DE2730992A1 - Polygalactosidosaccharosepoly(h-) sulfate und salze hiervon sowie verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Polygalactosidosaccharosepoly(h-) sulfate und salze hiervon sowie verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
eCHLEISSHEIMERSTR. 299
•000 MÜNCHEN 40
26 098
American Cyanamid Company
,
Wayne, New Jersey, V.St.A.
Polygalactosidösaccharosepoly(H-)sulfate und Salze hiervon sowie
Verfahren zu ihrer Herstellung
709883/0886
Die Erfindung bezieht sich auf bestimmte neue Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfate
und Salze hiervon, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Hemmstoffe beim
Komplementsystem warmblütiger Tiere.
Galactosidosaccharosen, wie Raffinose, Stachyose, Verbascose oder Ajugose, sind bekannt. Ferner sind auch Stachyosemono- und
-trisulfate bekannt, wobei bisher jedoch keine Verwendungsmöglichkeit
für solche Sulfate beschrieben worden ist (J. Pharm. Soc. Japan 87, 1052-1056 (1967)). Das hiernach hergestellte
Stachyosetrisulfat ist unter Verwendung der später angegebenen Untersuchungmethoden bezüglich seiner Komplementaktivität untersucht
worden, wobei sich gezeigt hat, daß diese Verbindung keine komplementhemmende Wirksamkeit aufweist. Bestimmte Polysaccharidsulfate
verfügen jedoch über eine komplementhemmende Aktivität, wie beispielsweise Heparin (J. Infect. Dis. 44, 250 bis
253 (1029)), Carrageenin (Immunology 8, 291 (1965)) und Pentosanpolysulfoester
(Chemical Abstracts 75, 33179s (1971)). Ober eine antikomplementäre Wirksamkeit für die vorliegenden Galactosidosaccharosepolysulfatsalze
wird jedoch nirgends berichtet.
Unter Komplement wird eine komplexe Gruppe von Proteinen in Körperflüssigkeiten verstanden, die in Zusamenarbeit mit Antikörpern
und anderen Faktoren eine wichtige Rolle spielen als Mediatoren bei immunen, allergischen, immunochemischen und/
oder immunopathologischen Reaktionen. Die Reaktionen, an denen ein Komplement teilnimmt, laufen im Blutserum oder in
anderen Körperflüssigkeiten ab und v/erden daher als Humoralreaktionen
angesehen.
So sind im Komplementsystem im Blut des Menschen mehr als 11 Proteine
vorhanden. Diese Komplementproteine werden durch den Buchstaben C und entsprechende fortlaufende Nummern gekennzeichnet,
nämlich durch die Abkürzungen C1, C2, C3 und so weiter bis zu C9.
Das Komplementprotein C1 stellt selbst wiederum eine Ansammlung von Untereinheiten dar, die abgekürzt als C1q, C1r und C1s
bezeichnet werden. In den den Komplementproteinen zugeordneten
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Nummern spiegelt sich die Reihenfolge wieder, in der sie wirksam werden, mit Ausnahme des Komplementproteins C 4, das nach
dem Komplementprotein CI und vor dem Komplementprotein C2 reagiert.
Die entsprechende zahlenmäßige Zuordnung der Proteine im Komplementsystem erfolgte nämlich vor der völligen Aufklärung
der Reaktionsfolge. Bezüglich einer weiteren Diskussion des Komplementsystems und seiner Rolle bei im Körper ablaufenden
Prozessen wird beispielsweise auf folgende Literatur verwiesen: Bull. World Health Org. 39, 935-938 (1968); Scientific
American 229, (No. 5), 54-66 (1973); Medical World News 11. Oktober 1974, Seiten 53-58 und 64-66; Harvey Lectures 66, 75-104
(1972); The New England Journal of Medicine 287, 489-495, 545-549.592-596 sowie 642-646 (1972); The Johns Hopkins Med. J.
128, 57-74 (1971) und Federation Proceedings 32, 134-137 (1973) .
Das Komplementsystem läßt sich als aus drei Untersystemen bestehendes
System ansehen, nämlich
(1) einer Erkennungseinheit (C1q), die eine Vereinigung des Komplementsystems mit Antikörpermolekülen ermöglicht, die einen
fremden Eindringling entdeckt haben,
(2) einer Aktivierungseinheit (C1r, C1s, C2, C4, C3), die eine
Stelle an der benachbarten Membran vorbereitet, und
(3) einer Angriffseinheit (C5, C6, C7, C8 und C9), die in
der Membran ein Loch bildet.
Die Membranangriffseinheit ist nicht spezifisch und führt
lediglich deshalb zur Zerstörung von Eindringlingen, weil sie in ihrer Nachbarschaft gebildet wird. Um eine Schädigung
der wirtseigenen Zellen minimal zu halten muß die Aktivität einer solchen Einheit zeitlich begrenzt gehalten werden. Diese
Begrenzung wird teilweise durch den spontanen Zerfall von aktiviertem Komplement und teilweise durch Wechselwirkung mit
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Inhibitoren und zerstörenden Enzymen erreicht. Das Komplement
läßt sich jedoch nicht perfekt kontorollieren, so daß es auch
Zeiten gibt, zu denen die Wirtszellen geschädigt werden. Eine
Immunität ist daher ein zweischneidiges Schwert.
läßt sich jedoch nicht perfekt kontorollieren, so daß es auch
Zeiten gibt, zu denen die Wirtszellen geschädigt werden. Eine
Immunität ist daher ein zweischneidiges Schwert.
Eine Aktivierung des Komplementsystems ergibt ferner auch eine Beschleunigung der Blutgerinnung. Hierzu kommt es durch die
vom Komplement übertragene Freisetzung eines Gerinnungsfaktors aus den Blutplättchen. Die biologisch wirksamen Komplementbruchstücke und -komplexe können sich an Reaktionen beteiligen, die die Wirtszellen schädigen oder zerstören, und diese pathogenen Reaktionen können zur Entwicklung von Immunkomplexerkrankungen führen. Bei einigen Formen von Nephritis zerstört beispielsweise das Komplement die Grundmembran der Niere, wodurch Protein aus dem Blut in den Urin gelangt. In diese Kategorie gehört auch die durch Dissemination von Lupus erythematosus hervorgerufene Erkrankung. Symptome für diese Erkrankung sind Nephritis, Visceralschädigungen und Hauteruptionen. Die Behandlung von Diphtherie oder Tetanus durch Injektion großer Mengen von Antitoxin führt gelegentlich zu einer Serumerkrankung, nämlich einem Immunkomplexleiden. Auch bei einer rheumatoiden Arthritis hat man
es mit Immunkomplexen zu tun. Wie die durch Dissemination von
Lupus erythematosus hervorgerufene Erkrankung handelt es sich
auch hierbei um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Krankheitssymptome durch pathologische Effekte des Immunsystems
beim Wirtsgewebe hervorgerufen werden. Zusammenfassend läßt
sich somit sagen, daß das Komplementsystem bei Entzündungen,
Koagulation, Fibrinolyse, Antikörper-Antigen-Reaktionen und
anderen metabolischen Prozessen involviert ist.
vom Komplement übertragene Freisetzung eines Gerinnungsfaktors aus den Blutplättchen. Die biologisch wirksamen Komplementbruchstücke und -komplexe können sich an Reaktionen beteiligen, die die Wirtszellen schädigen oder zerstören, und diese pathogenen Reaktionen können zur Entwicklung von Immunkomplexerkrankungen führen. Bei einigen Formen von Nephritis zerstört beispielsweise das Komplement die Grundmembran der Niere, wodurch Protein aus dem Blut in den Urin gelangt. In diese Kategorie gehört auch die durch Dissemination von Lupus erythematosus hervorgerufene Erkrankung. Symptome für diese Erkrankung sind Nephritis, Visceralschädigungen und Hauteruptionen. Die Behandlung von Diphtherie oder Tetanus durch Injektion großer Mengen von Antitoxin führt gelegentlich zu einer Serumerkrankung, nämlich einem Immunkomplexleiden. Auch bei einer rheumatoiden Arthritis hat man
es mit Immunkomplexen zu tun. Wie die durch Dissemination von
Lupus erythematosus hervorgerufene Erkrankung handelt es sich
auch hierbei um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Krankheitssymptome durch pathologische Effekte des Immunsystems
beim Wirtsgewebe hervorgerufen werden. Zusammenfassend läßt
sich somit sagen, daß das Komplementsystem bei Entzündungen,
Koagulation, Fibrinolyse, Antikörper-Antigen-Reaktionen und
anderen metabolischen Prozessen involviert ist.
In Gegenwart von Antikörper-Antigen-Komplexen sind die Komplementproteine
bei einer Reihe von Reaktionen involviert, die zu irreversiblen Membranschädigungen führen können, wenn sie in
der Nachbarschaft biologischer Membrane auftreten. Das Komplement ist somit zwar ein Teil des Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen, kann jedoch gleichzeitig auch zu Entzün-
der Nachbarschaft biologischer Membrane auftreten. Das Komplement ist somit zwar ein Teil des Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen, kann jedoch gleichzeitig auch zu Entzün-
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düngen und Gewebeschädigungen beim immunopathologisehen
Prozeß führen. Die Natur bestimmter Komplementproteine, Vorschläge über die Art der Bindung des Komplements an biologische
Membranen sowie über die Art und Weise, in der das Komplement eine Membranschädigung bewirkt, werden in Annual
Review in Biochemistry 38, 389 (1969) diskutiert.
Es wurde berichtet, daß die bekannten Komplementhemmer epsilon-Aminocapronsäure,
Suraminnatrium und Tranexaminsäure mit Erfolg bei der Behandlung hereditärer angioneurotischer Ödeme verwendet
worden sind, nämlich einer Erkrankung, die von einer ererbten schlechten oder fehlenden Funktion des Seruminhibitors
der aktivierten ersten Komponente des Komplements (C1 Inhibitor)
stammt, und hierzu wird auf The New England Journal of Medicine 286, 808-812 (1972); AllergoLet Immunopath. II, 163-168 (1974);
J. Allergy Clin. Immunol. 53, No. 5, 298-302 (1974) sowie Annais
of Internal Medicine 84, 580-593 (1976) verwiesen.
Es wurde nun gefunden, daß bestimmte Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze
mit der Komplementreaktionsfolge in Wechselwirkung treten und hierdurch eine Komplementaktivität in
Körperflüssigkeiten hemmen.
Gegenstand der Erfindung sind daher alle pharmazeutisch unbedenklichen
Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze mit komplementhemmender
Aktivität der allgemeinen Formel
H OX
-CH2
ff-
H2OX
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X für -SO3R steht, R Wasserstoff, Alkali, Erdalkali, Ammonium oder
substituiertes Ammoniak aus der Gruppe Trialkylamine (C1-Cg), Piperidine, Pyrazine, Cycloalkanolamine-(C3
und/oder Alkanolamine-(C1-Cg), bedeutet und
η für O bis 7 steht.
Für die verschiedenen Möglichkeiten für den Index η ergeben sich beispielsweise folgende Bedeutungen:
| η = O | Raffinose |
| η = 1 | Stachyose |
| η = 2 | Verbascose und |
| η = 3 | Ajugose |
Bei den erfindungsgemäßen Verbindungen handelt es sich um vollständig
sulfatierte Verbindungen, und zur Erfindung gehören daher lediglich solche vollständig sulfatierte Verbindungen.
Beispiele für typische erfindungsgemäße Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze
sind Raffinosepoly(H-)sulfattriäthylamin,
Raffinosepoly(H-)sulfattrimethylamin, Raffinosepoly(H-)sulfatnatrium,
Stachyosepoly(H-)sulfattriäthylamin, Stachyosepoly-(H-)sulfattrimethylamin,
Stachyosepoly(H-)sulfatnatrium, Verbascosepoly(H-)sulfatnatrium,
Verbascosepoly(H-)sulfattrimethylamin,
Verbascosepoly(H-)sulfattriäthylamin, Ajugosepoly(H-)-sulfatnatrium,
Ajugosepoly(H-)sulfattrimethylamin oder Ajugosepoly (H-)sulfattriäthylamin.
Die Erfindung bezieht sich ferner auch auf ein Verfahren zur Hemmung des Komplementsystems in einer Körperflüssigkeit, wie
Blutserum, das darin besteht, daß man auf ein in einer
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Körperflüssigkeit befindliches Komplement eine wirksame komplementhemmende
Menge eines Polygalactosidosaccharosepoly(H-)-sulfatsalzes einwirken läßt. Ferner befaßt sich die Erfindung
mit einem Verfahren zur Hemmung des Komplementsystems bei warmblütigen Tieren, das darin besteht, daß man solchen Tieren
eine wirksame komplementhemmende Menge eines Polygalactosidosaccharosepoly (H-) sulfatsalzes verabreicht. Bei Körperflüssigkeiten
kann es sich um Blut, Plasma, Serum, Synovialflüssigkeit, Cerebrospinalflüssigkeit oder pathologische Ansammlungen von
Flüssigkeiten handeln, wie eine Pleuraleffusion.
Die erfindungsgemäßen Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze
werden als Komplementhemmer in Körperflüssigkeiten eingesetzt, und sie lassen sich somit zur Linderung oder Veränderung
solcher pathalogischer Reaktionen, die auf einer Komplementwirkung beruhen, sowie zur therapeutischen Behandlung von Warmblütern
verwenden, die an immunologischen Erkrankungen leiden, wie an rheumatischer Arthritis, systemischem Lupus erythematosus,
bestimmten Arten von Glomerulonephritis, bestimmten Arten autoallergischer hämolytischer Anämie, bestimmten Arten an
Blutplättchenstörungen und bestimmten Arten an Vasculitis. Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze können ferner auch
zur therapeutischen Behandlung warmblütiger Tiere verwendet werden, die an nichtimmunologischen Krankheiten leiden, wie Paroxysmalnocturnalhämoglobinurie,
erblicher angioneurotischer Ödeme (beispielsweise Suraminnatrium) und entzündlicher Zustände,
die durch die Wirkung bakterieller oder lysosomaler Enzyme auf die entsprechenden Komplementkomponenten induziert werden,
wie beispielsweise nach Coronarocclusion auftretende Entzündungen. Ferner kann man mit diesen Verbindungen auch die
Neigung zur Transplantatabstoßung behandeln und sie können schließlich auch als Blutkultur- und -transportmedien eingesetzt
werden.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich wie folgt herstellen.
Sulfatierung Verfahren (A)
Ein Gemisch aus der jeweiligen Polygalactosidosaccharose und dem gewünschten Amin-Schwefel-Komplex, wie Triäthylamin-Schwefeltrioxid-Komplex,
erhitzt man in trockenem Dimethylformamid über eine Zeitdauer von 2O bis 24 Stunden auf 50 bis 90 0C. Die Lösung wird
hierauf abgekühlt und mit Acetonüberschuß versetzt. Im Anschluß daran dekantiert man das Lösungsmittel vom abgeschiedenen Produkt.
Zur weiteren Reinigung löst man dieses Produkt in Methylenchlorid und dampft diese Lösung anschließend unter Vakuum ein.
Man gibt eine entsprechende Menge der jeweiligen Polygalactosidosaccharose
unter Rühren bei einer Temperatur von 65 bis 75 0C zu einer Lösung des entsprechenden Amin-Schwefel-Komplexes, wie
Trimethylamin-Schwefeltrioxid-Komplex. Nach Abscheiden des Produkts rührt man das Ganze unter Erhitzen noch 20 bis 24 Stunden
weiter. Sodann kühlt man ab, dekantiert das Lösungsmittel und führt die weitere Reinigung unter Verwendung von Dimethylformamid
und durch nachfolgende Behandlung mit absolutem Äthylalkohol durch. Das dabei erhaltene Produkt wird abfiltriert, zuerst
mit absolutem Alkohol und dann mit wasserfreiem Diäthyläther gewaschen und schließlich getrocknet.
Man löst ein entsprechendes Salz, wie Triäthyl- oder Trimethylammoniumsalz,
der jeweiligen Polygalactosidosaccharose in Hasser und setzt die so erhaltene Lösung dann mit einer
30-prozentigen wässrigen Lösung des jeweiligen Alkali- oder Erdalkalimetalls um, wie Natriumacetat oder Calciumacetat. Durch
Zugabe von absolutem Äthylalkohol sorgt man für eine vollständige Ausfällung des gewünschten Produkts, das man dann unter
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Verwendung von abolutem Äthanol weiter reinigt. Die Stufe der Ausfällung wird wiederholt, und durch Reinigung des dabei
erhaltenen Materials mit absolutem Äthanol sowie mit wasserfreiem Diäthyläther gelangt man zum gewünschten Produkt,
das abschließend getrocknet wird.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
Beispiel 1 Raffinosepoly(H-)sulfattriäthylamin
Man löst ein Gemisch aus 750 mg Raffinosepentahydrat und 3,6 g
Triäthylamin-Schwefeltrioxid-Komplex in 10 ml trockenem Dimethylformamid unter Rühren bei einer Temperatur von 50 bis 55 0C über
eine Zeitspanne von 24 Stunden. Anschließend kühlt man die Lösung auf Umgebungstemperatur und versetzt sie mit einem großen
Überschuß Aceton (etwa 150 ml), wobei sich eine zähe gummiartige Masse abscheidet. Das Aceton wird dekantiert, und das
Produkt behandelt man mehrmals mit Aceton unter jeweiligem Dekantieren des Lösungsmittels. Schließlich löst man das Produkt
in Methylenchlorid und dampft die so erhaltene Lösung unter Vakuum ein. Die letzten Lösungsmittelspuren werden
unter Hochvakuum entfernt, und auf diese Weise gelangt man zu dem gewünschten Produkt, nämlich einer farblosen zähen
gummiartigen Masse.
Beispiel 2 Raffinosepoly(H-)sulfattrimethylamin
3,78 g Raffinose gibt man unter Rühren bei einer Temperatur von
75 0C zu einer Lösung von 13,76 g Trimethylamin-Schwefeltrioxid-Komplex
in 150 ml trockenem Dimethylformamid. Innerhalb weniger
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Minuten geht der Zucker in Lösung, und die klare Lösung erhitzt man dann etwa 24 Stunden auf 75 0C. Während dieser Zeit scheidet
sich eine farblose zähe gummiartige Masse ab. Hierauf wird das Gemisch abgekühlt und das Dimethylformamid dekantiert. Das
dabei erhaltene Produkt behandelt man dann mit weiterem Dimethylformamid und dekantiert dieses Lösungsmittel erneut.
Die auf diese Weise gewonnene gummiartige Masse wird mit absolutem Äthylalkhol behandelt, wodurch ein granulatartiger Feststoff
entsteht. Der Feststoff wird abfiltriert und reichlich mit absolutem Äthanol und anschließend mit wasserfreiem Diäthyläther
gewaschen. Auf diese Weise gelangt man zum gewünschten Produkt in Form einer farblosen glasartigen Masse.
Beispiel 3 Raffinosepoly(H-)sulfatnatrium
1,5 g Raffinosepoly(H-)sulfattriäthylamin (hergestellt nach
Beispiel 1) löst man in 5 ml destilliertem Wasser und versetzt die so erhaltene Lösung anschließend mit 10 ml einer 30-prozentigen
wässrigen Natriumacetatlösung. Zur Vervollständigung der Ausfällung gibt man dann absoluten Äthylalkohol zu (wobei
sich das gewünschte Material in Form eines klebrigen Feststoffs absetzt). Die Flüssigkeit wird dekantiert, und die dabei
erhaltene gummiartige Masse wird in Wasser wieder aufgelöst. Die wässrige Lösung versetzt man anschließend mit
5 ml 30-prozentiger wässriger Natriumacetatlösung und dann mit absolutem Äthylalkohol. Die wässrige Äthanollösung wird
dekantiert, und die dabei erhaltene gummiartige Masse löst man in Wasser wieder auf. Zur wässrigen Lösung werden dann
5 ml 30-prozentige wässrige Natriumacetatlösung und anschliessend absoluter Äthylalkohol gegeben. Die wässrige Äthanollösung
wird dekantiert, und die dabei erhaltene gummiartige Masse behandelt man dann mit absolutem Äthanol. Der auf diese
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Weise gewonnene farblose granulatartige Feststoff wird abfiltriert
und mehrmals zuerst mit absolutem Äthylalkohol und anschließend mit wasserfreiem Diäthyläther gewaschen. Das dabei
erhaltene Produkt wird unter Vakuum getrocknet, wodurch man zu einem farblosen Pulver gelangt, das man in einem Exsikkator
aufhebt.
Beispiel 4 Stachyosepoly(H-)sulfattriäthylamin
666 mg Stachyose werden in 10 ml trockenem Dimethylformamid gelöst,
worauf man 3,24 g Triäthylamin-Schwefeltrioxid-Komplex zugibt und das Gemisch etwa 24 Stunden bei etwa 90 0C.rührt.
Anschließend wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und mit Aceton versetzt, wodurch sich eine gummiartige Masse abscheidet.
Sodann wird das gesamte Lösungsmittel dekantiert und die gummiartige Masse in Methylenchlorid gelöst. Durch nachfolgendes
Verdampfen des Lösungsmittels unter Vakuum gelangt man zum gewünschten Produkt in Form eines fahlbraunen glasartigen
Materials, das man in einem Exsikkator trocknet.
Beispiel 5 Stachyosepoly(H-)sulfattrimethylamin
55,Og Trimethylamin-Schwefeltrioxid-Komplex werden zu 350 ml
trockenem Dimethylformamid gegeben, worauf man das Gemisch unter Rühren in einem ölbad auf 75 0C erhitzt. Innerhalb von wenigen
Minuten entsteht eine klare Lösung, die man etwas abkühlt und dann mit 15,76 g Stachyosetetrahydrat versetzt, worauf
man das erhaltene Gemisch im ölbad auf 65 0C erhitzt (zum Ausschluß
von Feuchtigkeit ist am Reaktionskolben ein entsprechendes Trockenröhrchen angebracht). Der Zucker löst sich unter
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Bildung einer klaren Lösung allmählich auf, und diese Lösung wird innerhalb weniger Minuten schrittweise trüb, wobei sich
ein zähes öl abscheidet. An diesem Punkt muß man daher mit dem Rühren aufhören, wobei jedoch über eine Zeitspanne von
insgesamt 20 Stunden weiter erhitzt wird. Hierbei scheidet sich eine zähe gummiartige Masse ab, die sich im Kolben festsetzt.
Sodann dekantiert man das Dimethylformamid und behandelt die gummiartige Masse zweimal mit jeweils 50 ml Dimethylformamid,
das man ebenfalls jeweils dekantiert. Das Produkt wird dann mit 4OO ml absolutem Äthylalkohol gerührt, wodurch
aus der gummiartigen Masse allmählich ein farbloser kristalliner Feststoff wird. Der Feststoff wird rasch abfiltriert.
Man wäscht ihn dann reichlich mit absolutem Äthanol und anschließend dreimal mit wasserfreiem Diäthyläther. Das dabei
erhaltene Produkt wird hierauf in einen Exsikkator gegeben.
Beispiel 6 Stachyosepoly(H-)Sulfatnatrium
71,Og Stachyosepoly(H-)sulfattrimethylamin (hergestellt gemäß
Beispiel 5) löst man in 100 ml destilliertem Wasser und versetzt diese Lösung anschließend mit 125 ml einer 30-prozentigen Natriumacetatlösung.
Von der Lösung werden dann eventuell vorhandene suspendierte Verunreinigungen abfiltriert. Das Filtrat
läßt man etwa 10 Minuten stehen, worauf man es mit etwa 250 ml absolutem Äthylalkohol versetzt. Hierdurch scheidet sich eine
zähe gummiartige Masse ab. Man läßt das Ganze einige Minuten stehen, worauf man zur Sicherstellung einer vollständigen Ausfällung
an Produkt weiteres absolutes Äthanol zugibt. Die klare überstehende Flüssigkeit wird dekantiert, und das zurückbleibende
gummiartige Produkt behandelt man mit absolutem Äthylalkohol. Auf diese Weise gelangt man allmählich zu
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einem farblosen granulatartigen Feststoff, den man abfiltriert und reichlich mit absolutem Äthanol und anschließend
mit wasserfreiem Diäthyläther wäscht. Der Feststoff wird dann in etwa 100 ml destilliertem Wasser wieder aufgelöst,
worauf man die Lösung mit 100 ml 30-prozentiger wässriger Natriumacetatlösung versetzt und die gesamte Operation
wiederholt. Das dabei als Produkt erhaltene farblose granulatartige
Material wird abfiltriert, wie oben beschrieben gewaschen und schließlich in einem Exsikkator aufgehoben.
Beispiel 7 Herstellung von gepreßten Tabletten
| Bestandteile | mg/Tablette |
| * Wirkstoff | 0,5-500 |
| Zweibasisches Calciumphosphat N.F. | qs |
| Stärke USP | 40 |
| Modifizierte Stärke | 10 |
| Magnesiumstearat USP | 1-5 |
Die hierin beschriebenen Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze.
Herstellung von gepreßten Tabletten mit verzögerter Wirksamkeit
Bestandteile mg/Tablette
Wirkstoff 0,5-5OO (als Säureais Aluminiumsulfatzubereitung*, mikronisiert äquivalent)
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Zweibasisches Calciumphosphat N.F. qs
Alginsäure 20
Stärke USP 35
Magnesiumstearat USP 1-10
Komplementinhibitor + Aluminiumsulfat ergibt einen Aluminiumsulfatkomplementinhibitor.
Diese Aluminiumsulfatzubereitung enthält 5 bis 30 % Komplementinhibitor.
Beispiel 9 Herstellung von Hartschalenkapseln
Wirkstoff 0,5-500
Lactose, sprühgetrocknet qs
Magnesiumstearat 1-10
Beispiel 10
Wirkstoff 0,05-5
Flüssigzucker 75,0
Methylparaben USP 0,18
Propylparaben USP 0,02
Aromastoff qs
Gereinigtes Wasser qs ad 100,0
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Beispiel 11
Bestandteile
Wirkstoff Alkohol USP Glycerin USP Sirup USP Aromastoff
Gereinigtes Wasser qs ad 0,05-5 12,5 45,0 20,0 qs 100,0
Beispiel 12
Herstellung oral verabreichbarer Suspensionen (Sirup)
Bestandteile
Wirkstoff
als Aluminiumsulfatzubereitung, mikronisiert
Polysorbat 80 USP Magnesiumaluminiumsilikat,kolloidal
Aromastoff Methylparaben USP Propylparaben USP Flüssigzucker Gereinigtes Wasser qs ad
0,05-5
(Säureäquivalent)
0,1
0,3
qs
0,18
0,02
75,0
100,0
0,3
qs
0,18
0,02
75,0
100,0
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- ys -13
Beispiel 13
Bestandteile
Wirkstoff Benzylalkohol N.F.
Wasser für Injektion qs ad 0,05-5
0,9
100,0
Bestandteile
Wirkstoff Benzylalkohol Sesamöl qs ad 0,05-5
1/5
100,0
Beispiel 15
Herstellung intraartikulär verabreichbarer Formulierungen
Bestandteile Menge
Wirkstoff NaCl (physiologisches Kochsalz) Benzylalkohol Natriumcarboxyinethy lcellulose
pH-Einstellung auf 5,0-7,5 Wasser zur Injektion qs ad 2-20 mg 0,9 % 0,9 % 1-5%
100 %
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Beispiel 16
Herstellung injizierbarer Depotsuspensionen
Bestandteile Gewicht/Volumen
Wirkstoff 0,05-5
(Säureäquivalent)
Polysorbat 80 USP 0,2
Polyäthylenglykol 4000 USP 3,0
Natriumchlorid USP 0,8
Benzylalkohol N.F. 0,9
HCl auf pH 6-8 qs
Wasser für Injektion qs ad 100,0
Die erfindungsgemäßen Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalze
können intern, beispielsweise oral, oder parenteral, beispielsweise intraartikulär, an Warmblüter verabfolgt werden,
um so ein Komplement in der Körperflüssigkeit eines solchen Warmblüters zu hemmen. Eine solche Hemmung ergibt
eine Verbesserung oder eine Unterbindung von Reaktionen, die von der Funktion eines Komplements abhängen, wie beispielsweise
Entzündungsprozesse und Zellmembranschädigungen, wie sie durch Antigen-Antikörper-Komplexe hervorgerufen werden.
Die Wirkstoffdosierung ist abhängig von der Art der Verabreichung,
dem jeweils zu behandelnden Zustand und der jeweils verwendeten Verbindung. Bei intravenöser oder subkutaner
Verabfolgung kann man mit Wirkstoffmengen von etwa 5 bis 50 mg pro kg und Tag arbeiten oder bei rascher ausgeschiedenen
Salzen auch entsprechende Verabreichungen alle 6 Stunden
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durchführen. Bei intraartikulären Anwendungen bei großen Gelenken, wie beispielsweise dem Kniegelenk, kann mit Wirkstoff
mengen von etwa 2 bis 2O mg pro Gelenk gearbeitet werden, wobei die Dosen bei kleineren Gelenken entsprechend kleiner
sind. Der jeweilige Dosisbereich wird auf eine optimale therapeutische Wirkung beim jeweils zu behandelnden Warmblüter
eingestellt. Die zu verabfolgende Wirkstoffmenge reicht im
allgemeinen von etwa 5 mg bis 100 mg pro kg Körpergewicht des zu behandelnden Warmblüters und pro Tag. Die gewöhnliche
Tagesdosis bei einem Warmblüter mit einem Körpergewicht von 70 kg kann etwa 350 mg bis 3,5 g ausmachen. Einheitsdosierungsformen
der Säure oder des Salzes können etwa 0,5 bis etwa 500 mg Wirkstoff enthalten.
Zu therapeutischen Zwecken lassen sich die erfindungsgemäßen
Verbindungen in Form herkömmlicher pharmazeutischer Zubereitungen verabreichen. Solche Zubereitungen können so formuliert
werden, daß sie sich für eine orale oder für eine parenterale Verabfolgung eignen. Der Wirkstoff kann mit einem üblichen pharmazeutisch
unbedenklichen Träger vermischt werden, bei dem es sich je nach der Form der zur Verabreichung gewünschten Zubereitung,
nämlich einer oral oder parenteral verabreichbaren Zubereitung, um die verschiedensten Materialien handeln kann. So können die
vorliegenden Wirkstoffe beispielsweise zu Tabletten verarbeitet werden. Hierzu vermischt man den Wirkstoff mit herkömmlichen
Zusätzen, wie Maisstärke, Lactose, Saccharose, Sorbit, Talkum, Stearinsäure, Magnesiumstearat, Dicalciumphosphat, Gummen
oder ähnlichen Materialien, die als nichttoxische pharmazeutisch unbedenkliche Verdünnungsmittel oder Träger dienen. Die
aus diesen neuen Zubereitungen hergestellten Tabletten oder Pillen können laminiert oder sonstwie kompoundiert sein, damit
sich eine Dosierungsform ergibt, die den Vorteil einer verlängerten oder verzögerten Wirkung oder einer vorbestimmten
aufeinanderfolgenden Wirkstoffabgabe in der jeweiligen Arzneiform hat. So können beispielsweise Tabletten oder Pillen aus
einer inneren Dosierungskomponente und einer äußeren Dosierungskomponente bestehen, wobei die letztere in Form eines Überzugs
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über der ersteren vorliegt. Beide Bestandteile können durch eine enterische Schicht voneinander getrennt sein, durch die
eine Zersetzung im Magen verhindert und ein Durchgang der inneren Komponente in das Duodenum ermöglicht oder eine entsprechende
Freisetzung verzögert werden soll. Für solche Zwischenschichten oder überzüge lassen sich die verschiedensten
Materialien verwenden, und hierzu gehören verschiedene polymere Säuren oder Gemische von polymeren Säuren mit Materialien, wie
Schellack, Schellack und Cetylalkohol oder Celluloseacetat. Ein besonders vorteilhafter enterischer Oberzug besteht aus
einem Styrol-Maleinsäure-Copolymer zusammen mit bekannten Materialien, die das Verhalten des enterischen Überzugs in der gewünschten
Weise beeinflussen. Die entsprechenden Tabletten oder Pillen können durch Verwendung geeigneter nichttoxischer
Farbstoffe gefärbt sein, un ihnen auf diese Weise ein angenehmeres Aussehen zu verleihen.
Zu flüssigen Formen, zu denen die neuen erfindungsgemäßen Formulierungen
für entsprechende Verabfolgungen verarbeitet werden können, gehören aromahaltige Emulsionen mit Speiseöl, wie Baumwollsaatöl,
Sesamöl, Kokosnußöl oder Erdnußöl, sowie Elixiere und ähnliche pharmazeutische Träger. Für parenterale Zwecke
lassen sich sterile Suspensionen oder Lösungen herstellen. Für Injektionszwecke können auch isotonische Zubereitungen
gebildet werden, die entsprechende Konservierungsmittel enthalten.
Unter einer entsprechenden Dosierungsform sollen physikalisch getrennte Einheiten verstanden werden, die sich als Einheitsdosierungsformen
für Warmblüter eignen, wobei jede dieser Einheitsdosierungsformen eine bezüglich des gewünschten therapeutischen
Effekts vorbestimmte Wirkstoffmenge zusammen mit den erforderlichen
pharmazeutischen Verdünnungsmitteln, Trägern oder Vehikeln enthält. Die jeweilige Zusammensetzung der neuen
erfindungsgemäßen Dosierungsformen wird bestimmt von den
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Eigenschaften der wirksamen Komponente und dem jeweils zu erzielenden
therapeutischen Effekt oder von Beschränkungen bei der Technik der Kompoundierung einer solchen wirksamen Komponente
für einen therapeutischen Einsatz bei Warmblütern, wie dies hierin näher bechrieben wird. Beispiele geeigneter erfindungsgemäßer
oraler Dosierungsformen sind Tabletten, Kapseln, Pillen, Pulverpackungen, Granulate, Oblaten, Cachets, Teelöffelmengen,
Tropfermengen, Ampullen, Phiolen, gesammelte Vielfache der vorhergehenden
Einheiten sowie sonstige Formen.
Die komplementhemmende Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen
ist aufgrund einer oder mehrerer der folgenden Untersuchungsmethoden belegt worden.
(1) Untersuchungsmethode mit der Codenummer 026 (C1-Inhibitor)
Bei dieser Untersuchungsmethode wird die Fähigkeit von aktiviertem
menschlichem C1 zur Zerstörung von menschlicher Flüssigphase C2 in Gegenwart von C4 unter entsprechenden Verdünnungen der
zu untersuchenden Verbindung ermittelt. Ein wirksamer Hemmstoff schützt C2 vor C1 und C4.
(2) Untersuchungsmethode mit der Codenummer 035 (C3-C9-Inhibitor)
Diese Untersuchungsmethode dient zur Bestimmung der Fähigkeit der späten Komponenten von menschlichem Komplement (C3-C9) zur
Lyse von EAC 142 in Gegenwart entsprechender Verdünnungen der zu untersuchenden Verbindung. Ein wirksamer Hemmstoff
schützt EAC 142 vor einer Lyse durch menschliches C3-C9.
(3) Untersuchungsmethode mit der Codenummer 036
(C-Umlenkungs-Inhibitor)
Bei dieser Untersuchungsmethode unterzieht man brüchig gemachte menschliche Erythrozyten einer Lyse in autologem Serum
durch Umlenkung von aktiviertem Kobravenomfaktor in Gegenwart
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entsprechender Verdünnungen der zu untersuchenden Verbindung. Eine Hemmung der Umlenkung führt zu einem Versagen der Lyse.
(4) Forssman Vasculitis-Test
Für diese Untersuchungen erzeugt man bei Meerschweinchen durch intradermale Injektion von Hasen-Anti-Forssman-Antiserum die
bekannte komplementabhängige Schädigung, nämlich die Forssman-Vasculitis.
Zur Bestimmung dieses Verhaltens mißt man jeweils die entsprechenden Durchmesser, Ödeme und die Hämorrhagie,
wobei man einen entsprechenden Wert ermittelt, in dem ein kombinierter Index dieser Daten durch eine vorherige intraperitoneale
Injektion der zu untersuchenden Verbindung in einer Menge von 200 mg/kg gehemmt wird, sofern nichts anders angegeben
ist.
(5) Forssman-Schocktest
Durch intravenöse Injektion eines Anti-Forssman-Antiserums erzeugt
man bei Meerschweinchen einen lethalen Schock, wobei man die harmonische mittlere Zeit bis zum Eintritt des Todes der
behandelten Meerschweinchen mit derjenigen gleichzeitiger Kontrollen vergleicht.
(6) Untersuchung zur Ermittlung der Erniedrigung der Komplementkonzentration
Bei diesen Untersuchungen läßt man die obigen Meerschweinchen oder andere Meerschweinchen zur Gewinnung des Serums ausbluten
und bestimmt die Komplementkonzentration beim unverdünnten Serum nach der in US-PS 3 876 376 beschriebenen Kapillarröhrchenmethode,
wobei man die dabei erhaltenene Daten mit solchen Daten vergleicht, wie man sie unter Verwendung nicht mit Wirkstoff behandelter
Kontrollmeerschweinchen erhalten hat.
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(7) Kapillarröhrchentest Nr. 50
Bei diesen Untersuchungen gibt man entsprechende Mengen der zu untersuchenden Verbindung in vitro zu gesammeltem Meerschweinchenserum,
nachdem man mit dem unverdünnten Serum den oben angegebenen Kapillarröhrchenversuch durchgeführt hat. Es
wird diejenige Verbindungskonzentration bestimmt, die eine 50-prozentige Hemmung ergibt.
Für die einzelnen Untersuchungen werden Meerschweinchen mit einem Gewicht von etwa 300 g verwendet, die intravenös (i.v.) oder
intraperitoneal (i.p.) 2OO mg der jeweils zu untersuchenden Verbindung pro Kilogramm erhalten haben, wobei man jeweils Wirkstoff
lösungen in Salzlösung verwendet, deren pH-Werte auf 7 bis 8 eingestellt sind. Eine Stunde nach der Wirkstoffgäbe schneidet
man den Meerscheinchen die Köpfe ab, sammelt ihr Blut und trennt das Serum ab. Das Serum wird unter Verwendung des sogenannten Kapillarröhrchenversuchs
auf das Gesamtkomplement hin untersucht. Die Berechnung der prozentualen Hemmung erfolgt durch Vergleich
mit gleichzeitig laufenden Kontrollen. Die dabei erhaltenen Versuchsergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle I zusammen
mit entsprechenden Versuchsergebnissen mit den Codenummern 026, 035, 036, den Kapillarröhrchentest 50, der prozentualen Hemmung
und dem Forssmanschock hervor. Die Versuchsdaten zeigen, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen komplementhemmend wirksam
sind.
709883/0886
Raffinosepoly(H-)-sulfattriäthylamin
Kapillar- in-vivo-Wirksamkeit (Meerschweinchen) prozentuale Hemmung röhrchen- intraperitoneal intravenös
in-vitro-Wirksamkeit test Zeit (Stunden) Zeit (Stunden)
Dosis (mg/kg)
026*
10** 9
035*
N N
036*
N N
50*
430 60 12O
120
O OO OO
| Raffinosepoly(H-)sulfatnatrium | 9 | N | 1 | 330 |
| Stachyosepoly(H-)sulfattri- äthylamin |
14 | N | 2 | 140 |
| Stachyosepoly(H-)sulfattri- methylamin |
11 12 |
N N |
148 |
| Stachyosepoly(H-)sulfat | 13 | N | 4 | 134 |
| natrium | 11 | N | 2 | 291 |
| 11 | N | 4 | 193 |
200
-47 -56 -65
-86 -93 -17
* Codebezeichnungen wie oben beschrieben
** Aktivität in Röhrchen, nämlich durch Serienverdünnungen bestimmmt;
höhere Röhrchennummern bedeuten höhere Aktivitäten; Zweifachserienverdünnungen
inaktiv
Claims (29)
- Paten tansprüc'he/ 1. / Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfat und Salze hiervon der FormelιH OXi ηH2OX HH2OXwormX für -SO3R steht,R Wasserstoff, Alkali, Erdalkali, Ammonium odersubstituiertes Ammoniak aus der Gruppe Trialkylamine-(C1-Cg), Piperidine, Pyrazine, Cycloalkanolamine-(C3-Cg)und/oder Alkanolamine-(C1-C,) bedeutet undΊ οη für 0 bis 7 steht.
- 2. Raffinosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz nach Anspruch 1.
- 3. Raffinosepoly(H-)sulfattrxmethylaminsalz nach Anspruch 1
- 4. Raffinosepoly(H-)sulfatnatriumsalz nach Anspruch 1709883/0886 ORIGINAL INSPECTED
- 5. Stachyosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz nach Anspruch 1
- 6. Stachypsepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz nach Anspruch 1.
- Stachyosepoly(H-)sulfatnatriumsalz nach Anspruch 1.
- 8. Verbascosepoly(H-)sulfatnatriumsalz nach Anspruch 1.
- 9. Verbascosepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz nach Anspruch 1
- 10. Verbascosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz nach Anspruch 1.
- 11. Ajugosepoly(H-)sulfatnatriumsalz nach Anspruch 1.
- 12. Ajugosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz nach Anspruch 1.
- 13. Ajugosepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz nach Anspruch 1
- 14. Verfahren zur Hemmung des Komplementsystems bei warmblütigen Tieren, dadurch gekennzeichnet, daß man solchen Tieren eine komplementhemmende Menge eines
Polygalactosidosaccharose(H-)sulfats der Formel709883/0886H2OX HH2OXworxnX für -SO3R steht,R Wasserstoff, Alkali, Erdalkali, Ammonium oder substituiertes Ammoniak aus der Gruppe Trialkylamine-(C1-Cg), Piperidine, Pyrazine, Cycloalkanolamine-(C3-und/oder Alkanolamine-(C^-C6) bedeutet undη für 0 bis 7 steht, verabreicht. - 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man die Verbindung intraartikulär verabreicht.
- 16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verbindung Raffinosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz verwendet.
- 17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Raffinosepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz verwendet.
- 18. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch ge kennzeichnet , daß man als Verbindung Raffinosepoly(H-)sulfatnatriumsalz verwendet.
- 19. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch ge kennzeichnet, daß man als Verbindung Stachyosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz verwendet.709883/0888
- 20. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Stachyosepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz verwendet.
- 21. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Stachyosepoly(H-)sulfatnatriumsalz verwendet.
- 22. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Verbascosepoly(H-)sulfatnatriumsalz verwendet.
- 23. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Verbascosepoly (H-)sulfattrimethylaminsalz verwendet.
- 24. Verfahren nach Anpruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Verbascosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz verwendet.
- 25. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Ajugosepoly-(H-)sulfatnatriumsalz verwendet.
- 26. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Ajugosepoly(H-)sulfattriäthylaminsalz verwendet.709883/088$- Jrf -
- 27. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß man als Verbindung Ajugosepoly(H-)sulfattrimethylaminsalz verwendet.
- 28. Pharmazeutische Zubereitung aus einem pharmazeutisch unbedenklichen Träger und einem entsprechenden Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Wirkstoff eine komplementhemmende Menge eines Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfats der FormelΓΗρΟΧXO J Q H IΙΛ \l ?kOX HH OXι His rj χ?Λγ-°νη I• J•Cll*Il I—OH AN xAH<H?OX Hfür -SO3R steht,R Wasserstoff, Alkali, Erdalkali, Ammonium oder substituiertes Ammoniak aus der Gruppe Trialkylamine-(C1-Cg), Piperidine, Pyrazine, Cycloalkanolamine-(C3-C6)und/oder Alkanolamine-(C1-C,) bedeutet undι οη für 0 bis 7 steht,
enthält.709883/088S - 29. Verfahren zur Herstellung von Polygalactosidosaccharosepoly (H-) Sulfaten der FormelH OXfür -SO3R steht,R Wasserstoff, Alkali, Erdalkali, Ammonium oder substituiertes Ammoniak aus der Gruppe Trialkylamine-(C1-C,), Piperidine, Pyrazine, Cycloalkanolamine- (C-J- und/oder Alkanolamine-(C1-Cg) bedeutet undη für O bis 7 steht,dadurch gekennzeichnet, daß man eine Polygalactosidosaacharose mit einem Amin-Schwefel-Komplex in Gegenwart eines Lösungsmittels erhitzt oder das auf diese Weise erhaltene Polygalactosidosaccharosepoly(H-)sulfatsalz mit einem Alkalimetall oder einem Erdalkalimetall zur Reaktion bringt.709883/08863O. Verfahren zur Herstellung eines Polygalactosidosaccharosepoly (H-) sulfattrialkylamins (C1-Cg) oder eines Alkalimetallsalzes der FormelCH2OX XO J 0 H IH OXJ ήworin X für -SO3R steht, wobei R Trialkylamin(C. -Cg) oder ein Alkalimetall bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Polygalactosidosaacharose mit einem Trialkylamin-(C^-Cg)-Schwefeltrioxid-Komplex in Gegenwart eines Lösungsmittels erhitzt oder das auf diese Weise erhaltene Polygalactosidosaccharosepoly(H-)trialkylamin(C1-C,)sulfat-l Dsalz mit einem Alkalimetall umsetzt.709883/0886
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