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DE2724453A1 - Draenagesystem - Google Patents

Draenagesystem

Info

Publication number
DE2724453A1
DE2724453A1 DE19772724453 DE2724453A DE2724453A1 DE 2724453 A1 DE2724453 A1 DE 2724453A1 DE 19772724453 DE19772724453 DE 19772724453 DE 2724453 A DE2724453 A DE 2724453A DE 2724453 A1 DE2724453 A1 DE 2724453A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drainage system
oxygen
drainage
water
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772724453
Other languages
English (en)
Inventor
Nichtnennung Beantragt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roess Nature Group GmbH and Co KG
Original Assignee
Twistringer RBM Dränfilter GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Twistringer RBM Dränfilter GmbH and Co KG filed Critical Twistringer RBM Dränfilter GmbH and Co KG
Priority to DE19772724453 priority Critical patent/DE2724453A1/de
Publication of DE2724453A1 publication Critical patent/DE2724453A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B11/00Drainage of soil, e.g. for agricultural purposes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • BEZEICHNUNG:
  • Dränagesyst em Die Erfindung bezieht eich auf ein Dränagesystem, insbesondere für Baden mit Substanzen, die bei Reaktion mit Sauerstoff wasserunlösliche, zu Verstopfungen (Verockerung) der Dränleitungen führende Verbindungen bilden.
  • STAND DER TECHNIK Dränageanlagen leiden vielfach unter dem Mangel, daß sie vorzeitig durch Verockerung untauglich werden. Durch Rückbildung kann man zwar eine gewisse Regeneration erzielen, dies ist aber nur unvollkommen und in den meisten Fällen nicht geeignet, eine dauerhafte Wirksamkeit der Dränage zu gewährleisten. In solchen Fällen ist man daher bisher gezwungen, eine vollständige Erneuerung der Anlage vorzunehmen. In neuerer Zeit ist man dazu übergegangen, durch Einbringen von Gerbsäurespendern die Bildung von unlöslichen, zur Verockerung führenden Verbindungen zu verhindern; dabei hat sich Jedoch herausgestellt, daß die Gerbsäure infolge ihrer großen Affinität zum Sauerstoff geneigt ist, eine dem biologischen Gleichgewicht abträglich hohe Sauerstoffverarmung herbeizuführen.
  • ,VUFGR2.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das DrZnagesystem eo zu gestalten, daß ohne Beeinträchtigung des biologischen Gleichgewicht es Verockerungen der Dränleitungen verhindert werden.
  • I/SUNG DER AUFGABE Bei der Lasung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der Uberlegung aus, daß die Verockerung von Bodensubstanzan in den Dränleitungen insbesondere durch den ungehinderten Zugang des Sauerstoffs der freien Atmosphäre über die Ausgänge der Drin- leitung zurückzuführen ist. Will man daher die Verockerung der Dränleitungen verhindern, so müssen die hierzu eingesetzten, mit hoher Affinität zu Sauerstoff bindenden Reagenzien in einer Menge zur Verfügung gestellt werden, die notgedrungen der Forderung nach Erhaltung des biologischen Gleichgewichtes abträglich ist. Um dem vorzubeugen, wäre es daher erforderlich, das Angebot an freiem Sauerstoff aus der Atmosphäre im Dränleitungssystem zu hemmen.
  • Ausgehend von dieser Uberlegung wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst, a) daß in den Ausgängen des Dränleitungssystems Gassperren angebracht werden oder b) daß das Leitungssystem an eine Quelle für ein sauerstoffarmes Bluidum angeschlossen wird oder c) daß die Ausgänge des Leitungssystems mit einem Vakuum-Bildner verbunden werden.
  • Durch diese Maßnahmen, einseln oder im Verbund angewandt, läßt sich du Bauerstoffangebot innerhalb des Dränleitungssystems auf ein so niedriges Maß einstellen, daß es der st8chiometrischen Menge angepaßt ist, welche sich aus der der Wasserspende des Systems proportionalen Menge an zur Verockerung neigenden Substanzen aus dem Erdreich ergibt.
  • Diese Mengen sind aber in Jedem Fall so niedrig, daß eine du biologische Gleichgewicht beeinträchtigende Sauerstoffverarmung nicht mehr eintreten kann.
  • Die besonders einfache und wirksame Drosselung des Sauerstoffnachschubs durch Anordnung von Gassperren in den Ausgängen des Dränleitungssystems läßt sich dadurch erzielen, daß diese Gassperren aus Wasservorlagen bestehen. Man kann zu diesem Zweck beispielsweise die Ausgänge des Leitungs systems als in das Auffanggewässer mündende Tauchrohre ausbilden. Um von dem Wasserstand in diesen Gewässern unabhängig zu seine, ist es auch möglich, solche Tauchrohre in Uberlaufbecken ausmünden zu lassen. Eine weitere besonders einfache und wirksame Wasservorlage besteht in der Anordnung eines Syphons im Ausgangsrohr. Ferner kann die Wasservorlage auch als Fallrohr mit Rückschlagventil ausgebildet sein.
  • Um Benachteiligungen während längerer Trockenzeiten mit geringen Wasserspenden vorzubeugen, kann man den Ausgängen mit ihrer Wasservorlage Frischwasserzuleitungen vorschalten, die entweder ständig oder nur im Bedarfsfall mit Frischwasser gespeist werden.
  • Die Unterdrückung eines übermäßigen Sauerstoffangebots im Dränleitungssystem durch Verbindung mit einer Quelle für ein sauerstoffarmes Fluidum kommt insbesondere dann in Betracht, wenn es erwiinscht ist, ein solches Fluidum zur gezielten biologischen Einwirkung zu bringen. So kann es für die Autschließung vorteilhaft sein, das Leitungssystem mit einer Dampfquelle zu verbinden, um einerseits eine gewisse Er- wärmung herbeizuführen und andererseits durch Einwirkung des Dampfkondensats eine intensive Auslaugung zu erreichen. Ein solches System ist insbesondere auch in Verbindung mit einer Wasservorlage vorteilhaft zu gebrauchen. Je nach den vorliegondeln Bodenverhältnissen kann es auch vorteilhaft sein, das Leitungssystem mit einer Inertgasquelle zu verbinden. Auch hierbei ist die Kombination mit einer Gassperre von Vorteil, entweder in Form einer Wasservorlage oder in Form einer Gassperre aus den Durchtritt von Gas hemmendem Material, wie beispielsweise einer Aktivkohleschicht.
  • Gassperren können auch aus sauerstoffverzehrenden, bindenden oder ab- bzw. adsorbierenden Vorlagen bestehen.
  • Die Verhinderung eines übermäßigen Sauerstoffangebotes durch Anordnung eines Vakuumbildners schließlich kann dadurch verwirklicht werden, daß die Ausgänge des Leitungssystems mit der Saugseite eines Gebläse oder einem Vakuumbehälter verbunden sind. Das Absaugen von Gas aus dem Dränleitungssystem hat den Vorteil, daß einerseits dem biologischen Gleichgewicht abträgliche Gue aus dem Dränleitungssystem abgesogen werden und daß andererseits ein, wenn auch schwacher, Sauerstoffstrom im Gleichstrom mit der Wasserspende erzwungen wird, durch welchen sich die gmdinschte Belüftung des Bodens vorwirklichen läßt.
  • Die Unterdrückung des übermäßigen Sauerstoffangebotes im Leitungssystem der Dränanlage bietet nunmehr die vorteilhafte Möglichkeit, Gerbsäure oder sonstige Reagenzien, welche sum Sauerstoff eine größere Affinität haben als die zu einer Verockerung neigenden Bodensubstanzen, wirksam zum Einsatz zu bringen, ohne das biologische Gleichgewicht su stören.
  • Durch die Erfindung ist es nämlich möglich, den Sauerstoffnachschub im Dränleitungssystem so zu dosieren, daß er Jeweile nur in einer solchen Menge sur Verfügung steht, welche die in das Dränleitungssystem gelangende Menge an su Verockerungen neigenden Bodensubstansen benötigen würden, um die zur Verockerung führenden Verbindungen zu bilden. Nur diese geringen Sauerstoffmengen sind dann durch die Reagenzien höherer Sauerstoffaffinität zu binden. Die hierzu erforderliche Gerbsäuremenge ist aber so gering, daß eine störung des biologischen Gleichgewichtes nicht mehr eintreten kann. Weiterhin besteht der Vorteil, daß sich die Verockerung mit einem optimal geringen Aufwand an chemischen Reagenzien unterdrücken läßt und daß Gerbsäurespender zum Einsatz kommen können, deren von der jeweiligen Wasserspende abhängige Gerbsäuredosierung so bemessen ist, daß die in den Gerbsäurespendern gespeicherte Gerbsäuremenge bei optimaler Nutzung ausreichend ist, die Verockerungsvorgänge so lange su strecken bis die Dränage zu der gewünschten Bodenverbesserung geführt hat und damit auch eine weitgehende Verarmung des Bodens an solchen, sur Verockerung neigenden Substanzen erreicht ist.
  • Erst mit der dargelegten Kombination der verschiedenen Maßnahen einer Hemmung des Sauerstoffangebotes einerseits und einer Zufuhr von Sauerstoff mit hoher Affinität bindenden Substanzen andererseits ist es nunmehr möglich, insbesondere auch die Dränage von Böden mit hohem Anteil an zur Verockerung neigenden Substanzen langzeitig mit gutem Erfolg durchzuführen.
  • BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN In der Zeichnung ist die Erfindung an einigen AusfUhrungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 schematische Darstellung eines Dränleitungssystems mit als Syphon ausgebildeter Wasservorlage im Dränleitungsausgang, Fig. 2 ein Dränleitungssystem mit einer als Tauchrohr ausgebildeten Wasservorlage, Fig. 3 eine Abänderung der Tauchrohrausführung nach Fig. 2, Fig. 4 eine Wasservorlage mit Rdckschlagventil im Wasserauslauf, Fig. 5 eine Gassperro in Form einer Luftströmungsbremse im Wasserauslauf, Fig. 6 eine Abänderung der Vorrichtung nach Fig. 5, Fig. 7 ein Dränleitungssystem mit Anschluß an eine Dampfquelle oder an eine Inertgasquelle, Fig. 8 eine Abänderung der Vorrichtung nach Fig. 7 Fig. 9 eine weitere Abänderung der Vorrichtung nach Fig. 7 bzw. 8, Fig. 10 ein Dränleitungssystem mit Anschluß an einen Ventilator als Vakuumbildner, Fig. 11 ein Dränleitungssystem mit einem beheisten Kaminabzug als Vakuumbi ldner, und Fig. 12 die Filterschicht gemäß Fig. 1 in größerem Maßstab.
  • Die Zeichnung veransuhaulicht, einzeln und in Kombination, die Anwendung von Mitteln zur Verhinderung eines übermäßigen Zugangs von freiem Sauerstoff in das Leitungssystem einer Dränanlage.
  • Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind in die Ausgänge der Dränanlage - in der Zeichnung ist nur ein einziger Ausgang dargestellt - beispielsweise Gassperren in Form einer syphonförmigen Wasservorlage eingeschaltet. Die Dränstränge der Anlage können beliebig ausgeführt sein. In der Zeichnung ist eine Dränanlage mit gewellten Kunststoffrohren 1 mit Wass ercintritt sö ffnungen 2 in den Wellentälern und Filtermantel 3 dargestellt. Der Filtermantel kann aus einej Gemisch verschiedenartiger Filtersubstanzen, wie beispielsweise Kokostaser und Stroh bestehen. Außerdem enthält der Filtermantel Mimosarinde oder andere Gerbsäurespender einzeln oder in Kombination, welche eo beschaffen bzw. behandelt sind, daß von ihnen im wesentlichen proportional zur naturgegebenen Wasserspende W bzw. W' von den Gerbsäurespendern Gerbsäure in einer Dosierung abgegeben wird, welche der Menge der vom Wasser mitgeführten, zur Verockerung der Dränrohre 1 neigenden Bodensubstanzen entspricht. Durch die größere Affinität der Gerbsäure zum freien Sauerstoff in den Dränleitungen wird erreicht, daß dieser Sauerstoff von der Gerbsäure gebunden wird und infolgedessen eine Verockerung durch Reaktion der genannten Bodensubstansen mit dem freien Sauerstoff nicht mehr stattfinden kann. Die Gerbsäureverbindungen mit dem freien Wasserstoff sind wasserlöslich und führen selbst nicht zu einer Verockerung der Dränleitungen.
  • Die Zusammensetzung des Piltere wird den Jeweils vorliegenden Bodenverhältnissen angepaßt. Bevorzugt wird eine Mischung aus Masern a und b verwendet, welche verschieden schnell verrotten und die Gerbsäurespender c werden so ausgewählt, daß sie den Bedarf an Gerbsäure entsprechend der stöchiometrischen Menge, bezogen auf die proportional zur Wasserspende anfallenden Mengen an verockernden Substanzen über die gesamte Betriebsdauer der Dränanlage möglichst optimal decken.
  • Um das Angebot an freiem Sauerstoff aus der Atmosphäre ii Dränleitungssystem su hemmen, ist an den Ausgängen der Drän- stränge, wie in Fig. 1 dargestellt, eine syphonartige Wasservorlage 4 vorgesehen. Durch eine solche Sperre wird der ungehinderte Zutritt von freiem Sauerstoff aus der Atmosphäre über die Ausgänge des Dränleitungssystems verhindert, indem sich im Syphon 4 ein Wassersack 5 mit Wasserspiegel 6 bildet, aus welchem die Wasserspende W' in das freie Gewässer 7 mit Wasserspiegel 8 abläuft.
  • Um in Trockenzeiten mit geringer Wasserspende, Fäulniserscheinungen im Wassersack 5 zu verhindern, kann der Syphon 4 an einen glärmittelspender 9 angeschlossen sein.
  • Wie Fig. 2 veranschaulicht, kann auch das freie Gewässer 7 selbst als Wasservorlage dienen, indem der Dränleitungsausgang mit einem im freien Gewässer 7 mündenden Tauchrohr 10 verbunden ist. Um vom schwankenden Wasserspiegel 8 des freien Gewässers unabhängig zu sein, kann das Tauchrohr 10, wie in Fig. 3 dargestellt ist, in ein Uberlaufbecken 11 münden, aus welchem das Wasser in das freie Gewässer 7 abläuft. Ferner ist ee möglich, das Fallrohr 10 selbst als Wasservorlage auszubilden, indem es mit einem Rdckschlagventil 12 versehen wird, das nur öffnet, solange im Fallrohr 10 eine vorgegebene Wassersäule überschritten wird.
  • Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher zur Vermeidung eines übermäßigen Sauerstoffangebotes über die Ausgänge des Dränleitungssystems in diesen Ausgängen eine Gasbremse 13 vor- gesehen ist. Eine solche Gasbremse kann beispielsweise ähnlich aufgebaut sein wie die Filter 3 der Dränrohre. Allerdings wird bei einer solchen Anordnung erforderlich, das zum Hemmen des Sauerstoffeintritts in den Drängleitungsausgängen vorgesehene Filtermaterial nach Bedarf zu erneuern. Dieser zusätzliche Arbeitsaufwand hat den Vorteil, daß zwangsweise eine wiederholte Uberwachung der Anlage stattfindet, welche aus dem Zustand der Gasbremsen und der Art ihrer Verschmutzung wichtige Aufschlüsse über den Erfolg der Dränage und die derzeitige Beschaffenheit des dränierten Bodens bzw. über den Grad der Bodenveränderungen gibt.
  • Um bei einem solchen Verfahren den Ablauf des Wassers aus den Dränleitungen sowie den Gasaustausch über die Gasbremse unabhängig voneinander zu machen, kann, wie in Fig. 6 dargestellt ist, der Dränleitungsausgang in eine Gaskammer 14 münden, die mit dem freien Gewässer 7 kommuniziert und gegen die freie Atmosphäre durch eine Gastilterschicht oder Gasbremse 13 abgeschlossen ist.
  • Fig. 7 zeigt eine Ausfihrungsform, in welcher das Sauerstoffangebot in den Dränleitungen durch Einleitung von Dampf oder InoSgas über eine InJektionsleitung 15 unterdrückt wird. Eine solche Injektionsleitung kann,wie Fig. 7 zeigt, einen Gegenstrom 16 erzeugens, im Auslauf der Dränleitung 1 münden.
  • Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, in welcher die Injektionsleitung 15 für Dampf oder Inertgas oberhalb des Auslaufs, gegebenenfalls am oberen Ende des jeweiligen Dränstranges 1 angeschlossen ist, so daß sich ein Gleichstrom 17 des Dampfes oder Inertgases zur Wasserströmung ergibt. Dabei kann es zweckmäßig sein, am Ausgang zusätzlich eine Wasservorlage, beispielsweise nach Art der Fig. 1, vorzusehen, um ein nutzloses Ausströmen von Wasserdampf bzw. Inertgas zu verhindern.
  • Fig. 10 und 11 schließlich zeigen Ausführungsformen, in denen das übermäßige Sauerstoffangebot durch Erzeugung eines Vakuums im Dränleitungssystem unterbunden wird. Um ein solches Vakuum zu erzeugen, kann, wie Fig. 10 zeigt, der Ausgang des Dränstranges mit der Saugseite eines Gebläses 18 verbunden sein.
  • Zweckmäßig ist dieses Gebläse von Hand oder automatisch regulierbar. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß sich das Sauerstoffangebot in weiten Grenzen anpassen läßt und daß sich in Anpassung an die Jeweiligen Witterungsverhältnisse auch eine wohldosierte Belüftung des Bodens im Gleichstrom zur Wasserspende durchführen läßt.
  • Eine Sogwirkung auf den Gasraum der Dränleitung läßt sich ferner, wie Fig. 11 zeigt, dadurch erzielen, daß der Ausgang mit einem Steigrohr 19 verbunden ist, welches einer Erwärmung durch eine Beheizung 20, gegebenenfalls unter Ausnutsung der Sonnenwä, ausgesetzt ist.
  • Auch die Ausführungsform nach Fig. 10 und 11 werden zweckmäßig mit einer Wasservorlage, beispielsweise in Form eines Tauchrohres 10 als Wasserabfluß kombiniert.
  • Im Rahmen der Erfindung sind noch mancherlei Äbänderungen und andere susführungen möglich; insbesondere können in der gleichen Dränanlage gleichzeitig verschiedene der oben beschriebenen Maßnahmen zur Herabsetzung des Sauerstoffangebotes angewandt werden.

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Dränagesystem, insbesondere für Böden mit Substanzen, die bei Reaktion mit Sauerstoff wasserunlösliche, zu Verstopfungen (Verockerung) der Dränleitungen führende Verbindungen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß ein übermäßiges Einströmen von Sauerstoff aus der freien Atmosphäre über die Ausgänge in das Dränleitungssystem verhindert wird, (a) indem in den Ausgängen des Dränleitungssystem Gassperren (13) angebracht sind, oder (b) indem das Leitungssystem an eine Quelle für ein sauerstoffarmes Fluidum angeschlossen ist, oder (c) indem die Ausgänge des Leitungssystems mit einem Vakuumbildner verbunden sind.
  2. 2. Dränagesystem nach Anspruch 1 (a), dadurch gekennzeichnet, daß die Gassperren (13) aus Wasservorlagen bestehen.
  3. 3. Dränagesystem nach Anspruch 1 (a), dadurch gekennzeichnet, daß die Gassperren (13) aus den Durchtritt von Sauerstoff hemmendem Material bestehen.
  4. 4. Dränagesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasiperren aus Sauerstoff versehrenden Vorlagen bestehen.
  5. 5. Dränagesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gassperren aus Sauerstoff bindenden Vorlagen bestehen.
  6. 6. Dränagesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gas sperren aus Sauerstoff adsorbierenden Vorlagen bestehen.
  7. 7. Dränagesystem nach Anspruch 1 (b), dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungssystem der Dränage mit einer Dampfquelle verbunden ist.
  8. 8. Dränagesystem nach Anspruch 1 (b), dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungssystem (1) mit einer Inertgasquelle verbunden ist.
  9. 9. Dränagesystem nach Anspruch 1 (c), dadurch gekennzeichnet, daß der Vakuumbildner (18,20) aus einem Gebläse besteht, dessen Saugseite am Leitungssystem angeschlossen ist.
  10. 10. Dränagesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die usgänge des Leitungssystems als in das Auffanggewässer (7) wandende Tauchrohre ausgebildet sind.
  11. 11. Dränagesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die AusgEnge des Leitungssystems als in Überlaufbecken (11) mündende Tauchrohre ausgebildet sind.
  12. 12. Dränagesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasservorlage (4) als Syphon ii Ausgangsrohr ausgebildet ist.
  13. 13. Dränagesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasservorlage (4) als Fallrohr mit Rückschlagventil (12) ausgebildet ist.
  14. 14. D Dränagesystem nach einem der Ansprüche 2, 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß den Ausgängen Frischwasserzuleitungen vorgeschaltet sind.
  15. 15. Dränagesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch geknnzeichnet, daß im Leitungsweg des Dränagesystems GerbelLuresponder (c) vorgesehen sind.
  16. 16. Dränagesystem nach Anspruch 15, dessen Dränrohre (1) mit einen Filtermantel (3) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerbsäurespender (c) im Filtermantel (3) untergebracht sind.
DE19772724453 1977-05-31 1977-05-31 Draenagesystem Withdrawn DE2724453A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1988002422A1 (fr) * 1986-10-03 1988-04-07 Induplast Bassin tampon de retention et de regulation des eaux naturelles a structure alveolaire
FR2686771A1 (fr) * 1992-02-04 1993-08-06 Antunes Antoine Installation d'irrigation souterraine.

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