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DE2842259C2 - Verfahren und Sortieranlage zur trockenen Sortierung eines körnigen Gemisches aus Feststoffkomponenten - Google Patents

Verfahren und Sortieranlage zur trockenen Sortierung eines körnigen Gemisches aus Feststoffkomponenten

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Publication number
DE2842259C2
DE2842259C2 DE2842259A DE2842259A DE2842259C2 DE 2842259 C2 DE2842259 C2 DE 2842259C2 DE 2842259 A DE2842259 A DE 2842259A DE 2842259 A DE2842259 A DE 2842259A DE 2842259 C2 DE2842259 C2 DE 2842259C2
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Germany
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air
sorting
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component
fractions
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Application number
DE2842259A
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English (en)
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DE2842259A1 (de
Inventor
Kurt Prof. Dr.-Ing. Leschonski
Stephan Dipl.-Ing. 3392 Clausthal-Zellerfeld Röthele
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Original Assignee
Individual
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Priority to ZA00795059A priority patent/ZA795059B/xx
Priority to CH8624/79A priority patent/CH650704A5/de
Priority to CS796475A priority patent/CS222658B2/cs
Priority to AT0631179A priority patent/AT375283B/de
Priority to ES484484A priority patent/ES484484A0/es
Priority to IT26022/79A priority patent/IT1123736B/it
Priority to NL7907167A priority patent/NL7907167A/nl
Priority to DD79215821A priority patent/DD146253A5/de
Priority to US06/078,948 priority patent/US4321134A/en
Priority to GB7933591A priority patent/GB2032809B/en
Priority to AR278221A priority patent/AR226162A1/es
Priority to JP12330479A priority patent/JPS5556873A/ja
Priority to BE0/197346A priority patent/BE879034A/fr
Priority to FR7924071A priority patent/FR2437253A1/fr
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Priority to LU81729A priority patent/LU81729A1/de
Priority to BR7906239A priority patent/BR7906239A/pt
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B9/00Combinations of apparatus for screening or sifting or for separating solids from solids using gas currents; General arrangement of plant, e.g. flow sheets

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

auf die Klassierung in der zweiten Stufe nicht. Sortieraufgaben von zwei Komponentengemischen, deren Komponenten quasi monodispers sind, erfordern ein differenzierteres Vorgehen. Bei Getreide sollen in der Regel nur Güteklassen, z. B. eine Klasse mit besonders hoher Keimfähigkeit, gewonnen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein körniges Gemisch mit einer Anzahl von ρ auszusortierenden Feststoffkomponenten, deren Partikelsich in der Dichte und/oder Form unterscheiden und sich überschneidende Korngrößen- und .Sinkgeschwindigkeitsverteilungen aufweisen, derart trocken in die Komponenten zu sortieren, daß sie rein oder stark angereichert, d. h. mit nur einem geringen Anteil an jeweils anderen Komponenten gewonnen werden. Die Ausbeute an den auszusortierenden Komponenten soll hoch sein. Da-Hiirrh
mno-lirh sein.
geeigneten Neu- bzw. Weiterverwendung oder Wiederverwertung als Sekundärrohstoff zugeführt werden können. Eine Sortieranlage zur Durchführung des Verfahrens soll preiswert aufgebaut und wirtschaftlich betrieben werden können.
Verfahren und Sortieranlagen, die diese Aufgabe lösen, sind in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung sieht bei einem .Sortierverfahren, bei dem das Aufgabegemisch zwei aufeinanderfolgenden Klassierungen unterworfen wird, um die auszusortierenden ρ Komponenten zu gewinnen, vor. daß in der ersten Stufe in aufeinanderfolgende so schmale Klassen des ersten Partikelmerkmals trocken klassiert wird, daß in ihnen die Fraktionen des für die nachfolgende Serie aufeinanderfolgender weiterer Trockenklassierungen maßgebenden /weiten Partikelmerkmals jeder auszusortierenden Komponente von den Fraktionen der anderen Komponenten jeweils getrennt enthalten ist oder deren Fraktionen nur geringfügig überlappt, und daß dann in der zweiten Stufe aus jeder Klasse des ersten Partikelmerkmals jede auszusortierende Komponente bei Trenngrenzen aussortiert wird, die den beiden Grenzen des /weiter Partikelmerkmals leder Fraktion entsprechen, welche Partikel der auszusortierenden Komponente enthält.
Die Enindung sieht vor. daß das Aufgabegemisch zunächst in einer ersten Stufe durch Sieben (Anspruch 1. 7) bzw. W ir.cisichten (Anspruch 4. 9) in eine größere Anzahl \on mit Hinblick auf die anschließende Sortierung au^reiL'end schmale Siebgroßen- bzw. Sinkgeschwiridiike: --.Idssen. in denen sich jeweils die Korngrößenbereiche br λ. Sinkgeschwindigkeitsbereiche der e-zjlnen Komponenten aneinander anschließen oder nur geringfügig überlappen, klassiert und erst dann in einer zweiten Stufe die so gewonnenen Klassen durch mehrfaches kiassenweises Sichten bzw. Sieben in Sichter- bzw. Siebsätzer, aus jeweils (p-\) hintereinandergeschaiteten Siebtem bzw. Sieben in die Komponenten sortiert werden. Unter Berücksichtigung der erwünschten und der möglichen Sortierung in der zweiten Stufe, der Sortierstufe, ist die Wahl der Breite der Siebgrößen- bzw. Sinkgeschwindigkeiisklassen der ersten Stufe, der Klassierstufe, derart vorzunehmen, daß für das nachfolgende Windsichten bzw. Sieben jeweils eine Abstufung der Maschenweiten der Siebe bzw. eine Abstufung der Trennsichtluftgeschwindigkeiten der Windsichter möglich ist, bei der die größten Partikel der jeweils leichteren Komponente gerade noch von den kleinsten Partikeln der jeweils schwereren Komponente getrennt werden können. Auf diese Weise gelingt es. die in der Klassierstufe gewonnenen Siebgrößen- bzw. Sinkgeschwindigkeitsklassen in der Sortierstufe in ihre Komponenten zu trennen.
Für die erfindungsgemäße Sortierung kommen alle Stoffarten im Bereich der klassischen Aufbereitung in Frage, nämlich mineralische Rohstoffe, wie z. B. Gemische aus Kohle, Pyrith und Bergen, metallische Rohstoffe, wie z. B. Erze und Berge oder Erzgemische und Berge, sowie über den Bereich der klassischen Aufbereitung hinaus Reststoffe oder Sonderabfälle, wie NE Metallanteile im Schredderschrott oder Verbundwerkstoffe. Die erfindungsgemäße Sortierung führt bei allen denjenigen Aufgabegemischen unterschiedlicher disperser Feststoffe zum anfangs beschriebenen Ziel, bei denen ausreichende Unterschiede in der Dichte und/oder Form und damit in der korngrößenabhängigen Sinkgeschwindigkeit der Komponenten vorhanden sind.
Für die Durchführung des Verfahrens wird ein geeignetes Aufgabegemisch benötigt, in dem die zu sortierenden Komponenten getrennt und in einem für das Sieben und Sichten geeigneten Korngrößenbereich vorliegen. In vielen Fällen ist deshalb ein noch nicht geeignetes Ausgangsprodukt vor Aufgabe in die Klassierstufe mindestens durch einen Zerkleinerungsvorgang, vielfach in Verbindung mit einer Klassierung, in einen geeigneten Partikelgrößenbereich zu bringen. Ist das Ausgancsorodukt ein Verbundwerkstoff, so muß wie bei der klassischen Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen durch die Zerkleinerung die »Verwachsung« der Komponenten soweit wie möglich beseitigt werden. Die anschließende Sortierung gelingt um so besser, je weitgehender z. B. ein Verbundwerkstoff durch die vorgeschaltete Zerkleinerung in Partikel der einen oder anderen Sorte aufgeschlossen wurde. Bei einer Zweioder Mehrkomponentensortierung besteht das Aufgabegemisch für die nachgeschaltete Klassierstufe (Sichten oder Sieben) dann aus einer Mischung zweier oder mehrerer disperser Feststoffe, die sich in ihrer Größen- und Sinkgeschwindigkeitsverteilung unterscheiden.
Es lassen sich drei Fälle hinsichtlich verschiedener Dichte und/oder Form unterscheiden. Im ersten Fall unterscheiden sich die Komponenten nur in der Feststoffdichte, wohingegen die Form gleich ist. Hier gelingt eine Sortierung in die Komponenten. Im zweiten Fall ist die Dichte der Komponenten gleich, aber die Form unterschiedlich. Das Verfahren läßt sich demnach auch auf ein Gemisch von Materialien gleicher Dichte jedoch unterschiedlicher Form zur Formsortierung ~ anwenden. Im dritten Fall, dem Regelfall, unterscheiden sich die Partikel sowohl hinsichtlich der Dichte als auch hinsichtlich der Form. Unterschiede in der Form der Partikel der Komponenten können das Verfahren positiv und negativ beeinflussen. So ist es sehr wohl möglich, daß Partikel gleicher Größe zwar unterschiedliche Dichte und Form aber dennoch gleiche Sinkgeschwindigkeit aufweisen und damit das neue Verfahren nicht angewendet werden kann.
Wie schon angedeutet, muß die Klassierung in der ersten Stufe zu so schmalen Klassen führen, daß jede Klasse in der zweiten Stufe durch eine Sortierung in die verschiedenen Komponenten getre.int werden kann.
In der zweiten Stufe, der Sortierstufe, werden — sofern die Klassierung in der ersten Stufe durch Sieben erfolgt ist — Siebgrößenklassen aufgegeben. Die Sortierung jeder derartigen Siebgrößenkiasse in die Komponent-n, z. B. mitteis einer Schwerkraft-Gegenstromwindsichtung, ist nur möglich, wenn die Klassengrenzen der Siebklassierung, die durch die Maschenweiten x, und *,^i aufeinanderfolgender Siebe bestimmt
sind, so gewählt werden, daß Partikelgrößenklassen entstehen, in denen die Sinkgeschwindigkeiten der zu sortierenden Komponenten sich unterscheiden und allenfalls aneinander anschließen. Durch die Klassierung n^ch dieser Vorschrift wird sichergestellt, daß die lim.kgeschwindigkeit der größten oder spezifisch leichteren Partikel, die durch die obere Klassengrenze für die Maschenweite x, bestimmt wird, kleiner oder allenfalls gleich der Sinkgeschwindigkeit der kleinsten der spezifisch schwereren Partikel ist, die durch die untere Klassengrenze mit der Maschenweite X,+ i festgelegt wird (\<i<m). Bei Mehrkomponenten-Aufgabegemischen müssen die Klassengrenzen so nahe beieinanderliegen, daß sich die Sinkgeschwindigkeitsbereiche aller Komponenten nicht oder nur geringfügig überlappen. Dies ist dann der Fall, wenn die für ein Zweikomponenten-Aufgabegemisch angegebenen Bedingungen für diejenigen beiden Komponenten erfüllt ist, bei denen das Sinkgeschwindigkeitsverhältnis für die Korngrößen am kleinsten ist, die Sinkgeschwindigkeitsverteilungen also am engsten beieinanderliegen.
Die Wahl aller Klassengrenzen der Klassiersiebung und damit der Maschenweiten x, und *,-+1 benachbarter Siebe, die eine anschließende Sichtsortierung ermöglichen, läßt sich aus dieser Bedingung für den gesamten Korngrößenbereich eines Mehrkomponentengemisches ableiten. Die Wahl der Sichtluftgeschwindigkeit v/., z. B. Mr einen Schwerkraft-Gegenstromsichter zur Trennung der so gebildeten Klassen in die Komponenten mittels Windsichtung orientiert sich am Trennkorn (Korngröße, die der Trenngrenze entspricht), das durch die Gleichheit von Trennrichtluftgeschwindigkeit v/. und der Sinkgeschwindigkeit wg, des Trennkorns, also
Vl = Wg, (1)
festgelegt wird.
Bestimmende Größe für wgl und damit für v/. ist dabei das für die Partikelumströmung im Windsichter maßgebende Widerstandsgesetz. Generell sind als Art der Umströmung der Partikel die laminare Umströmung (n = 2), für die das Stokes'sche Widerstandsgesetz bestimmend ist, die turbulente Umströmung (n= 1), bei der das quadratische Widerstandsgesetz gültig ist, und die zwischen diesen liegende Übergangsbereichsumströmung zu unterscheiden (1 <n<2). η ist eine die Art der Partikelumströmung berücksichtigende Zahl.
Nimmt man kugelförmige Partikel an, vernachlässigt man also den Formeinfluß, so läßt sich als allgemeine Lehre für die Wahl der Klassengrenzen bzw. für die Abstufung der Siebe die bereits obenerwähnte Bedingung formulieren zu
V(pslpL)mi.;\<n<2,
(2)
d. h. die Abstufung der Maschenweite xv gegenüber der benachbarten kleineren Maschenweite *,+ i berechnet sich vereinfacht weitgehend aus der η-ten Wurzel des kleinsten Dichteverhältnisses der Partikel einer schwereren Komponente mit der Dichte qs zu den Partikeln einer leichteren Komponente des Aufgemisches mit der Dichte Ql. Bei Zweikomponenten-Aufgabegemischen ist also das Dichteverhältnis der beiden Komponenten maßgebend. Bei Mehrkomponenten- Aufgabcgemischen wird das kleinste Dichteverhältnis aus den Komponenten gebildet, deren korngrößenabhängige Sinkgeschwindigkeitsverteilungen am nächsten beieinanderliegen.
Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt daß man davon ausgehen kann, daß die Windsichtung von groben Partikeln im allgemeinen in turbulenter Umströmung erfolgt und demnach η für angenähert kugelförmige Partikel nahe bei 1 liegen wird, während ί bei stark von der Kugelform abweichenden Partikeln und bei Sichtungen im Übergangsbereich zwischen laminarer und turbulenter Umströmung η nahe bei 1,5 liegt. Bei der Sichtung feiner Partikel geht der Formeinfluß zurück; sie wird bevorzugt im laminaren
ίο Bereich stattfinden, so daß die Zahl η näher bei 2 liegt. In welchem Strömungsbereich eine optimale Verwirklichung des Verfahrens stattfinden kann, hängt von der Formvielfalt und von den Dichten der beteiligten Komponenten des Aufgabegemisches ab. Daher ist unter Umständen das Ausgangsprodukt zunächst durch eine zusätzliche Zerkleinerung und Klassierung in den günstigsten KorngröUenbereich zu bringen.
Die Bedingung (2) für die Abstufung der Siebmaschenweiten muß nur »weitgehend« erfüllt sein. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die Trennschnitte nicht notwendigerweise bei den Maschenweiten, die die Rechnung ergeben, durchgeführt werden müssen, sondern auf handelsübliche Siebe mit genormten Maschenweiten zurückgegriffen werden kann, so daß eine Sonderanfertigung der Siebe mit Maschenweiten, die die Rechnung ergeben, nicht erforderlich ist. Die genormten Siebreihen stellen eine genügend große Anzahl von Maschenweiten zur Realisierung des Verfahrens zur Verfügung, um den in den Ansprüchen angegebenen Bedingungen technisch »weitgehend« zu entsprechen. Darüber hinaus sind Anwendungen denkbar, die zur Erreichung großer Trennschärfen und damit besserer Anreicherungen und Ausbeuten Sonderanfertigungen von Sieben mit bestimmten, nicht genormten (viaschenweiten rechtfertigen.
Umgekehrt ergibt sich für eine Klassiersichtung in der ersten Stufe in Sinkgeschwindigkeitsklassen die Bedingung für die erforderliche Abstufung der Trtinsichtluftgeschwindigkeiten, um eine Siebsortierung in der zweiten Stufe zu ermöglichen, zu
(3)
d. h. die Abstufung der jeweils höheren Trennsichtluftgeschwindigkeit vu+ι gegenüber der jeweils niedrigeren Trennluftgeschwindigkeit vu des vorgeschalteten Sichters berechnet sich auch allgemein vereinfacht weitgehend aus der η-ten Wurzel des kleinsten Dichteverhältnisses der Partikel einer schwereren Komponente zu
so den Partikeln einer leichteren Komponente des Aufgabegemisches, wobei im laminaren Bereich π = 2 gilt.
Für die technische Realisierung muß die die Art der Umströmung der Partikel durch die Sichtluft berücksichtigende Zahl π so gewählt werden, daß sowohl die im Windsichter herrschende Anströmbedingung als auch der möglicherweise konkurrierende Formeinfluß der zu trennenden Partikel berücksichtigt wird. Dies ist für jede Anwendung des Verfahrens in Vorversuchen experimentell festzustellen.
Erfolgt die Klassierung in der ersten Stufe durch Siebung, so werden die dabei gewonnenen Siebgrößenklassen durch Serien yon Windsichtup.gen mittels Windsichtersätzen in die Komponenten getrennt- In den Windsichtern des jeweiligen Sichtersatzes und der jeweiligen Sichterstufe muß die die Trenngrenze bestimmende Trennsichtluftgeschwindigkeit vlj.c {der Index j bezeichnet die Komponente bzw. Sichtstufe und
der Index cden Windsichtersatz) jeweils so eingestellt sein, daß gilt
VLj. c
k ■
mit Wgi der Sinkgeschwindigkeit in Luft der die Trenngrenze bestimmenden gröbsten Partikel der abzutrennenden leichten Komponente der jeweiligen Siebgrößenklasse und k einer die Form der Partikel, die Beladung der Sichtluft mit Partikeln und den gewählten Sichtertyp berücksichtigenden Konstanten zwischen 0,3 und I. Die Sinkgeschwindigkeit vv> eines Partikels in Luft ist nach den bekannten Gesetzmäßigkeiten zu berechnen.
Versuche haben die Richtigkeit der erfindungsgemäßen Ansätze bestätigt und gezeigt, daß für die Trennung der üblicherweise vorliegenden Dichtebereiche der Beiccimuitg uci Abstufung ilei fviascliciiwciicn Uitw.uci Trennsichtluftgeschwiridigkeiten das kleinste Dichteverhältnis der zu trennenden Komponenten zugrunde gelegt werden kann. Die jeweilige Trennsichtluftgeschwindigkeit vLl errechnet sich für einen Anwendungsfall, in dem z. B. Zick-Zack-Sichter in der Sortierstufe eingesetzt werden, aus der angegebenen Gleichung (4) mit der Konstanten fc=0,5, je nach Einfluß der unterschiedlichen Partikelformen in den zu trennenden Komponenten.
Es können sich für die erforderliche Einstellung der Trennsichtluftgeschwindigkeiten im Windsichter, z. B. im Steigrohrwindsichter, Abweichungen von der angegebenen Gleichung (4) ergeben, was durch Vorversuche zu ermitteln ist.
In jedem Fall gilt aber, daß bei der bevorzugten Schwerkraftwindsichtung die Trennsichtluftgeschwindigkeit der Sinkgeschwindigkeit der gröbsten aus der Siebgrößenklasse auszusortierenden leichten Partikeln gleichen muß bzw. gerade etwas kleiner eingestellt werden muß, als die Sinkgeschwindigkeit der kleinsten in der Siebgrößenklasse enthaltenen nächst schwereren Partikel.
Da Formbeschreibungen dei Partikel nur sehr schwer quantitativ möglich sind, sind auch genaue quantitative Angaben für die Wahl der Stufung bei starken Formunterschieden der beteiligten Komponenten kaum möglich. Starke Formunterschiede verbessern aber das erfindungsgemäße Verfahren in dem Sinne, daß breitere Größenklassen bei der Siebklassierung, d. h. größere Sprünge In der Stufung der Siebung, zugelassen werden können, wenn der Formeinfiuß auf die Sinkgeschwindigkeitsverteilung der spezifisch schwereren Partikel größer ist als auf die Sinkgeschwindigkeitsverteilung der spezifisch leichteren Partikel. Die Anzahl der Klassiersiebe kann dann also kleiner gewählt werden. Das Verfahren wird dadurch wirtschaftlicher.
Erfolgt die Klassierung in der ersten Stufe durch Windsichten, so werden die dabei gewonnenen Sinkgeschwindigkeitsklassen durch Serien von Sieben bzw. Siebsätzen in die Komponenten getrennt Für die Siebe der jeweiligen Siebsätze ist die die Trennung der Komponenten bestimmende Maschenweite xcj (der Index c bezeichnet die Sinkgeschwindigkeitsklasse bzw. den Siebsatz und der Index j die Komponente), jeweils so bestimmt, daß sie jeweils etwas kleiner ist als die kleinsten Partikel der in der Sinkgeschwindigkeitsklasse enthaltenen jeweils leichtesten Komponente.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich für Korngrößen ab etwa 30 μπι einsetzen, sofern die technisch verfügbare Luftstrahlsiebung in diesem Korngrößenbereich noch leistungsfähig einsetzbar ist Die Anwendungsgrenze nach oben liegt bei Partikeln von ca. 30 mm bei ρ/. = 5 g/cm3. Dies hängt einerseits von den angebotenen Siebmaschinen ab, die beispielsweise beim Mogensen-Prinzip bis zu dieser Grenze einsetzbar sind, und andererseits vom technischen Aufwand in der Klassierung oder Sortierung durch Windsichtung. Im genannten Korngrößenbereich sind alle technisch verfügbaren Siebverfahren und Siebe, wie z. B. Plan-, Wurf- und Kreisschwingsiebe in Mehrfachan-Ordnung einsetzbar.
Die Windsichter können zweckmäßigerweise als Steigrohrwindsichter, z. B. als Zick-Zack-Sichter. ausgebildet sein, aus denen die leichten Partikel nach oben hin pneumatisch ausgetragen werden.
is Alternativ zu dieser Gegenstrom-Schwerkraftwindsichtung in Steigrohrwindsichtern kann auch eine
QücFSiFCiilVwinuSiChiürig eingesetzt werden, WiC SiC
beim unklassierten Aufgabegemisch, wie oben erwähnt, bereits durchgeführt wird. In diesem Fall sollen wenigstens einige der Windsichtungen Querstromwindsichtungen mittels eines den als dünne Schicht abwärtsfallenden Partikelstrom querdurchströmenden Luftstroms sein. Bei dieser Querstromwindsichtung ist der Energieaufwand für die Erzeugung der Sichtluftströmung geringer als bei den Gleichgewichts-Schwerkraftwindsichtungen, bei denen der Luftströmung nicht nur die Aufgabe zufällt, die leichten Partikel von den schweren Partikeln zu trennen, sondern auch noch die, die leichten Partikel pneumatisch zu einem Abscheider zu transportieren. Der Abtransport der Partikel erfolgt dagegen bei den Querstromwindsichtern mittels der Sichtzone nachgeschalteten mechanischen Förderanlagen.
Für den angegebenen Bereich kleinster Partikel können Fliehkraftwindsichter, z. B. Spiralwindsichter oder Umlenksichter angewendet werden.
Die Trennung sehr großer und damit schwerer Partikel mittels Windsichtung wird wegen der hohen Trennsinkgeschwindigkeit hohe Luftmengen erforiern, weshalb eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei welchem das Aufgabegemisch zunächst durch Siebung klassiert wird, vorsieht, daß der Oberlauf des gröbsten Siebes der Maschenweite *i zerkleinert und dem Aufgabegemisch nochmals zugegeben, am Ort der Verarbeitung auf Halde gegeben oder anders weiterverarbeitet wird. Die Zerkleinerung der großen Partikel kann außerdem energetisch günstiger sein als die Sortierung durch Siebung und Sichtung. Insgesamt wird man mit der vorgeschalteten Zerkleinerung nicht nur den beschriebenen Aufschluß des Ausgangsproduktes realisieren, sondern gleichzeitig eine Vergleichmäßigung im anfallenden Komgrößenspektrum anstreben, um die Anzahl m der erforderlichen und wie angegeben zu bestimmenden Siebungen oder Sichtungen der Klassierstufe und die erforderliche Anzahl der nachgeschalteten Sichter oder Siebe möglichst klein zu halten. Es kann außerdem vorteilhaft sein (Anspruch 3), daß nach der Klassierung durch Siebung vor einzelne oder alle Sichtungen eine selektive Zerkleinerung der Größenklassen, die auf die Zerkleinerung der leichteren Komponenten hin ausgerichtet ist, erfolgt Auf diese Weise läßt sich die nachgeschaltete Sortierung durch Siebung aufgrund des unterschiedlichen Zerkleinerungsverhaltens der Komponenten erleichtern, wirkungsvoller oder mit weniger Windsichten! ausführen.
Trennschärfe und Aufwand des erfindungsgemäßen
trockenen Sortierverfahrens steigen mit zunehmender Anzahl engerer Siebgrößenklassen bzw. Sinkgeschwin-
digkeitsklasscn in der Klassierstufe, desgleichen steigt die Anreicherung, d. h. die Qualität und unter Umständen auch die Ausbeute an weitgehend reinen Komponenten. Da die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens sowohl vom technischen, d. h. apparativen, zeitlichen und personellen Aufwand als auch vom erzielbaren Preis für das sortierte Endprodukt abhängt, wird das wirtschaftlichste Verfahren zwischen den angedeuteten Extremen liegen und ist für jedes zu trennende Aufgabegemisch durch Versuche zu bestimmen.
Übliche Kornverleilungsbreiten bei unterschiedlichen Muerialmischungen, wie z. B. im Bereich der Mineralien, Sonderreststoffe und Verbundwerkstoffe, NE-Metallanteile in Schredderschrott, Kohle und Berge, Müll und andere Rohstoffe oder auch Erze, werden m = 5 bis 15 Sieb- und Sichtstufen bedingen, wobei MehrkompolicnicngerriisCHc bis zu ρ = 5 Komponenten für die erfindungsgemäße Sortierung denkbar sind.
DdS Patent erstreckt sich nicht auf die Sortierung von Rohbimsgemischen in Bims und Splitt.
Die Erfindung läßt sich auf Sortieranlagen verwirklichen, deren Aufbau in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist. Es zeigt
F i g. 1 das Schema einer Anlage zur Sortierung eines aus zwei Cp= 2) Komponenten bestehenden Aufgabegemisches mittels m Sieben und (m+]) Windsichtern in seine beiden Komponenten,
F i g. 2 das Schema einer Anlage zur Sortierung eines aus ρ Komponenten bestehenden Aufgabegemisches mittels m Sieben und (m+\) ■ (p-\) Windsichtern in seine ρ Komponenten,
F i g. 3 das Schema einer Anlage zur Sortierung eines aus zwei (p=2) Komponenten bestehenden Aufgabegemisches mittels m Windsichtern und (m+1) Einfachsieben in seine beiden Komponenten, und
F i g. 4 das Schema einer Anlage zur Sortierung eines aus ρ Komponenten bestehenden Aufgabegemisches mittels m Windsichtern und (Vn+1) · (p— 1) Sieben in seine ρ Komponenten.
Ein Zwei- oder Mehrkomponenten-Ausgangsprodukt wird zunächst durch einfache Siebung, Sichtung oder Zerkleinerung für die Sortierung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorbereitet, wobei diese Produktkonditionierung in der Reihenfolge an das Produkt angepaßt, durch Sonderbehandlung ergänzt oder auch fortgelassen wird, wenn das Ausgangsprodukt bereits aufgeschlossen vorliegt und eine erste Anreicherung durch Sieben oder Sichten nicht erzielbar ist bzw. Verunreinigungen nicht beseitigt werden müssen. Durch diese Vorbereitung wird das Aufgabegemisch erhalten.
Bei der in F i g. 1 schematisch dargestellten Sortieranlage wird ein Zweikomponenten-Aufgabengemisch zunächst in einer ersten Stufe auf einer Siebmaschine mit einem Siebsatz 1 aus m gemäß Gleichung (2) abgestuften Sieben 2 in (m+1) schmale Siebgrößenklassen klassiert Die Maschenweiten der Siebe sind mit X\ (gröbste Maschenweite)... Xi... xm-\ und xm (kleinste Maschenweite) bezeichnet Die gröbste Siebgrößenklasse bleibt auf dem ersten Sieb des Siebsatzes, dem Sieb mit der Maschenweite x\ zurück, während die feinste Siebgrößenklasse diejenige ist die durch das letzte Sieb des Siebsatzes, das Sieb mit der kleinsten Maschenweite x~» noch hindurchfällt
In der zweiten Stufe wird jede dieser (m+\) Siebgrößenklassen jeweils einem von (m+\) auslaßseitig parallelgeschalteten Windsichtern 4, die jeweils eine einzige Sichtstufe 3 bilden, über Leitungen 5 zugeführt Die Windsichter 4 sind schematisch als Schwerkraftwindsichter mit einem vertikalen Sichtrohr, in das unten mittels eines nicht dargestellten Ventilators Sichtluft eingeleitet wird, dargestellt. In di^se werden die zu sichtenden Siebgrößenklassen seitlich in die von unten nach oben mit einer Tremisichtluftgeschwindigkeit vuströmende Sichtluft eingegeben. In den Windsichlern 4 sind unterschiedliche Trennsichtluftgeschwindigt.eiten vu(vi, ι bis vtcm+i)) eingestellt, die unter Zuhilfenahme der oben angegebenen Gleichung (4) ermittelt sind. Die leichteren Partikel, deren Sinkgeschwindigkeit wf kleiner als die Trennsichtluftgeschwindigkeit v/,c ist, werden jeweils entgegen ihrer Schwerkrafi von der Sichtluft nach oben mitgenommen und mit ihr als leichte Fraktion durch einen Auslaß 6 ausgetragen. Die schweren Partikel fallen entgegen dem aufsteigenden Sichtluftstrom nach unten und werden als schwere Fraktion durch εϊπεπ Auslaß 7 ausgetragen, in den Windsichtern 4 gelingt damit aufgrund der vorhergehenden Siebklassierung des Aufgabegemisches in schmale Korngrößenklassen die weitgehend vollständige Trennung in die Komponenten. Es wird d;e leichte Fraktion jeweils aus einem Auslaß 6 des Windsichters 4 durch die Sichtluft in eine Sammelleitung 11 und die schwere Fraktion jeweils aus einem Auslaß 7 in eine andere Sammelleitung 12 abgezogen. Am Ausgang der Sammelleitungen 11 und 12 stehen vollständig die reine bzw. angereicherte leichte Komponente als Produkt P1 und die reine bzw. angereicherte schwere Komponente als Produkt P2 zur Verfügung. Jede leichte Fraktion und jede schwere Fraktion der Windsichter 4 kann statt in eine Sammelleitung einzeln oder beliebig zusammengefaßt als Fertiggut abgezogen werden.
Nach der Klassierung in der Siebmaschine ist bei einer, mehreren oder allen Siebgrößenklassen vor der
J5 Sichtung eine selektive Zerkleinerung 7, der leichten Komponente dadurch möglich, daß sie zunächst in eine Zerkleinerungsmaschine 9 und aus dieser in den betreffenden Windsichter 4 eingespeist werden. Die selektive Zerkleinerung wird mit dem Ziel, die erforderliche Trennsichtluftgeschwindigkeiten in den nachfolgenden Sichtern erheblich senkeo zu können und die Sinkgeschwindigkeitsverteilung der zu trennenden Komponenten zu beeinflussen, durchgeführt, um somit höchste Anreicherungen oder eine reine Gewinnung zu ermöglichen, ohne die Anzahl der erforderlichen Klassen unwirtschaftlich groß machen zu müssen.
Der Fall der Zerkleinerung Z ist in Fig. 1 fir die gröbste, vom ersten Sieb 2 des Siebsatzes I1 das die größte Maschenweite X\ hat, abgezogene Siebkorngrö-
ßenklasse dargestellt Diese Klasse wird über eine Leitung 5', gegebenenfalls mittels eines nicht dargestellten Förderers, in eine schematisch dargestellte Zerkleinerungsmaschine 9 und von dieser über eine Leitung 5" in den ersten Windsichter 4 gegeben.
Bei der Sortierung von Aufgabegemischen mit ρ Komponenten ist die Sortieranlage gemäß F i g. 1 so zu erweitern, wie es F i g. 2 zeigt wonach für die Sortierung mittels Sichtung (m+\) parallelgeschaltete Sätze 10 aus je Cp-I) hintereinandergeschalteten Windsichtern 4 vorgesehen sind. Die jeweils ersten Windsichter eines Sichtersatzes 10 bilden eine erste Sichtstufe 3.1 und die jeweils nachgeschalteten Windsichter eines Sichtersatzes jeweils eine weitere Sichtstufe Z.j bis 3/p- \\ Dem ersten Windsichter jedes Sichtersatzes wird jeweils eine Größenklasse aus dem Siebsatz 1 über eine Leitung 5 als Aufgabegut aufgegeben. Die in jedem Windsichter anfallende schwere Fraktion wird am Auslaß 7 abzezozen und dem im Sirhtersatz nacheeschalteten
Windsichter der nächsten Sichtstufe 3./ als Aufgabegut aufgegeben.
Für die Windsichtersätze 10.c[Index c(l <c<m+l)] und Sichtstufen [Index j (1 <y<jcr—1)] werden die erforderlichen Trennsichtiuftgeschwindigkeiten vlj_c unter Verwendung der oben angegebenen Gleichung (4) ermittelt. Sie nehmen von Stufe zu Stufe zu. In der ersten Sichtstufe 3.1 enthält jede aus einem Windsichter 4 oben mit der Sichtluft durch den Auslaß 6 in eine Sammelleitung 11 abgezogene leichte Fraktion die leichteste der ρ Komponenten als erste reine oder angereicherte Fraktion der ρ Komponenten, die das Produkt P1 ergibt. Die leichten Fraktionen der jeweils folgenden Sichtstufen 3./bis 3Jp- I) ergeben die nächst schwerere, re;re oder angereicherte Komponente, die in eine Sammelleitung 13 zum Produkt P3 zusammengeführt werden, während die weiteren schwereren Fraktionen in den weiteren nachgeschalteten Sichtstufen und zuletzt die schwerste aller Komponenten in der (p-iyten Sichtstufe 3/p-l) gewonnen und in die Sammelleitungen 14 und 15 zum Produkt PA und Γ5 zusammengeführt werden.
Die leichten Fraktionen jeder Sichtstufe und die schwere Fraktion der letzten Sichtstufe können auch einzeln oder beliebig zusammengefaßt als Produkt verwendet werden.
Es genügen m Sichtersätze, wenn das Feinstgut aus der Siebklassierung nicht sortiert werden soll und daher ungesichtet über Leitung 8 abgezogen wird. Eine weitere Reduzierung auf (Vn-I) Windsichter 4 in den einzelnen Sichtstufen 3 ist möglich, wenn der Überlauf des gröbsten Siebes des Siebsatzes 1 mit der Maschenweite *, in das Aufgabegemisch zur Zerkleinerung zurückgeführt wird oder aus dem Verfahren zu einer anderen Behandlung ausgeschieden wird.
Das Sortierverfahren läßt sich nach der beschriebenen alternativen Produktvorbereitung zur Bereitstellung eines Aufgabegemisches auch derart durchführen, daß zuerst gesichtet und dann gesiebt wird. Sortieranlagen zur Durchführung dieser Alternative sind in den F i g. 3 und 4 schematisch dargestellt.
Bei der Sortieranlage gemäß F i g. 3 wird ein Zweikomponenten-Aufgabegemisch zunächst in m hintereinandergeschalteten Windsichtern 21 in (7n+l) aufeinanderfolgende Sinkgeschwindigkeitsklassen klassiert. In jedem nachgeschalteten Windsichter 21 herrscht jeweils eine größere Trennsichtluftgeschwindigkeit vL, + \- Die Abstufung ist gemäß Gleichung (3) bestimmt. Die aus jedem Windsichter 21 aus einem Auslaß 26 abgezogene leichtere Klasse und die aus dem letzten Windsichter, in dem dieTrennsichtluftgeschwindigkeit vLm herrscht, aus einem Auslaß 27 abgezogene schwere Klasse wird durch Einfachsiebungen auf (m+ 1) auslaßseitig parallelgeschalteten Siebmaschinen 22 mit Sieben 24 der Maschenweiten xc (l<c<m+l), denen jeweils eine Sinkgeschwindigkeitsklasse nach Abscheidung in nicht dargestellten Abscheidern über Leitungen 25-zugeführt werden, in die beiden Komponenten getrennt Die unterschiedlichen Maschenweiten Xc der Siebe 24 sind derart gewählt, daß in der jeweiligen Sinkgeschwindigkeitsklasse die kleinsten Partikel der leichten Komponente noch gerade von den größten ίο Partikeln der schweren Komponente vollständig, allenfalls mit einer geringen Unscharfe, getrennt werden. Die reine oder stark angereicherte leichte Komponente findet sich jeweils im Siebüberlauf und wird jeweils als leichte Fraktion in Sammelleitungen 31 abgegeben und zum Produkt P1 vereinigt, während die reine oder stark angereicherte schwere Komponente als Siebdurchgang vorliegt und jeweils als schwere Fraktion in Sammelleitungen 32 gelangt und zum Produkt P 2 zusammengeführt wird.
Bei der Sortierung von Mehrkomponenten-Aufgabegemischen mit ρ Komponenten unterschiedlicher Dichte und/oder Form in diese ρ Komponenten muß die zweite Stufe, in der die Siebsortierung erfolgt, erweitert werden, wie dies bei der in F i g. 4 dargestellten Anlage der Fall ist. Hier erfolgt die Sortierung der in den m Sichtern 21 der Klassierstufe gewonnenen Sinkgeschwindigkeitsklassen in f/n-f-I) parallelbetriebenen Siebmaschinen 22, mit je einem Siebsatz 23 aus jeweils (p— 1) hintereinandergeschalteten Sieben 24 mit den M aschenweiten xc.j[der I ndex c (1 < c< m +1) bezeichnet d;n Siebsatz und der Index j die Komponente bzw Siebstufe bzw. das Sieb eines Siebsatzes]. Jede Sinkgeschwindigkeitsklasse durchläuft jeweils einen dei Siebsätze 23 mit (p-1) Sieben, deren Maschenweiten x< gemäß den aneinander anschließenden Korngrößenverteilungen der in den Sinkgeschwindigkeitsklasser vorgefundenen Komponenten abgestuft sind. Im Überlauf des ersten und damit gröbsten Siebes 24 jede: Siebsatzes 23 (Maschenweite *ci) reichert sich die leichteste Komponente an, während auf den nächster Sieben der Siebsätze (Maschenweite xaj) abnehmenc mit der Maschenweite sich die schwereren Komponenten anreichern und anschließend als Durchgang de: (p-l)-ten Siebes jedes Siebsatzes (Maschenweite Jc(P-I)) die schwerste Komponente als feinste sortierte Fraktion anfällt. Es ergeben sich dabei maxima (m+\) ■ (p-\) Siebe. Die mittels der Siebsätze 23 gewonnenen einander entsprechenden Siebfraktioner jeweils gleicher Komponente werden jeweils ir Sammelleitungen 31, 33, 34 und 35 abgegeben unc können gemeinsam als Produkte Pl, P3, P4 und Pi abgegeben werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur trockenen Sortierung eines körnigen Gemisches aus einer Anzahl von ρ Feststoffkomponenten, bei dem das Zwei- oder 5 — Mehrkomponenten-Aufgabegemisch aus Partikeln unterschiedlicher Dichte und/oder Form zunächst mittels m aufeinanderfolgender Siebungen in (m+1) aufeinanderfolgende Siebgrößenklassen klassiert und sodann die(m+\)Siebgrößenklassen Windsichtungen unterworfen und die Windsichtfraktionen jeweils gleicher Komponente abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet,
— daß bei den aufeinanderfolgenden Siebungen die Maschenweiten x, derart gewählt sind, daß die Sinkgeschwindigkeitsbereiche der einzelnen Komponenten in jeder Siebgrößenklasse aneinander anschließen oder sich nur geringfügig überlappen, und
— daß die (m +1) Siebgrößenklassen jeweils (p—\) Stufen hintereinandergeschalteter Windsichtungen unterworfen werden und jeweils die leichten Fraktionen der Wirdsichtungen ein und derselben Sichtstufe und jeweils die schweren Fraktionen der Windsichtungen der letzten Sichtstufe einzeln oder beliebig zusammengefaßt abgezogen werden (F i g. 1,2).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenware x, eines Siebes aus der kleineren Maschenweite .V1+1 der lachfolgenden Siebes entsprechend der Gleichung
Xj < Xi+ 1
35
bestimmt ist.
mit η einer die Art der Sichtluftumströmung der Partikel berücksichtigenden Zahl zwischen 1 und 2, insbes. zwischen 1 und 1,5, und mit (Qslqijmm dem 4C kleinsten Verhältnis aus der Dichte Qs einer schwereren Komponente und der Dichte ql einer leichteren Komponente.
3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Größenklassen der Siebung vor ihrer Sortierung in einer Sichtstufe zunächst einer selektiven, auf die Zerkleinerung der leichteren Komponenten ausgerichteten Zerkleinerung unterworfen werden.
4. Verfahren zur trockenen Sortierung eines körnigen Gemisches aus einer Anzahl von ρ Feststoffkomponenten, bei dem das Zwei- oder Mehrkomponenten-Aufgabegemisch aus Partikeln unterschiedlicher Dichte und/oder Form einem kombinierten Windsicht- und Siebverfahren unterworfen wird und bei dem Fraktionen jeweils gleicher Komponente abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet,
— daß das Aufgabegemisch mittels m aufeinander- w) folgenden Windsichtungen in (m+\) aufeinanderfolgende Sinkgeschwindigkeitsklassen klassiert wird, bei denen die jeweils schwerere Sinkgeschwindigkeitsklasse der ersten (m- 1) Sichtungen der jeweils nachfolgenden Wind- t>
5 Sichtung als Aufgabegut zugeführt wird und die Trennsichtluftgeschwindigkeitcn v;, der aufeinanderfolgenden Windsichtungen derart gewählt sind, daß sich die Korngrößenbereiche der einzelnen Komponenten in jeder Sinkgeschwindigkeitsklasse aneinander anschließen oder sich nur geringfügig überlappen und
daß sodann die (m+1) Sinkgeschwindigkeitsklassen jeweils in (m+1) Sätzen von je (p— 1) aufeinanderfolgenden Siebungen jeweils in die Fraktionen gleicher Komponente sortiert werden, von denen die Fraktionen jeweils gleicher Komponente einzeln oder beliebig zusammengefaßt abgezogen werden (F i g. 3,4).
'j. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennsichtluftgeschwindigkeit ViJ+I einer Sichtung aus der geringeren Trennsichtluftgeschwindigkeit Vij der vorgeschalteten Sichtung entsprechend der Gleichung
Vi/+ 1 ^ Vu-T/(j>SIPL)mln
bestimmt ist,
mit π einer die Art der Sichtluftströmung der Partikel berücksichtigenden Zahl zwischen 1 und 2, insbes. zwischen 1 and 1,5, und (gs/QÜmm dem kleinsten Verhältnis aus der Dichte ps einer schwereren Komponente und der Dichte ql einer leichteren Komponente.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einige der Windsichtungen Gegenstrom-Schwerkraftwindsichtungen in einer aufsteigenden Luftströmung sind.
7. Sortieranlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur trockenen Sortierung eines körnigen Aufgabegemisches aus einer Anzahl von ρ Feststoffkomponenten mit einem Siebsatz aus m Sieben zur Klassierung des Aufgaiegemisches in (m+1) aufeinanderfolgende Siebgrößenklassen und Windsichtern zu deren Sortierung in Fraktionen jeweils einer Komponente, dadurch gekennzeichnet,
— daß bei dem Siebsatz die Maschenweiten x, aufeinanderfolgender Siebe derart gewählt sind, daß die Sinkgeschwindigkeitsbereiche der einzelnen Komponenten in jeder Siebgrößenklasse aneinander anschließen oder sich nur geringfügig überlappen, und
— daß zur Sortierung der Siebgrößenklassen
(m+\), mindestens (— +1J, Windsichtersätze
(10) aus jeweils (p— 1) hintereinandergeschalteten Windsichtern (4) für je eine Siebgrößenklasse vorgesehen sind, wobei die aus den Sieben (2) kommenden Siebgrößenklassen den jeweils ersten Sichtern (4) der Windsichtersätze (10), d. h. der ersten Sichtstufe, und die schweren Fraktionen der Sichtstufen den jeweils nachfolgenden Sichtstufen aufgegeben werden, und schließlich die leichten Windsichterfraktionen ein und derselben Sichtstufe sowie die schweren Fraktionen der letzten Sichtstufe jeweils einzeln oder beliebig zusammengefaßt abziehbar sind (F ig. 1,2).
8. Sortieranlage nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenweite x, gegenüber der kleineren Maschenweitc .*, ο des nachfolgenden
Siebes (2) entsprechend der Gleichung
abgestuft ist, mit η einer die Art der Sichtluftumströmung der Partikel berücksichtigenden Zahl zwischen 1 und 2, insbes. zwischen 1 und 1,5, und mit (Qs/QÜmin dem kleinsten Verhältnis aus der Dichte Qs einer schwereren Komponente und der Dichte Ql einer leichteren Komponente.
9. Sortieranlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4 zur trockenen Sortierung eines körnigen Aufgabsgernisches aus einer Anzahl von ρ Feststoffkomponenten mit Windsichtern und Sieben, gekennzeichnet durch
- m hintereinandergeschaltete Windsichter (21), mit denen das Aufgabegemisch in (m+\) Sinkgeschwindigkeitsklassen klassierbar ist, von denen die jeweils schwerere Sinkgeschwindigkeitsklasse der ersten (m— 1) Windsichter dem jeweils nachgeschalteten Windsichter als Aufgabegut zuführbar ist und die Trennsichtluftgeschwindigkeiten vu in den aufeinanderfolgenden Windsichtern derart einstellbar sind, daß die Korngrößenbereiche der einzelnen Komponenten in jeder Sinkgeschwindigkeitsklasse aneinander anschließen oder sich nur geringfügig überlappen, sowie
- durch (m +1), mindestens/'- + Λ Siebsätze (23)
aus jeweils (p—\) hintereinandergeschalteten Sieben (24) für je eine Sinkgeschwindigkeitsklasse zu deren Sortierung in Fraktionen jeweils gleicher Komponente, deren jeweils erstem Sieb jeweils eine Sinkgeschwindigkeitsklasse aus den Windsichtern aufgebbar ist und mit denen aufgrund der Abstufung der Siebmaschenweiten jede Sinkgeschwindigkeitsklasse in Fraktionen jeweils einer Komponente sortierbar ist und aus denen die Fraktionen jeweils gleicher Komponente jeweils einzeln oder beliebig zusammengefaßt abziehbar sind (F ig. 3,4).
10. Sortier?nlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennsichtluftgeschwindigkeit Vu+ 1 eines .Sichters gegenüber der geringeren Trennsichtluftgeschwindigkeit vu des vorgeschalteten Windsichters (21) entsprechend der Gleichung
1 ^
abgestuft ist, mit η einei die Art der Sichtluftströmung der Partikel berücksichtigenden Zahl zwischen 1 und 2, insbes. zwischen 1 und 1,5, und (QslQ))min dem kleinsten Verhältnis aus der Dichte qs einer schwereren Komponente und der Dichte ql einer leichteren Komponente.
11. Sortieranlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Siebung Mogensen-Sizer vorgesehen sind.
12. Sortiercnlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gelcennzeichnet, daß die Sichter (4, 21) als Steigrohrwindsichter ausgebildet sind.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Sortieranlage zur trockenen Sortierung eines körnigen Gemisches aus einer Anzahl von ρ Feststoffkomponenten, bei dem das disperse Zwei- bzw. Mehrkomponenten-Aufgabegemisch aus Partikeln unterschiedlicher Dichte und/oder Form in zur Weiterverarbeitung geeignete höherwertige reine oder zumindest ausreichend angereicherte Komponenten durch ein kombiniertes Windsicht- und Siebverfahren getrennt wird.
in Die bisher angewendeten Verfahren zur Gewinnung von zur Weiterverarbeitung geeigneten höherwertigen Komponenten aus einem Zwei- bzw. Mehrkomponenten-Aufgabegemisch lassen sich in Naß- und Trockenverfahren unterteilen.
Zu den Naßverfahren zähien z. B. die Sink-Scheideverfahren, bei denen das Aufgabegemisch mit Hilfe von geeigneten Lösungen oder Suspensionen in die Komponenten getrennt w'y/:. In der Lösung oder Suspension schwimmen die spezifisch leichteren Partikel auf, während die spezifisch schwereren Partikel absinken. Da in der Regel reines Wasser nicht benutzt werden kann, gestaltet sich die Durchführung des "'erfahrens sehr teuer und auch gefährlich, wenn hochgiftige Lösungen oder Suspensionen verwendet werden müssen, sowie umweltbelastend, da die unvermeidliche Aufbereitung der flüssigen Einsatzstoffe immer Abwasserprobleme mit sich bringt. Diese Verfahren haben bezüglich der Weiterverarbeitung der Komponenten vielfach den Nachteil, daß die getrennten jo Komponenten energieaufwendig getrocknet werden müssen.
Die bekannte trockene Sortierung mit Setzherd oder Tischausleser gestattet keine technisch befriedigenden Massendurchsätze bei geforderten guten Trennschärfen oder hohen Ausbeuten. Befriedigende Massendurchsätze lassen sich kostengünstig auch dort, wo manuelle oder maschinelle Ausleseverfahren angewendet werden können, mit diesen nicht erzielen. Mit der klassischen, insbes. in der Getreidemüllerei entwickelten Sortierung mittels Sieben und/oder Windsichtern gelingt eine befriedigende Sortierung in die Komponenten nur, wenn diese im Aufgabegemisch weitgehend monodispers in sich nicht oder allenfalls nur geringfügig überlappenden Kornverteilungen und nicht heterodispers in sich erheblich oder ganz überlappenden Kornverteilungen vorliegen und/oder wenn sie sich hinsichtlich Dichte und/oder Form erheblich voneinander unterscheiden.
Ein bekannter Vorschlag zur Sortierung von Getreide-Saatgut (US-PS 3044 619) sieht vor, daß die Sortierung durch zwei aufeinanderfolgende Klassierungen vorgenommen wird. Die Klassierung der ersten Stufe kann ein Sieben oder Windsichten sein, während die Klassierung der zweiten Stufe dann ein Windsichten oder Sieben ist. Die Klassierung in der ersten Stufe erfolgt in eine Anzahl von Klassen (Fraktionen), worauf in der zweiten Stufe jede einzelne Fraktion in schwere, mittelsehwere bzw. mittelleichte und leichte Körner unterteilt wird, wonach die schweren Körner von einigen oder allen Klassen (Fraktionen) zusammengefaßt werden können. Um das angestrebte Ziel der Gewinnung riner stark keimfähigen Fraktion zu erreichen, genügt diese allgemeine Vorschrift. Eine trennscharfe Sortierung polydisperser Gemischkomponenten, deren Korngrößen- und Sinkgeschwindigkeitsverteilungen einander stark überlappen, kann so noch nicht gelingen. Bei der bekannten Sortierung erfolgt eine Abstimmung der Klassierune in der ersten Stufe
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