DE2841790A1 - Verfahren und geraet zur saatbettbandbearbeitung sowie fuer pflegearbeiten in landwirtschaftlichen kulturbestaenden - Google Patents
Verfahren und geraet zur saatbettbandbearbeitung sowie fuer pflegearbeiten in landwirtschaftlichen kulturbestaendenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren und Gerät zur Saatbettbandbearbeitung sowie für
- Pflegearbeiten in landwirtschaftlichen Kulturbe ständen.
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Saatbett = zubereitung für in Einzelreihen in den Boden zu bringendes Saatgut, wobei nach dem Auflaufen der Pflanzen erforderliche Pflegearbeiten nach Umrüstung des Gerätes ebenfalls mit diesem durchgeführt wurden und auf die Auslegung des Gerätes selbst.
- Die Saat einiger Feldfrüchte, insbesondere von Rüben, Bohnen und Mais erfordert das Einbringen der Saat in den Boden in parallel verlaufenden Einzelreihen mit größerem Abstand zu= einender.
- Vor dem Einbringen der Saat muß das Saatbett durch verschie= dene Arbeitsgänge hergerichtet werden, wozu auch die Verfestigung des Bodens gehört; außerdem ist eine Behandlung mit chemischen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln erforderlich, welche ebenfalls vor der Aussaat auf den Boden gespritzt und mit diesem vermengt werden müssen, um Verdampfungsverluste zu verhindern.
- Die Herrichtung des Saatbettes geschah bislang mit Boden= verfestigern, die durch eine größere Breite mehrere nebenein= ander angeordnete Saatbettreihen überdeckten.
- Da das Gewicht des Arbeitsgerätes in ganzer Breite von den starren Walzen auf den Boden übertragen wurde, konnte dieser nicht gleichmäßig angedrückt werden.
- Eine unregelmäßige Bodenverfestigung führt dazu, daß festen Boden erforderndes Saatgut nicht oder nur ungenügend auf= gehen kann; ferner ist bei diesem Verfahren besonders nach= teilig, daß chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, deren Anwendung sehr kostenaufwendig ist, ebenfalls unter tiberdeckung mehrerer nebeneinander angeordneter Saatreihen zum Einsatz kamen und dadurch Unwirtschaftlichkeit durch die sehr hohe erforderliche Gesamtmenge an Spritzmitteln entsteht, welche äa in der sogenannten Bank, also dem Zwischenraum zwischen den Aussaatreihen völlig unnötig sind - die Bänke lassen sich wirtschaftlicher und zuverlässiger unter Ver= meidung von Umweltschädigungen mit mechanischen Mitteln Unkraut- und Schädlingsfrei halten.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Arbeits= gänge Bodenvorbereitung, Ausbringen des Spritzmittels, Einarbeiten (Vermengen) desselben in den Boden sowie eine nachfolgende Bodenverfestigung so zu gestalten, daß alle o.a. Maßnahmen in einem Arbeitsgang durchgeführt werden und dabei jeweils nur diejenigen Teile der Gesamtfläche solcher= maßen behandelt werden, in welche dann auch die Saat gebracht wird (Saatbettbandbearbeitung), wobei das hierfür erforder= liche Gerät durch einfache Umrüstung ohne weiteren finanziellen Aufwand auch für die nach dem Auflaufen der Saat erforderlichen Pflegearbeiten verwendet werden kann und sich durch einfache Gestaltung der Bauweise störungsfrei einsetzen läßt.
- Die erfindungsgemäße Lösung besteht aus den in der Reihenfolge der Auzählung nacheinander zur Wirkung kommenden Teilen Krümelwalze, Spritzrohr mit entsprechend ausgebildeter Düse, aus mehreren Zinken bestehender Egge sowie einer weiteren Krümelwalze, welche an einem Rahmen angebracht sind, der mittels Federspannung an den Boden gedrückt und durch eine Geräteschiene sicher geführt bzw. nach dem Ausheben des Gesamtgerätes getragen wird.
- Die Breite des Gerätes entspricht der erforderlichen Minimalbodenbearbeitung bzw. Vorbereitung für däs nach= folgend zum Einsatz kommende Gerät zur Einsaat einer einzelnen Saatreihe.
- An der Geräteschiene befinden nebeneinander mehrere, der Anzahl der nachfolgenden Drillgeräte und deren Abstand voneinander entprechend angebrachte, oben näher bezeichnete Geräte.
- Es ergeben sich folgende Vorteile: 1. Der zwischen den Saatreihen (Saatbettbändern) liegende Boden wird nicht bearbeitet und dadurch das Unkraut= wachstum behindert, ferner wird der Boden nicht unnötig durch Giftstoffe belastet.
- 2. Unabhängig von etwa durch Schlepperspure oder Pflugfurchen verursachten Bodenunebenheiten wird åede Saatbandreihe individuell mit Spritzmitteln behandelt und gleichmäßig verfestigt.
- 3. Durch die Koppelung mehrerer Arbeitsgänge ist größt= mögliche Zeitersparnis und damit die Ausschaltung von Wetter - Risiko gegeben.
- 4. Durch Bandspritzung werden gegenüber der Flächenspritzung ca. 2/3 der Spritzmittelkosten gespart.
- 5. Vermeidung von Verdampfungsverlusten des Spritzmittels sowie von Umweltbelästigungen durch sofortiges Einarbeiten desselben in den Boden.
- 6. Das Gerät ist nach dem Einsatz zur Bestellung (Aussaat) für die danach erforderlichen Pflegearbeiten zu verwenden und arbeitet entsprechend wirtschaftlicher als mehrere verschiedene Spezialgeräte In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt und nachstehend näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht des Gerätes in Auslegung zur Saatbettbandbearbeitung, Fig. 2 eine Draufsicht desselben, Fig. 3 eine Draufsicht des Gerätes in Auslegung zur Bearbeitung der "Bank" zwischen den Pflanzenreihen bei gleichzeitiger Spritzung der Pflanzen selbst.
- An dem Rahmen (1) sind durch Klemmanschlüsse in Fahrtrichtung (21) vorn ein die Krümelwalze (3) tragender und führender Rahmenteil (2) sowie in Fahrtrichtung (21) hinten ein entsprechender Rahmenteil (2a) mit Krümelwalze (3a) angebracht.
- In Fahrtrichtung (21) vorn mittig angeordnet am Rahmenteil (1) befindet sich ein Düsenhalter (8), in welchem vertikal verschiebbar ein durch Kleizuiischrauben gehaltenes Düsenrohr (9) befestigt ist, an dessen unterem Ende sich die Spritzdüse (10) befindet.
- Horizontal verstellbar an der Haltevorrichtung (5) sind mehrere gefederte Zinken (7) angebracht.
- Die Haltevorrichtung (5) ist mit werner weiteren Halte= vorrichtung (4) versehen, welche durch eine Haltevorrichtung (6) verstellbar angeordnet ist.
- Das Gerät ist über die Haltestangen (13) und ein Klemmstück (17) an einer Geräteschiene (Profilrohr) (18) quer zur Fahrtrichtung verstellbar angeordnet.
- Die Fig. 3 zeigt das Gerät mit einem am Rahmenteil (1) befestigtem Ausleger (11), dem Düsenhalter (8a) und quer verschobenen Rahmenteilen (2) und (2a).
- Arbeitsweise (bei Einsatz zur Saatbandbereitung): Zur Warnehmung ihrer Aufgabe sind mehrere Bandbearbeitungs= geräte entsprechend der Anzahl der nachfolgend zum Einsatz kommenden Drillgeräte deren Seitenabstana voneinander entsprechend vor ihnen nebeneinander an einer entsprechenden Geräteschiene befestigt, vorzugsweise frontseitig an einem an seinem Heckteil die Drillgeräte tragendem landw. Schlepper, auf welchem sich auch die Vorratsbehälter zur Beschickung der Spritzdüsen (10) befinden, welche mit Schläuchen mit diesen verbunden sind.
- Durch Absenken der Geräteschiene (18) werden die daran befestigten Bandbearbeitungsgeräte in Arbeitsstellung gebracht, wobei die Stangen (13) in Verbindung mit den Gelenken (14) und (15) mit der Feder (16) durch Ausgleich von Bodenunebenheiten für einen gleichbleibenden Boden= andruck sorgen.
- Die rotierende Krümelwalze (3) übernimmt die Vorbearbeitung des Saatbettbandes, indem Kluten und Schollen zerkleinert werden, wobei der Boden im Untergrund vorverfestigt wird und gleichzeitig durch Vermengung der trockenen Bodenober= fläche mit dem feuchteren Untergrund die optimalen Voraussetzungen für die Wirkung des durch die nachfolgende Spritzdüse (10) ausgebrachten chemischen Unkraut - und Schädlingsbekämpfungsmittels erreicht wird durch die Benetzung von zerkleinerten, feuchten Bodenteilchen, welche z.T. - bedingt durch das Hochschleudern durch die Krümelwalze (3) -bereits in der Luft getroffen werden.
- Die Abdeckung der gesamten Saatbettbreite mit Spritzmitteln wird erreicht durch Genaue Einstellung des Abstandes der Düse (10) vom Boden.
- Die im Arbeitsverlauf nachfolgenden Eggenzinken (7) und der Krümler (3a) vermengen die mit Spritzmittel benetzte Oberfläche des Saatbettbandes mit den unteren Bodenschichten und bewirken gleichzeitig eine weitere, die Saatbettbandbereitung abschließende Bodenverfestigung.
- Beim Einsatz des Gerätes zu PfleSearbeiten~(Nachauflauf) ist die Düse(10 (107 ãn einem Dusenhalter (Ausleger) (11) außerhalb des Arbeitsfeldes der Krümelwalzen (3) und (3a) angebracht und dient zur Ausbringung von Nachauflauf-Spritzmitteln auf die stehende Pflanzenreihe.
- Die Krümelwalzen (3) und (3a) sind mit den Rhmanteilen (2) und (2a) am Rahmen (1) seitlich verschiebbar angeordnet.
- Hierdurch wird die Gesamt-Arbeitsbreite der Krümelwalzen (3) und (3a) dem Abstand der Pflanzenreihen voneinander angepasst.
- Während nun die Düse (10) zur chemischen Unkraut- und Schädlingsbekämpfung im stehenden Bestand (Pflanzenreihe) verwendet wird, nehmen die Krümelwalzen (3) und (3a) diese Aufgabe auf mechanischenm Wege war, wobei sie von den Eggenzinken (7) unterstützt werden, welche aus Gründen der tberschaubarkeft in der Fig. 3 nicht dargestellt wurden.
- Auf diese Weise werden die etwa von der diesem Arbeitsgang vorausgegangenen Hackmaschine zurückgelassenen Erdschollen, in welchen Unkrautwurzeln gute Weiterwuchs - Bedingungen vorfinden, zerkleinert und gleichzeitig Brutstätten von Pflanzenschädlichen tierischer Herkunft vernichtet.
- - Patentansprüche - L e e rs e i t e
Claims (7)
- - Patentansprüche -Öl Verfahren zur Herrichtung (Erstellung) eines zum anschließenden Drillen (Aussähen) von in Reihen neben= einander einzusähendem Pflanzensaatgut, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Rahmen zusammengefügte Teile Krümelwalze (3), Spritzdüse(10), Eggenzinken (7) und Krümelwalze (3a) in einem Arbeitsgang nacheinander zur Anwendung kommen, wobei sie durch geeignete Mittel wie eine Federspannung (16) an den Boden gedrückt werden und an geeigneter Stelle an einem Trägerfahrzeug entsprechend der Anzahl der nachfolgenden Drillgeräte und deren Abstand voneinander angebracht sind, wobei sämtliche Arbeitsaggregate des Gerätes durch ent= sprechend ausgelegte Verstell- bzw. Einstellmöglichkeiten zum Einsatz für die nach der Bestellung (Aussaat) notwendigen Pflegearbeiten am bestehenden Pflanzenbestand angewendet werden.
- 2. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Rahmenteilen (1), (2) und (2a) eine vordere Krümelwalze (3), eine Spritzdüse (10), mehrere Eggenzinken (7) sowie eine hintere Krümelwalze (3a) oder gleichartig ausgebildete Mittel zur Warnehmung dieser Aufgaben hintereinander angeordnet sind.
- 3. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Ausbringen von Bodenherbiziden (Spritzdüse) (10) höhenverstellbar und seitlich ausschwenkbar angebracht ist.
- 4. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eggenzinken (7) oder gleichartige Aggregate höhenverstellbar angeordnet sind.
- 5. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Eggenzinken voneinander einstellbar ist.
- 6. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beispielsweise als Krümelwalzen (3) und (3a) ausgelegten Aggregate seitlich(quer) verstellbar angeordnet sind, (Verstellmöglichkeit Gesamtarbeits= breite)
- 7. Gerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät unabhängig von der Gesamtzahl der entsprechend der Anzahl der nachfolgenden Drillaggregate nebeneinander angebrachten Geräte durch eine geeignete Vorrichtung an den Boden gedrückt wird (in diesem Falle dargestellt durch eine Zugfeder (16)).
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| DE19782841790 DE2841790A1 (de) | 1978-09-26 | 1978-09-26 | Verfahren und geraet zur saatbettbandbearbeitung sowie fuer pflegearbeiten in landwirtschaftlichen kulturbestaenden |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19782841790 DE2841790A1 (de) | 1978-09-26 | 1978-09-26 | Verfahren und geraet zur saatbettbandbearbeitung sowie fuer pflegearbeiten in landwirtschaftlichen kulturbestaenden |
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| DE2841790A1 true DE2841790A1 (de) | 1980-04-03 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE2841790A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5622227A (en) * | 1994-09-15 | 1997-04-22 | Mcdonald; Kevin G. | Multi-functioned farm implement for treating soil |
-
1978
- 1978-09-26 DE DE19782841790 patent/DE2841790A1/de not_active Withdrawn
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