DE2851634A1 - Sicherheitsskibindung mit einer sohlenplatte - Google Patents
Sicherheitsskibindung mit einer sohlenplatteInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsskibindung mit
einer Sohlenplatte, die über einen etwa unterhalb der Ferse angeordneten Drehzapfen unlösbar mit dem Ski verbunden
ist und mit einom an der Sohlenplatte befestigten
Sohlenhalter und oinem Fersentrci.l, das unter
Spannen einer Feder um eine rechtwinklig zum Ski gerichtete Achse verschwenkbar ist und das über eine Nocke mit
einem am Ski fest angeordneten Kurventeil zusammenwirkt, welches das Fersenteil in Mittelstellung zentriert und
auf dem bei einem Verdrehen der Sohlenplatte die Nocke entlanggleitet, wodurch die Feder gespannt und das Fersenteil
zur Freigabe des Schuhs verschwenkt wird.
Auf dem Gebiet der Sicherheitsskibindungen sind in letzter Zeit die sogenannten Plattenbindungen aufgekommen,
d.h. Bindungen, bei welchen der Schuh auf einer Platte befestigt wird und die Platte zusammen mit dem
Schuh bei Überschreiten einer Grenzbelastung freigegeben wird. Dieses System weist gegenüber der herkömmlichen
"step ^"-Sicherheitsbindung den wesentlichen Vorteil
einer größeren Sicherheit auf, da die Auslösewerte durch Umweltseinflüsse, wie Vereisen oder Verschmutzen
kaum beeinflußt werden. Nachteilig bei den üblichen Plattenbindungen,
bei denen die Platte nach Auslösen am Schuh verbleibt, ist der relativ komplizierte Verriegelungsmechanismus
der Platte am Ski und insbesondere das Wiedereinführen der Platte in diesen Mechanismus nach einem
Sturz.
Es ist auch bereits eine Plattenbindung bekannt, bei welcher
sich die Platte nicht vom Ski löst, sondern mittels eines unterhalb der Drehachse des Beins angeordneten Drehzapfens
am Ski bc-fosLigt ist. Das Ferscntoil ist bei der
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bekannten Bindung an der Sohlenplatte verschwenkbar angeordnet. Bei einem Frontalsturz und entsprechenden Kräften
auf das Fersenteil verschwenkt sich dieses unter Spannen einer Feder und gibt den Schuh nach Überschreiten eines
bestimmten Grenzwertes frei.
Das Fersenteil weist eine nach unten gerichtete Nocke in Form eines vertikalen Zapfens auf, der mit einem auf
dem Ski befestigten Kurventeil zusammenwirkt. Das Kurventeil hat in Draufsicht eine etwa V-förmige Kontur, mit
zwei Gleitflächen, die von der Ferse ausgehend nach hinten spitzwinklig zusammenlaufen. Der Zapfen befindet sich
in Abfahrtsstellung der Bindung etwa in der Spitze dieses durch die beiden Gleitflächen gebildeten Winkels. Bei
einem Drehsturz und einem dementsprechenden Drehmoment auf die Sohlenplatte verdreht sich diese gegenüber dem
Ski, wobei der Zapfen an der jeweiligen Gleitfläche des Kuiventeils entlangrutscht. Dadurch wird eine Kippkraft
auf das Fersenteil ausgeübt, die zu einem Spannen der im Fersenteil angeordneten Feder und schließlich nach Überschreiten
des Grenzwertes zum vollständigen Verschwenken des Fersenteils mit Freigabe des Schuhs führt.
Diese Bindung hat gegenüber anderen den Vorteil, daß nur ein einziges Spannelement sowohl für den Frontal-, als
auch den Drehsturz benötigt wird, was zu einer ganz erheblichen Vereinfachung der Konstruktion führt, ohne
daß deswegen auf Sicherheit verzichtet werden müßte. Nachteilig ist jedoch, daß das Spannen der Feder des
Fersenteils bei einem Drehsturz nicht direkt, wie bei einem Frontalsturz, sondern unter Zwischenschaltung
des V-förmigen Kurventeils mit seinen Gleitflächen erfolgt. Rei einem seitlichen Verschwenken beginnt gleichzeitig
eine Verschwenkung des Fersenteils und damit Lokkerung des Kraftschlusscs zum Schuh, was ebenfalls nachteilig
ist (DE-OS 25 04 281).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsbindung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen,
bei der die einzige Feder im Fersenteil sowohl bei Frontal- als auch Drehbeanspruchung direkt und ohne Zwischenschaltung
weiterer Kupplungsglieder beeinflußt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
im Fersenteil eine zweiarmige Wippe um eine waagrechte, senkrecht zur Skilängsachse gerichtete Achse verschwenkbar
gelagert ist, deren einer, aus dem Fersenteil nach hinten herausragender Arm als Gleitnocke ausgebildet
ist und sich auf dem Kurven teil abstützt und deren zweiter Arm mit einem Spannschlitten der Feder gelenkig gekuppelt
ist und die vorgespannte Feder die Wippe auf das Kurventeil drückt, wodurch das Fersenteil in Abfahrtsstellung
gehalten wird.
Die mit dem Kurventeil zusammenwirkende Wippe ist somit das einzige Betätigungsglied, das sowohl bei Frontal-.
als auch Drehsturz die Feder spannt, wobei die Auslösecharakteristik davon abhängt, welchen Bereich des Kurventeils
die am Ende der Wippe angeordnete Gleitnocke überstreicht. Durch den Verzicht auf separate Kupplungsglieder wird eine weitere konstruktive Vereinfachung der
Bindung erreicht.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besteht das Fersenteil au;>
einem Gehäuse, das zwischen nach oben ragenden gabelförmigen Enden der Sohlennüatte verschwenkbar
gelagert ist, sobald sich im Gehäuse eine Verstellspindel· befindet, auf die eine Spiraldruckfeder
aufgeschoben ist, welche einen Schlitten mit längs der Feder angeordneten Laschen gegen einen Gehäuseanschlag
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drückt und wobei am freien Ende der Laschen Zughaken ausgebildet
sind, die Mitnehmer hinterfassen, welche am freien Ende des im Gehäuse angeordneten Wippenarmes ausgebildet
sind und wobei die Achse der Wippe, über welche die Federkräfte in das Fersenteil eingeleitet werden, unterhalb der
Schwenkachse des Fersenteils liegt. Damit wird eine kompakte Bauart und zuverlässige Funktion erreicht.
Die Zuordnung der Auslösecharakteristiken wird dadurch erreicht, daß das Kurventeil eine mittige, in Skilängsrichtung
liegende Spur aufweist und eine weitere Spur in Schwenkrichtung, wobei die Spuren so geformt sind,
daß die Gleitnocke beim Verlassen der der Abfahrtsstellung entsprechenden Ruhelage entweder in Skilängsrichtung
oder um den Drehzapfen geschwenkt, je eine Erhöhung überwinden muß, was durch ein Verschwenken der Wippe zu einem
weiteren Spannen der Feder und nach Überwinden der Erhöhung zu einer Freigabe der Gleitnocke mit Ausschwenken des Fersenteils
führt. Diese Ausbildung des Kurventeils ermöglicht auch eine Auslösung der Bindung bei kombinierten
Frontal-Torsionsbeanspruchungen, die bekanntlich die
Ursache der meisten Skiverletzungen sind.
Vorteilhaft sind die Erhöhungen der Spuren bei Verschwenkung geringer als die von der Gleitnocke zu überwindende
Erhöhung in Skilängsrichtung. Damit können unterschiedliche Grenzwerte für Frontal- bzw. Drehsturz eingestellt
werden. Üblicherweise ist der Grenzwert für den Frontalsturz höher als der für den Torsionssturz, wobei die
Werte für einen Kombinationssturz dazwischenliegen.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Die erfindungsgemäße Bindung erlaubt eine differenzierte
Einstellung der Grenzwerte, die auch bei ungünstigen Umwelteinflüssen
reproduzierbar sind. Die höhere Sicherheit wird nicht etwa durch eine komplizierte und störanfällige
Konstruktion erkauft, sondern das Gegenteil ist der Fall, sowohl bei Frontal- als auch Drehstürzen tritt nur ein
einziges Glied in Form einer Wippe in Funktion, das die Feder im Fersenteil spannt und dieses bei überschreiten
eines bestimmten Grenzwertes freigibt. Insbesondere wegen ihrer Eigenschaft auch bei kombinierten Dreh-Frontalstürzen
bei einer exakt bestimmbaren Kraft auszulösen, ist zu hoffen, daß es mit Hilfe diener Bindung gelingen
wird, die noch immer erhebliche Unfallhäufigkeit herabzusetzen.
Nachfolgend ist eine Ausführungsform anhand der beigefügten
Zeichnung beispielsweise beschrieben. Darin zeigen
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch die 0 Bindung in Freigabestellung,
Fig. 2 einen der Fig. T entsprechenden Schnitt in AbfahrtsstelLung der Bindung, und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Kurventeils.
Auf dem Ski 10 ist mittels eines kugelgelagerten Drehzapfens
12 die Sohlenplatte 14 so befestigt, daß sie relativ zum Ski in einer horizontalen Ebene frei verschwenkbar
ist. Der Drehzapfen 12 kann mittels einer Montageplatte 16 auf dem Ski festgeschraubt werden,
wie Fig. 1 zeigt. M\ Vorderende der Sohlenplatte 14
ist ein Sohlenniederhalter 18 für die Spitze des Skischuhs
angebracht. Er kann, wie bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
(Fig. 2) ein einfacher verschwenkbar
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im Sohlenhalter geführter Drahtbügel sein.
Am Hinterende der Sohlenplatte 14 ist das Fersenteil
zwischen zwei von der Sohlenplatte nach oben hochgebogenen gabelförmigen Fortsätzen (nicht gezeigt) verschwenkbar
gelagert. Das Fersenteil schwenkt um die horizontale, senkrecht zur Skilängsachse gerichtete feste Achse 22.
Das Fersenteil besteht aus einem Gehäuse 24, das an seiner der Ferse zugekehrten Seite entsprechende Ausformungen
aufweist, um die Sohle in Abfahrtssteilung der Bindung gegen die Sohlenplatte zu drücken, bzw. eine
Mitnahme des Fersenteils beim Hineintreten mit dem Schuh aus der geöffneten Stellung (Fig. 1) in die Abfahrtsstellung
(Fig. 2) zu ermöglichen.
Das Fersenteil 20 wird in seiner Abfahrtsstellung durch das Zusammenwirken eines im Inneren des Gehäuses 24 angeordneten
Federelements, beim gezeigten Ausführungsbeispiel eine Spiraldruckfeder 26,mit einer verschwenkbaren
Wippe 28 und einem Kurventeil 30 bewirkt.
Den Kern der Spiraldruckfeder 26 bildet eine Verstellspindel 32, die im Gehäuse 24 fest gelagert ist. Die Verstellspindel
12, die im Gehäuse drehbar gelagert ist, weist in ihrem unteren Bereich eine Verstellmutter 34 auf, mit
deren Hilfe in bekannter Art und Weise die Vorspannkraft der Spiraldruckfeder 26 verändert werden kann.
Über die Feder 26 ist ein Schlitten 36 geschoben, der
ein U-förmiges Profil aufweist bzw. seitlich der Feder nach unten ragende Laschen 38. Am Unterende der Laschen
38 sind Zughaken 40 ausgebildet r deren Funktion nach-
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-Tifolgend genauer beschrieben werden wird.
Unterhalb der Verstellspindel 32 (die plattenfeste Achse
22 liegt oberhalb der Verstellspindel 32) ist die schwenkbare Wippe 28 angeordnet, die auf einer im Fersenteil befestigten
Achse 42 gelagert ist. Die Wippe 28 ist im Prinzip zweiarmig, ein Arm rnqt aus dem Gehäuse 24 heraus und
wirkt mit dem Kurventeil 30 zusammen, der andere Arm ragt in das Gehäuse 24 hinein und ist mit den Laschen 38 des
Schlittens 36 gelenkig gekuppelt.
Die Wippe besteht aus zwei parallelen über eine Hohlwelle 44 zusammengenieteten Laschen 46. Am freien Ende des einen
Arms ist über eine Nietachse eine Kugel 48 drehbar gelagert. Die Kugel 48 rollt oder gleitet (je nach Beanspruchung) auf
dem Kurventeil 30.
Der andere Arm der Wippe 28 weist Mitnehmer 50 auf, die komplementär zu den Zughaken 40 ausgeformt sind, so daß
0 sie von diesen hinterfaßt werden können. Eine Verschiebung des Schlittens 36 auf der Verstellspindel 32
führt daher zu einem Verschwenken der Wippe 28 um die Achse 42.
Ebenfalls im Gehäuse 24 ist ein Auslösehebel 52 angeordnet, der auf der plattenfesten Achse 2? verschwenkbar
gelagert ist. Der Auslösehebel 52 weist Gleitflächen (nicht gezeigt) auf, die mit am Schlitten befestigten
Zapfen 54 so zusammenwirken, daß beim Niederdrücken des Auslösehebels 52 der Schlitten 36 nach unten verschoben
bzw. die Feder 26 gespannt wird, was, wie noch nachfolgend beschrieben werden wird, zu einem Verschwenken des
Fersenteils bzw. einer Freigabe des Schuhs führt.
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Das Kurventeil 30, das in Fig. 3 perspektivisch dargestellt ist, weist in der Mittelachse des Skis eine erste
Spur 56 in Form einer konkav gewölbten Rinne auf, die bei 58 ein Maximum besitzt. Di^ Spur fällt nach vorne,
d.h. in Richtung Ferse, weniger stark ab, als nach hinten (vgl. hierzu Fig. 1 und 2).
Die zweite Spur 60 läuft auf der Oberkante des Kurventeils 30 kreisbogenförmig entlang. Der Radius dieses
Bogens entspricht dem Abstand der Kugel 4 8 zum Drehzapfen 12. Seitlich der in Fig. 3 strichpunktiert angedeuteten
Mittelachse weist die Spur 60 je eine Erhöhung 62 auf und fällt dann im weiteren Verlauf zum
Rand des Skis ab.
Die Gleitnocke bzw. Kugel 48 liegt bei der in Fig. 2 gezeigten Abfahrtsstellung der Bindung im hinteren, nach
unten abfallenden Bereich der ersten Spur 56, hinter bzw. unterhalb der Erhöhung 58 und seitlich zwischen den Erhöhungen
62 der zweiten Spur 60. Die Gesamthöhe des Kurventeils 30 ist dabei so gewählt, daß die Wippe 28 etwa
einen Winkel von 45° zur Skilängsachse einnimmt.
Bei vollständig hochgeschwenktem Fersenteil 20 berührt die Kugel 48 die Spur 56 nicht mehr, so daß die Sohlenplatte
14 mit dem Fersenteil frei hin- und herverschwenkt werden kann (Fig. 1 zeigt insofern noch nicht die vollständige
Freigabestellung, sondern den Moment kurz bevor die Kugel 4 8 von der Spur 56 freikommt).
30
Die Sicherheitsbindung funktioniert wie folgt. Ausgehend von der in Fig. 2 clarqcKLei I ten Abfahrtsstellung hobt
sich bei einer Frontalbeanspruchung die Ferse nach oben, wodurch das Fersenteil 20 um die Achse 22 im Uhrzeigersinn
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verschwenkt wird. Durch das Verschwenken wird die Kugel
48 auf der Spur 56 nach links gerollt (Fig. 1 und 2), d.h. die Kugel versucht über die Erhöhung 58 hinwegzurollen. Läßt die Beanspruchung nach, bevor die Erhöhung
58 überschritten ist, wird die Kugel von der Feder 26
wieder in ihre Ausgangslage (Fig. 2) zurückgedrückt. Die Bindung öffnet sich also nicht, sondern ist in gewissen
Gronzen, die von der Kontur der Spur 56 abhängen "elastisch". Hält die Zugkraft jedoch an, gelangt die
Kugel 4 8 unter Spannung der Feder 26 über die Erhöhung 58 hinweg und gleitet auf dem zur Ferse hin abfallenden
Bereich der Spur 56 nach unten,bis Wippe 28 und das Kurventeil 30 völlig außer Eingriff kommen. Dabei wird das
Kurventeil· 20 nach oben geschwenkt und gibt den Schuh frei. Die Zugfeder 26 wird beim Überlaufen der Erhöhung
58 kurz zusammengedrückt und entspannt sich anschliessend wieder.
Beim Wiedereinsteigen in die Bindung wird das Fersenteil durch Kontakt mit dem Schuh nach unten gedrückt, dabei
kommt die Kugel mit dem allmählich ansteigenden Bereich der Spur 56 in Kontakt, die Wippe 28 verschwenkt sich
und die Feder 26 wird entsprechend gespannt, nach Überlaufen der Erhöhung 58 fällt die Wippe wieder in ihre
in Fig. 2 gezeigte Abfahrtsstellung, in welcher der Schuh
auf der Sohlenplatte entsprechend festgehalten wird.
Bei einer Torsionsbeanspruchung verdreht sich die Sohlenplatte und das Fersenteil 20 wird aus seiner Mittelstellung
entweder nach links oder rechts ausgelenkt. Beim Auslenken muß die Kugel 48 eine der beiden Erhöhungen
62 der Spur 60 überlaufen. Damit dies geschehen kann, muß die Torsionskraft über einen bestimmten Drehwinkel
anhalten. Läßt sie vor Erreichen dieses Grenzwinkels nach, schnappt die Bindung wieder in ihre Mittelstellung
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zurück. Die Spur 60 ist in der Regel so ausgelegt, daß diese Seitenelastizität größer ist als diejenige bei
reiner Zug- bzw. Frontalbeanspruchung. Beim seitlichen Auslenken der Sohlenplatte lockert sich der Kraftschluß
zwischen dem Fersenteil 20 und dem Schuh erst dannr wenn
di Erhöhung 62 überschritten ist. Sowohl die großen, beliebig einstellbaren Elastizitätsbereiche, wie auch
der innerhalb der Elastizitätsbereiche aufrechterhaltene
Kraftschluß zwischen Fersenteil und Ferse sind von entscheidender Bedeutung für den Fahrkomfort und
das Sicherheitsverhalten der Bindung.
Überläuft bei Torsionsbeanspruchung die Kugel 48 eine
der Erhöhungen 62, läuft die Kugel auf dem abfallenden Bereich der Spur 60 nach vorne unten, bis die Wippe 28
vollständig freikommt, wobei das Fersenteil 2 0 nach hinten schwenkt und den Schuh freigibt. Vorzugsweise kann
im Drehzapfen 12 eine Blattfeder befestigt sein, welche
die ausgeschwenkte Sohlenplatte 14 wieder in ihre Mittel-Stellung
zurückdreht, so daß zum neuerlichen Anlegen der Bindung lediglich das Fersenteil 20 heruntergedrückt zu
werden braucht.
Bei einem kombinierten Dreh-Frontalsturz wird die Sohlenplatte um einen bestimuLon Winkel gedreht und gleichzeitig
der Fersenhalter durch die Zugbeanspruchung nach oben verschwenkt. Dabei überläuft die Kugel 48 einen Bereich des
Kurventeils zwischen der.Erhöhung 58 und einer der Erhöhungen
62. Entsprechend liegt die Auslösekraft zwischen der für einen reinen Frontal- und einen reinen Drehsturz.
Die Auslösekinematik ist jedoch unabhängig von der Sturzart, also auch bei den genannten kombinierton Stürzen immer
die gleiche, so daß Auslösewerte exakt eingestellt werden können.
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Claims (11)
- PATENTANWÄLTE Dl?. KAÜOR & DR. KLU JNKERK 12 512/7S .Erich Eckart
Ängercrstr. 368000 München 40Sicherheitsskibindung mit einer Sohlenplatte■ Pat en tansprücheSicherheitsskibindung mit einer Sohlenplatte, die über einen etwa unterhalb der Ferse angeordneten Drehzapfen unlösbar mit dem Ski verbunden ist und mit einem an der Sohlenplatte befestigten Sohlenhalter und einem Fersenteil, das unter Spannen einer Feder um eine rechtwinklig zum Ski gerichtete Achse verschwenkbar ist und das über eine Nocke mit einem am Ski fest angeordneten Kurventeil zusammenwirkt, welches das Fersenteil in Mittelstellung zentriert und auf der bei einem Verdrehen der Sohlenplat-TO te die Nocke entlang gleitet, wodurch die Feder gespannt und das Fersenteil zur Freigabe des Schuhs verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet , daß im Fersenteil (20) eine zweiantiiae Wippe (28) um eine waagrechte, rechtwinklig zum Ski gerichtete Achse(42) verschwenkbar gelagert ist, deren einer, aus dem Fersenteil (20) nach hinten herausragender Arm als Gleitnocke (48) ausgebildet ist und sich auf dem Kurventeil (30) abstützt und deren zweiter Arm mit einem Spannschlitten (36) für die Feder (26) gelenkig gekuppelt ist und die vorgespannte Feder (26) die Wippe (28) auf das Kurventeil (30) drückt, wodurch das Fersenteil (20) in Abfahrtsstellung gehalten wird.3 0 0 2 4/0165 ORIGINAL INSPECTEDο ο rr LoJ - 2. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 1, dadurch g e kennzeichnet , daß das Fersenteil (20) aus einem Gehäuse (24) besteht, das zwischen den nach oben ragenden gabelförmigen Enden der Soh]ennlatte (14) verschwenkbar gelagert ist, daß im Gehäuse (24) eine Verstellspindel (32) gelagert ist, auf die eine Spiraldruckfeder (26) aufgeschoben ist, welche einen Schlitten (36) mit längs der Feder (26) angeordneten Laschen (38) gegen einen Gehäuseanschlag drückt, daß am freien Ende der Laschen (38) Zughaken (40) ausgebildet sind, die Mitnehmer (50) hinterfassen, die am freien Ende des im Gehäuse (24) angeordneten Wippenarmes ausgebildet sind und daß die Achse (22) der Wippe (28), über welche die Federkräfte in das Fersenteil (20) eingeleitet werden, unterhalb der Schwenkachse (22) des Fersenteils (20) liegt.
- 3. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Kurventeil (30) eine mittige in Skilängsrichtung liegende Spur (56) aufweist und eine weitere Spur (60) in Schwenkrichtung, daß die Spuren (56, 60) so geformt sind, daß die Gleitnocke (48) beim Verlassen der der Abfahrtsstellung entsprechenden Ruhelage entweder in Skilängsrichtung oder um den Drehzapfen geschwenkt, je eine Erhöhung (58, 62) überwinden muß, was durch eine Verschwenkung der Wippe (28) zu einem weiteren Spannen der Feder (26) und nach Überwindung der Erhöhung (58, 62) zu einer Freigabe der Gleitnocke (48) mit Ausschwenken des Fersenteils (20) führt.
- 4. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhungen (62) der0 3 0 0 2 4/0165285 i b 3 4Spur (60) bei Verschwenkung weniger hoch liegt, als die von der Gleitnocke (48) zu überwindende Erhöhung (58) in Skilängsrichtung.
- 5. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß im Gehäuse (24) ein Auslösehebel· (52) verschwenkbar angeordnet ist, der von außen betätigbar ist und Gleitflächen aufweist, die mit am Schlitten (36) befestigten Zapfen (54) so zusammenwirken, daß bei Niederdrücken des Hebels (52) ein Spannen der Feder (26) mit Freigabe der Gleitnocke (48) erfolgt.
- 6. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennze Lehnet , daß die Verstellspindel (32) im Gehäuse (24) von der Ferse weg schräg nach oben gerichtet ist und zur Spannung der Feder (26) von außen verdrehbar ist.
- 7. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Wippe (28) aus zwei parallelen Laschen (46) besteht, die über eine Hohlachse (44) zusammengenietet sind.
- 8. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Gleitnocke eine Kugel (48) ist, die zwischen den Laschen (46) auf einer Nietachse drehbar gelagert ist,
- 9. Sicherheitsskibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Spuren (56, 60) des Kurventeils (30) so qeformt sind, daß nach Überlaufen der Erhöhung (58; 62) durch die Gleitnocke (48)030024/0165diese waiter in eine Stellung gedrückt wird, in der einerseits das Fersenteil (20) hochgeschwenkt ist und andererseits die Gleitnocke (48) mit den Spuren (56, 60) außer Eingriff kommt.
5 - 10. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß im Drehzapfen (12) eine Blattfeder gehalten ist, welche die Sohlenplatte (14) nach dem Ausschwenken wieder in die Mittelstellung zurückdreht.
- 11. Sicherheitsskibindung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet , daß beim Niederdrücken des Fersenteils (20) ausgehend von der Mittelstellung die Gleitnocke (48) die mittlere Spur (56) in umgekehrter Richtung durchläuft, wobei die Feder (26) gespannt wird.030024/016 5
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| DE19782851634 DE2851634A1 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Sicherheitsskibindung mit einer sohlenplatte |
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