DE2737600A1 - Vorrichtung zur reinigung des vom filterkuchen befreiten filterbelags von feststoff-fluessigkeitsfiltern - Google Patents
Vorrichtung zur reinigung des vom filterkuchen befreiten filterbelags von feststoff-fluessigkeitsfilternInfo
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Description
- Vorrichtung zur Reinigung des vom Filterkuchen
- befreiten Pilterbelags von Peststoff- Plüssigkeitefiltern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sur Reinigung des vom Filterkuchen befreiten Filterbelags von Feststoff-Flüssigkeitsfiltern, insbesondere Filtern mit auf dem Filterbelag angeordnetem Formgitter zur Herstellung von Pormkörpern aus dem Pilterkuchen.
- Die Filtrierentwässerungsleistung eines Peststoff-Plüssigkeitsfilters wird beeinträchtigt, wenn es nicht gelingt, den Pilterbelag des Filters möglichst vollständig von den darauf aufgebauten Pilterkuchen zu befreien. Bei einem bekannten Vakuum-Trommelfiter (DT-OS 2 437 991) ist auf den Pilterbelag der Fitertrommel ein elastisches Formgitter angeordnet, in dessen Gitteröffnungen sich der auf dem Filterbelag abgesetzte Filterkuchen als einzelne Formkörper einlagert. An einer Umfangsstelle der Filtertrommel werden das Pormgitter und mit ihm der in einzelne Formkörper aufgeteilte Pilterkuchen vom Pilterbelag, üblicherweise einem Tuch abgehoben, mit dem die Piltertrommel bespannt ist. Zwischen Piltertuch und Formgitter können sich nach den Eintauchen in die zu entwässernde Trübe Feststoffe absetzen, die, wenn sie nicht ständig entfernt werden, das Filtertuch schon nach kurzer Zeit derart verlegen können, daß die Pilterleistung deutlich abnimmt. In der Hauptsache ist die Gefahr des Verstopfens des Filtertuchs darauf zurückzuführen, daß die Feststoffschicht nach mehreren Umdrehungen der Filtertrommel vom Formgitterband regelrecht festgewalzt werden kann. Die Maschen des Filtertuchs können auch durch amorphe Peststoffe verstopft werden, die als Bindemittel, s. B. Bentonit, der frilbe z. B. Erzschlamm, zugegeben werden. Bei einem Abschaben der restlichen Feststoffschicht vom Filtertuch mittels eines Schabers würde das Filtertuch zerstört oder vorzeitig verschlissen werden. WErde man die restliche Feststoffschicht durch ständiges Abspritzen der Filtertrommeloberfläche beseitigen wollen, so würde das von der Filtertrommeloberfläche nach unten ablaufende Spritzwasser die unterhalb der Trommel befindliche zu entwässernde Trübe in ihrer Konzentration untragbar verdünnen.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der bei einem Feststoff-Flüssigkeitsfilter der Pilterbelag von der restlichen Peststoffschicht, die nicht mit dem Pilterkuchen abgehoben worden ist, befreit werden kann.
- Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst durch mindestens eine gegen den Filterbelag gerichtete Strahldüse zur Aufeprilbung einer Reinigungsflüssigkeit und durch mindestens eine in der Nähe der Strahldüse angeordnete Saugdüse zur Absaugung der aufgesprühten Reinigungsflüssigkeit mit den vom Pilterbelag abgelösten Pilterkuchenteilchen.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bilden mehrere Strahldilsen nebeneinander angeordnet und mehrere 8augdüsen nebeneinander angeordnet Jeweils eine Düsenreihe, wobei sich beide Düsenreihen über die Breite das zu reinigenden Filterbelags erstrecken. Die Strahldüsen und die Saugdüsen sind dabei mit Vorteil Breitschlitz -düsen.
- Die mit Druck auf den Pilterbelag prallende Reioigungeflüssigkeit, im einfachsten Fall Wasser, ist in der Lage, auch festgewalzte restliche Peststoffschichten vom Pilterbelag poreotiei abzulösen, Unmittelbar nach dem Aufprall wird die aufgesprühte Reinigungsflüssigkeit zusanen mit den abgelösten Featetoffteilchen von den Saugdüsen abgesaugt. Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung ist daher in der Lage, den Pilterbelag eines Feststoff-Flüssigkeitsfilters stets filtrationsaktiv zu halten, ohne daß dabei der Filterbelag beschädigt wird und ohne daß die durch das Filter zu entwässernde Trübe in unerwünschter Weise durch die aufgesprühte Reinigungsflüssigkeit verdünnt wird.
- Die Erfindung und deren weiteren Vorteile werden anhand des in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 ausschnittsweise ein Vakuum-Trommelfilter mit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung, Fig. 2 die Reinigungsvorrichtung der Figur 1 als vergrößere Einzelheit herausgezeichnet und Fig. 3 das ganze Yakuum-Trommelfilter mit Reinigungs-Vorrichtung und mit den notwendigen Flüssigkeitsleitungen.
- Nach den Figuren 1 und 3 besteht das als Ausführungsbeispiel gezeigte Vakuum-Trommelfilter aus einer um die horizontale Achse drehbaren Filtertrommel 10, die mit ihrem unteren Teil in einen nicht dargestellten Trog eintaucht, der mit Schlamm, z.B. Eisenschlamm gefüllt ist. Wie aus Figur 2 hervorgeht, ist die mit Durchtrittsöffnungen versehene Filtertormmel 10 mit einem Filterbelag 11, in der Regel einem Filtertuch bespannt. Durch das Filtertuch 11 wird der Schlamm mittels einer im Inneren der Filtertrommel 10 angeordneten Vakuum-Einrichtung angesaugt und beim weiteren Umlauf der Trommel auf den gewünschten Trocknungsgrad entwässert. Mit 12 ist die Steuerscheibe der Vakuum-Einrichtung angezeigt (Figur 3).
- Überbep Ansaugbereich der Filtertrommel 10 ist ein endloses, biegeelastisches und gitterartig unterteiltes Formgitterband 13 herumgeführt, in dessen Gitteröffnungen sich der auf dem Pilterbelag 11 abgesetzte Filterkuchen als einzelne Formkörper eingelagert. Durch Abheben des Formgitterbandes 13 von der Piltertrommel wird der Filterkuchen vom Pilterbelag 11 abgehoben. Dazu läuft das Formgitterband 13 zu einer Umlenkrolle 14, wird von den eingelagerten Formkörpern befreit und läuft über eine weitere Umlenkrolle 15 zur Filtertrommel 10 zurück.
- Zwischen m Filtertuch 11 und dem Pormgitterband 13 können sich Feststoffe absetzen, die vom Gitterband zu einer Peststoffschicht 16 festgewalzt werden, welche die Maschen des Piltertuchs 11 verstopfen kann, wodurch die Leistung des Filters abnehmen würde. Auch durch die Bindemittel, die dem zu entwässernden Schlamm zugegeben werden, können die Maschen des Filtertuchs 11 verstopfen.
- Daher sind an einer Umfangsstelle des Trommelfilters, an welcher der Pilterkuchen vom Filtertuch 11 bereits abgenormen worden ist, gegen das Filtertuch 11 gerichtete Strahldüsen 17 zur Aufsprühung einer Reinigungsflüssigkeit, im einfachsten Fall Wasser, angeordnet. Durch das mit einem Druck von z.B. 5 bar aufprallende Sprühwasser wird die restliche Feststoffschicht 16 vom Filtertuch 11 sauber abgelöst. Die Düsen 17 sind vorzugsweise Plachstrahldüsen, welche sich über die gesamte Breite des zu reinigenden Filterbelags 11 erstrecken. Die Strahldüsen 17, die von einen gemeinsamen Zuleitungsrohr 18 ausgehen, können um einen Winkel schwenkbar angeordnet sein, um den günstigsten Aufprallwinkel der Wasserstrahlen einstellen zu können.
- Die feststofflösende Wirkung der aufgesprühten Reinigungsflüssigkeit auf dem Filterbelag kann durch eine Druckluftbeaufschlagung der Pilterzellen von innen nach außen noch weiter unterstützt werden. Dicht unterhalb der Strahldüsen 17 und bis auf etwa 2 mm an die Filtertrommel herangeführt sind trichterförmige Saugdüsen 19 angeordnet, vorzugsweise ebenfalls Breitschlitzddsen, welche sich ebenfalls über die ganze Breite des zu reinigenden Filterbelags erstrecken und welche die aufgesprübte Reinigungsflüssigkeit zusammen mit der aurgelösten Peststoffschicht 16 absaugen. Die Saugdüsen 19 sind an ein gemeinsames Ableitungsrohr 20 angeschlossen, welches mit der Vakuum-Pumpe 21 des Vakuum-Trommelfilters über einen Schlammabscheider 25 in Verbindung steht.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung liegen die Mündungen der eine Reihe bildenden trichterförmigen Saugdüsen 19 in einer horizontalen Ebene und die Saugdüsen sind so schräg geneigt angeordnet, daß sie zwischen ihren Oberseiten und dem zu reinigenden Pilterbelag 11 eine Mulde bilden, in der immer ein Vorrat 22 an absusaugender Reinigungsflüssigkeit gespeichert ist, wobei oberhalb der Mulde die Strahldüsen 17 angeordnet sind.
- Durch den Plüssigkeitsvorrat 22 können die Saugdüsen 19 keine luft ziehen und somit das Vakuum nicht beeinträchtigen.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die 8augdüsen 19 an ihrer Unterseite mit einer durchgehenden elastischen, vorzugsweise aus Weichgummi bestehenden Dichtungslippe 23 versehen, die sich mit geringem Andruck dichtend an den gereinigten Filterbelag 11 anlegt. Dadurch ist die Mulde mit dem Vorrat 22 an abzusaugender Reinigungsflüssigkeit nach unten praktisch vollständig abgedichtet.
- Mit Vorteil sind an ir Mulde stirnseitig noch Seitenwände angeordnet, damit die Vorratsflüssigkeit nicht seitlich abfließen kann. Auf Jeden Fall ist durch die Saugdüsen 19 sowie auch durch die Dichtungslippe 23 die Gefahr weitestgehend ausgeschlossen, daß die auf den Pilterbelag 11 aufgesprühte Reinigungsflüssigkeit nach unten abläuft, wo sie in unerwünschter Weise in die durch das Filter zu entwässernde Trübe gelangen würde.
- Aus Figur 3 geht hervor, daß das gemeinsame Ableitungsrohr 20 der Saugdüsen 19 über eine Leitung 24 mit einem Schlammabscheider 25 verbunden ist, der über eine weitere Leitung 26 mit dem Filtrat - sammelbehälter 27 und der Vakuum-Pumpe 21 des zu reinigenden Filters in Verbindung steht. Das vom Filter abgesaugte Filtrat gelangt über Leitung 28 in den Filtratsammelbehälter 27 und wird aus diesem mittels der Pumpe 29 abgezogen.
- Im Schlammabscheider 25 kann die abgesaugte Reinigungsflüssigkeit auf ihren Feststoffgehalt usw. untersucht werden. Aus dem Sumpf des Abscheiders 25 wird der abgesetzte Schlamm mittels einer Schlammpumpe 30 abgezogen.
- Es wäre auch möglich, auf den Sohlammabscheider 25 zu verzichten und die Absaugleitung 24 direkt an den Filtratsammelbehälter 27 anzuschließen. Um Frischwasser zu sparen, das über Leitung 31 zu den Strahldüsen 17 geleitet wird, kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung das Filtratwasser des Filtratbehälters 27 nach einer Reinigung wenigstens teilweise zu den Sprühdüsen 17 der Reinigungsvorrichtung zurückgeleitet werden. Mit 32 ist ein Drosselschieber zur Regulierung der zur Absaugung benutzten Unterdruck-luftmenge bezeichnet.
- Die Erfindung ist grundsätzlich bei allen Feststoff-Flüssigkeitsfiltern anwendbar, bei denen ein Filterkuchen vom Filterbelag abgehoben wird, z.B. mittels eines Abnahmeschaber, wobei dann die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung unterhalb des Schabers angewendet wird.
- Pslten taa spriic he L e e r s e i t e
Claims (8)
- P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Vorrichtung zur Reinigung des vom Filterkuchen befreiten Pilterbelags von Peststoff-Pliissigkeitsfiltern, insbesondere Filtern mit auf dem rilterbelag angeordnetem Formgitter zur Herstellung von Formkörpern aus dem Filterkuchen, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h mindestens eine gegen den Pilterbelag (11) gericbtete Strahldüse (17) zur Aufsprübung einer Reinigungsflüssigkeit und durch mindestens eine in der Nähe der Strahldüse angeordnete Saugdüse (19) zur Absaugung der aufgesprühten Reinigungsflüssigkeit mit den vom Filterbelag (11) abgelösten Filterkuchenteilchen (16).
- 2. Vorrichtung nach inspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Strahldüse (17) und Saugdüse (19) Breitschlitzdüsen sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurob gekennzeichnet, daß mehrere Strahldüsen (17) nebeneinander angeordnet und mehrere Saugdltsen (19) nebeneinander angeordnet Jeweils eine Düsenreihe bilden, wobei sich beide flUsenreihen über die Breite des zu reinigenden Pilterbelags (11) erstreoken.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahidüsen (17), die von einem gemeinsamen Zuleitungsrohr (18) ausgehen, und ggf. auch die Saugdüsen (19), die an ein gemeinsames Ableitungsrohr (20) angeschlossen sind, schwenkbar angeordnet sind.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der eine Reihe bildenden trichterförmigen Saugdüsen (19) in einer horizontalen Ebene liegen und daß die Saugdüsen so schräg geneigt angeordnet sind, daß sie zwischen ihren Oberseiten und dem zu reinigenden rilterbelag (11) eine Mulde bilden, in der immer ein Vorrat (22) an absusaugender Reinigungsflüssigkeit gespeichert ist, wobei oberhalb der Mulde die Strahldüsen (17) angeordnet sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Plachsaugdilsen (19) an ihrer Unterseite mit einer durchgehenden elastischen, vorzugsweise aus Weichgummi bestehenden Dichtungslippe (23) versehen sind, die sich dichtend an den gereinigten Pilterbelag (11) anlegt.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Ableitungsrohr (20) der Saugdüsen (19) über eine Leitung (24) mit einem Schlammabscheider (25) verbunden ist, der über eine weitere Leitung (26) mit dem Piltratbehälter (27) und der Vakuum-Pumpe (21) des zu reinigenden Filters in Verbindung stebt.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Piltratwasser des Piltratbebälters nach einer Reinigung wenigstens teilweise zu den Sprühdüsen (17) der Reinigungsvorrichtung zurückgeleitet wird.
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1977
- 1977-08-20 DE DE19772737600 patent/DE2737600A1/de not_active Withdrawn
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