DE2731219C3 - Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder Onyxplatte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder OnyxplatteInfo
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- C04B41/53—After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone involving the removal of at least part of the materials of the treated article, e.g. etching, drying of hardened concrete
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmoroder
Onyxplatte.
Die üblicherweise heute auf dem Markt befindlichen Marmorplatten und/oder Onyxplatten haben in der
Regel eine plan- und glattgeschliffene Oberfläche, auf die häufig ein Überzug aus einem farblosen, transparenten
Glanzlack aufgetragen ist. Auf diese Weise wird eine praktisch spiegelglatte Oberfläche geschaffen, die
insbesondere auf dem Gebiet der Bautechnik und der Wohnungseinrichtung, z. B. als Fensterbank oder
Tischplatte, vielfältig verwendet wird.
Gemäß der DE-OS 24 56 788 ist es bekannt, die Oberfläche von hölzernen Gegenständen durch Sandstrahlen
oder mit Säuren und Oxidationsmitteln derart zu behandeln, daß die Profilierung der harten und der
weichen Bestandteile der Jahresringe hervortritt. Damit soll die natürliche Struktur des Holzes plastischer
sichtbar gemacht und ein erhöhter dekorativer Eindruck erreicht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Behandlung von Marmor- oder Onyxplatten zu schaffen, die keine spiegelglatte Oberfläche
mehr aufweisen, sondern griffig bzw. rutschfest sind, so daß sich für derartige Platten neue Einsatzgebiete
erschließen, beispielsweise als Fußbodenbelag für Schwimmbäder od. dgl. Zur Lösung dieser Aufgabe ist
das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß man die Plattenoberfläche einer erodierenden
oder ätzenden Behandlung aussetzt und anschließend vorzugsweise einen Überzug aus einem farblosen,
transparenten Mattlack aufträgt.
Der Unterschied zwischen dem oben behandelten Holzbehandlungsverfahren und dem erfindungsgemäßen
Verfahren besteht im wesentlichen im Austausch des Substrates. Dieser Austausch ist durch den Stand
der Technik jedoch nicht nahegelegt, da eine gewollte erodierende oder ätzende Behandlung bei einer
Marmorplatte absolut atypisch für dieses Material ist und praktisch zu einem »denaturierten« Produkt führt
Dei Begriff »Marmor« deckt sich sowohl beim Fachmann als auch bei den sonstigen Verkehrskreisen
mit dem Begriff von einem glänzenden, schimmernden oder strahlenden Material, das sich durch den warmen
Obertlächenton des insbesondere polierten Materials ίο auszeichnet Das deutsche Wort »Marmor« ist abgeleitet
von dem griechischen Wort »marmarus«, welches in der deutschen Übersetzung die Bedeutung von glänzend,
schimmernd, strahlend oder glitzernd hat Dieser Begriffsinhalt läßt es als nicht naheliegend erscheinen,
ii> dieses von seiner ursprünglichen Bedeutung an sich
glänzende oder strahlende Material in einer solchen Weise zu behandeln, daß das Wesen dieses Materials
praktisch umgekehi t wird. Durch die erfindungsgemäße Bestrahlung des Marmors wird eine rauhe, matte
2u Oberfläche erhalten, die beim Betrachter, wenn überhaupt, dann nur sehr entfernt den Eindruck von
Marmor erweckt.
Die erodierende Behandlung der Platte erfolgt vorzugsweise in der Weise, daß man die Plattenoberfläehe
mit einem Sandstrahlgebläse behandelt, wie es an sich für die Oberflächenbehandlung von hölzernen
Gegenständen bereits bekannt ist. Mittels dieses Sandstrahlgebläses werden bis zu einer bestimmten
Plattentiefe die weicheren Marmorbestandteile abgejn
tragen, so daß nur noch die die Profilierung ergebenden härteren Marmorbestandteile, insbesondere die sogenannten
Nerven, stehenbleiben. Die Sandstrahlbehandlung führt zu einer künstlichen Erosion, für die
beispielsweise die Natur mehrere hundert bis tausend y>
Jahre benötigt. Durch die Sandstrahlbehandlung erreicht man ebenso wie durch die ätzende Behandlung
sehr schnell eine Alterung des Marmors, so daß dieser eine Oberfläche mit einer rauhen profilierten Struktur
erhält. Abgesehen von dem ästhetischen Effekt einer ■id derartigen Behandlung wird die Plattenoberfläche auf
diese Weise auch griffig bzw. rutschfest, so daß die entsprechend behandelten Platten beispielsweise als
Fußbodenbelag für Schwimmbäder oder dergleichen verwendbar sind. Eine derartige Oberfläche ist auch
·)ϊ weniger empfindlich gegen Kratz- und Ritzspuren.
Die Plattenoberfläche wird vorzugsweise mit einem Sandstrahlgebläse behandelt, das mit einem Druck von
3-15 kg/cm2, insbesondere 12 kg/cm2, betrieben wird,
wobei man die Plattenoberfläche vorzugsweise ■30 15 min/m2 sandstrahlt. Zur Durchführung der ätzenden
Behandlung unterwirft man die Platte vorzugsweise einer Behandlung mit einer Säure.
Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Platte, insbesondere Marmorplatte, ist in den
« Fig. 1 und 2 im Schnitt und in der Seitenansicht dargestellt. Die Oberfläche 2 der in den Fig. 1 und 2
dargestellten Marmorplatte 1 hat eine durch eine Sandstrahl- oder Säurebehandlung erhaltene profilierte
Struktur. Diese Sandstrahl- oder Säurebehandlung kann w) auch auf die Seitenränder der Marmorplatte 1
ausgedehnt werden. Die Unterseite 3 der Marmorplatte 1 ist im wesentlichen unbehandelt und hat die durch das
Schneiden des Marmors erhaltene, mehr oder weniger ebene Struktur beibehalten. In Abhängigkeit von der
i" Stärke und zeitlichen Dauer der Sandstrahlbehandlung
kann die Profiltiefe der profilierten Oberfläche 2 variiert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder Onyxplatte,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Plattenoberfläche (2) einer erodierenden oder
ätzenden Behandlung aussetzt und anschließend vorzugsweise einen Oberzug aus einem farblosen,
transparenten Mattlack aufträgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß man die Plattenoberfläche (2) mit einem Sandstrahlgebläse behandelt
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Sandstrahlgebläse mit einem
Druck von 3—15 kg/cm2, insbesondere 12 kg/cm2,
betreibt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Plattenoberfläche (2) etwa
15 min/m? sandstrahlt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine im wesentlichen
rohrförmige Sandstrahldüse verwendet
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Plattenoberfläche mittels
einer Säure einer ätzenden Behandlung unterwirft.
Priority Applications (1)
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| DE19772731219 DE2731219C3 (de) | 1977-07-11 | 1977-07-11 | Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder Onyxplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19772731219 DE2731219C3 (de) | 1977-07-11 | 1977-07-11 | Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder Onyxplatte |
Publications (3)
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| DE2731219B2 DE2731219B2 (de) | 1979-09-06 |
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ID=6013630
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| DE19772731219 Expired DE2731219C3 (de) | 1977-07-11 | 1977-07-11 | Verfahren zur Herstellung einer eine profilierte Oberfläche aufweisenden Marmor- oder Onyxplatte |
Country Status (1)
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Families Citing this family (4)
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1977
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