[go: up one dir, main page]

DE2846584C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut

Info

Publication number
DE2846584C2
DE2846584C2 DE2846584A DE2846584A DE2846584C2 DE 2846584 C2 DE2846584 C2 DE 2846584C2 DE 2846584 A DE2846584 A DE 2846584A DE 2846584 A DE2846584 A DE 2846584A DE 2846584 C2 DE2846584 C2 DE 2846584C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zone
suspension
sintering
heat treatment
reactor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2846584A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2846584A1 (de
Inventor
Joachim 5204 Lohmar Fleischer
Horst 5210 Troisdorf Herchenbach
Hubert Dipl.-Ing. 5060 Bergisch Gladbach Ramesohl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DE2846584A priority Critical patent/DE2846584C2/de
Priority to US06/084,582 priority patent/US4288213A/en
Priority to ES485194A priority patent/ES485194A1/es
Priority to DK449779A priority patent/DK449779A/da
Priority to FR7926490A priority patent/FR2439964A1/fr
Priority to GB7937309A priority patent/GB2037411B/en
Priority to JP13784279A priority patent/JPS5559841A/ja
Publication of DE2846584A1 publication Critical patent/DE2846584A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2846584C2 publication Critical patent/DE2846584C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • C04B7/44Burning; Melting

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch ein Wärmebehandlungssystem, bestehend in Durchsatzrichtung des Gutes gesehen aus Gutvorwärmer, Gutkalzinator und einem diesem nachgeschalteten Suspensions-Sinterreaktor, welchem seinerseits ein Gutkühler nachgeschaltet ist, wobei vor dem Suspeniions-Sinterreaktor ein gesonderter Wärmebehandlungsofen (30,37) zur Verflüchtigung der schmelzphasenbildenden Anteile im Gut angeordnet ist, der mit einer zusätzlichen Brennstoffzugabe (32) ausgestattet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der gesonderte Wärmebehandlungsofen ein Wirbelschichtofen (30) ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der gesonderte Wärmebehandlungsofen ein Kurzdrehofen (37) ist
15. Vorrichtung nach Anspruch 12,13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragsleitung (18) des Gutkalzinators (3) sowohl mit dem gesonderten Wärmebehandlur-gsofen (30, 37) als auch mit dem Suspcnsions-Sinierreaktor (5) in Verbindung steht
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmebehandlungsofen (30, 37) eine mit einer Kühleinrichtung (34) versehene Abgasleitung (33) aufweist, die mit einer Entstaubungseinrichtung in Verbindung steht
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmebehandlungsofen (30,37) und/oder der Suspensions-Sinterreaktor (S) eine Einrichtung (43) zur Zuführung von Zuschlagstoffen zu dem Behandlungsgui aufweisen.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Suspensions-Sinterreaktor (5) über eine Rezirkulationsleitung (35) mit dem gesonderten Wärmebchandlungsofen (30,37) gulseitig in Verbindung steht.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammer (6) des Suspensions-Sinterreaktors (5) aus mehreren, vorzugsweise miteinander verbindbaren Kammerelementen (20) besteht.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Gutkalzinator (3) als auch der Suspensions-Sinterreaktor (5) gesonderte Brennstoffzuführungen aufweisen und daß der Gutkalzinator (3) und der Suspensions-Sinterreaktor (5) eine Heißluftverbindung (12) mit dem Gutkühler (9) aufweisen.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Suspensions-Sinterreaktor (5) und dem Gutkühler (9) ein Gutabscheider (8), vorzugsweise ein Abscheidezyklon angeordnet ist, und daß der Gutabscheider (8) gutaustragsseitig über eine Rezirkula· tionsleitung (22) mit dem Suspensions-Sinterreaktor (5) in Verbindung steht.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmchl in den heißen Gasen eines Wärmebc-
iandlungssystems, bestehend aus Vorwärmzone, Kalzilierzone, Sinterzone und Kühlzone, wobei die Sinterung des weilgehend kalzinierten Gutes in einer Suspensions-Reaktionszone durchgeführt wird. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Zur Herstellung von Zement nach dem Trockenverfahren wird das feinkörnige bis mehlförmige Zementrohgut in den bekannten Zementanlagen einem Gutvorwärmer aui gegeben, durchsetzt diesen im Gegenstrom und/oder Gleichstrom zu den heißen Behandlungsgasen, die in einem Drehofen erzeugt werden, in welchem das Gut bei hohen Temperaturen gesintert wird. An den Drehofen schließt sich ein Kohler an, in dem das zu Zementklinker gesinterte Gut auf Weiterverarbeitungstemperatur gekühlt wird. Während der Gutvorwärmer ein stationäres und wenig verschieißanfälliges .Anlagenteil darstellt, besitzt der Drehofen eine Reihe von drehbeweglichen Teilen, die in der staubigen und heißen Arbeitsatmosphäre einem starken Verschleiß unterworfen sind. Außerdem bedürfen die Anschlüsse des Drehofens zu dem stationären Gutvorwärmer beziehungsweise zu dem stationären Guikühler einer besonders intensiven Wartung und Überprüfung.
Es ist der Versuch gemacht worden, den Drehofen als Brenn- beziehungsweise Sinterapparat durch eine horizontal liegende rohrförmige Kammer zu ersetzen (DE-AS 18 07 292). In diese Kammer wird von der Stirnseite her vorgewärmtes Feingut, heiße Kühlerabluft und gasförmiger Brennstoff eingeblasen. Am Ende der horizontalen, rohrförmigen Brennkammer wird über eine Ringleitung kalte Kühlluft eingeblasen. Diese Brennkammer hat bei der Wärmebehandlung von Zementrohmehl eine Reihe gravierender Nachteile. So darf die Brennkammer nur mit gasförmigen Brennstoffen beaufschlagt werden. Zur gleichmäßigen Verteilung des Gutes in der Brennkammer muß mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten gearbeitet werden. Dabei wird das Gut einer zu kurzen Behandlungszeit ausgesetzt, so daß eine Sinterung des Gutes nicht gewährleistet sein kann. Zur Vermeidung von Ansatzbildung in der Brennkammer muß am Ende der Brennkammer Kühlluft eingeblasen werden. Die technische Arbeitsfähigkeit der KeiQgase aus der Brennkammer wird so erheblich herabgesetzt und der thermische Wirkungsgrad der Gesamtanlage entsprechend niedrig. Diese Nachteile treffen auch auf eine stationäre Brenneinrichtung zu, bei der zur Vermeidung von Gutansätzen in der Brennkammer eine kalte Drallströmung aufrechterhalten werden soll (DE-OS 23 50 768).
Ferner wird in der DE-OS 26 29 082 eine Anlage zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut mit einer Brennkammer beschrieben, in der zwar feste oder flüssige Brennstoffe verwendet werden können, die jedoch vorher in einer separaten Vergasungseinrichtung vergast werden müssen, weil in die Brennkammer selbst nur gasförmige Brennstoffe eingeleitet werden dürfen. Dies erhöht den baulichen Aufwand einer solchen Anlage ganz erheblich, zumal entsprechende regeltechnische und prozeßtechnische Einrichtungen erforderlich sind. Ausweislich dieser Druckschrift können in dieser Brennkammer nur feinkörnige Tonerdehydrate beziehungsweise feinkörnige Erze wärmcicchnisch behandelt werden.
Schließlich ist aus der DE-OS 25 SO 469 ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Tonerde in den heißen Gasen eines Wärmeberpndlungssystcms bekannt. Dieses Wärmcbchandlungssystem besteht aus einer Vorerhitzungszone, in die heiße Abgase einer Brennzone eingeleitet werden. Das in der Brennzone gebrannte Gut wird nach Separierung aus den heißen Gasen der Brennzone in eine Kühlzone geführt. Die Brennzone weist dabei zwei vom Gut nacheinander duichsetzte gesondert beheizte Brennräume auf. Der eine Brennraum ist hierbei eine horizontal verlaufende Gasleitung, der zweite Brennraum ist ein im wesentlichen senkrecht angeordneter Reaktionsraum, der einen größeren Durchmesser ίο aufweist, als der erste Brennraum. In den einzelnen Brennräumen sollen unterschiedliche Aufenthaltszeiten des Guies erreicht sein. Mit diesem bekannten Verfahren zum Brennen von Tonerde ist eine Sinterung von Zementrohmaterialien mit hohen Alkalibestandteilen zu Zementklinker nicht möglich. In den Brennräumen dieser bekannten Anlage werden die schmelzphasenbildenden alkalihaltigen Bestandteile im Zementrohmehl sofort Aufschmelzungen bilden und es treten sofort Gutagglomerationen auf. Abgesehen davon, daß im ersten Brennraum der Anlage das Gut an den Wänden dieses Brennraumes anhaften wird -:nd diesen Brennraum langsam zusetzt, kann in dem zweiten Brennraum infolge der Verklebung der Zementrohmehlpartikel miteinander keine Suspension aufrechterhalten werden, so daß ein Brennen in der Schwebe nicht stattfinden kann. Aus r\cr DE-OS 25 50 418 ist ein Verfahren und eine Anlage zum Brennen von feinkörnigem Gut bekannt, die eine weitere Ausgestaltung der oben gewürdigten DE-OS 25 50 469 enthält. Das aus der DE-OS 25 50 413 3d bekannte Verfahren ist ebenfalls nur zur Wärmebehandlung von Tonerde, Kalk, Dolomit. Magnesit oder ähnlichen Materialien geeignet, die keine oder nur geringfügige schmelzphasenbildenden Alkalibestandteile enthalten. Die Wärmebehandlungsanlage besteht dabei 3ü aus einer Vorerhitzungszone, in die heiße Abgase einer Brennzone eingeleitet werden. Das in der Brennzone gebrannte Gut wird nach Separierung aus den heißen Gasen der Brennzone in eine Kühlzone geführt. Die Brennzone weist dabei zwei vom Gut nacheinander durchsetzte gesondert beheizte Brennräume auf und zwar einen ersten Brennraum und einen nachfolgenden Reaktionsraum. Der erste Brennraum ist auch hier eine horizontal verlaufende Gasleitung, der zweite Brennraum ist ein im wesentlichen senkrecht tngeordneter as Reaktionsraum, der einen größeren Durchmesser aufweist, als der erste Brennraum. Mit diesem bekannten Verfahren zum Brennen von Tonerde oder gleichartigen Materialien ist eine Sinterung von Zementrohmaterialien mit hohen Alkalibestandteilen zu Zementklinker jo ebenfalls nicht möglich. In den Brennräumen dieser bekannten Anlage werden die alkalihaltigen Bestandteile im Zementrohmehl die erwähnten Schmelzphasen und Gutagglomerationen bilden. Die Wände des Brennrauticj wsrden sich durch Verklebungen langsam zusetzen und in dem Reaktionsraum kann infolge der Verklebung der Zemcntrohmaterialien keine Suspension aufrechterhalten werden. Ein Brennen von Zement in der Schwebe ist damit nicht möglich.
Die Aufgabe Her vorliegenden Erfindung liegt dariii, μ ein Verfahren zur mehrstufigen Wärmebehandlung, insbesondere von feinmehligem Zementrohmehl zu schaffen, mit welchem die Sinterung des Materials in der Schwebe durchgeführt werden kann unü zwar unabhängig von der Qualität des Ausgangsmaterials und unabhängig von der A η des eingesetzten Brennstoffes und zudem unter genau einstellbaren Bedingungen und bei größtmöglichem Durchsatz. Ferner ist es die Aufgabe der vorliegender. Erfindung, ein solches Verfahren in
einer Anlage durchzuführen, die im wesentlichen stationäre Einheiten enthält, sich durch Kompaktbauweise auszeichnet und geringe Abstrahlungs- beziehungsweise Wärmeverluste verursacht und bei deren Betrieb Verschleiß- und Wartungsproblcme weitgehend ausgeschlossen werden können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zumindest ein Teil des weitgehend kalzinierten Gutes aus der Kalzinierzone vor Eintritt in die Suspensions-Sinterzonc einer gesonderten Wärmebehandlung zur Verflüchtigung der schmel/.phasenbildenden, insbesondere alkalihaltigen Bestandteile zugeführt wird. Mil den erfindungsgemäßen Maßnahmen kann in überraschender Weise nach jahrzehntelanger Entwicklung des Zementbrennens ein Zementrohmehl in der Schwebe gesintert werden, wobei das Ausgangsmaterial hohe Anteile an schmclzphasenbildcnden, insbesondere alkalihaltigen Bestandteilen aufweisen kann. Mit der gesonderten Wärmebehandlung zur Austreibung der alkalihaltigen schmelzphasenbildcnden Bestandteile aus dem Gut wird der Schmelzphascnantcil dabei so weil erniedrigt, daß eine Sinterung des Gutes in der Suspension erfolgen kann, ohne daß die Gefahr von Gutagglomerationen oder von Ansatzbildungen in einem Suspensionsreaktor besteht. Mit der Erfindung kann der schädliche Schmelzphasenanteil im Zementrohmehl auf solche Werte eingestellt werden, bei denen die Suspension des Gutes in der Sinterzonc kontrolliert und in Abhängigkeit von den eingestellten Gasgeschwindigkeiten mit Sicherheit aufrechterhalten werden kann. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür gegeben, daß eine kontrollierte Sinterung eines weilgehend kalzinierten Gutes in der Schwebe bei hoher Durchsatzlcistung stattfinden kann. Vorteilhaft ist hierbei, daß die schmelzphasenbildenden Anteile im Gut nach der gesonderten Wärmebehandlung und bei der Aufgabe in die Suspensionssinterzone auf einen Wert kleiner 25%, vorzugsweise zwischen 10 und 20% eingestellt wird. Da die Flüchtigkeit der Alkalien in Abhängigkeit von der Temperatur, der Haltezeit der Alkaliträger im Rohmaterial, sowie vom SOi-Gehalt im Rohmehl und von weiteren ebenfalls bekannten Parametern abhängt, brauchen lediglich diese Daten regeltechnisch erfaßt und beeinflußt zu werden, um die anspruchsgemäße Einstellung der schmelzphasenbildenden Anteile im Gut kontinuierlich aufrechtzuerhalten. Bei diesem Verfahren ist besonders zweckmäßig, wenn die verflüchtigten Gutbestandteile aus dem Wärmebehandlungssystcm abgezogen, unmittelbar danach gekühlt und als separierter Staub verworfen wird, wobei eine spätere Verwertung des verworfenen Staubes zu hochwertigem Düngemitte! in die weiteren wirtschaftlichen Vorteile einzubeziehen ist.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß zur Verbesserung der Flüchtigkeit der schmelzphasenbildenden Gutanteile Zuschlagstoffe, vorzugsweise Wasserdampf der gesonderten Wärmebehandlung und/oder der Suspensions-Sinterzone zugeführt werden, wodurch erreicht wird, daß insbesondere die alkalihaltigen Bestandteile im Gut soweit verflüchtigt werden können, daß das Gut in der Suspensions-Sinterzone mit Sicherheit in der Schwebe gesintert werden kann. Während dieser Sinterung kann dann der restliche schmelzphasenbildende Anteil aus dem Gut verflüchtigt werden, so daß in der Suspensions-Sinterzone direkt ein feinkörniger bis mehlförmiger Zementklinker mit sehr niedrigem Alkaligehalt hergestellt werden kann.
In besonderer Ausgestaltung des crfindungsgcmäBcn Verfahrens wird vorgeschlagen, zur Verflüchtigung der schmel/.phasenbildenden Gutbestandteile gasförmige und/oder flüssige und/oder feste Brennstolfe zu ver·
j brennen. wofOr Brennstoff jeglicher Art verwendet werden kann. Vorteilhaft ist hierbei, das zur Brennstoffverbrennung benötigte Oxidationsmittel als Heißluft der Kühlzonc zu entnehmen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgese hen. daß der für die Kalzinierzone und für die Suspen sions-Sinterzone benötigte Brennstoff so aufgeteilt wird, daß vorzugsweise minderwertiger Brennstoff in die Kalzinicr/.one und hochwertiger Brennstoff in die Suspensions-Sinterzone aufgegeben wird und daß Küh-
is lerheißluft als Oxidationsmittel sowohl der Kalzinier/onc als auch der Suspensions-Sinterzone zugeführt wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn infolge knapper werdender hochwertiger Brennstoffe auf minderwertige Brennstoffe ausgewichen werden muß. So kann zum Beispiel die Kalzinierung des feinkörnigen Gutes mit Ölschiefer oder Abfallbrcnnstoffen vorgenommen werden. Hierdurch ist eine sehr gute Anpassung des Verfahrens an die jeweils günstigsten ökonomischen Verhältnisse gegeben, unabhängig davon, ob die verwendete Brennstoffart gasförmig, flüssig oder fest ist. Die Aufteilung der Kühlerheißluft als Oxidationsmittel für die Kalzinierzone und die Suspensions-Sinterzone kann vorteilhafterweise durch einfache Drosselung der Heißluft in der zur Kalzinationszone führenden Heißluftleitung erfolgen.
Andererseits kann es vorteilhaft sein, daß die der Kühlzone entnommene Heißluft nach Maßgabe der in der Suspensions-Sinterzone erforderlichen Gasgeschwindigkeit aufgeteilt wird, so daß je nach Aufmah-
u lung des Feingutes eine stabile Suspension des Gutes in den Heißgasen der Sinterzonc aufrechterhalten werden kann.
in einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, daß zwischen der Suspensions-Sinterzone und der Kühlzone das GuI von den Heißgasen in einer gesonderten Trennzone separiert wird und ein Teil des in der Sinterzonc abgeschiedenen Gutes in die Suspensions-Sinterzone zurückgeführt wird. Hierdurch können die Heißgase der Sinterzonc in das Wärmcbchandlungs systems zurückgefOhrt werden und zur Kalzinicrung be ziehungsweise zur Vorwärmung des Gutes verwendet werden, wodurch deren technische Arbeitsfähigkeil optimal ausgenutzt wird. Die Erfindung betrifft auch ein Wärmebehandlungs system zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver fahrens, bestehend, in Durchsatzrichtung des Gu* ■« gesehen, aus Gutvorwärmer, Gutkalzinator und einem diesem nachgeschalteten Suspensions-Sinterreaktor. welchem seinerseits ein Gutkühler nachgeschaltet ist, wobei vor dem Suspensions-Sinterreaktor ein gesonderter Wärmebehandlungsofen zur Verflüchtigung der schmelzphasenbildenden Anteile im Gut angeordnet ist. der mit einer zusätzlichen Brennstoffzugabe ausgestattet ist. Diese? Wärmebehandlungssystem besteht damit
ω vorteilhafterweise ausschließlich aus stationären Anlagenteilen, die konstruktiv unkompliziert und leicht herzustellen sind. Drehbewegliche Teile, die einem besonderen Verschleiß unterworfen sind und besonders gewartet werden müssen, wie zum Beispiel Drehrohröfen entfallen gänzlich. Die Klinkermineralbildung findet in der Schwebe statt, so daß der Klinker feinkörnig bis mehlförmig anfällt. Hierdurch können die aufwendigen und teuren Klinkermahlanlagen in wesentlichen Teilbe-
reichen verkleinert werden. Durch den gesonderten Wärmebehandlungsofen werden Schadstoffanteile in dem Feingut kontrolliert gesenkt und in dem Maße verflüchtigt, wie es für die Aufrcchterhaltung der Feingutsuspension im Sinterreaktor erforderlich ist. Als besonders geeignet für den gesonderten Wärmebehandlungsofen ist ein Wirbelschichtofen oder ein Kurzdrehofen, welcher y.weckmäßigerweise zwischen dem Gulkal/inator lii'.J dem Suspensions-Sinterreaktor angeordnet sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Austragsleitung des Gutkaizinators sowohl mit dem gesonderten Wärmebehandlungsofen als auch mit dem Suspensions-Sinterreaktor in Verbindung steht. Auf diese Weise läßt sich die Dimensionierung des Wärmebehandlungsofens so gestalten, daß die vom Suspensions-Sinterreaktor an die Eigenschaften des Gutes gestellten Grenzwerte bezüglich der Schadstoffanteile nicht überschritten werden. Zweckmäßig ist. daß der Suspensions-Sinterreaktor über eine Rezirkulationsleitung mit dem gesonderten Warmebehandiungsoien gutscitig in Verbindung steht, so daß auch über diese Maßnahme eine gezielte Einstellung der für den Suspensions-Sinterreaktor zulässigen Höchstwerte an schmelzphasenbildenden Stoffen im /u sinternden Gut gewährleistet werden kann.
In Ausgestaltung des Wärmcbehandlungssysiems besteht die Brennkammer des Suspensions-Sinterreaktors aus mehreren, vorzugsweise miteinander verbindbaren Kammerelementen, so daß die Brennkammerlänge an den Sinterablauf im Suspensions-Sinterreaktor und damit an die verschiedenen Gutqualitäten angepaßt werden Kann.
Ferner ist in Ausgestaltung des Wärmebehandlungssystems sowohl der Gutkalzinator als auch der Suspensions-Sinterreaktor mit gesonderten Brennstoffzuführungen ausgestattet, und der Gutkalzinator und der Suspensions-Sinterreaktor weisen eine Heißluftverbindung ϊΐΐϊΐ uctu GüikuiiicT SUi. ι~ΊΐΓ€ιΐ uicSc mäuftäiiiTic ιΐαΐΐΩ in dem Kalzinator das Gut weitestgehend kalziniert werden und in dem Suspensions-Sinterreaktor ausschließlich die Sinterung des Gutes durchgeführt werden. Hierdurch wird der Suspensions-Sinterreaktor von der Wärmearbeit zur Kalzinierung des Gutes vollständig entlastet. Und um die Verbrennung zu optimieren, wird die heiße Abluft aus den Gulkühlern als sauerstoffreiche Verbrennungsluft sowohl dem Kalzinator als auch dem Suspensions-Sinterreaktor zugeführt. Die Aufteilung der jeweiligen Heißluftmengen, die zur stöchiometrischen Verbrennung der dort eingeführten Brennstoffe erforderlich ist, kann dann vorteilhafterweise mit einem einfachen Drosselorgan durchgeführt werden, welches in der Verbindungsleitung zwischen dem Gutkalzinator und dem Suspensions-Sinterreaktor angeordnet ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, dem weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung zu entnehmen sind, näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 der Suspensions-Sinterreaktor mit vorgeschaltetem Schwebegas-Wärmetauscher und nachgeschaltetem Schwebegaskühler,
F i g. 2 der Suspensions-Sinterreaktor mit vorgeschaltetem Wirbelschichtreaktor,
F i g. 3 der Suspensions-Sinterreaktor mit vorgeschaltetem Kurzdrehofen,
Fig.4 der Suspensions-Sinterreaktor mit nachgeschalieiern Abscheidezyklon und Bypassleitung in vergrößerter Darstellung.
Das in F i g. 1 dargestellte Wärmebehandlungssystem
besteht aus einem Vorwärmer 1, dem bei 2 das zu behandelnde Gut aufgegeben wird. In Gutdurchlaufrichtung gesehen, ist dem Vorwärmer 1 ein Gutkalzinator 3 nachgeschaltet, der mit einer gesonderten Brennstoffzu führung 4 versehen ist. Diesem Gutkalzinator ist ein stationärer Suspensions-Sinterreaktor 5 nachgeschaltet. Der Suspensions-Sinterreaktor besteht aus einer senkrecht angeordneten Brennkammer 6, in deren unteren Bereich Brennstoffzuführungen 7 angeordnet sind. Der
ίο Suspensions-Sinterreaktor steht über einen Gutabscheider 8 mit einem Gutkühler 9 in Verbindung, aus dem das Gut bei 10 abgezogen wird.
In den Gutkühler 9 wird über ein Gebläse ti kalte Kühlluft eingeblasen, die als Heißluft den Gutkühler
Ii über die Luftleitung 12 verläßt. Die Luftleitung 12 steht ihrerseits mit dem unteren Bereich des Suspensions-Sinterreaktors 5 in Verbindung und mit dem unteren Bereich des Gutkaizinators 3. Der Gutabscheider 8 steht gasseitig mit dem Gutkalzinator über eine Abgasleitung 13 in Verbindung. Die aus dem Gutkalzinator abgezogenen Heißgasc werden über eine weitere Gasleitung 14 dem Schwebegasvorwärmer 1 zugeführt. Mit Hilfe des Vorwärmer-Abgasgebläses 15 werden die heißen Brenngase des Suspensions-Sinterreaktors durch den Gutkalzinator 3 und den Vorwärmer I gezogen und einem dem Gebläse IS nachgeschalteten, jedoch nicht näher bezeichneten Staubabscheider zugeführt. Der Gutabscheidezyklon 17 des Vorwärmers 1 steht über eine Gutaustragsleitung 18 mit dem unteren Teil des Suspensions-Sinterreaktors 5 in Verbindung. Der Gutabscheider 8 steht über die Brennstrecke 16 und die Abgasleitung 13 mit dem Zyklon 17 Vorwärmers 1 in Verbindung. In der Abgasleitung 13 ist getrennt von der Gutzufuhr 28 eine Brennstoffzuführung 19 angeordnet.
J5 Gemäß F i g. 2 ist vor dem Suspensions-Sinterreaktor 5 e:n Wirbelschichtreaktor 30 zur Verflüchtigung der schmelzphasenbildenden Anteile im Gut angeordnet, der 'A'ifbelschichtreakior steht mit der Guiausiragsieitung 18 des Zyklons !7 des Vorwärmers in Verbindung.
♦o Aus dem Wirbelschichtreaktor ist eine Gutleitung 31 in den unteren Bereich des Suspensions-Sinterreaktors geführt. Der Wirbelschichtreaktor ist mit einer Brennstoffzuführung 32 üblicher Bauart versehen. Die im Wirbelschichtreaktor verflüchtigten Schad- Stoffanteile des Gutes werden über die Abgasleitung 33 aus dem System abgezogen. Die Abgasleitung 33 weist eine Kühleinrichtung 34 auf, durch die die abgezogenen Gase soweit abgekühlt werden, daß die darin enthaltenen Schadstoffe in kristalliner Form anfallen und über
so nicht näher dargestellte Entstaubungseinrichtungen üblicher Art aus dem System entfernt werden können. Sowohl der Wirbelschichtreaktor 30 wie auch der Suspensions-Sinterreaktor 5 sind über Rezirkulationsleitungen 22, 35 mit dem Zyklonabscheider 8 verbunden, in die Gutleitung 31 mündet ein Gutbypass 36 aus dem Zyklon 17desKalzinators3.
Gemäß F i g. 3 weist das Wärmebehandiungssysiem statt eines Wirbelschichtreaktors zur Ausdampfung der schmelzphasenbildenden Gutanteile einen Kurzdreh ofen 37 auf. Das Längen-Durchmesserverhältnis des Drehofens beträgt vorzugsweise L/B « 2/1 bis 4/1. In den Einlaufbereich des Drehofens mündet die Gutaustragsleitung 18 des Zyklons 17 des Vorwärmers. Der Drehofen ist über Laufringe 38 und Druckrollen 39 drehbar gelagert und wird von einem nicht näher bezeichneten Antrieb über einen Zahnkranz 40 angetrieben. Am gutaustragsseitigen Ende des Drehrohrofens ist ein Brenner 41 angeordnet. Der Drehofenaustrag ist
IO
15
über das Gehäuse 42 und über die Gutleitung 31 mit dem Suspensions-Sinterreaktor verbunden. Die Gulleitung 31 weist eine Bypassleitung 36 zur Gutauslragsleitung 18 des Zyklons 17 des Vorwärmers 1 auf. Das Gehäuse 42 sowie der Einlaufbereich des Drehofens weisen eine Anordnung 43 zur Einführung von Wasser oder Wasserdampf zwecks Erhöhung der Flüchtigkeit der schmelzphasenbildcnden Anteile im Gut auf.
In Fig.4 ist der Suspensions-Sinterreaktor 5 in vergrößerter Darstellung gezeigt. Die senkrecht ausgerichtete Brennkammer 6 weist im unteren Bereich eine Querschnittsverengung 21 auf. Oberhalb und unterhalb dieser Querschnittsverengung sind die Brennstoffzuführungen 7 angeordnet. In diesem Bereich steht die Brennkammer mit der Luftleitung 12 aus dem Gutkühler in Verbindung. An der Verengung 21 ist der Förderdruck des Gebläses 11 und der Saugzug des Gebläses 15 gemäß Fig. I annähernd ausgeglichen. Oberhalb der Querschnittsverengung 21 mündet die Gutaustragsleiiüiig IS des Zyklons J7 des Vorwärmer» ■ ein. Der obere Bereich der Brennkammer 6 besteht aus einzelnen Elementen 20, so daß die Länge der Brennkammer veränderbar ist. Hierdurch ist eine optimale Anpassung des Suspensions-Sinterreaktors an die notwendige Reaktionszeit des exothermen Vorgangs der Klinkermineralbildung durchführbar. Der Gutabschcidczyklon 8 des Suspensions-Sinterreaktors weist austragsscitig eine Rezirkulationsleitung 22 auf, die in die Brennkammer des Suspensions-Sinterreaktors zurückgeführt ist. Unterhalb der Einmündung der Gutaustragsleitung 18 und unterhalb der Einmündung der Rezirkulationsleitung 22 in die Brennkammer 6 sind vorzugsweise verstellbare Prallschieber 23 angeordnet. Die durch ein Stellorgan 24 regelbare Austragsleitung 25 des Gutabscheiders 8 ist mit dem nicht näher dargestellten Gutkühler 9 verbunden.
Aus dem Gutabscheider 8 mündet gasseitig ein Tauchrohr 26 aus, über weiches die heißen Brenngase des Sinterreaktors abgezogen werden. Im Bereich des Tauchrohres ist eine Bypassführung 27 angeordnet, die mit Kaltluft 44 gekühlt wird. Die Bypassleitung ist mit einer nicht näher dargestellten Entstaubungseinrich· tung verbunden. Im Anschluß an das Tauchrohr verläuft die Brennstrecke 16 des Gutkalzinators. In diese Brennstrecke ist die Gutlcitung 28 für das im Vorwärmer 1 dreistufig vorgewärmte Zementrohmehl geführt. Unterhalb der Gutzuführung ist ein verstellbarer Prallschieber 29 und auf etwa gleicher Höhe ist die Brennstoffzuführung 4 angeordnet. Die Heißluftleitung 12 ist dort in die Brennkammer 6 des Suspensions-Sinterreaktors geführt, wo die Klinkerbildung bereits abgeschlossen ist
Im Betrieb durchsetzt das dem Zyklonvorwärmer 1 bei 2 aufgegebene feinkörnige bis mehlförmige Zementrohgut den Zyklonvorwärmer von oben nach unten in bekannter Weise im Gegenstrom zu den das System durchströmenden heißen Gasen. Das Behandlungsgut ist ein Zementrohmehl mit niedrig schmelzenden Phasenanteilen wie zum Beispiel Alkalien, Schwefelverbindungen und dergleichen. Das in dem Zyklonvorwärmer dreistufig vorgewärmte Zementrohmehl wird bei 28 w dem Gutkalzinator 3 aufgegeben und unter Brennstoffzugabe in der Brennstrecke 16 des Kalzinators in den heißen Brenngasen kalziniert und anschließend im Zyklon 17 des Vorwärmers von dem heißen Gasstrom getrennt (F ig. 1).
Das weitgehend kalzinierte Gut wird anschließend zur Verflüchtigung der eventuell noch zu hoten Anteile an schmelzphasenbildenden Komponenten dem Wirbelschichtreaktor 30 aufgegeben, in dem unter Brennstoffzufuhr das G1Jt wiederum heißen Gasen ausgesetzt wird. Die Temperatur dieser heißen Gase wird so hoch eingestellt, daß mit Sicherheit die restliche Ausdampfung der schmelzphasenbildenden Anteile im Gut erfolgt. Die mit den verflüchtigten Gutanteilen, zum Beispiel Alkalien, oder Schwefelverbindungen angereicherten Abgase des Wirbelschichtreaktors werden mit Kaltluft der Kühleinrichtung 34 abgeschreckt, so daß die in den Gasen verflüchtigten Stoffe kondensieren und mittels der Abgasleitung 33 einem nicht näher dargestellten Endstaubungssystcm zugeführt werden können.
Aus dem Wirbelschichtreaktor 30 wird das von den schmelzphasenbildcnden Anteilen befreite Gut mittels der Gutleitung 31 in den unteren Bereich der Brennkammer 6 des Suspensions-Sinterreaktors 5 aber oberhalb der Querschnittsverengung 21 zugegeben. An der Zugabcstclle wird Brennstoff und heiße Kühlcrabluft zugeführt, entsprechend der Maßgabe, daß in dem Sus perisiüriS-SiüicFfcukiOf Tcüipcräiüi'cfi VOn Ca. !400 bis 150O0C aufrechterhalten werden. Bei diesen Temperaturen wird das, wie oben beschrieben, vorbchandelte Zementrohmehl in der Schwebe gesintert. Die zur Sinterung des Gutes erforderliche Verweilzeit in der Brennkammer des Suspensions-Sinterreaktors wird durch eine entsprechend lang ausgelegte Brennkammer erreicht. Die Länge der Brennkammer kann zum Beispiel durch einzelne Kammerelemente 20 an die Eigenschaften des jeweiligen Gutes angepaßt werden. Das gesinterte feinkörnige Gut wird in dem an die Brennkammer 6 angeschlossenen Gutabscheider 8 aus den heißen Brenngasen abgeschieden und mit Hilfe des Stellorgans 24 entweder teilweise über die Rezirkulalionsleitung 22 in den Suspensions-Sinterreaktor zurückgeführt oder aber direkt in den Zyklongutkühler 9 geleitet. In den Zyklonen des Gutkühlers wird das Gut mit Hilfe der vom Gebläse 11 geförderten Kaltluft ab-
gen Aufbereitung zugeführt (F i g. 2,4).
Die heiße Abluft des Gutkühlers wird einesteils als Verbrennungsluft dem Gutkalzinator 3 anderenteils dem Suspensions-Sinterreaktor zugeführt m.d zwar bei erstercm wahlweise über den Sinterreaktor an einer Stelle, wo die Klinkermineralbildung bereits abgeschlossen ist Bevorzugterweise wird dies am Ende der Brennkammer 6 sein, bevor die heißen Brenngase in den Abscheidezyklon 8 strömen. Hierdurch wird eine relative Abkühlung der Brenngase erzielt, so daß der Abscheidezyklon, insbesondere dessen Tauchrohr höhere Standzeiten ausweisen (F ig. 4).
Die heißen, mit Sauerstoff angereicherten Brenngase des Suspensions-Sinterreaktors werden aus dem Gutabscheider 8 abgezogen und der Brennstrecke 16 des Gutkalzinators zugeführt. Mit Hilfe der im Gutkalzinator
25
30
35
45 anfallenden heißen Abgase wird das dem Vorwärmer 1 bei 2 aufgegebene Gut beim Durchgang durch die einzelnen Zyklone des Vorwärmers auf Kalzinationstemperatur aufgeheizt (F i g. 1).
Der Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist nicht nur auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern erstreckt sich auf jede anlagentechnische Ausführung und eingesetzte Verfahrenstechnik, die im Rahmen der Ansprüche der Anmeldung liegen.
Hierzu 4 Blau Zeichnungen

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut, insbesondere von Zementrohmehl in den heißen Gasen eines Wärmebehandlungssystems, bestehend aus Vorwärmzone, Kalzinierzone. Sinterzone und Kühlzone, wobei die Sinterung des weitgehend kalzinierten Gutes in einer Suspensions-Reaktionszone durchgeführt wird, dadurch ge- kennzeichnet, daß zumindest ein Teil des weitgehend kalzinierten Gutes auy der Kalzinierzone vor Eintritt in die Suspensions-Sinterzone einer gesonderten Wärmebehandlung zur Verflüchtigung der schmelzphasenbildenden, insbesondere alkalihaltigen Bestandteile des Gutes zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schmelzphasenbildenden Anteile im Gut nach der gesonderten Wärmebehandlung und bei der \ufgabe in die Suspensions-Sinterzone auf einen Wert kleiner 25%. vorzugsweise zwischen 10 und 20% eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verflüchtigten Gutbestandteile aus dem Wärmebehandlungssystem abgezogen, unmittelbar danach gekühlt und als separierter Staub verworfen werden.
4. Verfahren nach Anspruch I. 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbesserung der Flüchtigkeit der schmslzphasenbildenden Gutanteile Zu- schlagstoffe, vorzugsweise Wasserdampf der gesonderten Wärmebehandlung und/oder der Suspensions-Sinterzone zugeführt wtiden.
5. Verfahren nach Anspruch 1.2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur '- crflUchtigung der schmelzphasenbildenden Gutbestandteile gasförmige und/oder flüssige und/oder feste Brennstoffe verbrannt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Brennstoffverbrennung benötigte Oxidationsmittel als Heißluft der Kühlzone entnommen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis b. dadurch gekennzeichnet, daß der für die Kalzinier- und Suspensions-Sinterzone benötigte Brennstoff so «5 aufgeteilt wird, daß vorzugsweise minderwertiger Brennstoff in die Kalzinierzone und hochwertiger Brennstoff in die Suspensions-Sinterzone aufgegeben wird und daß Kühlerheißluft als Oxidationsmittel sowohl der Kalzinierzone als auch der Suspen- ·μ sions-Sinterzone zugeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die der Kühlzone entnommene Heißluft nach Maßgabe der in der Suspensions-Sinterzonc erforderlichen Gasgeschwin· digkeit aufgeteilt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Suspensions-Sinterzone und der Kühlzone das Gut von den Heißgasen in einer gesonderten Trennzone sepa- bo riert wird und ein Teil des in der Trennzone abgeschiedenen Gutes in die Suspensions-Sinter/.onc zurückgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase der Suspensions-Sinterzone der Kalzinierzone zugeführt werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Abgasen der Suspensions-Sinterzone enthaltene Restsauerstoff zur Verbrennung von Brennstoff verwendet wird, welcher vor Einleitung dieser Abgase in die Kalzinierzone gesondert zugeführt wird.
DE2846584A 1978-10-26 1978-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut Expired DE2846584C2 (de)

Priority Applications (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2846584A DE2846584C2 (de) 1978-10-26 1978-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
US06/084,582 US4288213A (en) 1978-10-26 1979-10-15 Method and apparatus for the heat treatment of fine-grained material
ES485194A ES485194A1 (es) 1978-10-26 1979-10-19 Procedimiento y aparato para el tratamiento termico de mate-rial de grano fino
DK449779A DK449779A (da) 1978-10-26 1979-10-25 Fremgangsmaade og anlaeg til varmebehnadling af et finkornet materiale
FR7926490A FR2439964A1 (fr) 1978-10-26 1979-10-25 Procede et dispositif pour le traitement thermique d'une matiere en grains fins
GB7937309A GB2037411B (en) 1978-10-26 1979-10-26 Method of and apparatus for heat-treatment of fine grain material
JP13784279A JPS5559841A (en) 1978-10-26 1979-10-26 Method for heatttreating partcle materilal and its device

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2846584A DE2846584C2 (de) 1978-10-26 1978-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2846584A1 DE2846584A1 (de) 1980-04-30
DE2846584C2 true DE2846584C2 (de) 1984-12-20

Family

ID=6053149

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2846584A Expired DE2846584C2 (de) 1978-10-26 1978-10-26 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut

Country Status (7)

Country Link
US (1) US4288213A (de)
JP (1) JPS5559841A (de)
DE (1) DE2846584C2 (de)
DK (1) DK449779A (de)
ES (1) ES485194A1 (de)
FR (1) FR2439964A1 (de)
GB (1) GB2037411B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3725512A1 (de) * 1987-07-29 1989-02-09 Kettenbauer Gmbh & Co Verfahre Schwebegas-reaktor

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3029210C2 (de) * 1980-08-01 1984-09-27 BKMI Industrieanlagen GmbH, 8000 München Verfahren zum Brennen karbonatischer Mehle
EP0052925B1 (de) * 1980-11-25 1984-03-28 F.L. Smidth & Co. A/S Verfahren und Anlage zur Behandlung körnigen oder pulverförmigen Rohmaterials
DE3244943A1 (de) * 1982-12-04 1984-06-07 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Verfahren und anlage zum brennen von zementklinker
DK157442C (da) * 1982-12-07 1990-06-05 Smidth & Co As F L Fremgangsmaade og apparat til kalcinering af fosfat
DE3405298A1 (de) * 1984-02-15 1985-09-05 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Anlage und verfahren zum kontinuierlichen kalzinieren von aluminiumhydroxid
DE3540206A1 (de) * 1985-11-13 1987-05-14 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur durchfuehrung von hochtemperaturreaktionen
US5122190A (en) * 1990-07-13 1992-06-16 Southdown, Inc. Method for producing a hydraulic binder

Family Cites Families (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE298179C (de) *
US2670193A (en) * 1949-05-09 1954-02-23 Kellogg M W Co Controlling flow of fluidized solids
US2874950A (en) * 1954-03-16 1959-02-24 Pyzel Fitzpatrick Inc Hydraulic cement process
US2981531A (en) * 1958-05-20 1961-04-25 Pyzel Robert Particle size control
GB960863A (en) * 1960-09-13 1964-06-17 Dessau Zementanlagenbau Veb Process for the calcination of raw silicate material
US3498594A (en) * 1966-10-17 1970-03-03 Sophus Rikhof Cement burning process and apparatus
DE1807292C3 (de) * 1968-11-06 1974-09-05 Polysius Ag, 4723 Neubeckum Anlage zum Brennen und/oder Sintern von Feingut
US3584848A (en) * 1969-05-21 1971-06-15 Union Carbide Corp Method and apparatus for producing cement clinker
DE2350768C3 (de) * 1973-10-10 1982-09-02 Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum Verfahren zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut
YU247476A (en) * 1975-11-10 1982-05-31 Krupp Polysius Ag Device for burning or sintering a fine granular material
DE2550469C2 (de) * 1975-11-10 1987-12-23 Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum Anlage zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut
DE2550418C3 (de) * 1975-11-10 1984-08-02 Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum Vorrichtung zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut
DE2629082C2 (de) * 1976-06-29 1985-09-05 Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Feingut
DE2640508C2 (de) * 1976-09-09 1985-11-28 Bergwerksverband Gmbh Verfahren zum Beheizen von zweistufigen Kohle-Flugstromtrocknern
DE2657621B2 (de) * 1976-12-20 1978-09-28 Alsen-Breitenburg Zement- Und Kalkwerke Gmbh, 2000 Hamburg Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zementklinker aus bergfeuchten Zementrohstoffen
DE2712238C2 (de) * 1977-03-21 1988-05-05 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Verfahren und Vorrichtung zum mehrstufigen Erbrennen von Zementklinker
DE2822377A1 (de) * 1978-05-23 1979-11-29 Polysius Ag Verfahren zur herstellung von zement

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3725512A1 (de) * 1987-07-29 1989-02-09 Kettenbauer Gmbh & Co Verfahre Schwebegas-reaktor

Also Published As

Publication number Publication date
JPS5559841A (en) 1980-05-06
US4288213A (en) 1981-09-08
FR2439964A1 (fr) 1980-05-23
GB2037411A (en) 1980-07-09
DE2846584A1 (de) 1980-04-30
ES485194A1 (es) 1980-05-16
DK449779A (da) 1980-04-27
GB2037411B (en) 1983-08-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2420322A1 (de) Anlage zum brennen von koernigem oder pulverfoermigem material
DE10202776A1 (de) Anlage zur Herstellung von Zementklinker
DE2541564C2 (de) Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
DE102016211181A1 (de) Anlage und Verfahren zur thermischen Behandlung von flugfähigem Rohmaterial
DE2324519C3 (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
EP0222044A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur thermischen Behandlung von mehlförmigen Rohmaterialien
DE2350768C3 (de) Verfahren zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut
DE69301499T3 (de) Anlage und Verfahren zur Prekalzination von alle mineralen Gut
DE2846584C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
DE3244943A1 (de) Verfahren und anlage zum brennen von zementklinker
DE2558506A1 (de) Verfahren zur thermischen behandlung von staubfoermigem gut, insbesondere zum brennen von zement in mehreren stufen
DE2712239C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von alkaliarmem Zementklinker aus alkalihaltigem Rohmaterial
DE3407154C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement
DE3236652A1 (de) Verfahren und anlage zum brennen von feinkoernigem gut, insbesondere zementrohmehl
DE2501457A1 (de) Drehofenanlage
DD237650A5 (de) Anlage zum brennen von feinkoernigem gut, insbesondere zu zementklinker
DE2815461A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von feinkoernigem gut mit heissen gasen
EP0090144B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
DE2262213A1 (de) Verfahren zur waermebahandlung von staubfoermigem gut
EP0138057B1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von an Schadstoffen armem, insbesondere alkaliarmem Zementklinker
DE102006039204B4 (de) Ringschachtofen
EP0327717B1 (de) Verfahren und Anlage zur Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut
DE2736579A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von feinkoernigem gut mit heissen gasen
DE2708486C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von alkaliarmem Zementklinker aus alkalihaltigem Rohmaterial
DE1218927B (de) Vorrichtung zum thermischen Behandeln von Magnesit, Dolomit und Kalk und Verfahren zu deren Betrieb

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8330 Complete disclaimer