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belbstfanz-Anbindevorrichtunz
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Die Erfindung betrifft eine Selbstfang-Anbindevorrichtung für Vieh,
mit oben und unten befestigten, einander gegenüberstehenden Halsrahmen-Streben,
die zwecks Freigabe bzw.
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Festhaltung des zwischen sich eingeschlossenen Tierhalses auf-bzw.
zuspreizbar sind, und mit einer Betätigungseinrichtung für die Spreizbewegung der
Streben, die bezüglich der Zuspreizung durch das Tier auslösbar ist.
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Es sind bereits Selbstfang-Anbindevorrichtungen bekannt, bei denen
die Halsrahmen-Streben an einem festen Gerüst angeordnet sind, welches im Standbereich
der Tiere z.B. in einem Stall aufgebaut wird. Eine bekannte Anbindevorrichtung ist
z.B. in der UT-O 2 205 887 beschrieben.
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In der offenen Stellung sind die Halsrahmen-Streben oben auseinandergespreizt.
Das Tier, welches auf den Stand mit der bekannten Anbindevorrichtung läuft, muß
deshalb, entgegen dem natürlichen Bewegungsablauf, mit erhobenem Kopf an seinen
Futterplatz treten, den Kopf zwischen den Halsrahmen-Streben hindurchschieben und
wieder absenken. Die Tiere versuchen deshalb seitlich unten zwischen den Halsrshmen-Streben
und den Pfosten des Gerüstes vorbeizugehen. Dadurch ist die
Betriebssicherheit
der bekannten Anbindevorrichtung Jedoch nicht gewährleistet.
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Bei den bekannten Selbstfang-Vorrichtungen ist auch nur unter sehr
großen glühen ein durch Krankheit festliegendes Tier aus den Halsrahmen-Streben
herausziehbar, selbst wenn diese sich in der sogenannten Offenstellung befinden,
weil die engste Stelle zwischen den Halsrahmen-Streben sich im unteren Bereich befindet.
Man ist gezwungen, z.B. krankes Rindvieh aus den bekannten Vorrichtungen praktisch
herauszuhoben, indem der ganze Tierkörper mit angehoben wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Selbstfang-Anbindevorrichtung
zu schaffen, welche eine tiergerechte Öffnung ihrer Halsrahmen ermöglicht.
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Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden, daß
die Drehpunkte, um welche die Streben bei ihrer Spreizbewegung schwenken im Bereich
der oberen Befestigung der Streben angeordnet sind.
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In der Offenstellung der erfindungsgemäßen Anbindevorrichtung ist
der größte Abstand zwischen den Halsrahmen-Streben in der Nähe des Bodens vorhanden,
was dem natürlichen Bewegungsablauf der Tiere entgegenkommt, mit gesenktem Kopf
an ihren Futterstand heranzutreten. In jedem Fall wird der Hals des Tieres dabei
durch die sich schließenden Halsrahmen-Streben erfaßt. Die erfindungsgemäße Anbindevorrichtung
ist damit funktionssicher.
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Um den Tieren auch während der Anbindung eine größtmögliche
Bewegungsfreiheit
zu geben, zeichnet sich die Vorrichtung noch dadurch aus, dal3 die obere Befestigung
eine hängende, beispielsweise an einer Kette hängende Traverse ist, daß als untere
Befestigung in an sich bekannter Weise von einem gegemeinsamen Bodenanker zu jedem
freien Ende einer Strebe führende Ketten vorgesehen sind und dad die Drehpunkte
der Streben in der Traverse angeordnet sind. In der aufgespreizten Stellung werden
die Streben die Ketten spannen, so daß die Ausrichtung der hängenden Anbindevorrichtung
quer zum Standplatz immer gew;-ihrleistet ist. In geschlossener Stellung wird den
Tieren durch die hängende Anordnung der Anbindevorrichtung größtmögliche Bewegungsfreiheit
gegeben, ohne daß eine Einschnürung der Tiere im Halsbereich erfolgt. Selbstverständlich
kann die Kette auch durch ein Seil oder einen Gurt ersetzt werden.
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Ein Tier wird sich beim Herantreten an seinen Stand selbst fangen,
da es die Betätigungseinrichtung für die Halsrahmen-Streben auslöst. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anbindevorrichtung ist als Betätigungrseinrichtung
eine auf das über den Drehpunkt hinaus verlängerte Ende jeder Strebe drückende Druckfeder
vorgesehen, wobei die Druckfedern oberhalb der Streben-Drehpunkte an der Traverse
derart abgestützt sind, daß während der Spreizbewiegung die gedachte Längsachse
jeder Halsstrebe in ihrer Verlängerung den Drehpunkt und gleichzeitig den Abstützpunkt
der Feder durchläuft, wobei die Druckfeder in dieser sogenannten
Totpunktstellung
maximal ausgelenkt ist.
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Das an den Futterstand herantretende Tier drückt gegen die Streben
der Anbindevorrichtung, wodurch diese unten gespreizten Halsrahmen-Streben durch
die Straffung der Ketten zusammengezogen werden. Dabei wird die Druckfeder zusammengedrückt.
Sobald die Streben eine bestimmte Winkelstellung überschreiten, nämlich die beschriebene
sogenannte Totpunktstellung, kann die Feder sich wieder entlasten, indem sie die
Streben nunmehr zusammenschwenkt. Das Schließen der hnbindevorrichtung erfolgt demnach
je nach Auslegung der Totpunkt stellung durch den Anpreßdruck der Tiere und danach
selbsttätig durch die Feder.
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Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das verlängerte Ende
jeder Strebe als hohlzylinderischer Raum ausgebildet, in den die Druckfeder eingelegt
ist, wobei ein in den Raum eintauchender Kolben auf die Feder drückt,und dieser
Kolben mit einem Laschenhebel gelenkig verbunden ist, der sich an der Traverse in
einem zugeordneten Gelenkpunkt abstützt. Die Vorrichtung ist dadurch besonders betriebssicher,
denn die Klemmwirkung kann durch die im Hohlzylinder geschützte Feder durch Verschmutzungen
oder dergleichen nicht beeeinträchtigt werden.
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Von Jedem Laschenhebel steht ein Hebelarm ab, dessen freies Ende
mit betätigbaren Verriegelungs- und Auslösegestängen gekoppelt ist. Durch die Verriegelung
wird verhindert, daß die Streben gegen den Federdruck vom Tier wieder
aufgedrückt
werden. tber die Gestänge, die,wie bei den bekannten Anbindevorrichtungen, auch
als sogenannte Zentralgestänge ausgebildet sein können, durch welche mehrere Anbindevorrichtungen
gleichzeit verriegelt bzw. ausgelöst werden, ist es auch möglich, die Anbindevorrichtung
wieder zu öffnen, indem die Laschenhebel soweit geschwenkt werden, daß die Druckfedern
die Halsrahmen-Streben selbsttätig bis in die maximale Aufspreizstellung aufdrücken.
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Ein anderes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anbindevorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, daß als Betätigungsvorrichtung eine geteilte Traverse
vorgesehen ist, so daß die daran befestigten Streben einen gemeinsamen Hauptdrehpunkt
haben, und daß an beiden Enden der Traverse die freien Enden einer Zugfeder derart
angelenkt sind, daß bei Abknickung der Traversenhälften um den Hauptdrehpunkt die
sich zwischen den Federanlenkpunkten erstreckende, gedachte Linie der Federkraft
von einer Seite des Hauptdrehpunktes über die sogenannte "Totpunktstellung" durch
den Drehpunkt auf die andere Seite des Drehpunktes wandert. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die HalsrahmenrStreben nicht mehr gelenkig mit der Traverse verbunden, sondern
daran befestigt.
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Jede Halsrahmen-Strebe ist mit einem zugeordneten Traversenteil z.B.
verschweißt. Die Enden der Traversenhälften werden durch eine verbindende Zugfeder
zusammengezogen, wenn die Traverse V-förmig abgeknickt ist. Sobald bei Auseinanderdrükken
der Traversenenden die sogenannte V-Form flacher wird,
ist vorgesehen,
daß die Kraft der Zugfeder beim Überschreiten einer bestimmten Winkelstellung, die
als "otounktstellung bezeichnet werden kann, ausgenutzt wird, um die Traverse in
gestreckter Stellung zu halten. In dieser Stellung ist das Tier zwischen den Halsrahmen-;itreben
gefangen. In der abgeknickten Stellung sind die Halsrahmen-Streben adkespreizt.
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Die Anlenkpunkte der Feder sind annähernd lotrecht zur Feder bewegbar.
Die Anlenkpunkte stützen sich über Rollelemente auf Gleitbahnen der zugeordneten
Traversenhälften ab, wobei ein Betätigungsgestänge für die Verschiebung der Rollelemente
längs der Gleitbahnen vorgesehen ist. Durch diese Betätigungsgestänge kann Öffnen
oder Schließen der Halsrahmen-Streben bewirkt werden, indem die Enden der Feder
einfach über die "Totpunktstellung' bewegt werden.
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Den abknickbaren Traversenhälften kann noch eine oder mehrere Knicksperren
als Verriegelung für die spreizbaren Halsrahmen-Streben zugeordnet werden, wodurch
verhindert wird, daß die angebundenen Tiere die Halsrahmen-Streben auseinanderdrücken.
Vorzugsweise ist für beide Traversenhälften eine gemeinsame Knicksperre vorgesehen,
nämlich eine die Traverse in gestreckter Stellung haltende anhebbare Stange, die
mit den beweglichen Anlenkpunkten in Wirkverbindung steht.
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Wenn die Betätigungsgestänge die Anlenkpunkte nach oben bewegen, wodurch
die Zugfeder über den Totpunkt bewegt wird, so daß die gestreckten Traversenhälften
nunmehr abgeknickt werden, wird gleichzeitig die Stange angehoben, die normalerweise
ein
Abknicken verhindern würde.
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Weil die beiden Streben an einer Traverse angeordnet sind, kann die
tialsrshmenweite auf einfache Art und Weise verändert werden, indem lediglich der
Abstand zwischen den Verbindungspunkten der Halsrahmen-Streben mit der Traverse
geändert wird. Dies kann z.B. erfolgen durch Verlängern der Traverse mittels Streckteilen
oder sonstigen Verlängerungselementen. Es ist auch möglich, die Traverse durch angeschweißte
Profile zu verlängern.
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Es ist auch möglich, åede Strebe an der Traverse über seitlich abstehende
Laschen nach Art von Parallellenkern anzulenken, wobei eine gespreizte Stellung
der Streben dadurch erreicht wird, daß diese Laschen ungleich lang ausgebildet werden.
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Für die Bauteile von Streben und Traversen werden vorzugsweise Profilstähle
verwendet, die ausreichend fest sind und leicht zu bearbeiten sind.
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Mit der erfindungsgemäßen Anbindevorrichtung können in vorteilhaft
einfacher und kostengünstiger Weise auch Stalleinrichtungen noch nachträglich ausgerüstet
werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus denen sich weitere erfinderische
Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße
Anbindevorrichtung gemäß einer bevorzugten Auführung in geschlossener Stellung der
alsrahmen-Streben,
Fig. 2 eine Ausführung der Anbindevorrichtung
gemäß Fig. 1 bei gespreizter Stellung der Halsrahmen-Streben, Fig. 3 einen schematischen
Halbschnitt durch die Traverse der Anbindevorrichtung gemäß Fig. 2, Fig. 4 eine
andere Ausführung der Anbindevorrichtung in geschlossener Stellung, Fig. 5 die Anbindevorrichtung
gemäß Fig. 4 in gespreizter Stellung, Fig. 6 die Traverse der Anbindevorrichtung
gemäß Fig. 4 und 5 in vergrößerter schematischer Darstellung und Fig. 7 eine schematisch
angedeutete weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anbindevorrichtung.
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In Fig. 1 ist schematisch eine erste Ausführungsform der Anbindevorrichtung
gezeigt. Die Vorrichtung ist in der geschlossenen Stellung gezeichnet worden. Zwei
annähernd parallel zueinander stehende lotrechte Halsrahmen-Streben 1 und 2 sind
mit Jeweisl einem ihrer Enden in einer U-förmigen Traverse 3 gelagert und dabei
um die Drehpunkte 4 und 5 schwenkbar. Die Traverse ist über eine Profilstange 6
und die sich daran anschließende Kette 7 an der DeckeX8,z.B. eines Stallbauwerks,
abgehängt. Die unteren freien Enden der Streben 1 und 2 sind mit Ketten 9 und 10
verbunden, die zu einem Schäkel 11 führen, welcher als gemeinsamer Ankerpunkt im
Boden 12 des Stallbauwerks
befestigt ist. Die Profilstange 6 und
die Traverse 3 sind lotrecht gegeneinander bewegbar. Die Profilstange weist einen
Kopf 13 auf, der mit Laschenhebeln 14 und 15 gelenkig verbunden ist, die über an
der Traverse befindliche Gelenkpunkte 16 und 17 drehen können und mit den freien
Enden der Streben 1 und 2 in Wirkverbindung stehen.
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iig. 2 zeigt eine Anbindevorrichtung gemäß Fig. 1, bei der die Streben
1 und 2 in gespreizter Stellung gezeichnet sind. Gleiche Bauteile sind mit gleichen
Bezugszahlen versehen worden.
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Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt durch die Traverse 3 gemäß Fig. 1
in vergrößerter Darstellung. Die Traverse selbst ist aus U-l'rofilen zusammengesetzt,
wobei die Schenkel der U-Profile nach innen geöffnet sind. Zwecks Verdeutlichung
der Funktion ist eine Seite der Traverse aufgeschnitten,und nur an dieser Seite
ist die Strebe 2 mit ihrer entsprechenden Betatigungseinrichtung dargestellt. Selbstverständlich
hat auch die im gegenüberliegenden Abschnitt der Traverse befindliche Strebe 1 eine
gleichartige Betätigungseinrichtung.
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Das über den Drehpunkt 4 hinausragende Ende der Strebe 2 ist als Hohlzylinder
ausgebildet, in dessen Grund eine mit Absetzungen versehene Federaufnahme 19 eingesetzt
ist. Auf dieser Federaufnanme stützt sich die Druckfeder 20 ab, auf der ein im Hohlzylinder
18 längsbeweglicher Kolben 21 steht.
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Das obere Ende des Kolbens 21 ragt aus dem Zylinder heraus und ist
mit dem Laschenhebel 15 im Punkt 22 gelenkig verbunden.
Der Laschenhebel
ist dabei in der Traverse drehbeweglich gelagert, indem er um den festen Schwenkpunkt
16 bewegt werden kann. Das abstehende Ende 23 des Laschenhebels ist mit dem symmetrischen
Kopf 13 gekoppelt, indem ein Stift 24 in das in den Kopf eingearbeitete Langloch
25 eingreift. Der Kopf ist am unteren Ende der Frofilstange 6 angeordnet, die mit
der Führung 26 gegenüber der Traverse lotrecht beweglich ist. Die Bewegung zwischen
Profilstange und Traverse kann erzeugt werden über das aus Hebeln 27 und 28 bestehende
Gestänge, das im Punkt 29 beweglich miteinander verbunden ist und dessen Hebel 28
im Stützpunkt 30 mit der rrofilstange und dessen Hebel 27 im Stützpunkt 31 mit der
Traverse verbunden ist. Der Hebel 28 hat, wie dargesvellt, eine nach außen abstehende
Stange, die in Pfeilrichtung verschwenkt werden kann, wodurch sich der Hebel 28
um seinen Stützpunkt 30 dreht. Dabei wird die Traverse über den Hebel 27 bewegt.
Durch diese Bewegung verschwenkt auch der Laschenhebel 15, wobei der Punkt 22 auf
der eingezeichneten Kreisbogenbahn in Pfeilrichtung wandert. Dabei wird die Druckfeder
20 zusammengedrückt und gleichzeitig erfolgt ein Schwenken der Strebe 2 um ihren
Drehpunkt 4 in der Traverse. Dieses Versc wenken wird soweit vorgenommen, bis die
gedachten Linien a-a und b-b (durch strichpunktierte Linien angedeutet) miteinander
kongruieren. Die Kraftrichtung der Druckfeder verläuft damit durch den Drehpunkt
4 den Punkt 22 und den Gelenkpunkt 16. Es bedarf dann lediglich noch einer geringen
Bewegung des Laschenhebels in der gleichen Richtung über diese "Totpunktstellung"
der deckungsgleichen Linien hinaus, um die in dieser Stellung bis auf ihren maximalen
Wert gespannte Druckfeder 20 zur selbstständigen Entspannung zu
bringen,
wobei der Laschenhebel durch die Federkraft weiter bewegt wird. Dabei werden dann
auch die Streben 2 bzw. 1 weiter auseinander gespreizt.
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In Fig. 4 ist eine andere Art der Betätigungseinrichtung für die
Anbindevorichtung gezeigt worden. Die Traverse 3 bestent aus zwei ltaversenhälften
33 und 34, die einen gemeinsamen ilauptdrehpunkt 35 haben. Die Traverse mit ihren
beiden Hälften und der trofilstange 6 ist über eine Kette wiederum am Gebäude eines
Stalls ab enängt. Die beiden Streben 1 und 2 sind bei diesem Ausführungsbeispiel
mit den zugeordneten Traversenhälften fest verbunden bzw. verschweißt. Die unteren
freien Enden der Streben sind wiederum mit Ketten 9 und 10 über einen gemeinsamen
Schäkel 11 als Ankerpunkt am Boden 12 gehalten.
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In Fig. 5 ist die Ausführung der Anbindevorrichtung gemäß Fig. 4
in gespreizter Stellung dargestellt worden. Dabei ist ersichtlich, wie die jreizstellung
der Streben 1 und 2, wobei die Ketten 9 und 10 gestrafft sind, durch Abknicken der
Traversenhälften 33 und 34 um den nauptdrehpunkt 35 erzielt wird.
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In Fig. 6 ist eine schematische Ansicht der in den Ausfühiungsbeispielen
gemäß Fig. 4 und 5 dargestellten Traverse in vergrößerem Maßstab wiedergegeben.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszanlen versehen. An den beiden Enden der einander
gegenüberstehenden Traversenhälften 33 und 34 sind die freien Enden 36 und 3r? einer
Zugfeder 38 angelenkt. Die Anlenkpunkte der Zugfeder 39 und 40 stützen sich über
ollelemente 41 und 42 an schrägstehenden Gleitbahnen 43 und 44 ab, die Jeweils an
den Enden der zugeordneten Traversenhälften angeordnet sind. An jedem
Anlenkpunkt
ist, wie dargestellt, noch ein zugeordneter Drehhebel 45 und 46 befestigt, der um
zugeordnete Drehpunkte 47 und 48 Jeweils geschwenkt werden kann. Die freien lenden
der Drehhebel sind über Verbindungslaschen 49 und 50 mit einem Arm 51 eines Auslösehebels
52 verbunden, der mittels Schwenkhebel 53 um den Drehpunkt 54 an der Profilstange
6 bewegt werden kann.
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Diese Ausführung der Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Wenn der
Schwenkhebel 53 in Pfeilrichtung nach oben bewegt wird, drücken die Verbindungslaschen
49 und 50 auf die Drehhebel 45 und 46, die dabei um ihre Drehpunkte 4rj und 48 schwenken.
Dabei werden die Anlenkpunkte 3 und 40 mit ihren Rollelementen 41 und 42 entlang
den zugeordneten Gleitbahnen 43 und 44 angehoben, so daß die Zugfeder 38 über den
Hauptdrehpunkt 35, mit welchem die beiden Traversenhälften 33 und 34 an der frofilstange
6 angelenkt sind, bewegt wird. Durch das dabei entstehende Drehmoment aus Zugkraft
der Feder mal Abstand der Kraftwirkungslinie vom Hauptdrehpunkt 35, werden die beiden
Traversenhälften abgeknickt, wodurch eine zwangsweise Öffnung der Anbindevorrichtung
erfolgt, weil die mit den Traversenhälften fest verbundenen Streben 1 und 2 auseinanderspreizen.
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Tritt ein Tier in die geöffnete Anbindevorrichtung, werden die Streben
1 und 2 durch die sich straffenden Ketten zusammengezogen, wodurch sich die Winkelstellung
der gleitbahnen soweit ändert, daß die Zugkraft der ausgelenkten Feder die Rollelemente
41 und 42 nach unten bewegt, wodurch die abgeknickten Traversenhälften wieder in
die in der Zeichnung dargestellte Lage überführt
werden. Die Anbindevorrichtung
ist jetzt geschlossen. Es kann noch eine sich an den Gleitbahnen abstützende Stange
vorgesehen werden, die die Traversenhälften auseinanderdrückt, so daß die Anbindevorrichtung
dabei gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesperrt ist.
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In Fig. 7 ist noch eine weitere Möglichkeit zur Ausbildung der Anbindevorrichtung
schematisch dargestellt. Dabei ist lediglich eine Hälfte der Traverse 3 dargestellt
worden, die selbstverstRindlich wieder symmetrisch ausgebildet ist, wie es auch
den Fig. 1 und 2 entspricht. Die Tfalsrahmen-Strebe 2 ist nach Art eines Parallelogrammlenkers
über Lenklaschen 55 und 56 mit der Traverse 3 verbunden. Die Lenklaschen weisen
unterschiedliche Längen auf, wodurch bei einer kombinierten Bewegung, wie sie durch
Pfeile angedeutet ist, die Strebe in lotrechte oder gespreizte Stellung gebracht
werden kann.