DE2730188A1 - Zerkleinerungsmaschine - Google Patents
ZerkleinerungsmaschineInfo
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Description
DR. WALTER KRAUS DIPLOMCHEMIKER · DR.-ING. ANNEKÄTE WEISERT DIPL-ING. FACHRICHTUNG CHEMIE
IRMGARDSTRASSE 15 · D-SOOO MÜNCHEN 71 · TELEFON 089/7970 77-79 70 78 · TELEX 05-212156 kpat d
1542/3 JS/MY
HAXITHERM Etabl. Maschinenbau, Spezialbindemittel
FL-9494 Schaan,Reberastr.
Zerkleinerungsmaschine
809884/0043
-χ-ί
Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsmaschine, insbesondere für die Zerkleinerung von Weich-Abfallstoffen,
mit sich gegenläufig drehenden Rotationskörpern, zwischen denen das zu zerkleinernde Material hindurchläuft. Als zu
zerkleinernde Weich-Abfallstoffe kommen insbesondere Gummi,
Cord, Papier, Schaumstoff, gebrauchte Fahrzeugreifen, Kork, Baumrinde usw. in Frage.
Zur Zerkleinerung derartiger Materialien, die zum Zwecke der Wiederverwendung dieser Materialien erfolgte, waren
bisher mehrere aufwendige Maschinen oder Maschinenanlagen erforderlich. Diese bisher bekannten Maschinenanlagen
arbeiteten in der Weise, daß das eingegebene Material zunächst in einer Vorzerkleinerungsmaschine bis zu einer vorbestimmten
Größe vorzerkleinert wurde, wonach das Material in mehreren nachfolgenden Zerkleinerungsstufen, vorzugsweise
in zwei solchen Zerkleinerungsstufen, weiter zerkleinert wurde. Anschließend erfolgte eine sehr aufwendige Mahlung in
einer Zahnscheibenmühle, und schließlich wurde das Material zu einer Siebanlage weiterbefördert.
Das Ergebnis dieser kostspieligen und aufwendigen Granulierung war Jedoch außerordentlich unbefriedigend, da
Material in der gewünschten Granulatkörnung trotz der vielen Arbeitsgänge meistens nur in kleinen Mengen erzeugt wurde,
verglichen mit dem Abfall, der entweder erneut einem Zerkleinerungsvorgang zugeführt werden mußte oder überhaupt nicht
verwendbar war. Bei dem Material, das erneut in die Zerkleinerungsmaschinen eingegeben werden mußte, handelte es sich
um Körnungen in der Größe von z.B. 5 mm Durchmesser, die trotz der umfangreichen Mahlvorgänge bis zu einem gewissen
Grad am Ausgangs der letzten Zerkleinerungsstufe anfielen. Als nichtverwertbarer Abfall entstanden größere Mengen von
Staub sowie von feingemahlenem Cord.
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Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Zerkleinerungsmaschine zur Verfügung zu stellen, mit der
die Zerkleinerung, insbesondere der erwähnten Weich-Abfallstoffe,
einfacher und schneller sowie kostengünstiger durchgeführt werden kann, und zwar mit einem geringeren Anteil an
nicbtverwertbareni Abfall am Ausgang der Zerkleinerungsmaschine.
Diese Aufgabe wird mit einer Zerkleinerungsmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß auf gegenüberliegenden
Wellen jeweils mehrere, als Segmente oder Scheiben ausgebildete, am Umfang mit Schneidkanten versehene
Rotationskörper vorgesehen sine, zwischen denen sich im Durchmesser kleinere Zwischenscheiben befinden, wobei die
einander gegenüberliegenden, auf unterschiedlichen Wellen befindlichen Segmente oder Scheiben ineinandergreifen, während
die Umfangsflachen der zugehörigen, einander gegenüberliegenden
Zwischenscheiben im Abstand voneinander angeordnet sind, so daß sie Zwischenräume zum Durchlaufen des zerkleinerten
Materials begrenzen.
Die Wirkungsweise beim Zerkleinerungsvorgang ist so, daß die gegenüberliegenden, ineinandergreifenden Segmente
oder Scheiben das eingegebene Material zerschneiden.
Hierbei kann die Anordnung so sein, daß die einander gegenüberliegenden, auf unterschiedlichen Wellen befindlichen
Segmente oder Scheiben in Achsrichtung der Wellen gegeneinander versetzt sind, und zwar vorzugsweise um die
Segment- bzw. Scheibendicke.
Die Segmente oder Scheiben und die Zwischenscheiben sind also so versetzt angeordnet, daß sie gleichzeitig
die Schneidflächen sauberhalten und ein Umwickeln des eingegebenen
Zerkleinerungsgutes verhindern.
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Das wird insbesondere auch dadurch erreicht, daß sich die einander zugewandten Seitenflächen von gegenüberliegenden
Segmenten oder Scheiben, die sich auf unterschiedlichen Wellen befinden, im Bereich des Ineinandergreifens
berühren oder nahezu berühren.
Vorzugsweise ist die Zerkleinerungsmaschine in diesen
Fällen so ausgebildet, daß die Schneidkanten an den einander zugewandten Seitenflächen von gegenüberliegenden Segmenten
oder Scheiben, die sich auf unterschiedlichen Wellen befinden, im Bereich des Ineinandergreifens jeweils mit der
gegenüberliegenden Seitenfläche in Schleifberührung stehen. Auf diese Weise kommt es dazu, daß die gegensinnig laufenden
Segmente oder Scheiben fortwährend geschärft werden und fast keiner Abnutzung unterworfen sind.
Der Winkelbereich des Ineinandergreifens der Segmente oder Scheiben gegenüberliegender Wellen kann zwischen
20 und 60° betragen, vorzugsweise liegt dieser Winkelbereich zwischen 30 und 50°.
Die Zwischenscheiben können konisch sein, wobei sich vorzugsweise die Zwischenscheiben auf gegenüberliegenden
Wellen in der entgegengesetzten Richtung verjüngen. Nach einer anderen Ausführung der Erfindung sind die Zwischenscheiben
vieleckig, insbesondere als Sechskantscheiben, ausgebildet.
Die Segmente oder Scheiben und die Zwischenscheiben können auf zwei oder mehr gegenüberliegenden Wellen
drehfest angeordnet sein, deren Achsen parallel zueinander und in einer gemeinsamen Horizontalen oder gegen die Horizontale
um einen vorbestimmten Neigungswinkel verlaufenden Ebene liegen. Auf diese Weise erhält man eine einstufige
Zerkleinerungsvorrichtung, in der z.B. die Vorzerkleinerung durchgeführt werden kann.
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Für die Hauptzerkleinerung oder das Endgranulieren des Materials ist es vorteilhaft, die Zerkleinerungsvorrichtung
so auszubilden, daß zusätzliche Segmente oder Scheiben und Zwischenscheiben auf weiteren Wellen angeordnet
sind, deren Achsen in einer oder mehreren,weiteren Ebenen
liegen, die zu der ersten Ebene parallel verlaufen, wobei die Wellen, deren Achsen in der ersten und in den weiteren
Ebenen liegen, paarweise übereinander angeordnet sind und die Segmente oder Scheiben übereinander angeordneter Wellen
ineinandergreifen. Dadurch ergibt sich eine mehrstufige Zerkleinerungsvorrichtung.
Der erwähnte Neigungswinkel ist zweckmäßig nicht größer als 30°, vorzugsweise ist er kleiner als 10°.
Die Segmente oder Scheiben und die Zwischenscheiben können auswechselbar sein, indem sie z.B. auf vieleckig
ausgebildete Wellen aufgesteckt sind.
Bei einer vollständigen Zerkleinerungsanlage bzw. -maschine sind bevorzugt wenigstens zwei von Segmenten oder
Scheiben, Zwischenscheiben und ihren Wellen gebildete Zerkleinerungsvorrichtungen
in Flußrichtung des zu zerkleinernden Materials nacheinander vorgesehen, von denen die erste
eine Vorzerkleinerungsvorrichtung ist, die einen geringeren Zerkleinerungsgrad als die nachfolgende Nachzerkleinerungsoder
Granuliervorrichtung hat. Im einzelnen kann dabei am Materialausgang der Vorzerkleinerungsvorrichtung und/oder
der Nachzerkleinerungs- oder Granuliervorrichtung ein Sieb
sowie gegebenenfalls eine Materialtransportvorrichtung,
insbesondere ein Rüttler, vorgesehen sein. Weiterhin ist es möglich, am Materialausgang der Nachzerkleinerungsoder
Granuliervorrichtung eine Magnetwalze zum Aussondern von ferromagnetiechen Materialien vorzusehen.
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Zweckmäßig sind die Vorzerkleinerungsvorrichtung und die Nachzerkleinerungs- oder Granuliervorrichtung sowie
die daran vorgesehenen Vorrichtungen zusammen mit der elektrischen Betriebsanlage an bzw. auf einem gemeinsamen Maschinengestell
angeordnet.
Mit einer solchen Maschinenkombination ist es in vorteilhafter Weise möglich, alle Arbeitsvorgänge in einem
Arbeitsgang auszuführen, so daß auf diese Weisen Kosten und Zeit gespart werden. Diese Maschinenkombination ermöglicht
es, die aufgegebenen Materialien zu zerkleinern, zu granulieren, Metall abzuscheiden und das Material zu sieben, was
alles praktisch in einem Arbeitsgang geschieht.
Durch diese erfindungsgemäße Maschine ist es daher möglich, eine außerordentlich große Anzahl von Abfallstoffen
einer erneuten Verwendung zuzuführen, was bisher nur unter großen Aufwendungen oder überhaupt nicht möglich
war.
Insbesondere ermöglicht es die zuletzt genannte Maschinenkombination, alte PKW-Reifen in Stahlgürtelausführung
so zu zerkleinern, daß das in den Reifen befindliche Stahlgewebe bis auf die gewünschte Größe mitzerkleinert
wird; das Metall kann dann mittels einer Magnetwalze aussortiert werden, so daß es möglich ist, das zerkleinerte
Material metallfrei weiterzuverarbeiten. Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß die in der Nachzerkleinerungs-
bzw. Granuliervorrichtung vorgesehenen Segmente bzw. Scheiben so eingestellt sind, daß der Stahldraht
der gebrauchten Fahrzeugreifen nicht zerschnitten, sondern nur abgezwickt wird, was den großen Vorteil hat, daß die
Segmente bzw. Scheiben praktisch nie stumpf werden.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger, in den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung im Prinzip dargestellter, besonders
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht einer mehrstufigen Zerkleinerungsmaschine,
die insbesondere zum Zerkleinern von gebrauchten Fahrzeugreifen geeignet ist;
Fig. 2 eine hauptsächlich im Schnitt dargestellte Aufsicht auf eine Vorzerkleinerungsmaschine; und
Fig. 3 eine ebenfalls hauptsächlich im Schnitt gezeichnete Aufsicht auf eine Granuliervorrichtung, wie sie
in der Zerkleinerungsmaschine nach der Fig. 1 als Feinzerkleinerungsmaschine vorgesehen ist.
Es sei nun zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, in der eine allgemein mit 1 bezeichnete Zerkleinerungsanlage
im Prinzip dargestellt ist, die eine Vorzerkleinerungsmaschine 2 und eine Feinzerkleinerungs- oder Granuliermaschine
3 aufweist. Oberhalb der Vorzerkleinerungsmaschine 2 befindet sich ein Trichter k$ in den das zu zerkleinernde Gut
mittels einer Fördereinrichtung 5 gefördert wird.
Die Fördereinrichtung 5 ist, da die Zerkleinerungsanlage 1 im vorliegenden Ausführungsbeispiel für die
Zerkleinerung von Fahrzeugreifen dienen soll, ein sog. Reifenlift. Dieser Reifenlift besitzt zwei im vertikalen Abstand
voneinander angeordnete Kettenzahnräder 6, 7, über die eine Kette 8 läuft, an der in geeignetem Abstand Vorsprünge
9, 10 angebracht sind, von denen die Fahrzeugreifen einzeln bis zur Höhe des oberen Randes des Trichters 4 mitgenommen
werden.
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Von dem Trichter l\ gelangen die Fahrzeugreifen
in die Vorzerkleinerungsmaschine 2, durch die sie so weit zerkleinert werden, daß das zerkleinerte Material durch
ein Sieb 11 hindurchfallen kann, welches sich unterhalb
der Vorzerkleinerungsmaschine 2 befindet. Dieses Sieb 11 ist noch relativ grobmaschig, da in der Vorzerkleinerungsmaschine
2 nur eine Grobzerkleinerung erfolgt.
Unterhalb des Siebes 11 ist ein Rüttler 12 angeordnet, der das vorzerkleinerte Material durch Rütteln
gleiclunäßig in die Granulier- bzw. Feinzerkleinerungsmaschine
3 fördert, die sich schräg unterhalb der Vorzerkleinerungsmaschine 2 befindet.
Das von der Granuliermaschine 3 abgegebene,granulierte
Material fällt automatisch auf einen darunter befindlichen
zweiten Rüttler 13, der dieses Materini feinverteilt und gleiclunäßig auf eine darunter befindliche Magnetwalze
fördert, welche die im zerkleinerten Materini befindlichen
Stahlteilchen, die im vorliegenden Falle von dem Stahlgürtel
der Fahrzeugreifen herrühren, ausscheidet, i;o daß das Material frei von Metall weiterverarbeitet werden kann.
Die einzelnen Teile der Zerkleinerungsanlage 1, insbesondere der Trichter Λ, die Vorzerkleinerungsmaschine 2,
das Sieb 11, der Rüttler 12, die Granulierinaschine 3, der Rüttler 13 und die Magnetwalze 1^ sowie ein elektrischer
Verteilungskasten 15 sind auf bzw. an einem gemeinsamen Maschinengestell 16 angebracht. In dem elektrischen Verteilungskasten
15 befinden sich alle erforderlichen elektrischen
Schalter und Schaltanlagen, die miteinander so gekoppelt sind, daß bei Überlastung einer Maschine die nachgeordneten
und gegebenenfalls auch die vorgeordneten Maschinen
ausgeschaltet werden und/oder die überlastete Maschine mit einer gewissen Umdrehungszahl im Rückwärtssinn
freiläuft.
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Nachstehend sei nun hauptsächlich anhand der Fig.2
die Vorzerkleinerungsmaschine 2 näher erläutert.
Die Vorzerkleinerungsmaschine 2 weist zv/ei einander gegenüberliegende Wellen 17, 10 auf, die parallel zueinander
ausgerichtet sind und deren Achsen auf einer gemeinsamen Ebene 19 liegen, die um einen geringen Winkel α
gegen die Horizontale geneigt Ist (siehe Fig. 1).
Auf die Wellen 17 ur.d |8, die als Sech3kantwellen
ausgebildet sind, sind abwechselnd Segmente oder Scheiben und Zwischenscheiben 21 drehfest und auswechselbar aufgesteckt.
Während die in Achsrichtung der Wellen 17, ίβ gegeneinander
um etwa die Dicke eines Segments oder einer Scheibe 20 versetzten Segmente oder Scheiben einen so großen
Durchmesser haben, daß sie ineinandergreifen, besitzen die Zwi3chenschelben 21 einen kleineren Durchmesser, so daß
die Umfangsflachen 22 von einander gegenüberliegenden Zwischenscheiben
im Abstand voneinander angeordnet sind und Zwischenräume 23 zum Hindurchlaufen des zerkleinerten Materials
begrenzen.
Die Segmente oder Scheiben 20 besitzen an ihrem Umfang Schneidkanten 24, 25, da es ihre Funktion ist, das
zu zerkleinernde Material so weit zu zerschneiden, daß es
genau abgestimmt durch das Sieb 11 (siehe Fig. 1) hindurchfällt. Die Schneidkanten 25 an don einander zugewandten
Seitenflächen 26 von gegenüberliegenden Segmenten oder Scheiben 20, die sich auf den beiden unterschiedlichen
Wellen 17» 1ü befinden, stehen jeweils mit der gegenüberliegenden
Seitenfläche 26 Im Bereich des Ineinandergreifens
in Schleifberührung. Dadurch werden die Schneidkanten 25 laufend geschärft. Es ist natürlich zur Vermeidung zu
großer Reibungswärme auch möglich, die Wellen 17, lö in
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ihrer Achsrichtung leicht verschiebbar auszubilden und die Schleifberührung zwischen den Schneidkanten 25 und den
Seitenflächen 26 nur zeitweise herbeizuführen, im übrigen
aber die beiden Wellen 17 und 10 so einzusteLLen, daß sich
die Seitenflächen 26 von gegenüberliegenden Segmenten oder Scheiben 20 nur ganz Leicht berühren oder in geringem Abstand
voneinander umlaufen. Selbstverständlich wäre es auch
möglich, die einander zugewandten Seitenflächen 26 gegenüberliegender
Segmente oder Scheiben 20 stets in einem vorbestimmten,
vorzugsweise sehr geringen Abstand voneinander umlaufen zu Lassen, und die auswechselbaren Segmente oder
Scheiben 20 von Zelt zu ZeLt außerhalb der Maschine zu
schleifen.
Der WLnkeLberelch ß (sLehe Flg. I) des Ineinandergreif
ens der Segmente oder Scheiben 20 liegt zwischen 20° und 60°, vorzugsweise ist er größer aLs 30° und kLelner
als 50°.
In dem Auaführungsbelsplel der Fig. 2 sind die Zwischenscheiben 21 konisch und außerdem dicker aLs die
Segmente oder Scheiben 20, wobei sich die Zwischenscheiben 21 auf der V/elle 17 Ln der entgegengesetzten Richtung zu
den Zwischenscheiben 21 auf der WeLIe 18 verjüngen.
Die WeLLe 17 wird durch einen Getriebaraotor, der
an ihrem einen Ende eingreift, direkt angetrieben. An dem
anderen Ende der WeLIe 17 ist drehfest ein Zahnrad 28 befestigt,
das mit einem auf das gegenüberliegende Ende der Welle 18 aufgekellten Zahnrad 29 kämmt. InfoLgedessen wird
die Welle 18 im entgegengesetzten Drehsinn zur Welle 17 angetrieben, und zwar so, daß das zu zerkleinernde MateriaL
in die Zwischenräume 23 hineingezogen wird, wie im übrigen durch die PfeiLe A und B in Fig. 1 angedeutet ist.
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- γί-
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Ira übrigen sind Lagerverstel!büchsen 30 für die
Nachstellung der Segmente bzw. Scheiben 20 vorgesehen, und die feststehenden Seitenplatten 31 sind gleichzeitig Lagerplatten,
in denen die Wellen 17 und 18 beidseitig gelagert sind. Schließlich sind Lagerabdeckungen 3? an den Seitenplatten
31 angebracht, damit ein Eindringen von Fremdkörpern in die Lager der Wellen 17 und 10 von außen her verhindert
wird.
Die Feinzerkleinerungs- oder Granuliermaschine 3
ist in näheren Einzelheiten in der Fig. 3 dargestellt. Ihr Aufbau ist ähnlich wie derjenige der Vorzerkleinerungsmaschine,
so daß also nachstehend im wesentlichen nur auf die unterschiedlichen Merkmale näher eingegangen zu werden
braucht.
Da die Granuliermaschine 3 eine Feinzerkleinerung
bewirken soll, sind die Segmente bzw. Scheiben 33 und die Zwischenscheiben 3l\ schmäler und im Durchmesser kleiner als
di ο .Segmente oder Scheiben 20 bzw. die Zwii.chenscheiben 21
der Vorzerkleinerungsmaschine 2 ausgebildet im übrigen entsprechen
sie jedoch in Aufbau und Anordnung den letztgenannten Teilen, wobei jedoch in dem Ausführung.sbeispiel der
Fig. 3 die Zwischenscheiben 3'< als Sechskantscheiben ausgeführt
sind.
Weiterhin ist die Granuliermascbine 3 wegen der
bei der Feinzerkleinerung erforderlichen höheren Zerkleinerungsleistung
zweistufig ausgebildet, d.h. es sind insgesamt vier Wellen 35, 36, 37 und 38 vorhanden, die als Sechsl'.nntwellen
ausgebildet sind und auf die abwechselnd Segmente bzw. Scheiben 33 und Zwischenscheiben 3l* drehfest aufgesteckt
sind. Die Achsen dieser Wellen liegen, wie aus Fig.1 gut ersichtlich ist, in den Eckpunkten eines Quadrats, so
daß also nicht nur die Segmente bzw. Scheiben 33 der sich
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- /ic-
horizontal gegenüberliegenden Wellenpaare 35, 36 bzw. 37, 38 in der Weise ineinandergreifen, wie anhand der Fig. 2
näher erläutert worden ist, sondern in gleicher V/eise greifen auch die Segmente oder Scheiben 33 der sich vertikal
gegenüberliegenden Wellenpaare 35, 37 bzw. 36, 38 ineinander, wie aus Fig. 1 deutlich erkennbar ist. Da die
Wellen 35, 36 einerseits und die Wellen 37, 38 andererseits jeweils so angetrieben werden, daß das von oben zugeführte
Material zwischen den Wellen nach unten gefördert wird, drehen sich die Segmente oder Scheiben 33 in allen vier
Bereichen des Ineinandergreifens jeweils gegensinnig, wie durch die Pfeile C, D, E und F in Fig. 1 angedeutet ist.
Zum Antrieb der Wellen 35 bis 38 ist ein Getriebemotor 39 vorgesehen, auf dessen Ausgangswelle ein Zahnrad
40 aufgekeilt ist, das mit einem auf der Welle 36 aufgekeilten Zahnrad 41 und einem auf der Welle 38 aufgekeilten
Zahnrad 42 kämmt. Das Zahnrad 41 kämmt seinerseits mit einem drehfest auf der Welle 37 befestigten Zahnrad 43, während
das Zahnrad 43 mit einem drehfest auf der Welle 35 angebrachten Zahnrad 44 kärami.
Die Wellen 35 bis 38 sind in Lagerbüchsen 45 gelagert, die sich in den Seitenwänden 46, 47 und in der Zwischenwand
48 der Granuliermaschine 2 befinden. Außerdem sind auch hier Lagerabdeckungen 49 angebracht. Die Lagerbüchsen
45 können verstellbar ausgebildet sein, damit man die Wellen 35 bis 38 nachstellen kann.
Abschließend sei noch erwähnt, daß die Segmente oder Scheiben 20 und 33 sowie die Zwischenscheiben 21 und
vorzugsweise aus hartem oder gehärtetem Stahl bestehen.
Ende der Beschreibung.
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Claims (20)
1. Zerkleinerungsmaschine, insbesondere für die Zerkleinerung von Weich-Abfallstoffen, mit sich gegenläufig
drehenden Rotationskörpern, zwischen denen das zu zerkleinernde Material hindurchläuft, dadurch gekennzeichnet, daß
auf gegenüberliegenden Wellen (17,18,«35,36,37,38) jeweils
mehrere, als Segmente oder Scheiben (20;33) ausgebildete, am Umfang mit Schneidkanten (24,25) versehene Rotationskörper
vorgesehen sind, zwischen denen sich im Durchmesser kleinere Zwischenscheiben (21;34) befinden, wobei die einander
gegenüberliegenden, auf unterschiedlichen Wellen befindlichen Segmente oder Scheiben ineinandergreifen, während
die Umfangsflächen (22) der zugehörigen, einander gegenüberliegenden Zwischenscheiben im Abstand voneinander angeordnet
sind, so daß sie Zwischenräume (23) zum Durchlaufen des zerkleinerten Materials begrenzen.
2. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden, auf
unterschiedlichen Wellen (17,18;35-30) befindlichen Segmente
oder Scheiben (20;33) in Achsrichtung der Wellen, vorzugsweise um die Segment- bzw. Scheibendicke, gegeneinander versetzt
sind.
3. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die einander zugewandten Seitenflächen
(26) von gegenüberliegenden Segmenten oder Schei-
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ben (2O;33)» die sich auf unterschiedlichen Wellen befinden,
im Bereich des Ineinandergreifen (ß) berühren oder nahezu berühren.
4. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidkanten (25) an den einander zugewandten Seitenflächen (26) von gegenüberliegenden Segmenten
oder Scheiben (2O;33)» die sich auf unterschiedlichen Wellen befinden, im Bereich des Ineinandergreifens (ß) jeweils
mit der gegenüberliegenden Seitenfläche (26) in Schleifberührung stehen.
5. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelbereich (ß)
des Ineinandergreifens der Segmente oder Scheiben (2O;33)
gegenüberliegender Wellen zwischen 20° und 60° beträgt.
6. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkelbereich (ß) des IneinandergreL-fens
zwischen 30° und 50° beträgt.
7. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenscheiben (21)
konisch sind.
8. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Zwischenscheiben 21 auf gegenüberliegenden Wellen (17,18) in der entgegengesetzten Richtung
verjüngen.
9. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenscheiben (34)
vieleckig sind.
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10. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenscheiben (3*0 Sechskantscheiben
sind.
11. Zerkleinerungsmaschine nach einen der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente oder Scheiben
(2O;33) und die Zwischenscheiben (21;3^) auf zwei oder
mehr gegenüberliegenden Wellen (17,18;35,36) drehfest angeordnet
sind, deren Achsen parallel zueinander und in einer gemeinsamen Horizontalen oder gegen die Horizontale um einen
vorbestimmten Neigungswinkel (α) verlaufende ersten Ebene liegen.
12. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Segmente oder Scheiben und
Zwischenscheiben auf weiteren Wellen (37,38) angeordnet sind, deren Achsen in einer oder mehreren, weiteren Ebenen
liegen, die zu der ersten Ebene parallel verlaufen, wobei die Wellen (35,36;37,38), deren Achsen in der ersten und den
weiteren Ebenen liegen, paarweise übereinander angeordnet sind und die Segmente oder Scheiben übereinander angeordneter
Wellen (35,37;36,38) ineinandergreifen.
13. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (α) nicht
größer als 30°, vorzugsweise kleiner als 10°, ist.
14. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13» dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente oder Scheiben
(20;33) und die Zwischenscheiben (21;3^) auswechselbar
sind.
15. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente oder Scheiben und die Zwi-
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schenscheiben auf im Querschnitt vieleckige, insbesondere sechseckige, Wellen (17,10;35-38) drehfest aufgesteckt
sind.
16. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei von
Segmenten oder Scheiben, Zwischenscheiben und ihren Wellen gebildete Zerkleinerungsvorrichtungen (2,3) in Flußrichtung
des zu zerkleinernden Materials nacheinander vorgesehen sind, von denen die erste eine Vorzerkleinerungsvorrichtung
(2) ist, die einen geringeren Zerkleinerungsgrad als die nachfolgende Nachzerkleinerungs- oder Granuliervorriohtung
(3) hat.
17. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß am Materialausgang der Vorzerkleinerungsvorrichtung
(2) und/oder der Nachzerkleinerungs- oder Granuliervorrichtung (3) ein Sieb (11) angeordnet ist.
18. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, daß am Materialausgang der Vorzerklelnerungsvorrichtung
(2) und/oder der Nachzerkleinerungsoder Granuliervorrichtung (3) eine Materialstransportvorrichtung,
insbesondere ein Rüttler (12,13)» vorgesehen ist.
19. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß am Materialausgang der Nachzerkleinerungs-
oder Granuliervorrichtung (3) eineMagnetwalze (14) zum Aussondern von ferromagnetisehen Materialien vorgesehen
ist.
20. Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorzerkleinerungsvorrichtung
(2) und die Nachzerkleinerungs- oder Granuliervorrichtung (3) sowie die zugehörigen Vorrichtungen (4,5*11,12,
13,14) zusammen mit der elektrischen Betriebsanlage (15) an bzw.auf einem gemeinsamen Maschinengestell angebracht sind.
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