DE2734637C3 - Vorrichtung zum Reinigen der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen der Windschutzscheibe eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
der Schwinger in Form der Abstrahlplatte eine große Schallabgabefläche hat, können in der gesamten
Reinigungsflüssigkeit auch noch vereinzelt Gasbläschen enthalten sein, wie dies beim Ansaugen von mit
chemischen Zusätzen versehener Reinigungsflüssigkeit durch übliche Scheibenwasriierpumpen vorkommen
kann, ohne daß die Gesamtschallabgabe nennenswert gestört wird.
Mit der Weilerbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 wird erreicht, daß bei Betreiben des
Ultraschallgenerators nur eine verhältnismäßig geringe Leistung benötigt wird, da wenig Schallenergie in den
Rückraum abgestrahlt wird. Dies ist für ein Autozubehör sowohl vom Leistungsbedarf her als auch von den
Herstellungskosten her sehr wichtig.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 wird erreicht, daß der Ultraschallwandler nach
Inbetriebnahme der Vorrichtung sehr schnell in eine Flüssigkeitssäule eintaucht, da die Kammer von seinem
Ende her aufgefüllt wird. Damit kann eine besondere schaltungstechnische Maßnahme entfallen, die sonst
nötig wäre, um das Aktivieren des Ultraschallgenerators gegenüber der Inbetriebnahme der Förderpumpe
für die Reinigungsflüssigkeit zu verzögern.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert In dieser zeigt
F i g. 1 eine Aufsicht auf den vorderen Teil eines Kraftfahrzeuges mit einer Vorrichtung zum Reinigen
der Windschutzscheibe, welche zusätzlich mit Ultra-Schallbeaufschlagung arbeitet und anstelle einer üblichen Scheibenwischvorrichtung verwendbar ist;
F i g. 2 eine Aufsicht auf eine erste Ausführungsform eines Wischerblattes;
F i g. 3 einen transversalen Schnitt durch das Wischerblatt nach F i g. 2;
Fig.4 einen transversalen Schnitt durch ein abgewandeltes Wischerblatt; und
Fig.5 einen transversalen Schnitt durch ein weiter
abgewandeltes Wischerblatt.
Die in F i g. 1 gezeigte Vorrichtung zum Reinigen der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges w°ist einen
Hochfrequenzgenerator 1 auf, welcher ein Erregersignal mit einer Frequenz von 10 bis 50 kHz bereitstellt.
Der Hochfrequenzgenerator 1 ist eine übliche Transistör- oder Tftyristorschaltung, wie sie Üblicherweise zur
Erregung von Ultraschallwandlern verwendet werden. Der Hochfrequenzgenerator 1 ist über ein Verbindungskabel 2 mit einer Ultraschall-Schwingeranordnung 3
verbunden, welche in Fig. I nur schematisch wiederge- 5<> geben ist.
Wie genauer aus den Fig.2 und 3 ersichtlich ist, ist
die Schwingeranordnung 3 im Inneren eines Wischerblattes 4 angeordnet. Das Wischerblatt 4 ist über eine
flexible Wasserleitung 7 mit der Förderseite einer Pumpe 5 verbunden. Deren Ansaugseite ist mit einem
Vorratsbehälter 6 für Reinigungsflüssigkeit verbunden.
Wie am besten aus Fig.2 ersichtlich ist, weist das
Wischerblatt 4 eine durchgehende Wischlippe 9 auf, welche zwei geradlinige, unter Abstand parallel *o
zueinander verlaufende Wischlippenabschnitte und
zwei kreisbogenförmige Endabschnitte aufweist. Die
Wischlippe 9 begrenzt so eine gestreckte ovale Kammer 8, in welcher die Schwingeranordnung 3
Aufnahme findet, welche als einziger blockförmiger Ultraschallwandler gezeigt ist. Die flexible Wasserleitung 7 mündet in das in F i g. 2 rechts gelegene Ende der
Kammer 8 ein.
Wie am besten aus F i g. 3 ersichtlich ist, befindet sich
an derjenigen Seite der Schwingeranordnung 3, welche von der Oberfläche einer zu reinigenden Windschutzscheibe 10 entfernt ist, eine Masse 12 aus akustisch
inaktivem Material. In Fig.3 ist die Schwingeranordnung 3 als ein einziger Ultraschallwandler wiedergegeben. Dessen Schwingungsmode ist durch einen Doppelpfeil angedeutet Die Kammer 8 ist durch Wasserzufuhr
von der Pumpe 5 her vollständig mit Wasser gefüllt und die von dem Ultraschallwandler al abgegebenen
Ultraschallwellen, weiche in der Zeichnung schematisch durch den Pfeil 16 wiedergegeben sind, sind so gut an die
Oberfläche der Windschutzscheibe 10 !^gekoppelt
Der ukraschallwandler Ii ist aus piezrelektrischem
keramischem Material hergestellt Stattdessen kann auch ein Ukraschallwandler aus magnetostriktivem
Material verwendet werden.
Die oben beschriebene Vorrichtung zum Reinigen der
Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges arbeitet folgendermaßen:
Die Pumpe 5 wird angeschaltet und der Antriebsmotor für das Wischerblatt 4 und der Hochfrequenzgenerator 1 werden angeschaltet Die Kammer 8 füllt sich nun
mit Wasser, und über die in der Kammer 8 gebildete Flüssigkeitssäule wird Ultraschallenergie von der
Schwingeranordnung 3 zur Oberfläche der Windschutzscheibe 10 geleitet Der Schallwechseldruck sorgt für
das Entstehen von Kavitation an der Oberfläche der Windschutzscheibe, so daß an der letzteren hängende
Partikel abgelöst und in der Reinigungsflüssigkeit suspendiert werden.
Aus der Kammer 8 wird ständig Reinigungsflüssigkeit
zwischen den freien Kanten der Wischlippe 9 und der Oberfläche der Windschutzscheibe 10 hindurchgedrückt. In diesem Flüssigkeitsstrom sind die durch
Ultraschall abgelösten Partikel suspendiert
Nach Ablösen der festen Verunreinigungen von der Scheibenoberfläche werden der Hochfrequenzgenerator 1 und die Pumpe 5 abgeschaltet Bei Regen kann der
Scheibenwischermotor weiterhin in Betrieb bleiben, und das Wischerblatt 4 arbeitet dann als normales
herkömmliches Wischerblatt.
Das akustisch inaktive Material der Masse 12 kann aus Metall oder Keramik bestehen.
F i g. 4 zeigt eine Ultraschall-Schwingeranordnung 13, welche aus einer Mehrzahl piezoelektrischer Scheiben
besteht, die fest miteinander verbunden sind. Elektroden der Scheiben sind abwechselnd mit den Klemmen des
Hochfrequenzgenerators 1 verbunden.
Bei der Ausführungsform nach Fig.5 weist die Schwingeranordnung eine Mehrzahl rohrförmiger piezoelektrischer Ultrtachallwandler auf, welche am einen
Ende eine Abstrahlplatte 15 tragen.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Reinigen der Windschutz- Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die
scheibe eines Kraftfahrzeuges mit einer Wischgum- parallel zueinander verlaufenden Wischblätter zu einer
mianordnung, welche im wesentlichen parallel 5 durchgehenden, im wesentlichen dicht auf der Scheibenzueinander
verlaufende Wischgummiabschnitte auf- oberfläche gleitend verschiebbaren Wischgummianordweist,
und mit einer Einrichtung zum Zuführen von nung verschlossen, in welcher sich eine stehende
Reinigungsflüssigkeit, deren Abgabeöffnung inner- Wassersäule bildet, wenn die Zufuhr für Reinigua«»sflüshalb
der Wischgummianordnung liegt, dadurch sigkeit eingeschaltet wird. Zugleich werden erfindungsgekennzeichnet,
daß die Wischgummiab- ι ο gemäß in dieser Wassersäule durch einen Ultraschallschnitte
an ihren Enden ein gestrecktes Oval bildend generator Ultraschallwellen erzeugt, und hierdurch wird
miteinander verbunden sind, daß mit der Kammer eine gute Schmutzablösung von der Scheibenoberfläche
(8), die durch die durchlaufende Wischgummianord- erzielt
nung (9) und die zu reinigende Windschutzscheibe Es ist zwar an sich bekannt, zur Reinigung von
(10) begrenzt ist, ein Ultraschallgenerator(3; 11; 13; is Glasscheiben zusätzlich Ultraschall zu verwenden. Ein
14,15) in Verbindung steht und daß die Einrichtung entsprechender Ultraschallwaschkopf ist in der VDI-
(5—7) zum Zuführen von Reinigungsflüssigkeit in Zeitschrift, ßd. 110(1968), Seiten 781— 784 beschrieben,
der Kammer (8) einen geringen Überdruck aufrecht Er weist eine durch eine Gummileiste zur zu reinigenden
erhält Scheibe hin abgedichtete, mit Reinigungsflüssigkeit
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 20 gefüllte Kammer auf. Ein derartiger Waschkopf mit
zeichnet, daii die Kammer in eine Mehrzahl von flächig auf der Scheibe aufsitzender Gummileiste würde
Unterkammern unterteilt ist sich aber nicht zur Reinigung der Windschutzscheibe
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch eines Kraftfahrzeuges eignen, da einerseits viel zu große
gekennzeichnet daß der Ultraschallgenerator durch Kräfte zum Bewegen erforderlich sind, die von einem
eine Mehrzahl von Wandlern gebildet ist 25 herkömmlichen Scheibenwischermotor nicht aufge-
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1—3, bracht werden können, und da andererseits auf der
dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschallgenera- Scheibe Schlieren zurückbleiben wurden, genauso wie
tor eine Abstrahlplatte (15) aufweist bei einem abgenutzten, alten Scheibenwischerblatt,
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —4, welches keine scharfe Wischkante mehr hat
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite des 30 Dieses Problem ist bei der erfindungsgemäßen Ultraschallgenerators akustisch inaktives Material Vorrichtung dadurch gelöst, daß man von der völligen (12) angeordnet ist Abdichtung der mit Reinigungsflüssigkeit gefüllten
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite des 30 Dieses Problem ist bei der erfindungsgemäßen Ultraschallgenerators akustisch inaktives Material Vorrichtung dadurch gelöst, daß man von der völligen (12) angeordnet ist Abdichtung der mit Reinigungsflüssigkeit gefüllten
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —5, Kammer abgeht und ständig Reinigungsflüssigkeit
dadurch gekennzeichnet daß die Abgabeöffnung zwischen den Wischkanten der Wischgummianordnung
der Einrichtung (5—7) zum Zuführen der Reini- 35 und der Windschutzscheibenoberfläche hindurchdrückt
gungsflüssigkeit mit einem Endabschnitt der Kam- Man hat bei der Erfindung somit ein mit Ultraschallwelmer
(8) kommuniziert in welcher der Ultraschall- len erfülltes dynamisches Wasserpolster, das die
generator (3) angeordnet ist Reibung zwischen der verschmutzten Scheibe und der
Wischgummianordnung herabcetzt w.:id ohne Gefahr
-to einer Beschädigung der empfindlichen Wischkanten die
Ablösung festen Schmutzes von der Scheibe ermöglicht. Die abgelösten Schmutzpartikel werden in dem aus der
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen Kammer der Wischgummianordnung herausgedrückten
der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges gemäß Wasser fein verteilt suspendiert und werden beim
dem Oberbegriff des Anspruches 1. 45 Zurückbewegen des Scheibenwischers in entgegenge-
Eine derartige Vorrichtung ist in der DE-OS 20 03 912 setzter Richtung von der Scheibe herunter geschoben,
beschrieben. Sie hat eine Wischgummianordnung, Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
welche aus zwei parallel zueinander verlaufenden Unteransprüchen angegeben.
Wischgummis besteht, die zusammen einen gestreckten Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2 eignet sich
Raum begrenzen, der zur Oberfläche der zu reinigenden M besonders gut zur Reinigung stark gekrümmter
Scheibe hin offen ist. In diesen Raum münden die Windschutzscheiben. Denn selbst dann, wenn an extrem
Austrittsöffnungen einer in Längsrichtung der Wisch- gewölbten Scheibenabschnitten die Abdichtung einer
gummianordnung verlaufenden Kammer ein, die mit der Unterkammern nicht mehr ausreichend ist, hat man
einer Förderpumpe für Reinigungsflüssigkeit verbunden in den anderen Unterkammern noch intakle Wassersäuist,
und in dem die beiden Wischgummis verbindenden 55 |en>
ut>er welche die Ultraschallenergie auf die Scheibe
Steg der Wischgummianordnung ausgebildet ist. übertragen wird.
Bei dieser bekannten Vorrichtung erfolgt das Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß An-
Entfernen von Schmutz von der Scheibenoberfläche spruch 3 erhält man eine flächige Schallbeaufschlagung
rein mechanisch durch die Wischkanten der Wischblät- der Windschutzscheibe über die gesamte Wassersäule
ter. Damit wird aber insbesondere bei festsitzendem hn bei geringen transversalen Abmessungen der Vorrich-
Schmutz, wie angetrockneten Fliegen, aber auch schon tung. Dies ist im Hinblick auf das freie Gesichtsfeld, im
bei normalem, Reifenabrieb enthaltendem Straßen- Hinblick auf ein niederes Gewicht der Vorrichtung und
schmutz nur eine unbefriedigende Reinigungswirkung im Hinblick auf die Austauschbarkeit herkömmlicher
erzielt. Wischerblätter für Kraftfahrzeuge gegen die erfin-
Durch die vorliegende Erfindung soll eine Vorrich- b5 dungsgemäße Vorrichtung wichtig,
tung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß
weitergebildet werden, daß eine verbesserte Reinigung Anspruch 4 sorgt für eine besonders gleichmäßige
der Windschutzscheibe erhalten wird. Ultraschallbeaufschlagung der .Scheibenoberfläche. Da
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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| DE2734637C3 true DE2734637C3 (de) | 1981-02-12 |
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ID=6015371
Family Applications (1)
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