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DE2737515B2 - Verfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien für carbothermische Reduktionsverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien für carbothermische Reduktionsverfahren

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DE2737515B2
DE2737515B2 DE2737515A DE2737515A DE2737515B2 DE 2737515 B2 DE2737515 B2 DE 2737515B2 DE 2737515 A DE2737515 A DE 2737515A DE 2737515 A DE2737515 A DE 2737515A DE 2737515 B2 DE2737515 B2 DE 2737515B2
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oxide
aluminum
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precursor
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DE2737515A
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DE2737515A1 (de
DE2737515C3 (de
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Josef Kazimierz Faringdon Oxfordshire Tylko (Grossbritannien)
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TETRONICS RESEARCH AND DEVELOPMENT Co Ltd FARINGDON OXFORDSHIRE (GROSSBRITANNIEN)
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TETRONICS RESEARCH AND DEVELOPMENT Co Ltd FARINGDON OXFORDSHIRE (GROSSBRITANNIEN)
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien für carbothermische Reduktionsverfahren zur Gewinnung von Metallen und anderen festen Elementen.
Dabei bezieht sich die Erfindung insbesondere auf die Herstellung fester Ausgangsmaterialien zur Gewinnung von Stoffen im elementaren Zustand, insbesondere von Metallen, aber auch von Nichtmetallen wie beispielsweise Silizium. Lediglich zum Zwecke der Erläuterung wird die Erfindung nachstehend am Beispiel der Aluminiumherstellung beschrieben.
Bekanntermaßen ist die Herstellung von Aluminium durch carbothermische Reduktion von Aluminiumoxid außerordentlich schwierig und mit dem klassischen elektrolytischen Reduktionsverfahren wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.
Es wurde bereits vorgeschlagen, zur Reduktion von Mineralien diese in einem fein verteilten Zustand in den oberen Teil einer Plasmasäule einzuführen. Die Plasmasäule wird dabei zwischen einer umlaufenden Plasmakanone und einer ringförmigen Gegenelektrode erzeugt, deren Durchmesser größer als der Bahndurchmesser der Plasmakanone ist, so daß die in die Pksmasäule zugeführten Materialien durch die Gegenelektrode hindurch in einen im unteren Teil des
Reaktors angeordneten Tiegel fallen.
Bei dem eben beschriebenen Verfahren erhalten die Mineralteilchen Energie aus dem Plasma und werden innerhalb der Plasmasäule auf eine sehr hohe > Temperatur erhitzt, die sehr viel höher als die Temperatur des im Tiegel gesammelten Materials ist. Die Verweildauer der Mineralteilchen auf der sehr hohen Temperatur ist jedoch sehr kurz und beträgt höchstens eine Sekunde, meistens jedoch nur den Bruchteil einer
κι Sekunde, je nach der vertikalen Ausdehnung der Plasmasäuie und anderer Betriebsparameter des Plasmareaktors sowie je nach der Teilchengröße des-nigeführten Materials. Es ist klar, daß die Reduktion von Aluminiumoxid
ι -> durch Kohlenstoff, die bekanntlich bei Temperaturen im Bereich von 2000° C bis 2200° C stattfindet, bei den in der Plasmasäule herrschenden hohen Temperaturen schneller ablaufen würde, jedoch ist die Verweilzeit der Teilchen in der Plasmasäule so kurz, daß
><> bei Verwendung der normalen, aus calciniertem und mit kohlenstoffhaltigen Materialien brikettiertem Aluminiumoxid bestehenden körnigen Ausgangsstoffen nur eine unvollständige Reduktion des Aluminiumoxids zu metallischem Aluminium erzielt wird,
: ι selbst wenn die kohlenstoffhaltigen Bindermaterialien vor dem Eintritt in die Plasmasäule vollständig pyrolysiert worden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, das
in in wirtschaftlicher Weise die praktische Durchführbarkeit eines carbothermischen Reduktionsverfahrens mit zufriedenstellenden Verfahrensprodukten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch
π die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Maßnahmen gelöst.
Zahlreiche Metalle treten in der Natur in Form von Carbonaten, Hydroxiden oder unvollständigen Hydroxiden auf oder werden im Verlauf ihrer Gewin- nung aus den komplexen Erzen in Hydroxide oder Carbonate übergeführt. Diese Carbonate (einschließlich basischer Carbonate) und Hydroxide (einschließlich unvollständiger Hydroxide) können mit Hilfe von Wärme in einer nicht oxydierenden Atmosphäre (im
4", Gegensatz zu Sulfiderzen) in die entsprechenden Oxide übergeführt werden und können daher als Vorstufen der zugehörigen Oxide betrachtet werden. Als Oxidvorstufe kann vollständig oder teilweise hydratiertes Aluminiumoxid in allen seinen Erscheinungs-
>o formen, wie beispielsweise Gibbsit und Boehmit, verwendet werden. Insbesondere kann nach dem Bayer-Verfahren zur Gewinnung von Aluminiumoxid aus Bauxit ausgefälltes Aluminiumtrihydrat als Vorstufe von Aluminiumoxid betrachtet werden, welch
-,-, letzteres man durch Calcinierung des Aluminiumtrihydrats erhält. Andere Formen hydratierten Aluminiumoxids können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ebenfalls als Oxidvorstufen Anwendung finden, beispielsweise nichtcalcinierte Materialien, die man
bo bei der Aufbereitung von Tonerde erhält. Ferner ist zu erwarten, daß unter gewissen Umständen auch teilweise hydratiertes Aluminiumoxid bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in vorteilhafterweise als Oxidvorstufe verwendet werden kann.
b5 Bei der Umwandlung einer Oxidvorstufe in ein Oxid führt die Abgabe von Wasser oder Kohlendioxid zu Mikrorissen oder Poren, die möglicherweise nur vorübergehend existent sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren bezweckt die Einführung von Kohlenstoff in diese Poren oder Risse, um eine besonders innige Vermischung von Kohlenstoff und Oxid zu erhalten, wodurch bei geeigneten Bedingungen eine carbothermische Reduktionsreaktion in außerordentlich kurzer Zeit möglich wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren findet im wesentlichen eine Erhitzung eines Gemisches aus einer fein verteilten Oxidvorstufe und einer flüssigen kohlenstoffhaltigen Substanz in einer nichtoxydierenden Atmosphäre auf eine Temperatur statt, bei welcher die Oxidvorstufe mindestens teilweise dehydratisiert wird und/oder Kohlendioxid freisetzt. Vorzugsweise ist die flüssige kohlenstoffhaltige Substanz ein gering flüchtiger Kohlenwasserstoff, der sich erst beim Erreichen der genannten Temperatur schnell pyrolytisch zersetzt.
Die Erhitzung des Gemisches kann selbstverständlich schon vor dem Abschluß der Dehydratisierung oder Decarbonisierung beendet werden. Beispielsweise kann die Behandlung eines Gemisches von AIuminiumtrihydrat und Schweröl zu einem Zeitpunkt beendet werden, an welchem das Aluminiumtrihydrat nahezu zu AIO(OH) umgewandelt worden ist.
Die Teilchengröße der Oxidvorstufe ist vorzugsweise nicht größer als 250 Mikrometer und liegt vorteilhafterweise im Bereich von 100 Mikrometer bis 200 Mikrometer.
Der Begriff »Oxid« soll auch teilweise dehydratisierte oder teilweise decarbonisierte Oxidvorstufen einschließen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in den meisten Fällen nicht ausreichen, um eine zur Bewirkung einer vollständigen Reduktion des Oxids ausreichende Kohlenstoffmenge in die Oxidstruktur einzubringen, stellt aber auf jeden Fall ein viel schnelleres Einsetzen der Reaktion sicher, wenn die Ausgangsmaterialteilchen in die Plasmasäule eintreten.
Nach mindestens teilweiser Calcinierung der Oxidvorstufe und Pyrolyse der kohlenstoffhaltigen Substanz zu Kohlenstoff ist es oftmals wünschenswert, das erhaltene Produkt mit einem weiteren flüssigen oder festen kohlenstoffhaltigen Material (oder mit fein verteiltem Kohlenstoff) zu vermischen, um weiteren Kohlenstoff für den weiteren Prozeßablauf bereitzustellen. Dieser zweiten Verfahrensstufe kann wiederum eine Erhitzung folgen, während derer die gewünschte Teilchengröße und die gewünschten rheologischen Eigenschaften entwickelt werden können. Das auf diese Weise produzierte Ausgangsmaterial kann dann ohne Zwischenabkühlung und ohne Berührung mit einer oxydierenden Atmosphäre unmittelbar in eine Reaktionskammer zugeführt werden, in welcher das Oxid zu Metall reduziert wird.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Ausgangsmaterial kann auch in Verbindung mit gesondert zugeführtem zusätzlichem Kohlenstoff dem Reduktionsvorgang unterzogen werden. Der Kohlenstoffgehalt im Ausgangsmaterial ist demgemäß zwischen 20% und 120% der für eine vollständige Reduktion des Oxids erforderlichen stöchiometrischen Menge je nach den Erfordernissen veränderlich.
Während der Mechanismus der stattfindenden Austauschvorgänge noch nicht vollständig bekannt ist, ist zu vermuten, daß die Anwesenheit von Kohlenwasserstoffen während der Dehydratisierung der Oxidvorstufen zu einem viel stabileren VorreduktionsDrodukt führt, wahrscheinlich weil der Kohlenstoff in der Lage ist, während des Abblätterns des Oxids in dieses einzudringen.
Diese Vermutung wird durch Experimente gestützt. Proben von gemäß der Erfindung hergestellten Aus-
"> gangsmaterialien widerstehen einer Oxydation in deutlich sichtbarer Weise und während einer sehr langen Zeit, wenn sie in einem, in einem Luftstrom befindlichen Schiffchen erhitzt werden. Im Gegensatz dazu sind Proben sonst identischer Zusammenset-
K) zung, die jedoch ohne Durchführung des äußerst wichtigen ersten Verfahrensschrittes des Vermischens der Oxidvorstufen mit der kohlenstoffhaltigen Substanz vor der Umwandlung der Oxidvorstufen hergestellt worden sind, gegen eine Oxydation des Kohlen-
r> stoffgehalts nicht beständig.
Einen weiteren Nachweis der andersartigen Natur eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Aluminiumoxids als Ausgangsmaterial liefert die Mikroskopie, die deutlich eine völlig andersartige
-'» Oberfläche zeigt.
Die Vorteile der Erfindung sind nachstehend zusammengefaßt:
1. Man erhält ein viel besseres Ausgangsmaterial für jedes carbothermische Reduktionsverfahren,
:> was insbesondere zu einer höheren Verfahrensausbeute führt und eine leichtere Aufrechterhaltung des Lichtbogens bei elektrischen Lichtbogen-Reduktionsverfahren ermöglicht sowie bei Verwsndung von Graphitelektroden zu einem
w geringeren Elektrodenverbrauch führt.
2. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit carbothermischen Reduktionsverfahren in Plasmen oder Plasmaströmungen, wobei verhältnismäßig kurze Verweilzeiten im
t -> Plasma und/oder im Sammelbehälter ausreichen.
3. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens kann im wesentlichen jedes beliebige Verhältnis von Kohlenstoff zu Oxid hergestellt werden, wobei man in jedem Fall eine sehr feine Verteilung des Reduktionsmittels im Oxid erhält.
Der letztere Punkt ist von besonderer Bedeutung, wenn kinetische Effekte vorherrschen und wenn eine Reduktion zu metallischem Aluminium (anstatt zu Aluminiumcarbid) erfolgen soll.
Beispiel
50 kg Gibbsit-Pulver (Korngröße kleiner als 180 Mikrometer) wurde nach vorherigem Anfeuchten mittels einem Liter Furfurylalkohol mit 17 kg schwe-
'·() rem Heizöl (mit weniger als 0,5% Schwefel) vermischt. Das Gemisch wurde eine Stunde lang in Anwesenheit von glasierten Aluminiumoxidkügelchen geknetet, wonach weitere 5 kg schweres Heizöl, das auf etwa 50° C erwärmt worden war, beigemischt
>> wurden und sodann das gesamte Gemisch während einer weiteren Stunde geknetet wurde.
Danach wurde das Gemisch langsam (während etwa 2 Stunden) unter Luftabschluß auf eine Temperatur von etwa 800° C erhitzt, während etwa 2 Stun-
w> den auf dieser Temperatur gehalten und sodann langsam auf 400° C bis 450° C abgekühlt. Sodann wurde das Gemisch durch ein Sieb aus rostfreiem Stahl mit einer Maschenweite von 240 Mikrometer hindurchpassiert und in einen auf etwa 350° C bis 400° C vor-
b5 gewärmten Aufgabebehälter eingegeben. Aus diesem wurde es durch einen Verteiler direkt in einen an sich bekannten Plasmareaktor zum Zwecke der carbothermischen Reduktion des Aluminiumoxids züge-
führt.
Aus dem obigen Beispiel entnommene Proben zeigten die bereits oben erwähnte charakteristische Oxydationsbeständigkeit. Während! das obige Beispiel ein Laborverfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien beschreibt, ist gemäß der Erfindung auch die direkte Ausnutzung der heißen Abgase aus dem Plasmareaktor zur Erhitzung des Oxidstufe/Kohlenwasserstoff-Gemisches vor. Dabei können mit dem Abgas ausgetragene Pulverteilchen durch Berührung mit der viskosen Kohlenwasserstoffkomponente aufgefangen und zurückgehalten werden, wodurch sich folgende Vorteile ergeben:
1. Ein Teil der Wärmeenergie in den Abgasen wird zur Vorwärmung der in den Reaktor eintretenden Ausgangsstoffe ausgenützt, wodurch der Energiebedarf des Reaktors herabgesetzt wird.
2. Eine beträchtliche Menge der im Abgas enthaltenen dampf- und teilchenförmigen Stoffe werden aufgefangen und in den Reaktor rezirkuliert, wodurch die Verluste und Verunreinigungsprobleme herabgesetzt werden.
Die Erfindung umfaßt auch noch eine weitere Variante der Herstellung von Ausgangsmaterialien. Bekanntermaßen führt die carbothermische Reduktion von Aluminiumoxid zur gleichzeitigen Bildung von Aluminiumcarbid (Al4C3), das in sämtlichem aus dem Reaktor abgestochenen Material vorhanden ist. Die
Bildung von Alurainiumcarbid ist von einem hohen Energieverbrauch begleitet. Wenn sich also Aluminiumcarbid entweder als feste Bodenablagerung, die auch noch restliches Aluminiumoxid enthalten kann, oder durch Rückbildung aus erzeugtem Metall bildet, ist es vorteilhaft, dieses Material zu rezirkulieren und in das zugeführte Material einzubeziehen. Dies kann entweder vor oder nach der Wärmebehandlung des Oxidvorstufe/Kohlenwasserstoff-Gemisches erfolgen. In diesem Fall wird der Kohlenstoffgehalt des Carbids bei der Bemessung der Kohlenstoff menge berücksichtigt.
Es hat sich beispielsweise gezeigt, daß sich im Betrieb einer Ausführungsform eines Plasmareaktors zur Reduktion von Aluminiumoxid Aluminiummetall und Aluminiumcarbid (Al4C,) im Verhältnis von etwa 70:30 ergab. Zum Zwecke der Berechnung der Ausgangsmaterialzusammensetzung kann angenommen werden, daß:
1. Etwa 70 Gewichtsprozent des Produktes auf Aluminiummetall entfallen,
2. etwa 30 Gewichtsprozent des Produktes durch Aluminiumcarbid gebildet sind, und
3. die Kohlenstoffmenge für beide im obigen Verhältnis stattfindende Reaktion etwa das 1,2fache der stöchiometrischen Menge für die Reduktion von Aluminiumoxid zu Aluminiummetall betragen sollte.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien für carbothermische Reduktionsverfahren zur Gewinnung vou Metallen und anderen festen Elementen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorstufte eines Oxides des betreffenden Metalls bzw. Elemente mit einer flüssigen kohlenstoffhaltigen Substanz vermischt wird und daß das so erhaltene Gemisch zur mindestens teilweisen Dehydratisierung und/oder Decarbonisierung der Oxidstufe und zur mindestens teilweisen Pyrolyse der flüssigen kohlenstoffhaltigen Substanz unter Luftabschluß erhitzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße der Oxidvorstufe weniger als 250 Mikrometer beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße der Oxidvorstufe im Bereich von 100 Mikrometer bis 200 Mikrometer liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssige kohlenstoffhaltige Substanz schweres Heizöl mit geringer Flüchtigkeit ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidvorstufe ein Aluminiumhydrat ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung des Gemisches durch Berührung mit Abgasen aus einem Reduktionsvorgang erfolgt, welchem das Ausgangsmaterial anschließend zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial nach dem Erhitzen ohne Zwischenkühlung dem Reduktionsvorgang zugeführt wird.
DE2737515A 1976-08-23 1977-08-19 Verfahren zur Herstellung von Ausgangsmaterialien fur carbothermische Reduktionsverfahren Expired DE2737515C3 (de)

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WO1997016576A1 (en) * 1995-11-02 1997-05-09 Industrikontakt, Ing. O. Ellingsen & Co. Production of metal such as aluminium, magnesium, silicon and the like from metal oxide compounds

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NO305720B1 (no) 1997-12-22 1999-07-12 Eureka Oil Asa FremgangsmÕte for Õ °ke oljeproduksjonen fra et oljereservoar
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