[go: up one dir, main page]

DE2732457A1 - Verfahren zum ausfaellen von xanthanharz aus waessriger loesung - Google Patents

Verfahren zum ausfaellen von xanthanharz aus waessriger loesung

Info

Publication number
DE2732457A1
DE2732457A1 DE19772732457 DE2732457A DE2732457A1 DE 2732457 A1 DE2732457 A1 DE 2732457A1 DE 19772732457 DE19772732457 DE 19772732457 DE 2732457 A DE2732457 A DE 2732457A DE 2732457 A1 DE2732457 A1 DE 2732457A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
resin
solution
xanthan
xanthan gum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19772732457
Other languages
English (en)
Other versions
DE2732457C2 (de
Inventor
Gordon Anson Towle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kelco Biospecialties Ltd
Original Assignee
Hercules LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hercules LLC filed Critical Hercules LLC
Publication of DE2732457A1 publication Critical patent/DE2732457A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2732457C2 publication Critical patent/DE2732457C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0024Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid beta-D-Glucans; (beta-1,3)-D-Glucans, e.g. paramylon, coriolan, sclerotan, pachyman, callose, scleroglucan, schizophyllan, laminaran, lentinan or curdlan; (beta-1,6)-D-Glucans, e.g. pustulan; (beta-1,4)-D-Glucans; (beta-1,3)(beta-1,4)-D-Glucans, e.g. lichenan; Derivatives thereof
    • C08B37/0033Xanthan, i.e. D-glucose, D-mannose and D-glucuronic acid units, saubstituted with acetate and pyruvate, with a main chain of (beta-1,4)-D-glucose units; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
DR A VAN DER WERTH DR. FRANZ LEDERER REINER F. MEYER
DiPL-ING. (1934-1974) DIPL-CHEM. DIPL-ING.
8000 MÜNCHEN 80 LUQLE GRAHN-STRASSE 22
TELEFON: (089) 47 2947 TELEX: 524624 LEDERD TELEGR.: LEDERERPATENT
18. Juli 1977 Towle Nr. 5
HERCULES INCORPORATED 910 Market Street, Wilmington, Delaware, USA
Verfahren zum Ausfällen von Xanthanharz aus wässriger Lösung
Die Erfindung bezieht sich auf die Gewinnung bestimmter biologisch erzeugter wasserlöslicher Polysaccharidharze, insbesondere auf ein neues und verbessertes Verfahren zum Isolieren eines solchen Polymeren aus der Fermentationsbrühe, in der es gebildet wird.
In den letzten Jahren ist der Verbesserung und Optimierung von Verfahren zur Herstellung von Polysaccharidharzen durch Fermentation verhältnismäßig hoher Forschungsaufwand gewidmet
709886/0653
-S-
worden. Von besonderem Interesse war das Heteropolysaccharid, das durch aerobe Fermentation von Bakterien der Gattung Xanthomonas gebildet wird. Repräsentative Stämme der Gattung Xanthomonas, von denen dieses Polysaccharid erzeugt wird, sind z.B. X. begoniae, X. carotae, X. hederae, X. incari, X. malvacearura, X. phaseoli und insbesondere X. campestris. Das Polysaccharid, das den Namen "Xanthan" oder "Xanthanharz" erhalten hat, ist ein komplexes Heteropolysaccharid, das Glucose, Mannose und Glucuronsauregruppen in seiner Polymerkette aufweist.
Die wirtschaftliche Ausbeutung von Xanthanharz unterblieb wegen der verhältnismäßig hohen Kosten im Vergleich zu anderen wasserlöslichen Harzen, mit denen es um hohe Verkaufsmengen konkurrieren muß. Während die Herstellung eines Harzes durch Fermentation von Natur aus schon kostspielig ist, ist ein erheblicher Anteil der Gesamtkosten von Xanthanharz der Gewinnung des Harzes aus der rohen Fermentationsbrühe direkt zuzuschreiben.
Die rohe Fermentationsbrühe ist eine äußerst viskose, hoch pseudoplastische Lösung, die etwa 0,5 bis 4 Gewichtsprozent Xanthanharz mit geringen Mengen an Salzen, Xanthomonas-Zellen und unlöslichen Fragmenten enthält. Beim typischen Gewinnungsverfahren wird die Brühe mit Wasser zur Senkung der Viskosität weiter verdünnt, was die Handhabung in nachfolgenden Fällungsstufen erleichtert oder ermöglicht. Gegebenenfalls kann die verdünnte Lösung an dieser Stelle des Verfahrens zentrifugiert oder filtriert werden, um unerwünschtes, festes, unlösliches Material zu entfernen. Dann werden Methanol oder ein anderes Nichtlösungsmittel und Kaliumchlorid zugesetzt, um das Harz in der Kaliumsalzform auszufällen, das dann durch Zentrifugieren oder nach einer anderen Fest/flüssig-Scheidetechnik gewonnen wird. Weite re Stufen des Auflösens, Wiederfaliens und Waschens werden dann angewandt, je nach dem gewünschten Reinheitsgrad. In jüngerer Zeit hat die ÜS-PS 3 382 229 gelehrt, daß die Fällung durch die Einwirkung mehrwertiger (hauptsächlich zweiwertiger) Kationen
709886/0653
bei pH-Werten über etwa 8,5 durchgeführt werden kann. Da Xanthanharz ein carboxyliertes Heteropolymer ist, kann es wünschenswert sein, den Gewinnungsvorgang in sauren Medien durchzuführen. Der Stand der Technik, beispielsweise die genannte US-PS, lehrt jedoch, daß die Salze mehrwertiger Metalle unter einem pH von 8,5 löslich sind. Die US-PS 3 383 307 z.B. lehrt, daß bestimmte dreiwertige Salze, einschließlich Aluminiumsulfat, in Gegenwart eines freien Wasserstoff freisetzenden Metalls zur Bildung von Gelen von Xanthanharz eingesetzt werden. Ein solches Gel ist jedoch nicht ohne weiteres von der wässrigen Phase zu trennen.
Die Erfindung gibt nun eine Technik an, nach der bestimmte ausgewählte Aluminiumsalze dazu verwendet werden können, Xanthanharz unlöslich und aus einer Fermentationsbrühe in leicht gewinnbarer Form ausfällbar zu machen. Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, einer Lösung von Xanthanharz ein Aluminiumsalz aus der Gruppe Aluminiumchlorid, Aluminiumnitrat und Aluminiumacetat zuzusetzen und danach den pH-Wert der Lösung auf einen Wert zwischen etwa 3,5 und 4,5 zu erhöhen.
Der pH-Wert einer Xanthanlösung, wie sie am Ende der Fermentationsstufe anfällt, liegt bei etwa 5 bis 8,5. Die Zugabe der stöchiometrischen Menge der genannten Aluminiumsalze senkt diesen pH-Wert auf etwa 3 oder darunter. Bei pH 3 ist das Aluminiumsalz oder der Aluminiumkouiplex an der Löslichkeitsgrenze in wässrigem Medium, so daß entweder eine klare Lösung oder eine solche mit einer geringen Menge an festem Material anfällt. Im Hinblick auf die Lehren des Standes der Technik zum Verhalten anderer mehrwertiger Metallxanthanatsalze bei sauren pH-Werten und des Alurainiumxanthanats bei hohem pH-Wert war dieses Verhalten nicht vorherzusehen.
Ein weiteres überraschendes Merkmal der Erfindung liegt darin, daß die Senkung des pH der Xanthanlösung auf den oben angegebenen niederen Wert durch Zusatz des Aluminiumsalzes häufig zu einer Herabsetzung der Viskosität der Lösung führt, ohne das
709886/0653
Xanthan zu beeinträchtigen, ohne irgendeine Zersetzung oder einen Abbau der Polymer-Kettenlänge zu verursachen. Beispielsweise wird die Viskosität einer Fermentationsbrühe mit einer Viskosität von etwa 1OOO cPs bei ihrem Reaktions-pH auf etwa 500 cPs bei pH 2,5 in Gegenwart von Aluminiumionen herabgesetzt.
Wie oben angegeben, war es bei früheren Xanthanverfahren erforderlich, die rohe Fermentationsbrühe beträchtlich zu verdünnen, um ihre Viskosität auf einen Wert herabzusetzen, bei dem die Gewinnungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Der Grad der bei erfindungsgemäßem Arbeiten erforderlichen Verdünnung wird herabgesetzt. Tatsächlich ist es möglich, die Fällung über die genannten Aluminiumsalze praktisch ohne Verdünnung der aus der Fermentation erhaltenen Lösungen durchzuführen.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens so, daß der pH auf den angegebenen Wert gesenkt wird, gewährleistet, daß Gelbildung vermieden wird oder, wenn sich ein Gel bildet, daß es bricht und das Xanthanharz in Lösung geht, wie oben erörtert. Unbefriedigende Ergebnisse ergeben sich in dem Sinne, daß ein leicht abtrennbares Produkt nicht erhalten wird, wenn der pH der Fermentationsbrühe nicht herabgesetzt und dann auf einen Wert in dem Bereich eingestellt wird, bei dem das Xanthan unlöslich ist und nicht geliert.
Nach der Zugabe des genannten Aluminiumsalzes und der damit verbundenen Senkung des pH wird die Fällung des Xanthanharzes durch Erhöhen des pH auf einen Wert im Bereich zwischen etwa 4 und 4,5 beendet. Dieser pH-Bereich scheint kritisch zu sein. Außerhalb dieses Bereichs ist das Material entweder gerade noch löslich, so daß es nicht ausfällt, oder es neigt zur Gelbildung. Nach den Lehren des Standes der Technik beginnt das Aluminiumsalz, sich einem Löslichkeitszustand zu nähern, wenn der pH-Wert in wässrigem Medium steigt. Die Obergrenze von etwa 4,5 ist kritisch zur Vermeidung beginnender Löslichkeit und Gelbildung, die bei diesem Punkt in wässrigem Medium einsetzt.
709886/0653
Wie oben angegeben, liegt einer der Vorteile der Erfindung darin, daß die Fällung des Xanthanharzes ohne starke Verdünnung der Fermentationsbrühe vorgenommen werden kann, die früher üblich war. Das Harz kann sogar von verhältnismäßig viskosen Lösungen gefällt werden. Soll unlösliches Material, wie z.B. Zellwände, die von der Fermentation vor der Fällungsstufe übrig bleiben, entfernt werden, kann die Brühe in üblicher Weise zur Herabsetzung ihrer Viskosität zu einem leichter filtrierbaren Zustand verdünnt werden. In vielen, wenn nicht sogar den meisten Fällen jedoch ist die Entfernung von unlöslichen Anteilen unnötig, und diese Stufe kann entfallen.
Die Aluminiumsalze, die sich als brauchbar zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erwiesen haben, sind wasserlösliche Salze mit einwertigen Anionen, nämlich Aluminiumchlorid, Aluminiumnitrat und Aluminiumacetat. Salze mit mehrwertigen Anionen, die untersucht worden sind, wie z.B. Aluminiumsulfat und AIuminiumzitrat, haben sich als unwirksam erwiesen und führten zur Bildung von Gelen oder anderen schwer abtrennbaren Formen.
Das Aluminiumsalz wird vorzugsweise in geringem Überschuß zur stöchiometrisch erforderlichen Menge für die Umsetzung mit allen freien Carboxylgruppen des Harzes eingesetzt. Die stöchiometrische Menge liegt gewöhnlich in der Größenordnung von etwa 0,18 g Al/g zu gewinnenden Harzes. Normalerweise reicht ein etwa 10%iger Überschuß über die stöchiometrische Menge. Größere Mengen schaden nicht, aber die Verwendung größerer Mengen ist verschwenderisch und erfordert größere Volumina an Reagens im späteren Verfahrensablauf, wenn das Aluminium entfernt wird.
Die Optimalmenge an erforderlichem Aluminiumsalz kann leicht bestimmt werden, indem die Aluminiumfällung an kleinen Probeportionen der Fermentationsbrühe unter Verwendung zunehmender Mengen an Aluminiumsalz durchgeführt wird. Bei optimalen Aluminiumsalzmengen wird eine dichte Aluminiumxanthanat-Ausflockung erhalten, die leicht durch Sieben bzw. Filtrieren gewonnen und leicht zu einem Feststoffgehalt von etwa 20 % angereichert werden kann. Die
709886/0663
- ir'-
\ 2732A57
optimale Aluminiumionenkonzentration liegt gewöhnlich bei etwa 1 Teil Aluminiumionen/5 Teile trockenen Harzes (auf Gewichtsbasis) .
Das unlösliche Aluminiumsalz oder der unlösliche Aluminiumkomplex wird dann in einem flüssigen Medium aufgeschlämmt, das ein Nichtlösungsmittel für Xanthanharz ist, worin es mit einer starken Säure zum Entfernen des Aluminiums behandelt wird. Ein typischer Nichtlöser für Xanthan ist ein Gemisch aus einem niederen Alkohol, z.B. einem C..- bis C4-AIkOhOl, und Wasser. Isopropanol wird bevorzugt. Andere organische Medien, wie Aceton oder niedere Ketone, können auch verwendet werden, je nach Verfügbarkeit und anderen Faktoren. Wunschgemäß ist etwas Wasser in diesem Medium zugegen, da Wasser das beste Lösungsmittel für das Aluminiumsalz ist, das bei der Säurebehandlung des Aluminiumxanthanats anfällt. Praktisch jede starke Mineralsäure, die wasserlösliche Aluminiumsalze bildet, kann in den Reinigungsstufen eingesetzt werden, z.B. Schwefelsäure, Salzsäure und Salpetersäure.
Das Produkt wird wiederholt mit dem Alkohol gewaschen, bis das Aluminium praktisch restlos entfernt ist. Das aluminiumfreie Harz wird dann bei leicht erhöhter Temperatur getrocknet und zu einem dichten, freifließenden Pulver vermählen, das sich leicht in Wasser unter Bildung einer homogenen, viskosen Lösung verteilt.
Beispiel 1
Ein Liter einer Fermentationsbrühe von Xanthamonascampestris mit 1,8 % Xanthanharz wurde mit dem Zweifachen seines Volumens an Leitungswasser verdünnt. 15 ml einer 28%igen wässrigen Aluminiumchloridlösung wurden zugesetzt, wodurch der pH auf etwa 3 fiel. Die verdünnte Brühe wurde dann bei 25 bis 300OO UpM in einer Zentrifuge mit kontinuierlichem Durchfluß zentrifugiert, um Zellen und Bruchstücke zu entfernen. Der pH der geklärten Brühe wurde dann durch langsame Zugabe von etwa 75 ml 10%iger Natrium-
709886/0653
hydroxidlösung auf 4 erhöht. Näherte sich der pH dem Wert 4, schied sich das Xanthanharz aus der Lösung in Form einer festen, zusammenhängenden Flockung aus.
Die Fällung wurde durch ein Nylonsieb einer lichten Maschenweite von 0,147 mm (1OO mesh) filtriert und kompaktiert, um einen Filterkuchen mit etwa 20 % Feststoffen zu ergeben. Zum Entfernen des Aluminiums wurde der Filterkuchen in 4OO ml Isopropanol suspendiert, das 20 ml konzentrierte Salzsäure enthielt, und in einem Mischer zu einer gleichförmigen Aufschlämmung gemischt. Die Aufschlämmung wurde etwa 15 min stehen gelassen, und das unlösliche Harz wurde auf einem Nylonsieb von O,147 mm lichter Maschenweite (100 mesh) gesammelt und zum Entfernen überschüssigen Lösungsmittels ausgedrückt, wodurch ein Kuchen mit etwa 40 % Feststoffen erhalten wurde. Dies wurde unter Verwendung von 250 ml Isopropanol/Wasser/Salzsäure (14:5:1 Vol/Vol) wiederholt. Dann wurde der Kuchen in 250 ml 70%igen wässrigen Isopropanols in einem Mischer suspendiert und durch Zugabe von etwa 10 ml 20%iger Natriumhydroxidlösung auf pH 7 bis 8 neutralisiert. Das Produkt wurde auf einem Nylonsieb von 0,147 mm lichter Maschenweite (100 mesh) gesammelt und zu einem Kuchen mit etwa 45 % Feststoffen verdichtet und in einem Vakuumofen bei 5O 0C getrocknet .
Etwa 18 g schwach gelbbraunen pulverförmigen Xanthanharzes wurden gewonnen. Die Analyse ergab weniger als 1 % Stickstoff und weniger als 0,3 % Rest-Aluminium. Das Produkt löste sich leicht in Leitungswasser zu einer hoch-viskosen, durchscheinenden Lösung.
Beispiel 2
Zu 1 1 Fermentationsbrühe von Xanthomonas campestris mit etwa 1,8 % Xanthanharz wurden 30 g Aluminiumnitrat, gelöst in einer kleinen Menge Wasser, gegeben. Nach gründlichem Mischen wurde der pH auf etwa 4 durch Zusatz von 75 ml 10%iger Natriumhydroxidlösung erhöht. Als sich der pH einem Wert von 4 näherte, fiel das
709886/0653
Xanthan als feste, zusammenhängende Flockung aus. Diese wurde auf einem Nylonsieb von 0,147 mm lichter Maschenweite (100 mesh) gesammelt und zu einem Kuchen mit etwa 20 % Feststoffen verdichtet.
Der Kuchen wurde in einem Zwangsumluftofen bei 60 bis 70 C getrocknet und vermählen, so daß das Produkt durch ein Sieb von O,833 mm (20 mesh) hindurchging. Das trockene Pulver wurde in 2OO ml Isopropanol/Wasser/Chlorwasserstoffsäure, 14:5:1 Vol/Vol suspendiert, 15 min gerührt und dann unter Verwendung eines Glasfrittentrichters mittlerer Porosität und unter reduziertem Druck filtriert. Der Rückstand wurde in 150 ml des obigen Gemische erneut suspendiert und die Filtration wiederholt. Der Rückstand wurde dann in 150 ml 70%igen wässrigen Isopropanols suspendiert, filtriert, erneut in 150 ml 70%igen wässrigen Isopropanols suspendiert und durch Zusatz von Kaliumhydroxidlösung auf pH 7 bis 8 neutralisiert. Die Suspension wurde filtriert und der Rückstand in einem Vakuumofen bei 50 0C getrocknet.
Das Trockenprodukt wurde zu einem schwach gelbbraunen Pulver vermählen, das sich leicht in Wasser zu einer hoch-viskosen, durchscheinenden Lösung löste. Es zeigte sich, daß das Material weniger als 1 % Stickstoff und weniger als 0,05 % Rest-Aluminium enthielt.
Beispiel 3
Zu 1 1 Fermentationsbrühe von Xanthomonas campestris mit etwa 1,8 % Xanthanharz wurden 6 g Aluminiumacetat, in einem kleinen Volumen Wasser gelöst, gegeben. Nach gründlichem Mischen des Aluminiumsalzes mit der Brühe wurde der pH auf etwa 4 durch Zusatz von 75 ml 10%iger Natriumhydroxidlösung erhöht. Als sich der pH dem Wert 4 näherte, fiel das Xanthan als feste, zusammenhängende Flockung aus. Diese wurde auf einem Nylonsieb von 0,147 mm lichter Maschenweite (1OO mesh) gesammelt und zu einem Kuchen mit etwa 20 % Feststoffen verdichtet.
709886/0653
Der Kuchen wurde in 400 ml Isopropanol, das 20 ml konzentrierte Salzsäure enthielt, suspendiert und in einem Mischer zu einer gleichförmigen Aufschlämmung gemischt. Die Aufschlämmung konnte etwa 15 min stehen, worauf das unlösliche Harz auf einem Nylonsieb von 0,147 mm lichter Maschenweite (100 mesh) gesammelt und zu einem Kuchen mit etwa 40 % Feststoffen verdichtet wurde. Dies wurde unter Verwendung von 250 ml Isopropanol/Wasser/Salzsäure (14:5:1 Vol/Vol) wiederholt. Der Kuchen wurde dann in 250 ml 70%igen wässrigen Isopropanols in einem Mischer suspendiert und durch Zusatz von etwa 10 ml 20%iger Natriumhydroxidlösung auf pH 7 bis 8 neutralisiert. Das Produkt wurde auf einem Nylonsieb von 0,147 mm lichter Maschenweite (100 mesh) gesammelt, zu einem Kuchen mit etwa 45 % Feststoffen verdichtet und in einem Vakuumofen bei 50 0C getrocknet.
Etwa 18g schwach gelbbraun gefärbten pulvrigen Xanthanharzes wurden gewonnen. Die Analyse ergab weniger als 1 % Stickstoff und weniger als 0,3 % Rest-Aluminium. Das Produkt löste sich leicht in Leitungswasser zu einer hoch-viskosen, durchscheinenden Lösung.
709886/0653

Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Ausfällen von Xanthanharz aus wässriger Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß der Lösung ein Aluminiumsalz zugesetzt und dann der pH-Wert der Lösung auf einen Wert zwischen etwa 3,5 und 4,5 erhöht wird, wobei als Aluminiumsalz Aluminiumacetat, Aluminiumchlorid oder Aluminiumnitrat verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wässrige, Xanthanharz enthaltende Lösung eine Fermentationsbrühe eines Bakteriums der GattungXanthomonas verwendet, nach Zugabe des Aluminiumsalzes der pH-Wert der Lösung auf einen Wert zwischen etwa 4 und 4,5 erhöht und das gefällte Xanthanharz gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Ausfällung des Harzes unlösliche Stoffe entfernt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Fermentationsbrühe eine solche von Xanthomonas campestris verwendet wird.
709886/0653
ORIGINAL INSPECTED
DE19772732457 1976-08-02 1977-07-18 Verfahren zum ausfaellen von xanthanharz aus waessriger loesung Granted DE2732457A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/710,812 US4051317A (en) 1976-08-02 1976-08-02 Xanthan recovery process

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2732457A1 true DE2732457A1 (de) 1978-02-09
DE2732457C2 DE2732457C2 (de) 1987-06-11

Family

ID=24855648

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19772732457 Granted DE2732457A1 (de) 1976-08-02 1977-07-18 Verfahren zum ausfaellen von xanthanharz aus waessriger loesung

Country Status (18)

Country Link
US (1) US4051317A (de)
JP (1) JPS6027518B2 (de)
AU (1) AU511272B2 (de)
BE (1) BE857286A (de)
CA (1) CA1087538A (de)
CH (1) CH622553A5 (de)
DE (1) DE2732457A1 (de)
DK (1) DK142459B (de)
FI (1) FI55217C (de)
FR (1) FR2360607A1 (de)
GB (1) GB1536644A (de)
IE (1) IE45358B1 (de)
IL (1) IL52621A (de)
IT (1) IT1085662B (de)
LU (1) LU77890A1 (de)
NL (1) NL188230C (de)
NO (1) NO142962C (de)
SE (1) SE423998B (de)

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4309535A (en) * 1980-01-21 1982-01-05 Hercules Incorporated Method of improving dispersibility of anionic cellulose ethers
JPS59196099A (ja) * 1983-04-21 1984-11-07 Nisshin Oil Mills Ltd:The ガム類の回収精製方法
FR2551070B1 (fr) * 1983-08-30 1986-09-26 Rhone Poulenc Spec Chim Procede de traitement d'une solution de polysaccharide et son utilisation
US5514791A (en) 1986-03-26 1996-05-07 Getty Scientific Development Company Genetic control of acetylation and pyruvylation of xanthan based polysaccharide polymers
US4959464A (en) * 1988-11-07 1990-09-25 Hi-Tek Polymers, Inc. Process for derivatizing polygalactomannan using water soluble aluminum salts in the process
JP2662090B2 (ja) * 1990-11-29 1997-10-08 富士写真フイルム株式会社 シート体枚葉制御方法
JP3228315B2 (ja) * 1993-04-23 2001-11-12 信越化学工業株式会社 キサンタンガムの汚染生菌数を減少させる方法
JP6163311B2 (ja) * 2013-02-06 2017-07-12 Dsp五協フード&ケミカル株式会社 水系組成物及びその製造方法
US10160965B2 (en) 2014-05-18 2018-12-25 Glc Biotechnology, Inc. Method and materials for nucleic acids extraction and purification

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3342732A (en) * 1964-07-30 1967-09-19 Ashland Oil Inc Process for flocculating aqueous dispersions of solids using electropositive polysaccharide complex
FR2106731A5 (en) * 1970-09-16 1972-05-05 Melle Usine De Xanthane gum basic salts prepn - by double decompsn reaction with basic aluminium salt
US3773752A (en) * 1971-02-25 1973-11-20 Phillips Petroleum Co Recovery of microbial polysaccharides

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
NICHTS-ERMITTELT *

Also Published As

Publication number Publication date
SE7708689L (sv) 1978-02-03
LU77890A1 (de) 1977-10-28
CA1087538A (en) 1980-10-14
NO142962B (no) 1980-08-11
JPS5318795A (en) 1978-02-21
DK142459B (da) 1980-11-03
AU511272B2 (en) 1980-08-07
AU2751077A (en) 1979-02-08
CH622553A5 (de) 1981-04-15
NL188230B (nl) 1991-12-02
US4051317A (en) 1977-09-27
NO142962C (no) 1980-11-19
DK142459C (de) 1981-03-30
FR2360607A1 (fr) 1978-03-03
SE423998B (sv) 1982-06-21
NL7708509A (nl) 1978-02-06
IE45358B1 (en) 1982-08-11
IL52621A (en) 1980-03-31
FR2360607B1 (de) 1982-04-09
BE857286A (fr) 1978-01-30
FI55217B (fi) 1979-02-28
DE2732457C2 (de) 1987-06-11
FI55217C (fi) 1979-06-11
IL52621A0 (en) 1977-10-31
DK325477A (de) 1978-02-03
IE45358L (en) 1978-02-02
FI772340A7 (de) 1978-02-03
IT1085662B (it) 1985-05-28
NL188230C (nl) 1992-05-06
JPS6027518B2 (ja) 1985-06-29
GB1536644A (en) 1978-12-20
NO772683L (no) 1978-02-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2737989C2 (de) Verfahren zum Klären einer Xanthangummilösung
WO2002075042A2 (de) Verfahren zum abtrennen von hemicellulosen aus hemicellulosehaltiger biomasse
DE2946724C2 (de)
DE2510374B2 (de) Verfahren zum klaeren einer waessrigen loesung von xanthangummi
DE2732457A1 (de) Verfahren zum ausfaellen von xanthanharz aus waessriger loesung
DE2351520C2 (de) Verfahren zur Konzentrierung von Suspensionen von thermisch gelierbaren Polysacchariden
DE69414104T2 (de) Karrageenan enthaltendes produkt und verfahren zu dessen herstellung
DE2421489C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Fermentations-Polysacchariden mit einer nicht faserigen Struktur
DE69609738T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Xanthangummi, löslich in einer Salzlösung
DE19707387C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Viskose
DE2535311A1 (de) Verfahren zur herstellung von celluloseaethern mit verbesserter dispergierbarkeit in waessrigen fluessigkeiten und nach dem verfahren hergestellte celluloseaether
DE2732187C2 (de) Verformbare Celluloselösungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0082351B1 (de) Verfahren zur Entfernung von Molybdän aus wässrigen Mangansalzlösungen
DE3838352C2 (de) Verfahren zur Reinigung eines Polysaccharidmediums zur Erhöhung von dessen Filtrierbarkeit und Verwendung des gereinigten Mediums zur durch Hilfsmittel unterstützten Erdölförderung
DE60117733T2 (de) Kautschukkomplexe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2630631A1 (de) Verfahren zur abtrennung von schwermetallen aus fluessigkeiten bzw. gasen
EP0338307A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Heteropolysacchariden mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere Xanthan
DE102017125702A1 (de) Verwendung amphiphiler Stärkederivate
DE3835771A1 (de) Verfahren zur behandlung eines fermentationsmediums mit einem gehalt an einem polysaccharid zur erhoehung von dessen filtrierbarkeit und verwendung dieses mediums zur durch hilfsmittel unterstuetzten erdoelfoerderung
DE68905925T2 (de) Xanthankonzentrate, verfahren zur herstellung und verwendung zur steigerung der gewinnung von oel aus unterirdischen formationen.
DE4123772A1 (de) Verfahren zur entfernung von chloridionen aus einem feinteiligen titandioxid, von chloridionen befreites feinteiliges titandioxid und seine verwendung
AT145607B (de) Verfahren zur Behandlung von Dispersionen.
EP4088838A1 (de) Verfahren zur herstellung von silberpulver
DE955053C (de) Verfahren zur Herstellung von Chitosanpolyschwefelsaeureestern, deren Stickstoffatome mindestens teilweise formyliert sind
CH634801A5 (de) Verfahren zur abtrennung von polyvinylalkohol aus waessrigen loesungen.

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: KELCO BIOSPECIALTIES LTD., LONDON, GB

8110 Request for examination paragraph 44
8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: LEDERER, F., DIPL.-CHEM. DR., PAT.-ANW., 8000 MUEN

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee