DE2841958A1 - Verfahren und vorrichtung zum waschen von faserrohmaterial bei der entfaerbung von papier - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum waschen von faserrohmaterial bei der entfaerbung von papierInfo
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Description
(13 432)
Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Faserrohmaterial bei der Entfärbung
von Papier
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Waschen von Faserrohmaterial bei der Entfärbung von Papier.
Die Verwertung und Wiederverwendung von Abfallpapier, insbesondere
bedrucktem Abfallpapier, ist von beträchtlicher Bedeutung
sowohl aus ekologisc hen als auch Kostengründen.
Solch eine Verwertung und Wiederverwendung hat ihren Wert in der Schonung natürlicher Quellen und, falls die Bearbeitungsvorgänge wirksam durchgeführt werden, kann ein Rohmaterial
für die Papierherstellung weniger kostenintensiv gewonnen werden als dies möglich ist, wenn man von natürlichen Quellen ausgeht.
Herkömmliche Entfärbungsverfahren verlangen eine Anzahl von Bearbeitungsschritten. Zunächst muß das Abfallmaterial mit geeigneten
Chemikalien in verdünnter wässriger Lösung in eine Pulpe überführt werden und ferner müssen Fremdmaterialien,
wie Metailstücke, Kunststoffe oder dergl. entfernt werden, um
das Faserrohmaterial herzustellen. Das Rohmaterial wird dann
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gereinigt, um das Produkt herzustellen, das allgemein als "graues" Rohmaterial bezeichnet wird. In diesem Stadium befinden
sich Farbpartikel in der Suspension. Die noch vorhandenen Farbstoffe werden dann durch Waschen oder Flotation entfernt.
Herkömmliche Flotationstechniken sehen die Benutzung eines
Rohmaterials mit nicht höher als einem Prozent vor, obgleich einige Systeme in der Lage sind, mit Konsistenzen bis zu 2%
zu arbeiten. Dieses Erfordernis einer relativ niedrigen Konsistenz, verbunden mit einem niedrigen Entfärbungsgrad bei der
Flotation bedeutet, daß diese Techniken verschiedene Nachteile haben.
Bei einer herkömmlichen Waschtechnik wird das Rohmaterial mit Reinigungswasser zu einer Konsistenz von etwa 1% verdünnt, und
das Wasser, das suspendierte Farbpartikel enthält, wird dann abgefiltert. Wenn jedoch die Rohmaterialeindickung beispielsweise
eine Konsistenz von etwa 3 bis 4% erreicht, beginnt sie
selbst einen Filtereffekt auszuüben und hält Farbpartikel zurück, so daß nur Waschwasser abgezogen wird. Diese "Innenfilterung"
reduziert die Wirksamkeit des Waschvorganges. Deshalb erweisen sich eine Wiederverdünnung und Wiederentwässerung
als notwendig. Verschiedene Wiederholungen der Waschvorgänge sind deshalb notwendig, ehe man ein Rohmaterial mit
dem gewünschten Grad von Helligkeit bzw. Sauberkeit erhält. Ergebnis davon ist, daß große Waschwasservolumen erforderlich
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sind, und daß der Kostenaufwand sowohl hinsichtlich der
Vorrichtung als auch für die verschiedenen Verfahrensstufen hoch sein kann.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Rohmaterialfasern dazu neigen, das Filter zu blockieren und dies während
des ganzen Waschvorganges, so daß dadurch nochmals die Wirksamkeit reduziert wird, wobei es notwendig sein kann, das
Filter in wiederholten Intervallen zu reinigen. Dieses Problem wird natürlich noch größer, je höher die Rohmaterialkonsistenz
ist.
Nach der US-PS 1 921 080 ist eine Vorrichtung für das Waschen von Rohmaterial bekannt, wobei dieses längs eines
perforierten Zylinders mittels eines Schneckenförderers
bewegt und Wasser durch Öffnungen in der Schneckenwelle zugeführt wird. Dies führt zu einer intensiven Bewegung des
Rohmaterials. Unvermeidbar sammeln sich Fasern in dem Perforationen
und es sind besondere Elemente erforderlich, diese Perforationen sauber zu halten. Dies erfordert den Einsatz
von zusätzlicher Flüssigkeit. Es erscheint unwahrscheinlich, daß diese vorbekante Vorrichtung in der Lage ist, Rohmaterial
mit hoher Konsistenz wirksam zu waschen.
Es würde einen Kapazitätsvorteil darstellen, Rohmaterial mit einer Konsistenz von bis zu 7% waschen zu können. Die Volumina
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von erforderlichem Waschwasser v/ürden reduziert. Chemilcalien
könnten wirksamer zum Einsatz kommen, da diese nicht unnötigerweise mit großen Wasservolumen verdünnt werden müßten und die
Erfordernisse für die Eindickung des entfärbten Rohmaterials
vor Pol gehe art) ei tungsstufen , wie bspw. Bleichung, v/ürden reduziert.
Andererseits wurden die obenerwähnten Probleme der Farbstoff Zurückhaltung und der Filterzusetzung umso größer werden.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit denen man in der Lage ist,
Rohmaterial mit relativ hoher Konsistenz zu waschen und zwar bei wesentlicher Reduzierung der obenerwähnten Probleme.
Bezüglich des Verfahrens ist diese Aufgabe damit gelöst, daß das Rohmaterial von einem Einlaß längs einer Passage zu einem
Auslaß geführt wird, wobei mindestens ein Teil der Passage als Filter ausgebildet und in der Passage ein sich längs erstreckendes
Rührelement angenordnet ist und wobei Waschflüssigkeit in die Passage mindestens in einem Bereich entfernt vom Auslaß
eingeleitet und Auswaschflüssigkeit durch das Filter geleitet wird und wobei ferner eine Drehbewegung zwischen dem Filter und
dem Rührelement derart bewirkt v/ird, daß sich das Faserrohmaterial in Klumpen rund um die Passage bei der Längsdurchströmung
der Passage zum Auslaßbewegt.
Es wurde gefunden, daß durch die Ausbildung von Faserklumpen
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eine wirksame Entfernung von Farbpartikeln erreicht we
kann, während eine Blockierung des Filters bis zu einem
wesentlichen Grad vermieden werden kann. Bei einem herkömmlichen
Verfahren ergibt sich eine relativ gleichmäßige Verteilung der Fasern. Ss ist dann leicht Für die Fasern, sich am
Filter festzusetzen und dessen Blockierung zu bewirken, und axißerdem können Fasern durch das Filter verloren gehen. Obgleich
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein festes "Rohmaterialgewebe" nicht aufgebaut wird, um die -Strömung durch
die Passage zu verhindern, sind die Fasern nicht darartig dispergiert,
daß eine Filterblockage und Faserverluste wesentliche Probleme darstellen.
In der Praxis wurde gefunden, daß ein Pfropfen aus Rohmaterial mit Vorkonsistenz , d.h. Io bis 12% , den Einlaß bilden kann.
Dieser Einlaß kani~ in Faserklumpen durch Rührelemente oder
dergl. aufgebrochen werden. Diese Klumpen können in einer Art Rollbewegung rund um die Passage bewegt werden. Die Geschwindigkeit
der Faserklumpen in Bezug auf das Filter sollte relativ niedrig sein, bspw. in der Größenordnung von o,5 bis 3 m/s bei
Rohmaterialkonsistenzen von 2,5 bis 6%. Dies verhindert, daß das Rohmaterial zu einem solchen Grad aufgewirbelt v/ird, daß
sogar eine Dispersion der Fasern eintreten kann. Darüberhinaus wird eine zentrifugale Entwässerung des eingeführten Rohmaterials
vermieden, was zu einer Blockierung führen könnte durch die Bildung von unerwünscht hohen Klumpenkonsistenzen des Roh-
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materials.
Um niedrige Geschwindigkeiten zu gewährleisten, kann es bezüglich
des Filter wünsc-henswert sein, diesen eher in Form eines
Draht gewebe s auszubilden, als in Form eines perforierten steifen
Filters, obgleich ein steifes Filter ebenfalls befriedigend sein kann. Es können nämlich höhere Reibungskräfte zwischen
dem Filtergewebe und dem Rohmaterial auftreten, was den Grad der
Rohmaterialrotation reduziert. Das Filter kann die Form eines Zylinders haben.
Die Einführung der Waschflüssigkeit mindestens in einem Bereich entfernt vom Rohmaterialeinlaß kann in einer Waschflüssigkeitsströmung
resultieren, die im allgemeinen im Gegenstrom gegen das Rohmaterial gerichtet ist. Vorzugsweise wird die Waschflüssigkeit
längs der Länge der Passage eingeleitet, so daß das darin befindliche Rohmaterial konstant mit Waschwasser
in Kontakt kommt. Dies reduziet TJngleichm-rlßigkeiten inider
Rohmaterialkonsistenz. Das Rohmaterial wird vorzugsweise längs der Passage durch den Druck des eintretenden Rohmaterials gefördert.
Es kann in einigen Fällen möglich sein, einen Schneckenförderer in der Passage zu verwenden, obgleich dies
eine Längsmischung des Rohmaterials verstärkt und einen Abfall in der Wirksamkeit und einen Verlust an gereinigtem Rohmaterial
bewirkt. Kurze Pflüge des Schneckenförderers, benachbart zum Ein- und Auslaß , können jedoch benutzt werden,
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um Klumpen mit hoher Konsistenz aufzubrechen, die sich in
diesen Bereichen bilden und im allgemeinen eine Pfropfenströmung unterstützen.
Das Rohrelement sollte demgemäß und wünschenswert von einer solchen Formgebung sein, daß eine minimale Längsmischung des
Rohmaterials in der Passage auftritt, während eine radiale Diffusion von Flüssigkeit , die suspendierte Farbpartikel
enthält, vorhanden sein kann. Eine maximale Wirksamkeit ist gegeben, wenn keine Mischung von Waschflüssigkeit mit der
Ausv/aschflüssigkeit auftritt, die durch das Filter abgeht.
Wenn das Rohmaterial durch die Passage vorrückt, wird es zunehmend
sauberer, bis es den Auslaß erreicht. Die Waschflüssigkeit, die die suspendierten Farbpartikel enthält, geht durch
das Filter ab und strömwt durch einen geeigneten Auslaß aus, und kann, falls gewünscht, zurückgeführt werden.
Während der Bewegung des Rohmaterials durch die Passage, die vorteilhaft vertikal angeordnet ist, fällt die Farbpartikelkonzentration
im Rohmaterial angenähert exponential ab.Die Farbpax-tikel und andere Partikel, v/ie Ton, (die eine Größe von
etwa 2 bis Io Mikron haben können) gehen durch das Filter, Dies kann eine üffnungs- bzw. Maschengröße von bspw. loo Mikron haben,
so daß die großen , erwünschten Fasern zurückgehalten werden.
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Die Möglichkeit bzw. die Erleichterung, Tonpartikel aus» filtern zu können, ist vorteilhaft bei der Verarbeitung schwerer,
gefüllter Papiere , wie sie bspw. durch Glanzpapiermagazine anfallen.
Es kann vorteilhaft sein, ein Konsistenzgefälle in der Passage vorzusehen. Demgemäß kann Rohmaterial mit einer Konsistenz
von etwa 3 oder 5% eingeführt werden und das gereinigte Rohmaterial kann mit einer Konsistenz von etwa 5 l/2 bis 6 l/2%
abgezogen werden. Dies ist erreichbar durch Abzug von mehr Auswaschflüssigkeit im Vergleich zur zugeführten Waschflüssigkeit.
Das Rührelement besteht vorteilhaft aus einem Zentralteil,
einer Mehrzahl von sich leängs erstreckenden Elementen, bspw. Leisten, die radial vom Zentralteil entfernt angeordnet
sind. Solch ein Teil kann bspw. als in "Grobrüher" bezeichnet
werden. Die Leisten können sich längs der Innenfläche des Filters mit bspw. einen Abstand von 1 bis 2 mm bewegen.
Zusätzlich können die Längselemente , um die Bildung und/ oder Aufrechterhaltung von Klumpen aufrecht zu erhalten, die
sich rund um das Rührelement bewegen, gewünschtenfalls in
Positionen versetzt werden. Ein sanftes Rühren des Rohmaterials
im Bereich der Filtermaschen führt zur Erzeugung einer Zone mit angehobenem Druck vor einem Element und zu einer Zone
mit reduziertem Druck dahinter. Die daraus resultierenden
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Posatianen unterstützen die Strömung der Ausuiaschflüssigkeit
durch das Filter und unterstützen die Verhinderung einer Blockierung. Das Rührelement erzeugt jedoch keine
wesentliche Längsmischung.
Das Rührelement hält im allgemeinen das Rohmaterial in
einer konstanten Bewegung. Es ist vorteilhaft den Rührer in Rotation zu halten als das Filter, weil eine Bewegung
des letzteren zu einer nicht wünschenswerten Bewegung des Rohmaterials führte und zwar in Abhängigkeit vom Reibungseffekt
zwischen dem Filter und dem Rohmaterial. Die Drehgeschwindigkeit des Rührelementes kann in der Größenordnung
von etwa Io bis Iod n/min liegen.
Die Waschflüssigkeit wird vorzugsweise in die Passage
an einer Anzahl von Stellen längs deren Länge aufgegeben, und zwar vorzugsweise im wesent liehen längs der ganzen
Länge der Passage, die das Rohmaterial durchströmt. Die Waschflüssigkeit kann bspw. durch Öffnungen im Rührelement
in die Passage eingeführt werden, die mit einem Innenraum des Rührelementes in Verbindung steht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist ein üJaschflüssigkeitsauslaß derart angeordnet, daß
ein Ulaschflüssigkeitsabzug von einer Stelle benachbart zum Bereich des Rohmaterialseinlasses möglich ist. Die
Vorrichtung kann dann Rezirkulationselemente mit umfassen, durch die etwas von der Auswaschflüssigkeit
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von einsr Stelle abgezogen werden die in einem Zwischenbereich
der Linge der Passage liegt, wobei die abgezogene
Auswaschflüssigkeit in die Passage wieder eingeführt
biird an einer Stelle, die zwischen der Abzugsstelle und
dem RohmaterialeinlaB liegt. Der blaschflüssigkeitsabzug
für eine Rezirkulation kann auf halbem biege der Passage
angeordnet sein. Die Konzentration von suspendierten Farbpartikelchen in der blaschflüssigkeit ist in dem
Bereich sehr viel größer, der nahe dem RohmaterialeinlaB liegt als in dem Bereich, der sich nahe beim Rohmaterial-auslaß
befindet. Demgemäß ist auf halben biege der Passage abgezogene Ausuiaschf lüssigkeit relativ
sauber undk kann anstelle von Waschflüssigkeit für das Waschen des Rohmaterials benutzt werden, uienn dieses
die erste Hälfte der Passage durchströmt. Ein Vorteil einer solchen Verfahrensweise bzw. Anordnung besteht
darin, daß die Menge der Uaschflüssigkeit bei Betrieb
der Vorrichtung etwa um die Hälfte reduziert werden kann. Die Rückführung vergleichsweise sauberer Auswaschflüssigkeit
von einem späteren Abschnitt der Passage zu einem davorliegenden Abschnitt der Passage kann,
falls gewünscht in verschiedenen Stufen durchgeführt werden.
Die Rezirkulation von Waschflüssigkeit wird bewirkt durch Zuspeisung durch einen Hohlen Zentralteil des
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RUhrelementes, wobei dieses Zentralteil in eine erste
und zweite Hammer geteilt ist. Die erste Kammer steht dabei mit einem Abschnitt der Passage in Verbindungdie
sich vom RohmaterialeinlaB bis zu einer Zuiischenstelle
erstreckt und die zweite Kammer erstreckt sich von dieser Zuiischenstelle bis zum RahmaterialauslaQ.
Saubere Waschflüssigkeit tritt durch die zweite Kammer in die Passage ein und vermischt sich mit dem Rohmaterial.
Diese Flüssigkeit passiert dann das Filter und wird Auswaschflüssigkeit, die eine relativ hohe Konzentration
van suspendierten Farbpartikeln enthält. Diese Auswaschflüssigkeit passiert dann ein Rezirkulationssystem
um durch die erste Kammer wieder in die Passage einzutreten, wo sie sich mit dem Rohmaterial vermischt,
das sich im ersten Bereich bei seiner Passage durch die Vorrichtung befindet. Die Flüssigkeit geht dann
durch das Filter und wird zur Auswaschflüssigkeit, die eine relativ hohe Konzentration von suspendierten
Farbpartikeln enthält und wird entsprechend abgeführt.
Die Passage, durch die das Rohmaterial hindurchströmt
ist wünschenswert vertikal angeordnet. Im Bereich des Rahmaterialauslasses können Elemente vorgesehen
sein, die den Austrieb des Rohmaterials unterstützen, bspw. Elemente in Form eines Propellers od. dgl.
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Das Filter, bspui. in Farm eines Zylinders, ist vorzugshieise rund um die Außenseite des Rührelementes angeordnet und bildet damit die äußere hlandung der Passage.
Ea kann jedoch vorteilhaft die Anordnung alternativ auch so getroffen werden, daß das Rohrelement rund
um das Filter angeordnet ist, das dann die innere bJand der Passage bildet. Im letzteren Falle kann auch die
Süßere üJand durch ein zweites Filter gebildet sein
für die Entfernung der AuswaschflüsBigkeit. Für den Fall, bei dem sich das Rührelement zwischen zuiei
Winden bebiegt,d.h. im Sinne der oben ermähnten Möglich
keiten, kann es vorteilhaft sein, die Waschflüssigkeit
durch geeignete Rührelemente in der Passage,d.h.,
durch Längssleisten, zuzuführen. Eine Mehrzahl von
bBpuj. zylindrischen Filtern können koaxial angeordnet
werden um mehrere koaxiale Passagen zu bilden, von denen jede mit einem geeigneten Rührelement versehen
ist.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Vorrichtung für die Ausführung der oben beschriebenen Verfahrensweisen, wobei nach der Erfindung im Rahmen der gestellten Aufgabe die Vorrichtung gebildet ist durch eine
Passage, lSngs der das Rohmaterial von einem Ein- zu
einem Auslaß strömt, wobei mindestens ein Teil der Passage als Filter ausgebildet und in der Passage
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ein sich längs erstreckendes Rohrelement angeordnet ist und durch Idaschflüssigkeitselemente mindestens
in einem Bereich entfernt vom Rahmaterialeinlaß, ferner durch AuBuiaschflüssigkeitsableitungselemente
für die Auswaschflüssigkeit, die das Filter passiert hat und durch Elemente zur Beuirkung einer reltiven
Drehbewegung zwischen dem Filter udn und dem Rührelement derart, daß sich die Rohmaterialfasern in Klumpen
rund um die Passage bei deren Längsdurchströmung zum
Rahmaterialauslaß bewegen.
üJie vorerwähnt, wurde gefunden, daß beim Waschen von
Rohmaterial der genannten Art ein Kurtrührer von besonderem Vorteil ist. Eine Vorrichtung, die eine
Mehrzahl von sich längs erstreckenden Leisten od. dgl. hat, ist bereits nach der US-PS 1 99o 992 bekannt.
Bei dieaer vorbakannten Vorricltung sind jedoch ülasserdüsen
auf den Leisten angeordnet und werden zur Reinigung des Filtergewebes von sich dort abgesetzten
Faserschleim benutzt. Die Trennung von Schleim und Fasern wird primär unter der Einwirkung von Zentrifugalkräften
bewirkt. Eine solche Vorrichtung würde für die Entfärbung von Rohmaterial, insbesondere
solchem mit hoher Konstistenz ungeeignet sein. Unter einem anderen Aspekt der Erfindung ist die Vorrichtung
zum lilaschen von Faserrohmaterial und zum
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Entfärben von Fasern gekennzeichnet durch eine Passage,
durch die das Rohmaterial von einem Ein- zu einem Auslaß geleitet uird, uobei mindestens ein Teil der Passage,
als zylindrisches Filter ausgebildet ist, durch Trägerelemente
für eine Mehrzahl von auf einem Umfang verteilten, axparallelen, sich längs erstreckenden Rührelemen
ten und durch Elemente zum Drehen der Rührelemente um die Passagenachse, durch eine Einleitung fur die Einführung
der Waschflüssigkeit mindestens in einem Bereich entfernt vom Auslaß des Rohmaterials und durch Ableitelemente
für die Ausuaschflüssigkeit, die das Filter passiert hat, uobei die Einleitung für die Einführung
der Waschflüssigkeit derart angeordnet ist, daß die Flüssigkeit das Rohmaterial in der Paseage durchströmen
kann.
Bei dieser Vorrichtung uiird die Entfernung von Farbpartikelchen
beuirkt durch die Passage der Flüssigekeit durch das Rohmaterial. Demgegenüber erfolgt nach der
US-PS 1 99a 992 die Trennung durch Zentrifugaluirkung
und die Uasaerversprühung erfolgt nicht durch das Rohmaterial, sondern ist nur auf das Filter gerichtet.
Ea ist sehr unwahrscheinlich, daß eine solche Anordnung für die Entfärbung von Rohmaterial, insbesondere
solchem von hoher Konsistenz geeignet ist.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zeichneriechen Daratellung eines Ausföhrungsbeiapieles näher
erläutert.
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung und Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung
längs Linie II - II.
Die Vorrichtung, die insgesamt mit 1 bezeichnet ist,
besteht aus einem zylindrischen, vertikal angeordneten Gehäuse 2, in dem koaxial ein zylindrisches
Drahtgewebe 3 qls Filter angeordnet ist. Innerhalb des zylindrischen Filters 3 ist koaxial ein drehbares
Rührelement k vorgesehen. Das Rührelement k besteht
aus einem hohlen, zylindrischen Zentralteil 5, das an seinem unteren Ende verschlossen ist und ferner
eine Anzahl von Öffnungen 6 aufweist. Am . un-teren Egdet das Teil 5 in eine bJelle 7 Ober, die in einem
Lager 8 des Gehäuses 2 gelagert ist. Das obere Ende des Teiles 5 ist mit geeigneten Dichtungen 9 abgedichtet und in Lagern Io des Gehäuses 2 gelagert.
Ferner sitzt am oberen Ende eine Antriebsscheibe 11, bspui. in Form einer Keilriemenscheibe. Der Keilriemen
selbst ist nicht dargestellt. Selbstverständlich können andere Antriebselemente benutzt werden.
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- 2α -
DaB zylindrische Filter 3 begrenzt eine Passage 12, durch die das Rohmaterial von einem Einlaß 13 am
Boden des Gehäuses 2 in Richtung des Pfeiles A zu einem Auslaß 14 am oberen Ende des Gehäusees 2 in
Richtung des Pfeiles B strömen kann. Das Rührelement if umfaßt sechs sich längs erstreckende,
axparallele Leisten 15, die an Trägern 16 derart angeordnet sind, daß sie zum zentralen Teil 5
radial entsprechend plaziert entfernt sind und sich in der Passage 12 bewegen können.
Das hohle Zentralteil 5 ist durch eine Trennwand 19 in eine obere Hammer 17 und eine untere Kammer 18
geteilt. Durch einen Einlaß 2o wird frisches Reinigungtiiasser
( oder eine andere geeignete blaschflüssigkeit)
in Richtung des Pfeiles C in die tobere Kammer 17 geleitet, so daß diese von dort aus durch
die Öffnungen 6 in die Passage 12 gelangen kann.
AusuaschflUssigkeit kann durch die Maschen des Filters3 in eine äußere Auslaßkammer 21 gelangen, von wo aus
sie durch einen Auslaßanschluß 22 in Richtung des Pfeiles D abgezogen werden kann. Angenähert etwa in
halber Höhe der Kammer 21 ist ein Rezirkulationsaus-IaB
23 für relativ saubere Auswaschflüssigkeit vorgesehen.
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Diese Auswaschflüssigkeit strömut unter der Wirkung einer
Pumpe RP durch eine Leitung 24 zu einem EMaß 25. Dieser Einlaß
25 führt nach unten durch die Kammer 17 in die untere Kammer 18 , wobei der Durchgriff durch die Trennwand 19 mit
einer Dichtung 26 abgedichtet ist. Von der Kammer 18 aus kann die zurückgeführte Flüssigkeit durch Öffnungen 6 in die Passage
12 gelangen.
Am unteren Ende des Rührelementes 4 bzw. an dessen Welle 7 ist ein eingängiges Schneckenblatt 26 angeordnet, während am
oberen Ende mehrere Propellerflügel 27 sitzen.
Bei Betrieb der Vorrichtung 1 wird sauberes Wasser in stetigem Fluß dem Einlaß 2o eingegeben und noch nicht gereinigtes Rohmaterial
wird durch den Einlaß 13 eingeführt. Von der Antriebsscheibe 11 aus wird das Rührelement 4 kontinuierlich um
36o° mit relativ geringer Drehzahl gedreht. Das durch den Einlaß 13 eingeleitete Rohmaterial hat eine relativ hohe Konsistenz,
und zwar bis zu 7%. Dabei kann die Tendenz bestehen, daß das Rohmaterial das untere Ende des Gehäuses 2 verstopft,
bspw. durch Ausbildung eines Pfropfens mit hoher Konsistenz von bspw. Io bis 12%. Das Schneckenblatt 26 unterstützt jedoch
die Aufrechterhaltung der Strömung und bricht eine evtl. Pfropfbildung auf.
Wenn das Rohmaterial nach oben steht, wird es kontinuierlich in Kontakt mit Waschwasser gebracht. Dieses Waschwasser nimmt
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Farbpartikelchen in Form einer Suspension auf und tritt durch
das Filter 3 als Auswaschflüssigkeit hindurch und wird durch den Auslaß 22 am unteren Ende des Gehäuses abgeführt. Die
Auswaschflüssigkeit am ober-en Ende der Vorrichtung ist relativ
sauber und wird demgemäß durch die Pumpe EP abgezogen und für den Waschvorgang im unteren Bereich der Vorrichtung wieder verwendet.
Wenn das Rohmaterial in der Vorrichtung unter dem Druck des zugespeisten Rohmaterials vom Einlaß 13 aus (bspw. bewirkt
durch eine entsprechende Speisepumpe) aufsteigt, wird das Rohmaterial zunehmend sauberer. Das gereinigte Rohmaterial
wird am oberen Ende der Vorrichtung durch den Auslaß 14 abgeführt, welche Abführung durch die Flügel des Propellers 27
unterstützt wird, die das Rohmaterial radial nach außen treiben.
Ein beständiger Strömungszustand bezüglich des Rohmaterials
und des Reinigungswassers wird durch eine kontinuierliche Beschickung
des Systems erreicht und gereinigtes Rohmaterial und Auswaschflüssigkeit werden kontinuierlich entfernt. Das
Rührelement 4 und die Pumpe RP laufen dabei ebenfalls kontinuierlich. Wenn das Rührelement läuft, werden die Fasern des
Rohmaterials , die ursprünglich in Form von Pfropfen mit hoher Konsistenz vorliegen, in Klumpen oder größere Büschel aufgebrochen.
Diese neigen dazu, rund um das Filter bzw. dessen Innenwand rund um die Achse des Rührelementes zu rollen.
Gleichzeitig tritt eine radiale Diffusion auf und Farbpartikel werden radial nach außen getrieben auf die Maschen und durch
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diese Maschen des Filters hindurch , und zwar unter der Wirkung
des Wassers, das aus den Öffnungen 6 austritt.
Auf diese Weise wird eine Entfernung der Farbpartikel bewirkt, wobei eine Blockierung der Maschen des Filters 3 oder ein
Faserverlust durch die Maschen verhindert werden können. Die
Vorrichtung ist demgemäß für eine kontinuierliche Entfärbung
des Rohmaterials geeignet.
Gemäß der gewünschten Rohmaterialqualität können die verschiedenen
Parameter, wie Strömung, Rührgeschwindigkeit undsoweiter variiert werden. Je heller das Rohmaterial abgezogen werden soll,
umso länger wird die Verweilzeit in der Vorrichtung im allgemeinen sein. Geeignete Strömungsmesser oder dergl. Meßelemente
können vorgesehe nwerden, um die Betriebsweise der Vorrichtung entsprechend zu überwachen und zu steuern.
Es wurde gefunden, daß mit einer solchen Vorrichtung zwei Tonnen und mehr von Fasern pro Quadratmeter Filterfläche und
Tag gewonnen werden können. Demgemäß kann eine 5 Quadratmeter Filterfläche bei entsprechenden Zuspexsungsmengen vorgesehen
werden, ohne daß dabei die Vorrichtung unerwünscht groß gebaut werden muß.
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Claims (9)
1.\Verfahren zum Waschen von Faserrohmaterial bei der Ent-—
färbung von Papier, dadurch gekennzeichnet , daß das Rohmaterial von einem Einlaß
längs einer Passage zu einem Auslaß geführt wird, wobei mindestens ein Teil der Passage als Filter ausgebildet und
in der Passage ein sich längs erstreckendes Rührelement angeordnet ist und wobei Waschflüssigkeit in die Passage
mindestens in einem Bereich entfernt vom Auslaß eingeleitet und Auswaschflüssigkeit durch das Filter geleitet
wird und wobei ferner eine Drehbeweung zwischen dem Filter und dem Rührelement derart bewirkt wird, daß sich das
Faserrohmaterial in Klumpen rund um die Passage bei deren Längsdurchströmung zum Auslaß bewegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Rohmaterial in einer Konsistenz
von bis zu 7% verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Rohmaterial mit einer Konsistenz
in der Größenordnung von 2,5 bis 6% verwendet wird.
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4. Verfahren nach Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gek enn ze ichnet, daß im Bereich des Einlasses
ein Rohmaterialpfropfen gebildet und dieser in Klumpen aufgebrochen wird.
5. Verfahren nach jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Passage senkrecht angeordnet
und senkrecht von unten nach oben vom Bin- und Auslaß vom Rohmaterial durchströmt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Waschen von Fasern, gekenn ze ichnet durch eine
Passage längs der das Rohmaterial von einem Ein- zu einem Auslaßströmer, wobei mindestens ein Teil der Passage als
Filter ausgebildet und in der Passage ein sich längs erstreckendes Rührelement angeordnet ist und durch Waschflüssigkeitseinführungselemente
mindestens in einem Bereich öntfernt vom Rohmaterialeinlaß, ferner durch Auswaschflüssigkeit,
die das Filter passiert hat und durch Elemente zur Bewirkung einer relativen Drehbewegung zwischen derr
Filter und dem Rührelement derart, daß sich die Rohmaterialfasern in Klumpen und um die Passage bei deren Längsdurchströmung
zum Rohmaterialauslaß bev/egen.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Entfärben von Fasern, gekennzeichnet durch eine
Passage, durch die das Rohmaterial von einem Ein- zu
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einem Auslaß geleitet wird, wobei mindestens ein Teil der Passage als zylindrisches Filter ausgebildet ist,
durch Trägerelemente für eine Mehrzahl von auf einem Umfang verteilten, achsparallelen, sich längs erstreckenden
Rührelementen und durch Elemente zum Drehen der Rührelemente um die Passagenachse, durch eine Einleitung für
die Einführung der Waschflüssigkeit mindestens in einem Bereich entfernt vom Auslaß des Rohmaterials und durch
Ableitelemente für die Auswaschflüssigkeit, die das Filter passiert hat, wobei die Einleitung für die Einführung
der Waschflüssigkeit derart ausgebildet ist, daß die
Flüssigkeit das Rohmaterial in der Passage durchströmen kann.
8.Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet
, daß Element für den Abzug der das Filter passierenden Auswaschflüssigkeit in einem Bereich
vorgesehen sind, der sich vom Rohmaterialauslaß zu einer
Zwischenstelle der Passage erstreckt und daß Elemente für die Rückführung einer solchen Auswaschflüssigkeit in einem
Bereich vorgesehen sind, der sich von dieser Zwischenstelle
zum RohmaterÜeinlaß erstreckt.
9.Vorrichtung nach Ansprüchen 6,7 oder 8, dadurch
gekennze ichnet, daß Elemente für die Einleitung der Waschflüssigkeit längs der im wesentlichen ganzen
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- 4 Länge der Passage vorgesehen sind.
lo.Vorrichtun-g nach jedem der Ansprüche 6 bis 9, d a durc
h gekennzeich net, daß das Filter aus Drahtgewebe gebildet ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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