleres Reagieren auf die jeweils herrschenden Fahr- und Lenkzustände ermöglicht werden. Dies soll jedoch
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erreicht werdena ohne daß die mechanische Verbindung
zwischen der Betätigungseinrichtung und den gelenkten Fahrzeugteilen unterbrochen wird, so daß das
Fahrzeug auch bei Ausfall der Hydraulik lenkbar bleibt.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Gemäß der Erfindung wird erstmals eine Rückwirkungsvorrichtung verwendet j bei der die von ihr aufgebrachte
Rückwirkung (Kraft oder Drehmoment) steuerbar ist. Bei vorbekannten Ruckwirkungsvorrichtungen, zum Beispiel
nach der DE-OS 23 51 76o,ist die Rückwirkung nicht steuerbar, sondern steigt lediglich mit dem Jn der
Lenkanlage jeweils herrschenden Arbeitsdruck proportional an. Lediglich der Abschneidepunkt, nämlicn dex- Γ^ηκ· J ·«<·
die Proportionalität aufhört und der Arbeitsdruck dann bei nur noch geringfügiger Erhöhung der Betäi;".j-^gskraft
steil ansteigt, ist einstellbar.
Durch die Rückwirkungsvorrichtung nach der Erfindung wird dagegen im Proportionalitätsbereich der Proportionalitätsfaktor
geändert, nämlich das Verhältnis von Arbeitsdruck zu Kraft an der Betätigungseinrichtung.
Durch Meßfühler am Fahrzeug wird nun die Rückwirkungsvorrichtung so gesteuert, daß sie auf die Betätigungs- .
einrichtung jeweils eine Rückwirkungskraft ausübt, die den gerade herrschenden Fahr- und Lenkzuständen und
sonstigen Fahrzeugzuständen angepasst ist. Hierdurch erhält der Fahrer, noch bevor er es sonst bemerken
würde, eine gut fühlbare Information, wie er zu lenken.
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zu bremsen oder Gas zu geben hat. Diese Information erhält er schneller als es sonst der Fall wäre, zum
Beispiel bevor die Bodenhaftung der Räder abreißt.
Durch die Erfindung wird unter anderem die Rückwirkung folgenden typischen Pahrsituationen angepasst: Eine
hohe Rückwirkung bei schneller Fahrt zur Erzielung einer guten Geradeausfahrstabilität, eine kleinere
Rückwirkung bei langsamer Serpentinenfahrt und eine noch kleinere oder garkeine bei Parkiervorgängen.
Weiterbildungen der Erfindung
Gemäß Anspruch 2 können Meßfühler für eine Reihe typischer Größen vorgesehen werden, die Aufschluß über
Fahrzustände, Zustände am Fahrzeug und seiner Lenkung und Umgebungszustände vermitteln.
Gemäß Anspruch 3 kann ein Prozessrechner zur Verarbeitung der gemessenen. Parameter und zur Steuerung
der Rückwirkungsvorrichtung dienen.
Durch eine Weiterbildung nach Anspruch 4 wird eine baulich sehr einfache Rückwirkungsvorrichtung geschaffen,
deren Rückwirkung sich entsprechend einem steuerbaren Rückwirkungsdruck verändern lässt.
Entsprechend Anspruch 5 können als Bauteil, auf den Rückwirkungskolben der Rückwirkungsvorrichtung einwirken,
der oder die Ventilkolben eines Lenkventils dienen.Dies führt zu einer baulichen Vereinfachung.
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Anspruch 8 bezieht sich auf eine analog wirkende Einstellvorrichtung.
Anspruch 9 bezieht sich dagegen auf eine digital wirkende Einstellvorrichtung. Durch Zu- oder Abschalten
von einer oder mehreren Schaltdrosseln läßt sich hier der Einstelldruck sprunghaft ändern. Die Sehaltdrosseln
lassen sich z. B. über Elektromagnete öffnen oder schließen, also digital betätigen.
Während bei dieser Einstellvorrichtung, sofern mindestens
eine der Schaltdrosseln offen ist, ein dauernder Flüssigkeitsstrom erforderlich ist, und somit Energieverluste
auftreten, wird durch eine Weiterbildung nach Anspruch 11 eine Einstellvorrichtung geschaffen, die
ebenfalls digital arbeitet, aber keinen dauernden Flüssigkeit
s strom erfordert.
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Erläuterung der Erfindung
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert:
Fig. 1 ist ein axialer Längsschnitt durch eine Kugelmutter-Hydrolenkung.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie H-II in Fig. 1 und zeigt die Ventilkolben des Lenkventils sowie
die ihnen zugeordneten Rückwirkungskolben.
Fig. 3 bis 5 sind drei verschiedene schematisch dargestellte
Ausführungsformen von Einstellvorrichtungen
für den Rückwirkungsdruck.
Fig. 6 ist ein Kennlinienfeld zu der Ausführungsform
nach Figur 3 bis 5.
Fig. 7 zeigt schematisch eine Rückwirkungsvorrichtung,
die auf einen beliebigen Bauteil einwirkt, der mit der Betätigungseinrichtung in Antriebsverbindung
steht.
Fig. 8 ist eine schaubildliche Darstellung einer Lenkeinrichtung mit einer Rückwirkungsvorrichtung und
einem Prozessrechner.
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Eine in Pig. 1 und 2 vereinfacht dargestellte Kugelmutter-Hydrolenkung
hat ein Gehäuse I5 in dem eine die Lenkorgane
des Fahrzeugs antreibende Segmentwelle 2 drehbar gelagert
ist. Ein mit ihr drehfest verbundenes Segment 3 kämmt mit einer Kugelmutter 5, die mit einer im Gehäuse drehbar
aber unverschiebbar gelagerten Kugelspindel 7 zusammenarbeitet. Kugelmutter und Kugelspindel bilden die wirksamen
Teile eines Lenkmotors 9 mit den Arbeitsräumen 10 und 11. Alle Dichtungen wurden zur Vereinfachung der Zeichnung
weggelassen.
Von einer Lenkspindel 13 her, die zur Betätigungseinrichtung,
insbesondere dem Lenkhandrad, führt, ist die Kugelspindel 7 über einen Torsionsfederstab 15 antreibbar. In der Kugelspindel
7 sind, quer zur Zeichenebene in Figur 1, in Bohrungen 17 und 17' (vgl. Fig. 2) zwei Ventilkolben
19 und 19' des Lenkventils verschiebbar untergebracht. Beide sind für gegenläufigen Antrieb von der
Lenkspindel 13 her durch eine Antriebsgabel 22 miteinander verbunden. Die in Figur 2 oberen Betätigungsflächen
2kj 24' der Ventilkolb,en 19, 19' sind durch die Bohrungen
17, 17' mit einer Ringnut 26 verbunden, die an eine Hochdruckleitung 28 angeschlossen ist.
In Figur 2 ist der Lenkmotor 9 zum besseren Verständnis
symbolisch eingezeichnet. Die beiden Ventilkolben haben Steuerkantenpaare 30, 30' und 31 3 31Ί die zur Zufuhr
von Druckflüssigkeit zum Lenkmotor 9 und zur Steuerung des Rücklaufs aus diesem in eine Rücklaufleitung dienen.
Eine Lenkmotornut 32 in der Bohrung 17 ist durch einen
Kanal 33 in der Kugelspindel mit dem Arbeitsraum 10 des Lenkmotors verbunden. Eine Lenkmotornut 32' in der Bohrung
17' ist durch einen Kanal 35 in der Kugelspindel, eine Ringnut 36 und einen Kanal 37 im Gehäuse 1 mit dem
Arbeitsraum 11 verbunden.
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Die beiden Ventilkolben 19, 19' tauchen mit ihren in
Fig. 2 unteren Enden und Betätigungsflächen 39, 39' in
die beiden Rückwirkungsräume 40, 40' ein. Beide Rückwirkungsräume
sind durch einen Kanal 42 miteinander verbunden und durch einen in der Kugelspindel· 7 verlaufenden
Kanal 44 mit einem axialen Kanal 45, der, in Fig. 1 unterhalb
des Torsionsfederstabes 15, zum unteren Ende der Kugelspindel
verläuft. Der Kanal 45 führt zu einem Gehäuseanschluß für die Rückwirkungsleitung 47, die zu einer
Einstellvorrichtung für den Rückwirkungsdruck führt.
In die Rückwirkungsräume 40, 40' tauchen zwei Rückwirkungskolben
49, H91 ein, die je einen Anschlagbund
50, 50' haben, der in Neutralstellung am Rand je einer den Rückwirkungskolben aufnehmenden
Bohrung in der Kugelspindel 7 anliegt. In Neutralstellung berühren die Rückwirkungskolben gerade die
Betätigungsfläche 39, 39' der Ventilkolben. In jeder Lenkstellung ist jeweils nur ein Rückwirkungskolben
wirksam, während der andere durch seinen Anschlagbund festgehalten wird.
Funktion
In der Neutralstellung nach Figur 1 und 2, die durch den Torsionsfederstab 15 fixiert ist, strömt Arbeitsflüssigkeit aus der Hochdruckleitung 28 in die Ringnut
26, umströmt die in Neutralstellung geöffneten Steuerkantenpaare 30 und 31 des linken Ventilkolbens
und fließt durch eine Ringnut 52 und einen Raum 53 in eine Rücklaufleitung 54 ab. Das Gleiche gilt für den
rechten Ventilkolben 19!. Die beiden Lenkmotornuten 32,
32' haben gleiches Druckniveau. Der Lenkmotor wird also nicht angetrieben.
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Wird dagegen in einer Lenkstellung von der Betätigungseinrichtung
z.B. der Ventilkolben 19' in Figur 2 abwärts
bewegt, und der Ventilkolben 19 demgemäß aufwärts, so schließen die Steuerkantenpaare 30 und 31", während die
Steuerkantenpaare 31 und 30' weiter öffnen.Flüssigkeit unter Druck strömt demnach in den Arbeitsraum 11 und
kehrt aus dem Arbeitsraum 10 in die Ringnut 52 und somit in die Rücklaufleitung 54 zurück.
Auf die beiden Betätigungsflächen 24, 24' beider Ventilkolben wirkt der gleiche Druck ein, nämlich
der sich im Lenkmotor aufbauende Arbeitsdruck ρ Auf die entgegengesetzten Betätigungsflächen 39, 39'
beider Ventilkolben wirkt der Rückwirkungsdruck ein, der in unten noch zu beschreibender Weise erzielt
wird. Er wirkt sich über die Rückwirkungsleitung 47 und die Kanäle 45, 44, 42 in den beiden Rückwirkungsräumen
4Ό, 40' aus. Er kann Werte zwischen null und
dem Arbeitsdruck annehmen. Weicht der Rückwirküngsdruck vom Arbeitsdruck ab, so werden auf beide Ventilkolben
gleich große Differenzkräfte ausgeübt, die sich jedoch über die Antriebsgabel 22 gegenseitig aufheben.
Auf die beiden Rückwirkungskolben 49 und 49' wirkt^ in
Figur 2.von unten header in der Ringnut 26 herrschende
Arbeitsdruck, von oben her der in den Rückwirkungsräumen
herrschende Rückwirkungsdruck. In der angenommenen Lenkstellung ist der linke Ventilkolben 19 von seinem
Rückwirkungskolben 49 abgehoben. Dagegen übt der rechte Rückwirkungskolben 49' auf seinen Ventilkolben 19' eine
Kraft aus, die sich aus der Differenz zwischen Arbeitsdruck und Rückwirkungsdruck multipliziert mit der wirksamen
Fläche des Rückwirkungskolbens ergibt* Diese Kraft beeinflußt über den Ventilkolben 19' und die Antriebsgabel 22 die Lenkspindel 13 und damit die Betätigungseinrichtung.
Hierdurch ergibt sich die an der Betätigungseinrichtung (Lenkhandrad) spürbare Rückwirkungskraft (bzw.
das Rückwirkungsdrgter«)Bie«fe)An / ο <j
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Werden keine besonderen Maßnahmen zu einer Veränderung des Rückwirkungsdrehmomentes getroffen, so ergibt sich
eine bleibende, unveränderte Proportionalität zwischen dem im Lenkmotor wirksamen Arbeitsdruck p„ und der
an der Betätigungseinrichtung auszuübenden Handkraft P zum Beispiel gemäß Gerade 6.1 in Figur 6.
(Dieser Proportionalitätsbereich beginnt oberhalb einer durch die notwendige Verdrehung des Torsionsfederstabes
15 erforderlichen Grenzkraft F~). Durch Änderung des Rückwirkungsdruckes soll nun der Proportionalitätsfaktor
verändert werden. Es soll also möglich werden, Rückwirkungen mit anderen Proportionalitätsfaktoren
willkürlich zu erzielen, wie sie z. B. durch die Geraden 6.2, 6.3 oder Geraden anderer Neigung
darstellbar sind.
EinsteilVorrichtungen für den Rückwirkungsdruck
Eine sehr einfache Einstellvorrichtung für den Rückwirkungsdruck zeigt Figur 1 links unten. In eine Leitung 55,
die von der Hochdruckleitung 28 zur Rücklaufleitung 54
führt, sind hintereinander zwei Verstelldrosseln 56 und
eingeschaltet, die durch ein Koppelglied 59 mechanisch miteinander verbunden und gegenläufig verstellbar sind.
Während die eine Verstelldrossel öffnet, schließt also die andere. Ein Abgriff zwischen beiden Verstelldrosseln
ist mit der Rückwirkungsleitung 47 verbunden.
Ist die Verstelldrossel 56 geschlossen, die Verstelldrossel 57 geöffnet, so herrscht in den beiden Rückwirkungsräumen
der gleiche Druck wie in der Rücklaufleitung 54, also Tankdruck,
und somit wirkt sich bei einer Lenkstellung der volle Arbeitsdruck auf den jeweiligen Rückwirkungskolben aus. Man
erhält so die größtmögliche Rückwirkung, z. B. nach der Geraden 6.1 in Fieur 6.
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Sind die Verstelldrosseln dagegen umgekehrt eingestellt,
also Verstelldrossel 57 geschlossen und Verstelldrossel geöffnet, so wirkt sich in der Rückwirkungsleitung 47
und damit in den Rückwirkungsräumen 40 und 40' der volle Arbeitsdruck aus. Die Rückwirkungskolben werden
damit wirkungslos. Es entsteht keine Rückwirkung, wie es die Gerade 6.4 in Figur 6 zeigt.
Sind beide Verstelldrosseln gleich weit geöffnet, so erhält man in der Rückwirkungsleitung 47 einen Rückwirkungsdruck
gleich dem halben Arbeitsdruck (Tankdruck = 0) Die Rückwirkungskraft liegt somit in der Mitte zwischen
den beiden oben beschriebenen Extremgrößen, und es ergibt sich ein Proportionalitätsbereich,der durch eine
Gerade in dem Feld zwischen den Geraden 6.2 und 6.3 in
Figur 6 darstellbar ist.
Durch Verstellung der Verstelldrosseln lassen sich also die Proportionalitätsfaktoren zwischen dem Arbeitsdruck
und der Kraft an der Betätigungseinrichtung verändern. Durch entsprechend andere Einstellungen der Verstelldrosseln
erhält man andere Proportionalitätsfaktoren, entsprechend beliebig vielen weiteren Kenngeraden zwischen
den Geraden 6.1 und 6.4.
Figur 3 zeigt eine praktische Ausführungsform der oben
beschriebenen Einstellvorrichtung. Die Einzelteile tragen dieselben Bezugszeichen wie in Figur 1. Die Verstelldrosseln
werden durch gegensinnig angeordnete und gegenläufig durch das Koppelglied 59 zu betätigende Konen dargestellt.
Die Einstellvorrichtungen nach Figur 1 und 3 arbeiten
analog, können also kontinuierlich verstellt werden. Dies kann von Hand geschehen oder z. B. durch die Ausgangsgröße
eines Tachometers, so daß mit steigender Fahrgeschwindigkeit die Rückwirkung größer wird.
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Im folgenden werden zwei Einstellvorrichtungen beschrieben, die digital arbeiten und sich infolgedessen
durch sehr einfache Schaltorgane.z.B. von einem Prozessrechner her betätigen lassen.
Nach Figur 4 führt die die Hochdruckleitung 28 mit der Rücklaufleitung 54 verbindende Leitung durch
zwei Räume 6l, 62 hindurch, zwischen denen sich eine Konstantdrossel 63 befindet. Der Raum 62 ist durch
zwei Schaltdrosseln 65, 66, die zueinander parallel angeordnet sind, mit einem Raum 67 verbunden, an den
die Rücklaufleitung 54 angeschlossen ist. Der Raum 62
ist mit der Ruckwirkungsleitung 47 verbunden. Die beiden
Schaltdrosseln 65, 66 haben je einen Schließkörper 68, 69, der in verschiedener Weise betätigt werden
könnte, z. B. mechanisch, oder wie in Figur 4 dargestellt, elektromagnetisch. Die Querschnitte der beiden
Schaltdrosseln können gleich sein, sind aber vorzugsweise, wie dargestellt, unterschiedlich groß.
Es ergeben sich somit vier verschiedene Einstellmöglichkeiten
für die beiden Schaltdrosseln, nämlich beide offen, beide zu, nur die eine offen, nur die andere offen.
Ist noch eine dritte Schaltdrossel vorgesehen, so ergeben sich acht Möglichkeiten, ist eine vierte vorgesehen, so
ergeben sich sechzehn Möglichkeiten u.s.w.in der Potenzenreihe
der 2.
Sind nur zwei Schaltdrosseln nach Figur 4 vorhanden, so lassen sich durch passende Wahl der Querschnitte der Konstantdrossel
63 und der beiden Schaltdrosseln in den vier Schaltstellungen z. B. Rückwirkungsdrücke erzielen, die
null, 33 %, 50 % und 75 % des Arbeitsdruckes betragen, etwa
entsprechend den Geraden 6.4 bis b.l in Fig. 6.
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Bei dieser Einstellvorrichtung treten zwar immer dann
StrömungsVerluste auf, wenn wenigstens eine der Schaltdrosseln
offen ist. Man kann die Strömungsverluste aber durch kleine Drosselquerschnitte sehr klein
halten.
Figur 5 zeigt eine Einstellvorrichtung bei der keine
Strömungsverluste auftreten. In einem Gehäuse 71 ist ein als Druckwaage 72 wirkender Ventilkolben 73 untergebracht,
dessen linker Teil als Stufenkolben 74 ausgebildet ist. Dieser hat zwei Betätigungsflächen 76, 78,
nämlich eine Ringfläche und die linke Stirnfläche. Die an diese Betätigungsflächen anschließenden Betätigungsräume sind durch Leitungen 80 bzw. 81 mit Schaltventilen
83.bzw. 84 verbunden. Diese Schaltventile haben zwei mögliche Einstellungen. In der dargestellten Lage
verbinden sie die Betätigungsräume mit der Rücklaufleitung
54. In der anderen Schaltstellung verbinden sie den zugehörigen Betätigungsraum mit einer Leitung 28',
die mit der Hochdruckleitung 28 in Verbindung steht.
Der die Druckwaage bildende Teil der Vorrichtung hat
zwei Steuerkantenpaare 86, 87, einen radialen Kanal 89,
der durch den Kolben in einen Federraum 91 führt und eine Ventilfeder 93. Die Rückwirkungsleitung 47 mündet
in den Pederraum 9I.
Durch die beiden Schaltventile 833 84 ergeben sich wiederum
vier mögliche Schaltstellungen, nämlich beide Betätigungsflächen 76, 78 verbunden mit der Hochdruckleitung
28, beide verbunden mit der Rücklaufleitung 54, Betätigungsfläche 78 verbunden mit der Hochdruckleitung,
76 mit der Rücklaufleitung und die umgekehrte Verbindung.
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Bei der Einstellung nach Figur 5 herrscht im Federraum und damit in der Rückwirkungsleitung 47 Tankdruck.
Ist wenigstens eine der Betätigungsflächen 76, 78 vom Arbeitsdruck beaufschlagt, so tritt die Druckwaage in
Funktion. Der Ventilkolben bewegt sich nach rechts, so daß das Steuerkantenpaar 87 schließt und das Steuerkantenpaar
86 gerade so weit öffnet, daß sich ein Gleichgewichtszustand einstellt, bei dem auf den Ventilkolben
von links her eine Kraft einwirkt, die sich ergibt aus dem Arbeitsdruck multipliziert mit der jeweils auf die Hochdruckleitung
28 geschalteten Betätigungsfläche. Diese
Kraft wird aufgewogen durch zwei von rechts her auf den Ventilkolben wirkende Kräfte, nämlich die Kraft der Ventilfeder
93 und eine Kraft, die sich aus der rechten Kolbenfläche multipliziert mit dem durch die Einstellungsvorrichtung erzielten Rückwirkungsdruck ergibt. Zusammen
mit dem Rückwirkungsdruck null bei der Einstellung nach Figur 5 ergeben sich vier verschiedene einstellbare Rückwirkungsdrücke
.
Man erhält Kenngeraden etwa nach Figur 6· Hat der Rückwirkungsdruck
die gleiche Höhe wie der Arbeitsdruck, so erhält man Kenngerade 6.4, also keine Rückwirkung. Ist der
Rückwirkungsdruck dagegen null, so ergibt sich Kenngerade 6.1, also größtmögliche Rückwirkung. Die beiden anderen
Schaltmöglichkeiten führen zu den Kenngeraden 6.2 und 6.3.
Gibt man. dem Stufenkolben eine oder mehr weitere Stufen und ordnet man entsprechend viel weitere Schaltventile
an, so kann man, wie oben erwähnt, weitere Schaltmöglichkeiten und damit weitere Zwischenwerte des Rückwirkungsdrucks erzielen.
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Die Einstellvorrichtungen nach den Figuren 4 und 5 bieten die Möglichkeit einer digitalen Steuerung.
Zum Beispiel können im Schaltgetriebe des Kraftfahrzeugs Mikroschalter vorgesehen sein, die beim Einschalten
bestimmter Gänge für eine Betätigung der Schaltdrosseln oder Schaltventile derart sorgen,daß
man z. B. im ersten Gang und im Rückwärtsgang die Rückwirkung null erhält, beim höchsten Gang die höchste
Rückwirkung und Entsprechendes in den dazwischen ' liegenden Gängen.
Stattdessen kann ein am Fahrzeug ohnehin vorhandener Prozessrechner mit verwendet werden, wie es Figur 8
schematisch zeigt. Figur 8 zeigt eine Zahnstangenhydrolenkung 95j die mit einem Lenkventil und Rückwirkungskolben nach Figur 1 und 2 ausgerüstet ist und durch
eine Betätigungseinrichtung 97 in Form eines Lenkhandrades betätigt wird. An der Zahnstangenhydrolenkung ist eine
Einstellvorrichtung 99 nach Figur 4 oder 5 angebracht.
Der Prozessrechner 101 ist in bekannter Weise mit einem Anpaßglied 103 für Eingang und Ausgang versehen, sowie
mit einem Arbeitsspeicher 105 und einem Festwertspeicher 107· Das Anpaßglied erhält von am Fahrzeug vorgesehenen
Meßfühlern digitale oder analoge Eingangsinformationen zum Beispiel über einige oder alle der folgenden Parameter:
Fahrgeschwindigkeit v,
Längsbeschleunigung b1 des Fahrzeuges, Querbeschleunigung b des Fahrzeuges, Übersetzungsverhältnis ü zwischen Fahrzeugmotor und Antriebsrädern,
Längsbeschleunigung b1 des Fahrzeuges, Querbeschleunigung b des Fahrzeuges, Übersetzungsverhältnis ü zwischen Fahrzeugmotor und Antriebsrädern,
Arbeitsdruck pß als Maß für die vom Lenkmotor ausgeübte
Kraft,
Drehwinkel O^ an der Betätigungseinrichtung,
Drehgeschwindigkeit CO der Betätigungseinrichtung,
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LTragebungstemperatur ΐλ ,
Luftfeuchte f.
Luftfeuchte f.
Der Prozessrechner verarbeitet diese Eingangsinformationen und gibt über eine Leitung 109 entsprechende
Steuersignale an die Einstellvorrichtung 99 für den Rückwirkungsdruck. Sobald sich der Rückwirkungsdruck
als Anteil des gerade herrschenden Arbeitsdruckes aufgebaut hat, spürt der Fahrer an der
Betätigungseinrichtung einen mehr oder weniger grossen Widerstand, der ihm, speziell durch plötzliche
Veränderung dieses Widerstandes, signalisiert, wie er sich verhalten muß.
Die Einstellvorrichtung nach Figur 4 ermöglicht auch eine rein mechanische Betätigung. Wird sie am Schaltgetriebe
angeordent, so können die Schließkörper 68, 69 bei Schaltvorgängen mechanisch betätigt werden. Ebenso können die
Schaltventile 03, 84 nach Figur 5 mechanisch betätigt
werden, wenn man nur die hydraulischen Leitungen 80, 8l, 28' und 54 von der Schaltvorrichtung her zum Schaltgetriebe
oder einem sonstigen Informationsgeber des Fahrzeuges verlegt, oder aber die Einstellvorrichtung
selbst dort anordnet.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß der mit der Betätigungseinrichtung kraftschlüssig verbundene Bauteil,
auf den die beiden Rückwirkungskolben einwirken, zwei Ventilkolben aufweist. Zunächst können natürlich beide Ventilkolben
zu einem einzigen vereinigt werden, ohne daß an der hydraulischen Funktion etwas geändert wird. Steuerventile
für Hydrolenkungen mit einem einzigen Ventilkolben sind bekannt.
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Die Rückwirkungskolben können jedoch auch auf einen anderen Bauteil einwirken, der keine Ventilfunktion
hat. Dies zeigt Figur 7· Dort ist in einer Bohrung 120
eines Gehäuses 121 ein Kolben 123 verschiebbar geführt. Der Kolben 123 hat in seiner Mitte ein Langloch 127,
in das ein-Stift 129 eingreift, der eine mechanische
Verbindung zur Lenkspindel herstellt, ähnlich wie die Hälfte der Antriebsgabel 22 nach Figur 1. Der Kolben
123 hat zwei Bunde 125 und 125', die gegen die Bohrung
120 abgedichtet sind. In dem Raum zwischen beiden Bunden
herrscht Tankdruck. Die Räume außerhalb der .beiden Bunde sind die Rückwirkungsräume 40 und 40f, in die
die beiden Rückwirkungskolben 49 und 49' eintauchen. Wie
nach Figur 2 haben die Rückwirkungskolben Anschlagbunde 50 und 50'. Die beiden Rückwirkungskolben werden durch
Druckfedern 133, 133' gegen die Stirnseiten des Kolbens
123 gedrückt. Die beiden Rückwirkungsräume 40 und 40'
sind mit der Rückwirkungsleitung 47 verbunden, in der der Rückwirkungsdruck pR herrscht. Zwei Räume 131 und 131',
in die die Anschlagbunde hineinragen, sind mit der Hochdruckleitung 54 verbunden, in der der Arbeitsdruck p.
herrscht. .
Die Rückwirkungsvorrichtung nach Figur 7 überträgt, je
nach Rückwirkungsdruck, eine mehr oder weniger große Rückwirkungskraft (oder ein Rückwirkungsdrehmoment) auf
die Betätigungsvorrichtung.
Die beschriebenen Vorrichtungen ändern lediglich die Rückwirkungskraft, greifen aber im übrigen
nicht in die hydraulische und mechanische Funktion der Lenkung ein. Dies hat den Vorteil, daß das
Fahrzeug auch dann lenkbar bleibt, wenn der Rückwirkungsmechanismus versagen sollte.
0300237IK 2Ί
Claims (1)
- ZAHNRADFABRIK FRIEDRICHSHAFEN Aktiengesellschaft FriedrichshafenHYDRAULISCHE LENKEINRICHTUNG MIT RÜCKWIRKUNG AUF DIE BETÄTIGUNGSEINRICHTUNGErfg.-M. 30/78 3. 11. 197871-37 S/G &&Pat entansprücheHydraulische Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge, mit Rückwirkung auf deren Betätigungseinrichtung, gekennzeichnet , durch folgende Merkmale:a) Am Fahrzeug einschließlich seiner Lenkung sind Meßfühler für Parameter vorgesehen, die für Fahr- und Lenkzustände wesentlich sind, insbesondere auch für Umgebungszustände, die das Fahrverhalten beeinflussen;b) am Fahrzeug ist eine Rückwxrkungsvorrichtung vorgesehen, die auf die Betätigungseinrichtung eine Rückwirkung ausübt undc) die Größe der Rückwirkung ist entsprechend einem oder mehreren der Parameter steuerbar.2. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß Meßfühler für eine oder mehrere der folgenden Parameter vorgesehen sind:030023/04219851773- 2 - 71-37 -- Fahrgeschwindigkeit v,- Längs- und Querbeschleunigungen b, bzw. b ,- Übersetzungsverhältnis U zwischen Fahrzeugmotor und Antriebsrädern,- Arbeitsdruck p. als Maß für die vom Lenkmotor ausgeübte Kraft,- Drehwinkels an der Betätigungseinrichtung,- Drehgeschwindigkeit Co der Betätigungseinrichtung,- Umgebungstemperatur $ und- Luftfeuchte f.3. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß am Fahrzeug ein Prozessrechner vorgesehen ist, der zur Verarbeitung der gemessenen Parameter, zur Errechnung der hiernach erforderlichen Rückwirkung und zur Abgabe entsprechender Steuersignale an die Rückwirkungsvorrichtung dient.4. Lenkeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a) Die Rückwirkungsvorrichtung hat mindestens einen verstellbaren Bauteil (19, 19'j 123), der mit der Betätigungseinrichtung in Antriebsverbindung steht,und zwei auf den Bauteil in entgegengesetzten Richtungen einwirkende, hydraulisch betätigbare Rückwirkungskolben (49, 49');b) die Rückwirkungskolben sind durch Anschläge (50, 50') od.dgl. so angeordnet, daß in Lenkstellungen nur jeweils einer von ihnen eine Kraft auf den Bauteil ausübt;c) die Kraft ist entweder null oder dem im Lenkmotor wirksamen Arbeitsdruck (pA) proportional;030023/04212351773- 3 - 71-37 ■d) die Kraft ist durch einen auf den jeweils wirksamen Rückwirkungskolben (49, 49') einwirkenden, steuerbaren Druck (Rückwirkungsdruck pR) steuerbar.5. Lenkeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß als mit der Betätigungseinrichtung in Antriebsverbindung stehender Bauteil der oder die Ventilkolben (19, 19 l) eines Lenkventils dienen.6. Lenkeinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rückwirkungskolben (493 49r) in entgegengesetzten Richtungen einem Differenzdruck ausgesetzt sind, der gleich der Differenz zwischen dem im Lenkmotor wirksamen Arbeitsdruck (p„) und dem steuerbaren Rückwirkungsdruck (pR) ist.7. Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a) Die Betätigungsflächen der Rückwirkungskolben (49, 49')j die zugleich zur Kraftübertragung auf den Bauteil (19, 19l; 123) dienen, tauchen in je einen Rückwirkungsraum- (40, 4O1X ein undb) be-ide Rückwirkungsräume sind miteinander und mit einer Rückwirkungsleitung (47)· v-erbunden, die zu einer Vorrichtung (Einstellvorriehtung) zum Einstellen des Rückwirkungs-drucks führt.8. Lenkeinrichtung nach Anspruch" T3- geke-rrn-zei. ahne t durch- folgende Merkmale:-a) Die Einstellvorrichtung irat zwei Verstelldross-eln (56,5-703GÖ2ä/(H21- if - 71-37b) die Verstelldrosseln sind hintereinander in eine Leitung (55) eingeschaltet, die von einer Hochdruckleitung (28) zu einer Rücklaufleitung (54) führt;c) die Verstelldrosseln sind mit Hilfe eines mechanischen Koppelgliedes (59) gemeinsam derart betätigbar, daß die eine schließt während die andere öffnet undd) die Rückwirkungsleitung (47) ist an einen Abgriff zwischen beiden Drosseln angeschlossen. (Fig. 1 und 3)9. Lenkeinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeich net durch folgende Merkmale:a) Die Rückwirkungsleitung (47) ist an einen Raum (62) angeschlossen, der durch eine Drossel (63) Druckflüssigkeit aus einer Hochdruckleitung (28) erhält undb) aus dem Raum (62) zu einer Rücklaufleitung (54) führen mindestens eine, insbesondere mehrere zu einander parallel angeordnete, einzeln betätigbare Schaltdrosseln (65, 66) (Fig. 4). ·IQ. Lenkeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß die Schaltdrossel (65, 66) unterschiedlich große Dros~selquersch:nitt-e haben (Fig. 4).030023/042171-3711. Lenkeinrichtung nach Anspruch 7, g e k e η η zeichnet durch folgende Merkmale:a) Die Einstellvorrichtung weist eine Druckwaage (72) auf, die in einem Gehäuse (71) einen gegen eine Ventilfeder (93) verschiebbaren Stufenkolben (7*0 besitzt; ·b) den der Ventilfeder entgegenwirkenden Betätigungsflächen (76, 78) des Stufenkolbens sind gegeneinander abgedichtete Betätigungsräume zugeordnet, die durch je ein Schaltventil (83, 84) entweder an eine Hochdruckleitung (28) oder an eine Rücklaufleitung (5*0 anschließbar sind undc) die Rückwirkungsleitung (47) ist an den Federraum (91) der Druckwaage angeschlossen (Fig. 5).12. Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11. dadurch gekennzeichnet , daß digital schaltbare Drosseln (65, 66) oder Ventile (83, 84) der Einstellvorrichtung an den Prozessrechner (101) angeschlossen sind.13. Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß mechanische Betätigungsteile (insbesondere Stössel) von verstellbaren oder schaltbaren Drosseln (56, 57S 65, 66) oder Ventilen (83, 84) der Einstellvorrichtung an Meßfühlern unmittelbar angebracht sind.14. Lenkeinrichtung, nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet , daß digital030023/0421- β - 71-37schaltbaren Drosseln (65, 66) oder Ventilen (83, 84) der Einstellvorrichtung elektrische Schalter zugeordnet sind, die am Schaltgetriebe des Kraftfahrzeugs derart angeordnet sind, daß bei niedrigen Gängen kleine, bei höheren Gängen größere Rückwirkungen erzielt werden.030023/0421
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